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Vorgestern Abend auf Wedels Elbe-Deich: Glutsonne über dem Kernkraftwerk Stade.

 

Hiroshima, Tschernobyl – wie gut, dass das KKW Stade bereits seit 2003 („unwirtschaftlich“ !) abgeschaltet ist und demontiert wird.

Die Sache mit dem Atom, wie sich auch an anderen Themen zeigt, litt von Anfang an an Machtgelüsten, Machbarkeitswahn ohne Technikfolgenabschätzung und vielem mehr.

Möge mehr Vernunft auf dieser, unserer Erde walten. – Der Ruf nach „Herr, lass es Hirn regnen!“ hilft allerdings nicht, wie wir vor Jahren erfuhren. Was haben wir erhalten – BSE. Man könnte meinen, gegenwärtig hätte die manch führenden Politiker in der Welt erfasst.

Und möge der Nachbarschaft des KKW Stade und dem ganzen Umrum der Neubau eines nicht in die Zeit passenden KoKW erspart bleiben. Das in Hamburg-Moorburg ist schon als Ausrutscher, durch missglückte Politik-Beratung in doppelter Größe wie ursprünglich geplant, spät genug in die Welt gesetzt worden.

Gern gucke ich weiter über Wedels Hauptdeich Elbe-abwärts auf das abgeschaltete KKW Stade – ein Beispiel, mehr werden folgen.

 

Komisch, in dieser (noch) heissen Zeit mit „Weihnachten“ zu beginnen, aber so sei`s:

Bereits zu Weihnachten 2015 berichtete Heidi aus den Schweizer Bergen in ihrem Blog „Heidis Mist“ von der Dorfgemeinschaft Mals, die sich gegen die Ausdehnung Pestizid-intensiver Agrar-Industrie (konkret: Apfel-Intensivkulturen) in ihr Gemeindegebiet wehrte. In einer Abstimmung mit hoher Beteiligung hatten sich mehr als 75 % der Bevölkerung gegen den Pestizideinsatz ausgesprochen. Das ging anschliessend als Redewendung „Wunder von Mals“ in die breite Öffentlichkeit.

Inzwischen ist allerhand passiert, begleitet mit Aggressionen „interessierter Kreise“ gegen die Initiatoren wie z.B. eine Naturfriseurin, gegen ein inzwischen erschienenes Buch über dieses „Wunder von Mals“ sowie gegen den Verfilmer der (fast) unglaublichen Geschichte.

Nun, 2018, läuft der Film auch in Kinos in Deutschland.

Eine bemerkenswerte Geschichte einer nachahmungswürdigen Aktion!

Wir wollen eine lebendige Umwelt, keine sterile Chemie-Agrarwüstenei.

Bevor nach der Sommerpause weiterer vom Regionalpark Wedeler Au finanzierter Kies in der Mühlenau, Pinneberg, platziert wird, hat eine Gruppe Aktiver die Startschüttungen 2018 im Bereich des Bachaktionstages 2017 ein wenig geformt. Anlass bot das anhaltende extreme Niedrigwasser, das die „Unterwassernasen“ der Lenkbuhnen aus 2017 trocken fallen liess.

Pinnau-seitig, bachab der Mühlenstraße, ist gut erkennbar, dass das überbreite Kanalprofil der Mühlenau ohne Probleme für den Abfluss eingeengt werden kann.

Die beiden Breiten in Realität, gekennzeichnet durch gelbe Markierung.

So gibt die alte Ausbausituation einen Hinweis, wie die Mühlenau wieder zu einem lebendigen Bach werden kann.

8 Recher / Schaufler gestalteten eine Stunde nach Feierabend gemeinsam im Sinn der guten Sache.

Hell liegt der 2018er Kies uferseitig der trocken gefallenen 2017er „Unterwasser“nase.

Im Folgenden werden, so weit als Foto verfügbar, zu den 5 bereits vollständig mit Kies geschickten Punkten die Zustände vorher, zwischendrin, fertig dargestellt.

Wichtig ist uns heute, die Kiesschüttungen so zu profilieren, dass auf- und abwärts in den Uferschrägen glatte Übergänge Erosionen bei Hochwasserabfluss verhindern und Niedrig- sowie- Mittelwasserprofil grob ausformt werden.

Lenkbuhne 2, vorher.

Lenkbuhne 2, zwischendrin – aus dem 2018er Depot ist Material für die erweiterte Lenkbuhne runter gerecht worden.

Lenkbuhne 2, fertig – Stockente und zwei Junge nehmen die neue Unterwassernase in Augenschein, sozusagen Bauabnahme.

Lenkbuhne 3, vorher.

Platsch, es wird auch geschaufelt – Lenkbuhne 3 zwischendrin.

Lenkbuhne 3, fertig.

Lenkbuhne 4, vorher.

Lenkbuhne 4, zwischendrin.

Lenkbuhne 4, fertig.

Lenkbuhne 5, vorher.

Lenkbuhne 5, zwischendrin.

Zum Schluss finden sich auch junge Kröten als Bauprüfer ein, finden das alles sehr interessant.

Feierabend um 20.00 Uhr – Tidehochwasser Pinnau Uetersen, kein Einstau der Mühlenau im Mündungsbereich bachab Mühlenbrücke.

Nun sind wir gespannt auf die Wetterentwicklung, auf erste Hochwässer, die weitere Erkenntnisse bringen werden – vor allem aber auf die nach der Ferienzeit beginnende weitere Bekiesung. Jede Menge Interessierte stehen bereit, Hand anzulegen, wie im Vorstehenden dargestellt – für die Entwicklung dieses Bachlaufs im Kreis Pinneberg.

Tiere haben es auch nicht leicht – bei „Bullenhitze“ schon gar nicht.

Gut ist es schonmal, wenn Wasser und dreidimensionales Großgrün (sagen wir mal „Büsche und Bäume“) vorhanden sind.

Fast wundert man sich – mit den neuen Tümpeln hat sich auch der Kiebitz eingefunden.

Aber doof sind Rindviecher ja nicht. Wenn`s zu heiss wird, ist Schatten der richtige Aufenthaltsort.

Das wissen Pferde auch schon längst.

Hinter dem Deich drängt sich eine Rinderherde in – vergehendem – Schatten. Die Sonne steigt.

Schlaue Bullen und ihre Herde im Deichvorland bei Bullenhitze gehen ins Watt, der auch warmen, aber kühleren Elbe zu – immer der Leitkuh nach.

Aber die Deichschafe …

„It`s a long way …“ – Nanu, keine Deichschafe ? !

Der hiesige Schafhalter hat seine Herde zwischen Knicks über den Tag schattig gestellt – Hut ab!

Andere glückliche Schafe haben, wie die Rinder, hinter dem Deich noch „Baum-Schutz“.

Oh je! Am Sperrwerk Wedeler Au drängt sich in Gluthitze eine Schafherde.

Jedes Tier bemüht sich um Entlastung.

Manche sind einfach „platt“.

Mit Glück kommt mal ein Monteur mit Dienstwagen vorbei …

Dann gibt es die findigen „Bank-Schafe“.

Einigen hilft auch das Sperrwerksgebäude.

Ansonsten hilft nur Selbsthilfe: Lämmer im Schatten des Mutterschafs.

Nochmal – 8 Beine …

Letzter Versuch: im Doppelpack.

Boahh, ist das heiss!

Aber dann …

Richtung Sonnenuntergang.

Die Goldene Stunde (vielleicht besser: Sekunde, oder Minute) – das Vieh verteilt sich in der Fläche.

Nach Sonnenuntergang.

Erholsames Fressen ohne Sonnendruck.

So halten`s auch die Schafe – die Deichschafe atmen durch.

Zen-Garten, sub-aquatisch.

Vor Jahr und Tag hatte ich bereits (m)einen „kleinen Wassergarten“ vorgestellt, der eher zufällig beim Restaurieren eines Meerforellen-Laichbachs entstanden war. Das war eine andere Zeit und eine andere Gegend als heutzutage (Niedersachsen vs. Schleswig-Holstein).

Nun also „Zen-Garten“. Da liest man so viel von „Sand“ beim Mini-Format [ist ja putzig!] oder „Kies statt Wasser“ – und es wird wellenförmig geharkt. Mit „ohne Wasser“ habe ich es bekanntlich nicht so, das Wasser ist wichtig! Und der Kies auch – der kann dann gern geharkt werden. Verbesserte Gewässerstruktur (inkl. standorttypischem Baumsaum) lässt den Lebensraum Bach nicht zuletzt selbst Hitzeperioden besser überstehen – falls es nicht zum totalen Trockenfallen kommt.

Nicht selten komme ich mir beim Gewässer-Restaurieren wie beim Entstehen eines Zen-Gartens – sub-aquatisch – vor. Hier ein kleines Beispiel von der Ohlau, Bad Bramstedt.

Man nehme … Kies.

Eine geeignete Harke / einen Rechen nicht vergessen.

Und so entstehen dann z.B. die „Unterwasser-Nasen“ von Lenkbuhnen.

Die Kiesschüttung auf der rechten Uferseite kommt natürlich auch dran.

Und wenn der Zen-Minigarten gelungen ist, ergeben sich solch schicke Turbulenzeindrücke an der Bachoberfläche.

Ob Beteiligter oder auch nicht – darüber lässt sich dann trefflich diskutieren und / oder meditieren.

Dass sich die Bachlebewesen begeistert selbst einstellen, brauche ich angesichts der vielen Beispiele hier im Blog sicher nicht weiter auszuführen.

 

Lebendige Bäche und Flüsse sind gekennzeichnet durch Lebensraumvielfalt, die vielfältig Turbulenz erzeugt. Diese ist insbesondere wichtig, je geringer der Abfluss wird – wie gerade bei der Sommerhitze.

„Störsteine“ ist ein Begriff beim Gewässerrestaurieren – dazu eine derzeitige Situation der Wedeler Au (Rissen, Hamburg) bei geringstem Abfluss, kurz vor Trockenfallen des Bachbetts.

Bäume, hier gespiegelt und „gebrochen“, sind ebenfalls wesentliche Grundlage dauerhaften Lebens in unseren Bächen. Ihr Schatten / Halbschatten des Auwalds hält sommerliche Temperaturen in einem Bereich, an den die Lebewesen des Bachoberlaufs angepasst sind.

Von oben nach unten: „Der Spiegel“ im Anstrom auf die Störsteine. Spiegel gebrochen – Turbulenz belebt den Bach.

Dasselbe im Detail.

Würden wir zumindest beidseitig bachbegleitende, standorttypische Bäume wieder zulassen, wären Abertausende-Kilometer Fliessgewässer wieder belebt – mit Arten, die die Roten Listen derzeit füllen.

Allgemeinverständliches, mit Beispielen aus dem täglichen Erleben, gerade auch im bebauten Raum, ist nachlesbar bei waterparadigm.org (Buch „Water for the Recovery of the Climate – A New Water Paradigm“ zum kostenlosen Herunterladen). Die Edmund Siemers-Stiftung hat ähnliche Anwendungen für den Bereich der westlichen Lüneburger Heide publiziert.

Wir sind zum Deich, Elbe Fährmannssand, geradelt gegen 21.15 Uhr.

Verpasst haben wir einen blutroten Sonnenuntergang. Ein Flieger gab noch einen schwachen Abglanz.

Eigentlich hatten wir mehr Menschen erwartet.

Die Parkplätze Fährmannssand waren allerdings mit Autos gefüllt, es wanderten noch etliche Interessierte zu.

Gut Ausgerüstete richteten schnell die Technik aus.

Wir guckten Richtung Elbe übers Süßwasserwatt, Ebbe, ablaufend Wasser.

Da sich am Horizont eine dichter werdende Schicht zeigte, der Blutmond aber nicht, radelten wir zum Sperrwerk Wedeler Au weiter – Blick auf die Mündung in die Elbe.

Und weiter ging`s zum Yachthafen – gute Plätze waren auf dem Turmumgang noch zu haben.

Ich hatte zwischen Baumwipfeln einen winzigen Bruchteil Blutmond sehen können – vorbei, der dichte Horizont hielt dicht. Das Bisschen, was hier zu sehen ist, hat mit dem Mond nix zu tun.

Also auf dem selben Weg nach Hause zurück – wer weiss, wozu`s gut ist.

Die hier und vorher zu sehende Wassermenge ist ablaufendes Tidewasser der Elbe aus der Binnenelbe – die Wedeler Au selbst rieselt nur noch von der Geest herunter, ultratrocken.

Zurück am Deichstück Fährmannssand – Teufel auch, jetzt drängt es sich aber.

Fortwährend sehen wir Autos heranfahren – waren die Parkplätze nicht vorhin schon gefüllt?!

Dichte Packung. – Erwartung, kein Mond in Sicht.

Dies ist nur eine Reihe geparkter Wagen an Stellen, wo niemand stehen soll …

Mit diesen Geparkten, ständig von vorn neu Dazukommenden, von hinten abfahren Wollenden, verstocktem Drängeln und gegenseitig behindern, können wir uns vorstellen, was da im Februar 2016 durch die Presse ging, als sich der Containerfrachter CSCL Indian Ocean (ca. 400m lang, 59 m breit, 14,8 m Tiefgang) auf dem Süßwasserwatt hier festgefahren hatte und tagelang festsaß. Katastrophentourismus at it`s best. Die Landwirte hatten gut zu tun, bei der damaligen Nässe im Seitenraum und in Gräben festgefahrene Pkw aus dem Mega-Stau rauszuziehen. – Diesmal wird die Trockenheit das wohl verhindern und es werden hoffentlich nicht allzu viele Kratzer produziert. Besonders krass fanden alle Beteiligten die uns entgegen kommenden Mitradler ohne Licht, als wir gerade von Ungeduldigen überholt werden sollten …

Immerhin haben wir das beleuchtete Theaterschiff Batavia gesehen. 🙂

Und den Blutmond habe ich auch noch fotografieren können – im TV, super! Solch Fotos darf ich aus copyright-Gründen ja aber nicht hier hinstellen – hat jeder ohnehin selbst im Fernsehen und in Zeitungen gesehen.

Es soll mal wieder über die Elbe gehen – nach Stade, Buxtehude, Lühe und Twielenfleth haben wir diesmal Cranz an der Estemündung als Ziel gewählt.

Am Willkomm-Höft – ein Bagger, hoffnungsloses Unterfangen, Sisyphos is watching us.

Der Anleger der Lühe-Schulau-Fähre ist so gelegt, dass die landseitige Längskante aufgrund des tiefer fallenden Tideniedrigwassers (verschärft bei geringer Wasserführung der Elbe und Ostwind) auf die Unterwasserböschung aufsetzt. Das ist eine unglückliche Situation, um es sehr neutral zu sagen.

Nun kann man Symptome bekämpfen statt Ursachen. Zum Beispiel durch Flachziehen der Böschung (wieder und wieder und wieder …). Genau das geschieht – bloß keine Ursachenbeseitigung in diesem, unserem Land!

Da die Fähre allerdings je nach Tide- und Windsituation mit Strahlruder, heftig turbulenzierend, ablegt …

Und dann sind da ja auch noch die Wirkungen der Großschifffahrt mit Schwall und Sunk …

Wie gesagt, „Sisyphos …“.

Also rauf auf die Fähre.

Ostwind verspricht Rückenwind für die radelnde Rückfahrt.

Vor dem Deich durch Niedersachsen ostwärts gen HH Landesgrenze.

Verblühte Disteln im Deichvorland erwecken einen verdammt herbstlichen Eindruck.

Hinterm Deich: Auch die Äpfel sind dieses Jahr weit voraus.

Entnetzte Kirschen – diese Früchte kommen jetzt aus dem Kühlhaus.

Wo sind wir denn gelandet?!

Wir vermuten mal, dass der Name nichts mit dem Nordblick auf das Wedeler KKW zu tun hat, mit Kohle betrieben.

Vor dem Grenzübertritt noch einen Blick über den Deich riskieren.

Wir sind bald am Ziel. Gegenüber voraus der Elbhang mit Blankenese.

Verlängerung unseres Weges: Hamburger Staatsgebiet mit Estesperrwerk und Sietas-Werft (was für ein Wahnwitz: eine solche Werft bei Vergrößerung an diesem Standort zu lassen – unsere Gedanken schweifen zur Ems …).

Der Grenzübergang ist gruftig! Hamburg zwingt Radfahrer auf die Straße – Vorsicht, Lebensgefahr! Wir bleiben auf dem Fußweg, kein Fußgänger in Sicht. Nach einer Weile wird auf der anderen Seite wieder ein Radweg geboten.

Die Estemündung, Mühlenberger Loch und Blankenese – Fahrgäste nahen, schnell zum Restaurant.

Blick über die Marsch Richtung „Harburger Berge“ – Obstbau heute: Intensivberegnung und zunehmende Unterdach-Produktion.

Hoppel, hoppel – einmal im Leben per Rad auf dem Neuenfelder Fährdeich die Sietas-Werft umrunden.

Der Zuweg zum Alten Estesperrwerk gefällt uns besser.

Blick vom Alten Estesperrwerk – die Flut bringt trübes, schwebstoffreiches Wasser rein.

Charakteristischer Eindruck der alten deichbegleitenden Bebauung.

Fast antiker Stuhl, zu bewundern im Gasthaus.

Wir setzen uns raus – auf Augenhöhe, Tidehochwasser, passiert ein Motorboot.

Blick gen Süden – das Alte Estesperrwerk, dass wir vor Kurzem gequert haben.

Oh, niedlich, zunehmend gibt es wieder 0,2 l-Gläser!

Weiterer Innenblick, farbenfroh.

Wir haben uns dann nicht für Goldfisch, sondern Rotbarsch entschieden. Sehr empfehlenswert, wie so Vieles hier am Ort.

Blick zum Himmel – die vom Wetterbericht angesagten Quellwolken quellen heftig.

Bezahlen und ab auf´s Rad ist unsere Devise. – Demnächst mehr.

Zufällig, aber absichtlich, fotografierte Hornisse über Pfauenauge auf Dost. Am Bullensee, Wedel.

Ich freue mich immer über diese speziellen Flieger. Wer sich angepasst verhält, kann nicht nur ihr Nest im Garten akzeptieren, sondern auch beobachtend bewundern.

Und wenn sie abends den Haus-Baum auf fressbare Insekten kontrollieren , wenn sonst keinerlei Nahrungsmengen findbar sind (speziell: im Juli / August blühender „Bienenbaum[der Link soll zur Info, nicht zur Schleichwerbung dienen, Wikipedia gibt die Taxonomie, aber einen deutschen Namen wider, den wir nicht nachvollziehen können]) , schaltet man eben mal in der Dämmerung die beleuchtete Hausnummer nicht ein (am früheren Wohnort). – Probleme kann man vermeiden – oder sie sich machen.

So hat auch der NDR, hamburg journal, versprochen, in Zukunft solch Beiträge wie aus den 1960ern – nix wie Gift – (16. Juli 2018) mit entsprechenden Erläuterungen zu versehen, damit sie nicht so brutal, Tierschutz- und Gesetz-fern wirken, wie sie rüberkommen.

Neben Pfauenauge flog vor allem Kohlweissling. Kleiner Fuchs mit wenigen Exemplaren, ein Distelfalter sowie einzelne (Hauhechel?)Bläulinge ergänzen die arten- und individuenarme Situation unserer Zeit.

Wenn wir unsere Agrar- und Gartenpraktiken nicht endlich giftfreier gestalten und gestohlene „Frei“Flächen wie Wege- und Gewässerrandstreifen zurückgeben, einseitigen Lobbyismus pro „Wirtschaft“ nicht stoppen, wird sich wohl wenig ändern.

Auch wenn wir für verspielte Besucherinnen ein hervorragendes Umfeld um uns herum zu bieten haben, darf es gelegentlich auch gern was anderes sein. – Also wieder rauf auf die Lühe-Schulau-Fähre!

Und da kommt sie schon.

Die Lühe-Schulau-Fähre passiert bei Tidehochwasser den Schulauer Hafen – am Traditionsschiffanleger, meist verwaist, liegt sogar ein Schiff.

Hoch überragt, von See kommend, ein Containerfrachter die niedersächsische Elbmarsch inkl. Deich.

Da ist er schon neben uns.

Wir fahren. – Begeisterung greift um sich, ein Piratenschiff in Pappas Hafen!

„Pappas Hafen“ liegt in der Bau-Historie. Schliesslich ist nicht nur die Verbesserung von Heidebächen, sondern auch „hartes Bauen“ Grundlage des Wasserbauers.

Der Containerfrachter vor Hamburger Hafenkulisse, lässt den Blankeneser Elbhang niedrig erscheinen.

Turbulentes Kielwasser – unser Käptn hat ordentlich PS aktiviert.

Seglerwetter.

Lühe in Sicht – Steuermann und Käptn erhalten Anlegeunterstützung am Hilfsruder.

Ausgestiegen und schon am Spielplatz – ein vielfältiges Angebot lässt die Zeit verfliegen.

Nebendran sausen – wie wir neulich – die Radler gen Stade auf dem Elberadweg vorbei.

Bei einem Spielplatz in der ersten Reihe wird es auch Erwachsenen nicht langweilig.

Die Lühe-Mündung mit Sturmflutsperrwerk – wir sind auf dem Weg zum Mittagessen.

Eine Möwe …

Noch zwei Möwen. (Da liefen auch noch Austernfischer und andere Gefiederte im Umfeld herum.)

Stint – leider ist die Saison vorbei. Konkret: In 2018 gab es gar keine – vermutlich geschuldet den Auswirkungen der vorigen Elbvertiefung plus weiterer Flachwasserzerstörung (Schlickfang Wedel) und dem schier unglaubliche „Wooling“ an Schlickeggen, -Umlagern und „normalem“ Baggern.

Aber das will an der Elbe ja kein Offizieller hören.

Pfiffiger Restaurant-Garten – das Warten aufs Essen wird gar nicht bemerkt.

Jaaaa, Dinos! Lecker, da bleibt nichts von übrig. Kein Wunder, dass Dinos ausgestorben bleiben.

Klettern übern alten Deich – wir haben noch etwas Zeit.

Begeistert lässt sich die Deichkatze streicheln und kraulen.

Die Fähre liegt bereit.

Gratwanderung auf Beton-vergossener Affi-Schlacke.

Daaaa – See-Kajaks tauchen auf.

Die See-Kajaks hüpfen durch die Wellen, hinten: alter Elb-Segler.

See-Kajaks und Segelboot auf kabbeliger Elbe.

Zwei Finkenwerder Fischkutter warten, dass wir endlich ablegen – sie wollen eine Hochzeitsgesellschaft an Bord nehmen.

Die Rückfahrt vergeht wie im Flug.

St. Pauli grüßt, wir sind gut am Schulauer Hafen, Wedel, angekommen.