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Der Eiserne Vorhang hat uns allzu lange begleitet. Es war eine bewegte Zeit Ende der 1980er, Anfang der 1990er, die nicht nur Deutschland betraf.

Eher zufällig ergab sich unser diesjähriger Elbe-Urlaub so, dass wir in Dömitz und Rüterberg anschaulich an die zum Glück vergangene Zeit erinnert wurden.

An die Zeiten der Mauer denken wir bei jedem Berlinbesuch zurück.

Mit der Tram 10, auf unserer Hauptroute, fahren wir von West nach Ost, von Ost nach West.

Die Gestaltung der Erinnerung finden wir sehr gelungen – einmal abgesehen davon, dass Mauer und Grenzzaun zwischen Ost und West vielerorts allzu schnell und allzu restlos beseitigt wurden. Aber darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein.

In der Kulturbrauerei läuft eine Ausstellung.

Diesmal war die Zeit zu knapp – aber bis zum 19. April 2020 sollte uns ein Besuch der Ausstellung möglich sein.

Aber auch hier an der Tide-Elbe im Umfeld Wedels, am Südufer, ergeben sich – plötzlich im Vorbeiradeln – Gelegenheiten, an zum Glück Vergangenes zu denken.

Da steht ein historischer Trabi, natürlicher Entwicklung überlassen zwischen Lühe und Stade.

Der hat noch ein echtes Nummernschild – von mir verändert.

Wenn wir so an den Trabi mit seinem Lärm und Gestank zurückdenken – wie könnte heute eine zukunftsweisende Rennpappe aussehen?

Wir finden, bei Minimieren der Ansprüche auf gutes Fahren von A nach B, ist das hier am Besten gelungen. Das viel zitierte „Brötchenholen im SUV“ ist nun wirklich eine Angelegenheit, die keinerlei Unterstützung verdient.

Wir haben solch kleines Teil vorbestellt. Das erinnert uns nicht nur an einen anderen kleinen Flitzer, sondern auch an den Trabi: Man muss schon etwas Geduld haben, bis er ausgeliefert wird.

Am Beispiel der Elbe übrigens verdeutliche ich meinen internationalen Studentinnen und Studenten (Beispiel 2017) seit Jahrzehnten den „Iron Curtain“ und seine Bedeutung für internationalen Gewässerschutz – gestern und heute. Insbesondere die Gäste aus Amerika, Afrika und Asien sind überrascht, was „Hydrobiology“ so zu bieten hat. Manch Teilnehmer wirkt beim Beispiel Elbe „angefasst“, ist doch die realpolitische Situation anderswo oft weit entfernt von unserem Glück. Als Ingenieur- und Technik-Studentinnen und -Studenten mit konstruktiv-kritischer Neigung ist allen klar und nah, dass nicht nur Fachlichkeit und „Recht“, sondern auch „Einigkeit“ und „Freiheit“ uns nicht von allein zufallen, sondern erarbeitet und verteidigt werden wollen.

Manchmal muss man schon sehr genau hinsehen. Manchmal ist das Ergebnis des „sucht“ in der Überschrift auch schon mit einem „zoomt“ geschafft.

Mit dem Fall der Blätter ist der Erlkönig, der hier in Wahrheit ein Kopfweide-König ist, wieder sichtbar geworden. Noch trägt er seine schüttere Haarpracht.

Leer sieht sie aus, die Wedeler Marsch direkt vor dem Geesthang, nachdem das Weidevieh – wohl wegen Frostnächten – hier nicht mehr grast.

Scharfer Blick zur Geestkante bzw. Zoomen mit der Digicam bringt aber Scharen von Nonnengänsen ins Bild.

Am Südende des Riesenschwarms steht ein Graureiher vornan. Die Auwaldbäume im Hintergrund stehen übrigens nicht auf der Geest, sondern auf einem flachen, sandigen Dünenhügel.

Da zieht der Reiher ab – noch nicht so auf zahm konditioniert wie der, den ich kürzlich vom Mühlenauufer beschrieb.

Noch`n Suchbild. Im Anradeln hatte ich da etwas Größeres, bunt leuchtendes gesehen.

Erstaunlich, wie sich so ein bunter Fasanenhahn unsichtbar machen kann.

Der ist „weg“.

Über den Langen Damm kommen wir bis Ende März 2020 nicht an die Elbe, wie vor Kurzem berichtet.

Dann fahren wir eben – ein Beispiel – über Holm und Hetlingen an.

Graugänse, binnendeichs – (fast) alles schläft, eine(r) wacht.

Die Anfahrt Hetlingen – Sperrwerk Wedeler Au ist riskant. Im krassesten Fall sind wir bereit umzudrehen. Das ist abhängig von der Menge der Schafe und davon, wie das Wetter mit ihren Köteln umgeht.

Blick über die Binnenelbe – die Brückenbaustelle ist eingerichtet.

Wir radeln heimwärts, Richtung Badebucht.

Das Wetter war wieder einmal ideal für diese etwas längere Tour.

 

Der Ohrtbrooksgraben war aus dem Kreis der Unterelbeschulen als Restaurierungs- und Untersuchungsort vorgeschlagen worden. Es fand sich ein interessierter Grundeigentümer im tidebeeinflussten Bereich, nicht weit von der Einmündung in die Pinnau, für einen experimentellen Start. Die Stadt Tornesch mit einer Ausgleichsfläche auf der anderen Uferseite findet es gut, wenn der Bach Prallhangsituationen linksseitig in ihr Ufer durch Kies-Strukturgeber und -Strömungslenker am Privatufer hineinpräpariert. 2018 und 2019 hat der Ohrtbrooksgraben Kies erhalten, das wird sich 2020 fortsetzen. Die Situation wird unter anderem durch das Ludwig-Meyn-Gymnasium, Uetersen, beobachtet und untersucht.

Hier im Blog, zu finden mit dem Bachnamen über Suche, wurde über das Bekiesen sowie über unterschiedliche Situationen im Tidegang berichtet.

Und so sieht er gegenwärtig aus.

Blick bachab der Experimentierstrecke. Der Bachverlauf und die Sohlstruktur ist bereits erkennbar verbessert. Kolk-Rausche-Abfolgen charakterisieren den vorher auf Sand-Schlamm-Sohle kanalartig öde fliessenden Bach.

Blick bachauf vom derzeitgen Restaurierungsende – westlich benachbart wird ein Gewerbe-B-Plan gerade entwickelt.

Wie das immer so ist, empfiehlt es sich, Entwicklungen konstruktiv-kritisch zu begleiten. So wird derzeit geprüft, ob – hier in Nachbarschaft zu freier Landschaft – Auflagen des B-Plans erfüllt werden oder ob Verwaltungsverfahren erst dazu zwingen müssen.

Also: immer schön die Augen offen halten und die Zuständigen bei Kreis und Stadt lieber einmal zu viel informieren!

Im Osten grenzt eine Ausgleichs- / Sukzessionsfläche der Stadt Tornesch an, Kopfweiden als östliche Begrenzung.

Blick über eine Kurve des Ohrtbrooksgrabens auf das Südende des Restaurierungsgrundstücks.

Beispielhafter Übergang Rausche – Kolk.

Was am Ohrtbrooksgraben auffällt: Im Ufer befinden sich unzählige „Löcher“, vermutlich Wohnröhren von Krebsen.

Da bietet sich eine Schüleraktion mit Taschenlampen an. Nachts dürfte sich die Gewässersohle mit den Röhrenbewohnern bevölkern.

Am letzten Oktobertag bin ich auch im ländlichen Raum der Mühlenau gewesen, wollte sehen, wie sich die Gewässerdynamik entwickelt hat und ob schon frühe Laicher am Werk waren.

Der Schattenmann ist wieder unterwegs.

Rellinger Mühlenau im Vorbeifahren – Erosionsschutz und Strukturverbesserung sehen gut aus, die Lenkbuhnen können gern noch aufgestockt werden.

Die vor Zeiten ausgerechnet in einem Prallhang falsch rum gebaute Buhne zerstört weiter die Uferpflasterung – Abhilfe wäre einfach, wie das vorige Foto zeigt.

Zugang zu anderer Stelle.

Lichter Schatten durch Erlensaum an einem kleinen Nebenbach – führt man gerade wieder etwas Wasser.

Nächste Stelle – beidseitig ist jede Menge Rindvieh „freigelassen“. Übermütig tollen sie am noch kühlen Morgen (Raureif im Schatten) herum.

Wie gut dass da beidseitig Zäune sind – neugierig sammeln sich die Rinder.

Auf Dauer bin ich aber zu langweilig. Die Rinder beginnen ihre Rangelspiele wieder.

Sehr schön fliesst die durch Kies angereicherte Gefällestrecke, entschärft gegenüber früherer Absturz-ähnlicher Situation.

Schattenmann, vor hoher Steilböschung.

„Bioturbation“ Dank Kieszugabe – Laichfische haben im vorigen Winter zusammen mit der Strömung die natürliche Kolk-Rauschen-Abfolge initiiert, rechts die Laichkuhle, links in der Rausche entwickelten sich die Jungforellen.

Auch die aus Fischarbeit aus Lenkbuhne entstandene Kiesbank in der Kurve sieht gut aus.

Rinderneugier bachab.

Angelaichte Kolk-Rausche-Abfolge – also doch schon …

Detail – punktuell heller Kies, frisch bewegt.

Angang zur nächsten Stelle – zwei Rehe flüchten.

Auch hier ein belebtes Bild – Dank Kiesrauschen aus 2019.

Die oberste …

Und nochmal aus der Nähe.

Blick bachab.

Turbulenz im Gegenlicht.

Rausche im Gegenlicht – Totale.

Die Vorzeichen stehen gut, wir sind gespannt, was die Laichsaison November-Dezember bringt und ob April-Mai 2020 Anzeichen von Flussneunaugen-Laichern erkennbar sein werden.

Wie hier im Blog bereits am 4. April mit dem folgenden Foto angekündigt (ggf. suchen über den Kalender in der rechten Spalte), ist – wenn auch kurz vor Toresschluss – Restaurieren an der Pinnau durch ein Projekt der Metropolregion Hamburg gefördert.

Pinnau, Blick gen Norden von der Brücke Hindenburgdamm.

Es wurden mit den zu Beteiligenden der Stadt, des Wasserverbands und der Wasserbehörde zwei Prioritäten abgestimmt: Punktuelles Kiesschütten bachauf und bachab von Brückenquerungen in der Stadt und (mit verbleibendem Geld) Kiesschütten in einer Strecke der Pinnau.

Inzwischen wurden mit weiteren erforderlichen Genehmigungen vor allem im Verkehrsbereich (Sicherheit, Absperrungen, Kennzeichnung der „Baustelle“) „die Brücken“ abgeschlossen.

Pinnau, Brücke Elmshorner Straße, Blick bachauf – Tidehochwasser, erhöhter Abfluss.

Nicht beschickt wurde die Brücke Bismarckstraße, da sich das Kies-Einbringen wegen des engen Querschnitts verbietet (Hochwasserschutz).

Beispielhaft wird hier die Kiesschüttung bachauf Brücke Elmshorner Straße dargestellt – interessant, die Veränderung während der unterschiedlichen Tide- und Abflussverhältnisse zu beobachten.

Die Kiese werden in ihrer Entwicklung beobachtet. Anlass für diese Art Schüttung bietet die Anwesenheit des Fischotters in Pinneberg und das Fehlen von Otterbermen / Otterpassagen unter den Brücken (soweit nicht trocken fallende Seitenbereiche vorhanden sind, sieh an, ein 10 Jahre alter Blog-Beitrag im Link, Anwenden jahrzehntealten praktischen Wissens). Meist wollen Fischotter – so komisch sich das anhört – nicht unter Brücken hindurchschwimmen. Sie klettern am Ufer hoch und – der häufigste Grund für Otterverluste – werden beim Querungsversuch zum Wiedereinstieg ins Wasser von Autos überfahren.

Mal sehen, ob Spuren davon zeugen werden, dass die Kies-Depots zum Verweilen – und vielleicht doch Unterschwimmen der Brücken – genutzt werden. – Neuen, dreidimensionalen Lebensraum für Wirbellose bieten die Kiese allemal.

Zurück zur Brücke Hindenburgdamm.

Blick auf die Brücke, Pinnau-abwärts – freier Durchfluss, ca. Tidehochwasser, Abfluss ca. 25 cm über MW.

Dasselbe während der Ebbephase, freier Abfluss durch Mittelwasserfreie Öffnung zwischen den beiden Kiesschüttungen.

Hier hatte sich nach Schüttung ein Arbeitseinsatz als erforderlich herausgestellt. Am linken Ufer mündet ein großes Regenwassersiel (im Foto oben, gerade frei fallend). Das Kies-Depot wurde in der Höhe so geharkt, dass kein unkontrolliertes Rutschen von Material eine Beeinflussung des Regenauslasses hervorrufen kann – besten Dank nochmals an die aktiv gewesenen Angler!

Der Dank gilt auch für die rechte Uferseite (im Foto unten). Hier war die Schüttung nicht punktuell, sondern senkrecht zum Ufer erfolgt. Damit eine Beeinflussung des nahen Tidepegels minimiert bzw. ausgeschlossen ist, wurde auch dieses Depot flachgeharkt. Wie oben erwähnt bleibt der Durchlauf zwischen den beiden angepassten Depots frei, so dass mittlerer Abfluss der Pinnau jederzeit durchlaufen kann.

Freier Abfluss während der Ebbephase.

Die beiden Schüttungen bachab der Brücke Hindenburgdamm bleiben unverändert, werden beobachtet.

Die große Zahl Stockenten zeigt in ihrem Verhalten, dass wohl ein Großteil Durchzügler ist. Sie kommen nicht angeschwommen, wie das durch vermeintliche Helfer durch Füttern „konditionierte“ Enten tun. Möge das so bleiben.

Linkes Ufer, Blick bachab – die Schüttung hält das Ufer von Strömung frei. Wir werden sehen, ob sich, wie erwünscht, Ufer neu aufbauen wird.

Blick bachauf – was ist nun mit den Schüttungen aus Restmitteln in der Strecke?

Die bis Ende 2019 im Rahmen des Projekts noch finanzierbaren Kiese werden weiter bachauf, im ländlichen Raum geschüttet. „Nur“ das Wetter muss noch mitspielen.

Das war ein überraschender Abschluss mit Reiher-Treffen an der Mühlenau, vgl. voriger Beitrag!

Wir nutzten die Anfahrt aber auch, um den Kies bei Mittelwasser plus ca. 25 cm bachauf der Mühlenau-Bahnquerung sowie entlang des B-Plans Mühlenau-Quartier anzusehen.

2 Tage zuvor – Blick von der Bahnunterquerung bachauf – nach einmaligem Schaufeleinsatz, etwa mittlerer Abfluss.

In 2maligem Angang schaufelten aktive Angler Richtung Gleithang (im Foto: „von links nach rechts“). So ergab sich zum Einen Uferschutz, zum Anderen eine großflächige Kiesbank. Die wenigen höheren Abflüsse seit Schütten des Kieses hatten in ihrer Wirkung trotz guten Gefälles nicht ausgereicht, nennenswerte Mengen umzulagern. Wir wollten vor der Laich-Saison 2019 / 2020 nicht warten, ob sich Solches noch ergäbe.

So stellt sich die Situation jetzt dar. Vom 25 t Kies-Schüttkegel ist am Prallhang eine kleine Restmenge im Schüttwinkel verblieben.

Uferschutz am linken Ufer.

Und wie sieht es entlang des B-Plans Mühlenauquartier jetzt aus?

Die Mühlenau-Brücke Christiansenweg ist jüngst restauriert worden, wieder geöffnet.

Brückenblick bachab – gut erkennbar stellen sich die durch die Kiese induzierten, mittig ausgerichteten Bach-Turbulenzen dar.

Vom Wanderweg querab B-Plan, Blick zur Christiansenweg-Brücke – alles gut überströmt.

Blick bachab, Wanderweg gesichert, Turbulenz induziert, gute Überströmung – so soll es sein.

Eine der Hochwassereinstaumulden im Uferrandstreifen auf dem B-Plangelände – plangemäß spricht sie erst bei höheren Wasserständen als Stauraum an.

Wir sind auf weitere Entwicklung gespannt.

Gestern hat es teils ausgiebig geregnet. Besuch am Nachmittag stimmte zu, es sei eine gute Idee, mal in Pinneberg nach Kies in Mühlenau und Pinnau zu sehen. Pegeldaten zeigen, dass ein kleiner Peak ca 25 cm über Mittelwasser abfloss.

Hier folgt als erster Beitrag der Abschluss der Reise.

Während ich den Sonnenuntergang von der Brücke Mühlenstraße über die Mühlenau fotografiere …

… sagt es neben mir „Guck mal, wer da ist“. Also: Blitz eingestellt, wer da?!

Mühlenauwanderweg bachauf – nein, nicht „Die Zwei“. Da ist ganz links noch ein Dritter.

Die beiden Lenkbuhnen bachauf der Brücke liegen prima, gut überströmt.

Auf Lenkbuhne 3 bachauf Brücke Mühlenstraße steht ein Graureiher.

Wir gedulden uns eine Weile. Der Reiher fixiert die Strömungsturbulenzen und fischt offenbar erfolgreich kleine Schwarmfische.

Wir gehen bis zur nächsten Kurve. Auch die 3 Lenkbuhnen dort erfüllen ihren Zweck – Erosionsschutz, Strömungslenkung und strukturiertes Lebensraumangebot.

Zurück zum Auto. Als wolle er uns verabschieden, steht der Graureiher aufmerksam, uns zugewandt.

? Den wird doch hoffentlich keiner füttern !? Vielleicht ist dies, nach zugesandten Fotos von Anliegern, auch die Entwicklung „zum Haustier“. Die Kiese liefern über ihre Lebensraumstruktur massenhaft Platz für Wirbellose. Das lassen sich Fische nicht entgehen – und die Fische …

Ich erinnere mich an einen „dienstlichen“ Graureiher an der Berner Au, Bezirk Wandsbek. Dort fanden nach Bachpatenaktionen zahllose Rotaugen und Flussbarsche ihren Lebensraum. Den Reiher (vielleicht waren es verschiedene?) konnte man fast per Handschlag begrüssen.

Blick bachab. Die Brücke Mühlenstraße bietet reichlich Luftraum für Hochwasserabfluss.

Gleichzeitig ist sie mit ihrem Böschungsfuß ein Engpass, der – zusammen mit Abfluss-Einstau der Pinnau bei geschlossenem Sturmflutsperrwerk Uetersen – im Extremfall die Mühlenau so einstaut, dass der Wanderweg schonmal 50 cm überstaut wird. – Sozusagen als Erinnerung an die frühere Touristenattraktion vergangener Jahrhunderte: der Pinneberger Mühlenteich.

Die Sonne ist untergegangen. Schnell wird es dunkel auf unserer Rückfahrt nach Wedel.

 

Berlin, Oktober 2019.

Gegen 9 Uhr auf dem Weg zur S-Bahn. Blick durch die B 431-Altstadtschlucht. Die Sonne schafft es kaum durch die Wolken.

Richtung Berlin im IC, der ICE wurde ersetzt. Die Sonne kämpft weiter.

Ans Tageslicht – haben wir „das Wetter“ überholt oder ist es abgebogen?

Alles so schön bunt hier! – Gut gemachtes dreidimensionales Stadtbild auf flacher, geschlossener Hauswand.

In der Tram, vorbei an „Fridays for Future“ und herbstlich-gelbem Ginkgo nahe dem Bundeswirtschaftsministerium. Die Offiziellen dürfen gern mehr tun.

Vor dem Abholen der dritten Blondine gehen wir erstmal in der Kulturbrauerei essen.

Auch bunt – Flüssiges im Frannz.

Nahebei sammeln wir die dritte Blondine ein.

Wie schön, dass es wieder mit der Unterkunft, hoch über den Dächern von Berlin, geklappt hat.

Fernsehturm bei Nacht – schnell ist der Anreisetag vergangen.

Der Morgen danach. Das hat was, hier oben!

Ständig wechselnde Farbeindrücke.

Ich muss auch mal auf der anderen Seite gucken.

Da blinken all die angeschienenen, über den Dächern erneuerten Schornsteine und anderen technischen Anlagen.

Nach dem Frühstück – der Morgenhimmel, normalisiert.

Das Wetter bleibt gut, wir unternehmen was im Freien.

Gedächtniskirche, dem Ziel schon nah.

Wir sind im Zoo.

Schaum vorm Mund, produziert vom Unterwasserbläser. Wir sind nicht sicher, ob wir mit 5 Tieren über und unter Wasser richtig gezählt haben.

Die ultra-aufmerksamen Hyänenhunde mögen als zweite und letzte Tierart Interessantes im Berliner Zoo repräsentieren.

(Ooooh, gar kein Panda-Foto?! – Nee, ist schon im Oktober 2018 verewigt. Besser geht`s nicht. Die diesjährigen Jungtiere sind ohnehin noch nicht öffentlich sichtbar.)

Gedächtniskirche, mal nicht im Gegenlicht.

Abendlich trennen sich die Geschlechter. Die Männerrunde Ost-West fachsimpelt über Gesundheit und Umwelt, „public health“, Natur, Klima – schön dass wir diese Möglichkeit seit 30 Jahren völlig frei nutzen können.

Tags drauf, regnerisch – wie angesagt.

Marktbummel, von Kinderfloh- und Flohmarkt bis „street food“, Muffins backen und geniessen, Laterne basteln und …

… Laterne gehen, bestimmen unseren Sonntag.

Ein neuer Morgen, schon ist „Berlin“ – wohl für 2019 – für uns um.

Das waren, stark geprägt durch die Konzertbesuche Mitch Ryer & Engerling im Februar und Eric Burdon & Animals im Juni (heissester Tag ?), wieder spannende Berlin-Erlebnisse für uns.

Kein Problem. Der ICE fährt pünktlich in Berlin und auch in Hamburg ein – anderen Reisenden zu anderer Zeit geht es anders.

Wow, was Wetter! – Aber warum, hier zwischen Blankenese und Wedel, im Freien? – Nun ja, „Personen im Gleis“. Unsere S-Bahn erreicht ihr Ziel nicht, fährt zum Verbessern des Fuhrparks nach Blankenese zurück.

Aber wozu hat man Verwandtschaft in Sülldorf?!  🙂  Ein fröhliches Hallo und so kommen wir ausnahmsweise auch mal ohne ÖPNV zurück nach Wedel. Herzlichen Dank nochmals!

Die Kraniche ziehen.

… inzwischen in größeren Gruppen über uns hinweg.

Kürzlich wurde aus Mecklenburg-Vorpommern „neuer Rekord“ gemeldet. Ein Kälteeinbruch in Skandinavien habe die Vögel dort zeitgleich aufbrechen lassen.

Es scheint nun auch an der deutschen Ostseeküste kälter zu werden, täglich zahlreicher und größer werdende Gruppen begegnen uns auf unseren Radtouren, überfliegen das Wedeler Autal.

Vermutlich rastet nun ein Gutteil im Umfeld unserer früheren niedersächsischen Wohngegend.

Kraniche über dem Wedeler Autal – jetzt wieder regelmäßig zu sehen, zur Zeit in Gruppensumme von 60-70.

Richtungswechsel.

Und weiter geht`s nach WestSüdWest.

Guten Flug!

Von unserem Wohnzimmerfenster aus ins Grüne guckend erschauderte ich gestern Spätnachmittag, fragte mich, wie wer da in dünne Feldahornschüsse irgendwas Borkiges geworfen hätte. Mit Fernglas blieb das Teil borkig.

Also raus, was wird das sein?!?

Da sitzt, oben Beeren von Mehlbeere, ansonsten Grün von Feldahornschüssen, ein größerer Vogel – Ansicht von hinten.

Das ist – inzwischen von Kennern bestätigt – eine Waldohreule.

So wird auch das aufgeregte Rein- und Raus-, Hin- und Herfliegen von Elstern, Amseln, Meisen … morgens und abends erklärlich.

Inzwischen sind einige Blätter mehr gefallen. Der (mindestens gestrige) Ruheort liegt offener, ist nun offenbar verlassen.