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Archive for the ‘Klima’ Category

Über die Panke steht seit einigen Jahren einiges hier im Blog, hier mein erster innerstädtischer Eindruck aus 2011. Was für ein ökologisches Potenzial – wie im Hamburgischen sollte sich aus solch Stadtgewässer im Sinn der EG-Wasserrahmenrichtlinie etwas machen lassen.

Der Berliner Senat ging an ein umfassendes Werk, planerische Arbeiten in Richtung Planfeststellung. Aufgrund der streckenhaften bis punktuellen Verschiedenheit der historisch gewachsenen Stadtlandschaft ergaben sich im formalen Verfahren Hinweise bis Stopper, die dann im Jahr 2019 im Planfeststellungsbeschluss gewürdigt wurden. Inzwischen sind erste Arbeiten im Gang bzw. in Vorbereitung.

Aber soviel nur am Rande – wir fuhren nach Norden, zum Kleingarten angucken und wanderten ein wenig im Umfeld.

Herbstmorgen in Berlin, Farben, Geometrie.

Herbstlich im Innenhof, rechts: Fahrstuhl.

Zufälliges Rot, auf der Fahrt gen Norden.

Hier haben wir uns umgesehen – ein schönes Fleckchen Erde!

Wein in Berlin, Herbstfarben.

Hoch über uns … Kranichzug.

Wir lernen: Eiben sind Nadelgehölze. – Diese muss gem. Kleingartenrahmensetzung also wohl weg. – Schade drum.

Nach interessanten Gesprächen gucken wir uns noch ein Bisschen im Umfeld um.

Die Panke ist nah, gleich queren wir.

Die Panke, kanalartig, befestigt, im NW- / MW-Profil überbreit.

Nord-Süd verläuft ein Fuß-Radweg, hochattraktiv von den Zielen her – und das bei „leistbaren“ Entfernungen.

Blick Süd, Richtung Berlin Mitte.

Blick Nord, standorttypischer, selbstentwickelter Erlensaum entlang des – kanalartig ausgebauten – Bachs.

Infotafel – Was für ein spannendes, abwechslungsreiches Umfeld!

Wir wandern nordwärts, ein steiler Hang am gegenüberliegenden Bachufer.

Richtung unseres Wendeziels, einer Brücke, wird das gegenüberliegende Gelände flacher.

Brückenumfeld, hölzerne Rauigkeit – nein, hier wurde noch nicht restauriert.

Und noch sowas – nein, ein Biberdamm ist das auch nicht. – Immerhin wächst hier der Aufrechte Merk / die Berle.

Die Gewässersohle weist recht wenig Kies auf. Das liesse sich ändern.

Immerhin kommt neben Merk mindestens auch Wasserstern vor – gute Aussichten.

Genug gesehen, wir wandern zurück.

Links rum verlassen wir den FußRadWeg Richtung E-Auto.

Stadteinwärts, es dräut über uns.

Mit Störtebeker und Elefanten lassen wir die Tour ausklingen.

Nicht ohne vor dem Verzehr „Ente 2mal“ zu bestaunen – hinten mindestens vegetarisch, künstlerisch erzeugt, vorn in Fleisch, kochkünstlerisch zubereitet.

Wir freuen uns auf den nächsten Besuch im nördlichen Berlin.

 

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Auf langjährige, vielfache Versuche, Interessierte am Berliner Gewässerschutz mit hands-on-Aktivitäten zu beteiligen, tat sich etwas.

Das Aktionsnetz Kleingewässer durfte nach erforderlichen Vorabstimmungen zum ersten experimentellen Start an den Packereigraben einladen. Da wollte und sollte ich hin.

Herbstmorgen, hoch über den Dächern von Berlin.

Morgensonne in Straßenschlucht – gleich geht`s zur Tram.

Nebelkrähe auf Beobachtungsstation.

Tramstrecke erfolgreich bewältigt – oha, wo bin ich denn hier gelandet ! ? !

Der Nordbahnhof sieht ja von aussen ganz passabel aus …

Aber, gelinde gesagt: In Hamburg haben die Verantwortlichen im Öffentlichen Nahverkehr (und seien es die in Sachen ÖPNV nicht gerade hervorragenden Bundesverkehrsminister) in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrmals Bahnhof(-auch-innen)-freundlicher-Gestalten geübt.

Ich muss raus – aber nicht des Inneren wegen, oder vielleicht doch: in einer bauenden Stadt findet sich immer ein Blindgänger, so auch an diesem Morgen. – Streckensperrung.

So kann ich den ansonsten per Tramvorbeifahrt verpassten Plantsche-Spielplatz im Park einmal näher ansehen.

Holde Weiblichkeit sammelt mich – auf ihrem Weg anderswohin – ein. Danke dafür!

Wir peilen mein Ziel „Waidmannslust“ in einem sharing-e-Mobil an.

Super Sache, das – gefunden!

Gute Ausschilderung, der Packereigraben liegt nahebei, voraus.

Und da sind sie, die Aktiven.

Der Packereigraben – ein Canyon in einer Großstadt, wie vom Menschen hingerichtete Gewässer halt so aussehen. – Trockenzeiten … Das Wasser täuscht, ein Bisschen steht, so gut wie nix fliesst. Niedrig(st)wasser.

Wie die Erfahrung zeigt (Leserinnen und Leser des Blogs wissen es längst), ist hier Hilfe möglich.

Leider konnte der Kies nicht als Direktschütten verarbeitet werden – Big Bags.

Gutes Material.

Erlen stehen zur Pflanzung bereit.

3 Experimentierstrecken sind vorbereitet, hier Nr. 1, z.B. durch Seitwärtslegen dichter Falllaubdecke auf dem Boden.

Dann kann`s ja auch mit dem Kies losgehen.

Erste Schubkarren werden entleert, ggf. mit kräftiger Unterstützung, so der Halt vor Ort und sicheres Kippen dies erfordern.

Aufgabenteilung ist angesagt angesichts diverser Themenschwerpunkte – hier: tiefes Umgraben, um alle Rhizome des Japanischen Knöterichs zu entfernen.

Ein erster Treibselsammler ist angelegt.

Ein zweiter ist in Arbeit.

Die Treibselsammler werden im Umfeld mit Kies gesichert.

Dies, alles im Bereich Mittel- bis Niedrigwasser [da ist ja aktuell gar kein Wasser, sieht nur ein wenig danach aus], befindet sich in seiner Experimentierphase. Alle Beteiligten wollen das Verhalten des Gewässers bei wechselnden Abflüssen kennenlernen. Wo möglich, ggf. nötig, kann „im lernenden System“ ergänzt, verbessert werden. –

Den wichtigen Lebensraum Gewässersohle fassen wir in der späteren Entwicklung an (derzeit aufgrund übertiefen Baggerns vor allem Faulschlamm).

Blick von der Brücke bachauf.

Wie im Verkehr, im Umgang mit Fahrzeugen: Sicherheit! Schulterblick nicht vergessen! 🙂

Blick über`n Bach – Wallensteins Lager.

Muss sein – Pause!

Und es geht weiter voran – Blick zur Brücke.

Auf zu den Strecken 2 und 3 – Treibselsammler und mehr.

Strecke 2, Treibselsammler ausrichten.

Treibselsammler, fertig.

Strecke 3, Vorbereiten des Erlenstandorts.

Die Erlenpflanzerinnen holen weiteres benötigtes Material.

Das Werk nach Fertigstellung – Boden unterfüttert, Erlen gepflanzt, mit Pflanzpfahl und Kies gesichert. So soll es sein.

Alles ist gut im Gang – ich muss los.

Zwischendrin gab`s noch ein Gruppenfoto.

Besonders gefreut hat die Aktiven, dass Frau Bezirksstadträtin Korinna Stephan ihr Interesse am Lebensraum Bach sowie an der Arbeit so vieler Engagierter durch Pflanzen einer Erle zeigte.

Die symbolische Erle des Bezirksamts Reinickendorf von Berlin.

Ein kurzer Abschlusskommentar am Abend berichtet vom Fertigstellen aller Arbeiten. Der Dank gilt allen Beteiligten, nicht zuletzt auch dem benachbarten Kleingartenverein für tatkräftigen Einsatz bei den Abschlussarbeiten!

Nun sind wir alle gespannt, was wir im weiteren Verlauf von den 3 Teststrecken lernen. Möge es aufwärts gehen mit und in den Berliner Kleingewässern.

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Noch nicht lange her – im ICE, irgendwo zwischen Sachsenwald und Hamburg-Hauptbahnhof.

Was für ein Stadtaufenthalt – Familienbesuch in Berlin, Bäche / Bach basteln – Jubiläum und Premieren-Experiment, Garten-Check und Wahl, Landschaftsachse Panke. Wie passte all das in diese paar Tage?

Demnächst mehr.

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Nachdem wir den Talsperren-nahen Seeteil bewandert (und das Restvolumen Wasser ein Bisschen beangelt) hatten, sind wir zum Wandern in trocken gefallener Flussaue aufwärts gefahren.

Flussab, am linken oberen Bildrand sehen wir die Aseler Brücke, Teil des Edersee-Atlantis. Weisse Flecken im vorderen Bildteil … einige Silberreiher sind am Fluss und in der Aue aktiv.

Vorn (im Foto – weit entfernt) landet ein Silberreiher.

Mindestens 2 Reiher beschäftigen sich miteinander, …

… fliegen hierhin, landen dort …

Zuletzt begegnen sie sich im Auengrün (-gelb, -rot). Das ganze sah von fern wie Balzritual aus.

Wir widmen uns der Strecke flussauf.

Etliche hundert Meter wandern wir ufernah, …

… beangeln interessant erscheinende Punkte.

Auch hier Turbulenz-Anzeichen, diesmal in Weiss.

Die Stauden zeigen im Ansatz Farbenvielfalt. Für den Wald ringsum ist es offenbar noch etwas zu früh.

Über uns wechselt die Situation schnell und stark – wir sind hier unten in günstigem Windschatten.

Um so mehr geniessen wir „den Himmel über Kopf“, Spiegelung in ruhiger Ederstrecke.

Herbst in der früheren Ederaue – immer wieder ein Erlebnis.

Glasklares Wasser – offenbar besteht der Gewässergrund in dieser ruhig fliessenden Strecke aus hoch anstehendem Feinmaterial – als hätten keine Zwischenhochwässer Rinnen freigeräumt.

So wundert uns nicht sonderlich, dass – bis auf je einen „Nachläufer“ bis dicht ans Ufer (einmal Barsch, einmal Hecht) – fischmäßig „nichts geht“.

Bunter Uferbewuchs entschädigt, zum Teil. 🙂

Schnell vergeht auch hier die Zeit. – Wir machen uns auf den Heimweg.

Abendstimmung auf dem Berg, Korbach. – Herzlicher Dank gilt unserem Gastgeber!

Wir geniessen den Abend.

Der Folgetag soll anders aussehen – da fahren wir erstmal „ins Schneewittchenland“, südlich des Nationalpark Kellerwald.

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Unter Schloss Waldeck, Blick von den Hopfenbergen auf den Edersee – Blaugrün, wie vom Maler ausgegossen.

Im Windschatten der Ost-West-Berglinie hält sich die Blaualgenblüte, durch Wind, Wetter, Mensch bewegt.

Farbe und Spiegelung.

Von den Hopfenbergen setzt sich das Geschehen entlang des Hammerbergs fort.

Immer neue Landschaften, spiralig.

Ein Anglerboot …

Totale BlauGrün nördlich Hammerberg, auf Höhe Berich gegenüber am Nordufer des Edersees.

Angler und Anglerboot, der Mensch verändert NaturKunst.

Diese Art NaturKunst hat der Mensch allerdings maßgeblich zu verantworten.

Blau“algen“ holen sich fehlenden Stickstoff aus der Luft, so lange im Wasser Phosphor im Überfluss vorhanden ist. Ich nehme mal an, dass die umliegenden Kläranlagen mit weitgehender Phosphorentfernung ausgestattet sind. So wirkt akut wohl primär die Landwirtschaft über fehlende Erosionsminimierung und durch Abschwemmen phosphorgedüngter Bodenpartikel auf das Seegeschehen ein. Zusätzlich werden „historische“ Phosphor“gaben“, die im Seesediment gespeichert sind, bei sommerlicher Temperaturschichtung und Sauerstoff = Null unter der Temperatursprungschicht massiv in das Geschehen eingreifen.

Dazu ein paar aktuelle Links:

– Generalbetrachtung in Versform von Gerhard Laukötter.

– Düngebetrachtungen, vermittelt von Heidi, Schweiz.

– Weitere Fachlichkeit, vermittelt durch die Europäische Umweltagentur.

Es folgt ein Bericht über unseren Besuch am Ederfluss, im trocken gefallenen Seebett.

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Was berichtet der von der Wasserkante Zurückkehrende?

Da sitzt eine Gruppe Kanadagänse am Ostrand der Hopfenberge, an der Stukenkante.

Wir schlagen einen Bogen, wollen sie nicht stören.

Aufmerksam verfolgen die Gänse unsere Wanderung.

Ein Bisschen Bewegung kommt in die Gruppe. Ruhig ziehen einige ihre Bahn, andere bleiben sitzen.

Im vorigen Foto ist links ein alter Baumstumpf zu sehen. Die „Stukenkante“ ist voll davon, noch versunken (beim vorigen Besuch vor 2 Jahren lagen wie Ungeheuer etliche Baumstubben frei) – Anglers Traum, da Super-Fischunterstände / Anglers Horror, da beste Abrissstellen für jeglichen Köder.

Eine Nilgansfamilie kommt ins Blickfeld, eben noch eifrig äsend, jetzt aufmerksam.

Befehl: Gänsemarsch! Ab ins Wasser!

Die sind lieber vorsichtig, nehmen eine sichere Entfernung ein.

Die Küken werden dauerhaft ermahnt, bis sie eine dichte Formation angenommen haben.

So hat „der Riesenhecht“ keinen Angriffspunkt – aber, mal ehrlich, im Edersee befinden sich inzwischen auf über 2 m herangewachsene Welse … So einer schnappt sich Vater oder Mutter Nilgans, die Formation Küken passt vermutlich auch fast „in einen Schlürf“.

Wie gut, dass die Gänse nichts vom Riesenwels / den -welsen wissen …

Spiegelung Schloss Waldeck – die Nilgänse ziehen immer weiter raus.

Ob „noch weiter weg“ also immer besser sein muss? Wir wissen es nicht.

So, nun wollen wir aber vor lauter Gänsebe(un)ruhigen doch unsere Angelscheine noch ein Bisschen nutzen.

 

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Bevor wir „vom Berg“ in die Altstadt fuhren, machte ich erstmal einen Rundgang „Indian Summer“. Diesen Eindruck wollte ich mir nicht entgehen lassen – wer weiss, wieviel davon nach dem Folgetag, mit Sturm und Regen angesagt, übrig wäre.

Erstaunlich, was der Herbst hierzulande, heutzutage hervorzaubert.

Sicherlich spielt geeignete Sortenwahl auch eine Rolle.

Hier z.B. ist es wohl die Sortenwahl …

Aber die Ahörner sind schon beeindruckender als in früheren Jahrzehnten.

Was für ein Farbenspektrum insgesamt.

Wo wollen wir hin heute – in der Nachbarschaft, am Berghang, hat jemand ein kleines Beispiel gebaut.

Dies also ist das „Schloss am Waldecker Berg“.

Und nebendran liegt – wie beim Schloss Waldeck – die Edertalsperre.

Da ist sie schon – mit Goldfischen.

Über unseren Besuch am See und am freigefallenen Fluss wird berichtet werden.

Auf dem Weg in die Altstadt – St. Kilian grüßt, im Hintergrund der Eisenberg.

Ja, wir sind in Korbach, der „alten Hansestadt„.

Blick von der Bunsenstraße auf St. Kilian.

Mit der Morgensonne – Blick aus der Bunsenstraße auf St. Nikolai.

Tja, und da sind wir – in der Prof. Bier-Straße. Eine hervorragende Adresse für ein gutes Frühstück (und mehr). 🙂

Gut gestärkt gehen wir auf die Piste – vorbei am „Korbacher Dackel„, auf Übungsgelände hinter Gittern …

Erstaunlich, was hier in einer (zunächst) unauffälligen Spalte gefunden wurde.

Bei Rückkehr von See und Fluss empfängt uns wieder „Indian Summer“ in Korbach.

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Gen Süden – es musste mal wieder sein!

Zwei Hamburger Männer reisen gen Süden – die Ur-Sippschaft besuchen.

Na, das lässt sich ja schon sehr gut an.

Auch der Sonnenuntergang erfreut.

Gut angekommen, nächster Morgen. – Auch hier lässt der Klimawandel seit etlichen Jahren Laubfarben sehen, die sich mit dem „Indian Summer“ anderswo messen können.

Selbstverständlich besuchten wir den ex-Lachsfluss.

Regenfälle, immer mal schaurig in den vergangenen Wochen, haben die Wasserführung nicht dauerhaft erhöht – Niedrigwasser wie anderswo. Es fehlt die Stütze aus dem Grundwasser – nun schon 4 Jahre ernsthaft, chronisch wohl seit mindestens 2 Jahrzehnten.

Wanderung bei herbstlichem Nebel – Steilwände ragen auf.

Es könnte auch heissen „Neben uns gähnt der Abgrund“.

Lange Zunge voraus, schräg gestellte Vergangenheit.

Der Nebel hat sich verflüchtigt – hoch über blühender Wüste thront ein Schloss.

Zurück in Hamburg – schnell ist die Kurz-Tour Do-So vergangen. Der Sonntag Morgen vor dem Tag der Deutschen Einheit stellte sich als hervorragend gewählte Reisezeit heraus.

Über das Eine und das Andere wird detaillierter zu berichten sein.

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Zum Tangstedter (Kreis PI) Umwelttag mit dem Thema Wasser war ich um einen Vortrag gebeten worden – „Lebendigere Bäche und kleine Flüsse“ (zum Nachlesen in genereller Aussage). Da am Vormittag eine Besichtigung des Wedel-nahen Zentralklärwerks Hetlingen auf dem Programm stand, war ich dankbar, auch daran teilnehmen zu können.

Für mich ist das insofern besonders interessant, als ich in meiner Studentenzeit kurz in PI wohnte, mich beim THW – auch später von anderswo fortgesetzt – 10 Jahre verpflichtete und mit meinem Trinkwasseraufbereitungstrupp in der Entstehungszeit das Klärwerk Hetlingen besuchte. – Lang ist`s her.

Fort- und Weiterbildung also, im September 2022.

So trafen wir uns also am Sonnabend Vormittag am Eingangstor. – Kran: Klärwerke werden dauerhaft modernisiert, instandgesetzt, eigentlich wird immer irgendwo gebaut.

Das ankommende Abwasser wird – abgedeckt – erstmal gehoben.

Mit 10 m erreicht es eine Höhe, die für das Durchfliessen der meisten Stationen im Freigefälle ausreicht.

Das Klärwerk Hetlingen beeindruckt durch die große zur Verfügung stehende Fläche. Andererseits bedeutet die Lage in einem Elbe-nahen Naturschutzgebiet, dass „aussen rum“ gar nichts geht.

Ans Ende des Prozesses: Der entwässerte Klärschlamm kann nicht über die Elbe, sondern muss per Lkw landseitig abgefahren werden.

Im Raritätenkabinett dürfen all die unterschiedlichen Fundstücke aus dem Kanal- und Klärwerkbereich nicht fehlen. – Man ist verblüfft!

Immer wiederkehrend wichtig sind die Informationen an uns Nutzer und Verschmutzer, dass „eigentlich nichts, ausser …“ ins Klo gehört ! ! !

Man kann gar nicht genug Ausrufungszeichen schreiben.

Ein interessanter Vortrag führte uns durch die Entwicklung, übermäßige Gewässerverschmutzung, Abwasserreinigung bis heute, heutige und sich abzeichnende Erfordernisse.

Auch meine Wasser- und GewässerGeschichte – aus schlecht mach besser.

Wie wir etwa seit der Jahrtausendwende wissen, gilt der „Silly“-Song „Alles wird besser, alles wird besser – aber nichts wird gut.“ Konkret für den Wasserpfad: Wiedergewinnen eines ausgeglichenen Sauerstoffhaushalts bringt allein keinen Lebensraum in den diversen Ansprüchen der Lebensgemeinschaften unserer Bäche und Flüsse.

Es gilt also, dranzubleiben – sowohl bei der Abwasserreinigung als auch beim Wiederherstellen Mensch-zerstörter Lebensräume.

Umweltschutz im Klärwerk – auch oben drauf, Dachbegrünung.

Vorbei geht`s an den Faulbehältern.

Informative Erläuterungen sind an jeder Abwasserreinigungsstufe zu finden.

Und die hier, die 24 Stunden am Tag arbeitenden Bakterien, bilden im Zuge der Abwasserreinigung den Belebtschlamm, den es anschliessend energetisch zu nutzen gilt.

Die Belebungsbecken. – Die Belebungsbecken, keine Freifläche ???
Wo man früher auf belüfteten, frei sprudelnden Belebtschlamm guckte, befinden sich heutzutage abgedeckte Becken.

Auf die Handlung und Örtlichkeit bezogene Wegenamen, Nistkästen an Lampenmasten.

Wir nähern uns dem Ende – Nachklärbecken mit – meist Lach- – Möwen.

In dünnem Film fliesst die klare Oberflächenschicht Wasser ab – gereinigtes Abwasser. Der sich absetzende Schlamm wird nach unten abgezogen, Richtung Faulbehälter gepumpt.

Ja, sieht gut aus. Das kann sich sehen lassen!

In aus den Nachklärbecken Richtung Elbe zusammenfliessender dickerer Schicht erscheint das Wasser gelblich. Schwerer abbaubare, teils neu gebildete Substanzen – Huminstoffe genannt – sind hierfür verantwortlich.

Und dann … – habe ich mich von der Gruppe getrennt, gehe ans Ende, wo für den Notfall das Sturmflutpumpwerk steht. – Auch bei anhaltender Sturmflut will das Abwasser von ca. 1 Mio („Einwohnergleichwerte“) abgeleitet sein, selbst wenn über mehrere Tiden kein Ebbe-Wasserstand für freies Fliessen besteht.

Als ich das Foto machte, beschlich mich die Frage, wieso ich diesen Abstecher unternommen hatte …

Zu Hause am PC stellte sich heraus, das war irgendwie Eingebung – alles Folgende war nicht auf dem Datenträger gespeichert. Und das waren wohl an die 50 Fotos, die – in kleiner Auswahl – einen weiteren interessanten Beitrag hier im Blog ergeben hätten.

Mal sehen, vielleicht bekomme ich noch ein paar Fotos anderer Teilnehmer.

Wir waren – bevor die Führung dann zum Sturmflutpumpwerk und weiter Richtung Ausgang ging, im Labor.

Sehr plastisch wurde uns in Absetztrichtern der Werdegang vom frischen Abwasser bis zum klaren, gereinigten Abwasser vorgeführt. Wer mochte, durfte auch mal dran riechen – Unterschiede …

Dann wurde es lebendig: Am Mikroskop mit Bildschirm und Wandpräsentation konnten die Arbeitenden angesehen werden. Bakterien, frei sowie in Fäden und Flocken, einzellige Organismen vielerlei Form und Größe, meist Ciliaten, Suktorien [ich glaub`s nicht, nix im Netz gefunden – vielleicht sind Leserinnen und Leser fündiger], auch Amöben. Das sind also unsere kleinen, unterschätzten Helfer, die es allüberall zu fördern gilt. – Die Natur liefert uns Jahrmillionen erprobte Praxis frei Haus.

Wie generell im Gewässer- und Bodenschutz gilt, nicht mit Überdüngen und / oder gar Vergiften diese faszinierende Leistungsgemeinschaft zu (zer)stören, sondern alles zu tun, sie zu erhalten und zu fördern.

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Die 5. Wedeler Klimakonferenz: „Gemeinsam Klimawende gestalten“  steht bevor. – Corona und andere Ursachen verhindern leider die Teilnahme einiger. Vielleicht gelingt es Interessierten noch, einen der begehrten Teilnahmeplätze zu ergattern.

Neben vielen Verbesserungsmöglichkeiten steht sicherlich das Thema „Dachbegrünung“ als Handlungsfeld in den Empfehlungen.

Einige wenige Beispiele finden sich ringsum.

Kürzlich beim Radeln stand die Sonne günstig – DAS wollte ich immer schonmal fotografieren.

Gründach – Planung, Ausführung durch Situation, Lage sowie „die Natur“.

Detail – Moos, leicht im Gegenlicht.

Gut gelöst: Vorsorge Abflussschutz. – Alteichen „schmeissen“ Eicheln, Blätter, Äste.

Wir sind auf variable, andere Ausführungen gespannt.

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