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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

Auf den Elbdeich zuradelnd sehe ich querab Langer Damm vom Fährmannssand her Tausende Nonnengänse aufsteigen. Die Digicam bleibt drin – wer weiss, hat der Bauer die Vögel wieder aufgescheucht …, ich will nicht anhalten.

Da fliegt, breit im Blick, von der Elbe her ein Seeadler heran. – Der ist also diesmal die Ursache des Schreckens.

(Ich bekomme die Digicam nicht schnell genug aus der Jacke und den Adler scharf gestellt.)

Massen Nonnengänse in der Luft – nichts Ungewöhnliches.

Der Adler hatte von mir weg gedreht, direkt auf den Schwarm zu.

Ausschnitt aus dem vorherigen Foto – die Ursache des Gänseverhaltens rechts oben.

Die Nonnengänse stieben auseinander, wenden.

Wohl ein Drittel überfliegt mich.

Wie so oft, nach Erkennen, dass wohl doch keine Gefahr bestand, landet ca. ein anderes Drittel wieder am Herkunftsort, beginnt eifrig zu fressen.

Weiter geht`s Richtung Hetlingen.

Ogottogott – die Schafe sind los! (Wie des öfteren erwähnt, nicht gezäunt wie in Niedersachsen am Deich)

Schon beginnt der Scheiss angesichts der großen Menge Lämmerschwänze.

An der Vogelstation kreist ein Schwarm Sturmmöwen – ein Besuch lohnt, auf den Inseln sitzen jede Menge Gänse und kleine Vögel (ich radele diesmal weiter).

Querab Giesensand – eine kleine Gruppe Schafe.

Sind die weissen Köpfe geschoren / handelt es sich – farblich betrachtet um eine hier neue Rasse? Sind die Weissköpfe vielleicht einem Schwarzkopfbock (links) zugesellt?

Oder haben die sich im Stall so eingesaut, dass der heutige, spezielle Eindruck entsteht? – Vielleicht gibt es über die Zeit eine Lösung des Rätsels.

Elbdeich Hetlingen – mit Weitblick ist es heute nicht weit her.

Aus der Nähe – Lämmerschwänze, diesmal ohne Beine, aber mit Pollen – im Ostwind wehend.

Kurz vor Wedel, nochmal Lämmerschwänze – diesmal Hasel.

Und nochwas, Besonderes, ist auf dem Foto erkennbar. Offensichtlich ist Straßenüberwachung unfähig zur Grabenunterhaltung. Der Straßengraben läuft fast über, staut nachbarlich ein. Die Pferdewiese ist großflächig zu einem Flachsee geworden.

Wieder und wieder …, seit Wochen … – mehrfach erschien die Straßenunterhaltung mit mehreren Personen, jeweils über mehrere Stunden.

Und pumpte! Mit recht kleiner Pumpe … – wieder erscheinend … – über Wochen …

Es regnet immer mal, heftig …

Da ist eine Überfahrt „bachab“. Man könnte auf die Idee kommen, das Rohr zu reinigen …

Oder, falls es zerdrückt / zerbrochen wäre, die Überfahrt aufzubaggern, das Rohr erneuern?

Vielleicht durchschaue ich auch bloß die Zusammenhänge nicht.

Ob ich die Lösung noch erlebe?

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Raureif vorbei – es wird berichtet, ein Schneegebiet habe vorletzte Nacht Schleswig-Holstein von Südwest überquert. Im Norden scheint das Spuren hinterlassen zu haben, wie ganztags im Radio zu hören war. Hier im Süden ist davon bereits morgens nichts zu spüren. Das nachfolgende Regenband allerdings lässt die Fliessgewässer immerhin wieder Richtung mittleres Hochwasser ansteigen. Die Pegelstände fallen inzwischen – nach weiterem Regendurchgang vorige Nacht.

Da bietet sich – bei steifem Ostwind – Wandern in ruhigeren Bereichen an, z.B. im Forst Klövensteen, gleich hinter Hamburgs Landesgrenze.

Wir wählen die Wald-Bach-Runde entlang der Wedeler Au.

Wedeler Au, querab Hanna Reemtsma Haus – voll, wie erwartet.

Blick bachauf – wie fast vermutet, ist der Wanderweg für Normalschuhwerk doch eingestaut, teils quer überflossen. Test-Anmarsch beendet – kehrt.

Die Alternative: Wald-Teich-Runde …

Sieh an, der „Große Fischteich“, bordvoll, alle Uferstrukturen überstaut – jahrelang nicht so gesehen.

In den Trockenjahren seit 2018 war der Wasserstand so weit gefallen, dass größeres Fischleben kaum noch möglich schien.

Ein Bisschen Farbe – Buchen- / Hainbuchenlaub, wassergesättigtes Moosgrün, Entenflott, Trauerweide(nrinde) in beginnender Frühlingsfärbung gegenüber.

Andere Richtung, das Gleiche nochmal – mit zwei Trauerweiden.

Das bei Amphibien- und Fischjugend beliebte Flachwasser hat sich weit ausgedehnt. Die als Balancier-Übung seit Jahren gern genutzte Sturz-Eiche vergeht zusehends.

Splitterbruch-Tanne.

Schütteln die Baumkronen Wasser ab? – Nein, es beginnt, windgepeitscht, in ruhigen Bereichen „Blasen zu regnen“.

Neuer Aspekt – Aqua-Bank.

Der Blick „übern See“ zeigt in der Ferne einige wenige, weitere Unentwegte.

Sturzkiefer (? -buche ?).

Die Bruch- und Sturzbäume liegen als besondere Strukturgeber bereits seit Jahren. Die anhaltenden Starkwinde bis Stürme seit Herbst konnten dem hiesigen Baumbestand offensichtlich nichts anhaben.

Wir queren auf dem Rückweg ein Verbindungsgewässer „Rüdigerau“ (??) zwischen dem Großen Fischteich und oberhalb liegenden Teichen – Entenflott-grün.

Abwärts, ohne Bedeckung, Moor-schwarz.

Angesichts der Nässe ringsum wählen wir nicht den kürzesten Weg zum Auto – könnte schlammig-wässrig werden – sondern gehen über Hauptweg und Straße zum Parkplatz zurück.

Es bleibt zu warm, „gut“ nass – für Freiluftaufenthalte die Gelegenheit, immer mal woanders hin … zu radeln, zu fahren, zu wandern.

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Wir befinden uns zwischen zwei eifrig drehenden Tiefs. Wie immer gilt: Die Elbe ist keine Wetterscheide – sieht nur so aus, fühlt sich oft „nur“ so an. Demnächst überrollt uns die Front, diesmal aus Südwest mit ordentlich Regen.

Die Leserinnen und Leser meines Blogs südwestlich von hier, aus Niedersachsen, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz wissen, wovon ich schreibe. Gerade lädt das Wettergeschehen Teile seiner Fluten dort ab.

Auf der Geest – Mais, winterlich weiss.

In der Marsch – ich radele Honig kaufen in Hetlingen. Entwässerungsgraben Lanner, ringsum alles nass.

Detail – ein Schwanenpaar bewegt sich auf Wiesenflachsee (Flachseewiese?) vor der Erlengruppe rechts zwischen Wasser und Eisbedeckung.

Im Originalfoto sehe ich davor eine hochaufgereckte, sichernde (wohl Nil-) Gans.

Mich überqueren, ungeordnet wirkend, in unterschiedlichen Ansätzen die V-Form anstrebend, Nonnengänse.

Ihr Flug zieht hin und her – es wirkt, als suchten sie besseres Futter als allüberall stark bereiftes Gras.

Der Honig befindet sich in meiner Satteltasche – vor dem alten Elbdeich Hetlingen schwanken die Flachseen zwischen flüssig bleiben und vereisen.

Ein Silberreiher, weit entfernt, zwischen Idenburg und Brunnenschutzgebiet, sichernd.

Er startet. – Es erstaunt immer wieder, bei welch großer Entfernung die Silberreiher noch größere Distanz anstreben.

Er fliegt …

… ab.

Winterfarben – Bullenflussweide, rau bereift, Weidengruppe vor dem Geesthang.

Weiter geradelt – dieselbe Weidengruppe Blick Marsch, Elbe, hinter Reet, raureifweisser Weide mit hoch eingestaut zugefrorenen „Grüppen“ (in diesem Fall ohne Abfluss).

Direkt vor mir im Reet – bizarre Eisform, durch Versickern etwas entfernt darunter Wasser.

Auf der anderen Straßenseite markiert die Grabowski-Sippe die Wasser- bzw. Feuchte-, Trockenhorizonte.

Und wieder (Nonnen-) Gänse über mir – offenbar suchend, fast linear, …

… andere in V-Front, …

… und wieder andere, deren V-Formation fast einer Halbmondform gleicht.

Geesthang, Marsch, Winterfarben – die Graugänse lassen sich nicht aus der Fassung bringen.

Zurück zu Hause, Honig im Keller – die Sonne kommt gegen die Tiefs nicht an.

Wir sind gespannt – der bevorstehende Tiefdurchgang soll uns ordentlich zulitern.

Vorletzte Nacht ging schon so ein Teil durch. Die Pegel der Bäche ringsum (ohnehin weiter deutlich über Mittelwasser) stiegen um 75 cm. Der gestrige Tag und die Nacht reichten, per Abfliessen wieder den Ausgangszustand am Pegel zu erreichen. – – – Also denn …

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Wie von den Wetter-Spezis angesagt, liegen wir in der kühlen Jahreszeit deutlich über der langjährigen Mitteltemperatur. Die erwarteten Temperaturveränderungen sollen sich bekanntlich nicht (nur) in Sommerhitze zeigen, sondern übers Jahr gesehen vor allem durch generellen Anstieg in den kühlen Jahreszeiten auftreten.

Sturm und Feuchte, Niesel, Schauer, demnächst wohl Dauerregen, begleiten das Geschehen.

Hasel im Wedeler Autal am 2. Februar, hoffnungsvoll, die Pollen in die Welt zu setzen.

Dortiger Hasel, gestern – Allergiker sind begeistert! Dauerfeuchte bis Regen schlagen die Pollen zu Boden. Die Lämmerschwänzchen sind gealtert, lang geworden. Hier hat es sich bald ausgepollt.

(Dafür geht es bald ordentlich mit Erlen und anderen los – wenn es denn trocken wäre.)

In der Landschaft, hier Mais-Hochland zwischen Mooren und Forst Klövensteen, ruft es laut – ein Kranich.

Ein Kranich kommt selten alleien – hier zu zweien.

Man kommt sich auch näher – vermutlich eins der im Umfeld brütenden Paare. (Aus der Nachbarschaft antworten andere.)

Auf der Rückfahrt im Wedeler Autal wird es lebendig beim Passieren einer Erlenreihe. Erlenzeisige, munter zwitschernd, bevölkern diese Stelle. Es mögen um die 100, vielleicht mehr Vögel sein, die mich eine zeitlang begleiten. Gelblich-grün blitzt es beim quirligen Flug des Schwarms. – Leider lässt sich dies Erlebnis nicht fotografieren. Vielleicht muss ich mal einen Film-Clip testen.

Nicht nur in nun einsamer Landschaft, auch im Städtischen ist es mancherorts fast menschenleer – hier der Grüne B-Plan. Die Wassermenge wird im Abfluss verzögert, staut aber wegen der aktuell geringen Menge das Rückhaltebecken nicht ein.

Vorm Haus sitzt das Ringeltaubenpaar dicht aneinander – Brüten im Efeu ist offenbar zur Zeit nicht attraktiv.

Auch Amseln brüten in diesem (kleinen) Efeubaum. Der Hahn guckt um die Ecke.

Gestern auf dem Rasen nebendran entdeckt – die Amseln sind wohl zu früh gestartet. Ob nun durch Eichhorn, Elster aus dem Nest entfernt, genausogut kann bei dieser Wettersituation solch früher Jungvogel durchnässt, „erfroren“ sein. Im letzteren Fall wäre er dann vermutlich von den Eltern aus dem Nest entfernt worden.

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Das fängt ja gut an …

Pollen-Schmiss voll in Gang – Hasel, unschaaaf.

Elbmarsch – Sturm und hohe Abflüsse halten den Sauerbeck auf „Oberkante Unterlippe“.

Überall finden Baumarbeiten statt – sei es aus der Sturm- / Bruchsituation oder aufgrund saisonaler Schnittzeit.

Die Ebbe hat eingesetzt, der Bullenfluss strömt – raus Richtung Sperrwerk Wedeler Au.

Westwind Stärke 5 raut die entsprechend ausgerichteten Gewässer auf.

Sturm- und Lachmöwen vor dem alten Deich Hetlingen.

Es wird laut, …

Aufgescheuchte Nonnengänse – mal nicht kreisend und sich wieder niederlassend, sondern großräumig den Platz wechselnd.

Windig aufgeraut – ob Wiesenflachsee …

… oder die Tide-Elbe. Blick vom Hetlinger Elbdeich, Ebbephase gegen schräg drauf stehenden Westwind – vorn 2 Zustände Reet, noch stehend / abgefräst von Wind und Wellen.

Binnendeichs: Kein gutes Zeichen – eine einsame Nonnengans, geduckt sitzend, ohne große Reaktion.

Noch so ein Einzeltier, stehend, sich orientierend – hilft vermutlich nix mehr.

Ein kleines Stück weiter, am Rand der früheren Kleientnahme für den Deich, jetzt Flachsee, steht noch eine. Mir scheint – Viren unterwegs! -, die Vogelgrippe fordert wieder ihren Tribut.

Wohl 2022 sah ich bei jedem Elberadeln bis zu 10 Nonnengänse hier im Gelände, getrennt von Schwärmen, in unterschiedlichem, sich stetig verschlechternden Gesundheitszustand. Wenig später waren dann nur noch Federreste übrig – Seeadler, Marderhunde und andere räumten auf.

Letzter Blick auf Raues, binnendeichs.

Elbe-seitig, aussendeichs: Was für eine Leistungsfähigkeit! Vor kurzem berichtete ich, die Treibselentfernung-Saison habe begonnen.

Inzwischen sind die Massen entlang des Elbdeichs Richtung Wedel zusammengetragen.

Alles so leer und still hier (als wären das die Heinzelmännchen gewesen) … – demnächst erscheinen Bagger, Großtraktoren und Dumper, fahren alles weg.

Bis zum nächsten Mal, bis nach der nächsten höheren Flut mit neuem Treibselsaum …

Abschluss – fast – wie Start des Beitrags: Pollen. Auch die Erlen legen eifrig los, ihre Lämmerschwänzchen wachsen zu lassen, als Pollenwerfer zu aktivieren.

Kurz vor Wedel treffe ich wieder Nonnengänse – davon später mehr.

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Die Schnee- und Regenphasen liessen diesen kleinen Bachlauf in den vergangenen Wochen zu kurz kommen, er stand bei meinen Rundreisen nicht in erster Priorität. Mal sehen, ob angesichts der hohen Wasserführung Meerforellen bis hier oben ihren Laichplatz gesucht und gefunden haben.

Interessante Hainbuche im Angang.

Entlang illustrer Sturzbaum-Waldpartie …

… passiere ich ein Stück natürlicher Mäander, den Begradigungen, Kanalisierungen, Vertiefungen und harter Gewässerunterhaltung entgangen.

Prallhang und Gleithang in der Kurve – in der Aussenkurve, Prallhang, kann die spezielle, lagenweise Moränensituation studiert werden.

Über lehmiger Schicht befindet sich steinig-kiesig-sandige Schicht. Deren Feinmaterial wird vom Bach ausgewaschen, abtransportiert. Die sich ergebende kiesig-steinige Sohle charakterisiert den hochproduktiven Bachlauf.

Tatsächlich – Meerforellen fanden bei hohem Abfluss bis hierher, schlugen eine Laichgrube. Bachab liegt, Turbulenz erzeugend der kleine Kiesberg mit den Eiern drin.

In der Kanalstrecke – „die Natur“ habe ich passiert, liegt bachauf. Am Ufer gegenüber mündet, tief, ein lang mäandrierender, höher liegender Lauf. Vielleicht handelt es sich um den ursprünglichen Bachlauf.

Da wir jetzt „Schwammstadt / Schwammlandschaft“ gegen früheres alles-immer-weiter-Entwässern zunehmend als Ziel erkennen, können wir gelegentlich die Tieflage des Abflusses entschärfen.

Am Holzabfuhrweg angekommen – Blick auf unser Bekiesen einer hocherosiven Besuchsstelle.

Das hat geklappt, kann ergänzt werden.

Blick bachauf – diese untere kanalisierte Strecke wäre auch mal dran …

Sehr schön bachab dieser Rohrüberfahrt: Spuren von Hochwasser- und Meerforellenaktivität, ein großer Kies“berg“.

Auch die folgende, mit Lenkwirkung bekieste, früher stark erosive Kurve sieht vielversprechend aus.

„Loch“ im Anstrom, folgend hoher Rauschestart – mögen die Jungforellen einen guten Start haben!

Bachab – diese verbliebene, hydraulisch, geologisch, gewässerökologisch beispielhafte Kurve zeigt die vorn geschilderten Verhältnisse.

Vorn im Bild, im Gleithang, kommt noch reichlich ästiges Getreibsel in den Blick. Dies ist eine ganzheitlich wichtige Struktur, die leider in unserem Umgang mit Fliessgewässern noch immer nicht gewürdigt, häufig genug entfernt wird.

Möge sich das ändern.

Auf dem Rückweg  …

Blick bachauf einer mitten in der obersten Kanalstrecke liegenden Rohrüberfahrt – die Strecke wartet auf Verbesserung.

Angesichts kuppierten Terrains und am Ufer eng stehender Bäume sieht das ganz nach Arbeitsdienst und händischer Arbeit aus. Das kann uns angesichts langjähriger, guter Erfahrung (Jubiläum: die verlinkte Aktion fand vor 15 Jahren statt) nicht schrecken.

Es bleibt viel zu tun.

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Der oder die Bilsbek – Sprachgrenze, beides in Gebrauch (nicht wundern, wenn ich im Text mal wechsle) – erfordert zur Beurteilung regelhaftes und genaues Hinsehen.

So steht vielerorts zu lesen, dieser Bach käme aus dem Himmelmoor.

Wer sich das Einzugsgebiet ansieht, erkennt, dass bereits etwas oberhalb im Einzugsgebiet ein „Bilsbek“ genannter Bach entspringt und am Himmelmoor vorbeifliesst – die gesamte Strecke auf Moräne. Dessen „Weisswasser“ kann man je nach Nässe (bzw. Hitze, Trockenheit) eines Jahres  bis zur Mündung in die Pinnau verfolgen (Beispiel Mitte September 2023). – Zu solchen Zeiten hat das Himmelmoor jegliches überschüssige Wasser abgegeben, sein Zufluss zum Bilsbek liegt trocken.

Ganz anders im Frühjahr nach – wie jüngst – reichen Winterniederschlägen. Da strömt aus der großen Fläche des Himmelmoors, wie sich das gehört, pottschwarzes Wasser.

Fast bordvoll, pottschwarz, hier punktuell schön mit Erlen gesäumt – Zulauf aus dem Himmelmoor Richtung Bilsbek.

Gleich nebendran ist eine Feuchtwiese gut eingestaut.

Zur weiteren Moorentwicklung scheinen noch etliche randliche Entwässerungen eine Verstopfung zu benötigen. Dann verschwindet der Birkenbruchwald von allein.

Nebendran – ein steiniger Nebenbach, zur Entwässerung begradigt, erreicht die Bilsbek.

Bachab von hier hatten wir im ersten Halbjahr 2023 ein paar Rauschen angelegt und Ufer an wegnahen, erosionsgefährdeten Stellen entschärft.

Das sieht alles gut aus, …

… wenngleich auf diesen Rauschen (nun, im ersten Jahr) keine Laichhinweise auf Forellen zu sehen sind. Der Kies hat sich gesetzt, könnte gelegentlich ergänzt werden.

Das werden wir weiter beobachten. Wir beabsichtigen auch, im Vergleich zum Umfeld die Wirbellosenbesiedlung des neuen Lebensraumangebots zu untersuchen. – Weiter bachab, im Borsteler Wohld, hat der dortige Moränenbach – wie bereits länger festgestellt – wieder Laichfisch angezogen.

Leider bleibt es nicht aus, dass bei maschineller Gewässerunterhaltung Kies aus der Sohle entfernt wird – auch bei umsichtigem Arbeiten, hier: dessen, der ihn eingebaut hat.

Wir werden zusammen überlegen, wie dieser Strecke weiter geholfen werden kann.

Beim Wegfahren nutze ich die Dorfstraße Richtung Quickborn-Renzel. – Oha, wohl ein verstopftes Rohr – sicherlich keine beabsichtigte Moorentwicklungsunterstützung.

Vom kurz erwähnten Nebenbach der Bilsbek im Borsteler Wohld folgen einige Fotos – im nächsten Beitrag.

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Sonntag Morgen, Südwind – die Sonnabendrundfahrt geht diesmal also andersrum, Rückenwind hinter dem Deich bevorzugt …

Zu Sonnenaufgang gibt sich der Himmel pastell.

Ähnliche Töne im Westen, abnehmender Mond zwischendrin.

Bei der Anfahrt Richtung Elbdeich gilt besondere Aufmerksamkeit. Der Wechsel zwischen Geest und Marsch ist bei klarem Himmel morgens gern mit einem spürbaren Temperaturabfall verbunden. Wenn dann Kondenswasser auf der Straße sich mit Schattenlagen trifft …

Daher kein Halt, keine Fotos bis zum Elbdeich.

Treppe am Elbdeich Fährmannssand, Kleinklima – noch schattige Bereiche weisen auch hier Raureif auf.

Ich bin nicht allein. Ein weiterer Radler naht – Elbe-seitig, vor dem Deich. Zwischen uns sortiert ein Gleitflieger seine Steuer- und Halteseile. – – – Und immer schön aufpassen beim Rückwärtsgehen – Treibsel kann tückisch sein. (Plumps.)

Niedrigwasser auf dem Süßwasserwatt – die Leere täuscht. Vorn am Wasser, nach rechts weg, sitzen Sturmmöwen.

Beim Passieren von Hetlingen vor dem alten Deich erlebe ich Ähnliches wie tags zuvor, allerdings nicht in solchen Massen – Richtung Fährmannssand, Vogelstation, überfliegende Nonnengansgruppen.

Umfeld Idenburg, gen Geesthang – Lärm aus Entfernung. Schwarz(-Weiss) gefüllt ist eine (!) Marschwiese mit jeder Menge Nonnengänse.

Wer stört (Ich bin`s nicht!)?! – Etwa die Hälfte der Masse fliegt auf, zeternd, bellend, …

… zieht über die Nachbarwiese – und …

… lockert sich auf, dreht nochmal.

Was denn nun?!

Ich radele weiter, stoppe.

Andere Perspektive, selbes Objekt, selber Ort – alle Nonnengänse sind wieder mit der zweiten Hälfte vereint.

Gänse soll einer verstehen!

Oder ist es ganz simpel – die sitzen eng zusammen halt wärmer(?). – Jedenfalls ist es trotz Sonne immer noch kalt genug für Raureif, kleinklimatisch.

Wunder der Hydraulik, Naturkunst – beim Queren des Bullenflusses.

Vor dem Anstieg am Geesthang radele ich quer, „Am Hang“. – Vielleicht auch unter kleinklimatischem Aspekt sitzen hier ca. 20 plus 5 Graugänse auf der Nasswiese.

Hinten, mittig befindet sich ein Silberreiher – trotz der großen Entfernung macht ihn der stehende Radler sichtlich nervös.

Nebendran, die Wiese ist teils zu einem Flachsee geworden, sitzen Sturmmöwen – kleinklimatisch? … auf Eis???

Fragen über Fragen.

Im kurvigen Anradeln Richtung Radweg entlang der B 431 werde ich aus meinem Nachdenken gerissen – Geister-Mopedisten (auch noch mit 2-Takter, an solch schönen Sonntagmorgen) wollen passiert sein, ein sie (wo, wie) überholen wollender Kampfradler gleich mittenmang dabei.

Wie dieser Beitrag zeigt: Ich hab`s überstanden. Manchmal ist es aber auch nicht leicht …

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Es folgen Fotos von zwei Elbdeichtouren – hier zunächst Sonnabend, Windrichtung-bestimmt  gegen den Uhrzeigersinn (Rückenwind auf der kahlen Deichverteidigungsstraße).

In der Hetlinger Marsch, vor der Holmer Geest – entlang der neuen Jungbaum-Allee geht es Richtung Idenburg.

Leider sind einige Großbäume gefällt worden, die für den vorbeifahrenden Laien keine Schadsymptome aufwiesen. Auch der aufgesägte Stumpf erscheint unauffällig.

Leicht überstaut befindet sich nördlich der Bullenflussquerung eine Spur.

Hier hatte ich einmal (ein einziges Mal bei sehr vielen, fast regelhaften Überfahrten in 8 Jahren) bei Tidehochwasser einen Fischotter von der Überfahrt ins Wasser verschwinden sehen. Nach Fachleutebefragung das Spur-Ergebnis, wie vermutet „Fischotter“.

Ulkiger Weise findet sich auch auf der anderen Seite, rauskletternd, eine Spur. Die hat allerdings wohl „Finger“.

Die Fachwelt bestätigt: vielleicht ein Waschbär. – Ansonsten sind schonmal dreizehige Spuren zu sehen (nicht der 2-Beiner Reiher, Vierbeiner) – in klein: Bisam, in größer: Nutria.

Vor dem alten Elbdeich Hetlinen wird es laut. Der ganze Himmel hängt voller Nonnengänse. Die ziehen teils in V-Form …

… teils in wirr erscheinenden Klumpen, die sich aber ordnen, von Haseldorf her heran, grobe Richtung Fährmannssand.

Auf einer Nasswiese vor Hetlingens altem Deich schimpfen drei Nilgänse.

Die lassen sich ansonsten von mir nicht stören.

Elbdeich Hetlingen, Blick Wedel – Treibselhorizonte.

Ein mittelgroßer Nonnengansschwarm hat sich querab Vogelstation recht nah zur Deichverteidigungsstraße niedergelassen.

Blick zum Horizont, vorn einige Querflieger – da hinten sitzen inzwischen wohl tausende Nonnengänse.

Weitere Nonnengansmassen sitzen nahe Idenburg (ganz rechts das Storchennest auf dem Reetdach). Ausserhalb des Fotos befinden sich noch Aberhunderte in der Luft. – Vorn sitzen etwa zwei Dutzend Sturmmöwen, auf dem Wasser zudem Brandgänse, evt. einige Säger.

Ausser der Reihe auf dem Elbdeich, querab Vogelstation.

Die Hauptsturmwinde fegen hier über freies Watt, der schmale Reetsaum ist abrasiert. Grosse Mengen Treibsel finden sich in Horizonten am Deich.

Wind und Wellen tragen weitere Reetmassen Aestuar-einwärts Richtung Sperrwerk Wedeler Au (bekannte Fotos aus anderen Beiträgen mit flächenhaft halbmondförmiger Gesamtbedeckung der dortigen Deichkurve).

In Transportrichtung geblickt – dort beginnt stückweise das Einsammeln des Treibguts.

Runter vom Deich, Blick zurück – Erinnerung an Amazonien, die Natur erobert Menschenwerk.

Sisyphos lässt grüßen – Grabowski ist (noch) schneller als die Deichverteidigung.

Wedeler Marsch, Saatlandsdamm – offenbar für andere Nutzung doch zu nasse Flächen werden zu Grünland rückentwickelt.

Schlussfoto: Immer wieder schön – Reet im Gegenlicht, hier Tide-Wedeler Au innerhalb der Binnendeiche.

Im nächsten Beitrag wird, kühl, eisig beginnend, die Sonntagstour dargestellt. Winddrehung auf Süd: Im Uhrzeigersinn geradelt, mit der Sonne hinter dem Deich, rund über Hetlingen und Holm zurück.

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Auf dem Elbdeich Hetlingen, Deichvorland – Himmel: rasendes Wetter, NordWestSturm-linierte Wolkenlinien. Dazwischen guckt gelegentlich ein wenig Blau hindurch.

Blick SüdSüdOst – ein Sonnenloch, auf Niedersachsen strahlen Spots, breit, sich stetig ändernd.

Blick von der Deichverteidigungsstraße auf die Vogelstation Wedeler Marsch mit ihren Beobachtungshütten. Die Marschgräben sind bordvoll, auf dem Deichrandgraben sausen Wellen, vom NordWest getrieben.

Nonnengänse äsen, vor der Front Saatkrähen – die bekommen noch einen eigenen Beitrag.

Die äsende Front erreicht einen Marschgraben.

Üblicherweise schieben sich die Tiere immer dichter ran, erste flattern dann rüber, geschobene Gruppen folgen.

Hier scheint irgendwer, irgendwas die Tiere hinten im Trupp hochgebracht zu haben, sie überfliegen die vorderen.

Sie stauen sich noch nicht. Die ruhigen scheinen eher zu staunen über den Überflug.

Weiter hinten sitzt eine weitere, größere Gruppe – wie immer mit Aufpassern, die lange Hälse machen.

Irgendwas ist heute … – nun gehen weitere Tiere der mittleren Gruppe hoch.

Vielleicht liegt es daran, dass ständig kleinere Trupps aus großer Höhe ein- und überfliegen.

Einen Seeadler oder eine andere gefährliche Silhouette sehe ich jedenfalls nicht am Himmel. – Wer weiss, wer was wie den Nonnengänsen auf ihrer Schneeabwesenheit hier womöglich begegnet ist.

Wie üblich, etliche gesellen sich nahebei wieder zu äsenden Tieren. – Vorn im Bild ist Grabowski heftig aktiv, hat Hügel aufgeworfen. Man wundert sich, dass die hochstehende Nässe nicht alle ertränkt hat.

Die ruhigen Nonnengänse des hinteren Trupps scheinen nun auch durchweg nervös, recken sich.

Nun hat es auch die hinteren erfasst – alle steigen auf.

Der Himmel mit seinen rasenden, teils dramatischen Wechseln ist vielleicht erschreckend genug? – Aber den sollten Wildtiere eigentlich kennen?

Demnächst folgt ein kleiner Extrabeitrag zu den Saatkrähen mit letzten Eindrücken von der Rückfahrt.

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