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Archive for the ‘Klima’ Category

Anders als andere Bäche, z.B. die Mühlenau im Pinnau-Einzugsgebiet oder die Ohlau im Stör-Einzugsgebiet, erhält der Ohrtbrooksgraben jeweils kleine Mengen Kies. Dies liegt unter anderem daran, dass die betreffende Strecke – ein Ufer in Privatbesitz, das andere Ufer Eigentum der Stadt Tornesch – nahe der Mündung in die Pinnau im Tidebereich liegt. Alle Beteiligten wollen Schritt für Schritt sehen, welche Entwicklung der Kies nimmt und bringt.

Der Ohrtbrooksgraben kommt aus der Geest Uetersen / Tornesch. Schicke Dreidimensionalität, hier mit Weissdorn, Weide, Hopfen, lässt fast Nachtigallengesang erwarten.

Blick durch den Knick – da liegt „mein 3-Achser-Lkw-Äquivalent“, das sind 15 t Kies.

Einer der sehr zahlreichen kleinen Grashüpfer (es sind auch große und noch größere da) ist ins Wasser gesprungen – willkommene Sommernahrung für die Fischwelt.

Der 2018er-Kies hat belebende Strukturen geschaffen.

Ich warte auf den Fachmann mit Fachgerät für den Kieseinbau.

In den Bach eintretendes Sickerwasser, erkennbar an der „Kahmhaut“ Eisen, ausfallend bei Sauerstoffzutritt, und der punktuellen Ockerverfärbung auf dem Kies.

Neue Anrisse im Ufer weisen eindeutig auf den hohen Druck von Uneinsichtigen mit freilaufenden Hunden hin.

Es dauert auch nicht lange, da bevölkert – weit entfernt vom „Herrchen“ – ein frei laufender, „zur Natur gehörender“ Hund die Wiese, stöbert am Bach herum.

Ich erläutere „Herrchen“ die Betretungsregeln der „freien Natur“, speziell auch „Eigentum in Schleswig-Holstein“ und „Landschaftsschutzgebiet“. Als langjähriger Hundefreund, -führer (oder -geführter ?) und generell finde ich, dass schwarze Schafe am Besten aus eigenen Reihen angesprochen werden. Das nützt bei spezieller Klientel allerdings gar nichts. Sowas wie „Bodenbrüter“ und „geschützte Arten wie Fischotter“ will schonmal gar nicht gehört werden. – „Herrchen“ erklärt mir bissig, er wisse jetzt Bescheid. (Wer`s glaubt …)

Da kommt der Grundstückseigentümer mit geeignetem Kiesbewegungsgerät, einem Radlader.

Wir unterhalten uns kurz über das Verhalten einiger Hundebesitzer, gehen dann ans Werk.

Zielgenau werden die 15 t Kies an mehr als 7 Punkten verteilt.

Wie üblich setzt die Schaufel auf der Uferkante auf, der Kies rutscht in den Bach, baut den Schüttwinkel auf. Schwerpunktartig werden 4 neue Punkte beschickt, 3 ältere werden uferseitig ergänzt.

Kleine rote Hubschrauber, wohl Heidelibelle, patroullieren die Bachstrecke.

Zwischendrin wird der Kieshaufen für möglichst lange sauberes Arbeiten optimiert.

Heidelibelle auf Position.

Kies im Schüttwinkel – 2 von 4 neuen Einbaupunkten am Ende der heutigen Strecke.

Nach kaum 1,5 Stunden sind wir fertig. Jetzt können ggf. Schulklassen feinprofilieren.

Solch Restaurierungsstrecke ist auf jeden Fall, auch wenn „nur“ untersucht wird, ein prima Lernort.

Ein schönes Beispiel, wie aus einem stillen, überbreiten und übertiefen Kanal ein wieder sicht- und hörbarer Bach werden kann.

Dann bis zum nächsten Mal, ich fahre ab.

 

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Hurra, es (hat ge)regnet – und zwar gut vor sich hin, hätte gern noch mehr sein können. Immerhin zeigt „mein Indikator“ Mühlenau, Pegel Rellingen, dass nach dem steilen Gewitter-Peak von vorgestern Abend der Abfluss durch den aktuellen Regen im Bereich des Mittels (ein Weilchen) gehalten wird. Das ist ja schonmal was, gemessen an den krassen Minimumabflüssen den ganzen Sommer lang. Von 2018 will ich gar nicht schreiben …

Genau rechtzeitig sind hier in Wedel etliche Einbauten am Zulauf von Gräben in den Regenwasserkanal fertiggestellt. Die verbessern den Grobstoffrückhalt, beugen Verstopfungen vor und bremsen den Regenwasserabfluss ins Kanalnetz – so haben der Bodenwasserhaushalt und die Landschaft mehr vom Niederschlag und Hochwasserspitzen werden dezentral vermieden.

Solch positive Anwendung unserer Steuergelder soll man sich gern mal näher ansehen.

Der übliche schräge Rechen ist „auf der Höhe“ durch einen Vertikalrechen ergänzt. So kann jegliches „Treibgut“ ggf. hochgeschoben oder, überstaut, oben überflossen werden.

Drin ist noch ein Einbau zum weiteren Feststoff-, aber auch Wasserrückhalt, eine Abflussbremse.

Mir gefällt`s! Wir dürfen gespannt sein!

Die Regenfront ist durch. Gleich wird wieder geradelt.

Ob nun alle Bäume diesen Sommer überstehen? Etliche Hainbuchen sehen schon mehr als herbstlich aus.

Die städtischen Mehlbeeren in unserem Wohnumfeld sehen mehr als gruselig aus.

Mal sehen, was uns im nächsten Frühjahr an Mehr oder Weniger überrascht.

„… gestern Kies.“ steht noch in der Überschrift. Da folgt demnächst der sonnige Beitrag – der Ohrtbrooksgraben im Tidebereich Uetersen / Tornesch (vgl. Beiträge 2018) war mal wieder dran.

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Ja, es hat geregnet. Was hier am Nachmittag des 15. August ganz ordentlich erschien, hat sich in Gewässern aber so gut wie nicht wiedergefunden.

Segen hat der Regen trotzdem gebracht. Mindestens die obere Bodenschicht wurde ordentlich benetzt. Und dann ging es ja in der Nacht zum 18. August noch einmal stundenlang zur Sache. Sehr schön, da ging kein Sturzregen runter, sondern ein schicker Landregen regnete so vor sich hin. Der Pegel Mühlenau, Rellingen, zeigt zwar keinen beeindruckenden Wasseranstieg, aber doch eine über den ganzen Tag gehende Abflusserhöhung, die am Folgetag langsam abklang. Immerhin, in diesen unseren Zeiten!

Der Regen hat der Vegetation gut getan, selbst die nur noch in halber Blätterpracht hier ringsum stehenden Mehlbeeren (krasser sommerlicher Blattfall als Notreaktion auf die Trockenheit) scheinen sich erholt zu haben.

Für alle hat es nicht gereicht. Dieser noch kleine Baum in der Nachbarschaft wird wohl nicht wieder austreiben (alles ist trocken, keine Rotvariante).

Nun hat aber eine spätsommerliche Schönwetterperiode eingesetzt. Aus diesem Busch- und Baumgemisch an der Mündung der Wedeler Au in die Elbe singen munter Starenhorden.

Suchbild – klitzeklein sitzen etliche im trockenen Busch frei. Massen halten sich im beblätterten Dreidimensionalen im Verborgenen auf.

Idyll – Vor dem Hamburger Yachthafen (die Reihen lichten sich, Ferien-Bootsfahrer sind offenbar schon abgezogen).

Wenn die Elbe nicht menschengemacht so krank wäre, könnte man sich noch mehr dran freuen!

Da kommt die Lühe-Schulau-Fähre im Gegenlicht. 2018 haben wir sie oft genutzt.

Da kommt doch so eine Idee … – Wir stechen in See (pardon, diese Küstenüberheblichkeit, in die Elbe)!

Richtung Lühe zieht die Fähre vorbei.

Hab` ich ihn doch erwischt! Seeadler hoch oben im Blau, von Hanskalbsand die Elbe querend Richtung Fährmannssand.

Den Farben nach handelt es sich um ein Alttier.

Lühe-Anleger fast erreicht – Seehafen-mäßig geht zur Zeit aber gar nichts auf der gesamten einsehbaren, viele Kilometer langen Elbestrecke.

Heimweg per Rad – Reifende Vogelbeeren querab der Wedeler Au-Mündung in die Elbe (das Ufo im Blau ist eine Rauchschwalbe, bitte einfach glauben).

Schnell ist unser Plan online am PC umgesetzt. – Ganz sooo schnell geht das Ganze aber dann doch nicht: die Fahrrad-Reservierung muss noch per Telefon erfolgen. Danach erst macht der online-Kartenkauf für den Menschen am Rad Sinn. Wir gehen am Freitag um 11.40 Uhr an Bord der Liinsand, Abfahrt Fischereihafen Altona 10.45 Uhr, und erreichen Stadersand 12.20 Uhr.

Die Wettervorhersage bleibt hoffentlich, gutes Wetter, Wind aus Süd – so werden wir die kurze Radtour bis Stade mittags mit einem schicken Essen und einem kleinen Stadtbummel krönen.

Anschliessend, vorausgesetzt der Wind dreht nicht, haben wir prima Voraussetzungen, nach längerer Strecke per Rad in Lühe die Lühe-Schulau-Fähre gegen 16 oder 17.10 Uhr zu besteigen.

Wie`s wirklich wird / war, folgt demnächst hier.

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Jetzt also soll es, nach Wettervorhersage, erstmal regnen – hat vorige Nacht begonnen. Warten wir mal ab, was davon uns wirklich trifft und ob denn Segen daraus wird.

Gestern: Radeln Wedel – Pinneberg, Besprechen des anstehenden Pinnau-Bekiesens.

Vorbei an der – fast trocken gefallenen – Mühlenau, hier bachab S-Bahnquerung Pinneberg.

Bachauf der S-Bahn kann es nicht anders aussehen.

An der Pinnau stadtauswärts, Tnw, täuscht der Kanal-artige Wasserspiegel etwas vor. Auch hier fliesst fast kein Wasser.

Nun warten wir gespannt, wann und wie die Bekiesungen stattfinden werden. Im Stadtgebiet ist es situationsbedingt schwieriger als beim Mühlenau-Projekt, das hier im Blog ausführlich beschrieben wurde.

Wetter für Nordlichter, Gegenwind – ich radele zurück. Puhäh! Etwas mehr gewachsene Kondition hätte ich mir dafür schon gewünscht.

Was ist nun mit dem Regen? Hier noch ein paar Fotos aus Vortagen – wir warten!

Horizonte! – Der gängige, heutige, gut subventionierte Anblick – lässt für „Horizont“ keinen Raum.

Was ist das, der Weg überschwemmt, alles nass?!

Ach, das bekannte Bild im Umfeld – volle Kanne Grundwasserentnahme und Vollrohrberegnung bei Sonnenschein über den Tag hinweg.

Wir sind ja ein Wasserüberschussland, wie uns Jahrzehntelang (bis heute, lesen Sie die aktuelle Presse …) eingebläut wurde. Sind die Wasserverkäufer eigentlich der Allgemeinheit verpflichtet (dachte ich in meinem kindlichen Gemüt)?

Die Realität sieht anders aus.

Dass temporäre Tümpel trockenfallen, ist bekannt. Beginn und Dauer des Ganzen aber verändern sich.

In baumbestandenem, nicht sonnenbebratzten Areal zeigt sich, wie „Landschaft“ sich selbst hilft. Hier hat sich Regenwasser von neulich über Wochen halten können.

Lernen wir was draus (?).

Kiesbach Sauerbeck (aus dessen Einzugsgebiet oben gezeigtes Wasser entnommen wird), trocken.

In der Elbe werden markante Steine sichtbar. 2019 addiert sich auf das Niederschlagsdefizit aus 2018 – man sagt, „im Boden“ fehlt eine Wassermenge, die inzwischen 300 l / m² beträgt.

Großes Weidenröschen – wir sehen spätsommerliche, herbstliche Aspekte.

Auch, wenn`s oft genug stürmte und gelegentlich finster aussah – so richtig runtergekommen ist nichts.

Wir warten also auf den Regen und sind gespannt, ob und wie er sich im Abflussgeschehen z.B. der Mühlenau (aktuelle Situation s. Fotos oben) erkennen lässt.

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Im Juni hatte ich über die Anreise zur internationalen und interdisziplinären Konferenz „LuWQ 2019, Land Use and Water Quality – Agriculture and the Environment“ sowie ein wenig über das Umfeld von Aarhus, DK, berichtet (die Beiträge sind leicht zu finden über den Kalender in der rechten Spalte).

Nun haben die Organisatoren das Gesamtprogramm mit zur Veröffentlichung frei gegebenen Vorträgen und Postern ins Netz gestellt – bequem sind alle interessierenden Beiträge anklickbar (meiner auf S. 25 sowie als Einzeldatei im Salmonidenfreund, Downloads).

Möge es nützen.

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Hundstage 2019 – Radeln hinterm Deich, Wedel.

Voriges Jahr hatten wir ausgiebig das stabile Wetter für Fahrten mit der Lühe-Schulau-Fähre plus Rad-Tour genutzt, z.B. nach Stade (vgl. Beitrag vom 16. Juli 2018).

Mal sehen, ob da dieses Jahr auch wieder etwas draus wird (Cranz, Buxtehude, Horneburg bieten weitere Ziele). Je nachdem, wie um die Stadt mit frischem Wind der Wind steht, insbesondere bei Richtungen „stramm Ost oder stramm West“ kann der Rad-Anteil mindestens in einer Richtung von der / zurück zur Fähre trotz guter Gangschaltung anspruchsvoller ausfallen, ggf. auf den Rest (Abfahrt Fähre zurück) zeitlich knäpplich werden.

Da bietet 2019 ab demnächst eine neue Variante, jedenfalls für die Stade-Tour. Wasserseitig war schon etwas davon zu ahnen.

Schulauer Hafen, Westmole – Ostwind biegt die Pappeln seewärts.

Zu heiss? – Kleine Möwe, fliegt nicht nach Helgoland?

Gutes Segelwetter!

Und da ist sie ja, die Liinsand – neulich schon beim Anläuten der neuen Elbvertiefung und -verbreiterung, weiterer Todesstoß für das Ökosystem Tide-Elbe, gesehen.

Ab 5. August meint sie es ernst, gilt der Fahrplan. Noch trainiert die Besatzung die Strecke Stadersand – Wedel – Altona (Fischmarkt).

Willkommhöft wird angesteuert.

So, An- und Ablegen simuliert.

Und Abdrehen, volle Kraft voraus.

Schnell wird die Liinsand kleiner, aus Richtung Hafen Hamburg naht ein kleinerer Containerfrachter.

Was sagt uns das? Künftig können wir uns den Luxus leisten, je nach Windrichtung und -stärke die eine Tour wahlweise mit der Lühe-Schulau-Fähre und die andere mit der Liinsand vorzusehen.

Möge das neue Angebot einen Markt finden.

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Der zweite Grasschnitt ist weitgehend abgeschlossen, auch Raues, Pferdeheu, bei günstigen Bedingungen gemäht, gewendet, geschwadet und eingefahren oder, als Kaventz-Männer, gerollt verpackt. Glück gehabt! Bei dem Bisschen Regen bisher hat es gerade für die oberflächige Grün-Produktion gereicht.

Da sieht man auf „freiem“ Gelände, was sonst verborgen ist.

Gras gemäht, Fläche frei – ist da wer?

Sind das Herr und Frau Osterhase, auf Sommerurlaub in Wedel?!

Mich fragte mal ein junger, für Ökologie im Lebensumfeld nicht zugänglicher Jungbauer, wieso man am Ende des Sommers Hasen sähe, die ansonsten offenbar „nicht da“ wären. – Muss ich eine Antwort geben, oder sprechen die Fotos für sich?

Die Hasen interessieren solche Überlegungen nicht. Sie sind einfach da.

Ob sie mich nun wahrgenommen haben, oder einfach genug von der Sonneneinstrahlung hatten, nach einer Weile verschwanden sie im hohen Grün.

Und wieder sind sie einfach „nicht mehr da“. – Möge die nächste Jagd-Saison, bei der – Kultur-Historie – flächenhafte Treibjagden angesagt sind, schadlos an ihnen vorüber gehen.

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Wohl dem, der in lichtem Schatten radelt – Blick quer über die B 431.

Rein in brüllende Hitze.

Schafgarbe vor goldenem Korn. Früher hätte ich auf Gerste getippt, heute weiss man das bei langen Grannen nicht mehr ganz so klar.

Die Hitze überrennt die Zeit. Die Mähdreschervermittler wissen sich vor Anfragen kaum zu retten.

Ich tauche schnell wieder in Schatten ab – hier: Schatten total mit Überdach – ausgewachsene Hainbuchenhecke, unten für den Radweg getrimmt.

 

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Aus dem gesamten Bundesgebiet waren offizielle Gäste von der Wasserstraßenverwaltung des Bundes nach Wedel geladen. Es ging auf`s Schiff, um die neue Elbvertiefung, vor allem aber auch -Verbreiterung der Fahrrinne „anzuläuten“.

Da wollte ich als alter Elbe-Mann – wenn ich schon nicht auf`s Schiff durfte – mindestens mal vom Ufer aus gucken.

Blick über Wedels „Sandstrand“ Richtung Willkommhöft.

Da liegt ein Ausflugsdampfer am Willkommhöft – startet dort die Fahrt?

Hohe Polizei-Präsenz – Angst davor, dass der fast noch neue Anleger im Schulauer Hafen geklaut wird?

„Sandstrand Wedel“ – über die Ursache, wieso der Sand geklaut wird und wer das macht, hört man komischer Weise nix.

Fast könnte man meinen, „Die Fahrrinnentiefe plus Schwall und Sunk der Großschiffe sind`s“ wird zurückgehalten, um den Start dieser weiteren Elbvertiefung nicht zu stören.

Am Willkommhöft, dieses Boot durfte nicht auf die Elbe – Sicherheitsbedenken.

Weil`s so zutrifft – andere Bootsseite.

Willkommhöft, Blick seewärts – kein Großschiff.

Willkommhöft, Blick Richtung Hamburg – kein Großschiff.

Langweilig?

Nein, da liegt ja die Hammonia. Der eine und andere Elbsegler mit Protestbanner passiert.

Und da kommt planmäßig die Lühe-Schulau-Fähre, möchte ihre Passagiere aussteigen lassen.

Hammonia macht Platz.

Man fragt sich, wieso das eine oder das andere Schiff nicht den gut bewachten Anleger im Schulauer Hafen nutzen kann / darf ? !

Da fährt aus Hamburg, Richtung Stadersand, die neue Elblinie vorbei.

Das bisherige „Wattentaxi“ übernimmt eine neue Route, nun in der Tide-Elbe.

So sieht der Katamaran „Liinsand“ im Gegenlicht aus.

Die Hammonia liegt wieder bereit, weitere geladene Gäste aufzunehmen.

Wenn ich mir die Gesellschaft so ansehe, durchweg in diversen Tönen schwarz gekleidet, kommt es mir vor, als ginge es zu einer Beerdigung.

Pardon, ich vergaß: das ist ja eine Beerdigung. Schade um die Elbe.

Da kommen die Demonstranten vor dem Schulauer Fährhaus, bunt wie auf einer New Orleans-Beerdigung, meiner Einstellung näher.

Sie präsentieren Elbstint im Sektglas (mal die Fotos im Link durchsehen).

Die Lühe-Schulau-Fähre muss jetzt die ganze Zeit gegen den Strom stehen?! Ein Elbfischer und Motorboote nahen.

Die Polizei prüft die Lage.

Keine Gefahr!

Ein Bisschen Schlick wird schon aufgewirbelt.

Oberkante Spundwand im Schulauer Hafen. Nicht zu Unrecht skandieren die Demonstranten „Herr Scheuer, was soll der Quatsch? Wir ha`m hier nur den Matsch!“

Noch immer wartet Hammonia. – Ich warte nicht.

Alle anderen warten weiter am Willkommhöft auf den Minister – ist er etwa schon an Bord?

Nein, ist er nicht. Ich treffe ihn und einige wenige Begleiter an der Westmole / Übergang zum Kopf des Schulauer Hafens.

Ich sage noch „Mit meiner Digicam lassen sich keine Selfies schiessen …“ – Da belehrt mich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eines Besseren. – Man lernt nie aus!

Im Abradeln: ein Dackel-Mix macht das einzig Vernünftige, Abkühlung suchen und finden.

Heiss wird`s.

Derweil scheint der gestrige „Anbaggerer“ Scheldt River nach Baggern vor Wedel und Verklappen vor St. Margarethen (?!) die Elbe zu verlassen und Arbeit anderswo zu finden.

Hier, (noch) Süßwasserwatt Fährmannssand bei Tideniedrigwasser, wird demnächst nur noch die dunkle Fahrwassertiefe auf Kilometern übrig sein. Schon heute hat sie das aquatische Ökosystem der Elbe an den Rand seiner Existenzfähigkeit gebracht.

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Üblicher Weise gebe ich keine Extra-Leseempfehlungen, verlinke sie gegebenenfalls in einem Beitrag.

Dieses Büchlein aber finde ich so interessant, dass ich seinen Hinleitungstext von PAN-Germany direkt widergebe:

Neu: Ausflug in die Agrarlandschaft – Was wir sehen – und was wir sehen könnten

Cover Ausflug in die AgrarlandschaftRund die Hälfte der Fläche Deutschlands wird als Agrarland genutzt. Mit etwas Hintergrundwissen, wie es in diesem Büchlein kurz und knapp präsentiert wird, kann das Wandern, Radeln, Zug- oder Autofahren durch die Agrarlandschaft zu einer spannenden Beobachtungstour hinter den Kulissen der industriellen Landwirtschaft und zu einer lebhaften Vorstellung von einer nachhaltigen Landwirtschaft werden.
Dieses Büchlein beschreibt nicht nur, was wir in der Agrarlandschaft „sehen“, sondern auch, was wir „nicht sehen“ sowie, was wir „sehen könnten“, wenn die Landwirtschaft klimaneutral, ökologisch verträglich sowie auch für die Landwirt*innen ökonomisch einträglich wäre.
Begeben Sie sich mit dieser kleinen Lektüre mit ihren vielen Fotos und erläuternden Abbildungen auf einen Ausflug in die Agrarlandschaft. Ganz nebenbei schärfen Sie dabei Ihren Blick für aktuelle und kommende Debatten über die Zukunft der Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels und des  dramatischen Artenverlusts.

PAN Germany, 2019, DIN A5, 60 Seiten

Inhaltsverzeichnis (pdf-Datei)

Klick auf den obigen Link PAN-Germany führt Interessierte zu den Bezugsbedingungen. Es handelt sich meines Erachtens um ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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