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Archive for the ‘Reisen’ Category

Fische in der Stadt, das fing ja gut an (s. voriger Beitrag).

Mein Weg führt mich durch Stadtgrün, hier Stillgewässer Johannapark …

… entlang viel und schnell beradelter, auch zahlreich bewanderter Allee, Clara-Zetkin-Park …

… zum Elsterflutbett.

Hier ist allerhand los auf dem Wasser, vom Gruppen-

… bis zum Kleingruppen- / Einzelsportereignis bzw. Wassererlebnis.

Nordwärts bin ich auf dem Peterssteg angekommen, blicke vom Abzweig Elstermühlgraben über das Flutbett zur Mündung Weiße Elster.

Blick ostwärts, gen Stadthafen – Bootsrundfahrten sind gut besucht.

Das also ist das Palmenwehr – Vorsicht: Lebensgefahr!

Nord-, abwärts: schäumendes Strömungsbild, Beispiel rechtes Ufer.

Die Ursache: hoher Absturz.

Was für ein bedauernswertes Flusssystem – Vernichten von landschaftsgeprägtem Gefälle an einem Punkt. Umfangreich ist die Veranlassung der massiven, flächigen Ausbauten zu studieren. Die „Entsumpfung“ der Stadt Leipzig führte zu dieser Lösung, der alle Gewässer ringsum heftigst bis heute in ihrer Charakteristik Beton-definiert.

Und wie ist das mit den Fischen? – Mir scheint, dieser „Fischpass“, lediglich am rechten Ufer und von zweifelhafter Leistungsfähigkeit, soll`s richten.

Blick nordwärts – Massen von Geschwemmsel vor der Zeppelinbrücke / Jahnallee.

Weiter nordwärts habe ich die Gewässer mehrmals per Rad erkundet, Auwald, Luppe ff. – zu finden hier im Blog. – Diesmal muss ich aus Zeit- und Rad-Gründen leider darauf verzichten.

Zurück zum Wehr: Räderwerk.

Die Technik, trocken, kann man in Ruhe studieren.

Zu den Hintergründen, zur Entwicklung steht ausführliche Information vor Ort (nachzulesen anderswo, z.B. im Netz).

Ich wende mich, den Elstermühlgraben entlang, dem Stadthafen und Poniatowskiplan zu. – Dazu demnächst mehr.

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S-Bahnhof Rissen, im Westen Hamburgs, herbstlich – eine Reise steht bevor, aufwärts im Elbe-Einzugsgebiet.

Los geht`s, nach S-Bahnfahrt, mit dem ICE in Altona – unserer kommt pünktlich.

Leipzig rief. Ein praxisbezogener Vortrag zum Restaurieren von Bächen in Stadt und Land war gewünscht zum Projektende FLOW.

Angekommen! – Ich will`s ja nicht beschreien, aber so gut wie pünktlich – so, wie bei fast all den anderen Fernunternehmungen der jüngeren Vergangenheit.

[Nein, ich kenne auch andere Zeiten. Das war insbesondere in den 1990ern, als eine Siemens-Lok-Baureihe völlig aus dem Ruder schlug. Da könnte ich viel drüber schreiben, lasse es aber. Hauptsache, ich fahre in den 2020ern pünktlich.]

Auf dem Markt beim Alten Rathaus finden – ich lerne hinzu – die 12tägigen Leipziger Markttage statt.

Die lasse ich allerdings links liegen, habe ich mir doch für den Nachmittag der Anreise vorgenommen, einen kleinen Ausschnitt aus der Vielzahl Leipziger Stadtgewässer zu erwandern.

Vornweg ein Stück Pleißemühlgraben – mit Wehr und ordentlich Beton.

Treppenstufen, so auch an anderen Leipziger Stadtgewässern, lassen ein wenig Nähe zu. Hier ist ausserdem ein kleiner Ruheraum am Rand des eintönigen Fliessens entstanden.

Im oberen Teil links der Fensterspiegelung können ein paar Gründlinge entdeckt werden.

Urban Art, eine (meine Güte kann man die in ihrer Künstlichkeit für gelungen hässlich halten) Insel, Spiegel-Spielerei – Gruß von der Kunsthalle.

Querab vom Neuen Rathaus lässt sich Natur nicht halten – Clematis vorn, dreidimensional Schlingknöterich – hier tobt das Leben. (Man muss es in seiner Fülle und verborgenen Vielfalt nur erkennen [wollen].)

Davor – ein Rohr! Hier wird das Pleißemühlgrabenwasser eingeengt, schiesst bei höheren Abflüssen „gepresst“ hindurch.

Das hat – für die aquatische Stadtökologie positive! – Folgen. Ein Kolk entsteht, ausgeblasene gröbere Steinfraktionen lagern sich bachab als Rausche ab. Breiten- und Tiefenvarianz in der Sohle – eine der Hauptvoraussetzungen für die Gewässerlebewelt.

Kolk-Rausche-Abfolge – von rechts nach links.

Am Ende des Kolks, vor der Rausche, hat sich ein großer Döbel aus seinem grünen Verstecküberhang hervorgewagt. Driftende Nahrung, vermutlich Insekten bzw. ihre Larven, sind allzu verlockend.

Noch ein größerer Döbel, wechselnd auf der Rauschefläche. (Ich bin nicht sicher, ob das obere Tier ebenfalls ein Döbel, oder vielleicht eine Barbe ist. Letztere in diesem Fall sicher zu benennen, traue ich mich allerdings nicht.)

Im Kolk liegt ein Betonriegel quer.

Eine Flasche und ein großer Flussbarsch haben hier ihren Platz.

Interessant fand ich, dass jede Menge Flaschen im Elstermühlgraben landen. Noch interessanter (die nimmt wohl niemand raus?): Diese gruppieren sich, als vergängliche Ansammlung, je nach hydraulischer Situation bis hin zu großen „Fundstätten“. So bilden sie eine eigene, urbane Gewässersohlstruktur … OHA !

Lass mal einen Gewässer- / Fischereibiologen an so einem Gewässer stehen … / / / Ich blicke nach oben.

Schicke Spätnachmittagsstimmung. Mehr ruft.

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Das Grün ringsum ist 2023 aufgrund gelegentlichen Regens in einer Weise gewachsen, wie wir sie seit 2018 fast nicht mehr für möglich gehalten haben. Auch wenn das Wasser bisher vorn und hinten nicht gereicht hat, Bäume, Wälder, Quellen zu stabilisieren, haben Gewächse des oberen Bodenhorizonts „gut Masse“ produziert.

Wenn dann das Wetter zur Erntezeit noch stimmt, wie das auf den meisten Schlägen für Grassilage und Heugewinnung galt, „kammernichmeckern“.

Nun folgt die nächste Groß-Ernte.

Organisation ist alles! – Mais ernten, häckseln, in schneller Folge neue Wagen zur Aufnahme des Ernteguts heranführen – professionelles Arbeiten in günstiger Wetterlage.

Erwartungsfroh sehen wir neuen Horizonten entgegen. – An dieser Stelle wird der Geesthang Richtung Tide-Elbe, bei ein Bisschen Glück mit herbstlichem Sonnenuntergang dahinter, wieder zu sehen sein.

Wir sind auf künftige Fruchtfolgen gespannt.

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Jetzt wissen wir es also. Der September hier im Norden war – wieder ein weiterer Monat – wärmer als „normal“. Vier Grad höher, kein Pappenstiel – das entspricht genau dem, was seit Jahrzehnten vorhergesagt wurde und je klarer das Bild wird, desto weniger will manche(r) das glauben.

Um Glauben geht es aber nicht. Der hat anderswo Platz. – Es bleibt viel, mehr, schneller und konsequenter zu tun.

[Wir haben gerade – nach gutem Heizverhalten im vorigen „Winter“ (das Ergebnis konnte sich sehen lassen) – ergänzend neue Fenster in unsere Wohnung einbauen lassen. Einmal abgesehen vom bereits ganz anderen Wohngefühl, sind wir auf kommende Daten gespannt. – Dieses Handeln ermöglichte ein Beschluss der vorigen Eigentümerversammlung: Das „Gemeinschaftseigentum Fenster“ wurde verwaltungstechnisch in die Entscheidungsfreiheit der jeweiligen Wohnungseigentümer gelegt. Bei einem nun 30 Jahre alten Bauwerk macht ein Aufpeppen auf heutigen Dämmstandard mehr als Sinn.]

Auf nach draussen, ins Wetter- und Klimageschehen! – Vorgestern Nachmittag war so eine Situation …

– Himmel über der Marsch – … da musste ich nochmal auf`s Rad, große Runde, im Uhrzeigersinn.

Deichschafe am Hetlinger Elbdeich – eine Krähe quert.

Obwohl die Elbepegel für das Tidehochwasser nichts Besonderes anzeigten, hatte offenbar Wind mehr Wasser über die Hetlinger Binnenelbe ins Hinterland gedrückt. Idenburgwiese, eingestaut – hinten rechts ist ein kleiner weisser Punkt. Das ist doch …

… ein Weissstorch.

Ein Bisschen erstaunt mich das.

Nebendran wärmt sich ein Graureiher, genau ausgerichtet, in der Spätnachmittagssonne.

Tags drauf, gleiche Runde, diesmal gegen den Uhrzeigersinn.

Ja, ein Weissstorch, diesmal näher, zwischen altem Hetlinger Deich und Bullenflussbogen. – Hinten links ist ein Silberreiher erahnbar.

Links der Silberreiher, ringsum stehen etliche Graureiher auf den Viehweiden.

Noch ein Silberreiher – sichert auf große Distanz.

Weissdorn leuchtet in der Vormittagssonne.

Besessene Schafe am Hetlinger Elbdeich – Stare nutzen sie als Ausblick?, finden vermutlich Fressbares auch auf den Tieren. – Mit meinem Kommen …

… fliegen sie ab.

Kurz vor dem Geesthang Wedel steht nahebei ein Graureiher auf der Wiese der umgetriebenen bunten Herde.

Der lässt sich garnicht stören, pirscht.

Bewegtes Vieh auf Weide ist oft ein gern gesuchter Vogelstandort. Allerhand Getier – vom Insekt bis zur Maus – wird im Gras aufgescheucht, vom lauernden Jäger erspäht und – meist glückliche Jagd – verzehrt.

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Auf zur Elbe …

Plötzlicher Stopp nach rasender Fahrt den Geesthang runter in die Marsch. – Die Straße ist zu, eine Rinderherde wird von West über die Straße gen Ost getrieben.

Ein Bisschen warten – solch Herde will erstmal zusammengebracht sein. Dann, als das Ziel klar ist, herrscht Begeisterung.

Von zügigem Betreten über Rennen bis ausgelassenem Springen geht das Bewegungsspektrum.

Blick vom Elbdeich Fährmannssand – Thw, ein Dreimastsegler zieht gen Hafen Hamburg.

Aussendeichrinder – die Tiden wollen nun gut beobachtet sein. Das Vieh soll ja bei höheren Fluten als normal nicht vom Land abgeschnitten werden.

Da war was im Augenwinkel … – Ich breche den Abstieg ab, bin wieder auf der Deichkrone. Ein Seeadler zieht querab Lühe gen Elbinsel Hanskalbsand.

Nochmal der Seeadler, nun über der langen Buhne unmittelbar vor mir.

Später klart der Himmel auf, eiskalt sehen die hohen Wolken aus. – die Deichschafe auf der Deichkrone interessiert das wenig, das Winterfell wächst.

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Neulich war`s, gut einen Monat her, erste kühle Nächte. Da zeigt Landschaftsstruktur, was Kleinklima bedeutet, wie und wo Wasser für kleine Zyklen gehalten und abgegeben wird.

Das sehen wir aber nur da – kurzzeitig bestenfalls woanders – wo menschlicher Aufräumfimmel nicht waltet.

Ich wollte mal wieder eine länger nicht besuchte,  vor Zeiten restaurierte Bachstrecke ansehen.

Kleinstrukturen – nicht zu glauben – halten schier unvorstellbare Wassermengen.

Wie gut, dass ich Stiefel angezogen habe.

Solch vergängliche Pracht wird länger konserviert in Altholz, z.B. stehen gelassenen Zaunpfählen. Flechten, Moose und mehr dokumentieren diese Besonderheit.

Abends zuvor hatte es geregnet, Mittelwasserabfluss läuft über die ca. 1/2 Jahr alte, neue Strukturvielfalt.

Die Kiesrauschen zeigen, dunkel Algen-bewachsen nur im schmalen, flächigen Bereich der Sohle unten, dass fast über das gesamte erste Halbjahr 2023 hier nur Niedrigwasserabfluss herrschte.

Der gesamte helle Kiesbereich lag trocken – so auch wieder nach Abfluss des Regens.

Kleiner Igelkolben, übermäßig gewachsen in übersonnter Bachstrecke, wird von Wasserkraft flach gelegt.

Die Strukturvielfalt lässt kleinräumig unterschiedliche Strömungsverhältnisse entstehen.

Besonderheit dieser Strecke: Einengungen oberhalb MW-Linie und Baumbepflanzung, hätte gern etwas versetzt erfolgen können.

Kleiner Tipp nebenbei: Schutz vor Rehwild ist zweckmäßig. Dabei wird einfacher Metallzaun genutzt. Verzinkte, vermeintlich länger haltende Versionen sind nicht nur unnötig, sondern tragen auch zwangsläufig erhöhte Schwermetallbelastung in Gewässer und Boden.

Wo Schwarzerlen stehen, ist auch der Erlenkäfer nicht weit – hier eine Raupe mit Fraßspuren im Blatt.

Neben Erlen sind auch Flatterulmen als Initialpflanzung gesetzt worden.

Kleiner Ausschnitt mit Flatterulmen allein.

Was immer die Natur vorhat, kann durch Sukzession ergänzt werden.

Kleiner Fischtest: Ein handlanger Flussbarsch – bunt, wie sich das gehört.

Das vorstehende Foto zeigt, dass ich in Bächen widerhakenlos angele (wenn überhaupt, habe mit Fotografieren genug zu tun). So kann der begutachtete Fisch weitgehend schadenfrei zurückgesetzt werden.

Das Foto ist um 90 Grad gedreht, daher „liegt“ der Fisch in der Waagerechten.

Aber die Beurteilung von Landschaft, Pflanzen und Tieren reicht auch optisch.

Die Sonne steigt, die Insekten werden aktiv. Hier sitzt die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens, Männchen) und wärmt sich auf.

Mit zunehmender Naturnähe – lichte Beschattung, Verdrängen der Sumpfvegetation im Fliessquerschnitt – wird diese, wärmere Strecken (eigentlich um Etliches bachab!) kennzeichnende Libelle durch ihre Schwesterart der Quellnähe, Sommerkühle bevorzugend, zunehmend ersetzt. – In den vergangenen Jahrzehnten war ich immer wieder überrascht, dass nicht nur Calopteryx virgo, sondern auch größere, so besondere Arten der Quellnähe wie die Zweigestreifte Quelljungfer, Cordulegaster boltoni, nicht nur auftauchen, sondern dann auch regelhaft vorhanden sind.

Natur, die unterstützt wird, ist halt immer für eine Überraschung gut.

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Noch ist der Hamburger Yachthafen in Wedel gut gefüllt.

Beim Anradeln, nach dem Passieren einer Schar Stare, die die Entwicklung der Fruchtreife studieren, …

… schwebt da aber schon etwas, aus dem Wasser, Richtung Land.

Da guckt auch schon ein Boot hoch über die massenhaft gestapelten Utensilien für die winterliche Versorgung.

Mehr als Tausend Boote wollen fachgerecht eingewintert werden.

Ich muss mich an die Seite stellen – vorweg ein Herold mit der entsprechenden Bitte.

So schiebt es, in professionellem Blindflug an mir vorbei – dem Winterstandort entgegen.

Slip – der nächste, bitte.

Neben mir höre ich die Frage einer Seglerin an einen Hafen-Offiziellen „Bekomme ich von Ihnen eine Slip-Chip?“. – Aha, bitte nichts missverstehen.

Wer schlau ist … – Wenn der Oktober demnächst startet, wird hier Schlag auf Schlag geslippt.

Da hat man als Unbeteiligter dann das Gefühl, störend am Platz empfunden zu werden, Gewimmel herrscht.

Wohl dem, der sein Schäfchen – pardon, Schiff – in aller Ruhe ins Trockene bringen kann.

Die nächste Saison kommt bestimmt.

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Morgenlicht im Wedeler Autal – Highländ-Jungrinder.

Totale – feuchtkühle Herbstluft.

Auf zum Elbdeich Fährmannssand – dahinter: das Nichts?

Blick seitwärts, um Mündung Wedeler Au – früher, ja, früher waren solche Silhouetten aussendeichs häufiger: winziger Rest des Tide-Auwalds.

Und über dem Elbdeich – – – das Wetter, Sonne, Wolken, stürmisch.

Tidehochwasser plus, Südsturm-bedingt, bereits beschrieben. – Segler im Sonnenlicht.

Es geht auf`s Ende der Saison zu. Bald werden die Boote wieder an Land gebracht, winterlich verstaut.

Bis dahin … – 2 ganz Wagemutige („Learner“ ?) nutzen derweil den Sturmwind, sichernd begleitet von Motorisierten.

Blick über die Elbe gen Lühemündung – sieht täuschend idyllisch aus.

Fernblick – Leuchtturm, Segler, Windräder auf der Stader Geest.

Ständig wechselnd – Wolkenpakete, rasend.

Aus diesem dunklen Teil trafen mich auf 5 km Tour tatsächlich wohl 25 Tropfen (wie gut, dass es nicht 25.000 oder gar mehr wurden).

Dem Wetter entsprechend muss ich doch langsam mein Äusseres überdenken – Shorts und Weste haben ihre Zeit wohl langsam hinter sich.

Das andere Gesicht …

Keine Angst vor dunklen Wolken …

Blick auf den Bullenfluss bei Überfahrt – Tnw, Spiegelung von Wiesenpflanzen.

Ein seitlicher ehemaliger Rohrabsturz ist nun mit Moränensteinen von oben bis ins Tideniedrigwasser angepasst.

Auf dem nun freiliegenden Schlick sind dicke Kieselalgenmatten gewachsen (das leuchtend-Bräunliche).

Das Wasser aus dem Marsch-Einzugsgebiet Idenburg strömt je nach Tidephase turbulent, wäscht die Steine frei, staut bei auflaufend Wasser zunehmend ein, verbindet sich höhenmäßig vollständig mit dem „Binnen“Land.

So sind die vorher geteilten Gewässerlebensräume wieder großflächig miteinander verbunden.

Überraschung nicht ausgeschlossen. Womöglich wird wie an der Tide-Pinnau in Pinneberg gelegentlich im Frühjahr ein Laichtrupp Flussneunaugen aktiv. – Das Sturmflutsperrwerk Wedeler Au ist nicht fern, diese Stelle von Unterwasserwanderern schnell erreichbar.

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Vor einer Woche fiel Regen, der – erstaunlich … (?!) – manchen Bach bis Mittelwasser ansteigen liess. Kurzfristig – vergessen. Alles läuft wieder auf Niedrigwasser.

Jeglicher Wetterbericht bestätigt Gefühltes: Es ist ganz schön warm, wieder mal rekordwarm.

Das (anhaltend zu) warme Wetter treibt auch das Wasser stehender Gewässer aus. Der Pferdetümpel …

Die Kürbisse an der B 431 gen Holm sind alle geerntet, das Feld umgepflügt, wartet auf die nächste Einsaat.

Warten auch an der Tide-Elbe Fährmannssand, Graugänse auf dem Süßwasserwatt bei Tnw.

Was die demnächst wohl sagen, wenn wieder der Tross ihrer kleineren Verwandtschaft einfliegt.

Knickartiges Grün ringsum ermöglicht uns – die Herbststürme senden ihre Boten -, geeignete Radtouren auszuwählen – hier: seitengeschützt bis tunnelartig im Wedeler Autal entlang der S-Bahn.

Ein nach Süden offenes Stück ist ebenfalls unproblematisch, da es durch den etwas überhängenden Knick / Büsche und Bäume / im Zweifelsfall Windstau bewirkt.

Und dann, Richtung Landesgrenze SH-HH, Forst Klövensteen, ist gleich wieder „Ruhe“.

Ganz anders geht es zu in der weitgehend offenen Marsch.

Auch da gibt es – optisch, schon gelegentlich gezeigt – den einen oder anderen Tunnel. Hier tobt sich Windstärke 5 sichtbar an den vorderen Büschen und Bäumen aus.

Die Kopfweiden …

… werden ordentlich in eine Richtung gebürstet.

Das Studium der Gewässerpegel belegt Besonderes. Während die Elbepegel normale Tideverhältnisse aufweisen, zeigen mündungsnahe Flusspegel von Pinnau und Krückau, dass jüngst die Sturmflutsperrwerke während zweier Flutperioden über 2 Stunden geschlossen waren. Der Südwestwind, Stärke 5, drückt bei einer freien Wasserstrecke von bis zu 3 km so stark in die  Haseldorfer und Pagensander Binnenelbe, dass den Sperrwerkschluss auslösende Fluthöhen erreicht wurden.

Die illustren Altweiden nahe Theaterschiff Batavia vor der versteinerten Geesthangkulisse Wedels erreichen teils ihre Haltbarkeitsgrenze, zunehmend vergehendes Altholz.

Ganz anders dann im Fahrradhäuschen – Windstille, dem Weberknecht gefällt`s.

Und Kreuzspinnen markieren – wie dicker werdende Staubschichten – selten genutzte Räder.

Solche Räder werden sinnigerweise im Fahrradkeller untergebracht.

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Wir wollten unserem gelegentlichen Gasthund und seinem Besitzer für beide neues Gelände zeigen. Bei Hitze bietet sich spätsommerlicher Wald an, Bach auf Moräne mit ersten Restaurierungsansätzen.

Offenbar gut gewählt, großes Interesse.

Leider gelang es mir nicht, einen früh entdeckten Schwarzen Moderkäfer scharf ins Bild zu setzen. – (Eigentlich nichts Besonderes, lese ich. In meinem Käferbuch heisst der, beschreibender, Schwarzer Moderkurzflügler) – Möge die Verlinkung mit ihren Fotos beeindrucken.

So ein neues Gelände will ja erstmal vorsichtig studiert werden – achtungsvoller Abstand vom Rohr …

Organoleptischer Test, man beachte Körperhaltung und Beinstellung – Vooorsicht. Schmeckt aber offenbar gut.

Schnell weicht erste Zurückhaltung dem Forscherdrang.

Ja, Wald ist generell ausgesprochen spannend.

Wir sind an der Bilsbek angekommen, anderswo auch schon punktuell in der Mittel- / Niedrigwasser-Struktur verbessert.

Im Foto ist die eintönige Breite von Hochwasser- bis Niedrigwasserabfluss erkennbar. Temporär zeigt nur der Sturzbaum mit Unterlage, welche Breite der Bach beim jetzigen Abfluss eigentlich hätte. Bachab ist Turbulenz erkennbar.

Interessant zu sehen ist auch, dass das Wasser glasklar ist. Der sonst Richtung Whisky / Cognac gehende Farbton, der durch Zulauf von Moorwasser aus dem Himmelmoor geprägt ist, fällt seit Langem völlig weg. – Der Wasserstand des Himmelmoors ist stark abgesunken, diese mehreren hundert Hektar Gelände des Bilsbek-Einzugsgebiets weisen keinen Abfluss auf.

Um „die andere Seite“ zu erwähnen: Da werden künftig bei Starkregen ordentliche Mengen zwischengespeichert, die anschliessend langsam (pottschwarz) abfliessen, den Landschaftswasserhaushalt ausgleichend.

Gar nicht oft genug kann das Auge des Betrachters geschult werden: Sohle und Ufer sind von freigespülten Moränensteinen bedeckt.

Rückweg – der Beagle kennt sich nun aus, erforscht Rohr und Umfeld des Waldbachs.

Ah, der für Deutschland typische Symbolische Fortschritt begegnet uns auch. Diesmal hat er kein Haus dabei (Einbruch beim Gebäudeerstellen!), langsam geht es voran, meint diese lange schwarze Nacktschnecke.

Vor Einsteigen ins Auto werfen wir noch einen Blick in einen jetzt trockenen Zulauf des kleinen Moränenbachs.

Das Erstaunliche hieran ist, dass dort bei Wasserführung charakteristische Bachbewohner der Gewässersohle anzutreffen sind. Spannende Frage, wie viele davon „unsichtbar“ in geeigneter Sohle oberflächige Trockenheit überdauern, wie viele von unten einwandern. Da mehrjährig sich im Bachsystem entwickelnde Sohlenbewohner darunter sind, kann mindestens bei denen ein Überdauern angenommen werden.

Wir sollten also auch für unsere – zunehmenden !! – sommertrockenen Strecken mehr Sorgfalt walten lassen. Für solche oberen Bereich unserer Einzugsgebiete, Quellen, gibt es aktuell eine neue Broschüre.

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