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Archive for the ‘Reisen’ Category

Seit Jahren war vom amtlichen Fischartenkartierer bekannt, dass ein früher regelhaft genutztes Laichbett von Meerneunaugen wegen Versandung unbrauchbar geworden war. Erosionssand und strukturloses überbreites Bett, die üblichen Verursacher, lagen auf der Hand. Die niederschlagsarmen Jahre seit 2018 verschlechterten die Situation weiter (allzu kraftloser Bach). Alle Einzuschaltenden wussten Bescheid, Lösungsansätze wurden positiv zur Kenntnis genommen – gleichwohl, es kam zu keiner Abhilfe.

Nun wurde mit Unterstützung durch den Flächennutzer der Versuch gestartet, mit Strömungslenkern aus Kies den im Anstrom der früheren Laichstrecke liegenden Prallhang und seine sporadisch vorhandenen Jung-Erlen punktuell zu entschärfen, die Strömung turbulent mittig zu leiten.

Angesichts die Fläche durchweichenden Nachtregens neulich wurde der Arbeitszeitpunkt etwas verschoben, damit arbeitendes Gerät keinen Flurschaden erzeugt.

Anfahrt – das lässt sich gut an!

Angang – fast nicht zu erkennen, der rote Punkt im Grün (da, wo im linken Drittel eine Kerbe im Baumbestand existiert) ist mein Ziel.

Da kommen Trecker und Mulde, 16 t Kies geladen.

Rangieren …

Einweisen …

Positioniertes Teilschütten – bis zum Abwinken.

Wir haben vorher 3 Hauptpunkte im Anstrom und in der Aussenkurve bachauf des früheren Laichbetts ausgewählt. Je nachdem, wie viel Kies die „schlucken“ würden, hatten wir optional bis zu 3 weitere Punkte im Sinn.

Es wird so geschüttet, dass jeder Lenkpunkt gleichzeitig benachbart aufkommendes Erlenwachstum schützt. Dabei wird der eigentliche Baumstandort frei gehalten.

Da tut sich etwas. – Vortex-Turbulenz, belüftet den Bach, strudelt in der Sohle Feinmaterial weg.

Im Detail – sich ständig verändernd.

Totale – mittig, die Ufer nicht anströmend, sollen die Lenk-Depots wirken.

Das sieht gut aus.

Schnell ist der letzte Kies geschüttet.

So kann ein Depot passend liegen.

An einer Stelle wird Material genutzt, eine „Unterwassernase“ – leicht gegen die Strömung gerichtet („inklinal“ sagt der Fachmensch) – eine Lenkbuhne entstehen zu lassen.

Vortices im Abstrom – passt!

Jetzt müssen wir über den Winter den Durchblick behalten. – Dieser wird durch Herunter- und Wegfahren der Mulde zum vergehenden Erlebnis.

Letzter Blick – wir sind gespannt.

Oberflächlich betrachtet könnte man fast meinen, hier sei garnichts geschehen …

Wir werden uns auf dem Laufenden halten. Leicht kann, so nötig, händisch nachgearbeitet werden. Eventuell stellt sich heraus, dass zusätzliche Aktionen zum Erreichen des angestrebten Ziels erforderlich sind.

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Über die Möglichkeit, Gefällesprünge auf kurzer Strecke zu nutzen, natürlichere Verhältnisse auch in von der Kulturlandschaft bedrängten, kanalisierten Bächen und kleinen Flüssen herzustellen, steht hier im Blog eine Reihe von Beispielen.

Viele solcher Gefällesprünge entstanden vor Zeiten durch Anlegen von „Kulturwehren“ aus unterschiedlichem Anlass. Nachfolgend wurden diese punktuellen Abstürze vielerorts etwas gelindert, indem Raue Rampen das Gefälle über eine relativ kurze Strecke mit hoher Steilheit aufnahmen. Es resultiert meist ein „scharfer Schuss“, stark turbulent und schnell fliessendes Wasser, das die ex-Wandersperre Wehr für Fliessgewässerorganismen nur unvollständig passierbar macht.

Das Aufteilen des Gefälles über längere Strecke durch Rausche-Kolk-Abfolgen kann hier helfen.

Das gilt auch für häufig bachab von Brücken anzutreffende Gefälle (oft genug startend mit einem verschärfenden Erosions-Strömungsabriss von den Brückenfundamenten).

An der Bilsbek, Einzugsgebiet Pinnau, sprachen wir über solch eine Strecke zuletzt im Frühjahr 2023, mit Verabredung zu einem Entschärfungstest.

Frühjahr 2023, Blick durch die Straßenbrücke – ja, da ist ordentlich Schuss drauf.

Blick bachab der Brücke – diese kurze Schussstrecke kann für mehrere Rauschen genutzt werden.

Nachdem alle Beteiligten zustimmten und die Befahrbarkeit des Geländes geklärt war, konnte dieses Startvorhaben jüngst realisiert werden.

Ich komme etwas später (nein, nicht mit dem Trecker – an dem gehe ich vorbei) …, Ziel Bilsbek, bachab Bundesstraße.

Die Aktiven sind schon ordentlich zugange, wissen, was zu tun ist.

Beim Feineinweisen (Wort mit 3 „ei“ !) werden die seitlichen Uferschutzpartien und -depots im Anstrom mittig mit einer dicken Kiespackung versehen.

Diese Packung nutzen erfahrungsgemäß Kieslaicher wie Meerforellen und Flussneunaugen begeistert und erfolgreich.

Rausche fertig, Depot im Anstrom, bachab Platz für von Hydraulik und / oder Kieslaichern in Bewegung gesetzten Kies.

Blick bachauf, der turbulente, freie Anstrom ist entschärft, aber weiter gewährleistet – wichtige Grundlage für die Akzeptanz.

Blick bachab – freier Abstrom in Richtung der vorgesehenen zweiten Rausche.

Weiter geht`s, um bachab die zweite Rausche anzulegen.

Kies genug haben wir, auch wenn der Haufen zusehends kleiner wird (oben, im Hintergrund steht das Transportgerät für den Bagger).

Restmaterial wird genutzt, den Uferschutz, ggf. als nutzbares Depot, höher anzulegen.

Nach Fertigstellen auch der zweiten Rausche wird der Schüttplatz maschinell und händisch geräumt.

Fahr- und Arbeitsspuren werden geglättet.

Fertig, bereit zum Aufladen und zur Abfahrt.

Wir gehen nochmal zum Bach.

Höherer Zufluss getrübten Wassers – die Nachtniederschläge aus dem Einzugsgebiet sind auch hier angekommen (im Nachhinein: der Pegel weist vorübergehend lediglich einen maximalen Anstieg von ca. 10 cm über mittlerem Niedrigwasser aus, nicht einmal mittleren Abfluss erreichend).

Blick zur Brücke – der freie Abfluss ist sichergestellt. – So muss es sein.

Wir werden die Situation über unterschiedliche Abflüsse, das Laichen der Meerforellen demnächst sowie der Flussneunaugen im April 2024 beobachten. Danach können wir entscheiden, ob bachab eine weitere Rausche (oder 2) Sinn macht, ob evt. wegen Setzungen und / oder Verlagerungen Kies nachgelegt werden soll.

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Zurück geht es, am Fuß des Elbhangs westwärts, vorbei am lichten Krattwäldchen, rechts von mir erstreckt sich Buchenmischwald auf Moräne am Steilhang.

Auf der Elbe begegnet der Segler dem Groß-Hopperbagger Kaischuu. Der baggert innerhalb der Hamburger Hafenbecken und verklappt sein „Gut“ in der Nordsee. [Dazu schreibe ich heute mal nichts.]

Wo Bruchwaldbäume wachsen, bricht auch schonmal etwas. Weiter entfernt auf dem Weg wird eine dunkle Querlinie sichtbar.

Das ist eine der Sickerstellen / Quellen aus dem Hang. Diese führt Wasser nahezu ganzjährig über den Weg in die Elbe ab.

Während ich auf der Hinfahrt die geteerte Steilabfahrt gewählt hatte, schiebe ich zurück die Steiltreppe hoch (Foto aus dem oberen Drittel, hinter mir gehts steil weiter runter).

Das frühere Wegende hier hatten viele Elbradwegnutzer verflucht. In den Informationen stand wohl nirgendwo, dass man hier stranden würde. Mit allerhand Gepäck am Rad braucht es dann 2 Personen, mit den Rädern oben anzukommen.

Am Nordende des jetzt nur noch für Anlieger freien Grenzwegs (HH / SH) entscheide ich mich, die gegenüberliegende Fuß- / Radwegverbindung zu nutzen.

In der Vergangenheit war ich in waldigem Gebiet ein Stück nach Osten gelangt, bevor ich die B 431 erreichte. Das muss doch auch anders gehen?

Bei Sonne und Hitze fährt es sich hier sehr angenehm!

Ein Hinweisschild – so ganz falsch kann ich hier also nicht sein.

Auf der Höhe verläuft ein tief einschneidender Graben – angesichts der Klimawandelüberlegung „Schwammstadt“ fängt man am Besten gleich oben an!

Ein Wegstück zweigt ab, biegt dann wieder nach Norden – nachgefragt: Ja, durch das Kleingartengelände kann man radeln, kommt hinten wieder heraus.

„… Dann links abbiegen …“ – ich befinde mich jetzt kurz Ost-West am Nordrand des Industriegebiets.

„On top“ führt der baumgesäumt, halbschattig weiter verlaufende Weg an einem rechts liegenden Feuchtgebiet vorbei.

Super Fläche, das! Ich nannte schon das Stichwort „Schwammstadt“. Hier führt die Natur das vor, bräuchte – Landschaftsschutzgebiet – nur unterstützt zu werden.

Da fällt mir ein: Just hier will die Frohe und Hanselstadt Hamburg, direkt an der Landesgrenze HH-SH ein Schulgelände neu bauen. – Daher also „Landschafts-“ (im Volksmund: Bauerwartungsland) und nicht Naturschutzgebiet …

Problemlos bin ich an der B 431 angekommen, nach Queren ins Wedeler Autal eingetaucht.

Die von der Hinfahrt und aus anderen Blogbeiträgen bekannte Strecke empfängt mich.

Die Strecke merke ich mir – war doch ganz etwas anderes, als die Industriestraße längszuradeln.

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Auf dem Weg zum Leuchtturm, unten längs – gnädig bedeckt neues Grün auch die Rutschung oben am – gesperrten – Elbhöhenweg.

In dem einen und anderen Beitrag habe ich die örtliche Situation beschrieben. Menschenwahn – Weitblick von der Höhe, freizuhaltender Hang – trifft Eiszeit-geprägte Realität. Moränenkante zur Elbe, schichtweise aufgebaut, Schichtenwasser in Zeitengang und im statistischen Erscheinen – eine lebendige Landschaft mit unregelmäßigen, kleinen wie großen Hangrutschungen, deren Charkteristik nicht zur Kenntnis genommen wurde. So konnte es nicht ausbleiben, dass der mit viel Steuergeld angelegte Höhenwanderweg letztlich nicht zu halten war.

Man darf gespannt sein, wie es weitergeht. Vielleicht hilft die bevorstehende Zeit des knapperen Geldes, die Steigerung des Wahns – wenn so ein Weg auf Moränenkante „nicht geht“, planen wir halt etwas Aufgeständertes davor … – zu stoppen. Bisher sieht es nicht so aus.

Wann der Hang wohl wieder kahlgeräumt wird, kostenloser Erosionsschutz, mindestens -minimierung erneut kahlem Boden weichen wird?

Blick voraus – da ist er ja, guckt über die Bäume hinweg.

Der Leuchtturm Wittenbergen („das Unterfeuer“, das zugehörige Oberfeuer steht oben an der Kante des Elbhangs) leuchtet bunt durchs Grün.

Maritim gestaltete Basis.

Blick auf die Elbe – viel Wasser! Gerade ist das Tidehochwasser erreicht. Der Pontonzugang des Anlegers liegt waagerecht.

Schmaler Sandstrand (Thw), dicht gepackte Badejugend.

Erster Hinweis: Vorsicht, Gefahr! Was hier wie ein stiller See aussieht, ist ein Tidefluss. Der kennt Ebbe und Flut. Zwischen den (kurzen) Momenten der Kenterpunkte, hier bei Windstille besonders ruhig erscheinend, entwickeln sich – verschärft durch die jüngeren Stufen der Elbvertiefung, -verbreiterung lebensgefährliche Strömungsgeschwindigkeiten, erhebliche, meist unterschätzte Turbulenzen.

Die Elbe ist kein Badegewässer! Das liegt nicht an mangelnder Qualität, sondern am Seeschiffsverkehr mit seinen Anforderungen. Unmittelbar vor dem idyllischen Strand beginnt das gekennzeichnete Fahrwasser mit Tiefen bis zu 20 m …

Landseits vom Sandstrand schiebe ich mein Rad durch ein lichtes Kratt-ähnliches Wäldchen.

Stiller Ozean (Süßwasser-Tide-Elbe), die Schilder warnen – die Boje, Begrenzung der Seeschiff-tiefen Fahrrinne, steht nah.

Wo sich viele Menschen versammeln … – stellt man sinnigerweise viele Mülltonnen auf.

Was da von gut geländegängig Ausgerüsteten aus der Fläche zusammengetragen und -gefahren wird …

(Der Mensch als Müllproduzent … – ein Trauerspiel!)

Ich gehe zum Anleger.

Blick auf das Strandgeschehen – mit Leuchtturm.

Blick gen Ost – links Kennzeichnung Buhnenende, Airbushallen am Horizont, Segler vornan – auf glitzernder Elbe.

Schon beeindruckend – der Elbhang, waldbestanden, Buhnen zur Ufersicherung und Strömungslenkung (Schutz des Ufers, Stützen des Fahrwassers).

Vor dem Anleger passierender Segler und die hamburgwärts fahrende Katamaran-Fähre Liinsand.

Wind kommt auf, leichte Ostbrise, die Ebbe läuft.

Mit Wind und Ebbstrom gleitet der Segler westwärts.

Auch ich trete den Weg westwärts, gen Wedel an.

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Über das Wedeler Autal radelte ich an, fuhr dann entlang der Industriestraße nach Süden, auf die Elbe zu. Das warme Wetter liess deutlich werden, dass produzierende Industrie hier vorhanden ist. – Kurz vor der Elbe, Kante Elbhang …

Das ist also, Stand September 2023, der Businesspark Elbufer Wedel – reichlich kahl, von Business nicht viel zu sehen.

Bei Rücknahme des Blicks stehen da am Straßenrand Gewerbeanhänger – sollen sie. – Die Schar Campingbusse allerdings deutet fast darauf hin, als würde hier Wallensteins Lager, wilder Camperaufenthalt (???) entstehen ?

Vorn an der Kante, mal was Neues! Aus dem grässlich verkommenen Parkplatz ist ein kleiner Park entstanden. – Das ist dochmal was!

Ich befinde mich am Grenzweg (SH-HH), Ostausgang bzw. -zu- / -ausfahrt des B-Plans, blicke westwärts über die Planfläche.

Wieso solch ein B-Plan mit guter Zufahrt im Nordwesten eine östliche Zu- / Ausfahrt Richtung Landesgrenze auf Wohnbebauung zu haben muss, … – Kann „Planer“ sowas erklären? Nicht zuletzt solch Zeichen von „Freiheit“, freien Planens führte zu erfolgreicher Verschleppung der Planentwicklung, diversen anderen gerichtlich durchgesetzten Planänderungen. – So liegt er also da, der Businesspark in Entwicklung. Vergangenheitsträume auf dem Weg in die Zukunft …

Grenzweg südwärts – hier fuhren Wanderwillige ehemals gen Parkplatz, wanderten oben oder unten am Elbhang. – Jetzt: Der Ostzugang zum neuen Park in Sicht.

Die neue Parkfläche sieht vielversprechend aus. Möge sie sich dreidimensional entwickeln dürfen!

Frühere Anfahrer suchen offenbar weiter ihr altes Ziel. „Oben“ allerdings (etliches hinter mir) steht ein Sperrschild, nur für Anlieger frei.

Während meines kurzen Rundum-Orientierens im B-Plangebiet fahren etliche Pkw vor, das erste Schild definierend als „Ich darf hier rein, will hinten parken, bin Anlieger“. – Gelandet am „Endschild“, rotweissen Pfählen, Straßenschluss, drehen alle offenbar SO konsterniert um, dass sie meine Herkunft, die Zu- / Ausfahrt Ost des B-Plans sowie all die freien Straßenrandparkplätze innerhalb des B-Plangebiets garnicht wahrnehmen. – Pech gehabt.

Allerdings hat, wer im B-Plangebiet an Sonnentagen parkt, auch Pech gehabt. Hund und Mitreisende werden bei Rückkehr in einen Backofen den schönen, erfrischenden Elbhangspaziergang sehr schnell vergessen.

Aber, wie überall, alles kann ja besser werden.

Da ich unten an der Elbe radeln möchte, durchfahre ich das Plangelände westwärts.

Relativ neu führt hier ein Fuß- / Radweg Richtung Steilabfahrt nach unten, sehr schön, aber bitte Vorsicht!
Rechts – es ist mir unerfindlich, wie immer noch Neubauten (zukunftsweisende Technologien) so einfallslos, lebensfeindlich gestaltet werden können.

Gut unten angekommen – Steilhang in Kombination Rücktritt, beide Handbremsen fest im Griff, gemeistert. Die Elbe glitzert, Thw, in der Morgensonne.

Gen Wittenbergen – ein letztes halbschattiges Alleestück.

Wir befinden uns auf hamburgischem Gebiet, sonnenbebratzt. Der Steilhang versucht, seine Kahlschlagwunden zu heilen.

Das wird sich aller Voraussicht nach (Tradition!?) mit der nächsten Freischnitt-Kampagne wieder ändern. In der Ansage „Freie Sicht für freie Hamburger“ wird hier am eiszeitlichen Hang mit Schichtenwasser versucht, fehlgeleiteten, in der Auswirkung allzu teuren Menschenwillen zu Realität werden zu lassen.

Rufe von oben reissen mich aus meinen Realitätskenntnis-begründeten, trotz maximal Sonne auf dem Kopf, finsteren Gedanken. – Ein Schwarm Graugänse überfliegt mich.

Und weiter geht`s, Richtung Leuchtturm Wittenbergen, Sandstrand an der Elbe.

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Mitgezählt habe ich nicht, aber es entsteht der Eindruck, dass dieses Jahr mit regelhaft angefeuchtetem Oberboden einige Male mehr Grünschnitt erfolgte als in den vergangenen Jahren – und was für Mengen dabei zustande kamen.

Kürzlich am Bullenfluss, Flutwasserstand – 2 Störche, Nutzniesser der Grasmahd.

Einer wird kleiner … – verschwindet in Mulde oder Wiesengraben.

Da ist er wieder, der linke putzt sich.

Im Wedeler Autal, feucht vom Einstau des Mühlenteichs Wedel – im gemähten Gras ein Graureiher, sichernd.

Der fühlt sich sicher, Spaziergänger und Radler sind wechselnd durch Bäume und Büsche auf dem Weg wohl unauffällig.

Schlaue Tiere, hier die Autal-Angus, ziehen sich angesichts sengender Sonne und aufkommender Tageshitze in den Schatten (so er denn existiert) zurück.

Gestern, wieder in der Marsch, vor dem Geesthang Holm – Wedel. Graureiher ruhen, offenbar satt.

Etwas weiter – 2 weisse Punkte, hoch über dem Boden.

Andere Perspektive – die beiden Störche stehen auf einem Hochsitz.

Vermutlich handelt es sich – wie bei den ersten Fotos dieses Beitrags – um das Idenburg-Paar. Wann startet es seine Wanderung gen Süden?

Noch einmal, links Geesthang – die Silhouetten der beiden Weissstörche.

Hoch sind die Marschgräben eingestaut, hier der Tide-Abschnitt des Sauerbeck.

Die Wiesen sind tief gemäht, hell. Der hohe Wasserstand – ob nun durch Problem am Sturmflutsperrwerk Wedeler Au verursacht oder bewusst ganztägig auf Fluthöhe gehalten – hilft angesicht anhaltender Sommerwärme im Herbst, den Boden zu durchfeuchten, das Gras wieder schnell nachwachsen zu lassen.

Das hat für Bodenlebewesen selbstverständlich die „Flucht nach oben“ zur Folge. – Da warten, wir sahen die zufriedenen Gestalten, Reiher, Störche und andere Liebhaber von Würmern, Amphibien, Mäusen und vielem mehr …

Guten Appetit!

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Der Marienkäfer hat dieses Jahr schon viele Runden gedreht in Wedel, der Stadt mit frischem Wind. Zur Zeit kann er es etwas geruhsamer angehen lassen.

Der Herbst zeigt sich rot – reich behangen sind Weissdorn und Rosen.

Auch bei uns ums Gebäude ist Rot häufig, wie hier am Pfaffenhut.

Dompfaffen lassen sich vermehrt an der Vogeltränke und im Pfaffenhut sehen. Dessen Früchte interessieren sie allerdings noch nicht. Sie knuspern nebendran an den „Nasen“ des Chinesischen Ahorns.

Durch gekrüllte Fliederblätter leuchten die Früchte einer von vielen Vogelbeeren.

Hartriegel, Cornus mas, kann seine Äste nicht aufrecht halten, so schwer tragen sie, senken sich  teils über den Wegebereich.

Auch der Feuerdorn steht in voller Früchtepracht.

Hagebutten diverser Rosenformen ergänzen das Bild.

Das Eichhorn transportiert ausnahmsweise mal keine Nuss.

Aus welchem Grund auch immer zieht es offenbar gerade mit einem Jungtier im Gepäck in ein anderes Heim um.

Und das bei der Wärme! – Die Hitzetage lassen Tiere den Schatten suchen – so er denn irgendwo zu finden ist.

Dieses Deichschaf hat Glück, ausserdem kann es sich an der Bank prima schubbern.

Ob das vergehende Wasser im Pferdetümpel die Hitze übersteht?

Na, ein Bisschen Regen, vor allem Wolken und (vorübergehende) Abkühlung sind immerhin angesagt.

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Dieses Jahr mit seinen regelhaften Niederschlägen ist so anders als die Vorjahre. Nach kurzer Phase Trockenheit hat der Regen hier im Umfeld zwar keine nennenswerten Abflusssteigerungen in Bächen und kleinen Flüssen bewirkt, den Oberboden aber doch regelhaft nennenswert feucht gehalten.

Das liess das Grün wachsen „wie verrückt“. (Es gibt auch Menschen, die wurden mit Blick auf ihren Garten nahezu verrückt, ergingen sich in wilden Aktivismen oder / und schimpften auf den Gärtner, der „nicht genug arbeitete“. – Dabei kann man sich bei solch Grün im Garten doch viel besser entspannen, als angesichts des Blattfalls und Gelb der vergangenen Jahre … Mein Tipp: Einfach zugucken beim Wachsen … – und sich freuen.)

Die trockenen Zwischenphasen reichten hier, jedenfalls für Silo- und Heu-Mahd, zum Trocknen aus, so dass die Sammellager ausgesprochen voll sind. – Und es wird weiter geheut … !!!

Getreide kam nicht ganz so gut davon. Gerste wurde in den meisten Fällen mit Ach und Krach trocken eingebracht. Beim Weizen allerdings machte die Feuchtigkeit Schwierigkeiten – bis hin zum „Durchwachsen“ von Flächen. Inzwischen sind auch die gemäht, geräumt – teils wird da primär Biomasse in Form von Stroh das unbefriedigende Ergebnis sein.

Noch ein wenig Atempause – dann geht es mit der Mais-Kampagne los!

Allüberall!

Danach wird es andere Horizonte zu sehen geben!

Hier beschreibe ich – nach so ganz anderen Themen und Bildern – die täglich zu erlebenden Maishorizonte. – Mal sehen, wie wir die Zeit mit gerade Temperaturen Richtung 30 Grad C hinter uns bringen.

Raus aus Wedel, Richtung Holm.

On top – Mais.

Vorfahrt! – Vorfahrt für Mais?

Leider hat man den Eindruck! – Seit 2 Jahrzehnten frisst der Mais Flächen in früher unvorstellbarem Ausmaß, ersetzt andere Früchte, Fruchtfolgen, führte zu Grünlandumwandlungen bis in enge, waldumsäumte Partien.

Ja, man redet darüber, findet die sich um sich selbst drehende „Fruchtfolge Gülle – Mais – Gülle – Mais – Gülle …“ nicht sooo gut.

Im Ländlichen.

Horizont, eingeschränkt. – Was dem einen sein „on top“ ist dem anderen sein Hang bis tief in anmoorige Bereiche.

Anmoorige Augebiete, hier: tief liegend, in der Marsch – auch hier wächst es, sogar in Trockenjahren.

Wird der Herbst dann nass(er), bleibt schonmal unbefahrbares Gelände, dreidimensional bestückt, unbeerntet liegen. – Wildschweine freut`s, Eigentümer von dann wintergeschädigten Flächen und Jäger nicht.

Unter Leitungen macht sich der Mais ganz gut – braucht man keine Bäume stutzen.

Hier sind sogar Schilder aufgestellt …

Sieht so aus, als wiesen sie auf den Mais hin.

On top, es geht wieder abwärts. – Jedenfalls freue ich mich, dass in absehbarer Zeit wieder andere Horizonte frei, sichtbar werden.

Noch mehr freute ich mich und mit mir Wasser, Boden, Luft, Flora und Fauna, wenn der realisierte Maisflächenfraß absehbar auf die Hälfte der heutigen Flächeninanspruchnahme gesenkt würde. Prüfen und Abstellen schädlicher Subventionen sowie Ändern weiterer Rahmenbedingungen stehen an – entsprechendes Handeln steht, wie auf anderen Prioritätsfeldern, aus.

Nur nicht nachlassen!

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Rückblick auf die Hinfahrt nach Haselau, vor Holm – Dahlien, zum Selbstschneiden auf dem Feld.

Gen Haselau, nördlich Holm – Blick bachauf von der B 431-Querung Holmau, das Tävsmoor am Horizont erahnbar.

Hier befindet sich landschaftlich ein besondere Situation. Das östlich liegende Tävsmoor ist die Ost-West-(Nordost-Südwest-)Wasserscheide zwischen Pinnau und Haseldorfer Marsch. Nach Nordosten fliesst die Appener Au mit geringem Gefälle über anmooriges Gelände, dann durch den Geestsporn Appens „rauschend“ Richtung Tide-Pinnau.

Nach Westen verlässt die Holmau das Tävsmoor, fliesst dann als Lanner Kuhlenfleet südwestwärts, zwischen Hetlingen und Haselau den alten Deich querend in das Stausystem der Haseldorfer Binnenelbe.  Je nach Stausteuerung quert das Wasser anschliessend den Elbdeich, im Tidegeschehen der Elbe angekommen.

Wie das leider oft in „Naturschutzinformationen Moor“ üblich ist, werden umgebende / im System „stattfindende“ Bäche und kleine Flüsse in den Texten nicht weiter erläutert. Dementsprechend unbeachtet, zu Abflussrinnen degradiert, sehen sie meist aus.

B 431, Blick westwärts – aus der Holmau wird das Lanner Kuhlenfleet, unbeschattet in der Marschlandschaft.

Abgebogen „ins Gelände“ – Burenziegen mit reichlich Winterfutter (nicht im Bild, rechts) – gelegentlich werden sie zu Pflegemaßnahmen in Schutzgebiete gebracht, aufkommende Vegetation kürzen.

Den richtigen Abzweig genommen, Rabenkrähen und Dohlen auf abgeerntetem Getreideacker. – Diese Brücke und ihr Umfeld kenne ich noch nicht.

Die Tonnage-Begrenzung weist einerseits auf die Belastung, andererseits wohl auch auf den baulichen Zustand hin. – Ringsum ringen die Gemeinden um Geld für die Erneuerung solcher Überfahrten, 100.000 € aufwärts pro Punkt (um nicht gleich bei 150. zu starten …) sind in Dorfhaushalten nicht ohne weiteres frei zu machen.

An der Überfahrt, Blick Nord – die Gerätschaften gehören zur LNG-Baustelle.

Ca. 55 km durchzieht die Leitung bzw. ihre Baustelle den Kreis Pinneberg. Ich wurde darauf angesprochen, wie furchtbar doch die Inanspruchnahme von Landschaft sei, z.B. angesichts der Arbeitsbreite für die Trasse.

So ist das bei Infrastruktur – vielleicht bin ich allzu abgeklärt? Das liegt sicherlich an der jahrelangen Erfahrung mit der „Schröder-Putin-Pipeline“, NEL (Nordeuropäische Erdgasleitung) in den 2010ern.

Ausgleichsmaßnahmen an der Este (Fotos meiner letzten Este-Exkursion, TU Hamburg-Harburg) und mit Kooperationspartnern erkämpfte Verbesserungen an der Seeve zeigen „erfolgreiche“ Aktionen im Umfeld solcher Großprojekte. – Manchmal muss man sich allerdings ganz schön nach der Decke strecken (Zeit und Nerven widmen)! – Weinend auf dem Sofa sitzen bringt halt gar nichts.

Mal um die Ecke, bachab, gucken.

Das bringt einen Graureiher auf.

Der hat sich wohl heftig erschrocken, saust weiter weg. Gleich schräg rechts über ihm – das weisse Gewurstel -, da mäht ein Bauer per Trecker Grünland. Ein Schwarm Möwen weiss das zu schätzen.

Der Blick ums Eck … – na ja, auf rechtwinklige Kurve folgt gerader Marschgrabenkanal.

Überfahrt, Blick bachauf – hier treiben Spatzen im Schwarm ein munteres Spiel.

In schnellem Wechsel – aufgeflogen von der Wiese, rein ins Reet. Pause, raus aus dem Reet, rauf auf die Wiese – weg! Das Gras ist nicht sehr lang, der Schwarm wird aber jeweils völlig versteckt.

– Überraschung – aus dem Nichts taucht er wieder auf, das Spiel beginnt erneut.

Unter der Überfahrt im Schatten scheint sich eine Menge Insekten zu verstecken, vielleicht findet da auch ein Schlüpfen statt? Ein Schwarm Schwalben, hier eine Rauchschwalbe, rast regelhaft drunter durch, mal von Ost, mal von West.

Noch eine halb scharf erwischte Rauchschwalbe – angesichts der in der Kurve hell aufblitzenden Bäuche hatte ich zunächst an Mehlschwalben gedacht.

Ich bin nicht sicher, ob nicht auch Mehlschwalben an diesen munteren Flugübungen beteiligt waren.

Ich muss weiter, gen Haselau, zunächst nach Norden – Blick Ost, am Horizont verläuft die B 431, woher ich gekommen bin.

Auen-Optik weicht Agrar-Horizont – Mais … – Übernutzte Fahrbahn.

Der Mais bestimmt weite Teile meiner wahrgenommenen Landschaft (bzw. stellt den Horizont dar, versperrt ihn …). Dazu mehr demnächst.

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Raus aus Haselau, Start der Radweg-Hoppelstrecke bis Heist.

Oben lärmt es – verursacht durch die Nähe zum Flugplatz Uetersen.

Interessant zu lesen, was es mit diesem Flugplatz auf sich hat.

Was den Lärm angeht, an Wochenenden belästigen diese kleinen Privatflieger die Bevölkerungs ringsum. – Wieso werden solche Verursacher nicht angemessen schallgedämmt?

(Oder ist das ähnlich wie bei Rasenmähern? Deren spezielle Lärmverordnung existiert auch nicht mehr – von welcher Lobby beseitigt? – Leiser geworden sind die Nachbarschaftsgeräte im Handel und in Nachbars Garten seitdem jedenfalls nicht.)

Schwarzbunte Herde – früher typisch norddeutsch.

So ganz sicher bin ich mir mit dem „typisch norddeutsch“ nicht. Der Spruch gilt (galt) jedenfalls für den katholischen Nordwesten Niedersachsens. Evangelische Regionen hielten es eher mit „Rotbunt“ – so auch (ehemals) Schleswig-Holstein?

Da läuft noch etwas frei – ein energetisiertes Huhn. Es kennt den Weg zurück.

„Energetisiert“? – Ja, und zwar solar, bereits auf dem Hinweg ins Auge gefallen.

Heist, Ende der Hoppelstrecke – Bus- und Schulschilderwald. Gleich will richtig abgebogen sein …

Geschafft, auf dem Weg gen Süden, Ziel Wedel. – Huh …

Ausgang Heist im Gegenlicht, Wolkenformationen.

Ruhig durch grüne Landschaft geht`s weiter. Der grüne Tunnel führt bald auf die B 431.

Kurze Zeit später, Westblick, die B 431 verläuft Nord-Süd unmittelbar hinter mir – Holmau-Brücke mit Pegel.

Wasser der Holmau kenne ich von weiter westlich aus der Marsch. Da heisst das Gewässer anders. Auch die Herkunft der Holmau, das Tävsmoor, haben wir schon früh nach unserem Herzug erforscht.

Mir bisher unbekanntes Gelände habe ich auf der Hinfahrt nach Haselau beradelt. Ein paar Eindrücke dazu inkl. Vogelbegegnungen folgen im nächsten Beitrag.

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