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Es geht also weiter nach der Adler- und Graureiherbegegnung – nicht sonnig, aber trocken, vom Elbdeich Fährmannssand über Hetlingen nach Wedel zurück.

Elbdeich Fährmannssand, Thw – höheres Auflaufen der Flut, verbunden mit südlichem Wind setzen das Deichvorland jetzt regelhaft unter Wasser.

Da zieht der aus dem vorigen Bericht bekannte – nicht nachgeforschte – Containerfrachter gen Nordsee. Eine dem Wetter trotzende Joggerin gibt dem Foto Farbe.

Querab der Vogelstation Wedeler Marsch äsen Nonnengänse, von links nach rechts.

Da ist ein Marschgraben im Weg – es wird geflogen.

Von hinten wird ordentlich gedrängelt. Die Zahl der Überfliegenden steigt.

Ich warte nicht auf „das dicke Ende“, die Masse dieser ca. 2.000 Tiere – radele weiter, zwischen den Deichen an Hetlingen vorbei.

Querab Bullenfluss, kurz vor der Idenburg, störe ich einen Silberreiher. Das Bekannte geschieht …

Auffliegen, ein Stück wegfliegen …

… und landen, sobald die Fluchtdistanz wieder gewahrt ist.

Zeichen der Zeit, nahe Idenburg – die unterschiedlich starken Schauer bis Schütts seit Weihnachten haben Wiesengräben und die alte Gülletransportspur gut gefüllt.

Dicht vor der Geestkante am Sauerbeck – die Wiesen werden zu Flachseen.

Als das begann, war die Fläche von weissen Vögeln besucht – die Fotos erscheinen als Rückgriff demnächst.

Der Wetterbericht spricht von Regen ab späten Vormittag / Mittag. Die Tide-Elbe-Webcams Hamburg-Altona bis Wedel zeigen einen schicken Sonnenaufgang. Also früh los – und die Sonne geniessen.

Start gegen 10 Uhr – das war wohl nix! Der Regenfront voranlaufender Dunst lässt die Sonne bereits verschwinden.

In der Marsch sind während leichter Sturmfluten diesseits des Elbdeichs Gräben (noch) hoch eingestaut, Wiesenmulden wassergefüllt.

Im entfernteren Nass tummeln sich Kanada- und Graugänse.

Jenseits des Elbdeichs zieht ein Containerfrachter hinter dem Gehöft Fährmannssand vorbei gen Nordsee – man beachte das Größenverhältnis.

Den habe ich nach Rückkehr leider vergessen, mit marinetraffic.com zu identifizieren. Mir scheint, das war keiner von den kleinen.

Lärm in der Luft – bei Fährmannssand herrscht mal wieder Nonnengans-Panik.

Die Ursache ist diesmal auch gefiedert, fliegt in meine Richtung.

Brettflügel mit „Fingern“ – ein Seeadler.

Unbeirrt fliegt er gen Osten weiter.

Dort kreist er eine Weile – ich erkenne 2 weitere, kreisende Großvögel – und zieht, südwärts, über die Elbe.

Dann fliegen die beiden anderen Großvögel auf mich zu, über mich. – Falsch gedacht, keine Seeadlergeschwister – Graureiher.

Das fängt ja gut an.

Und weiter radele ich, über Hetlingen zurück nach Wedel. Davon demnächst mehr.

Seit Weihnachten können wir über Regenmangel nicht meckern – sehr schön.   🙂

Die Böden sind quitschnass, die nach wie vor extreme Ausrichtung auf Entwässern unsere Landschaft lässt recht schnell Abfluss“wellen“ auflaufen und wieder abklingen.

Aber immerhin, wir liegen dauerhaft über mittlerem Abfluss, weit entfernt von den monatelangen Niedrigwasserführungen der meisten Monate in 2022 (und den Vorjahren).

Wald und Forst müssen noch ein Bisschen warten, allzu extrem ging die Trockenheit bis in Metertiefe. – Hoffen wir das Beste, auch die heftig genutzten Grundwasserleiter bekommen in dieser „Winter“zeit noch den nötigen Teil ab.

Solch eine Situation will genutzt werden. So startete ich zur städtischen Mühlenau, Pinneberg, um die jüngsten Treibselsammler („HuSt“, Hölzchen und Stöckchen) und Jahre bewährte Lenkbuhnen aus Kies in anderer Perspektive anzusehen – Abfluss am Pegel Rellingen: Mittelwasser plus 75 cm.

Das Umfeld dreier Brücken sehe ich mir an.

Übungs-HuSt an mittlerer Brücke, schöne Ufer-entlastende Turbulenz.

Wer weiss, wie`s geht, sieht die enge und ins Ufer einbindende Reihe von Stöckchen rechts, etwa mittig im Bild – vom Wasser ins Land (oder umgekehrt).

Blick bachab, linkes Ufer: Die Standsicherheit dieser und anderer Brücken wurde durch neue Stützpfeiler gesichert.

So nah am Ufer stehend stellen sie eher einen Störfaktor dar – bieten allerdings aufgrund der breiten, freien Mitte die Chance, dass Abflussverstopfungen so leicht nicht stattfinden werden.

Das Gute: Alles nicht so Tolle kann man meist verbessern. So ist vorstellbar, die Turbulenz im Umfeld zu nutzen, Kiese ringsum einzubringen. Kieslaicher jeglicher Art, Wirbellose ff. können so bessere Überlebensbedingungen finden.

Hier nun die obere Brücke meiner heutigen Tour – Standort der Großaktion HuSt, noch nicht lange her.

Gut ein Vierteljahr, sehe ich – wie die Zeit vergeht!

Was zeigt das Foto? – Nichts !   ??? Doch: Ungestörter Abfluss, die Standorte etlicher Treibselsammler ahnbar durch Oberflächenturbulenz.

Vorn das Detail einer linksufrig stehenden Reihe – munter fliesst die Mühlenau – drüberweg (und, unsichtbar: hindurch).

An dieser Stelle haben wir zwei Treibselsammler beidufrig auf gleicher Höhe angebracht – eine Ausnahme.

Die anderen haben wir wechselnd eingebaut.

Blick bachauf – auch die „oben“ stehenden Treibselsammler bieten ein gutes Bild.

Jetzt dürfen wir gespannt sein, wie Mittel- und Niedrigwasser die Dynamisierung der Gewässersohle präsentieren werden.

Und weiter geht`s Richtung Hallenbad / Rosengarten (zur „unteren Brücke“ des heutigen Tages).

Blick bachauf vom Parkplatz am Bad zur Rosengartenbrücke: Frei fliesst die Mühlenau, Lenkbuhnen sind an Oberflächenturbulenzen erahnbar.

Erstaunlich, wie die auf der Sohle vor randlichem Kiesdepot liegenden „Riegel“ (leicht schräg gegen die Strömung) für Wissende ihren Standort verraten.

Hier sind sogar „Vortices“ ausgebildet, turbulente Strömung, die Luft(-sauerstoff) tief ins Gewässer einbringt. – Und sowas in einem „Tieflandbach“.

Blick bachauf von der Rosengartenbrücke – eine Lenkbuhne „Denkmal – Denk mal!“ (hier können gelegentlich meditierende Naturfreunde angetroffen werden) entwickelt die typische, uferentlastende Turbulenz.

Hier im Detail.

Blick bachab – vorn rechts und ganz hinten links befinden sich weitere Lenkbuhnen. Wir können zufrieden sein!

Es liegt in der Natur der Sache – und an der hohen Frequenz von Mensch und Hund -, dass die gerade unsichtbaren Kiesdepots im Ufer nach und nach „verschwinden“. – Kein Problem. So nötig und / oder möglich, kann jederzeit nachgeschüttet werden. Verbessernde Wirkung für den Lebensraum ergibt sich parallel.

Alle reden vom Wetter? – Blick zum Himmel. Rasende Wolken unter Weiss und Blau!

Es soll (erstmal) so bleiben, sagt der Wetterbericht.

Noch eine Radrunde spätnachmittags – nach morgendlicher Autal-Tour?

Na gut, runter von der Geest, rein in die Marsch, gen Elbdeich.

Steinweg, ganz schön duster … – der Spiegel-Kopfweide ist noch ein Punk-Schopf erhalten geblieben. Kopfschnitt ist ringsum angesagt.

Blick durchs Reet gen Elbdeich – vielleicht lohnt Weiterradeln ohne vorzeitiges Abbiegen doch.

Elbdeich Fährmannssand – na also! Die Windräder auf der Stader Geest kontrastieren im späten Sonnenlicht. Das Deichvorland vorn, nass, zeigt Folgen jahreszeitbedingter Hochfluten.

Ziehende Wolken und sinkende Sonne bieten Abwechslung.

Auf dem Rückweg – die Sonne scheint durch das Wäldchen des Brunnenschutzgebiets.

Wie gut, dass es solch Brunnenschutzgebiete gibt (mal abgesehen von unserer Überstrapazierung des Grundwassers). So kann sich Grüne Dreidimensionalität auch in der Marsch entfalten.

Angesichts des Sägewahns für „freie“ Sicht könnte man fast vergessen, dass hier (Tide)Auwald die natürliche Vegetation ist. Ok, „Mensch“ hat für Grünlandnutzung die Marsch jahrhundertelang gestaltet. Manch einer erinnert aber noch die Zeit vor dem Bau des hohen Elbesturmflutschutzdeichs gegen Ende der 1970er. Da sah die Marsch hier ringsum sehr viel „rauer“ aus.

Vielfarbig geht es Richtung Abend.

Unten! Im Dunkeln ist gut Munkeln … (Gemunkelt wird hier aber nicht, es ist ganz schön laut.) Vielleicht 2000 Nonnengänse drängen sich auf dieser Marschwiese äsend voran.

Und oben! – Was für ein Himmel.

Die Jahreszeit, in der Forellen „was Besseres zu tun“ haben.

Zum Glück hat der Regen seit Weihnachten 2022 dazu geführt, dass der Lebenszyklus der Forellen rund bleibt. Lange sah es so aus, als ob potentielle Laichkiese nicht belegt / bewegt würden.

Das sieht nun anders aus. Ein paar Eindrücke von seit 2017 nach und nach realisierten Strukturverbesserungen folgen hier.

Strukturverbesserungen für Sohle und Ufer helfen. Die Baumkulisse ist essentiell für naturnahe, lebendige Bäche.

Rausche, belaicht – aufgrund höherer Wasserführung und Spiegelung nicht leicht zu erkennen.

Noch strukturloser Kanal – Ansätze für Verbesserungen sind schier unendlich.

Auch und gerade die langen Strecken kleiner bis kleinster Nebenbäche spielen von Natur aus eine bedeutende Rolle. Stark von Fisch und Strömung bewegter Kies zeigt intensive Aktivitäten.

Beidseits belaichte Kiesfläche.

Auch hier hat sich etwas getan.

Belaicht …

Der dunkle Kies ist algenbewachsen. Der helle wurde von Fischen bewegt, die unbewachsene Unterseite (vielleicht auch „gewaschene“ Oberseite) zeigt hell das Laichbett.

Frischer Kies – mancherorts ist nicht klar erkennbar, ob Fisch aktiv war.

Hier schon.

Hier wohl auch …

… und hier.

Hier sowieso.

Wenn das Drum und Dran stimmt und die Gewässersohle ihre standorttypische Naturnähe zurückerhalten hat, kann Vieles besser werden.

Die Dreidimensionalität von Kies, flutenden Erlenwurzeln und Totholz stellt sicher, dass auch die Kleintierwelt arten- und individuenreich vertreten ist.

Die Forellen sind jetzt wohl „ziemlich durch“. Wir warten auf Bach-, Fluss- und Meerneunauge in den nächsten Monaten, Frühjahr Richtung Sommer.

Immer wieder neu – Nachmittagssonne bescheint wieder (noch) die Geest, fast waagerecht.

Das war ziemlich lange auf der kurzen Nachmittagsrunde nicht der Fall. Am Tag 19 nach Wintersonnenwende ist der Jahres(zeiten)fortschritt klar zu bemerken.

Die Fläche des Pferdetümpels, Hochfläche am Mittelweg, nimmt angesichts Regens und geringer Verdunstung täglich zu.

Pferdetümpel, bestrahlt.

Ein Stück weiter, ein Rest Sonnenspiegelung.

Durch die Lindenallee Ennbohmtwiete radele ich zur B 431, südostwärts auf dem begleitenden Radweg nach Hause.

Auch wenn der fast-Vollmond am Vorabend klaren Himmel zeigt …

… gab es heute Vormittag eine Verabredung, mal nach der Wassersituation im Haus zu sehen – hier unter Dach, apfelsinengroßes Wespennest, Feuchte- und Nässehinweise lasse ich weg.

Neben diesem Wespennest waren noch einige der mandarinengroßen Variante vertreten. Mal sehen, wie viele Insektenköniginnen 2023 unseren Dachinnenraum als insektenfreundliches Haus charakterisieren.

Altbekannte, bearbeitete Stelle in der Tiefgarage – Wassertropfen, kein Tauwasser.

Wir werden am Dach Schäden reparieren lassen (Ziegel- und Lüfterausgängebruch, Gaubenübergänge), die Tiefgaragenschwachstellen beobachten. – Die Verabredung drinnen war gut gewählt, es regnete draussen.

Da noch etwas Zeit war, gönnte ich mir gegen Mittag eine kleine Rundtour durch das Wedeler Autal. Am Ende wich das Schwarz. Weiss-Blau Richtung freier, sonniger Himmel setzte sich durch.

Nachmittags dann noch eine kleine Runde in die Wedeler Marsch.

Spätnachmittags – mit dem Regenwetter ist auch der Sturmwind gewichen. Kopfweide spiegelt sich auf blankem Marschgraben.

Kurze Tour, abgebogen in den Saatlandsdamm – vor Sonnenuntergang, hinterm Elbdeich, links von Brunnenschutzgebiet.

Etwas weiter, nochmal – unter Eschen.

Randbebauung am Geesthang, freier Blick südwärts – flammende Fenster, beim Radeln Gebäude-wechselnd.

Sicher eine interessante Wohnlage – über das Aussehen der Häuser (schon ihre Planung dort) lässt sich streiten. Ob „Sonnenuntergang“ stets DAS Erlebnis ist, oder vielleicht auch lästig wird? Zur Not lässt sich „Innen“ ja abschatten.

Winterliche Turbulenzen bei erhöhtem Abfluss.

Gerade laichen Forellen, der Anstrom des Laichkieses ist der bevorzugte Platz. – Ich habe sie diesmal wohl verschreckt.

Gute Turbulenz auf rauer Rampe.

Vorhandene Gefälle lassen sich durch Kiesrauschen gut aufteilen. Gute Lebensraumverhältnisse und punktuell vervielfachte Turbulenz sind erreicht, erhöhen Arten- und Individuenvielfalt – Beispiel Bek, anderswo.

Umweltbildung für Hunde – „Bis Mai soll ich also Unterwasserkiese nicht mehr betreten?“

„Ach, die da! – Verstehe, Laichgrube bachauf, im hellen, strömungsbewegten Kieshügel liegen die Forelleneier. – Die sollen sich entwickeln!“

Keine Umweltferkelei, sondern Naturschaum – der Haselstrauch lässt den absehbar bevorstehenden Frühling bereits erahnen.

 

Kleiner Lagebericht aus der Mitte der ersten Januarwoche 2023 – seit Weihnachten regnet es immer (mal), Aussenaufenthalte sind möglich, (auch größere) Radtouren bei Berücksichtigen von Wolkenfronten / -lücken ebenfalls.

Die Pegel der Bäche ringsum weisen heute Abflüsse durchweg so bei 50 cm oberhalb Mittelwasser auf, was angesichts der fast durchgängig seit April 2022 anhaltenden Niedrigwasserführung (bis Austrocknen ganzer Strecken) inzwischen als bemerkenswert gilt. In Wahrheit, statistisch, ist das nichts Besonderes – „mittleres Hochwasser“ liegt bei den meisten Pegeln bei etwa 1 m höher, mögliches Hochwasser nochmal (fast beliebig) darüber.

Kleine Rundtour zeigt, spätnachmittags, 4. Januar 2023:

Der – hier immer mal gezeigte – Pferdetümpel steigt weiter an, ist schon ganz ansehnlich.

Auch eine Mulde am anderen Ende der Wiese hat sich, auf lehmiger Moräne, wieder mit Wasser gefüllt.

Aus einem schnell zuziehenden Wolkenloch guckt der zunehmende Mond auf das Geschehen.

Ich spute mich, meine Runde zu vollenden. Kurz vor Rückkehr startet der neue Schauer. – Prima!    🙂

Die Tage werden länger, noch nicht viel, aber merkbar. Die Temperaturen weisen für die Jahreszeit Rekorde auf. Da zwitschern die Vögel, werden auch andere munter.

Regelhaft radeln wir an einer Stelle mit gut 10 Ponies, Ganzjahreshaltung, Unterstände bis Stallungen, Weiden, vorbei. Vorgestern musste ich anhalten.

4 Ponies, 2 stehen, 2 liegen …

(Was …?) Tuscheln die Stehenden?

Es geht los – offenbar sticht der Hafer.

Die Unruhe bringt das Pony nahebei hoch.

Gibt es Neues zu besprechen?

Naaaa …

Parade, nach rechts.

Parade, nach links.

Friede?

Es macht doch offenbar viel Spaß, sich zu necken.

Ich radele weiter.

Verpasst (nicht schnell genug die Digicam zur Hand) habe ich den Start – da standen die beiden Akteure sich gegenüber auf der Hinterhand, mehrfach, fernsehreif.