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Der vor einigen Wochenvom Wasserverband Ohlau eingebrachte Kies verbessert alte Einbauten aus Holz und Stein in ihrer hydraulischen und ökologischen Wirkung.

Einige Optimierungen stehen noch aus.

Ganz neu – auch im Gefällebereich der Brücke steht nun Kies zur Besiedlung und ggf. zum Umsortieren durch den Bach zur Verfügung.

Blick bachab – wenn denn die Wasserführung endlich mal wieder normale Zustände annimmt, werden die hydraulischen Verbesserungen hin zu mehr Turbulenz ihre Wirkung entfalten.

Beispiel in Draufsicht.

Erste Kiesdepots sind mit einer Unterwasserlenknase angelegt. Wir werden im weiteren Verlauf entscheiden, in wieweit wir das auf die gesamte Strecke ausdehnen.

Nun warten wir die kommende Wetterentwicklung gespannt ab.

Ohlau, Umfeld flatterhaft.

Neben den im vorigen Beitrag gezeigten Streifenwanzen war im Ohlau-Umfeld noch allerhand Insektenleben zu beobachten. (Erstmals seit Jahren habe ich mich wieder mit Insektengift imprägniert – Bremsen drohten allzusehr, wenn auch glücklicher Weise nicht in Massen.)

Gleich zu Beginn saß da ein Admiral-Veteran auf Kies. Vielleicht war es aber auch ein jüngeres Exemplar, das stürmische Gewitter-Kurzschauer überstanden hatte.

Dost und Kohldistel prägten blühend die 3. Dimension.

Admiral und Distelfalter auf Dost.

Mal näher ran.

Die Distelfalter dominierten zahlenmäßig, während andere Arten eher in Einzahl vorkamen.

Zum großen 2019er-Zug der Distelfalter gibt es einen schönen Bericht beim NABU Pinneberg.

Dies ist wohl, sich sonnend, eine weibliche Libellula depressa – Korrekturen sind willkommen.

Calopteryx splendens-Männchen, die Wärmeres liebende Art der C.-Gattung.

Mit Beachten der fachlichen Grundlagen von Bächen und kleinen Flüssen und der Notwendigkeit, notwendige Anpassungen an den Klimawandel endlich vorzunehmen, wird die Sommerkühle-liebende Art C. virgo hier und anderswo wieder öfter zu finden sein.

Kohlweissling auf Dost.

 

Ochsenauge und Fliegen.

Es folgt demnächst ein Bisschen zur Situation von Ohlau und Bramau aus gewässerökologischer Sicht.

Ohlau, Umfeld verwanzt.

Es musst mal wieder sein – ein gemütlicher Spaziergang an der Ohlau (zur Tarnung eine Angel dabei). Es folgen ein paar Foto-Eindrücke, hier und in folgenden Beiträgen.

Schwarz-rot gestreift, Streifenwanze auf reifenden Samen eines großen Doldenblüters, vielleicht Wiesen-Kerbel.

Wanzen in diversen Stadien, mehr als das Herz begehrt.

Aber die Ohlau und ihr Umfeld halten mehr Natur als Verwanztes bereit.

Dazu demnächst mehr.

Im Juni hatte ich über die Anreise zur internationalen und interdisziplinären Konferenz „LuWQ 2019, Land Use and Water Quality – Agriculture and the Environment“ sowie ein wenig über das Umfeld von Aarhus, DK, berichtet (die Beiträge sind leicht zu finden über den Kalender in der rechten Spalte).

Nun haben die Organisatoren das Gesamtprogramm mit zur Veröffentlichung frei gegebenen Vorträgen und Postern ins Netz gestellt – bequem sind alle interessierenden Beiträge anklickbar (meiner auf S. 25 sowie als Einzeldatei im Salmonidenfreund, Downloads).

Möge es nützen.

Was rumpelt und pumpelt da im Buschwerk und in den Bäumen? Ah, zwei junge Eichhörnchen jagen sich. Als sie nach schnellen Baumwechseln – rauf und runter, ringsum einen der Feldahornbäume – innehalten, bleibt eins neugierig in einer Astgabel sitzen.

Hallo, wer bist du denn? – Das geht so eine ganze Weile.

Unsere Feldahorn-Bäume sind ganzjährig interessant. Blühen im Frühjahr, kleine „Nasen“, teils bis in den Winter – Insekten und Vögel finden ihre Nahrung.

In kalten Wintern sitzen die Feldahorne voll mit Erlenzeisigen – was für ein Gezwitscher!

Im Winter und Frühjahr scheinen auch die Flechten und Moose auf der Rinde für Vögel Nahrung bereitzuhalten. Insbesondere Blaumeisen, neben Zaunkönig und Kleiber, suchen diese Stellen immer wieder auf.

Jede Menge Wildlinge des Feldahorns finden sich im Umfeld. Soweit sie nicht vertrocknen oder anderweitig auskonkurriert werden, verschenken wir sie 20 cm bis kniehoch an Verwandtschaft und Bekanntschaft.

Neulich, abends am Bach –

Niedrigstwasser, man gerade, dass noch etwas fliesst.

Was blüht da, gelb vor Dost?

Wenn ich`s richtig nachgeschlagen habe, ist das Gemeines Leinkraut, auch Kleines Löwenmäulchen genannt.

Mit solchen Blüten haben Insekten so ihre Probleme – es sei denn, sie sind Spezialisten.

Ganz besondere Spezialisten sind Riesenhummeln wie diese.

Da der „normale“ Weg für sie nicht nutzbar oder zu mühsam ist, beissen sie die Blüten an der Basis auf.

So haben sie – und jede Menge andere Arten – direkten Zugang zum Nektar.

Gewusst, wie.

Hundstage 2019 – Radeln hinterm Deich, Wedel.

Voriges Jahr hatten wir ausgiebig das stabile Wetter für Fahrten mit der Lühe-Schulau-Fähre plus Rad-Tour genutzt, z.B. nach Stade (vgl. Beitrag vom 16. Juli 2018).

Mal sehen, ob da dieses Jahr auch wieder etwas draus wird (Cranz, Buxtehude, Horneburg bieten weitere Ziele). Je nachdem, wie um die Stadt mit frischem Wind der Wind steht, insbesondere bei Richtungen „stramm Ost oder stramm West“ kann der Rad-Anteil mindestens in einer Richtung von der / zurück zur Fähre trotz guter Gangschaltung anspruchsvoller ausfallen, ggf. auf den Rest (Abfahrt Fähre zurück) zeitlich knäpplich werden.

Da bietet 2019 ab demnächst eine neue Variante, jedenfalls für die Stade-Tour. Wasserseitig war schon etwas davon zu ahnen.

Schulauer Hafen, Westmole – Ostwind biegt die Pappeln seewärts.

Zu heiss? – Kleine Möwe, fliegt nicht nach Helgoland?

Gutes Segelwetter!

Und da ist sie ja, die Liinsand – neulich schon beim Anläuten der neuen Elbvertiefung und -verbreiterung, weiterer Todesstoß für das Ökosystem Tide-Elbe, gesehen.

Ab 5. August meint sie es ernst, gilt der Fahrplan. Noch trainiert die Besatzung die Strecke Stadersand – Wedel – Altona (Fischmarkt).

Willkommhöft wird angesteuert.

So, An- und Ablegen simuliert.

Und Abdrehen, volle Kraft voraus.

Schnell wird die Liinsand kleiner, aus Richtung Hafen Hamburg naht ein kleinerer Containerfrachter.

Was sagt uns das? Künftig können wir uns den Luxus leisten, je nach Windrichtung und -stärke die eine Tour wahlweise mit der Lühe-Schulau-Fähre und die andere mit der Liinsand vorzusehen.

Möge das neue Angebot einen Markt finden.

Der zweite Grasschnitt ist weitgehend abgeschlossen, auch Raues, Pferdeheu, bei günstigen Bedingungen gemäht, gewendet, geschwadet und eingefahren oder, als Kaventz-Männer, gerollt verpackt. Glück gehabt! Bei dem Bisschen Regen bisher hat es gerade für die oberflächige Grün-Produktion gereicht.

Da sieht man auf „freiem“ Gelände, was sonst verborgen ist.

Gras gemäht, Fläche frei – ist da wer?

Sind das Herr und Frau Osterhase, auf Sommerurlaub in Wedel?!

Mich fragte mal ein junger, für Ökologie im Lebensumfeld nicht zugänglicher Jungbauer, wieso man am Ende des Sommers Hasen sähe, die ansonsten offenbar „nicht da“ wären. – Muss ich eine Antwort geben, oder sprechen die Fotos für sich?

Die Hasen interessieren solche Überlegungen nicht. Sie sind einfach da.

Ob sie mich nun wahrgenommen haben, oder einfach genug von der Sonneneinstrahlung hatten, nach einer Weile verschwanden sie im hohen Grün.

Und wieder sind sie einfach „nicht mehr da“. – Möge die nächste Jagd-Saison, bei der – Kultur-Historie – flächenhafte Treibjagden angesagt sind, schadlos an ihnen vorüber gehen.

Wohl dem, der in lichtem Schatten radelt – Blick quer über die B 431.

Rein in brüllende Hitze.

Schafgarbe vor goldenem Korn. Früher hätte ich auf Gerste getippt, heute weiss man das bei langen Grannen nicht mehr ganz so klar.

Die Hitze überrennt die Zeit. Die Mähdreschervermittler wissen sich vor Anfragen kaum zu retten.

Ich tauche schnell wieder in Schatten ab – hier: Schatten total mit Überdach – ausgewachsene Hainbuchenhecke, unten für den Radweg getrimmt.

 

Aus dem gesamten Bundesgebiet waren offizielle Gäste von der Wasserstraßenverwaltung des Bundes nach Wedel geladen. Es ging auf`s Schiff, um die neue Elbvertiefung, vor allem aber auch -Verbreiterung der Fahrrinne „anzuläuten“.

Da wollte ich als alter Elbe-Mann – wenn ich schon nicht auf`s Schiff durfte – mindestens mal vom Ufer aus gucken.

Blick über Wedels „Sandstrand“ Richtung Willkommhöft.

Da liegt ein Ausflugsdampfer am Willkommhöft – startet dort die Fahrt?

Hohe Polizei-Präsenz – Angst davor, dass der fast noch neue Anleger im Schulauer Hafen geklaut wird?

„Sandstrand Wedel“ – über die Ursache, wieso der Sand geklaut wird und wer das macht, hört man komischer Weise nix.

Fast könnte man meinen, „Die Fahrrinnentiefe plus Schwall und Sunk der Großschiffe sind`s“ wird zurückgehalten, um den Start dieser weiteren Elbvertiefung nicht zu stören.

Am Willkommhöft, dieses Boot durfte nicht auf die Elbe – Sicherheitsbedenken.

Weil`s so zutrifft – andere Bootsseite.

Willkommhöft, Blick seewärts – kein Großschiff.

Willkommhöft, Blick Richtung Hamburg – kein Großschiff.

Langweilig?

Nein, da liegt ja die Hammonia. Der eine und andere Elbsegler mit Protestbanner passiert.

Und da kommt planmäßig die Lühe-Schulau-Fähre, möchte ihre Passagiere aussteigen lassen.

Hammonia macht Platz.

Man fragt sich, wieso das eine oder das andere Schiff nicht den gut bewachten Anleger im Schulauer Hafen nutzen kann / darf ? !

Da fährt aus Hamburg, Richtung Stadersand, die neue Elblinie vorbei.

Das bisherige „Wattentaxi“ übernimmt eine neue Route, nun in der Tide-Elbe.

So sieht der Katamaran „Liinsand“ im Gegenlicht aus.

Die Hammonia liegt wieder bereit, weitere geladene Gäste aufzunehmen.

Wenn ich mir die Gesellschaft so ansehe, durchweg in diversen Tönen schwarz gekleidet, kommt es mir vor, als ginge es zu einer Beerdigung.

Pardon, ich vergaß: das ist ja eine Beerdigung. Schade um die Elbe.

Da kommen die Demonstranten vor dem Schulauer Fährhaus, bunt wie auf einer New Orleans-Beerdigung, meiner Einstellung näher.

Sie präsentieren Elbstint im Sektglas (mal die Fotos im Link durchsehen).

Die Lühe-Schulau-Fähre muss jetzt die ganze Zeit gegen den Strom stehen?! Ein Elbfischer und Motorboote nahen.

Die Polizei prüft die Lage.

Keine Gefahr!

Ein Bisschen Schlick wird schon aufgewirbelt.

Oberkante Spundwand im Schulauer Hafen. Nicht zu Unrecht skandieren die Demonstranten „Herr Scheuer, was soll der Quatsch? Wir ha`m hier nur den Matsch!“

Noch immer wartet Hammonia. – Ich warte nicht.

Alle anderen warten weiter am Willkommhöft auf den Minister – ist er etwa schon an Bord?

Nein, ist er nicht. Ich treffe ihn und einige wenige Begleiter an der Westmole / Übergang zum Kopf des Schulauer Hafens.

Ich sage noch „Mit meiner Digicam lassen sich keine Selfies schiessen …“ – Da belehrt mich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eines Besseren. – Man lernt nie aus!

Im Abradeln: ein Dackel-Mix macht das einzig Vernünftige, Abkühlung suchen und finden.

Heiss wird`s.

Derweil scheint der gestrige „Anbaggerer“ Scheldt River nach Baggern vor Wedel und Verklappen vor St. Margarethen (?!) die Elbe zu verlassen und Arbeit anderswo zu finden.

Hier, (noch) Süßwasserwatt Fährmannssand bei Tideniedrigwasser, wird demnächst nur noch die dunkle Fahrwassertiefe auf Kilometern übrig sein. Schon heute hat sie das aquatische Ökosystem der Elbe an den Rand seiner Existenzfähigkeit gebracht.