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Archive for the ‘Klima’ Category

Temperatur knapp über Null, Schnee schwindet – vorsichtig teste ich die Radelmöglichkeit.

An der B 431 – der Radweg ist frei, die Sicht … nicht.

Immerhin ist nun längere, halbwegs sichere Strecke befahrbar. Schön vorsichtig: wind chill bei SüdOst vier kann quer drüber abfliessende Tauschleier zu Glatteis verwandeln!

Nebenstraßen und kleineres guckt man am Besten nur schräg von der Seite, auf Distanz an.

Vielleicht schaffen die nächsten Tage Temperaturen, bei denen auch Nebenwege nutzbar werden.

Nun aber zurück in die „aktive Schneezeit“, als noch Zuwächse zu erleben waren – auf in den Grünen B-Plan, mit Regenwasserweg, zu Fuß.

Vor der Haustür – rechts rum schon ein wenig begangen.

Ich gehe links rum, nach Norden raus.

Der Winterdienst wird noch erscheinen, die Flächen sind gut begehbar.

Schön ruhig wohnen wir, die Spielzeile nebendran ist verwaist, nur kurze Besuche finden statt.

Auf dem Regenwasserweg – Muster, Schnee und Pflaster.

Tags drauf, ausgemustert.

In diesem B-Plan, auch in jüngeren, hat das Halten von Niederschlägen auf Grundstücken und die – möglichst durchgehend – offene Ableitung Priorität. Ein paar Beispiele folgen.

Beispiel offene Ableitung.

Beispiel offene Ableitung, hier mit kleinem, lange feucht bleibendem Entwicklungsraum.

Tags zuvor, mit weniger Schnee, noch klarer erkennbar.

Auf dem Weg zum Regenrückhaltebecken mit gedrosseltem Abfluss.

Es gibt auch gefasste Zuleitungen, im Hang mündend.

Dafür noch ein Beispiel.

Nach der Idee und der Umsetzung in die Praxis folgen Gegenwart und Zukunft mit – möglichst minimierter, schonender – Unterhaltung.

Hieran gilt es konsequent zu arbeiten, zu lernen – weisen wir uns hierzulande an allzu vielen Beispielen doch als „große Investoren“ aus, die beim Betrieb dann versagen.

Für den Bereich Wasser, Gewässer betrifft dies die leider immer wieder anzutreffende harte Unterhaltung.

Da werden dann beide Uferseiten gleichzeitig gemäht, Sohlräumung erfolgt – auch bei vorhandenem, großem Abflussprofil. – Leben bleibt da keins, niemand kann überwintern.

Sohlvertiefung führt zu Abriss an der Pflasterung.

Bodenverletzung setzt unnötig Erosionsmaterial frei.

Zulauf zum Regenrückhaltebecken, schneeärmeres Stadium, kanalartig durchgemäht. –

– bis zum Auslauf.

[Mehr Schnee] – Auslauf Regenrückhaltebecken – Reinigungsfunktion konterkariert durch durchgängiges Kanal-artiges Baggern.

Alles ist verbesserbar – wir bleiben im Gespräch.

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Zweite Hälfte November – so kennen wir den Monat von früher …

Nächte kalt – andere Farben als Winter-Braun haben die Buchenhecken verlassen.

Novemberregen – in der Marsch stehen Mulden bordvoll.

Vorgestern im Wedeler Autal – eine kalte Morgensonne steht knapp über dem Horizont.

An exponierten Stellen zeigt sich Raureif.

Der hoffnungsfrohe Horizont trügt, zieht gerade zu.

Derweil gibt es Berufsgruppen, die sich gern die Kennzeichnung „Grüne“ verpassen, für die im Umgang mit Boden und Wasser offenbar weder Wetter noch Jahreszeiten existieren.

Wenn es nicht solch Schindluder wäre, könnte man dies fast „LandArt“ nennen.

Vielerorts wird dann gar öffentlicher Grund in Mitleidenschaft gezogen.

Und der Wind bläst, stürmt …

Blick West, dicke Tropfen am Rollladenkasten, Wechselspiel heute Morgen – die Wolken rasen in dicken „Flocken“ bis flächig aus Nord, von rechts nach links, Morgensonne beleuchtet das Nachbarhaus.

Hell beschienene Wolke leuchtet.

Blick Ost – ja, die noch tief (für uns hinterm Nachbarblock) stehende Sonne strahlt.

Wieder Blick West – sieh an, ein unvermeidbarer Regenbogen zeigt sich, ultrakurz.

Ich wage mich zwischen den „Flocken“ raus – radelnd, eine halbwegs windgeschützte Tour wählend.

Flächiger „Flocken“, schon über mir – hinten dran … hängende Intensivdusche.

Die Zeitwahl war mir hold – erste Tropfen fielen, als ich am Fahrradhäuschen ankam. – Das klappte nicht bei allen so. Aber nasse Klamotten trocknen ja …

Die heutige Mittagsflut lag – wie angesagt – bei ganz knapp 2 m über normalem Tidehochwasser. Die Sturmflutsperrwerke der Nebenflüsse blieben 6 Stunden lang geschlossen. – Das ist schon was!

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Lange habe ich gezögert, murrte über die Qualität der Fotos. Da die aber nicht Gerät und Fotograf, sondern dem damals aktuellen Wetter mit „allerhand Wasser in der Luft“ geschuldet war, soll nun der Dokumentation wegen doch dieser Beitrag hier folgen.

Am 6. Oktober 2023 wurde ein Sattel Kies ergänzt. – Wer die Historie seit 2021 ansehen möchte, findet die Beiträge vom 28. Februar 2022 (auch 26.02.) und vom 30. März 2022 über die Kalender-Suchfunktion. – Der Beitrag vom 27. Februar 2022 beschreibt die bei einer Kurzbeprobung der Bredenbek gefundenen Lebewesen.

Anfahrt 6. Oktober 2023 über den Haupt-Holzabfuhrweg – es war nass, die Luft ist noch „voll Wasser“, schwierige Licht- und Sichtverhältnisse. – Dem Wald werden gezielt Nadelhölzer entnommen, um naturnahen Mischwald zu entwickeln.

Material und Gerät, geübte Kooperationspartner stehen bachnah bereit.

Nachfüllbar – der ehemals tiefe, steilufrige Waldgraben zur Bredenbek.

Nachgefüllt.

Auch die über die Zeit vom Bach, von Mensch und Tier „tiefer gelegten“ Depots seitlich der Brücke werden ergänzt.

Wie beabsichtigt und in ersten Schritten begonnen geht es darum, die tief eingeschnittene Kanalstrecke durch Kiesrauschen so in der Sohle aufzuerhöhen, dass die höher im Gelände liegenden Alt-Mäander bei höheren Abflüssen häufiger aktiviert werden.

Das zeigt, in Kopplung mit der 300 m am Waldübergang in die Agrarlandschaft liegenden hohen Rausche, bereits die gewünschten Folgen im Wald. Wasser steht länger und höher für Bach, Boden und Lebewelt zur Verfügung, standorttypische Feuchtpflanzen haben sich wieder angesiedelt, andere weiter als bisher ausgebreitet.

[Dazu muss ich im Frühjahr 2024 unbedingt einmal extra Fotos aufnehmen und einen eigenen Bericht schreiben.]

Wie das Mäander-Stützen geht, wissen wir inzwischen …

Schnell ist die Arbeit getan, sind die Anfahrspuren glattgezogen.

Abfahrt. – Lange, oft angesprochen, diesmal endlich realisiert – eine Einladung in eine nahegelegene Gaststätte lässt uns über Mittag noch fachsimpeln.

Auf dem Weg (Glück gehabt!) – es hat inzwischen zu Schütten begonnen. In der Oberalsterniederung verschwinden die Konturen.

Wie schön, mal wieder Budweiser – schmeckt bei jedem Wetter, das Essen hier ebenso.

 

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Kein Schreibfehler …

Wir sieben den Regen, Frontalansicht. (Im Gegensatz zu manch Presse, wo der Überschriften-Regisseur den Inhalt nicht zur Kenntnis nimmt, sehe ich doch zu, dass beides miteinander in Verbindung steht.)

Regen, gesiebt – seitlicher Aspekt.

So gesichert, kann kein Luftplankton in die Wohnung (hier: die Küche) gelangen. Allerdings ist jegliches Luftplankton bei dem ordentlich liefernden Tief mit Sturmgebraus (auf See möchte man mit kleinem Schiff zur Zeit wohl eher nicht sein) ohnehin in alle Winde verweht, quantitativ niedergeschlagen.

„Gut Regen“ liess die Pegel der Fliessgewässer um 25-50 cm ansteigen – kein Hochwasser, aber zufriedenstellende saisonale Verhältnisse für die Gewässerlebewelt.

Da müssen wir heute wieder gut auf das Wetterradar achten, um die trockeneren Zwischenräume für Aussenaktivitäten zu erwischen.

Derweil denken wir an Jahreszeit- und Wettererlebnisse der vergangenen Tage.

So gucken wir derzeit (Foto vom 11.11.) nach Norden raus.

Hainbuchen- und Feldahornfarben prägen das Bild.

Andere, insbesondere höhere Bäume haben ihr Laub bereits fast ganz abgeworfen. – Anfahrt Pferdetümpel, Rückblick Mittelweg.

(Vorsicht bei nassen, dicken Laublagen auf Nebenwegen – nicht radelnd in die Kurve legen, sonst liegt man selbst darin.)

Der Pferdetümpel vorgestern – „gut Wasser“.

Auch da war der Himmel zu Sonnenuntergangszeit nicht ganz ohne …

Himmel, Land und Wasser – Spiegelung des Geschehens.

Auf dem Rückweg vorgestern – starke Wolkenvariation mit Lichtloch.

Die herunterhängenden Zipfel an den schwärzeren Wolken …

… luden, wie nicht unüblich bei solcher offensichtlichen Optik, diverse Sprühtropfen auf mir ab.

Wenn`s weiter nichts ist . . .

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Wir lernten jüngst: Das war wieder ein wärmerer Oktober – man(cher) sagt, der wärmste seit 125.000 Jahren – voreiszeitlich also.

Mancherorts brachte er das 3fache an Niederschlag im Vergleich zum Mittel. Auch hier auf der Geest westlich Hamburg sind, wie ich zeigte, „Himmelsaugen“ gut gefüllt. Die Bäche führten mehrere Spitzenabflüsse (knapp bis zur Höhe des mittleren Hochwassers) inzwischen wieder ab, runter bis auf Mittelwasser, Tendenz tiefer.

Insbesondere bindige Böden, wie in der Marsch, sind allerdings quitschnass – fast eine Besonderheit, erinnernd an Normalitäten 2017 und davor. So kommen denn Handlungsaktivitäten in Gang, die an Zeiten harter Unterhaltung erinnern.

Das routinemäßige, jährliche Fräsen von Grüppen erfolgte teils schon vor einiger Zeit.

Dieses Jahr allerdings setzt nun streckiges Grabenräumen ein. – Mal sehen, wie lange die erzeugten Silagehaufen gewässernah liegenbleiben.

Solch Strecken, unter anderem mit vollständigem Röhrichtverlust im Gesamtquerschnitt, bieten Freunden des „weiten Blicks“ jetzt Gesamtübersicht.

Immerhin schön, wenn Teillebensräume mit Versteck und Futter für den Winter stehen blieben.

Für Rastvögel mit Fluchtdistanz „auf der anderen Seite“ bedeuten die „Öffnungen“ der Landschaft nun permanentes Stören – Fahrzeuge bis hin zu Fahrrädern nicht soooo, Fußgänger und Stehenbleibende allerdings werden als Bedrohung aufgefasst. —> Fluchtreaktion.

Warten wir ab, wie die Landschaft weiterentwickelt wird, was uns die Erfahrungen der kommenden Monate vermitteln.

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Nach dem Regen des Vortags, der grandiosen Sonnenuntergangsstimmung und interessanten Gesprächen am Vorabend …

… Nebel ringsum – das einzig erkennbar Bewegliche ist ein früher Golfer.

Ruhig liegt der Teich.

Auf geht`s nach dem Frühstück, hinaus in die Nebellandschaft. Mal sehen, ob ich die Niddabrücke, Start der gestrigen Vor-Exkursion finde.

Golfplatz und Golfhotel liegen am Ortsrand, inmitten EU-Agrarlandschaft. Deutsche Charakteristik (anderswo identisch?): Kein Wegerandstreifen als Vorbedingung für steuerfinanzierten Subventionsempfang. Keine Ahndung von „Landraub“.

Landraub“ – unbekannter Begriff? Der ist allüberall (informative Beispielbroschüre aus Niedersachsen verlinkt), heute leichter denn je, über Katasterkarten und Google Earth-Drüberlegen in Länge und Breite erfassbar. Unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind entweder realitätsfern oder zu faul (???) oder allzu mit Lobby verwoben, als dass Geraubtes finanziell und materiell rückgefordert würde. [Wie immer und „überall“ bestätigen Ausnahmen die Regel.]

Ich entspanne mich …

Uuuups, Konzentration, ggf. Slalom (daher erschien mir ein einsamer, entgegenkommender Wanderer so torkelnd).

Weiter im / ins Nirwana.

Und wieder eine Geländestrecke …

Angenehme Stille, reingewaschene Luft – was will man mehr an einem (nicht mehr ganz) frühen Morgen!

Stehengebliebene Maisparzelle links, …

… abgeerntete Sonnenblumenparzelle rechts.

Das scheint ein interessanter Raum zu sein. Eine hochaktive Schar Finkenvögel fliegt herum. Am Aufblitzen von Farben erkenne ich vor allem Buch- und Distelfinken.

Agrarfarben und -formen im Nebel.

Agrarrundungen, verpackt unter Agrardreieck – nebendran Rindvieh.

Fuß- / Radweg auf dem Niddadeich (oder sagt man hier in Landesmitte „Damm“ dazu?) – Die Aussicht stimmt nicht mit der Tafel überein!

Nebendran erläutert eine Tafel Interessantes zum gegenüber mündenden Nidda-Nebenflüsschen Nidder.

[Nur mal so zum Vergleich: Die Nidder als Nebenfluss der Nidda wird mit gut 68 km Fliesslänge beschrieben. Für unseren Wohnbereich Schleswig-Holstein gehört solch Flüsschen bereits zur größten Kategorie. Die Nidda liegt – ausgebaut – bei ca. 90 km Länge, die vor dem Ausbau, geschätzt, wohl bei 140 km betragen hat.]

Blick von der Niddabrücke Richtung Niddermündung – da fliegt was im Viertel links unten, etwa in Flussmitte neben der Baumspiegelung, mit Spiegelungspunkt wahrnehmbar (erst auf dem Foto, nicht „live“ entdeckt).

Gleiches Foto mit Sehhilfe – da, im Kreis …

Herange-zoomtes, Unscharfes: Türkis ahnbar – wie am Vortag gleichermaßen, unter der Brücke durchsausend, gesehen – ein Eisvogel.

Vor der Insel querab der Niddermündung schwimmt wer …

Der lässt sich durch meinen Brückenaufenthalt irritieren, einziger Fluchtweg – langer Anlauf für den Start nötig – geht Richtung Brücke auf mich zu, dann hoch, der Kormoran.

Ich muss zurück, die Veranstaltung ruft. Gänse fliegen in kleinen Gruppen, etliche mehr sitzen und schnattern unsichtbar am Boden.

Morgenkonzentration auf dem Golfplatz – hinter 2-Arten-Agrar-Biodiversität.

Offen – die Teilnehmenden aus einem breiten regionalen und fachlichen Spektrum kommen nach und nach an. Sie erwartet ein …

… umfangreiches Seminarprogramm mit Vorträgen und einer Exkursion am Folgetag.

Symbolfoto für die Vortragsreihe zwischen Anforderungen der Ökologie und Naturwissenschaftlich-Technischen Aspekten für Verbesserungen: Die Nase, herausfordernder Wander- und Laichfisch im Hinblick auf Durchgängigkeit und Lebensraumstruktur.

Schön zu hören und zu sehen, dass neben Flussarten wie Rotauge, Barsch und Hecht inzwischen Döbel, Schmerle, Gründling, Bachforelle durchgängig vorhanden sind. Darüber hinaus können in starker Dynamik Elritze, Barbe, Schneider, Ukelei, Nase, Bitterling studiert werden – beeindruckend hinterlegt in Unterwasseraufnahmen per Foto und Film. – Neben der Unterwasserwelt profitieren von den Gesamtverbesserungen auch Amphibien, Vögel, Biber und viele andere mehr, nicht zuletzt Mensch und Hund an Beobachtungs- und Badeplätzen.

Pause in Bunt – keine „Handy-Manie“, Privatunternehmer sind immer im Dienst.

Mit den Ergebnissen der drei regionalen Beispielvorträge zu Verbesserungen über die Jahrzehnte – und bleibende Herausforderungen! – sind wir einig: Die Nidda ist – unter anderem aufgrund ihrer inzwischen 40 (von ca. 90) km langen freien Fliessstrecke – „einzigartig und beispielhaft“ in ihrer Entwicklung zu vielfältigerem Lebensraum! Was durch lokales und regionales Engagement fachkundig und hartnäckig zustande kam, findet im formalen Verhalten des Bundeslandes, hier: Hessen, nichts Vergleichbares.

Dasselbe gilt – angesichts durchaus aktiver Realität in Hessen – um so mehr in den anderen Bundesländern. Was vor allem fehlt, ist Platz. „Unvorstellbare Landnahme“ (am kleinen Beispiel der Morgenwanderung erlebt) findet kein Regulativ. Fehlender Schutzraum führt zu unnatürlichen Erosionseinträgen, die zudem mit eingesetzten Materialien belastet sind, wenn diese nicht bereits in fliessender Welle abgeschwemmt wurden.

Wer sich unsere Kulturlandschaft über Google Earth betrachtet, wundert sich angesichts fehlender Freiflächen, Schutzflächen entlang Nutzflächen, über fehlende Vielfalt nicht (mehr).

Nach den Vorträgen – Enten nutzen Golfteichkunst als Ruheort.

Am Himmel ist ordentlich was los – mehr ist angekündigt.

Die Enten an ihrem Ruhepunkt stört das nicht.

 

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Die DWA hatte eingeladen zu einem Seminar „Bauen mit dem Fluss – Naturnahe Maßnahmen zur Stabilisierung und Strukturierung von Fliessgewässern“. Hintergrund war die Fertigstellung und der im Gelbdruck zur Diskussion freigegebene Entwurf des Merkblatts DWA-M 527 „Buhnen zur Stabilisierung und Strukturierung von Fließgewässern“.

In Anlehnung an Wohnorte von Arbeitsgruppenmitgliedern (wechselnde Treffpunkte über die Jahre) war diesmal die Nidda, Nebenfluss des Mains, gewählt. Hier bietet Gottfried Lehr langjährig Gewässerverbesserungen vom Feinsten.

Es ging also südwärts.

Bahnhof Hamburg-Altona, mit Taube – weitgehend grau.

Bei genauerem Hinsehen ins Verschwommene – der Niesel wird immer dicker.

Universitätsstadt Marburg, schon ordentlich vorangekommen auf der Bahnfahrt – mal auf anderer Strecke als gewöhnlich.

Im Weiterfahren, hoch auf dem Berg, das Schloss – gern denke ich an mein Vorstudium hier zurück. – Meine Güte, ein halbes Jahrhundert her …

Nach Umstieg in Friedberg, Blick aus der S-Bahn, nicht mehr weit bis Dortelweil (Bad Vilbel) – eine Wahnwitzregenfront, der Horizont verschwindet zusehends.

Angekommen beim Hotel, 10 Minuten Kofferrollern, ok – Kunst auf dem Teich. Irgendwie scheint da was kaputtgegangen ?? (Kunstbanause!)

Schicker Blick über die – gern extensiver zu unterhaltende Golflandschaft. Meine Güte, „das Raue“ ist ja gar nicht rau!

Immerhin, Sicherheit am Wasser besteht.

Nach kurzer Pause geht`s raus in die Ahorn-Herbstlandschaft.

Ich habe als früh Angekommener das Vergnügen, mit dem lokalen und regionalen Fachkollegen eine Vor-Exkursion unternehmen zu dürfen (Herzlichen Dank nochmals, Gottfried!).

Blick von einer Niddabrücke aufwärts – von rechts im Foto mündet der Nebenbach Nidder.

Provozierter Uferanriss – die Nidda hat Kies gefunden und arbeitet damit.

Mäanderneubildung in einer mehrere km langen Entwicklungsstrecke.

Der Reiher weiss, warum er dort steht.

Entwicklungsstrecke und -fläche – Wasserbausteine aus dem Ufer entfernt, Uferentwicklung inkl. Baum- und Buschsukzession (vgl. unmittelbar oberhalb, dichter Bestand) werden erwartet.

Weiter flussab – Planerwahn! Es musste ein nah am Gewässerufer liegender, geteerter Fuß- / Radweg sein.

Entwicklung – Insel mit sich dynamisch veränderndem Ufersaum.

Ufer und Sohle in Entwicklung – Rausche, Buhne, Turbulenz, am Ufer geschützte Weidenstecklinge.

„geschützte …“ – ??? – Hier regiert der Biber, putzt alles weg. Um erstmal etwas anbieten zu können, ist dieses liegende Stammteil Weide mit einem Zaun versehen. – – Es gibt halt viel zu wenig Vegetation im, am und auf dem Ufer!

Gewollte Dynamik – Uferabbruch, Entwicklung einer sich stetig verändernden Sand- / Kiesbank, Weidenstecklinge mit Verbissschutz.

Wir sind weitergefahren, zum gefällereicheren Erlenbach. Trotz immer dunkler werdender Situation gelang das Foto: Mäander-Initiieren durch instream-Buhnen.

Und schon sieht so ein Bach viel lebendiger aus.

Petrus tut das Seine für mehr Leben. Er lässt es nun schütten. Ausnahmsweise hat das Wetter Taunus und Hunsrück überquert und giesst sich hier im Lee aus. Die Wege werden zu Wasserstraßen.

Das kam günstig, wir sind fertig mit der Vor-Exkursion, der Abend dämmert.

Auf der Rückfahrt gibt sich das Wetter versöhnlich.

Blick aus dem Hotelfenster – was für ein Wechselwetter! Fluffiges Nass, hoch aufgetürmt.

Und dann dies!

Spiegelungen im Golfplatzteich.

Die Phase des Sonnenuntergangs lässt sich sehen.

Kurz vor dem Versinken …

Spiegelung auf blankem Blechdach.

Letzte Strahlen …
Vorn, ausserhalb des Fotos, wird das Wasser bewegt. ???

Da kommt in aller Ruhe ein Nutria aus dem Ufer, quert den Teich parallel zur Uferlinie.

Allerletzte Strahlen.

Angeleuchtete Wolken – was für ein Schauspiel zum Schluss!

Schnell wird es dunkel. – Später treffen sich die bereits angereisten Arbeitsgruppenmitglieder zu Speis und Trank, Austausch zu Fachlichem und Persönlichem. Uns erwartet am Folgetag ein an die 50 Fachmenschen starkes Publikum. – Möge es gelingen.

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Das Greiferfahrzeug ist vor Ort. Wind schüttelt Regen von den Blättern. Wasserstand steigt an.

Die Straße bedrohendes Prallhanggeschehen, Stein- und Faschinensicherung vergehen. Wir versuchen eine dynamische Ufersicherung – mit Kiesdepots im Prallhang.

Ein schönes Beispiel für „Vortex Weir“ bachauf, vorübergehender Blattrückhalt, flottierende Weidenwurzeln.

Die erste Greiferschaufel kommt.

Einweisen, so sieht das von oben aus – die Entfernungen werden deutlich.

Eingewiesen – uuuund: Öffnen!

Der Vorgang wiederholt sich – prima Zusammenarbeit zwischen „unten und oben“.

Mal was Neues – Einweisen vor Steilhang, Konzentration für den Weg von oben nach unten. Die Fotos und ein Video aus professioneller Hand werden am Abend im Tagesausklang für Amüsement sorgen: Interprätation führt zu der Annahme, dass ich in einem früheren Leben Dirigent gewesen sein müsse! 🙂 Ich stimme dem zu.

Wir fokussieren uns auf die Schwachpunkte, beschicken sie, nach und nach …

… Punkt für Punkt …

Großes Interesse ringsum.

Die Weidenfaschine ist durch Erosion trockengelegt, vergeht beim Zugucken. Das ändern wir, schützen das Baumumfeld und das Prallufer oberhalb der Weidenfaschine.

Zwischenspiel Hund – da ist eine Walze Weidenwurzeln vor Zeiten ins Trockene, aufs Ufer turbulenziert. Offenbar gut markiert mit Interessantem, muss man schnüffelnd ergründen. …

… Und muss sich selbstverständlich mit diesem unverwechselbaren Duft, schubbernd, imprägnieren!

Anschliessender Besuch in der Apotheke kann nicht schaden, Gras fressen.

Hund und Halterin sind zufrieden, begeistert. – An diesem Foto, beispielhaft, danke ich den so aktiven Organisatorinnen und Unterstützerinnen!

Blick bachauf – die dynamische Ufersicherung im Kurvenanstrom, perlenkettenartige Kies-Depots.

Bachab, Prallhang mit Weidenfaschine bis Übergang in den Kolk, geht`s im nächsten Beitrag weiter.

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Herbstlich am Hang, der Restaurierungsmorgen – gut gefrühstückt. Um 9 Uhr werde ich abgeholt.

Blick über alles, Bewölkung nimmt zu.

Eine schwere Sturm- und Regenfront war (für irgendwann am Morgen) durchziehend vorausgesagt.

Ich habe noch Zeit, sehe mir an, was geboten wird.

Oha, da jagt etwas heran – wird es uns erwischen? Wenn ja, wie lange wird das Ganze anhalten?

Ein Horizont nach dem anderen verschwindet. – Von dort her zieht der heftige Schütt auf.

Alles geht ziemlich schnell. Nun ist auch der JenTower fast verschluckt.

Am Hotel angekommen – es stürmt und prasselt. Die Fenster habe ich vorab schnell geschlossen.

Und – oh Wunder – die Abholzeit naht, der Regen lässt nach. – Gut wetterbezogen verpackt gehe ich zum Treff.

Nach kurzer Autofahrt kommen wir am Gembdenbach an. Das Niedrigwasser hat vom Regen – noch – nichts bemerkt.

Am Ende dieser Strecke, scharfe Linkskurve, wartet unser Experimentierfeld – ein im Prallhang liegender Steilhang auf uns.

Hier verläuft der Gembdenbach in einem recht schmalen V-Tal, gut und variabel bebaumt.

Der Weg auf der Höhe des Talrands – manch Prallhang nagt eifrig, tief drunten …

Mit solch Ausrüstung lässt sich prima experimentieren – Lkw, kiesbeladen, mit Hydraulik-Telegreifer.

Wesentlicher Kooperationspartner ist der Unterhaltungszuständige – Dank für Offenheit und Interesse!

Da liegen Hölzchen und Stöckchen – ob wir die auch nutzen können? – Und ein erster der Begossenen, E-Fischer, erscheint mit einem Teil des Geräts.

Vorweg war die zu restaurierende Strecke E-befischt worden. Wir werden die Arten und Individuen notieren und vermessen. Dazu Details im nächsten Beitrag.

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Vorgeschichte: Im Rahmen der FLOW-Kontakte war mir bereits vor geraumer Zeit berichtet worden, „meine“ Art des Restaurierens von Bächen und kleinen Flüssen habe ultimative Fans in Jena. Man hoffe auf Kooperation und Experimentier-Restaurieren dort.

Und so ergab es sich. Lange kennen wir uns nun virtuell, über das Projekt „Lebendiger Gembdenbach“ tauschen wir uns seitdem aus. Verabredet war eine Jena-Reise, am Ankunftsabend ein Vortrag und am Folgetag das Experimentier-Restaurieren (Beitrag folgt).

Am Bahnhof Hamburg-Altona, Regen strömt. – Es geht zunächst bis Erfurt. Bin früh dran, dies ist nicht mein ICE.

Ganz schön duster in Altona, Tauben und Krähen lassen sich fliegend beregnen.

Auf der Fahrt – „gut Regen“, bin schon gespannt, was die Pegel „unserer“ Bäche bei Rückkehr anzeigen.

Leipzig Hbf – mal wieder. (Mal bei Suche eingeben: Hier fand kürzlich die FLOW-Konferenz statt.)

Weiter gen Erfurt, vorbei an Kraftwerken, Industriestandorten, …

… schicken Waldtälern, agrarischen Höhen, …

… Großagrarflächen (hier gäbe es auch allerhand zu tun!). – Ankunft, Umstieg in Erfurt – weiter gen Jena.

Am Kulturbahnhof Weimar – Schluss mit lustig? – Eine Masse Holz vor der Tür, pardon, auf dem Nachbargleis.

Es geht nicht weiter. – Schliesslich doch – Mutmaßungen zwischen Menschen, die aus dem Zug raus sollen und nicht wollen und Technischer Defekt am Türschliesser durchziehen die Waggons.

Egal, Hauptsache nach Jena!

Sieh da, es hat geklappt! – Freudiges Abholen am Bahnhof, virtuelle Bekanntschaft bekommt Gesicht!
Abendlicher Blick aus dem Hotelfenster auf den „JenTower“ und Umgebung.

Nach kurzer Erfrischung geht`s zu Fuß zum nahen Veranstaltungsort, Anglerheim des AV Jena-Süd. – Großsportanlagen voraus – wie so oft mitten in die Flussaue (hier: der Saale) gesetzt.

Wie wird das Wetter morgen, zum Experimentier-Restaurieren? – Von oben „strahlt es Regen“.

Am Saaleufer – bunte Herbstfarben, Spiegelungen.

Andere Seite der Brücke: Freund Biber ist also auch hier am Werk.

Am Himmel schnelles, wechselndes Geschehen.

Auf dem Gelände des Anglerheims – Schwein und Rind grüßen.

Und hier, dicht dran, von der Landseite gesehen – der Biber-Ein- und Ausstieg.

Sowie ein Beispiel seines Wirkens.

Im Anglerheim – hmmmhh … Präparate von dicken Meeresfischen ? !

Endspurt … – alles ist hervorragend vorbereitet. Kurzbeitrag wichtiger Kooperationspartner zum Kennenlernen vorweg.

Kleine Pause – ganz wichtig für anhaltend gute Stimmung: „Essen und Kuchenbasar“.

Mein Vortrag zum Instream-Restaurieren (vgl. z.B. „Downloads“ auf meiner Homepage „Salmonidenfreund.de“), Grundlagen, Probleme, Verbesserungsmöglichkeiten, Praxisbeispiele. – Der Vortrag wird intensiv diskutiert, alle freuen sich auf den Folgetag – „action“.

Zufriedener Blick aus dem Hotelfenster – der JenTower steht da und leuchtet.

Die Kräne der Sport-Großbaustellen bieten ein eigenes Bild.

Na denn, Folgetag – es kann bald losgehen. Frage bleibt, wann der angekündigte Regendurchgang stattfinden wird. Wir werden sehen …

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