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Archive for the ‘Hölzchen und Stöckchen, Totholz’ Category

Mühlenaubrücke querab Regioklinik – sicher nutzbar.

Blick bachauf – die Galerie der Treibselsammler, beidseitig je 4, gut von Mittelwasser plus 25 cm durch- und überströmt.

Blick über die 4 linksufrigen Positionen (Nr. 4, von oben gezählt, unmittelbar am unteren Bildrand, bachauf der Brücke).

Winterlicher Eindruck rechtsufrig, brückennah.

(Die Uferseite habe ich hydrologisch, d.h. bachab benannt – von der Betrachtung scheint „lechts und rinks“ daher verkehrt herum benannt zu sein.)

Weiter Blick bachauf – die beruhigten Räume zwischen den Treibselsammlern sowie das besiedelte Treibgut locken viele Vögel an. Auch wenn die Fläche „leer“ erscheint: Im hinteren Schatten schwimmt eine Stockente. In der Gesamtstrecke sind wohl an die 10 größere Schwimmvögel unterwegs, im Uferbereich, nicht im Foto sichtbar.

Weiter geht`s zum Mühlenaupegel Rellingen.

Alles ok – die Rauschen rauschen.

Beim Ortswechsel Richtung Bönningstedt erwischt es alle, die unterwegs sind. Foto beim Ampelstopp. – Ein heftiger Schneeschauer zieht eilig über Land.

Wie ich später auf dem Wetterradar feststellte war mein Fahrbereich, etliches nördlich Wedel, mit sehr viel mehr Niederschlag in Form von Schnee(schauern) bedacht.

Recht hat er, der Wetterbericht. – Da hofft man, beim nächsten Stopp das Ende des Schauers (zeitlich) hinter sich zu haben.

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Bei Morgensonne wandere ich die Mühlenau bachauf Rosengarten, Pinneberg, an. Mir scheint, hier wird ein weiterer Baumrecke restlos verschwinden.

Nebendran kann man Gutes Beispiel sehen. – Ich hoffe, auch beim Fällkandidaten wird nach der Methode „altes Holz im Wald lassen“, ob stehend oder liegend, angewandt.

Die Brücke ist gesichert für Fußgänger und Radfahrer, mit Salz.

Mühlenau, mittlerer Abfluss plus 25 cm, sinkend – bachauf der Brücke steht, gut ins Ufer eingebunden, unser alter Test-Treibselsammler. Die Turbulenz zeigt die weiter gute Wirkung.

Blick bachab, zum „Buchenbogen“-Kies. – Mal näher ran, wer da auf der Wasseroberfläche sichtbar ist.

Stockente und …säger – im Umfeld der Lenkbuhne scheint es fischig interessant zu sein.

Die Bank zeigt, hier unterm Buchenbogen sitzt es sich hervorragend. So entsteht – durch Hundebegleitung – heftige Ufererosion, die uns vor Jahren zur Positionierung dieser Lenkbuhne veranlassten.

Kies-Lenkbuhne (Unterwasserlenker leicht gegen die Strömung gelegt) aus der Nähe – gute Uferschutzwirkung, Strömungslenkung und Turbulenzanregung.

Der …säger ist ärgerlich, will den Platz nicht verlassen, rast tauchend mal bachab, dann wieder bachauf. Nach einer Weile geht er in größerer Entfernung bachab in Wartestellung.

Genug gesehen, diese Stelle hat sich angesichts ihrer schnellen Zugänglichkeit als gute Erläuterungsposition für Holz- und Kieseinsatz beim Bach-Restaurieren entwickelt. Ich wechsle zur Brücke bachauf mit den 8 langen Treibselsammlern.

Vorbei geht`s an beeindruckenden Mehrfachstämmen Erle und Hainbuche.

Nahebei stehen Alt-Eichen, ohne und mit Efeu.

Nochmal abgebogen, hangabwärts – (Foto aufgrund der Verhältnisse scheinbar schwarz-weiss …) der kleine Zulauf Richtung Mühlenau hat in seinem rauen Äste-Laubgrund allerhand ausgefälltes Eisen zwischengelagert.

Der gestrige Eindruck zur Treibselsammler-„Galerie“ folgt demnächst.

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Prost Neujahr!

[Aus gegebenem Anlass unterbreche ich die Berichterstattung Berlin.]

Für uns müsste kein „Wie vermeidet man den Kater danach?!“-Tipp zum Jahreswechsel im Internet oder sonstwo stehen. Wasser und Frischluft helfen nach Alkoholgenuss – auch generell – bestens.

„Holmer Sandberge um 11 !“ war morgens nach spätem Aufwachen mit unserem Hamburger Ableger abgemacht.

Wir wundern uns über den leeren Parkplatz – um so besser!

Vorsicht vor dem Hund! – Spannende Spuren führen zu spontanen Seitenwechseln! – Wir wissen Bescheid, alle sind für sich selbst verantwortlich (Mal merken: helle Flexi-Leine).

Weitgehend freie Wege – das Wasser am Horizont begeistert, nach Jahren der Trockenheit …

Das ist ein Feuerlöschteich, dessen wichtige ökologische Funktion unter anderem von Brutinseln für Vögel, auch Schutz für anderes Getier geprägt ist.

In den Vorjahren hatte der Teich einen so minimalen Wasserstand, dass „Inseln“ ganzjährig nicht existierten. Alles wurde freiweg menschlich begangen – von freilaufenden Hunden einmal ganz zu schweigen.

Auf entkusselter Fläche, Sand der früheren hiesigen Dünenlandschaft – Aufmerksamkeit! Irgendwas ist immer. (Auf freier Fläche ist die blaue Laufleine die richtige Wahl.)

Entfernungen …

Die Holmer Sandberge liegen auf Moränen früherer Eiszeiten auf – windgetriebener Erosions-Sand, jahrhundertelang zu Dünen aufgetürmt, wandernd. Dies ist durch Kiefernbepflanzung gestoppt worden – vor nicht allzulanger Zeit in Teilen der Wahrnehmbarkeit und ökologischen Bedeutung wegen durch Teilöffnung aber wieder geschaffen worden. „Wandern“ geht in genutzer Umgebungslandschaft für den Sand hier allerdings nicht.

Entfernungen bei Spurenverfolgen intensiv arbeitend zurücklegen … – Riesenpranke rechts.

Am Rande: Neujahrsritt auf interessanten Reitwegen.

Moos, Heide, -verjüngung – auf entkusselter Fläche.

Distanz, Höhen- und Vegetationsvarianz.

Der Beagle, wartend.

Vor lauter Erzählen, Gucken, Gehen sind nicht nur Meter zurückgelegt, sondern auch Stunden vergangen.

Wir treten den Rückweg an.

Wieder auf dem Hauptweg – Stumpf einer gefällten Kiefer, die Zeit …

Am Feuerlöschteich – ein langer, dicker Ast im Wasser, rechts, weckte des Beagles Interesse. – Zu weit, heute nicht …! Schwimmtief entfernt wären Bauch und mehr nass geworden … (Achtung: helle Flexi-Leine).

Gleichwohl bleibt ein Uferrand immer ein faszinierendes Forschungsfeld (die helle Leine, waagerecht vom Hund rechts aus dem Foto, hier unsichtbar).

Weit nach Mittag kommen wir zu Hause an. Das Mittagessen (lecker Ente mit Rosenkohl), Kaffee und Eis mit Sahne und Eierlikör sowie das Abendessen rücken am 1. Tag des Jahres 2024 dicht zusammen.

[Es folgen im weiteren Blog-Geschehen die ausstehenden Berlin-Berichte.]

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Spuren des abgeflossenen Hochwassers zeigen, dass der Zugang zu den ehemaligen Mäandern der Bredenbek (rechter Arm) gut durchflossen wurde.

Die unmittelbar bachab der Holzabfuhrwegbrücke platzierte Rausche hält Wasser länger im Bereich oberhalb (Turbulenz vorn), die zweite Rausche lässt bei höheren Abflüssen die alten Mäanderschlingen bachab wieder durchströmen.

Diese Rausche hebt die Gewässersohle so an, dass – hier sichtbar – das frühere Bachbett zeitweise reaktiviert ist.

Links im Foto besteht die gesamte sichtbare Herbstlaubfläche aus zugegebenem Kies. Die Sandbank dahinter lagerte sich im Strömungs-Lee ab und engt das überbreite Kanalbett ein. Die Kiesmassen der Durchbruchstelle des Hochwassers entlasten einen neu entstandenen Prallhang. Sichtbar am bachab transportiertem Kies ist die nun entstehende Profilierung eines engeren Mittel- und Niedrigwasserprofils.

Das Aufhöhen der Sohle in Verbindung mit Einengen der gleichförmigen Überbreite der Kanalstrecke hält Wasser – wie beabsichtigt – im Umfeld länger, sowohl als sichtbare Stillgewässer als auch im Boden.

Unsicher ist, ob unmittelbar am Durchbruch der Rausche ein Forellen-Laichbett existiert.

Hier gelb umkreist – angesichts des gleichartigen Bewuchses wäre das in einer der vorherigen Regenperioden angelegt worden.

Wir setzen nicht unbedingt auf diese Annahme. Zwar konnten wir voriges Jahr auf den Neukiesen bachab einzelne Laichbetten ausmachen. Verglichen mit allen übrigen Strecken in anderen Bach-Einzugsgebieten, wo so gut wie alle Kiesbänke belegt sind, behalten wir das „örtliche Unikum“ erstmal nur im Sinn.

Jedenfalls scheint im Hamburger Abschnitt der Alster keine – oder zumindest keine vollständige – Durchgängigkeit für Wanderfische zu bestehen. Deren Aktivitäten zeichneten sich sonst auf unseren Kiesen ab.

Ein Stück bachab hat die Überbreite des Kanals bewegten Sand ruhiggestellt.

Dies entlastet erwartungsgemäß den weiteren Bachlauf. Alle Beteiligten sind begeistert.

Die Überbreite des kanalisierten Verlaufs bietet noch viele Gelegenheiten, im Strömungsgeschehen Erosionssand zu deponieren. Hinten ist der aktivierte Altmäander zu erahnen, mittig ist eine Tieflage gut vernässt.

Das gezielte Wiedervernässen des Bachumfelds führte zu – beabsichtigtem – Sturz von Flachwurzlern, meist Buche. Das bietet neue Struktur, neue Möglichkeiten.

Hier detaillierter, schärfer: Um den Eisvogel braucht sich niemand zu sorgen.

Blick bachab – der überbreite Kanal ist innerhalb weniger Jahre Dank des guten Angebots von Totholz im alten Baumbestand bereits vielerorts sehr gut strukturiert.

Totholz, Äste, Laub – Strukturieren „by nature“.

Allerhand Holz hier …

Und noch so ein Verhau.

Hochwasserdynamik nagt(e) – legte Moränensteine / -kiesel frei.

Übersicht bachab – vernässter, nun stets grüner Altarm links, Kanalstrecke still bis rauschend.

Moränenkies, reaktiviert „by nature“.

Zunehmend bilden sich Punkte bis Teilstrecken, in denen auch im Kanal Mittel- und Niedrigwasserbett angepasst strukturiert sind.

Ein weiterer, jetzt feuchter, immergrüner Altarm.

Die Baumwurzeln der charakteristischen Gewässerbegleiterin Erle bieten wesentliche Grundlage für die naturnahe Weiterentwicklung.

Wir sind am Ende der Kanalstrecke im Wald angekommen. Im Übergang zur Agrarlandschaft liegt unsere weitere, die Sohle stark anhebende Rausche.

Von dort geht es demnächst weiter, bachab – auf zu neuen Ideen, Taten.

P.S.: Aus Tschechien erhielt ich zu diesem und dem vorhergehenden Beitrag folgenden Text (Auszug) „Zur Totholzfrage: „Je mehr, desto besser!“
Bei uns kam es schon zu einem Fortschritt in der Terminologie – statt „Totholz“ sagen wir jetzt „Flussholz“. So wie das Holz im Fluss auch lebendig sein kann….die Baumwurzeln, Weidenholz usw.
Ich wünsche Ihnen auch schöne Weihnachten a alles nur gute im neuen Jahr.“ – Besten Dank dafür!

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Ein Dankeschön meiner Reise nach Jena zu Vortrag und Bach-Restaurieren hat nun zum zweiten Mal Früchte getragen – Paradiespilze, konkret: Austernseitlinge.

Über das Beobachten des Pilzblocks, die Entwicklung bis zur ersten Ernte, habe ich im Beitrag vom 9. November, den Entwicklungsstand des zweiten Durchgangs am 19. November berichtet.

Nun haben wir statt wie beim ersten Mal am 10. Wachstumstag zu ernten bis zum 13. gewartet.

Das Warten, 3 Tage längeres Wachstum, hat sich gelohnt.

Die Austernseitlinge haben ordentlich zugelegt.

310 g – das sollte für 2 Personen gut ausreichen.

Wie der Zufall es wollte, übermittelte unsere Kranken-(richtiger Weise wohl „Gesundheits-„)versicherung im vorigen Newsletter 2 Pilzrezepte. Wir wählen die Frittata.

Geschnetzelt …

Gebrutzelt …

Nach auf die Menge angepasstem Rezept gebacken …

… und genossen!

Das war lecker.

Nun warten wir, lassen den Block stehen und feuchten angeschnittene Seiten weiter an – es soll auch noch dritte Ernten geben … „dritte Ernten bringen oft massive Einzelpilze hervor“.

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Wie im Bericht vom 1. November über das Test-Bekiesen im Krückaupark Elmshorn erwähnt, fand am Folgetag eine Rundreise zu restaurierten Bachstrecken statt. Die neue Mitarbeiterin der NABU SH Landesstelle Wasser (s. S. 9, rechte Spalte der verlinkten pdf-Datei „NABU Schleswig-Holstein, Betrifft: NATUR, Sommer 2023“) wollte sich gern einen Eindruck über Verbesserungmöglichkeiten machen.

Los ging`s im oberen Lauf der Mühlenau, Pinnau-Einzugsgebiet. – An geschützten Lagen fanden wir noch Raureif vor.

Das abfliessende Wasser, immerhin war der Pegel auf mittleres Hochwasser gestiegen, ist dunkel gefärbt, sicherlich durch einen hohen Anteil aus dem Holmmoor, das in den trockenen Monaten gar keinen Zufluss lieferte.

Die eingebrachte Rausche (als Foto-Beispiel für eine Vielzahl) mit seitlichen Kies-Depots wirkt gut. Wie beabsichtigt, hat die Mühlenau Teile der Depots bachab transportiert. Obwohl wir über Mitte Oktober hinaus sind, die Tour fand am 18.10. statt, sind auf dem Kies noch keine Anzeichen von Kieslaicher-Aktivitäten zu sehen.

Blick bachauf – das Gefälle der Rauen Rampe aus Großsteinen kann für weitere Depot-Ergänzungen genutzt werden. So wird die Mühlenau selbst eine naturnahe Kolk-Rauschen-Abfolge schaffen.

Die im Rahmen einer Ausgleich- und Ersatzmaßnahme gepflanzten Schwarzerlen und Flatterulmen stehen auf ihren Profileinengungen sehr gut.

Bachab zeigt ein halb natürlicher, halb Menschen-gebastelter Stau an, dass eine Sohlanhebung z.B. per Kiesrausche(n) möglich wäre.

Am Besten mehrere, um die Höhendifferenz optimal zu nutzen … – Darüber wurde bereits gefachsimpelt – Kiesabladen am nahen Weg, Transport und Einbau durch Schubkarren und Schaufeln z.B. bei Angler-Arbeitsdienst. Das würde hier zusätzlich einen nebendran höher liegenden Altarm wieder ins Bachgeschehen einbeziehen.

Etliche km bachab ist am plattgelegten Gras gut die Abflusshöhe der vorangegangenen Regenperiode zu erkennen.

Wieder einige km weiter, Standort eines früheren Wehrs, ebenfalls zur Großstein-Rauen-Rampe umgebaut – hier befinden wir uns bachauf davon – reichlich Erosions“löcher“ im Ufer, die noch / weiter bekiest werden können.

Auch erkennbar aus dem Foto ist die Ursache für meine Aversion zum Einbau mehr als faustgroßer Steine: Entweder „haben sie einen hohen Dampfdruck, verschwinden binnen Kurzem“ (die werden schlicht geklaut!) oder sie befinden sich in fortwährendem Umbau, von ökologisch Unvorteilhaftem bis hin zu Uferschäden. – Hier werden wir 2024 sicherlich über 2 große Kies-Depots an beiden Ufern sprechen.

Solch Raue Rampe bietet gute Restaurierungsansätze. Wie erwartet hat sie unsere recht große Kiesgabe quantitativ abtransportiert.

Dasselbe, bachauf im Gegenlicht betrachtet.

Bei dem hier im mittleren Lauf noch sinkenden höheren Wasserstand sehen wir größere Kiesablagerung erst ein ganzes Stück bachab.

Wie so manch andere Stelle lassen wir die Mühlenau-Station mit zahlreichen Treibselsammlern aus Zeitgründen aus. Zu Laich- oder Niedrigwasserzeiten bleibt für einen vertiefenden Blick Gelegenheit genug. [Die derzeitige Situation dort habe ich kürzlich hier beschrieben.]

Wir queren zur Krückau, stoppen kurz an der Tide-Pinnau, Hindenburgdamm, Pinneberg. – Vandalen-Müll, Einkaufswagen, Autoreifen, ist an Land zwischendeponiert, zur Abfuhr.

Blick Pinnau bachauf – hier, im strukturlosen Tide-Kanal, muss noch viel geschehen. Die Entenschar ist der Jahreszeit geschuldet, in der mehr Menschen als ohnehin schon unsinnig Wasservögel füttern.

Angekommen am Krückaupark Elmshorn.

Die Großerosionsstelle für Bootseinsatz in die Tide-Krückau liegt im Vergleich zum Vortag, vgl. im obersten Link verknüpften Beitrag, etwas freier – wartet weiter auf eine unserer nächsten Aktionen.

Beispielhaft hier nur der „Kies-verpackte Rohreinlauf“, sieht gut aus – die Krückau fliesst weiter hoch, gespeist aus den überschwemmten Vorländereien bachauf Elmshorns.

Kein Spiegel für das Werbeschild mehr – die Wiese An der Au ist wohl gut zur Hälfte freigefallen (im Vergleich zum Vortag).

Auch die überschwemmte Wiese an der Offenau, weiter Krückau-aufwärts, ist nur noch flach überstaut.

Die Krückau Bullenkuhlen ist bachab der bekiesten Kurve in einer Tieflage ausgeufert, inzwischen wieder im Bett. Pferde nutzen den trockenen Teil der Überschwemmungswiese.

Unser im Schüttwinkel gelegter Kies ist im oberen Bereich bereits sichtbar.

Wir hoffen, dass aufkommende Erlen das per Kiesschüttungen zwischengeschützte Ufer dauerhaft halten werden [wenn sie denn dürfen].

Der Gang der Turbulenzen zeigt die nun wirksame Entlastung des Ufers.

Die Zeit vergeht, wir fahren zum Treffpunkt zurück, 2 Stopps am Wegesrand „gehen noch“.

Dunkles Wasser – wie an der Mühlenau-Startposition – auch an der Bilsbek. Das Himmelmoor, langzeitig ohne Abfluss, liefert wieder Schwarzwasser ins „Weisswasser“ des Moränenbachs Bilsbek.

Das Bekiesen hat sich auch über den Hochwasserabfluss bewährt. Der gewählte Abstand im scharfen Schuss bachab der Brücke zum darüber liegenden Pegel ist hinreichend gewählt. Die Kiesrauschen stören die Messungen nicht.

Letzter Stopp am Bek, Hasloh. Das Hochwasser hat, wie beabsichtigt, die großen auf dem Pfeifenbring-Absturz platzierten Kiesmengen abtransportiert.

Hier im obersten Bereich des Mühlenau-Einzugsgebiets ist bereits erkennbar, wie gering – bis hin zur Sommertrockenheit – der Abfluss des Beks im Mittel ist.

Sehr schön halten die Kiesrauschen und Einengungen das Wasser bachab. – So war das beabsichtigt, ein gutes Beispiel für Begriffe wie „Schwamm-„Stadt oder -Landschaft.

Wir beenden die Rundfahrt, werden uns zu passender Situation unter anderem an nicht angesehene Bäche wie im Borsteler Wohld, Kummerfelder Gehege, den Ohrtbrooksgraben, die Ekholter Au, vielleicht auch Bäche im Kreis Segeberg = Stör- und Alster-Einzugsgebiet, begeben.

Bis dahin fliesst sicher noch viel Wasser die Elbe runter (so hoffen wir).

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Gerade berichten die Statistiker, dass der Oktober 2023 hier im Norden die 3-fache Regenmenge im Vergleich zum Durchschnitt brachte.

In den Fliessgewässern bedeutete dies im Peak immerhin eine Abflussmenge des mittleren Hochwassers.

„Himmelsteiche“ wie der Pferdetümpel in Wedel sind zu kleinen Seen geworden – mit z.T. bisher ungesehenen Geschwistern ringsum.

Beim Blick über die Elbe, Schulauer Hafen, Wedel, gab es zum Monatsende Richtung Sonnenuntergang untrügliche Anzeichen auf das Nahen von Halloween.

In einem späteren Foto südwärts von der Batavia Richtung Mündung Wedeler Au in die Elbe … – schwarzer Punkt oben?

Ein Seeadler entfleucht aus dem Foto.

Auch das Wolkenbild tags drauf war besonders.

Nun haben wir Halloween gut überstanden. Die Schminke ist längst abgewaschen, Verkleidungen, Spinnennetze, Feuertöpfe in der Nachbarschaft sind eingewintert.

Mein Weg führt, kurzer Blick in die Düpenau, nach Pinneberg, Umfeld Regio-Klinik.

Querung der Nienhöfener / Datumer Straße über die Düpenau.

Über mir trompeten „Vögel des Glücks“.

Blick von der Brücke bachauf – steiler, erodierender Prallhang, gefährdete Eiche auf der Böschungskante. – Da könnte man auch …

Die Abflusssituation mit ca. 30 cm über Mittelwasser zieht mich an die Mühlenau in Pinneberg, mal wieder nach unserer 4er Doppelanordnung Treibselsammler gucken.

Angang …

Mühlenau, Blick bachab – ja, es fliesst weiter hoch ab.

Fernblick bachauf – Herbstfarben. Die HuSt-Positionen sind gekennzeichnet durch Wechsel vom überbreiten, spiegelnden Abfluss auf turbulentes Geschehen, über die Treibselsammler hinweg sowie randlich. „Der Spiegel wird gebrochen“ – bereits oberflächlich sichtbares Kennzeichen lebendiger Fliessgewässer.

Detail, 3 Doppel-HuSt, („Doppel“ `= links und rechts).

Detail brückennah, Überfluss-Turbulenz in Form von Vortices, randlich (links, Bach-mittig) turbulentes Umströmen.

Abends in Wedel, im Gegenlicht – fast wie eine Nach-Halloween-Sonne …

Zu Hause angekommen, stellt sich eine andere, belichtete Realität dar: Feldahorn-Gelb prägt die Situation, vorn wie hinten.

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Auf geht`s, bachab Richtung Saale-Aue.

[Wem`s auffällt: Ja, ich habe den bisher konsequent falsch benannten Bach nun mit seinem „fehlenden b“ versehen. Nach-Korrekturen auch in den Texten können ggf. zu Verlust von Verlinkungen führen.]

Querung Gembdenbachtal / Am Erlkönig – linkerhand die Großbaustelle der recht dicht an der Schluchtkante stehenden Neubauten. Die Rohrzuleitung im steilen Prallhang wird über die Jahre sicher allerhand „Entwicklung“ bieten.

Vom Gewässerunterhaltungsverband hören wir, dass dieses scharfe Freischneiden des Bachumfelds wohl von anliegenden Kleingärtnern erfolgte.

Weiches, ungeschütztes Ufer erodiert erheblich.

Turbulenz bei geringer Bachbreite hält den über die gesamte Strecke bis zur Mündung in die Saale transportierten Naturkies frei.

Bachkies wird bei Erosions-Überbreite von Feinmaterial überdeckt.

Eine von vielen Einleitungen … – Doppel-etagige Landgewinnung durch Kleingärtner „… zum Uferschutz …“. – Aha!

Ein dem Licht folgender, im HW-Querschnitt wachsender Baum führt zu linksseitiger Erosion des Auenbodens.

Wir testen, ob der Weg von diesem Erosionsdruck entlastet werden kann.

Mit dem Baum müssen sich Zuständige beschäftigen.

Ich klopfe ein paar Beispiel-Stöckchen vor, Tieflage am Bachrand – dicht an dicht, mit dem Ufer aufsteigend.

Saaletreffer ergänzen bis hoch ins Ufer.

Das sieht doch schon gut aus.

Die Sohle lassen wir angesichts Kiestransports, vor allem aber wegen des Baums frei (KEIN Treibselsammler, also).

Zeit zum Abschied von den meisten – das Umfeld im Auge behaltend.

Diese Eintagsfliege, 2 Schwanzanhänge, konnten wir aus einem Brückengeländer-Spinnennetz befreien (arme Spinne!).

Arme Spitzmaus …

Rest-Hölzchen und -Stöckchen werden gekonnt zu weiterer Nutzung abtransportiert.

So schön kann gewässernahes Umfeld aussehen. Wir gehen bachauf.

Im Weiteren … – Leider sieht gewässernahes Umfeld, mit allen Konsequenzen, meist so aus.

Wieder „Am Erlkönig“ – Hier wären Otterbermen erforderlich und möglich. (Am Übergang vom Brückenunterbau gut erkennbar: Erosiver Abriss – und angepasste NW-Breite)

Dass angesichts des hohen Holztransports durch das V-Tal solch beengter, schräger Hochwasser-Querschnitt gewählt wurde … ???

Ein „kleiner harter Kern“ wird noch Besonderheiten im oberen Teil des Gembdenbach-Tales ansehen. Es folgen der Abschiedsabend und die Rückreise nach Wedel.

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Eine Vielzahl Interessierter ist zwischenzeitig angekommen – meist mit eigener Muskelkraft.

Das Restaurieren mit Kies ist abgeschlossen, das Verhalten des Gembdenbachs wird über unterschiedliche Wasserführung und über die Zeit beobachtet.

Der Verbandsingenieur des Gewässerunterhaltungsverbands Untere Saale / Roda bietet an, weitere Prallhänge im Steilhang anzusehen und über Entschärfen des Uferangriffs zu beraten.

Wir blicken auf zum Jenzig, hoch über uns.

Angesichts der beeindruckenden geologischen Formationen habe ich gleich etwas über die „Germanische Trias“ gelernt.

Neben uns, allzu gruftig: Schluchtkante neben der Straße – man erkennt die Nachbarschaft zu Kleingärten. – Was geht dort in den Köpfen vor?

Ist diese Schnecke das zugehörige Symbol für Fortschritt? Allzu langsam?

Wir sind zur Bachsohle runtergeklettert – schicker Fischunterstand.

Kies im Gembdenbach – schön lassen sich die Prinzipien des Kiesbachverhaltens ablesen. Hier: Rausche mit Übergang zu tieferem Wasser, Kolk.

Und hier, zwischen Niedrig- und Mittelwasserabfluss: Gleithang mit Übergang zu tieferem Wasser, im Prallhang.

Der Verbandsingenieur – vorweg führend durch Sukzessionsauengrund.

Schöne Gembdenbachstrecke mit Gefälle, Struktur.

Ein Prallhang, am Steilhang nagend – oben, reichlich dicht dran, Neubauten.

Im Weitergehen kommen wir an einem Biberdamm-ähnlichen Holzverhau vorbei. – Hier stört der nicht.

Noch`n Steilhang, angenagt – wie unsere Experimentierkurve an der Straßenseite.

Oha, jetzt wird`s kriminell – Beton-Ufer mit (nicht mehr benötigtem?) Einlaufrohr, unmittelbar im Steilhang – – HART trifft Weich(er)es. Das kann nicht gutgehen, wie zu erkennen ist.

Totale, schräb bachab – der Gembdenbach tobt sich bei Hochwässern hinter dem Beton im Ufer aus.

Interessante Schichtung – Fels, Kieslager im Buntsandstein (?), im Übergang zur Organik obendrauf Röhren. Diese stammen wohl nicht vom Eisvogel, sondern sind angeschnittene Mausgänge, so die Vermutung.

Wir sind einig, dass harter Verbau in diesem dynamischen System eine ultrateure, nicht sinnvolle Aktion bedeuten würde. Dynamischer Uferschutz, experimentell getestet, wäre das Mittel der Wahl.

Die Betonmauer sollte mindestens im freigespülten Teil „weggetickert“ werden. Eventuell ist das hinreichender Aufwand und reicht bei dynamischem Uferschutz aus.

Wir sind am Ausgangspunkt zurück – es liegen noch Hölzchen und Stöckchen bereit.

Um zu sehen, ob auch die hier verwendbar sind, steuern wir einen mündungsnahen Bereich des Gembdenbachs, nahe der Saale an (nächster Beitrag).

Fazit der Steilhang-Überlegungen: „Bauen mit dem Fluss“ ist die Methode der Wahl. – Zu solch einer Veranstaltung ruft es mich nächste Woche, DWA-Veranstaltung in Bad Vilbel.

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Herbstlich am Hang, der Restaurierungsmorgen – gut gefrühstückt. Um 9 Uhr werde ich abgeholt.

Blick über alles, Bewölkung nimmt zu.

Eine schwere Sturm- und Regenfront war (für irgendwann am Morgen) durchziehend vorausgesagt.

Ich habe noch Zeit, sehe mir an, was geboten wird.

Oha, da jagt etwas heran – wird es uns erwischen? Wenn ja, wie lange wird das Ganze anhalten?

Ein Horizont nach dem anderen verschwindet. – Von dort her zieht der heftige Schütt auf.

Alles geht ziemlich schnell. Nun ist auch der JenTower fast verschluckt.

Am Hotel angekommen – es stürmt und prasselt. Die Fenster habe ich vorab schnell geschlossen.

Und – oh Wunder – die Abholzeit naht, der Regen lässt nach. – Gut wetterbezogen verpackt gehe ich zum Treff.

Nach kurzer Autofahrt kommen wir am Gembdenbach an. Das Niedrigwasser hat vom Regen – noch – nichts bemerkt.

Am Ende dieser Strecke, scharfe Linkskurve, wartet unser Experimentierfeld – ein im Prallhang liegender Steilhang auf uns.

Hier verläuft der Gembdenbach in einem recht schmalen V-Tal, gut und variabel bebaumt.

Der Weg auf der Höhe des Talrands – manch Prallhang nagt eifrig, tief drunten …

Mit solch Ausrüstung lässt sich prima experimentieren – Lkw, kiesbeladen, mit Hydraulik-Telegreifer.

Wesentlicher Kooperationspartner ist der Unterhaltungszuständige – Dank für Offenheit und Interesse!

Da liegen Hölzchen und Stöckchen – ob wir die auch nutzen können? – Und ein erster der Begossenen, E-Fischer, erscheint mit einem Teil des Geräts.

Vorweg war die zu restaurierende Strecke E-befischt worden. Wir werden die Arten und Individuen notieren und vermessen. Dazu Details im nächsten Beitrag.

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