Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Inzwischen ist Schleswig-Holsteins Landschaft weiss. Fast trat ein, was ein NDR-Moderator gestern sinngemäß erzählte. „Treffen sich zwei Schneeflocken und fragen einander, wie`s geht und wohin der Weg führt. Die eine „Ich schwebe nach Alaska, da soll man ewig leben können.“ – Die andere „Und ich wähle Schleswig-Holstein – da kann ich ordentlich Chaos herbeiführen.“ “

Ganz so ist es ja nicht und Beiträge demnächst werden die winterliche Realität, die erstmal immerhin noch bis Mittwoch nächster Woche anhalten soll, beschreiben.

Zurück also, in den Borsteler Wohld.

Die bekiesten Strecken des Waldbachs stimmen hoffnungsfroh – zurück geht`s auf dem Holzabfuhrweg durch herbstlichen Buchenmischwald.

Ich wundere mich immer über SH, das waldärmste Bundesland Deutschlands. Niemand scheint auf die Idee zu kommen, Wald als Ausgleich für Fehlendes anzulegen.

Ohne Worte.

Hier ist ganz schön was los. Wie lebendig Totholz ist, ist inzwischen wohl allgemein bekannt.

Nicht mehr weit zum Auto – Eiche, Hainbuche und Reste der Vor-Generation Wald, die Kiefer, finden sich neben mancherlei anderen Arten.

Bevor ich ins Auto steige, zweige ich noch schnell an den oberen Bachlauf ab. Die Rauschen, hier ein Beispiel, liegen hervorragend, haben sich als Lebensraumvervielfältigung bewährt.

Ich befinde mich am tiefliegenden Rand eines Maisackers. Bis fast ans Bachufer muss offenbar Deutschland seine Agrarflächen nutzen – alles durch fehldefinierte, schädliche Subvention verursacht, angesichts des waltenden Lobbyismus offenbar nicht korrigierbar. – – – Warum ist die Wasserfläche so rubbelig?

Das teste ich gleich mal mit dem Haselstecken.

Leichtes Antippen erzeugt Wellen, schnell allerdings bricht die dünne Eisdecke punktuell.

Durch gutes Beispiel abfahrend – ich wünsche mir mehr Dreidimensionalität in deutscher Landschaft, zwingend Büsche und Bäume als Randelemente in ausgeräumter Agrarsteppe.

Sieh da, eine sonntägliche Radlerin dreht ihre Runde – fährt nicht wie ich im Uhrzeigersinn, sondern andersrum. Wir werden uns im nächsten Ort wieder begegnen.

Das war er dann, der Herbst 2023 – späte Farben an Eiche, Ahorn, Hainbuche (? Weide ? – mir fällt am Foto auf, dass ich nicht drauf geachtet habe, von wem das Gelbgrün stammt.). – Na denn, nächstes Mal …

Und nun folgt der neue saisonale Aspekt, winterlich (mit Anzeichen saisonaler Aktivität) – im nächsten Beitrag.

Read Full Post »

Blick bachauf, Rückblick in die „Perlenstrecke“, den naturnahen Kies- / Steinbach auf Moräne, nett kuppiert.

Weiter geht`s, über den Grenzgraben / -bach vorn in die staatliche, begradigte Strecke – Rohrüberfahrt in Sicht.

Saison-bedingt zeigen sich auch hier schicke Pilze.

Für diese Überfahrt ist Kieszugabe bereits vereinbart – wir werden 2024 darauf zurückkommen.

Wie oben an der Wegkreuzung stehen hier Kieszugaben zum Entschärfen der Erosion im Rohrumfeld sowie Lebensraumverbesserung durch Rauschen an.

Und weiter – – Uuups, nee, doch nicht?

Sperrung – Treibjagd ! Na klar, es ist Saison.

Kurz vor meiner Kehrtwende höre ich entfernt Stimmen, sehe die Treiber auf dem Holzabfuhrweg erscheinen. – Offenbar ist bis zum Punkt meines Besuchsinteresses durchgetrieben.

Zwei Treiber kommen auf mich zu. Ja, hier ist man durch, geht allerdings rechter Hand noch durch die feuchtere Waldfläche.

Bis zu „meinem“ Kies wird mir der Weg freigegeben.

Prima Sache! Das bekieste Rohrüberfahrtumfeld sieht sehr gut aus. Das meint auch der Chef des Geländes, der von der Treibjagd kurz zu mir gekommene Förster, und freut sich auf weitere Kooperation 2024. Dank dafür!

Blick bachauf – Hoch- und Niedrigwasserabflüsse haben gestaltet, wie erhofft. Links, von Laub bedeckt, die von Mensch-und-Hund-Besuch verursachte, ehemalige große Erosionskuhle, Kies-bereinigt.

Bachab der Rohrüberfahrt – nun raue Sohle mit Kiesbänken.

Und die mit lenkerähnlichen Rauschen versehene, ehemals scharfe Kurve unmittelbar am Weg ist auch entschärft, ökologisch wesentlich verbessert.

Da kann ich zufrieden durch den morgendlichen Herbstwald zum Auto zurückgehen.

Read Full Post »

Mancherorts, allzuselten, gelingt es noch, eine Vorstellung der hiesigen Bäche auf Moräne im Naturzustand zu bekommen – von Kiesbächen im Norddeutschen Tiefland. Fast vollständig hat Mensch aufgrund von Nutzungserfordernissen der Vergangenheit, gesteigert bis zu wahrem Entwässererwahn unsere Fliessgewässer kanalisiert und / oder durch stete, harte Gewässerunterhaltung von ihren Strukturelementen „befreit“. Früher arten- und individuenreiche Gewässersysteme verkamen zu sterilen Einöden.

An einigen wenigen Stellen, z.B. in altem Wald, sei es Staatsforst oder Privatwald – so denn nicht mit Schaufel jährlich „aufgeräumt“ wird – sind allerdings wahre „Perlen“ mindestens in Kurzstrecken erhalten.

Verbessern kann man immer und überall – das gute Beispiel / näherungsweise Ziel gelegentlich vor Augen muss ich mir ab und zu gönnen.

Startend mit der Rohrunterquerung – inzwischen gut an den Erosionsstellen mit Kies „eingepackt“ …

…, nochmal Blick bachauf über neue Kiesrausche, …

… geht es entlang Fast-NatURzustand weiter.

Noch in der Agrarstrecke – Mais im Tiefsten, bis fast ran an den Bach – fällt einem zwangsläufig so manch Verbesserungsmöglichkeit ein.

Herbstwald, schon rechtsseitig – Rauigkeit der Sohle hält Laub, erhält über längere Zeit die Speisekammerfunktion für die Gewässerorganismen.

Durchstich vom Acker – eins der Beispiele, wo Ursachen der Gewässer- bis Meeresverschmutzung unter anderem mit Dünger noch verändert werden können und müssen.

Nun reine Wald-Partie – ein Beispiel, dass auch Buche einen Prallhang stabilisieren kann – beim Kleinstbach. Allerdings wirkt das fast wie eine Betonwand …

Drunter – die Wurzeln meiden das Wasser – dürften großräumig und Nebenwurzel-strukturiert Lebensräume für eine Vielfalt Gewässer- und andere Organismen bestehen (mal bei Niedrigwasserabfluss gucken).

Und nun folgt doch tatsächlich eine (kurze) Strecke auf Naturstein – lebendiger Kiesbach, wie sich das hier gehört.

Der Bach kann auch „NaturKunst“, „Art by Nature“:

„Hängender Stein“ – Erosion der lehmigen Moräne und eine Wurzel sorgen für diese – zeitlich begrenzte – Kunstform.

Belebter Wald-Mäander.

Ein ehemaliger Mäanderbogen, nun Altarm / Hochwasserabfluss-Zusatzgerinne.

Altarm, gegilbt, zur besseren Wahrnehmung.

Ja, und eine Pilzpracht ringsum – nur mal ein Beispiel.

Und noch ein Mäander des Kiesbachs.

Tja, und dann hat die Pracht bald ein Ende.

Wie es bachab – bereits etwas verbessert in „kultivierter“ Strecke – weitergeht, zeigt der kommende Beitrag.

Read Full Post »

Heute ganztags Regen – da gucke ich zurück auf den Sonnabend. Die Abendsonne ist bereits präsentiert, so folgt hier der Vormittag in mehreren Partien.

Die Berlinerinnen sind zu Spiel und nachfolgendem Besuch beim König der Löwen abgeladen. Ich fahre weiter, der Borsteler Wohld ist mein Ziel.

Angekommen – Hasellaub auf Buchenblättern. Die Saison schreitet voran.

Hasel – auch sie inzwischen zunehmend kahler.

Auf geht`s zur Wegkreuzung, zum Gewässertreff.

Schwammstadt / Schwammlandschaft – hier ein Eindruck zum Wasserrückhalt – – – bis zur nächsten Grabenräumung …

Negativbeispiel von anderswo – fortwährend harte Grabenunterhaltung, mündend in Uferversteilen, Sohlübertiefen, Umfeldgefährden.

Man fragt sich, wo jahrzehntelange Aus-, Fort- und Weiterbildung von Auftraggebern, Auftragnehmern, Baggerführern geblieben ist. – Lernfähigkeit und Umsetzen von Verbesserungen in die Praxis scheinen unmöglich.

Am Gewässertreff, Bach 1.

Am Gewässertreff, Zulauf Bach 2.

Gemeinsam geht`s weiter – unser Kies liegt hervorragend.

Über die anschliessende Strecke folgt demnächst ein eigener Bericht.

Read Full Post »

Zweite Hälfte November – so kennen wir den Monat von früher …

Nächte kalt – andere Farben als Winter-Braun haben die Buchenhecken verlassen.

Novemberregen – in der Marsch stehen Mulden bordvoll.

Vorgestern im Wedeler Autal – eine kalte Morgensonne steht knapp über dem Horizont.

An exponierten Stellen zeigt sich Raureif.

Der hoffnungsfrohe Horizont trügt, zieht gerade zu.

Derweil gibt es Berufsgruppen, die sich gern die Kennzeichnung „Grüne“ verpassen, für die im Umgang mit Boden und Wasser offenbar weder Wetter noch Jahreszeiten existieren.

Wenn es nicht solch Schindluder wäre, könnte man dies fast „LandArt“ nennen.

Vielerorts wird dann gar öffentlicher Grund in Mitleidenschaft gezogen.

Und der Wind bläst, stürmt …

Blick West, dicke Tropfen am Rollladenkasten, Wechselspiel heute Morgen – die Wolken rasen in dicken „Flocken“ bis flächig aus Nord, von rechts nach links, Morgensonne beleuchtet das Nachbarhaus.

Hell beschienene Wolke leuchtet.

Blick Ost – ja, die noch tief (für uns hinterm Nachbarblock) stehende Sonne strahlt.

Wieder Blick West – sieh an, ein unvermeidbarer Regenbogen zeigt sich, ultrakurz.

Ich wage mich zwischen den „Flocken“ raus – radelnd, eine halbwegs windgeschützte Tour wählend.

Flächiger „Flocken“, schon über mir – hinten dran … hängende Intensivdusche.

Die Zeitwahl war mir hold – erste Tropfen fielen, als ich am Fahrradhäuschen ankam. – Das klappte nicht bei allen so. Aber nasse Klamotten trocknen ja …

Die heutige Mittagsflut lag – wie angesagt – bei ganz knapp 2 m über normalem Tidehochwasser. Die Sturmflutsperrwerke der Nebenflüsse blieben 6 Stunden lang geschlossen. – Das ist schon was!

Read Full Post »

Es stürmt, Kälteeinbrüche und Regen haben die meisten Farben aus der dritten Dimension in die Waagerechte gebracht.

Da setze ich meinen Moränenbäche-Ausflug (vgl. Berichte vom 18. und 19. November) mit buntem Bericht fort.

Rot, (Ahorn-)Gelb, (Efeu-)Grün – ich wechsle von Bilsbek-Nebenbächen zum Borsteler Wohld, an die (oder, wem`s gefällt, den) Bilsbek.

Nordwestrand Borsteler Wohld, das Auto geparkt – die Farben bleiben.

Ein schlanker Efeu-bewachsener Stamm prägt diesen Zugang zur Bilsbek-Aue.

Hier haben wir einen klitzekleinen Waldbach per Kiesschüttung durchgängig angeschlossen.

Die Bilsbek-Turbulenzen sind im Vorbericht beschrieben.

Am Rand des Buchen-Mischwalds gehe ich ein Stück bachauf, bis zur nächsten Überfahrt.

Blick bachab: Der Ufer- und Baumschutz wirkt gut, die Strukturgabe bewirkt lebhafte Turbulenz.

Blick bachauf – der strukturlose Bach, ein Spiegel.

Spiegelungen sind schon etwas Beeindruckendes! … (aaaber …).

Der feuchte, Eschen-geprägte Wegrand wurde durch Absägen der Kronen gesichert. Die verbliebenen Stämme können gefahrlos stehen bleiben.

Was so ein kleiner Pilz mit ulkigem Namen (das Falsche Weiße Eschenstängelbecherchen) mit den Eschen so anrichtet … – Hoffen wir, dass (erwartete) Berichte über Resistenzen häufiger werden!

 

Durch lichten, belichteten Herbstwald geht es weiter – zum (zur) Bek, Nebenbach der Mühlenau, ebenfalls Pinnau-Einzugsgebiet.

 

Read Full Post »

Der Wetterbericht hatte für den Vormittag flächig Nebel angesagt, wenig Wind. Am Nachmittag sollte es reichlich regnen.

Das will ich mir ansehen, fahre durch den hochliegenden Sturmflutschutz an die Ostmole des Schulauer Hafens. – Die Elbe sehe ich!

Blick über Ost- und Westmole – die Elbinsel Hanskalbsand mit ihrem Auwald ist noch kaum zu erahnen.

Vorbei am Slip, Hafenkopf – Treibsel zeigt, dass die vorige Flut ein wenig (ca. 40 cm) über mittlerem Thw lag.

Ostmole, Blick Richtung Hafenausfahrt – Möwen sitzen „wie auf der Stange“, schön im picksicheren Abstand.

Weiter Richtung Mündung Wedeler Au – eine Krähe ruht binnendeichs, aufgebäumt.

Mündung (der winzigen) Wedeler Au in die Tide-Elbe – Sonnenlöcher, der Nebel lichtet sich.

Vor dem Yachthafen – Elbe wie ein Spiegel, woher kommen die Wellen?

Blick seewärts, ein Binnenschiff zog vorbei – Leuchttürme am niedersächsischen Ufer.

Zwei Baggerschiffe begegnen sich – Akke aus dem Yachthafen (hat die VOR der Winterruhe schon geeggt – dann, 2mal Kosten?, vor der Seglersaison 2024 nochmal ???), Saug- und Klappbagger Medway, von Baggerort nahe Elphi gen südlich Helgoland … Verklappen …

Die Akke hat gedreht.

Die Bänke stehen weiter auf der Mole (für gut-Wetter im Sinn haben!), Sonne und Hanskalbsand erscheinen. Die Akke bleibt.

Komische Sache, das.

Demnächst folgen Sandstrand Wedel und Hamburger Yachthafen ergänzend mit ein paar Bildern.

Read Full Post »

Holz, gewässernah – wenn schon Kopfweide als Kulturdenkmal und Ökobeitrag, dann bitte auch fachgerecht köpfen (bzw. zur Kopf-Entwicklung beschneiden). – Bruch! Hier wartet ein Haufen Arbeit ringsum.

Am Ufersaum von Bächen stehen von Natur aus vor allem Schwarzerlen mit anderen Vertretern der Weichholzaue. Schön, wenn sich wieder Auwälder entwickeln dürften! – Die übliche Praxis ist – wenn denn Naturnähe überhaupt toleriert wird [mal auf Google Earth gucken, bitte nicht erschrecken!!! Entbaumte Landschaft ist die Regel.] – solch Erlen regelhaft „auf den Stock zu setzen“. So finden sich unterschiedlich alte und niedrige bis hohe Stümpfe, die meist wieder austreiben, gelegentlich aber absterben und den Spezialorganismen des biologischen Abbaus Nahrung bieten. Pilze als wesentlich Teilnehmer des Geschehens zeigen sich regelhaft.

Pilze als Nutzer eines Erlenstumpfs, wesentlicher Teil der Umwandlerkette.

Schicke Kulisse am Steilhang.

Auch diese Pilze, flächig am Boden, sind Anzeiger für noch vorhandenes, verwertbares Holz im Ufersaum.

So viel zu den gestern auf Tour entdeckten Pilzen auf Holz.

Über die bei uns im Bad gesprossenen hatte ich berichtet.

Nach der Ernte hatten wir die offene Schnittstelle wieder zugeklebt und für einen zweiten Ansatz die andere Längsseite angeschnitten (und immer schön feucht gehalten, sonst wird das nix!).

Inzwischen ist Tag 11 dieses Versuchs gekommen (Ansatz 1 hatten wir nach 10 Tagen geerntet). Wir versuchen nun, die Pilze noch ein paar Tage bis zur Ernte zu halten.

Besuch am kommenden Wochenende hätte unsere Bad-Eskapaden gern gesehen. – Das schaffen wir wohl nicht.

Die Austernseitlinge müssen wohl vorher geerntet werden.

Da freuen wir uns schon drauf!

Um nun dem Besuch (und uns) eine Freude zu bereiten, starten wir einen dritten Versuch, haben eine Querseite aufgeschnitten.

Auch die zweite Querseite kam gleich mit dran, damit hoffentlich in Summe nochmal eine Mahlzeit draus wird.

Der kommende Besuch erlebt, falls im dritten Ansatz noch etwas wächst, die Wachstumstage 5-7 – zu erwarten sind dann immerhin kleine Stummel, die sich erkennbar Richtung Pilz entwickeln.

Read Full Post »

Auf früher Runde zu mehreren Bächen.

Herde im Dunst – ich bin froh, im Sichtschatten eines Wäldchens zu entschwinden.

Von links, Rohrüberfahrt – Kolk, Rausche, Anstaukolk durch Astwerk, Schaum drauf.

Der Kies der Rohrkolk-Rausche ist unberührt.

Da, im Anstaukolk unter Schaum – heller Kies.

Im Moment bleibt offen, ob Ursache für den hellen Kies Laichaktivität von Wanderfischen oder Hydraulik-Wirkung bei den vorigen Regenspitzen zuzuschreiben ist.

Als ich gehe, merke ich, dass mir jemand interessiert folgt – unterm E-Zaun durch, geschafft, kein Treffen, keine diesbezüglichen Turbulenzen.

Etwas später, schon fast am Auto, Blick zurück. – Geballte Zusammenkunft – die Herde findet`s schade, dass ich schon gehe.

Nächster Bach – herbstlicher Buchenmischwald, nebendran längs ein punktuell „angestoßener“ Moränenbach.

Angeregte Turbulenzen im Anstrom einer Überfahrt.

Anderes Beispiel, Abstrom einer anderen Überfahrt.

Nächster Bach – andere Turbulenzen, biologisch angeregt.

Detail – Laichbett unter Herbsthimmel.

Noch detaillierter – man meint, einzelne Laich-Hümpel der Forellen erkennen zu können.

Auch hier, bachab der Überfahrt ein vielfältiges Muster für induzierte Turbulenz-Varianz.

Letzter Stopp, letztes Turbulenz-Beispiel – ich muss nach Hause.

Von dieser Vormittags-Tour ist noch einiges zu berichten. Bald folgt mehr davon.

Read Full Post »

Ein vollständig zerstörter Uferbereich und eine Bach-Wüstenei führten im Herbst 2021 zu einer Anfrage, dort Lebensraumverbesserung zu starten. Bei einer Ortsbesichtigung war den Beteiligten schnell klar, wie mit Kies eine erste Grundlage zu erreichen sei. Wie so oft ging es um Strukturverbesserung im Bach, aufgrund starker Mensch&Hund-Belastung der Fläche bis hin zu Baumverlusten aber auch um erforderliche Flächenstabilisierung und wirksames Langzeitstützen vorhandener Alt-Erlen.

Trotz guter Befahrbarkeit des schwierigen Geländes verzögerten praxisferne, bürokratische Hürden die Angelegenheit, bis auf lange Sicht keine Befahrbarkeit mehr bestand. Damit war der Vermehrungszeitraum Herbst 2021 bis Frühsommer 2022 für jegliche Aktivität von Kieslaichern verspielt.

So etwas nenne ich: Den fachlichen und gesetzlichen Auftrag zur Verbesserung von Lebensräumen gehörig vergeigt! – Glücklicherweise ist dies ein Ausnahmefall, der sich hoffentlich nicht wiederholen möge.

Weit später 2022 wurde dann wie angedacht saniert. Eine erste Kontrolle fand nach der Forellenlaichzeit 2022/23 am 2. Februar 2023 statt.

Gut sehen Fläche und Bach aus, Anfang Februar 2023.

Auch die Altbäume erscheinen langzeitig gesichert. Schöne Turbulenzen, Kolk-Rausche, haben sich ausgebildet.

Wir waren allerdings überrascht, dass hier keinerlei Anzeichen irgendwelcher Laichaktivitäten von Forellen festzustellen waren.

Den leichten Ockerbelag der Steine sahen und sehen wir nicht als Ursache an.

Irgendwann später muss dann aber doch etwas stattgefunden haben, 2 Fotos, März 2023.

Die obere Rausche erscheint gut bewegt.

Auch Rausche 2 ist belaicht.

So können wir bei weiterem Interesse des Umfelds angesichts fehlender Laichplätze ergänzende Hilfestellung im Sinn behalten.

Anfang November 2023 – ausgezeichnet strukturbildend wirken die Wurzeln der Alt-Erlen.

Im Anstrom, von der Alt-Erle gestützt, liegt eine der Rauschen.

Auch klitzekleine Struktur ist willkommen: Unter das gekennzeichnete Stöckchen mit Blatt huschte eine einsömmrige Bachforelle, weg vom offenen Kiesstandort.

Die hohe Verlustrate an hier offenbar früher nur einreihig vorhanden gewesenen Erlen prägt noch immer den Bach – Überbreite, Verlust an Kraft und Turbulenz.

Ein zerstörter Lebensraum ist die Folge – wie bekannt: Abhilfe ist nötig, fast allüberall.

So sähe – auch anderswo – eine Mindestausstattung aus.

Auch im Detail – mein damaliger Neujahrswunsch „Gute Turbulenzen!“ bestätigt sich.

Nun bleiben wir gespannt, ob Laichaktivitäten „hier oben“ wieder so spät stattfinden, wie voriges Mal (welches dort aufgrund des Kiesangebots in zerstörter Landschaft nach langer Zeit „das erste“ Mal war).

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »