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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Lange habe ich gezögert, murrte über die Qualität der Fotos. Da die aber nicht Gerät und Fotograf, sondern dem damals aktuellen Wetter mit „allerhand Wasser in der Luft“ geschuldet war, soll nun der Dokumentation wegen doch dieser Beitrag hier folgen.

Am 6. Oktober 2023 wurde ein Sattel Kies ergänzt. – Wer die Historie seit 2021 ansehen möchte, findet die Beiträge vom 28. Februar 2022 (auch 26.02.) und vom 30. März 2022 über die Kalender-Suchfunktion. – Der Beitrag vom 27. Februar 2022 beschreibt die bei einer Kurzbeprobung der Bredenbek gefundenen Lebewesen.

Anfahrt 6. Oktober 2023 über den Haupt-Holzabfuhrweg – es war nass, die Luft ist noch „voll Wasser“, schwierige Licht- und Sichtverhältnisse. – Dem Wald werden gezielt Nadelhölzer entnommen, um naturnahen Mischwald zu entwickeln.

Material und Gerät, geübte Kooperationspartner stehen bachnah bereit.

Nachfüllbar – der ehemals tiefe, steilufrige Waldgraben zur Bredenbek.

Nachgefüllt.

Auch die über die Zeit vom Bach, von Mensch und Tier „tiefer gelegten“ Depots seitlich der Brücke werden ergänzt.

Wie beabsichtigt und in ersten Schritten begonnen geht es darum, die tief eingeschnittene Kanalstrecke durch Kiesrauschen so in der Sohle aufzuerhöhen, dass die höher im Gelände liegenden Alt-Mäander bei höheren Abflüssen häufiger aktiviert werden.

Das zeigt, in Kopplung mit der 300 m am Waldübergang in die Agrarlandschaft liegenden hohen Rausche, bereits die gewünschten Folgen im Wald. Wasser steht länger und höher für Bach, Boden und Lebewelt zur Verfügung, standorttypische Feuchtpflanzen haben sich wieder angesiedelt, andere weiter als bisher ausgebreitet.

[Dazu muss ich im Frühjahr 2024 unbedingt einmal extra Fotos aufnehmen und einen eigenen Bericht schreiben.]

Wie das Mäander-Stützen geht, wissen wir inzwischen …

Schnell ist die Arbeit getan, sind die Anfahrspuren glattgezogen.

Abfahrt. – Lange, oft angesprochen, diesmal endlich realisiert – eine Einladung in eine nahegelegene Gaststätte lässt uns über Mittag noch fachsimpeln.

Auf dem Weg (Glück gehabt!) – es hat inzwischen zu Schütten begonnen. In der Oberalsterniederung verschwinden die Konturen.

Wie schön, mal wieder Budweiser – schmeckt bei jedem Wetter, das Essen hier ebenso.

 

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Kein Schreibfehler …

Wir sieben den Regen, Frontalansicht. (Im Gegensatz zu manch Presse, wo der Überschriften-Regisseur den Inhalt nicht zur Kenntnis nimmt, sehe ich doch zu, dass beides miteinander in Verbindung steht.)

Regen, gesiebt – seitlicher Aspekt.

So gesichert, kann kein Luftplankton in die Wohnung (hier: die Küche) gelangen. Allerdings ist jegliches Luftplankton bei dem ordentlich liefernden Tief mit Sturmgebraus (auf See möchte man mit kleinem Schiff zur Zeit wohl eher nicht sein) ohnehin in alle Winde verweht, quantitativ niedergeschlagen.

„Gut Regen“ liess die Pegel der Fliessgewässer um 25-50 cm ansteigen – kein Hochwasser, aber zufriedenstellende saisonale Verhältnisse für die Gewässerlebewelt.

Da müssen wir heute wieder gut auf das Wetterradar achten, um die trockeneren Zwischenräume für Aussenaktivitäten zu erwischen.

Derweil denken wir an Jahreszeit- und Wettererlebnisse der vergangenen Tage.

So gucken wir derzeit (Foto vom 11.11.) nach Norden raus.

Hainbuchen- und Feldahornfarben prägen das Bild.

Andere, insbesondere höhere Bäume haben ihr Laub bereits fast ganz abgeworfen. – Anfahrt Pferdetümpel, Rückblick Mittelweg.

(Vorsicht bei nassen, dicken Laublagen auf Nebenwegen – nicht radelnd in die Kurve legen, sonst liegt man selbst darin.)

Der Pferdetümpel vorgestern – „gut Wasser“.

Auch da war der Himmel zu Sonnenuntergangszeit nicht ganz ohne …

Himmel, Land und Wasser – Spiegelung des Geschehens.

Auf dem Rückweg vorgestern – starke Wolkenvariation mit Lichtloch.

Die herunterhängenden Zipfel an den schwärzeren Wolken …

… luden, wie nicht unüblich bei solcher offensichtlichen Optik, diverse Sprühtropfen auf mir ab.

Wenn`s weiter nichts ist . . .

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Frühmorgens, die Sonne lacht, am Nachmittag soll es reichlich Regen geben – also nix wie los. Im Uhrzeigersinn die Hetlingen-Tour habe ich angesichts des südlichen Winds im Sinn.

Elbdeich Fährmannssand – die Sonne verschleiert, bei 5 Grad reichlich Tau ringsum, Strecken gegen den südlichen Wind wirken zugig, kaltfeucht.

Mit dem Licht sieht alles gleich viel freundlicher aus. Aber das Blau und die Wolken zeigen: Oben ist es noch kälter.

Deich, Deichschafe, Ausgefallenes, meist noch in Kugelform – soll das die Überschrift rechtfertigen? Die Deichverteidigungsstraße ist Teil des beworbenen Elberadwegs.

Nein, auch das von Kugelform durch Regen verflüssigte, zusammengeschwemmte, nun trocknende Etwas bringt niemanden in Wallung (mal abgesehen von der Nährstoffzusammenschlämmung).

So, Überschrift passt – an ein Weiterfahren Richtung Hetlingen ist vorerst nicht zu denken.

Da lobe ich mir die uns bekannten Strecken im Niedersächsischen: Dort sind die Straßen ab- bzw. die Schafe eingezäunt (Wanderzäune am Deich, schonende, Deich-pflegende Beweidung).

Ein Stückchen nebendran, Blick nordwärts zur Geest – SO sind mir die Schafe hier auch lieber.

Niedersächsische Freunde, per Fähre nach Wedel übergesetzt, per Rad nach Glückstadt geradelt (dann mit der dortigen Fähre wieder rüber über die Elbe, zurück gen Zuhause) beschweren sich. Das allerdings zu Zeiten, in denen die Deichverteidigungsstraße dem Schaffoto Nr. 1 (von den 4 voranstehenden) entspricht. – Kein eigentlicher Grund zur Klage!

AAAAAber: Diese Situation spottet jeder Beschreibung.

Erstmal also keine Hetlingen-Runde!

Winkt Entspannung? Heute Nachmittag und Morgen soll es ordentlich regnen. Ob das aber als Klospülung für diese Schweinerei, pardon, Schaferei (Schäferei?), ausreicht, bleibt der Beobachtung überlassen.

Wenden, also …

Querab Saatlandsdamm, Blick über die Marsch auf Wedels Geesthang – auf dem Grün ringsum haben die Schafe Konkurrenz bekommen.

Noch liegt die Zahl der Nonnengänse im unteren Tausender Bereich.

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Wir lernten jüngst: Das war wieder ein wärmerer Oktober – man(cher) sagt, der wärmste seit 125.000 Jahren – voreiszeitlich also.

Mancherorts brachte er das 3fache an Niederschlag im Vergleich zum Mittel. Auch hier auf der Geest westlich Hamburg sind, wie ich zeigte, „Himmelsaugen“ gut gefüllt. Die Bäche führten mehrere Spitzenabflüsse (knapp bis zur Höhe des mittleren Hochwassers) inzwischen wieder ab, runter bis auf Mittelwasser, Tendenz tiefer.

Insbesondere bindige Böden, wie in der Marsch, sind allerdings quitschnass – fast eine Besonderheit, erinnernd an Normalitäten 2017 und davor. So kommen denn Handlungsaktivitäten in Gang, die an Zeiten harter Unterhaltung erinnern.

Das routinemäßige, jährliche Fräsen von Grüppen erfolgte teils schon vor einiger Zeit.

Dieses Jahr allerdings setzt nun streckiges Grabenräumen ein. – Mal sehen, wie lange die erzeugten Silagehaufen gewässernah liegenbleiben.

Solch Strecken, unter anderem mit vollständigem Röhrichtverlust im Gesamtquerschnitt, bieten Freunden des „weiten Blicks“ jetzt Gesamtübersicht.

Immerhin schön, wenn Teillebensräume mit Versteck und Futter für den Winter stehen blieben.

Für Rastvögel mit Fluchtdistanz „auf der anderen Seite“ bedeuten die „Öffnungen“ der Landschaft nun permanentes Stören – Fahrzeuge bis hin zu Fahrrädern nicht soooo, Fußgänger und Stehenbleibende allerdings werden als Bedrohung aufgefasst. —> Fluchtreaktion.

Warten wir ab, wie die Landschaft weiterentwickelt wird, was uns die Erfahrungen der kommenden Monate vermitteln.

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In den Beiträgen vom 16. bis 23. Oktober (ggf. über Kalenderfunktion, rechte Spalte, anklicken) hatte ich von meiner Reise nach Jena, insbesondere zu einem gemeinsamen Restaurierungsversuch am Gembdenbach, Saale-, Elbe-Einzugsgebiet, berichtet.

Vor Ort wird die Entwicklung der Kiesgaben interessiert verfolgt. Wie erwartet, hat der Bach ordentlich mit dem Kies gearbeitet – dokumentiert in einem Bericht der Jenaer Bach-Aktiven vom 2. November.

Sehr schön hat der Gembdenbach einen Großteil des Kieses abtransportiert und …

[Dasselbe Foto quer, beschnitten] … an der „richtigen“ Position eine Rausche ausgebildet.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist Grundlage für weitere Verbesserungen.

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Wie im Bericht vom 1. November über das Test-Bekiesen im Krückaupark Elmshorn erwähnt, fand am Folgetag eine Rundreise zu restaurierten Bachstrecken statt. Die neue Mitarbeiterin der NABU SH Landesstelle Wasser (s. S. 9, rechte Spalte der verlinkten pdf-Datei „NABU Schleswig-Holstein, Betrifft: NATUR, Sommer 2023“) wollte sich gern einen Eindruck über Verbesserungmöglichkeiten machen.

Los ging`s im oberen Lauf der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet. – An geschützten Lagen fanden wir noch Raureif vor.

Das abfliessende Wasser, immerhin war der Pegel auf mittleres Hochwasser gestiegen, ist dunkel gefärbt, sicherlich durch einen hohen Anteil aus dem Holmmoor, das in den trockenen Monaten gar keinen Zufluss lieferte.

Die eingebrachte Rausche (als Foto-Beispiel für eine Vielzahl) mit seitlichen Kies-Depots wirkt gut. Wie beabsichtigt, hat die Mühlenau Teile der Depots bachab transportiert. Obwohl wir über Mitte Oktober hinaus sind, die Tour fand am 18.10. statt, sind auf dem Kies noch keine Anzeichen von Kieslaicher-Aktivitäten zu sehen.

Blick bachauf – das Gefälle der Rauen Rampe aus Großsteinen kann für weitere Depot-Ergänzungen genutzt werden. So wird die Mühlenau selbst eine naturnahe Kolk-Rauschen-Abfolge schaffen.

Die im Rahmen einer Ausgleich- und Ersatzmaßnahme gepflanzten Schwarzerlen und Flatterulmen stehen auf ihren Profileinengungen sehr gut.

Bachab zeigt ein halb natürlicher, halb Menschen-gebastelter Stau an, dass eine Sohlanhebung z.B. per Kiesrausche(n) möglich wäre.

Am Besten mehrere, um die Höhendifferenz optimal zu nutzen … – Darüber wurde bereits gefachsimpelt – Kiesabladen am nahen Weg, Transport und Einbau durch Schubkarren und Schaufeln z.B. bei Angler-Arbeitsdienst. Das würde hier zusätzlich einen nebendran höher liegenden Altarm wieder ins Bachgeschehen einbeziehen.

Etliche km bachab ist am plattgelegten Gras gut die Abflusshöhe der vorangegangenen Regenperiode zu erkennen.

Wieder einige km weiter, Standort eines früheren Wehrs, ebenfalls zur Großstein-Rauen-Rampe umgebaut – hier befinden wir uns bachauf davon – reichlich Erosions“löcher“ im Ufer, die noch / weiter bekiest werden können.

Auch erkennbar aus dem Foto ist die Ursache für meine Aversion zum Einbau mehr als faustgroßer Steine: Entweder „haben sie einen hohen Dampfdruck, verschwinden binnen Kurzem“ (die werden schlicht geklaut!) oder sie befinden sich in fortwährendem Umbau, von ökologisch Unvorteilhaftem bis hin zu Uferschäden. – Hier werden wir 2024 sicherlich über 2 große Kies-Depots an beiden Ufern sprechen.

Solch Raue Rampe bietet gute Restaurierungsansätze. Wie erwartet hat sie unsere recht große Kiesgabe quantitativ abtransportiert.

Dasselbe, bachauf im Gegenlicht betrachtet.

Bei dem hier im mittleren Lauf noch sinkenden höheren Wasserstand sehen wir größere Kiesablagerung erst ein ganzes Stück bachab.

Wie so manch andere Stelle lassen wir die Mühlenau-Station mit zahlreichen Treibselsammlern aus Zeitgründen aus. Zu Laich- oder Niedrigwasserzeiten bleibt für einen vertiefenden Blick Gelegenheit genug. [Die derzeitige Situation dort habe ich kürzlich hier beschrieben.]

Wir queren zur Krückau, stoppen kurz an der Tide-Pinnau, Hindenburgdamm, Pinneberg. – Vandalen-Müll, Einkaufswagen, Autoreifen, ist an Land zwischendeponiert, zur Abfuhr.

Blick Pinnau bachauf – hier, im strukturlosen Tide-Kanal, muss noch viel geschehen. Die Entenschar ist der Jahreszeit geschuldet, in der mehr Menschen als ohnehin schon unsinnig Wasservögel füttern.

Angekommen am Krückaupark Elmshorn.

Die Großerosionsstelle für Bootseinsatz in die Tide-Krückau liegt im Vergleich zum Vortag, vgl. im obersten Link verknüpften Beitrag, etwas freier – wartet weiter auf eine unserer nächsten Aktionen.

Beispielhaft hier nur der „Kies-verpackte Rohreinlauf“, sieht gut aus – die Krückau fliesst weiter hoch, gespeist aus den überschwemmten Vorländereien bachauf Elmshorns.

Kein Spiegel für das Werbeschild mehr – die Wiese An der Au ist wohl gut zur Hälfte freigefallen (im Vergleich zum Vortag).

Auch die überschwemmte Wiese an der Offenau, weiter Krückau-aufwärts, ist nur noch flach überstaut.

Die Krückau Bullenkuhlen ist bachab der bekiesten Kurve in einer Tieflage ausgeufert, inzwischen wieder im Bett. Pferde nutzen den trockenen Teil der Überschwemmungswiese.

Unser im Schüttwinkel gelegter Kies ist im oberen Bereich bereits sichtbar.

Wir hoffen, dass aufkommende Erlen das per Kiesschüttungen zwischengeschützte Ufer dauerhaft halten werden [wenn sie denn dürfen].

Der Gang der Turbulenzen zeigt die nun wirksame Entlastung des Ufers.

Die Zeit vergeht, wir fahren zum Treffpunkt zurück, 2 Stopps am Wegesrand „gehen noch“.

Dunkles Wasser – wie an der Mühlenau-Startposition – auch an der Bilsbek. Das Himmelmoor, langzeitig ohne Abfluss, liefert wieder Schwarzwasser ins „Weisswasser“ des Moränenbachs Bilsbek.

Das Bekiesen hat sich auch über den Hochwasserabfluss bewährt. Der gewählte Abstand im scharfen Schuss bachab der Brücke zum darüber liegenden Pegel ist hinreichend gewählt. Die Kiesrauschen stören die Messungen nicht.

Letzter Stopp am Bek, Hasloh. Das Hochwasser hat, wie beabsichtigt, die großen auf dem Pfeifenbring-Absturz platzierten Kiesmengen abtransportiert.

Hier im obersten Bereich des Mühlenau-Einzugsgebiets ist bereits erkennbar, wie gering – bis hin zur Sommertrockenheit – der Abfluss des Beks im Mittel ist.

Sehr schön halten die Kiesrauschen und Einengungen das Wasser bachab. – So war das beabsichtigt, ein gutes Beispiel für Begriffe wie „Schwamm-„Stadt oder -Landschaft.

Wir beenden die Rundfahrt, werden uns zu passender Situation unter anderem an nicht angesehene Bäche wie im Borsteler Wohld, Kummerfelder Gehege, den Ohrtbrooksgraben, die Ekholter Au, vielleicht auch Bäche im Kreis Segeberg = Stör- und Alster-Einzugsgebiet, begeben.

Bis dahin fliesst sicher noch viel Wasser die Elbe runter (so hoffen wir).

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Gerade berichten die Statistiker, dass der Oktober 2023 hier im Norden die 3-fache Regenmenge im Vergleich zum Durchschnitt brachte.

In den Fliessgewässern bedeutete dies im Peak immerhin eine Abflussmenge des mittleren Hochwassers.

„Himmelsteiche“ wie der Pferdetümpel in Wedel sind zu kleinen Seen geworden – mit z.T. bisher ungesehenen Geschwistern ringsum.

Beim Blick über die Elbe, Schulauer Hafen, Wedel, gab es zum Monatsende Richtung Sonnenuntergang untrügliche Anzeichen auf das Nahen von Halloween.

In einem späteren Foto südwärts von der Batavia Richtung Mündung Wedeler Au in die Elbe … – schwarzer Punkt oben?

Ein Seeadler entfleucht aus dem Foto.

Auch das Wolkenbild tags drauf war besonders.

Nun haben wir Halloween gut überstanden. Die Schminke ist längst abgewaschen, Verkleidungen, Spinnennetze, Feuertöpfe in der Nachbarschaft sind eingewintert.

Mein Weg führt, kurzer Blick in die Düpenau, nach Pinneberg, Umfeld Regio-Klinik.

Querung der Nienhöfener / Datumer Straße über die Düpenau.

Über mir trompeten „Vögel des Glücks“.

Blick von der Brücke bachauf – steiler, erodierender Prallhang, gefährdete Eiche auf der Böschungskante. – Da könnte man auch …

Die Abflusssituation mit ca. 30 cm über Mittelwasser zieht mich an die Mühlenau in Pinneberg, mal wieder nach unserer 4er Doppelanordnung Treibselsammler gucken.

Angang …

Mühlenau, Blick bachab – ja, es fliesst weiter hoch ab.

Fernblick bachauf – Herbstfarben. Die HuSt-Positionen sind gekennzeichnet durch Wechsel vom überbreiten, spiegelnden Abfluss auf turbulentes Geschehen, über die Treibselsammler hinweg sowie randlich. „Der Spiegel wird gebrochen“ – bereits oberflächlich sichtbares Kennzeichen lebendiger Fliessgewässer.

Detail, 3 Doppel-HuSt, („Doppel“ `= links und rechts).

Detail brückennah, Überfluss-Turbulenz in Form von Vortices, randlich (links, Bach-mittig) turbulentes Umströmen.

Abends in Wedel, im Gegenlicht – fast wie eine Nach-Halloween-Sonne …

Zu Hause angekommen, stellt sich eine andere, belichtete Realität dar: Feldahorn-Gelb prägt die Situation, vorn wie hinten.

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Parallel zum „Großen Schütten“ (vgl. voriger Beitrag) wurden kleinere Schwachstellen per Greifer bekiest, der Restkies des erleichterten Lkw dann rückwärts in mögliche Schüttstellen platziert.

Je nach Ankunft der beiden Lkw fand das an derselben oder an wechselnden Stellen statt.

Punktuelle Schwachstelle, eine von mehreren.

Kleinere Schüttstelle in lückigem Baumsaum.

Diese potentielle kleinere Schüttstelle bekiesten wir nicht, da der Busch zwischendrin, offensichtlich von Strömungen unberührt, ruhig stand.

Wir werden die Stelle weiter beobachten.

Der Greifer lässt sich je nach Örtlichkeit gut platzieren.

Wie anderswo war es erstaunlich, wie viel Kies jeweils „geschluckt“ wurde, bevor sich ein Schüttkegel aufbaute.

Greifereinsatz für gezielten Baumschutz an der kleineren Schüttstelle.

Greifereinsatz zum Baumerhalt.

Zwischenstand.

Und weiter geht`s.

Klar zum Schütten.

Passt.

Für eine kleine Schaufel ist immer Platz …

Und nochmal …

Die beiden Sättel sind ziemlich weggearbeitet. – Mittagspause – ich verabschiede mich.

Blick von einer westlich liegenden, langen baumfreien Strecke auf die Erlenkurve.

An jedem neuen Ort wird wieder neu gelernt – beide Sättel Kies wurden für die Weg-gefährdenden Lücken im Erlenbestand benötigt. – Möge es nützen!

Als dreidimensionaler Lebensraum für Wirbellose, verschönt von den flottierenden Erlenwurzeln nebendran, dient die Kiesgabe allemal.

Ich komme an der Bootseinsatzstelle der Elsa-Brändström-Schule vorbei. Diese extreme Erosionssituation soll selbstverständlich auch entschärft werden – …

… unter Beachten der Niederschlagswassereinleitung nebendran.

Beim gegenwärtig ablaufenden Hochwasser blubbt es hier ordentlich, unregelmäßig.

Sowohl bachauf wie bachab der bekiesten Kurve warten eine Vielzahl Altbäume auf  Schutz vor Ort. Darüber wird im Hinblick auf das weitere Vorgehen zu sprechen sein – wäre doch schade, wenn sie dem Krückaupark vorzeitig verlorengingen.

Schön aufgeräumt – der Restkies wird nachmittags an geeigneter Stelle eingebaut werden.

Ich fahre ein Stück bachauf, das Umfeld ansehen.

Elmshorn hat – wie Pinneberg mit den Pinnauwiesen – ordentlich Glück. Es stehen Überschwemmungsflächen für Hochwässer zur Verfügung, hier: An der Au.

Man beachte den „farbigen (Werbe-)Balken“, Original und Spiegelung.

Nicht weit entfernt: Weidevieh auf überschwemmter Weide.

Ein Teil des Überschwemmungsgebiets der Offenau – nahe zur Mündung in die Krückau.

Tags drauf findet eine Gewässerrundfahrt zu restaurierten Strecken im Kreis PI statt. Soviel vorweg: Da ist das Hochwasser ein wenig abgelaufen, Restaurierungskiese sind zu erkennen. Demnächst mehr dazu, hier im Blog.

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Im vorigen Beitrag ist die Bereinigung der Gefährdungen im Anstrom einer scharfen Krückaukurve, speziell im Umfeld einer Rohreinleitung, dargestellt.

Parallel zur dortigen Arbeit mit Lkw und Trecker erfolgte das Beschicken der langen, weitgehend baumfrei gewordenen Strecke innerhalb des Alt-Erlensaums nördlich der Elsa-Brändström-Schule. Das nenne ich in der Überschrift angesichts der Entwicklung „Großes Schütten“.

Zunächst übernahm ein weiterer Lkw diese Stelle. Nach Fertigstellen des Rohreinlaufumfelds ergänzte der andere im Wechsel die Schüttung.

Wir arbeiten von festem Weg bei hoch ablaufendem Wasser. Anhaltende Regenfälle hatten zuvor den Krückauabfluss Richtung mittleres Hochwasser ansteigen lassen.

Lange, durch Baumverlust gekennzeichnete Stelle, kritisch! : Schule, Weg, Prallhang Krückau, baumfrei! – Das Vorgehen wird besprochen.

Greiferarm hoch – Vorbereitung für das Schütten.

Der Lkw wird eingewiesen, steht sicher auf dem Weg. Daneben ist das Ufer weich.

Der Anblick täuscht. – Die Masse Kies liegt im Bach. Wir nutzen die Geometrie als Schütthilfe für mehr.

Da liegt nun mehr (die Masse, wie beabsichtigt, in der Krückau). Der Trecker steht bereit.

Diagonal, schräg vom Weg weg, wird geschoben.

Die Kurve schluckt und schluckt …

Zweiter Teil der Strecke, erster Lkw.

Blick bachauf, über Neugeschüttetes und bereits Vorprofiliertes, in die Erlen-bestandene Kurve.

Der Trecker profiliert, wie gehabt schräg diagonal, als Schutz für Ufer und den mittig in der Strecke verbliebenen Baum.

Fortsetzung bachab der Alt-Erle.

Es folgt Kies aus Teilstrecke 2 Richtung mittiger Alt-Erle. Die Strömung ist gut aus dem bisher unmittelbaren Uferanstrom gelenkt.

Weiterer Kies wird hier benötigt. Die Treckerfahrspur zeigt, was – falsch übersetzt – an Dänemarks Straßen steht: „Die Rabatte ist blöd“ [Der Straßenseitenraum ist weich, nicht befahrbar].

Alles rutscht, alles wird geschluckt.

„Einer geht noch!“

Mit punktuellem Platzieren versuchen wir, den bereits seit Langem schräg stehenden Baum am Platz zu erhalten.

Per Greifer …

… wird der Baumschutz punktuell ergänzt.

So erfolgt auch gezieltes, punktuelles Entschärfen kleinerer Gefährdungsstellen innerhalb des Baumsaums (Bericht folgt). Der so erleichterte Lkw kann dann verbliebene, schmalere Schüttorte rückwärts anfahren.

So – geschüttet, profiliert, punktueller Baumschutz – fertig, erstmal, meinen wir (an dieser Stelle).

Fernblick bachab vom Anstrom der Kurve auf „Großes Schütten“.

Wir sind (eigentlich nicht) überrascht, was diese Strecke an Kies schluckte. – Hoffentlich sind wir nicht (2 oder mehr) Jahre zu spät …

Altbaumbestand am Fluss – ein wesentliches Ziel, ihn zu erhalten, wo nicht vorhanden, dringend zu entwickeln – zwei Aspekte, die immer noch zu wenig Beachtung finden.

Der folgende Bericht wird den Abschluss der Arbeit mit punktuellem Greifern und Schütten beschreiben.

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Im Frühjahr 2020 hatte ich Elmshorns beeindruckenden Krückaupark beschrieben. Aufgrund des starken Besucherdrucks, mit und ohne Hund, stellen sich am Ufer der hier Tide-beeinflussten Krückau erhebliche Erosionen bis Zerstörungen ein.

Im Sommer 2023 verständigten sich nach Vorgesprächen vor Ort im Frühjahr die Stadt Elmshorn, der Wasserverband und die Wasserbehörde auf Verbesserungen, um Ufer, Wege und Altbäume zu entlasten. Aufgrund der Erfahrungen, die mit Kiesschüttungen (standorttypisches Material im Moränenbach, finanziert von der Edmund Siemers-Stiftung, Hamburg) z.B. in der Stadt Pinneberg sowie vielerorts im Ländlichen gewonnen wurden, sollte ein Versuch gestartet werden. Alle Beteiligten möchten erfahren, wie die Krückau sich verhält und – ggf. veränderte – Folgeaktivitäten ergänzen.

Bei der Vorab-Begehung: Kanadagänse beobachteten uns aufmerksam.

Extremsituation, verursacht von Mensch und Hund.

Nördlich der Elsa-Brändström-Schule schützt ein Saum aus Alterlen das Ufer – leider nur einreihig aufgrund des bachnahen Wegs.

Eine erhebliche Lücke im uferschützenden Erlenbestand des Prallhangs zeigt sich deutlich im Frühjahr – Baumverlust wird zu Ufer- und Wegverlust führen.

Im Sommer täuscht Staudenwuchs „heile Welt“ vor.

Einzelne Lücken, von klein …

… bis größer sind ebenfalls erheblichem Erosionsangriff ausgesetzt.

So wurde verabredet, mit 2 Sätteln Kies (à 25 t) den Test vom Anstrom der scharfen Kurve her zu starten – gespannt, wie viel Material die Krückau lokal „fordern“ würde.

Als bester Zeitraum eignet sich die Ferienzeit. Der Parkplatz nahebei kann dann nahezu störungsfrei als Schüttplatz des Kieses bei Anlieferung genutzt werden.

Von dort aus können geeignete Fahrzeuge des Betriebshofs das Material aufnehmen und einbauen.

Herbstferien 2023 – wir sind verabredet.

Kies und Gerät sind vor Ort.

Günstig gelagert – wie es aussieht, sind bereits 2 Lkw mit Kies am Bach.

Nicht wissend, dass der kurze Fußweg gerade wegen Bauarbeiten gesperrt ist, gehe ich zwangsläufig einen weiten Bogen um den Großen Teich.

Da erlebe ich die aktuelle Situation: Abfluss – auch hier in der Aue zwischen Stillgewässern – der bis an mittleres Hochwasser heranreichenden Regenfälle zuvor.

Ich erreiche den Krückau-nahen Wander- und Arbeitsweg.

Die Lkw befahren die westliche Strecke – die werde ich anschliessend ebenfalls nutzen.

Im oberen Anstrom der Alt-Erlen-bestandenen scharfen Kurve befindet sich ein besonderer Erosionspunkt. Hier „reibt sich“ die Tide-Krückau besonders – „am Harten“. Ein Zulaufrohr mit Betonumfeld ist bereits weitgehend freigelegt, Erlen bachauf und bachab werden absehbar freigespült. – Hier fangen wir an!

Der Bauhofleiter steuert das erste Schütten.

Vorbereiten für die nächste Fahrt – zuerst muss der Greifer wieder geordnet platziert werden.

Ein Trecker mit breiter Schaufel steht zum Verteilen bereit.

Mit dessen Fahrer verabrede ich das sukzessive Verfüllen der Gefahrenstelle.

Aufgrund des Arbeitsfortschritts wird im Weiteren nur eine Teilschüttung benötigt. So stoppt der Lkw vorab an punktuellen Schwachstellen, platziert per Greifer zielgenau Teilmengen Kies im Ufer (Bericht folgt) und schüttet seine Restmenge nahe der Rohreinleitung ab.

Das sieht gut aus – prima verteilt, Baustelle glatt abgezogen. Wir werden die Entwicklung über den Winter beobachten, ggf. mit weiterem Kies nacharbeiten.

Vor allem soll versucht werden, im Umfeld Jungbäume per Sukzession wachsen zu lassen.

Demnächst geht`s weiter – mit „dem großen Schütt“ und den zu entschärfenden punktuellen Schwachstellen.

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