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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Hurra, es (hat ge)regnet – und zwar gut vor sich hin, hätte gern noch mehr sein können. Immerhin zeigt „mein Indikator“ Mühlenau, Pegel Rellingen, dass nach dem steilen Gewitter-Peak von vorgestern Abend der Abfluss durch den aktuellen Regen im Bereich des Mittels (ein Weilchen) gehalten wird. Das ist ja schonmal was, gemessen an den krassen Minimumabflüssen den ganzen Sommer lang. Von 2018 will ich gar nicht schreiben …

Genau rechtzeitig sind hier in Wedel etliche Einbauten am Zulauf von Gräben in den Regenwasserkanal fertiggestellt. Die verbessern den Grobstoffrückhalt, beugen Verstopfungen vor und bremsen den Regenwasserabfluss ins Kanalnetz – so haben der Bodenwasserhaushalt und die Landschaft mehr vom Niederschlag und Hochwasserspitzen werden dezentral vermieden.

Solch positive Anwendung unserer Steuergelder soll man sich gern mal näher ansehen.

Der übliche schräge Rechen ist „auf der Höhe“ durch einen Vertikalrechen ergänzt. So kann jegliches „Treibgut“ ggf. hochgeschoben oder, überstaut, oben überflossen werden.

Drin ist noch ein Einbau zum weiteren Feststoff-, aber auch Wasserrückhalt, eine Abflussbremse.

Mir gefällt`s! Wir dürfen gespannt sein!

Die Regenfront ist durch. Gleich wird wieder geradelt.

Ob nun alle Bäume diesen Sommer überstehen? Etliche Hainbuchen sehen schon mehr als herbstlich aus.

Die städtischen Mehlbeeren in unserem Wohnumfeld sehen mehr als gruselig aus.

Mal sehen, was uns im nächsten Frühjahr an Mehr oder Weniger überrascht.

„… gestern Kies.“ steht noch in der Überschrift. Da folgt demnächst der sonnige Beitrag – der Ohrtbrooksgraben im Tidebereich Uetersen / Tornesch (vgl. Beiträge 2018) war mal wieder dran.

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Wir radeln von Stade Schwinge-ab- und Elbe-aufwärts Richtung Anleger Lühe – solche Strecken in praller Sonne nur mit Hut.

Nach der begeisternden Hinfahrt nach Stade mit der Liinsand wollen wir für die Rückfahrt die Lühe-Schulau-Fähre nutzen.

Und immer schön das Schild beachten (falls man denn die dazu gehörige Route gewählt hat).

Rechts von uns liegt das Alte Land mit seinen Obstplantagen. Gerade werden nach und nach die Apfelsorten erntefähig.

Nicht immer ist die Straße frei.

Auwaldreste zeigen an, dass wir die Elbe erreicht haben.

Äpfel binnendeichs – sieht nach guter Ernte aus.

Wir queren den Deich – auf (und ab) ins Deichvorland.

Zügig geht`s voran, die Hochspannung-Elbequerung kommt in Sicht.

Weisser Sand – Erinnerung an früher flussbegleitende Dünen (heute noch in Namen zu finden, z.B. Wittenberg(e)(en)).

Höhe Lühesand, Schafe auf der Deichkrone.

Die Lühesander Binnenelbe bei Tideniedrigwasser – Sinnbild für die Probleme der heutigen Elbe-Ökologie.

Absinken des Tideniedrigwassers durch die bisherigen Elbvertiefungen und zunehmende Verschlickung von Nebengewässern – das sind nur zwei der Auffälligkeiten der jüngeren Jahrzehnte. Gemeinsam sorgen beide Effekte dafür, dass die wichtigen Flachwassergebiete für die Entwicklung z.B. von Jungfischen sowie als Rückzugsgebiet bei Sauerstoffproblemen im Elbe-Schifffahrtskanal auf ein Minimum geschrumpft sind (vgl. blau gekennzeichnete Breite). Hier wäre von den Verantwortlichen endlich für Abhilfe zu sorgen.

Tief schneiden sich Priele in das überbreit entstehende Watt. Von der Lühesander Nebenelbe bleibt nur der Fahrwasserstreifen.

Und weiter geht`s, vorbei an Zwetschen im Deichvorland – die brauchen noch ein Weilchen.

Wir sind fast am Ziel, Leuchtfeuer Lühe-Mündung in Sicht.

Neugier hat mich auf die Deichkrone gebracht. Eine Jungmöwe lässt sich nicht beeindrucken, geht nur ein wenig zur Seite.

Blick über die Elbe zum Fährmannssander Süßwasserwatt – ja, da sind sie noch, der Havarist auf der Buhne und das Polizeiboot Afrikahöft.

Blick Richtung Hamburg – kein Großschiff weit und breit.

So langsam wird es Zeit, die Lühe-Schulau-Fähre zu besteigen. Die Elbefahrt nach Wedel folgt demnächst.

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Ja, es hat geregnet. Was hier am Nachmittag des 15. August ganz ordentlich erschien, hat sich in Gewässern aber so gut wie nicht wiedergefunden.

Segen hat der Regen trotzdem gebracht. Mindestens die obere Bodenschicht wurde ordentlich benetzt. Und dann ging es ja in der Nacht zum 18. August noch einmal stundenlang zur Sache. Sehr schön, da ging kein Sturzregen runter, sondern ein schicker Landregen regnete so vor sich hin. Der Pegel Mühlenau, Rellingen, zeigt zwar keinen beeindruckenden Wasseranstieg, aber doch eine über den ganzen Tag gehende Abflusserhöhung, die am Folgetag langsam abklang. Immerhin, in diesen unseren Zeiten!

Der Regen hat der Vegetation gut getan, selbst die nur noch in halber Blätterpracht hier ringsum stehenden Mehlbeeren (krasser sommerlicher Blattfall als Notreaktion auf die Trockenheit) scheinen sich erholt zu haben.

Für alle hat es nicht gereicht. Dieser noch kleine Baum in der Nachbarschaft wird wohl nicht wieder austreiben (alles ist trocken, keine Rotvariante).

Nun hat aber eine spätsommerliche Schönwetterperiode eingesetzt. Aus diesem Busch- und Baumgemisch an der Mündung der Wedeler Au in die Elbe singen munter Starenhorden.

Suchbild – klitzeklein sitzen etliche im trockenen Busch frei. Massen halten sich im beblätterten Dreidimensionalen im Verborgenen auf.

Idyll – Vor dem Hamburger Yachthafen (die Reihen lichten sich, Ferien-Bootsfahrer sind offenbar schon abgezogen).

Wenn die Elbe nicht menschengemacht so krank wäre, könnte man sich noch mehr dran freuen!

Da kommt die Lühe-Schulau-Fähre im Gegenlicht. 2018 haben wir sie oft genutzt.

Da kommt doch so eine Idee … – Wir stechen in See (pardon, diese Küstenüberheblichkeit, in die Elbe)!

Richtung Lühe zieht die Fähre vorbei.

Hab` ich ihn doch erwischt! Seeadler hoch oben im Blau, von Hanskalbsand die Elbe querend Richtung Fährmannssand.

Den Farben nach handelt es sich um ein Alttier.

Lühe-Anleger fast erreicht – Seehafen-mäßig geht zur Zeit aber gar nichts auf der gesamten einsehbaren, viele Kilometer langen Elbestrecke.

Heimweg per Rad – Reifende Vogelbeeren querab der Wedeler Au-Mündung in die Elbe (das Ufo im Blau ist eine Rauchschwalbe, bitte einfach glauben).

Schnell ist unser Plan online am PC umgesetzt. – Ganz sooo schnell geht das Ganze aber dann doch nicht: die Fahrrad-Reservierung muss noch per Telefon erfolgen. Danach erst macht der online-Kartenkauf für den Menschen am Rad Sinn. Wir gehen am Freitag um 11.40 Uhr an Bord der Liinsand, Abfahrt Fischereihafen Altona 10.45 Uhr, und erreichen Stadersand 12.20 Uhr.

Die Wettervorhersage bleibt hoffentlich, gutes Wetter, Wind aus Süd – so werden wir die kurze Radtour bis Stade mittags mit einem schicken Essen und einem kleinen Stadtbummel krönen.

Anschliessend, vorausgesetzt der Wind dreht nicht, haben wir prima Voraussetzungen, nach längerer Strecke per Rad in Lühe die Lühe-Schulau-Fähre gegen 16 oder 17.10 Uhr zu besteigen.

Wie`s wirklich wird / war, folgt demnächst hier.

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Jetzt also soll es, nach Wettervorhersage, erstmal regnen – hat vorige Nacht begonnen. Warten wir mal ab, was davon uns wirklich trifft und ob denn Segen daraus wird.

Gestern: Radeln Wedel – Pinneberg, Besprechen des anstehenden Pinnau-Bekiesens.

Vorbei an der – fast trocken gefallenen – Mühlenau, hier bachab S-Bahnquerung Pinneberg.

Bachauf der S-Bahn kann es nicht anders aussehen.

An der Pinnau stadtauswärts, Tnw, täuscht der Kanal-artige Wasserspiegel etwas vor. Auch hier fliesst fast kein Wasser.

Nun warten wir gespannt, wann und wie die Bekiesungen stattfinden werden. Im Stadtgebiet ist es situationsbedingt schwieriger als beim Mühlenau-Projekt, das hier im Blog ausführlich beschrieben wurde.

Wetter für Nordlichter, Gegenwind – ich radele zurück. Puhäh! Etwas mehr gewachsene Kondition hätte ich mir dafür schon gewünscht.

Was ist nun mit dem Regen? Hier noch ein paar Fotos aus Vortagen – wir warten!

Horizonte! – Der gängige, heutige, gut subventionierte Anblick – lässt für „Horizont“ keinen Raum.

Was ist das, der Weg überschwemmt, alles nass?!

Ach, das bekannte Bild im Umfeld – volle Kanne Grundwasserentnahme und Vollrohrberegnung bei Sonnenschein über den Tag hinweg.

Wir sind ja ein Wasserüberschussland, wie uns Jahrzehntelang (bis heute, lesen Sie die aktuelle Presse …) eingebläut wurde. Sind die Wasserverkäufer eigentlich der Allgemeinheit verpflichtet (dachte ich in meinem kindlichen Gemüt)?

Die Realität sieht anders aus.

Dass temporäre Tümpel trockenfallen, ist bekannt. Beginn und Dauer des Ganzen aber verändern sich.

In baumbestandenem, nicht sonnenbebratzten Areal zeigt sich, wie „Landschaft“ sich selbst hilft. Hier hat sich Regenwasser von neulich über Wochen halten können.

Lernen wir was draus (?).

Kiesbach Sauerbeck (aus dessen Einzugsgebiet oben gezeigtes Wasser entnommen wird), trocken.

In der Elbe werden markante Steine sichtbar. 2019 addiert sich auf das Niederschlagsdefizit aus 2018 – man sagt, „im Boden“ fehlt eine Wassermenge, die inzwischen 300 l / m² beträgt.

Großes Weidenröschen – wir sehen spätsommerliche, herbstliche Aspekte.

Auch, wenn`s oft genug stürmte und gelegentlich finster aussah – so richtig runtergekommen ist nichts.

Wir warten also auf den Regen und sind gespannt, ob und wie er sich im Abflussgeschehen z.B. der Mühlenau (aktuelle Situation s. Fotos oben) erkennen lässt.

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Der vor einigen Wochenvom Wasserverband Ohlau eingebrachte Kies verbessert alte Einbauten aus Holz und Stein in ihrer hydraulischen und ökologischen Wirkung.

Einige Optimierungen stehen noch aus.

Ganz neu – auch im Gefällebereich der Brücke steht nun Kies zur Besiedlung und ggf. zum Umsortieren durch den Bach zur Verfügung.

Blick bachab – wenn denn die Wasserführung endlich mal wieder normale Zustände annimmt, werden die hydraulischen Verbesserungen hin zu mehr Turbulenz ihre Wirkung entfalten.

Beispiel in Draufsicht.

Erste Kiesdepots sind mit einer Unterwasserlenknase angelegt. Wir werden im weiteren Verlauf entscheiden, in wieweit wir das auf die gesamte Strecke ausdehnen.

Nun warten wir die kommende Wetterentwicklung gespannt ab.

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Im Juni hatte ich über die Anreise zur internationalen und interdisziplinären Konferenz „LuWQ 2019, Land Use and Water Quality – Agriculture and the Environment“ sowie ein wenig über das Umfeld von Aarhus, DK, berichtet (die Beiträge sind leicht zu finden über den Kalender in der rechten Spalte).

Nun haben die Organisatoren das Gesamtprogramm mit zur Veröffentlichung frei gegebenen Vorträgen und Postern ins Netz gestellt – bequem sind alle interessierenden Beiträge anklickbar (meiner auf S. 25 sowie als Einzeldatei im Salmonidenfreund, Downloads).

Möge es nützen.

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Neulich, abends am Bach –

Niedrigstwasser, man gerade, dass noch etwas fliesst.

Was blüht da, gelb vor Dost?

Wenn ich`s richtig nachgeschlagen habe, ist das Gemeines Leinkraut, auch Kleines Löwenmäulchen genannt.

Mit solchen Blüten haben Insekten so ihre Probleme – es sei denn, sie sind Spezialisten.

Ganz besondere Spezialisten sind Riesenhummeln wie diese.

Da der „normale“ Weg für sie nicht nutzbar oder zu mühsam ist, beissen sie die Blüten an der Basis auf.

So haben sie – und jede Menge andere Arten – direkten Zugang zum Nektar.

Gewusst, wie.

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Aus dem gesamten Bundesgebiet waren offizielle Gäste von der Wasserstraßenverwaltung des Bundes nach Wedel geladen. Es ging auf`s Schiff, um die neue Elbvertiefung, vor allem aber auch -Verbreiterung der Fahrrinne „anzuläuten“.

Da wollte ich als alter Elbe-Mann – wenn ich schon nicht auf`s Schiff durfte – mindestens mal vom Ufer aus gucken.

Blick über Wedels „Sandstrand“ Richtung Willkommhöft.

Da liegt ein Ausflugsdampfer am Willkommhöft – startet dort die Fahrt?

Hohe Polizei-Präsenz – Angst davor, dass der fast noch neue Anleger im Schulauer Hafen geklaut wird?

„Sandstrand Wedel“ – über die Ursache, wieso der Sand geklaut wird und wer das macht, hört man komischer Weise nix.

Fast könnte man meinen, „Die Fahrrinnentiefe plus Schwall und Sunk der Großschiffe sind`s“ wird zurückgehalten, um den Start dieser weiteren Elbvertiefung nicht zu stören.

Am Willkommhöft, dieses Boot durfte nicht auf die Elbe – Sicherheitsbedenken.

Weil`s so zutrifft – andere Bootsseite.

Willkommhöft, Blick seewärts – kein Großschiff.

Willkommhöft, Blick Richtung Hamburg – kein Großschiff.

Langweilig?

Nein, da liegt ja die Hammonia. Der eine und andere Elbsegler mit Protestbanner passiert.

Und da kommt planmäßig die Lühe-Schulau-Fähre, möchte ihre Passagiere aussteigen lassen.

Hammonia macht Platz.

Man fragt sich, wieso das eine oder das andere Schiff nicht den gut bewachten Anleger im Schulauer Hafen nutzen kann / darf ? !

Da fährt aus Hamburg, Richtung Stadersand, die neue Elblinie vorbei.

Das bisherige „Wattentaxi“ übernimmt eine neue Route, nun in der Tide-Elbe.

So sieht der Katamaran „Liinsand“ im Gegenlicht aus.

Die Hammonia liegt wieder bereit, weitere geladene Gäste aufzunehmen.

Wenn ich mir die Gesellschaft so ansehe, durchweg in diversen Tönen schwarz gekleidet, kommt es mir vor, als ginge es zu einer Beerdigung.

Pardon, ich vergaß: das ist ja eine Beerdigung. Schade um die Elbe.

Da kommen die Demonstranten vor dem Schulauer Fährhaus, bunt wie auf einer New Orleans-Beerdigung, meiner Einstellung näher.

Sie präsentieren Elbstint im Sektglas (mal die Fotos im Link durchsehen).

Die Lühe-Schulau-Fähre muss jetzt die ganze Zeit gegen den Strom stehen?! Ein Elbfischer und Motorboote nahen.

Die Polizei prüft die Lage.

Keine Gefahr!

Ein Bisschen Schlick wird schon aufgewirbelt.

Oberkante Spundwand im Schulauer Hafen. Nicht zu Unrecht skandieren die Demonstranten „Herr Scheuer, was soll der Quatsch? Wir ha`m hier nur den Matsch!“

Noch immer wartet Hammonia. – Ich warte nicht.

Alle anderen warten weiter am Willkommhöft auf den Minister – ist er etwa schon an Bord?

Nein, ist er nicht. Ich treffe ihn und einige wenige Begleiter an der Westmole / Übergang zum Kopf des Schulauer Hafens.

Ich sage noch „Mit meiner Digicam lassen sich keine Selfies schiessen …“ – Da belehrt mich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eines Besseren. – Man lernt nie aus!

Im Abradeln: ein Dackel-Mix macht das einzig Vernünftige, Abkühlung suchen und finden.

Heiss wird`s.

Derweil scheint der gestrige „Anbaggerer“ Scheldt River nach Baggern vor Wedel und Verklappen vor St. Margarethen (?!) die Elbe zu verlassen und Arbeit anderswo zu finden.

Hier, (noch) Süßwasserwatt Fährmannssand bei Tideniedrigwasser, wird demnächst nur noch die dunkle Fahrwassertiefe auf Kilometern übrig sein. Schon heute hat sie das aquatische Ökosystem der Elbe an den Rand seiner Existenzfähigkeit gebracht.

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Üblicher Weise gebe ich keine Extra-Leseempfehlungen, verlinke sie gegebenenfalls in einem Beitrag.

Dieses Büchlein aber finde ich so interessant, dass ich seinen Hinleitungstext von PAN-Germany direkt widergebe:

Neu: Ausflug in die Agrarlandschaft – Was wir sehen – und was wir sehen könnten

Cover Ausflug in die AgrarlandschaftRund die Hälfte der Fläche Deutschlands wird als Agrarland genutzt. Mit etwas Hintergrundwissen, wie es in diesem Büchlein kurz und knapp präsentiert wird, kann das Wandern, Radeln, Zug- oder Autofahren durch die Agrarlandschaft zu einer spannenden Beobachtungstour hinter den Kulissen der industriellen Landwirtschaft und zu einer lebhaften Vorstellung von einer nachhaltigen Landwirtschaft werden.
Dieses Büchlein beschreibt nicht nur, was wir in der Agrarlandschaft „sehen“, sondern auch, was wir „nicht sehen“ sowie, was wir „sehen könnten“, wenn die Landwirtschaft klimaneutral, ökologisch verträglich sowie auch für die Landwirt*innen ökonomisch einträglich wäre.
Begeben Sie sich mit dieser kleinen Lektüre mit ihren vielen Fotos und erläuternden Abbildungen auf einen Ausflug in die Agrarlandschaft. Ganz nebenbei schärfen Sie dabei Ihren Blick für aktuelle und kommende Debatten über die Zukunft der Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels und des  dramatischen Artenverlusts.

PAN Germany, 2019, DIN A5, 60 Seiten

Inhaltsverzeichnis (pdf-Datei)

Klick auf den obigen Link PAN-Germany führt Interessierte zu den Bezugsbedingungen. Es handelt sich meines Erachtens um ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Ohlau, Kreis Segeberg, Richtung Bad Bramstedt – nein, ich war das nicht!

Der Wasserverband Ohlau ist dabei, dem kanalartigen Moränen-Bach mehr Struktur zu geben. Da die Ohlau zu den Prioritätsgewässern gehört, war hier bereits vor Jahren mit eiszeitlichem Gestein und Holz Diverses verändert worden. Allerdings, wie bei fast allen planungsgesteuerten Maßnahmen (Planen – Machen – Weggehen), in seiner Wirkung über die Zeit nahe Null verblieben.

So hatte der Verband angesichts meiner bekannten Historie und inzwischen mehrjährigen auch schleswig-holsteinischen Erfahrungen nachgefragt, wie die Ohlau wieder in Bewegung gebracht werden könne. Einige Hinweise führten jetzt zu Kieszugaben, die weiter gestaltet werden können – vom Bach selbst oder / und vom Menschen.

Und so sieht der obere Teil nun aus.

Blick bachauf, erste Strömungs-Anregung ist erkennbar.

Blick bachab.

Sommerliches Suchbild – wie viele Männchen der Prachtlibelle Calopteryx sind erkennbar?

Noch dominiert hier im fast gar nicht (mehr) baumbestandenen Bachabschnitt C. splendens, die bereits erwärmte, eher flussartige Strecken bevorzugt. Die Restaurierung inklusive Entwickeln des standorttypischen Baumbestands wird den Bachoberlauf-Charakter fördern. Somit wird C. virgo, die Blauflügel-Prachtlibelle, Anzeiger für den örtlichen, eigentlich sommerkühlen Bach, dann ebenfalls zu finden sein – in absoluter Zahl und prozentual zunehmend.

Massen von Fadenalgen zeigen stellenweise den bachuntypischen Lichtüberschuss, gekoppelt mit Nährstoffeintrag.

Stein und Pflanze – vorn, bachauf des Wasserstern-Polsters ist Kies und Geröll der Erstmaßnahme erahnbar. Der neue Kies wird mehr Dynamik vor Ort bewirken.

Schon startet die linienhafte Sortierung des massenhaft vorhandenen Erosions-Sands.

Die punktuellen, neuen Kies-Depots werden die interne, aus von Baumwurzeln ungesicherten Uferpartien resultierende übermäßige „Sand-Produktion“ verringern.

Der Fischotter ist schon da – „Scharrhaufen“ und „Trittsiegel“ (Fußabdrücke).

Turbulenz im Gegenlicht – so soll es weitergehen.

Wir arbeiten weiter am munteren, lebendigeren Tieflandbach.

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