Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Dieses Jahr mit seinen regelhaften Niederschlägen ist so anders als die Vorjahre. Nach kurzer Phase Trockenheit hat der Regen hier im Umfeld zwar keine nennenswerten Abflusssteigerungen in Bächen und kleinen Flüssen bewirkt, den Oberboden aber doch regelhaft nennenswert feucht gehalten.

Das liess das Grün wachsen „wie verrückt“. (Es gibt auch Menschen, die wurden mit Blick auf ihren Garten nahezu verrückt, ergingen sich in wilden Aktivismen oder / und schimpften auf den Gärtner, der „nicht genug arbeitete“. – Dabei kann man sich bei solch Grün im Garten doch viel besser entspannen, als angesichts des Blattfalls und Gelb der vergangenen Jahre … Mein Tipp: Einfach zugucken beim Wachsen … – und sich freuen.)

Die trockenen Zwischenphasen reichten hier, jedenfalls für Silo- und Heu-Mahd, zum Trocknen aus, so dass die Sammellager ausgesprochen voll sind. – Und es wird weiter geheut … !!!

Getreide kam nicht ganz so gut davon. Gerste wurde in den meisten Fällen mit Ach und Krach trocken eingebracht. Beim Weizen allerdings machte die Feuchtigkeit Schwierigkeiten – bis hin zum „Durchwachsen“ von Flächen. Inzwischen sind auch die gemäht, geräumt – teils wird da primär Biomasse in Form von Stroh das unbefriedigende Ergebnis sein.

Noch ein wenig Atempause – dann geht es mit der Mais-Kampagne los!

Allüberall!

Danach wird es andere Horizonte zu sehen geben!

Hier beschreibe ich – nach so ganz anderen Themen und Bildern – die täglich zu erlebenden Maishorizonte. – Mal sehen, wie wir die Zeit mit gerade Temperaturen Richtung 30 Grad C hinter uns bringen.

Raus aus Wedel, Richtung Holm.

On top – Mais.

Vorfahrt! – Vorfahrt für Mais?

Leider hat man den Eindruck! – Seit 2 Jahrzehnten frisst der Mais Flächen in früher unvorstellbarem Ausmaß, ersetzt andere Früchte, Fruchtfolgen, führte zu Grünlandumwandlungen bis in enge, waldumsäumte Partien.

Ja, man redet darüber, findet die sich um sich selbst drehende „Fruchtfolge Gülle – Mais – Gülle – Mais – Gülle …“ nicht sooo gut.

Im Ländlichen.

Horizont, eingeschränkt. – Was dem einen sein „on top“ ist dem anderen sein Hang bis tief in anmoorige Bereiche.

Anmoorige Augebiete, hier: tief liegend, in der Marsch – auch hier wächst es, sogar in Trockenjahren.

Wird der Herbst dann nass(er), bleibt schonmal unbefahrbares Gelände, dreidimensional bestückt, unbeerntet liegen. – Wildschweine freut`s, Eigentümer von dann wintergeschädigten Flächen und Jäger nicht.

Unter Leitungen macht sich der Mais ganz gut – braucht man keine Bäume stutzen.

Hier sind sogar Schilder aufgestellt …

Sieht so aus, als wiesen sie auf den Mais hin.

On top, es geht wieder abwärts. – Jedenfalls freue ich mich, dass in absehbarer Zeit wieder andere Horizonte frei, sichtbar werden.

Noch mehr freute ich mich und mit mir Wasser, Boden, Luft, Flora und Fauna, wenn der realisierte Maisflächenfraß absehbar auf die Hälfte der heutigen Flächeninanspruchnahme gesenkt würde. Prüfen und Abstellen schädlicher Subventionen sowie Ändern weiterer Rahmenbedingungen stehen an – entsprechendes Handeln steht, wie auf anderen Prioritätsfeldern, aus.

Nur nicht nachlassen!

Read Full Post »

Der Bericht vom 24. August kam durch spontanen Besuch zustande. Eigentlich sollte ein Treffen, Gartenbesuch und anschliessendes Essen stattfinden. Das Treffen fiel „wegen Wetter“ aus – wir fuhren dann angesichts besserer Aussichten doch mittags noch los.

Nun hat das Treffen also gestern stattgefunden, einige Eindrücke sind vorzeigenswert.

Vorbei am Wassererlebnisbereich im Wedeler Autal – wie gehabt, Niedrigwasser, ringsum könnte von den Verantwortlichen neu bekiest werden.

Der Bodenschutzkies im Übergang Niedrigwasser bis Hochwasserlinie wird teils aktiv, teils durch hohe Besuchsdichte allgemein ins Gewässer eingetragen. – Für die aquatische Lebensgemeinschaft ist das von großem Nutzen.

FHH, Sülldorf, erreicht – Zeichen der Nacht, Spiegelung, Spritzer, ringsum schnell wieder trocken.

Blick in die Landschaft – spätsommerlich.

Uuuuuhh! – Ankunft am Loki-Schmidt-Garten, bekanntes Bild …

Unser Treffen klappt – Anradeln von der anderen Seite der Elbe und Fährfahrt verliefen gut.

Wir lassen die Regenjacken lieber nicht in den Satteltaschen, nehmen sie mit.

Na, das sieht doch schon besser aus …

Wir betreten eine kleine Waldpartie, Nordamerikanisches Quelltal auf der linken Seite. – Das ist doch …

Nein, keine Amsel! Das an sich scheue Grünfüßige Teichhuhn findet offenbar hier unter Bäumen so interessantes, dass es, eifrig pickend, von uns keine Notiz nimmt.

Dann plötzlich doch, wir treten fast drauf – huh! – Schnell weg! Es huscht links in den Quelltalschatten.

Was für ein Spätsommertag!

Bereits im vorigen Beitrag beschrieben, Neuerung – wir freuen uns auf die Blumenwiesen.

Infoschild – die Besuchsklientel folgt den Hinweisen offenbar. Die Wasserqualität der Teiche ist stark verbessert (auch durch Rücknahme des früher extremen Karpfenbestands).

Das Loki-Schmidt-Haus – kein blauer Kubus, wie erwartet. – Christo was here?

Die Homepage klärt auf, einiges hat sich verändert (gern auch die älteren Meldungen ansehen).

Aronstab fruchtet unter altem Korkenzieherhasel.

Zurück, vor dem Eingang – die Blütenpracht …

… lässt den Saisonwechsel erkennen.

Weiter zum Mittagessen, ich habe die S-Bahn bereits unterquert, die anderen folgen … demnächst (hier im Blog unsichtbar).

Dasselbe Restaurant wie im vorigen Bericht, aus gutem Grund.

Abschied von der alten Buche nebendran, zurück nach Wedel.

Das Schöne an der Rückfahrt, es geht meist bergab. Da kann uns nicht stören, dass der Wind gedreht hat, mal wieder gegenan bläst.

Read Full Post »

Sonnig im Neuen Botanischen Garten Hamburgs …

Stein-Partie – die Sonne brezelt. Das dunkle Gestein heizt sich auf. Auch wassergefüllte Mulden leeren sich sichtlich.

Pfützen auf hellerem Beton nebendran lassen sich mehr Zeit.

Nach dem Guss (bzw. der vorab wackeligen Wettervorhersage) sind ausser uns wenige, meist Fachleute und Gartenmitarbeiter, zu sehen.

Nochmal Steiniges, Besonderes – Japanischer Garten. – Kies, geharkt … – irgendwie erinnert mich der an etwas.

Geharkter Kiesgarten – also wirklich! Nicht betreten!

Wir queren einen noch ordentlich feuchten Bambuswald.

Neben großflächig Trockenem werden regelhaft Feuchtgebiete, kleine Gewässer gequert – Uferbereich im Licht.

Entenflott, Krebsschere, Schwanenblume und mehr.

Blutweiderich.

Mal was Trockenes – bunter Bauerngarten. Die Bienen sind eifrig, ein kleines Schau-Volk steht nebendran.

Es sind selbstverständlich auch jede Menge Bäume, Waldpartien zu bestaunen – hier stellvertretend die Fruchtstände der Hainbuche (kennt auch nicht jeder, auch wenn solch Hecke im eigenen Garten steht).

Regelhaftes Thema beim Treff mit Förstern, wo auch immer: Verglichen mit dem glatten Stamm der Buche halten nicht so Bewanderte die Hainbuche mit ihrem faszinierenden, extrem variablen Querschnitt und starken Veränderungen während der Alterung für einen Baum, der irgendwie gestört sei.

Fast jeder Förster ist schon aufgefordert worden, diese „Kümmerlinge“ aus dem Wald zu entfernen … – Leider geschieht das in vielen Wäldern tatsächlich.

Hoffen wir auch zu diesem Thema auf Besserung – und informieren, wo immer es geht.

Aus Rasen wurde Acker, bewächst in vielfältigem Grün – wir sind, wie Film, Funk und Fernsehen zeitnah berichten, Zeugen einer Umstellung!

Im angelaufenen Großprojekt „Natürlich Hamburg“ wird nicht nur die Stadt, sondern werden insbesondere auch kleine und große Grünbereiche einschliesslich der Parks auf mehr Artenvielfalt, Bodenqualität, Versickerungsfähigkeit umgestellt. – Wie schön! (Wurde aber auch Zeit! Information über Jahre brachte wenig. Möge nach Abschluss des Großprojekts erkannt sein, dass allein durch – nicht zuletzt! – kostensparendes Ändern der Unterhaltungspraktiken eine lebendigere Stadt resultiert.)

Nochmal Wässriges – da kommt einer mit Bugwelle heran …

Ein kapitaler Spiegelkarpfen – nebendran ein Vetter, nicht klar erkennbar, ob Rotfeder oder Rotauge.

Eine Sonnenanbeterin – vermutlich eine alte Schmuckschildkröte.

Die zentralen Teiche glitzern im Gegenlicht.

Auch am Ablauf, hervorgekommen unter kühlender, dunkel-schattiger Querung – Spiegelkarpfen.

Faszinierende Spiegelung mit Wellen-erzeugendem Spiegelkarpfen.

Anerkennend nehmen wir seit ein paar Jahren wahr, dass die früheren Massen von Karpfen aus den hiesigen Teichen verschwunden sind. Auch das Entenfüttern hat sichtlich nachgelassen. Die früher aufdringlichen Wasservögel verhalten sich annähernd natürlich. Übermäßige Verschmutzung der Teiche ist akzeptabler Wasserqualität gewichen.

Fertig. – Blick nach oben – ok.

Blick nach unten – wir starten, behutet bzw. mit Helm, behütet.

Überraschung an der B 431.

Sülldorf vorbei – am Horizont, von vorn, von Westen … – nur nicht bange machen lassen!

Wedeler Autal – vorbei an einem von etlichen diesjährigen Highland-Putzies.

Zu Hause angekommen, besonnter Feuerdorn begrüßt uns – offenbar alles richtig gemacht.

Das eigentlich beabsichtigte Treffen ist auf nächste Woche verlegt. – Mal sehen, was das Wetter dann bereit hält.

Read Full Post »

Wir wollten mal wieder den Neuen Botanischen Garten im Westen Hamburgs besuchen, aus gegebenem Anlass Treff mit Freunden, gemeinsames Essen vorgesehen.

Da macht uns die Wettervorhersage einen Strich durch die Rechnung. Allzu fette, fluffige, wasserreiche Wolkenareale, scheinbar unberechenbar den Weg nehmend, Geschwindigkeiten, Richtungen ändernd …

Nur nass werden beim Anradeln, unsichere Situation während des Besuchs – abgesagt, verschoben.

Wie das in heutigen Zeiten des Klimawandels aber schon fast in festes Wissen übergegangen ist, richtet sich das Wetter immer weniger nach den Rechenmodellen. Wir sind inzwischen darauf eingestellt, auf aktuelle Entwicklungen, beobachtet durch gelegentlichen Blick auf das Wetterradar, (häufig genug) spontan zu reagieren.

Und so verändert sich unsere Entscheidung Richtung Mittag – für uns reicht die Zeit noch. Wir trauen uns.

Anradeln durch das Wedeler Autal, hier entlang der S-Bahn, kurz vor der Landesgrenze SH / HH.

Der Weg durch die Stadt, entlang Neben-, dann Hauptstraßen, dann durch grünes Wohngebiet lässt sich gut an. Immer Mal geht der Blick gen Himmel – da tummelt sich allerhand.

Oha, Oh ja – das kann jederzeit …
Dieses, nicht uns treffend, ist bereits vorbeigezogen.

Wir haben den Hinweg tatsächlich geschafft. Die hoffentlich halbwegs zutreffende Wetterentwicklung lässt für den Nachmittag hoffen – also erstmal unter Dach Mittagessen.

Gleich neben dem S-Bahnhof Klein Flottbek gibt es eine lohnende Gelegenheit, so Verwandte, Freunde und Bekannte.

Die Auswahl ist gut, ich kann mich nicht beherrschen …

Seit „Jahrzehnten“ nicht gegessen (ich schwör`) – große Currywurst mit Pommes.

Zu allem hatten wir Empfehlungen gehört, wir können ja nicht „alles“ essen. Meine Wahl, auch der gewählte Flammkuchen bestätigten die Empfehlungen – gerne wieder (aber dann erstmal etwas anderes von der umfangreichen Karte?)!

Draussen bestätigt sich unser Zeitplan …

… – es regnet „Katzen und Hunde“.

Nach dem Bezahlen noch so ein Teil – wir sitzen noch ein Weilchen, nun draussen, auch unter Dach, und warten.

Wir sagen ja „in Strömen“, auch wenn die in aktuellen Schütts nur punktuell niedergehen. – Vorbei.

Wir haben die S-Bahngleise unterquert, befinden uns nahe des Eingangs zum Loki-Schmidt-Garten.

Und siehe da!

Dass wir die nächste Zeit so gut wie allein sind, stört uns wenig. – Unglaublich! Das Wetter hält, in neuer Qualität.

Ein paar Eindrücke von „drinnen“, im Neuen Botanischen Garten Hamburg, folgen.

Read Full Post »

Der Sommer 2023 – das Grün konnte meist nicht klagen. Hohler Baumstumpf, in den Vorjahren „Loch“, ist gut begrünt.

Baumschulen bemühen sich um Bodengesundung – Ringelblumenzwischenanbau.

Brombeeren an wärmeren Standorten sind „Schwarz-frei“, werden regelhaft abgesammelt. Hier – schattigere Lage – stellt sich die Frage, ob sich Rot noch bis zum geniessbaren Schwarz entwickeln kann.

Nahebei – Grün, Gelb und herbstliches Orange, neu erkannte Angebotsform.

In der Marsch sind Zeichen des nahenden Herbsts nicht zu übersehen.

Die Unterhaltung der Marschgräben ist in vollem Gang.

Warum nicht genutzte Flächen nebendran bis tief runter „geschrubbt“ werden, erschliesst sich angesichts Rufen nach Wildblumen, Biodiversität u.v.m. nicht.

Allüberall – Mais bestimmt allzu viele Horizonte.

Und nun – ich scheue mich, zur Wedeler Au zu berichten,  geschieht demnächst aber doch einmal – der Wedeler Mühlenteich zum Schluss.

Fett grüner Mühlenteich im Hintergrund – „geschützte Teichrose“ in Perversion, als Schlammproduzent und Lebensraum-Killer. – Egal, Eis geht immer.

Read Full Post »

Wedel, der bekannte Pferdetümpel, Spiegelung – recht regelhafte, teils ergiebige Niederschläge halten Boden und Stillgewässer feuchter als in den vergangenen Jahren.

Das Grün wächst „wie verrückt“, ungeduldige Hektiker verlangen nach dem Gärtner …

Wir geniessen das aufkommende Rot ringsum.

Weissdorn neben Hainbuche, Verhandlungssache – vereinbart ist mit der Stadt, selbst aufkommende Bäume erstmal zu tolerieren, zu beobachten. Sie könnten anstelle sterbender Kastanienallee eine stabile, regionstypische Grünkulisse entwickeln.

Nach Stopp des Heckenscheren-08/15-Schnitts von Büschen und Bäumen blüht und fruchtet es ringsum – Vogelbeere1.

Zierapfel.

Über den Zierapfelwahn hier im Baumschulkreis schreibe ich jetzt und hier mal nichts.

Hartriegel, Cornus mas 1 – nicht zu fassen!

Vogelbeere2.

ChinaAhorn1.

Ob das nun ein „China-“ oder ein Japan-Ahorn ist, lasse ich mal dahingestellt. Seine sich entwickelnden „Nasen“ jedenfalls weisen nach und nach sich intensivierendes Rot auf, bevor sie graubraun enden. Sie locken dann allerlei Vögel, speziell Dompfaffen und andere Finken.

Hartriegel2.

ChinaAhorn2, mit Pfaffenhut.

Auch der gut entwickelte Pfaffenhut mit reichlich Früchten erfreut die Vogelwelt in Herbst und Winter.

Uuuups, noch was Rotes – das in der Natur gut wieder auffindbare feuerrote E-Spiel-Mobil, hier nahe eines Bachs, über dessen Lebensraumverbesserung gelegentlich berichtet wird.

Unseren Feuchte-in-der-Landschaft-Anzeiger Pferdetümpel (mal nicht [mehr] sommertrocken!) beobachten wir weiter. Was Bäche und kleine Flüsse (und das Grundwasser) betrifft, macht er keine Aussage.

Read Full Post »

Für uns als E-Mobilisten sind wichtige Plätze an Besuchsorten die, an denen unser feuerrotes Spielmobil geladen werden kann. So hielten wir uns gelegentlich am Exer auf – gut Essen und Trinken nahebei.

Vom Exer aus unter der B 75 durch – Neugier …
Infotafeln erwarten uns und bestimmen den Abend.

Sehr informative Tafeln und Informationsbroschüren machten uns auf den Verein „Wir für Bad Oldesloe“ aufmerksam – herzlich danken wir für die Weg-weisenden Texte mit vielen Bildern!

So kommen, hier ein- und in den vorigen Beiträgen nachgetragen, etliche Links über Sehenswürdigkeiten in die Bad Oldesloe-Erlebnisse – dazu gehören auch die trefflichen Texte Exter 1 und Exter 2.

Als Ziel wählen wir die Grüne Brücke, zunächst uneins, ob wir die gesamte Runde erwandern wollen – unsicher, ob der Hinweis eines hilfreichen Hundausführers auf eine gesperrte Strecke uns betreffen würde.

Zunächst gen Osten – hoch thront der Altfresenburger Ringwall am gegenüberliegenden Traveufer.

Beim Queren von Kleingartenanlagen, Durchschreiten von Toren, Unklarheit, ob die – falls wir umkehren – womöglich geschlossen sind, drehen wir lieber gleich um, wählen die Westrichtung vom Parkplatz aus.

Auf dem Rückweg, hin zum neuen Start, sehen wir bereits, über die Trave bachauf, das Brenner Moor.

Nordwärts geht`s zunächst auf aufgeständertem Bohlenweg.

Dost, verblühend, vielfältige Sumpf- und Moorvegetation begleiten uns.

Schwäne suchen und finden eifrig Nahrung auf einem Travealtarm.

Wir haben die Trave erreicht, der Weg führt nun Ost-West – Igelkolben flottiert im Fliessgewässer. Kein gutes Zeichen.

Motorisierte Radler passieren uns – dürfen die das? – Wir werden die Schilder genauer inspizieren …

Angekommen – die Grüne Brücke ist erreicht. Ein Pegel steht auch dran.

Ausser uns sind noch einige Geniesser der Abendstimmung unterwegs.

Blick ostwärts – spiegelnd wie ein Stillgewässer liegt / fliesst die Trave gen Bad Oldesloe.

Da flattert so allerlei über dem Wasser, im ständigen Hin und Her, Auf und Ab nicht eindeutig definierbar. – Ich sage mal: „Köcherfliegen“.

Insekten am Bach sind interessant – nicht nur für Hinsehende, vor allem auch für Tag- und Nachtüberflieger wie Vögel und Fledermäuse. Wer nicht fliegen kann, baut halt sein Fanggerät.

Wunderwelt Spinnennetz – Brückengeländer sind meist voll davon, helfen dem Insektensucher …

Neben Birken- und anderen Samen, die als „Luftplankton“ hier eingeweht werden, hat sich eine Eintagsfliege fangen lassen – offenbar recht frisch.

Die Vielzahl der Netze wird offenbar intensiv und schnell von Fängen „befreit“. Die eine oder andere Eintagsfliege ist noch erkennbar, sonst häufig anzutreffende Zuck- und andere -mücken nicht. Auch die unsteten Flattergeister überm Wasser, die Köcherfliegen, entgehen entweder den Netzen – oder werden von den Spinnen so fix aufgefressen oder anderswo gebunkert, dass sie dem Betrachter entzogen sind.

Wir machen uns auf den Rückweg – lange abendliche Schatten …

Gleich an der Wegebegegnung, Grüne Brücke – haben wir`s doch gedacht!

Mit der Sonne im Rücken sehen wir auch die Besonderheit des Brenner Moors – Queller, Salzanzeiger, im Binnenland.

Aufquellendes Wasser entlang eines in der Tiefe liegenden Salzdoms bringt Salzwasser an die Oberfläche. Wie die informativen Faltblätter und Broschüren beschreiben, ist das Rot des Quellers wie auch – an trocknenden Stellen oder in solchen Zeiten – weisse Salzkrusten das Anzeichen dieser lokalen Besonderheit.

Langer Schatten auch hier – die Feuchte bringt die Schnecken ins Freie. – An anderer Stelle legen wir eine Weinbergschnecke weg vom Bohlenweg.

Gewässer-, Moor- und Klimaschutz sind hier „natürlich“ realisiert – hinten rechts zu Letzterem auch ein technischer Beitrag.

In Parkplatznähe, Schilderwald (vorher nicht genau angesehen, betrifft uns ausser dem obersten Wegweiser nicht) – ganz klar, auch hier: Auf dem Bohlenweg sind Pferde und Räder fehl am Platz.

Schön, dass wir über die Lokalinformationen diese schicke Strecke kennenlernen durften.

Read Full Post »

Beim Zwischenstopp auf dem Weg nach Haffkrug, Lübecker Bucht, Ostsee, sehen wir uns die alte Stadt Bad Oldesloe an. Die Fußgängerzone bietet Muße, das Drumrum, die Historie, zu studieren. Und allerhand Wasser ist mit im Spiel.

Besonders nett ist es selbstverständlich, wenn das Wetter „stimmt“.

Am Marktplatz steht das Rathaus, davor ein Brunnen.

Blickrichtung geändert, dichter dran – das Stadthaus gleich nebenan.

Und wie es sich bei einer so historischen Stadt gehört, …

… existiert mindestens der Löwe zur historischen Apotheke.

Alte Mühle, Blick bachauf von der Fußgängerzone Mühlenstraße.

Blick bachab – noch `ne Brücke. Die Stadt mit ihren Trave-Armen sowie der Beste bietet vielerlei Querungen über Gewässer.

Schade nur, dass ALLE (vgl. auch Beitrag zur Trave-Durchgängigkeit) keinerlei naturnahe Gewässerstruktur aufweisen.

Ist das für eine Stadt am Wasser, Bad-Stadt, Kreisstadt, nicht (mehr als) ein Bisschen peinlich ? ! ?

Wer den Blick hoch hält, merkt nix davon. Hier tobt das Leben im scheinbaren Totholz. Im Kurpark – Spechtbaum, der weiter lebt.

Der Kurpark in seiner landschaftlichen Abwechslung kann sich sehen lassen. Hier die feuchte Aue der Beste, Trave-Nebenbach, mit Stillgewässer, Röhrichten, Wald im Übergang feucht – trocken.

Und hoch geht`s, Buchenmischwald kennzeichnet die Situation.

Der alte Salzteich (aufquellendes salzhaltiges Wasser, durch unterirdischen Salzkegel verursacht) – offensichtlich Entenfütterstelle.

Gleich nebendran die Beste, tyisch überbreit vom Menschen „entwickeltes“ Etwas.

„Ufer kaputt“ am Salzteich – statt der Wackersteine mit Stolpergefahr wäre Kies aus verschiedenerlei Gründen ein besseres Erosionsschutzmaterial.

Idyllischer Durchblick am Salzteich – alte Kastanie, Röhricht, Trauerweide.

Zurück im bebauten Raum, Travebrücke – Großsteine, leider wohl nicht zur Gewässerstrukturierung vorgesehen.

Am Wasser / Gewässer wichtig: Pegel! – Langzeitige Aufzeichnung sichert bessere Abschätzung von Entwicklungen, Notwendigkeiten zum Hochwasserschutz.

Die Rundumwanderung hat sich gelohnt. – Für Essen und Trinken ist gesorgt. Wer sucht, findet.

Es folgt noch eine abendliche Wanderung im Grünen. Mehr dazu demnächst.

Read Full Post »

Für den Besuch unserer in Haffkrug, Lübecker Bucht, Ostsee, urlaubenden Berlinerinnen hatten wir uns für Hin- und Rückreise einen Zwischenstopp ausgedacht. Bad Oldesloe wollten wir schon immer mal näher ansehen.

Ein spezielles Bauwerk kenne ich seit 20 Jahren (damals ganz neu), war gespannt, wie es aktuell aussieht.

Blaue Brücke und Raue Rampe für die Trave – man muss schon suchen, bevor man findet …

Ganz so schlimm war es für mich nicht, erinnerte ich doch, böse Vorahnung, dass das Werk „so nebendran“ liegt.

Wirklich stimmt das überhaupt nicht! – Die Raue Rampe liegt mittendrin, taucht aber in keiner Wegeführung, keiner Bewerbung, positiver Beschreibung der Stadt Bad Oldesloe auf. – Besser werden kann immer alles, keine Frage!

Kleiner Abschweif, bereits öfter erwähnt: Das Land Schleswig-Holstein hat im Rahmen wasserwirtschaftlicher Aufgaben eins früh und konsequent erledigt, das Herstellen einer, mindestens hilfsweisen, Durchgängigkeit für wandernde Gewässer- und andere Organismen (nochmal derselbe Link wie oben) durch Umbau von Wehren. Dass das meist „typisch deutsch“ (???) – technisch statt vom Zielorganismus her ökologisch-dynamisch wie in DK gedacht und gemacht – ausgeführt wurde, ist ultraschade, aber immerhin eine Realisierung.

Im Stadtbild, von der Brücke Hagenstraße / Pferdemarkt bachauf gesehen, stellt sich das Werk vorzeigbar dar. – Man muss es halt selbst entdecken!

Leider wurde über die Gesamtbreite des NW- / MW-überbreiten Gewässers mit gigantischen Steinen, gewaltigen Absturzkammern geplant – technisch alles richtig, alles gut.

Übersonnung, hohe Biomassen – Zeichen von zuviel Licht und zuviel Nährstoff.

Anderer Angang – die Brücke allein ist schon erwähnenswert …

Da unten steht wer, putzt sich …

Der Graureiher sieht sehr zufrieden aus!

Über die Breite und Länge der Rauen Rampe, näher betrachtet, bietet sich ein breites Bild von hydraulischer Abwechslung, dementsprechend wechselnde Situationen. Die Pflanzenwelt gibt einen umfassenden Überblick, was bei uns so am und im Fliessgewässer existieren will und kann.

Der Stadt Bad Oldesloe und der Tourismuszentrale wünsche ich die Erkenntnis, dass diese Besonderheit stärker ins Bewusstsein, einbezogen in Karten und Wanderwegführung gelangen sollte. Ein Link in der Rubrik „Lieblingsplätze“ ist allerdings vorhanden.

Für mich und mein Umfeld, wie bekannt, bieten solche Rauen Rampen ohne Laichkornfraktionen Kies die Möglichkeit, mit leichter Hand mehr für die Gewässerlebewelt zu tun.

Mehr zu Bad Oldesloe folgt demnächst.

Read Full Post »

Nachdem wir „unsere Hamburger“ in Büsum, Nordsee, per Kurztrip besuchten, konnten „unsere Berlinerinnen“ selbstverständlich auf uns zählen – in Haffkrug, Lübecker Bucht, Ostsee.

Haffkrug ist dieses Jahr gekennzeichnet durch etwas gedrängt stehende Strandkörbe. Die Baustelle der neuen Seebrücke fordert.

Altes Fischereigerät am Haus – Aalstecher.

Wo solch Gerät hängt, eine Küste ist, ist doch sicherlich auch Fisch …

Fiiiiisch – beim Baden entdeckt, Kescher herbeigeholt. Fang! – Jubel ! ! ! Auch ein Eimer ist schnell zur Hand.

Was ist das nun? Eine Wasserschlange! – Nein! – Kommt, wir fragen mal. – – – ? – ? – Ich höre „Mein Opa ist Forscher!“. (Oha!) Bin schon auf dem Weg …

Donnerwetter, da ist wer Aktives im Eimer … – Lang, schmal, spitze Schnauze …

Mit so kleinem Getier, dem man auch nicht unnötig zu Leibe rücken will, ist das nicht so einfach. Die Beschreibung, in größerem Schwarm sehr aktiv schwimmend im Ufer- / Wellenbereich (bei ansonsten glatter Ostsee) …

Angesichts des Drum und Dran sage ich mal: Auf keinen Fall sowas wie Seenadel, vielleicht aus einem Schwarm junger Hornhechte.

Was ich so zu Hornhechten erzähle, finden die Kinder interessant, machen sich den Namen zu eigen.

Selbstverständlich – der Kleine zeigt ja, dass er sich wie im Gefängnis fühlt – wird der Eimer in die Ostsee gesetzt, das Fischlein freigelassen.

Die Jagd setzt sich fort, weitere Kleinfische landen im Netz, teils auch im Eimer – dann wieder in der Ostsee …

Da haben wir uns den richtigen Tag für unseren Kurztrip ausgesucht!

Wir wählten gebrochene An- und Abfahrt. Darüber wird noch gesondert zu berichten sein.

„Der Hornhecht“ liess mir altem Nord- und Ostseeurlauber allerdings keine Ruhe. Zu Hause zeigt das Meeresfischbuch, dass auch solch Jugendstadium bereits einen gut sichtbaren „Schnabel“ vorzuweisen hat. – Also … – den Fang rangiere ich nun ein unter Hornfischnahrung, Stichwort „Tobiasfisch“ aus der Gruppe der Sandaale.

Nach Weitertransport dieser Information: Die Berlinerinnen beharren auf „Hornhecht“. – „Einen Tobias kennen wir nicht“.              🙂

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »