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Archive for the ‘Vögel’ Category

So ein 50-Jahre-Jubiläum will gut begangen sein. Wir haben uns eine Hamburg-Tour mit Altem und Neuem zum – im wahrsten Sinn des Wortes – Begehen vorgestellt, lockerer Rahmen, kein Stress.

Wir sind mit S-Bahn und Schienenersatzverkehr (vgl. voriger Beitrag) angekommen, zwischen Bahnhof HH-Dammtor und Eingang Alter Botanischer Garten (in English).

Wir bewegen uns da in uralten Verteidigungsanlagen, den Wallanlagen, für deren Herstellung die Stadt Hamburg über Jahre ein Viertel ihrer Einnahmen aufwendete. „Planten un Blomen“ ist ebenfalls Teil dieser heute beeindruckenden Parkanlage.

Herbstliche Temperatur, strahlend blauer Himmel – beim Betreten des Alten Botanischen Gartens begrüßt uns ein Farbspektakel.

Herbstfarben mit Krähe.

Blick zum Fernsehturm – kaum glaublich, dass der seit Jahrzehnten verfallend rumstand. Nun spricht man von Instandsetzung bis hin zum sich drehenden, luftigen Café. Man los, Hamburg!

Das CCH, Congress Center Hamburg – vor 50 Jahren im Bau, dieses Jahr nach 5jähriger Totalsanierung / Restaurieren wieder in Betrieb.

Herbstspiegelung in den Wallgräben – kleine Reste der früher wichtigen Schutzanlage, heute wesentliche tiefliegende Bereicherung des abwechslungsreichen Geländes.

Herbstspiegelung, Detail.

„Groß sind die Bäume geworden in den vergangenen 50 Jahren!“ meinen wir. Seinerzeit waren sie allerdings auch schon, gemessen an Menschenhöhen, groß.

Wallanlagen, Buchenpartie – die teils natürlichen, teils menschengemachten Höhen sind wesentliche Ursache des abwechslungsreichen Gelände- / Parkeindrucks.

Ein Wassermann – oder welch anderer König …

Herbst-Gelb, baumgerahmt.

Und wieder Spiegelung – links oben, hoch zu Ross ein Kaiser. – Nein, den wollen wir nicht „wiederha`m“.

Wir nähern uns dem vorgesehenen Ausgang.

„Der Michel“, St. Michaelis, weist uns den Weg.

Langes, illustres Astwerk.

Die Eisbahn, in Betrieb – man glaubt es kaum, im Herbst 2022 bei Temperaturen über 10 Grad.

Und raus sind wir.

Es folgen noch zwei kleine Beiträge zu diesem Spaziergang zwischen den alten Verteidigungswällen – ein paar Vögel und ein paar Gebäude als Thema.

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Eine alte Route Richtung Elbdeich, neu entdeckt – Eichenallee Idenburg in der Hetlinger Marsch.

Herbsthimmel bei stürmischem Südwestwind.

Vor dem alten Elbdeich, Hetlingen, äsen Nonnengänse, ein paar andere am Rand.

Geschützt durch einen lichten Knick stehe ich nicht weit entfernt.

„Immer schön aufpassen!“ ist gleichwohl die Devise.

Weiter entfernt steht ein Silberreiher.

Gut bewacht äst die Gruppe weiter.

Auf dem Elbdeich Hetlingen – Wolken jagen über den Himmel, die Sonne lässt die Elbe glitzern.

Im Deichvorland – Reet und junger Tide-Auwald.

Reet und Binsen im Deichvorland.

Binnendeichs, Giesensand – die Rinderherde kommt gestiefelt daher – im Hintergrund eine größere Gruppe Nonnengänse.

Der Papa ist auch dabei …

Die hochreichende Stiefelung erklärt sich beim Betrachten zweier Spätankomenden (kein Foto). Die queren ein Marschgrabenende, das wegen offenbar höheren Flut-Einstaus im angestammten Querungsbereich tiefgründig aufgeweicht ist. Die beiden Halbstarken haben sichtlich Mühe, sich aus dem Modder herauszukämpfen.

Bereits beim Betrachten der Nonnengänse fällt mir dieses Jahr auf, dass sie zusammen mit Blessgänsen auftreten – hier eine gesonderte Gruppe.

Das habe ich in früheren Jahren so nicht erlebt – seinerzeit Nonnengänse „in Reinkultur“, von Graugänsen geradezu gemieden.

Dieses Jahr scheinen Blessgänse hier bei uns etliches häufiger aufzutreten als in den Vorjahren.

Fährmannssand, Deichkrone – die jagenden Wolkenwürste ziehen genau vor der Sonne. – Gemein!

Die Vordeichherde steht im stürmischen Wind dicht zusammen (Foto vom Vortag).

Landseits der langen Buhne ziehen Graugänse vorbei.

Weit geht der Blick über Süßwasserwatt, Tide-Elbe, niedersächsische Marsch bis zur Stader Geest am Horizont.

Auf nach Hause.

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Nachdem wir mit dem Hamburger Familienableger ein vogelreiches Erlebnis Ende Oktober in der Vogelstation Wedeler Marsch hatten, wollten auch unsere Berliner Besucherinnen Anfang November dort einen Besuch abstatten.

Ich radele an, um ggf. – wie beim Vorbesuch praktiziert – die per Auto antransportierte Rollerin vorweg zum Ziel zu begleiten.

Hoch, auf den Hetlinger Elbdeich – diesmal ist die Sonne verhangen, sssteifer Südwind hält die Temperaturen gefühlt im einstelligen Bereich.

Die Elbe glitzert auf dem Tidehochwasser-bedeckten Süßwasserwatt.

Silbriges Schilfröhricht im Gegenlicht.

Von See her bewegt sich scheinbar eine Hochhaus-Silhouette Richtung Hafen Hamburg.

Dazu wird es einen extra Beitrag geben.

Tief unter mir, schon ein gutes Stück voraus, sind die Rollerin und die beiden Wandernden Richtung Vogelstation unterwegs.

Langsam, aber sicher, kommen wir voran – die Strecke von Hetlingen aus ist doch lang. Am weit entfernten Horizont quert, optisch hinter einem Heu-transportierenden Trecker und den Fährmannssand-Pappeln, bereits die Hochhaus-Silhouette.

Fast geschafft – auf der Nachbarweide zur Vogelstation wundern sich Rinder über die Anwandernden.

Komische Neugierde – uaaah, neeee -, mit den Berlinerinnen wollen sie doch nichts zu tun haben, flüchten geradezu.

In wallgeschützten Zugängen gehen wir nach und nach die Beobachtungshütten an.

Diesmal sieht die Vogelausstattung ganz anders aus und verhält sich anders als beim vorigen Mal, s. Link vorn – hier: Kormoran, Gänse.

Ganz hinten, hinter einem sich trocknenden Kormoran, halten sich Säger und Enten auf (wie sich später bestätigt, noch raten wir ein Bisschen).

Im Lauf der Zeit kommt Bewegung auf, hier landet schonmal eine angeflogene Gans.

Wer Zeit mitgebracht hat, tut gut daran, auch Verpflegung dabei zu haben.

Wechsel zwischen Beobachtungshütten – ein Erlebnis für sich. Diesmal sind es diverse Schneckenformen, die die Forscherin beschäftigen.

Blessgänse vorn.

Stockenten und trocknende Kormorane.

Lange gerätselt, da der Kopf, abgewandt, kaum klar erkennbar war …

… doch, ein Höcker-, kein Singschwan.

Verhangene Morgensonne, weiterhin.

Der Höckerschwan meint, da wir ihn nun erkannt haben, könne er …

… abziehen.

Immer wieder ziehen kleinere Gruppen Nonnengänse über die Station – wir gehen ins Haupthaus.

Professionelle Optik kann hier intensiv genutzt werden – je nach Wunsch mit oder ohne fachliche Erläuterungen.

Und wieder Blessgänse.

Von hier, mit ausgezeichneter Vergrößerung, bestätigen sich die Säger,die wir am Anfang am Gewässerrand vermuteten. Auch ganz spezielle Enten, von Laien und Halblaien namentlich schnell wieder vergessen, erkennen wir nun.

Schnell verging die Zeit. Angesichts der doch langen Strecke biete ich an, den Pkw aus Hetlingen zu holen und den 3en (Vorteil: verkürzte Wanderung), rumgefahren nach Fährmanssand zu bringen.

Im Stechschritt gen Hetlingen, Heuhafen … – größere Schwärme Nonnengänse queren meinen Weg, von der Elbe her auf Hinterdeichwiesen.

Eine Rabenkrähe quert in umgekehrter Richtung, Radler und Wanderer auf dem Deich. Von Stade her naht Großes – folgt im nächsten Beitrag.

Fährmannssand – das E-Mobil ist übergeben, ich gucke mir noch einen anderen Flieger, ungefiedert, an, der von Finkenwerder gestartet ist.

Jetzt aber nach Hause, Mittagessen wartet.

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Wer nicht zum Oktoberfest nach München fährt, den Massenauflauf, das Brimborium scheut, aber das eine oder andere Zubehör gelegentlich zu schätzen weiss, bleibt auch im Norden nicht unversorgt. So gibt es auch hier Oktoberfest(wochen), gelegentlich Wiesn-Wochen genannt – und die finden im Gegensatz zu München im Oktober (und nicht im September) statt.

Oktober 2022 – (fast) vorbei.

Im Grenzland HH – SH liegt (nicht nur) eine Waldschänke. Mindestens eine davon bietet zu „Wiesn-Wochen“ Besonderheiten zusätzlich zur normalen Speisekarte.

Wenn`s passt, nutze ich das. Mein Umfeld geht leicht kopfschüttelnd darüber hinweg.

Vor 2 Wochen war es dann soweit, alles, auch das Wetter passte.

Unter Herbsthimmel ging es in Wedel los.

Vorbei an bunten Herbstfarben, die da noch leuchtendes Rot aufwiesen, das inzwischen längst gefallen ist.

Nonnengänse zogen bereits regelhaft von Nordosten an.

Gründach, Rand des Klövensteen – für diesen Mittag habe ich meinen Platz gefunden.

Erstmal ein Bier (ich verzichte auf das bayerische).

Der Horizont ist himmlisch.

Himmlische Heerscharen ziehen durch – das Trompeten der Kraniche schallt kilometerweit.

Statt Sauerkraut gibt`s auf besonderen Wunsch gern Salat – lecker!

Anstelle eines Fotos der HH-SH-Haxe verlinke ich zum Erlebnis in Berlin (gern bei Anfahrt genossen). – Ich war einfach zu schnell mit Messer und Gabel dabei – will das Gemetzel hier nicht abbilden. [Wer meinen Metzgerei- / Biologen-Hintergrund kennt, weiss, dass da selbstverständlich kein Gemetzel, sondern sauberes Zerlegen auf dem Teller stattfindet / stattgefunden hat.]

Wie erwartet hat sich das Anradeln zum gewählten Ziel gelohnt.

Ich verlasse hoch zufrieden den von Buchen-bunt und Kiefer geprägten Ort.

Ein verlängertes Nach-Mittag-Radeln entlang des bunten Rands des Klövensteen passt gut zum Geschehen.

Vorbei an reichlich frisch geschlagenem Holz …

Birken-Gelb.

Und da steht auch das Männlein im Walde – ein Prachtkerl.

Und im Agrarraum – Orange. Keine Bange, mal kein Glyphosat! Ausgewachsener Spargel, inzwischen gemäht, die Reihen werden für die nächste Saison vorbereitet.

Die Uhren sind umgestellt, der November naht.

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… Nonnengänse.

Seit Monatsbeginn ist ihre Zahl ständig angewachsen.

Na ja, voll war das eben nicht.

Schon voller.

Diese steuern das Deichvorland Fährmannssand an.

Anderer Tag, anderes Gewimmel – über Niedersachsens Elbufer.

Dies sind „unsere“, aufgescheuchte Nonnengänse über Giesensand.

Ruhiger, über der Vogelstation Wedeler Marsch, bald landend.

Und immer noch zieht es hoch am Himmel …

Neue Großformationen, die offenbar fernere Ziele im Südwesten ansteuern.

Unterschiedliche Bilder, ob am Himmel, auf dem Wasser oder an Land werden uns das kommende halbe Jahr begleiten – bis die Nonnengänse wieder in ihre Brutgebiete ziehen werden.

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Langsam radele ich … – auf großflächigem Acker mit frisch keimendem Grün hinterm alten Elbdeich …

… fällt mir eine charakteristische Silhouette auf.

Auf so freiem Gelände hält sich dieser Vogel doch eigentlich nicht (so gern) auf?

Immer näher kommt das Tier. Vielleicht liegt es am noch 3-dimensional stehenden Blühstreifen zwischen uns, dass noch Ruhe herrscht?

Kupfern leuchtet der Fasanenhahn in der Morgensonne. – Jetzt hat er aber doch etwas bemerkt, wendet sich ab.

Er sichert links, sichert rechts, wird immer höher …

… bis er dann meint, dass es genug wäre.

Flach zieht er schnellen Schrittes nach links weg, nicht ohne sein typisches „Pött pött“ erschallen zu lassen.

Dann kann ich meine Tour ja im Normaltempo fortsetzen.

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Wir hatten an einer übertiefen und -breiten sommertrockenen Bachstrecke punktuell Kiesdepots zum Schutz von Nutzland sowie als neues Lebensraumangebot jeglicher Organismen angelegt, die Sohle leicht erhöht.

Zwischen intensiver Agrarnutzung und Wald.

Erosionsschutz durch Kies-Depots zu Nutzland – Hochwässer werden zeigen, wo der Bach den Kies hinhaben möchte (Sohle und gegenüberliegendes Ufer punktuell leicht stabilisiert).

Wasserskorpion in Restwasser – je nach Intensität und Dauer der Sommertrockenheit erobern zeitweise nur anfliegende Insekten solche Strecken.

Während wir arbeiten, ziehen Kraniche heran …

… und weiter.

Punktuelles Anpassen der übertief eingeschnittenen, eintönigen Gewässersohle.

Rohrüberfahrt – gut geeignet für Kiestransport durch den Bach.

Jetzt brauchen wir nur noch Starkregen …

Nach Wetterbericht müssen wir an dieser Strecke so bald nicht nachsehen.

Aber wir haben ja bei geringerem Abfluss als Mittelwasser andernorts Treibselsammler angelegt. Da lohnt sich die Nachschau nach etwas Regen, bei ca. mittlerem Abfluss vermutlich.

Hainbuchen – der Herbst schreitet fort.

Einer der älteren Testsammler – gut zu erkennen, wie hier durch neue Stillwasserbereiche mit vorübergehender Laubablagerung Speisekammern für Gewässerorganismen entstanden sind.

Auch die neuen Treibselsammler sehen vielversprechend aus, sammeln, lenken.

Herbst-Aspekt, 5 von 8 Sammlern – gute Strömungsentwicklung zu mittiger Turbulenz und seitlicher Ruhe.

Detail – sammeln, lenken, Turbulenz erzeugen.

Auch die einige Jahre alten Kieslenkbuhnen erfüllen weiter ihren Zweck.

Turbulenz erkennbar bei mittlerem Abfluss. Das verstärkt sich bei höheren Abflüssen, konzentriert die Kraft durch Lenken und hält sie von genutzten Ufern fern.

Deutlich erkennbar: Neu geschaffene Tiefenvarianz im Querschnitt, zeitweiliges Aufhalten von Blättern, Turbulenz in der mittig gelenkten Strömung.

Wir sind gespannt, wie sich die Entwicklung nach den zu erwartenden Hochwässern zeigt – und wie wir die anstehenden Laichzeiten von Forellen und Neunaugen erleben werden.

Den Heidelibellen ist das egal. Sie nutzen, hier im Tandem rotes Männchen, graublaues Weibchen, die letzten Tage ihrer Flugsaison und legen ihre Eier, teils an feuchte Uferstellen, teils über freiem Wasser.

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Herbstgelb – auf der Geestkante ein Stück entlang B 431, in die Helgolandstraße abbiegen, runter in die Marsch.

Fährmannssand ist unser Treff. Wir wollen zusammen an und in der NABU Vogelstation Wedeler Marsch nachsehen (Achtung: In der Woche Öffnungszeiten beachten), was Stand- und Zugvögel gerade so treiben.

Im Morgenlicht sehen wir einige hundert Nonnengänse auf einer Weide querab Obst-Paradies.

Erstmal gucken wir von der Deichkrone Fährmannssand zur Wasser- und niedersächsischen Uferseite rüber.

Fährmannssand – Deichkronenblick auf Deichvorland, Süßwasserwatt und Elbe.

Blick übers Süßwasserwatt – Wasserschutzpolizei auf der Elbe, ein Priel liegt (noch) frei.

Von hier geht es nun rollernd, radelnd und wandernd (1 + 1 + 3) auf der Deichverteidigungsstraße weiter Richtung Ziel.

Eingang Vogelstation – Hunderte Nonnengänse überfliegen, von der Elbe den Deich überquerend, die Marsch über der Vogelstation.

Gleich vom ersten Beobachtungshaus aus sehen wir 2 plus 6 Silberreiher, dazwischen einen Graureiher.

Hier ist was los!

Auf einer der gerade wieder vom Aufwuchs befreiten Kiesinseln sitzen trocknende Kormorane, Sturmmöwen, Blessgänse und etliche Kiebitze.

Fischende Kormorane, Sturmmöwen warten auf ihre Chance, hinten Enten.

Jagd-Formation.

Die gut 20 anwesenden Silberreiher sind ganz aus dem Häuschen, folgen dem Jagen durch steten Platzwechsel – irgendwie, irgendwo muss für sie doch auch etwas abfallen bei solchem Treiben.

Aufgeregte Silberreiher, in der Luft eine Gruppe Kiebitze.

Silberreiher, einige Kiebitze, Kormorane.

Wir sind in eine andere Beobachtungshütte gewechselt – rechts an der Kiesinsel ein Kanadaganspaar.

Auch hier aufmerksame Silberreiher, Gänse, Enten.

Ordentlich was los, fortwährend – Kormorane, Silberreiher, Sturmmöwen.

Trocknen der Kormorane, Grau- und Silberreiher, Enten.

Wir rollern bzw. radeln zurück nach Fährmannssand.

Herbsthimmel, hoch über der Deichkrone – tolles Erlebnis!

Unsere 3 Fußgänger, von denen eine sich in eine Radlerin verwandeln wird, 2 mit der Rollerin per Pkw nach Hause fahren werden, „nahen“ – noch fern, am Horizont.

 

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Das Morgenlicht taucht in Berlins Straßenschluchten.

Unten leuchtet es herbstlich, noch beblättert.

Morgenlicht auf nördlicher Nebelkrähe …

… und auf südlicher.

Alles will aufgeräumt sein. Spannungsfoto nach dem Abwasch.

Noch ein Bisschen Berliner Oberflächenspannung in – vergänglicher – Kugelpackung.

Am Boden – 2 Fahrräder, in Gegenrichtung und unterschiedlicher Qualität.

Die Tram bringt uns zum Hauptbahnhof, der ICE ist pünktlich.

Landschaft huscht unter hohem Himmel vorüber.

Schon Ludwigslust … – vorbei.

Im ICE – Herbstbunt-Genuss.

Pünktlich in Altona, jetzt in der S-Bahn weiter gen Westen – historischer Holzbau auf dem S-Bahnhof Othmarschen.

Überraschung, wir steigen eine Station „zu früh“ aus – Hamburg-Rissen.

Hier hatten wir – statt Angang oder Anfahrt in Wedel – aus Baustellengründen unser feuerrotes E-SpielMobil geparkt.

Wusch … sind wir zu Hause.

Die nächste Berlinfahrt ist bereits gebucht.

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Auf langjährige, vielfache Versuche, Interessierte am Berliner Gewässerschutz mit hands-on-Aktivitäten zu beteiligen, tat sich etwas.

Das Aktionsnetz Kleingewässer durfte nach erforderlichen Vorabstimmungen zum ersten experimentellen Start an den Packereigraben einladen. Da wollte und sollte ich hin.

Herbstmorgen, hoch über den Dächern von Berlin.

Morgensonne in Straßenschlucht – gleich geht`s zur Tram.

Nebelkrähe auf Beobachtungsstation.

Tramstrecke erfolgreich bewältigt – oha, wo bin ich denn hier gelandet ! ? !

Der Nordbahnhof sieht ja von aussen ganz passabel aus …

Aber, gelinde gesagt: In Hamburg haben die Verantwortlichen im Öffentlichen Nahverkehr (und seien es die in Sachen ÖPNV nicht gerade hervorragenden Bundesverkehrsminister) in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrmals Bahnhof(-auch-innen)-freundlicher-Gestalten geübt.

Ich muss raus – aber nicht des Inneren wegen, oder vielleicht doch: in einer bauenden Stadt findet sich immer ein Blindgänger, so auch an diesem Morgen. – Streckensperrung.

So kann ich den ansonsten per Tramvorbeifahrt verpassten Plantsche-Spielplatz im Park einmal näher ansehen.

Holde Weiblichkeit sammelt mich – auf ihrem Weg anderswohin – ein. Danke dafür!

Wir peilen mein Ziel „Waidmannslust“ in einem sharing-e-Mobil an.

Super Sache, das – gefunden!

Gute Ausschilderung, der Packereigraben liegt nahebei, voraus.

Und da sind sie, die Aktiven.

Der Packereigraben – ein Canyon in einer Großstadt, wie vom Menschen hingerichtete Gewässer halt so aussehen. – Trockenzeiten … Das Wasser täuscht, ein Bisschen steht, so gut wie nix fliesst. Niedrig(st)wasser.

Wie die Erfahrung zeigt (Leserinnen und Leser des Blogs wissen es längst), ist hier Hilfe möglich.

Leider konnte der Kies nicht als Direktschütten verarbeitet werden – Big Bags.

Gutes Material.

Erlen stehen zur Pflanzung bereit.

3 Experimentierstrecken sind vorbereitet, hier Nr. 1, z.B. durch Seitwärtslegen dichter Falllaubdecke auf dem Boden.

Dann kann`s ja auch mit dem Kies losgehen.

Erste Schubkarren werden entleert, ggf. mit kräftiger Unterstützung, so der Halt vor Ort und sicheres Kippen dies erfordern.

Aufgabenteilung ist angesagt angesichts diverser Themenschwerpunkte – hier: tiefes Umgraben, um alle Rhizome des Japanischen Knöterichs zu entfernen.

Ein erster Treibselsammler ist angelegt.

Ein zweiter ist in Arbeit.

Die Treibselsammler werden im Umfeld mit Kies gesichert.

Dies, alles im Bereich Mittel- bis Niedrigwasser [da ist ja aktuell gar kein Wasser, sieht nur ein wenig danach aus], befindet sich in seiner Experimentierphase. Alle Beteiligten wollen das Verhalten des Gewässers bei wechselnden Abflüssen kennenlernen. Wo möglich, ggf. nötig, kann „im lernenden System“ ergänzt, verbessert werden. –

Den wichtigen Lebensraum Gewässersohle fassen wir in der späteren Entwicklung an (derzeit aufgrund übertiefen Baggerns vor allem Faulschlamm).

Blick von der Brücke bachauf.

Wie im Verkehr, im Umgang mit Fahrzeugen: Sicherheit! Schulterblick nicht vergessen! 🙂

Blick über`n Bach – Wallensteins Lager.

Muss sein – Pause!

Und es geht weiter voran – Blick zur Brücke.

Auf zu den Strecken 2 und 3 – Treibselsammler und mehr.

Strecke 2, Treibselsammler ausrichten.

Treibselsammler, fertig.

Strecke 3, Vorbereiten des Erlenstandorts.

Die Erlenpflanzerinnen holen weiteres benötigtes Material.

Das Werk nach Fertigstellung – Boden unterfüttert, Erlen gepflanzt, mit Pflanzpfahl und Kies gesichert. So soll es sein.

Alles ist gut im Gang – ich muss los.

Zwischendrin gab`s noch ein Gruppenfoto.

Besonders gefreut hat die Aktiven, dass Frau Bezirksstadträtin Korinna Stephan ihr Interesse am Lebensraum Bach sowie an der Arbeit so vieler Engagierter durch Pflanzen einer Erle zeigte.

Die symbolische Erle des Bezirksamts Reinickendorf von Berlin.

Ein kurzer Abschlusskommentar am Abend berichtet vom Fertigstellen aller Arbeiten. Der Dank gilt allen Beteiligten, nicht zuletzt auch dem benachbarten Kleingartenverein für tatkräftigen Einsatz bei den Abschlussarbeiten!

Nun sind wir alle gespannt, was wir im weiteren Verlauf von den 3 Teststrecken lernen. Möge es aufwärts gehen mit und in den Berliner Kleingewässern.

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