Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Reisen’ Category

Über erstes Restaurieren im Pinnau-Einzugsgebiet am Bilsbek, anstehend am Ohrtbrooksgraben sowie mit Schwerpunkt an der Mühlenau in Bönningstedt, Rellingen und Pinneberg wird hier im Blog fortlaufend berichtet.

Das Extremjahr 2018 mit seinem gefühlten Sommer von April bis Oktober und ultrageringen Niederschlägen zeigt, dass das Mühlenau-System dauerhaft Wasser vom „Nebenbach“ Moorbek, von Norderstedt aus, bezieht. So ähnlich wie die Elbe als kleinerer Nebenfluss statt der Moldau den Flussnamen gegeben hat, verhält es sich hier im Kleinen also auch mit der (zur Zeit trockenen oberen) Mühlenau.

Trotz Besingens von Quellen und Bächen in Deutschland werden die Oberläufe unserer Fliessgewässer im täglichen Leben eher gering geschätzt. Auch die staatlichen Programme im Gewässerschutz setzen mit ihren Prioritäten anderswo an. Da ist es um so beachtenswerter, wenn sich jemand den quellnahen Bächen widmet und sie wieder in die hoch produktive Kinderstube der bachab liegenden Strecken versetzt.

Der NABU Hamburg hat hierin langjährige Erfahrung. Das Pinnau-Einzugsgebiet profitiert insofern davon, als NABU-Gruppen Hamburg-naher Städte aus historischer Entwicklung zu diesem Landesverband gehören. Die Bachaktionstage können also auch hier stattfinden – so geschehen kürzlich in Norderstedt. Die Moorbek „entspringt“ mitten in der Stadt, läuft durch den von Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzten Moorbekpark Richtung Mühlenau – Pinnau Geest-abwärts.

Wir betreten den Moorbekpark durch einen der vielen Zugänge.

So vielgestaltig sieht das Bachbett der Moorbek nun nach Aktion von über 40 Aktiven mit Kies, Stein und Holz inzwischen aus.

Ende des ersten Bachaktionstags – bachab wird der nächste ansetzen.

Richtung Forst Styhagen bietet sich noch ein trostloses Bild, besonders ins Auge fallend angesichts der 2018er Niedrigstwasserführung.

Unstrukturiertes, überbreites Niedrigwasserbett, dominiert von Erosions-Sand. Leblos.

Angesichts umgebender Nutzung ultratief und überbreit vom Menschen in die Landschaft eingeschnittenes Gewässerprofil. Hochwasser tobt sich hier im Bett aus.

Wer Augen hat zu Sehen … – aus der umgebenden Moräne wäscht die Moorbek Kies aus.

Solange nicht neuer Erosionssand kommt, „konzentriert“ der Bach den Kies durch Sandabtransport – hier herrscht der Gewässertyp „Kiesbach“, immer noch oft genug nicht verstanden.

Niedrigstwasserführung querab Forst Styhagen – „Alles fliesst“, auch wenn`s wenig ist.

Gegen solcherlei Wüsteneien lässt sich etwas tun, wie die Gewässerschutzbeiträge hier im Blog zeigen.

Niedrigstwasser Mühlenau Rabenhorst – wie gut, dass wir hier schon Kiesstrukturen wieder hergestellt haben.

Und es wird weiter gehen.

Read Full Post »

Vor Kurzem war mal wieder „viel Wasser“ – so nennt man Sturmfluten, wenn die Sturmflutsaison noch nicht offiziell ausgerufen ist. Jedenfalls blies ordentlich Wind von See, am Hamburger Fischmarkt wurden gewässerte Pkw geborgen. Später blies es stürmisch auch per Kaltfront aus NordNordWest.

Runter von der Geest, rein in die Marsch – holla, da ist ja das ganze Entenflott auf dem Marschgraben dicht zusammen geschoben.

Sturm im Wasserglas, das also war und ist die Schiebekraft.

Elbe-seitig ist „viel Wasser“, gut 1 m über normalem Tidehochwasser. Aussendeichflächen sind weitgehend überflutet.

Fährmannssand, ca. 1 m unter dem Hochwasserstand. Die Rinderherde untersucht mögliche Fluchtstrecken.

Voriges Jahr – oder war es dieses Frühjahr – hatte es den Bullen nicht im Gelände gehalten, er war durch den Marschgraben geschwommen und wanderte auf der Deichkrone „nach Hause“.

Buntes vor dem Sperrwerk Wedeler Au.

Dann hoffen wir mal, dass das Hellgelbe nichts mit Pestiziden zu tun hat, sondern von der Sturmflut durch Treibselversatz (rechts davon) freigelegt wurde. Länger liegendes Treibsel hat das Gras hell werden lassen.

Schafe werden umgetrieben.

Hinter dem Deich konzentrieren sich die Vögel, hier Graugänse. Die Nonnengänse sind noch nicht aus Norden angekommen.

Blick zur Elbe – hoch ragt der Containerfrachter über den Deich.

Sturm auch auf der Wasserfläche, frühere Kleientnahme für den Deichbau, an der Carl Zeiss Vogelstation.

Auf den frisch freigelegten Kies-Inseln rasten nicht nur Kormorane.

Auch Höckerschwäne, Grau- und Silberreiher sowie Enten sind hier zu beobachten.

Auf den Wiesen ringsum tummeln sich Kiebitze, subjektiv scheint ihre Zahl in den vergangenen Jahren gestiegen, vermutlich zurückzuführen auf die Vielzahl der Feuchtgebietswiederherstellungen in Dänemark.

Read Full Post »

Bunter Herbst – Anfahrt von Wedel aus.

Der Ohrtbrooksgraben ist ein kleiner Bach, der durch Tornesch und Uetersen Richtung Pinnau fliesst. Unter anderem aufgrund der Wasserspeisung aus der Liether Kalkgrube führt er auch in Trockenzeiten Wasser, obwohl Regenrückhaltebecken im Sommer eifrig sein Wasser aufwärmen und verdunsten (vielleicht ändert sich diese Temperaturstörung und Durchgängigkeitsunterbrechung ja einmal mit Neuplanung der Becken und dann freiem Fliessen des Bachs). Bachab erreicht er die Pinnau und stellt für Wanderorganismen von der Elbe aus den ersten potentiellen Laich- und Aufwuchsbach dar. Daher wollen wir einen ersten Test wagen, haben ihn wie üblich mit Grundeigentümern, Wasserverband und Wasserbehörde abgestimmt. Der Grundeigentümer wird den Kies in die Böschung schütten, Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums werden dann erosionsschützende und lebensraumverbessernde Feinarbeiten sowie Gewässeruntersuchungen durchführen.

Blick bachab durch den Durchlass Kleine Twiete.

Im Gegensatz zu anderen Aktionen werden wir das Umfeld des Durchlasses nicht bekiesen. Für das Bauwerk wird gerade eine Erneuerung geprüft.

Teststrecke bachab.

Haupteinbringort, beide Uferseiten – Schütten am Westufer vorgesehen, Schaufeln eines Teils rüber in die Ostuferböschung.

Teststrecke, Blick bachauf.

Anfang November folgen Fotos von der Aktion. Die Besiedlung des Kieses wird in der Folge untersucht – mal sehen, ob sich schon diesen Winter oder dann im Frühjahr 2019 Kieslaicher einfinden. Auf jeden Fall werden standorttypische Wirbellose den neuen Lebensraum schnell besiedeln.

Im Abgang, Kleine Twiete: Rot! Kirschbaum oder verwilderte Felsenbirne (dafür eigentlich zu hoch)?

Näheres Betrachten: Es handelt sich um eine im Windschatten von Eiche und Schwarzerle sehr groß gewordene Eberesche / Vogelbeere, die mangels Störungen noch fast alle ihre bunten Blätter hat. Das Umfeld ist ein Beispiel für Baumvielfalt auf kleinem Raum mit Weissdorn und Holunder im Untergeschoss. Hornissen patroullieren eifrig und suchen nach Beute.

Demnächst mehr zum Ohrtbrooksgraben, sobald der Kies angeliefert ist.

Read Full Post »

Vor Reiseantritt nach Wernigerode war klar, dass wir just zum Wechsel aus dem seit April 2018 gefühlten Sommerwetter in den Herbst eintauchen würden. Das geschah nach dem Anreisetag (20. September) mit 26 Grad C. Die tiefste Temperatur wurde in den folgenden Tagen mit 12 Grad und ein Bisschen (lange erwartetem) Regen erreicht. Für die Bustour nach Quedlinburg hatten wir uns einen „wackelig“ angesagten Tag („einzelne Schauer“) ausgesucht und wollten uns überraschen lassen.

Morgens orientierten wir uns mit Blick über die Straße an den Kirchturmspitzen – meist leuchteten sie in der Morgensonne.

Wenn dann mit steigendem Sonnenstand die Grüne Straße durchleuchtet wurde, war der Tag schon gewonnen.

Auf dem Weg zum Busbahnhof.

Der schicke Himmel zeigte im Verlauf des Urlaubs zunehmend, dass es – zumindest oben – nordisch kalt geworden war.

Die Busfahrt verging wie im Flug.

Beim Ausstieg in Quedlinburg grüßt der Münzenberg – gern mal im Netz drüber nachlesen.

Stadtmauer, steiniger Blick in die Schenkgasse.

Quedlinburg – Schloss, Dom und Stiftskirche auf Fels gebaut.

Flächig blüht Schlingender Knöterich an der Schlossmauer.

Bunter Herbst-Aspekt an der Schlossmauer.

Finkenherd – symbolisch, zum Glück haben wir dieses Hobby bzw. solch Beruf längst aufgegeben.

Fachwerk nahe Finkenherd.

Marktplatz mit Rathaus.

Roland am Rathaus – wie bekannt bin ich von Geburts- und jetzigem Wohnort her ein Roland-Fan.

Am Ratskeller „läuft“ uns zum erstem Mal bewusst ein Hündchen über den Weg.

Solch Hund begenet uns dann noch auf einer Säule vor einer Kirche.

Und auf dem Kornmarkt, als eine der hier versammelten, bedeutenden Quedlinburger Persönlichkeiten.

Nachgeschlagen – der Hund hat ja offenbar Bedeutung für Quedlinburg. „Quedel“ heisst er also. In Erinnerung an gleichartige Qualitäten in unseren 2 1/2 Jahrzehnten Rauhaar-Erfahrung (bis August 2016) setze ich diesen Beitrag auch in die Rubrik „Der Kampfdackel“.

Altes Fachwerk will gepflegt, ggf. überarbeitet sein.

Beeindruckend sind nicht zuletzt die Stadtmauertürme, hier: Schreckensturm.

Einer, dieser, sollte begehbar sein. Leider hat seinem Holz-Inventar inkl. Treppen das feuchte Jahr 2017 (! wir erinnern uns) so zugesetzt, dass er zur Zeit unseres Besuchs gesperrt ist.

Mühlgräben kreuzen gelegentlich unseren Weg. Hier zeigt (dänischer Spruch) „der Wasserbauer Pflanze“, wie schick solch Graben strukturiert sein kann – wenn wir Menschen das nur zulassen.

Nicht zulassen wollen – und können – wir das Wachstum standorttypischer Bäume, hier: Erle, da sie Ufermauern und Sohle knacken würden.

Dafür sollten wir dringend im steril gewordenen Agrar-Raum endlich den Baumsäumen entlang der Gewässer wieder ihren Platz zugestehen. Nicht zuletzt als Anpassung an den Klimawandel = Schutz der gefährdeten Pflanzen und Tiere der von Natur aus sommerkühlen Bäche und kleinen Flüsse – ein Gebot der Stunde.

Auf dem Weg zum Bus queren wir auch die Bode kurz vor dem Bahnhof.

Quedlinburg hat uns sehr gut gefallen. Der Blick aus dem Bus erinnert an das als „wackelig“ vorhergesagte Wetter.

Blick zurück zum Schlossberg.

Da, am Horizont, ist er also, der „einzelne Schauer“ – in der Tat vereinzelt. Aber wer DA drunter ist, ist ordentlich nass.

Und so geht es während der Fahrt weiter – wir als Zuschauer vorbeirasenden Wetters. – Roter Milan über Stoppelacker.

Kurz vor Wernigerode – das Wetter wird doch nicht …

Und noch ein „einzelner Schauer“.

Kurz vor dem Busbahnhof. Wir richten uns auf dieses, lange nicht erlebte Schicksal ein – sind kleidungsmäßig gerüstet.

Angesichts des Schütts, der dann am Busbahnhof niederging, warteten wir aber doch lieber unter den gut geeigneten Überdachungen, bis der Anfall vorbei war.

Breite Straße, besonnt – Blick zurück auf gewesenes Wetter. Wir haben uns das Essen schmecken lassen.

Gelobt sei das Harzer Urlaubs-Ticket!

Read Full Post »

Aufsteigendes Weiss am Brockenhang – kochen die Füchse?

Das Weiss bewegt sich – die Füchse haben doch wohl keinen fahrbaren Küchenwagen? – Ach, das muss die Harzer Schmalspurbahn, speziell: die Brockenbahn, auf dem Weg zum Brockengipfel sein.

Und das sind dann meist nicht nur weisser Rauch und Dampf, sondern pechschwarze, Stadt und Natur füllende Rauschschwaden.

Wer es nicht selbst erlebt hat, kann es kaum glauben. Dazu gehört ein chemischer Gestank, der durch die Luft zieht … – Meine Güte! Auch in diesem Urlaub fragten Neuankömmlinge, was das denn sei, konnten die Antwort zunächst nicht fassen. Bei aller Liebe zu historischen Bahnen …

Solch Lok braucht eine „Bekohlungsanlage“.

So kündigt sich der ankommende Zug – wir sind mir ihm dann runter gefahren – bei Ankunft auf dem Brocken an.

Bei der Rückfahrt warteten wir auf einem Seitengleis, bis ein hochfahrender uns passiert hatte.

Zweifellos etwas Besonderes, diese Brockenbahn. Zum Betriebsmittel, um die Lok dampfen zu lassen, sollte man sich allerdings dringend etwas Passenderes ausdenken – wie wär`s mit einer Wasserstoff-Lok?!

Anachronismus Wernigerode, Werbung am Bus: Wasserkraftnutzung – fragwürdig angesichts vorbildlichen Fliessgewässerschutzes.

Read Full Post »

Der schweizer Fischereiverband ist seit Langem Vorreiter für erforderlichen Gewässerschutz. Der Hitze- und Trockensommer lässt ihn zu klaren Schlussfolgerungen kommen. Mit guter Fachlichkeit zeigt er auf, was jetzt endlich zu leisten ist. Die handlungs- und zielorientierte Konsequenz, die in der Vergangenheit bei Politik und Verwaltung zu notwendiger Abwasserreinigung führte, wird heute für anstehende Themen leider vermisst. – Möge sich das endlich ändern.

Read Full Post »

Den Rathausmarkt Wernigerode mit Brunnen und Fachwerkhäusern gibt es nicht nur im Original.

Der Miniaturenpark „Kleiner Harz“ schliesst unmittelbar an den Bürgerpark an, nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Ersterer kostet einen kleinen Beitrag, der Genuss des Bürgerparks ist kostenlos. Eine kleine Wanderung oder eine kurze Busfahrt führen hin. Das Schloss Wernigerode ist bereits im vorigen Beitrag in klein abgebildet.

Das Rathaus Wernigerode in klein.

Auch wer den Brockenaufstieg noch nicht selbst bewältigt hat, kommt hier auf seine Kosten.

Eine Vielzahl Gebäude aus Harz und Umfeld gibt es zu bestaunen. Entstehung und Arbeitsschritte bis zum fertigen Modell werden anschaulich in einer Ausstellung erklärt. Dazu fährt die Harzer Schmalspurbahn (in klein) auf einer 450 m langen Strecke durch das Gelände.

Der Bürgerpark, Ergebnis der Landesgartenschau 2006, führt durch Gärtnerisches, Landschaftliches. Hier ein Stillgewässer mit naturnahem Umfeld. Informationstafeln erläutern ausgezeichnet.

Ziege im Schlaraffenland – ein kleines Tiergehege ist ebenfalls im Bürgerpark zu finden.

Neben Bildung ist auch Spielen angesagt – und über allem: das Schloss Wernigerode in echt.

Für diesen Urlaub hatten wir uns auch einen Besuch im Harzmuseum vorgenommen – gesagt, getan. Gleich hinter dem Rathaus taucht man in eine wohlsortierte Auswahl breiter Themenspektren ein. Stadt- und Bergbaugeschichte werden anschaulich dargestellt, Pflanzen- und Tierwelt in alt (Paläontologie, Geologie) und aktuell vorgestellt. – Der Hasseröder Auerhahn findet sich bereits hier im Blog, Beitrag „Wasser“.

Beeindruckendes Ständerwerk.

Zeugnisse des einst hier vorhanden gewesenen alten Meeres.

Historische, vergangene Tierwelt.

Metallisches, Kristallisches, z.B. Bergkristall.

Und angesichts der vielen Harz- und speziell Wernigeröder Bäche fehlt auch der Eisvogel nicht.

Nach intensivem Studium verlassen wir begeistert das Harzmuseum. Da gucken wir sicher gelegentlich wieder rein. – Was noch so zu berichten wäre? Es folgen demnächst abschliessend Eindrücke zur Brockenbahn sowie von einem Ausflug ins schöne Quedlinburg.

Read Full Post »

Das Schloss Wernigerode thront auf einer Bergecke, ist nicht zu übersehen. Ein paar Eindrücke aus dem September 2018 folgen.

Schon von fern ist an der Schlosssilhouette zu erkennen, dass man sich Wernigerode nähert.

Blick vom Bahnhofsvorplatz.

Fachwerkstadt Wernigerode und Schloss.

Aspekt von anderer Seite.

Das Schloss von der Hochschule Harz aus betrachtet.

Schicke Herbstansicht, Abendlicht spiegelt sich in den Fenstern.

Von hier kann man aus der Altstadt direkt den Berganstieg wagen.

Wer nicht kraxeln möchte, nimmt die Bimmelbahn, z.B. die gelbe.

Beeindruckender Blick aufwärts.

Der Zugang ist geöffnet.

Fernblick garantiert – es sei denn, dichter Nebel verhüllt die Berglandschaft.

Der Springbrunnen, bereits im Detail im Beitrag „Wasser“ vorgestellt.

Kletternder Wein gibt eine eindeutig herbstliche Note.

Jaaaa, und der Zahn der Zeit …
So ein Bauwerk will regelhaft gewartet werden.

Für Leute vom Bau oder Katastrophen-Gläubige ist die detaillierte Betrachtung des Mauerwerks ringsum – interessant auch bei wechselnden Besuchen zu verfolgen – äusserst interessant. Ständig wird repariert, restauriert, irgendwas neu gebaut. Muss sein.

Wir warten auf die Bimmelbahn – Rückfahrt bergab.

Da bekommen wir dann auch Bergeindrücke in andere Richtung, die mancher sonst nicht erwandert.

Der historischen Vollständigkeit halber ergänze ich mit einigen Stadtmauer-Fotos, hier am Lustgarten querab Altstadt und Schlossberg.

Turm an der Stadtmauer.

Einblick in einen interessanten Turm.

Turm-Einblick, Detail: 2 Eulen und ihre Schatten.

Uns macht es immer wieder Spaß, mit offenen Augen Wernigerode zu erleben.

Und wer das Schloss nicht erklimmen oder per Bahn anfahren möchte: Zu Fuss oder per Bus zum Miniaturenpark ist auch ein lohnender Ausflug – dazu demnächst mehr.

Read Full Post »

Einen Wernigerode-Besuch nutzen wir vor allem zum Wandern. Gelegenheiten gibt es sehr viele, ganz unterschiedlich ja nach Lust und Laune auswählbar – vom „Knochenbrecher“- bis zum idyllischen Waldwanderweg. Die zahlreichen Bachtäler im Harz bieten mit ihren Wanderwegen und -stiegen gute Ansatzpunkte.

Hier folgen ein paar Eindrücke von der Kalten Bode, Schierke, und von der Ilse, Ilsenburg.

Aus dem Bus stiegen wir in Schierke an der Haltestelle Jugendherberge aus. Eindrucksvoll unterquert die Kalte Bode ein Gebäude.

Bei einer späteren Wanderung gelang es leider nicht, die anwesende Wasseramsel auf`s Foto zu bannen.

Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Bach-Baum-Stein – Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Sturzbaum, Erhalt eines Stammteils – Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Die Natur zeigt, wie sie es haben möchte. Jung-Erlenaufwuchs – Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Brocken-Holz – Kalte Bode, Schierke, bachauf.

Im Beitrag „Der Berg rief – wir kamen“ ist unser Weg zum Brockengipfel, startend in Schierke an der Kalten Bode, beschrieben.

Nun zur schönen Ilse. Wir nutzten den Bus bis zur Schutzstation Ilsenburg. Die Landschaft und der Weg unterscheiden sich zum Vorigen, vielleicht wird deshalb im Sprachgebrauch“schön“ vor den Bachnamen gesetzt.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Heinrich-Heine-Weg durch Laubmisch- und Nadelwald – Ostharz, schöne Ilse.

Gutes Schuhwerk ist immer angeraten, auch auf dem Heinrich-Heine-Weg. Regenwetter im Harz hinterlässt deutliche Spuren – Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Bruchbaum, Stamm fast ganz hohl – Ostharz, schöne Ilse.

Mikado in groß – Ostharz, schöne Ilse.

Im Grundsatz, egal ob Laub- oder Nadelholz, zeigen uns die Bäume aber doch durchweg, wie guter Erosionsschutz aussieht.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Ostharz, schöne Ilse.

Wir sind über die Fahrstraße zur Schutzhütte Ilsenburg zurückgekehrt, fahren mit dem Bus nach Wernigerode.

Für kommende Besuche ist angedacht, diese Buslinie durch die abwechslungsreiche Waldlandschaft bis Drei Annen Hohne zu nutzen (im Gegensatz zur kurzen, direkten Linie Wernigerode – Drei Annen Hohne – Schierke), um noch Unbekanntes kennen zu lernen.

Read Full Post »

Wasser, das Lebens-Elixier – quillt in großer Höhe, hier im Harzvorland „Miniaturenpark Kleiner Harz“.

Brunnen waren schon für die Altvorderen wichtig – hier: Schlossbrunnen Wernigerode.

Wasser, formsuchend – Schlossbrunnen Wernigerode, Detail links.

Wasser, formsuchend – Schlossbrunnen Wernigerode, Detail rechts.

Über Wernigerodes erfolgreiche Anstrengungen zur Verbesserung der Stadtbäche Holtemme und Zillierbach ist hier im Blog regelmäßig berichtet worden. Das betrifft unter anderem die Herstellung der Durchgängigkeit für Gewässerorganismen sowie den Fachaustausch auf lokaler und regionaler Ebene (Wildfisch-Symposium, div. Jahre – zu finden über „Suche“).

Wie anderswo ist die inzwischen Halbjahres-Trockenheit 2018 auch an diesen Harzbächen nicht spurlos vorüber gegangen – es gibt halt keinen Gletscher, der sommers dauerhaft Wasser liefern würde, und wenn Grundwasservorräte vorhanden sind, so sind nicht nur die Natur und ihre Lebewesen, sondern auch andere Interessenten Nutzer. Da bleibt, wenn es denn so gar nicht ergiebig regnet, für Bäche und Flüsse nicht viel übrig.

Das betrifft im Bach nicht nur Fischnährtiere und Fische, sondern auch, quellnah, den Feuersalamander und seine Larven. (Schild fotografiert Drei Annen Hohne).

Mit sooo wenig Wasser hatten wir die Holtemme im Stadtgebiet Wernigerode noch nicht gesehen.

Die Holtemme in Höhe der Hochschule Harz – Big Bags im Bachbett, nanu?

Wir erinnern uns: 2017 gingen im Harz Sturzfluten bachab. Dieses Wehr wurde völlig zerstört – hier: notrepariert.

Nun hätte man die Zerstörung für eine naturnahe Durchgängigkeit nutzen können. Da aber die Mühlgräben wichtige Lebensräume des Feuersalamanders sind, fand die im vorstehenden Foto ahnbare Notreparatur statt. – Nebendran besteht ja der bislang sehr gut wirksame Fischpass.

Fischpass Hochschule Harz, obere Alu-Forelle im Trockenen.

Die zweite Alu-Forelle erscheint vermeintlich auf grüner Wiese.

Wie große Legosteine wirken die Notreparatur-Betonklötze. Bachauf jagt eine Gebirgsstelze nach aus dem Bach schlüpfenden Insekten.

Immerhin war nach Regenfällen ein paar Tage später zu erkennen, dass die Notreparatur so weit greift, dass mehr Abfluss demnächst wieder über den Fischpass laufen wird – wohl rechtzeitig zur Forellenwanderung Richtung Laichplätze weiter oben.

Bis dahin liegt aber auch der Fischpass Höhe Westerntor noch weitgehend trocken.

Auch weiter bachab fliesst die Holtemme auf ein Niedrigstwasserbett konzentriert.

Das Wehr hier ist erhalten, alles Wasser fliesst über den gut funktionierenden Fischpass ab.

Das geübte Auge erkennt Fischstandplatz und die „Hausbewohnerin“ Bachforelle.

Fischpass-Ablauf, Blick Holtemme aufwärts.

Auch der Zillierbach hat uns im Stadtgebiet Wernigerode früher beim Beobachten teils großer Forellen fasziniert. Dieses Jahr bot sich leider solche Gelegenheit angesichts des Niedrigstwassers nicht – tiefe Standplätze waren so gut wie nicht vorhanden.

Zillierbach 2018 im Bereich „Schöne Ecke“.

Eine kleine Entschädigung bot diese Steinfliege, auf dem Geländer der Brücke „Schöne Ecke“ sitzend.

Der Herbst wirft seine Zeichen – Nahrung für Bachflohkrebse ff. – in die Bäche.

Auch im kleinen Bach gibt es gelegentlich Standplätze für Großes – wenn denn Großbäume ufernah wachsen dürfen (Foto: flottierende Weidenwurzelspitzen).

Angesichts des Wasserwissens in Wernigerode ist es erfreulich, dass der Altbaumbestand auch bei Sicherheitsmaßnahmen – so nötig – durch minimalen Beschnitt erhalten bleibt.

Erle, Esche, Weide, Ulme und Begleitbäume und -büsche charakterisieren die Wernigeröder Bäche. Möge es insbesondere in Zeiten des Klimawandels so bleiben. Die Lebewelt der sommerkühlen Bäche und Flüsse ist anderswo bereits durch steigende Sommermaxima der Wassertemperatur gefährdet. Dort kann Anpassung an den Klimawandel = Tolerieren und Fördern des standorttypischen Baumsaums bis hin zum Auwald wesentlich helfen.

So wartet (nicht nur) das Wappentier Wernigerodes auf reichlich Regen, damit sich in Grundwasser und Gewässerabflüssen wieder mindestens mittlere Verhältnisse einstellen.

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »