
Blick nach unten auf den Radweg entlang der B 431, Rutschtest – gut entschieden, teils seifig-rutschig.
Hier endet der heutige Bericht. Morgen folgt der zweite Teil, Marscherlebnisse.
Posted in Elbe-Einzugsgebiet, Vögel, westlich HH, Wetter - oder was on 13. Januar 2025| 4 Comments »
Posted in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Klima, Reisen, Wetter - oder was on 12. Januar 2025| 1 Comment »
Eigentlich ist alles recht einfach – man muss nur genau hinsehen.

Der Bach zeigt – beachte: die Größe der Kühe! – „Ich liege übertief, bin für diese Wasserführung viel zu breit, daher kraftlos, bemühe mich, durch Einengen einen Stromstrich zurückzugewinnen“ (Foto aus Madsen & Tent, 2000, S.18 – 25 Jahre, Jubiläumsjahr! -, die vermittelten Inhalte gelten weiter).
Das sieht doch sehr nach „Re-Mäandrieren“ aus.
Auch im Kanal windet sich Wasser, versucht seine Naturform zu finden.
Das Sortieren von Sohlmaterial funktioniert nur, wenn die Kraft dafür ausreicht. Das habe ich im kleinen Handbuch „Bessere Bäche – Praxistipps“ die „arbeitende Breite“ genannt – im Folgenden Fotos aus dem Umfeld S. 14 / 15, Bäche basteln – leicht gemacht.

Wir übten an einem flächig sandbedeckten Teichauslauf und hatten Glück: Ein paar einengende Steine brachten Turbulenz und so kiesigen Grund zutage.

Fortgeführt bekommen wir hier eine Idee vom Mäanderbild für dieses spezielle Bächlein im Kanal (mindestens 2/3 der Sohlbreite müssen eingeengt werden).
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Und das sieht – diesmal bachab betrachtet – so aus, funktioniert, hält sich selbst „sauber“ und ist schnell lebendig besiedelt.
Die „wahre Realität“ unserer Bäche und kleinen Flüsse ist allerdings sehr viel brutaler. Regelhaftes Ausbaggern hat – wie hier im Blog häufig beschrieben – zu überbreiten, tiefer als wasserrechtlich genehmigten Profilen geführt.
Ein reines Einengen wird eine Moränensteinsohle – wegen „mindestens einer“ noch übertieferen Baggerung in jüngerer Geschichte und damit noch dickerer Sandablagerung – wohl kaum erreichen können. (Das bedeutet, neben Strömungslenkung gehört auch die Rückgabe „der gestohlenen Steinfraktion“ zur Hilfe vor Ort.)
Am Beispiel der Panke, Berlin, zeige ich hier Fotos, wie der Bach seine eigenen Anstrengungen unternimmt.

Der „Wasserbaumeister Pflanze“ hilft nach – hier: Brunnenkresse.

Nun kommen wir zum 3. „Über-“ – ÜBERsonnt: Bäche und kleine Flüssen benötigen für ihre Lebensgemeinschaften Halbschatten, der die – strukturreiche – Sohle von übermäßigem Pflanzenwuchs freihält. Die Sohle ist von Natur aus von Spezialisten (!), schwachlichtangepassten Alten, besiedelt. Standorttypische Wasserpflanzen wie Wasserstern, Merk und andere ergänzen – in begrenztem Umfang – das botanische Bild.
Hier – gucken Sie auf Google Earth nach: frei sichtbare Bäche, übersonnt – ist der Minimumfaktor Licht im Maximum. Nach den bekannten Naturgesetzen wachsen Sumpfpflanzen im Überlicht-Angebot. Nutzer im Umfeld und in der Folge der Gewässerunterhaltung geraten in – unnötigen, heftigen – Handlungszwang. „Der Bagger muss her!“ – das Teufelsrad dreht sich weiter.

Das Ziel: So, strukturiert, turbulent und licht beschattet, sollen unsere Bäche auf Moräne aussehen, um Lebensraumanforderungen standorttypischer Arten zu erfüllen.
Dass dies in Zeiten des Klimawandels um so konsequenteres Handeln bedeutet, versteht sich von selbst.
Für die Panke, Berlin, besteht – soweit der öffentliche Haushalt Geplantes zulässt – gute Aussicht auf eine positive Zukunft.
Posted in An der Elbe, Elbe-Einzugsgebiet, Reisen, westlich HH, Wetter - oder was on 11. Januar 2025| Leave a Comment »
Anradeln zum Elbdeich Fährmannssand.

Tief stehende Nachmittagssonne – der Friseur hat der im vorigen Beitrag gezeigten Kopfweide inzwischen eine Glatze geschnitten.
Wie in jüngeren Jahren erwähnt, erfolgt dies inzwischen regelhaft im Wechsel. Jeweils etwa die Hälfte der Kopfbäume bleibt unbeschnitten.

Elbdeich Fährmannssand – Nachmittagssonne über der Tide-Elbe, vorn auf dem Vorland Restwasser der vorigen, höher als normal aufgelaufenen Flut.
Wir erwarten ein schönes Wochenende.
Posted in An der Elbe, Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Reisen, Vögel, westlich HH, Wetter - oder was on 10. Januar 2025| Leave a Comment »
Zum gestrigen Beitrag „Silbermöwe und Aal“ liefere ich hier die sonnig-stürmische Anfahrt und Hafeneindrücke rundrum nach – möge dies ein wenig Sonnenstimmung in die Winterzeit bringen.

Elbdeich Fährmannssand – Spülsaum und Restwasser im Vorland der plus-1-m-auf-Tidehochwasser Flut, Graugänse.

Sehr speziell sortiertes Bruch-Reet am Sperrwerksdeich – liegt „normal“ halbkreisförmig auf gesamter Fläche.

Südblick über die Westmole – Rippelsand vom Sandstrand, große Flut-Restpfütze, Möwenrast auf höherem Gelände.
Gut Geld wird die bisherigen Pflanzen- / Bodensortierarbeit bereits gekostet haben.
Posted in An der Elbe, Elbe-Einzugsgebiet, Reisen, Vögel, westlich HH, Wetter - oder was on 9. Januar 2025| 1 Comment »
Es ist ordentlich stürmisch ringsum. Nach Tidehochwasser plus 2 m vorgestern – das darf man gern Sturmflut nennen – lag die Flutspitze gestern immerhin wieder bei plus 1 m.
Da bin ich mal wieder zum Schulauer Hafen geradelt. Die oberen Hochwasserschutztore sind weiter offen, das Hafengelände ist zugänglich.

Noch ganz schön voll – hinten rechts, die niegrig angelegte Spitze der Westmole wird noch regelhaft von Wellen überlaufen.

Die Siegerin schlingt gewaltig, muss offenbar die Beute noch eine Zeitlang durch Halsstrecken und Würgen richtig platzieren.
Das Sturmwetter setzt sich fort. Heute soll der Schnee aus Südwesten auch (in geringer Dosis) „hier oben“ ankommen.
Posted in Elbe-Einzugsgebiet, Klima, Reisen, Vögel, westlich HH, Wetter - oder was on 8. Januar 2025| Leave a Comment »

Oha! Wohin man auch kommt, die Lustigen Holzhackerbuam waren oft schon da – leider allzuoft mit fragwürdiger Arbeitsauffassung. Landschaftsprägendes ist vollkommen verschwunden.
Das sind wohl Versprengte von der Böllerei.

Auf der Deichkrone, Blick Wedel – ich wiederhole es wieder „Nein, die Elbe ist keine Wetterscheide!“, sagen die Spezis.

Weiter, querab NABU Vogelstation – vorn voller AltMäander, hinten über der Geest ergiesst sich eine Regenfront.
Das hat wieder mal geklappt, unmittelbar vor dem nächsten Guss.
Danke dafür!
Posted in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen, Wetter - oder was on 7. Januar 2025| Leave a Comment »
Die kürzlich in der Panke, Berlin, gesehene Buschweide führt zu diesem Beitrag – Ansichten von Pinnau und Krückau ergänzen.

Krückau – von beiden Ufern senken sich Buschweiden zunehmend in den Hochwasserabflussquerschnitt – vorn erhebliche Ufererosion Richtung Wanderweg.
Zwei weitere Themen, „dunkle Gesamtbeschattung“ und Erosions-Gefahr an den Ufern wegen nur flacher Wurzelausprägung im nassen Boden. Einzig die Erle ist in unserern Breiten als Uferschutz geeignet, da sie ihre Wurzeln bis unter Wasserhorizonte wachsen lässt. Andere Tiefwurzler, wie z.B. Eichen, stoppen im Wasserhorizont, bilden flache Wurzelteller – kein Erosionsschutz an Gewässern, Sturmwind-gefährdet.

Die Panke-Berlin-Variante definiert bereits den gesamten Abflussquerschnitt mit ihren mehrjährigen Ästen, staut ein. Der Bachquerschnitt ist inzwischen überbreit.

Aufwärts zeigt sich eine angemessenere Bachbreite (die Panke ist bei Mittel- und Niedrigwasser ein Winz-Gewässer).

Hier wieder Überbreite – der Bach wirkt als Sandfang. Die Sohle ist lebensfeindlich, macht die positive Wirkung des lichten Erlenschattens zunichte.
Gegen die Negativaspekte bestehen Handlungsmöglichkeiten aus Holz oder Kies – sowohl für den Einstau als auch für die Sohlstruktur. Die werde ich mit den Verantwortlichen besprechen.
Posted in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Klima, Reisen, Vögel, westlich HH, Wetter - oder was on 6. Januar 2025| Leave a Comment »
Mir sind die Wege ringsum nicht geheuer – erstmal vorm Radeln das Umfeld erkunden.

Während auf der Geest und anderswo in Windschattenpfützen bereits Amseln baden, bleiben Marschpfützen noch fest.
Für die Nacht wurde eine Schnee-, dann Regenfront mit heftig ansteigender Temperatur gemeldet.

Hetlingens „Indikator SchachtRingGraben“ füllt sich. (Pegel zeigen, die Bäche laufen bei mittlerem Hochwasser. – Die Nacht hat „was gebracht“.)
Ab morgen kommen wir wieder in winterlichere Temperatursituation – wenn man in Zeiten des Klimawandels von sowas sprechen kann. („Die Winter sind auch nicht mehr, was sie mal waren!“) 🙂
Posted in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Hölzchen und Stöckchen, Totholz, Reisen, westlich HH, Wetter - oder was on 5. Januar 2025| Leave a Comment »
Auf dem Rückweg von Heidmühlen fahren wir einen Nebenbach im Pinnau-Einzugsgebiet an.

Erlenwurzeln, Mangroven-ähnlich – Hinweis der Natur auf langzeitige Entwässerung und erhebliches Absinken anmooriger Böden im Gewässerumfeld.

Die Erlenwurzeln sichern gutes Niedrig- und Mittelwasserprofil. Bachtypische Turbulenz bleibt garantiert.
Hier bietet sich die Möglichkeit, mit Holz oder „Stein“ den Lebensraum wieder entstehen zu lassen – durch Strömungslenker aus Kiesen oder / und mit Treibselsammlern.
Wir werden das klären.

Turbulente Breite auch in diesem Übergang mit Wiesenbereich – ein beispielhaft lebendiger Bach auf weiten Strecken.
Inzwischen geht die kurze Schneeperiode ihrem Ende entgegen. – Mögen wir alle dem angesagten Glatteis heil entkommen.
Posted in Elbe-Einzugsgebiet, Gewässerschutz, Klima, Reisen, Vögel, Wetter - oder was on 4. Januar 2025| Leave a Comment »
(Keine Sorge, liebe Leserinnen und Leser meines Blogs, die „Spezialitäten“ zur Panke, Berlin, kommen auch noch dran.)
Ein Neujahrsgruß mit (unter anderem) einem Drohnenfoto einer Fließgewässerrenaturierung liess mich zum Telefon greifen – ja, ein Spontanbesuch sei möglich.
Die Vorhersage versprach mehr.

Auf der Autobahn – voller Einsatz. – Die stauende Schlange hinter den Streufahrzeugen war von sichtlich Gestörten gekennzeichnet.
Dementsprechend berichten die Nachrichten von einer Vielzahl Unfälle.

Blick auf wichtige Details: Sehr schön, über „reines“ Baggern hinausgehend – vorübergehende Stacksicherung, Einbauten, Turbulenz, Initial-Pflanzung.

Wohl dem, der Fläche hat! Vorausschauender Landkauf mit nachfolgendem Flächentausch ermöglicht solche Auenentwicklung.
Den – leider in so gut wie allen Bundesländern allzu wenigen – Akteuren der guten Leistung gilt meine Hochachtung!

Winterlich – wo Erlen sind, sind Schwärme des Erlenzeisigs nicht fern („Zwitscher, zwitscher ! ! !“).

Initialpflanzungen – mit dem Frühjahr werden „auf der Baustelle“, freiem Rohboden, massenhaft Samen keimen.
Zeit und Wetter passen – wir gucken noch in einen Wohnort-näheren Bach. Beitrag folgt.
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