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Archive for the ‘An der Elbe’ Category

Mit der Liinsand sind wir gegen sssteife Nordwestbrise zügig am Anleger Stadersand angekommen. Per Rad geht`s zum Mittagessen in Stade.

Diverses Grün in Marschengraben – wir Biologen radeln schnell vorbei.

Stade – erstmals sehen wir hier Tidehochwasser. Die Schwinge zeigt keinerlei Fliessverhalten in den Hafen, ist eingestaut (bei Ebbe fliesst es turbulent von rechts, vorn – vgl. Stade-Beiträge aus anderen Jahren).

Vorbei am Schwedenspeicher geht es in die Altstadt.

Die Kaimauer im alten Hafen zeigt allerlei neues Buntes – sieht das nicht nach „Tetsche“ aus?

Spiegelung und – Kunst dreidimensional – Spiegelei. Leider lässt im Foto Lichtreflektion das Eigelb nicht richtig zur Geltung kommen.

Was ist da in Stade vor sich gegangen?! Diese Seite verrät es. Da gibt es auch eine Bildergalerie zur Ausstellung „Tetsche-Open-Air“.

Nach dem Mittagessen noch ein Rundblick Schwinge-abwärts über den alten Hafen, den Fischmarkt, die pittoresken Fachwerkhäuser …

Dann geht es entlang des Schwingedeichs nordostwärts Richtung Elbe – windig, mindestens oben an den Flaggen.

Starenschwärme im Alten Land – unverkennbar: Kirschen locken (wenngleich die meisten unerreichbar eingenetzt sind).

Einige Höfe, Häuser, andere Gebäude erscheinen uns … verlassen? Ist eine Arbeitssaison vorbei – oder tut sich hier Langfristigeres? Vielleicht erkennen wir mehr – oder einen Irrtum – nächstes Jahr?

Aussendeichs geht es mit leichtem Rückenwind (der kräftige Nordwest kommt hinter Schilf, Bäumen und Büschen nicht an uns ran) Richtung Lühemündung, Grünendeich. Im Gegensatz zu SH sind die Schafweiden hier gezäunt, statt heller Schafsorte herrscht hier die mit dem dunklen Gesicht.

Gelegentlich geraten wir zwanghaft wieder auf die Deichkrone. Auch wenn manch Hanseat es gern hätte, die Höhen am Horizont sind nicht die Alpen (kleiner Tipp, die heissen hier Stader Geest).

Blick voraus – hinter bebaumter Elbinsel kommt, wie bestellt, etwas hervor.

Es ist der Containerfrachter Nagoya Express, 335 x 43 m, Tiefgang 12 m.

Mit dem leichten Rückenwind schneller als gedacht, kommen wir am Zwischenziel an.

Die Lühe-Schulau-Fähre liegt bereit, es folgen demnächst ein paar Eindrücke von der Rückfahrt nach Wedel.

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Wo fahren sie denn, wo … denn hin?

Seit geraumer Zeit gab ich hier bei Elbdeichfotos mit Blick über die Elbe immer mal unseren Wunsch nach erneuten Fähre-Touren mit Rad zum Besten. Inzwischen dürfen die Sommerfahrpläne genutzt werden.

Für die erste Tour bekam die alte Hansestadt Stade den Zuschlag. Wie aus den vorigen Jahren bekannt, bieten sich hier je nach Windsituation (fürs Radeln) die Liinsand und die Lühe-Schulau-Fähre (LSF) an.

Gestern war Wind aus Nordwest, Stärke 3 angesagt – also auf nach Stadersand mit der Liinsand (nach Stadtgang Radeln Richtung Grünendeich / Lühe – mit Rückenwind) und Rückfahrt Wedel mit der LSF.

Wedel / Schulau, Anleger Willkommhöft – im Vordergrund Engelwurz, Angelica archangelica.

Schon komme ich auf meinen vorigen Beitrag Riesen- (RBK-) / Wiesenbärenklau zurück. Man glaubt es nicht, aber „Wohlmeinende“ hacken sogar die Engelwurz – als RBK – ab, wie der Link-Eintrag warnt.

Die Blätter der Engelwurz ähneln denen des RBK noch weniger als die des Wiesenbärenklau – „Verwechslung“ ist nicht begründbar.

Die Breite der Elbe, abgesehen von Randsituationen, ist kabbelig. Es herrscht Ebbe, ablaufendes Wasser. Dagegen steht ein ssssteifer Nordwestwind.

Die Liinsand erscheint aus Richtung Hamburg.

Falls noch unbekannt: Die Liinsand ist ein gut motorisierter Katamaran.

An Bord. – Am Horizont, von See einlaufend, kommt ein erster Containerfrachter in Sicht.

Von der Lühe, gelb, kommt die Lühe-Schulau-Fähre Richtung Wedel, daneben gischtet ein Privatboot.

Watt` `n Wind aber auch! „Von oben“ fährt (soll ich schreiben „springt“?) ein anderes Privatboot vorbei.

Wir sind pünktlich gestartet – Gesamtbild mit den bislang 4 genannten Schiffen.

Schiffs-Ensemble.

Bis bald, LSF, um 16 Uhr sehen wir uns wieder.

Ein weiterer Containerfrachter kommt in Sicht, vorn von Hapag-Lloyd, hinten Hamburg-Süd (inzwischen Teil der Maersk Line).

Hoch aus dem Wasser ragt die Al Hilal, 306 x 40 m, Tiefgang 14 m – nicht voll beladen.

Sieht irgendwie ulkig, schräg von hinten, mit diesem Beladezustand aus.

In schneller Fahrt treffen wir Monte Cervantes, 272 m x 40 m, Tiefgang 12,3 m, ziemlich voll.

Unsere Fahrt mit ablaufendem Wasser gegen den Wind geht gut vonstatten. Der Katamaran schneidet die Wellen elegant.

Und noch `n Containerfrachter am Horizont, wir haben inzwischen das ehemalige Leuchtfeuer Juelssand erreicht.

Eine Schafherde hält das Grün um Juelssand niedrig.

Segelkönner kommen ebenfalls gut mit der Situation zurecht, finden sie vermutlich attraktiv.

Die Zeit verfliegt, Anleger Stadersand voraus.

Die Elbe, leider, sieht aus wie Sau, brauntrübe – kein Wunder bei der Baggerei.

Und wieder Schiffsvielfalt – der Massengutfrachter „Flag Mette“ (229 x 32 m, 12,6 m Tiefgang, so sagt marinetraffic.com) am niedersächsischen Ufer, der bereits erwähnte Containerfrachter und ein Segler.

Wer mag, kann den Segler „Mare Frisium“ buchen.

Der Containerfrachter naht.

Wir sind angekommen, an Land. Der Containerfrachter, ZIM Europe, 278 x 40 m,  Tiefgang 11 m, passiert.

Achtung, links oben: die Schwalben sind viel interessanter als der Containerfrachter!

Ordentlich aktiv sind die Schwalben. Vermutlich findet gerade ein attraktiver Schlupf von Insekten statt. Ein Paddler kommt ins Bild.

Der paddelt sein Kajak zügig elbeabwärts.

Wir steigen auf die Räder und radeln die ca. 5 km nach Stade.

Mehr von unserer Tour folgt demnächst.

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Heute schon wieder so ein Erlebnis – da bringe ich das von gestern auch noch.

Gestern radelte ich – Wind-gesteuert, auf dem Rückweg gern Rückenwind – mal wieder die bekannte Tour über Hetlingen, im Uhrzeigersinn.

Da rasen auf der Deichkrone bei Fährmannssand, wie bescheuert, zwei Schafe auf mich zu.

Aber die gucken mich gar nicht an? …

Aaaaah, schubbern – es gibt offenbar nichts Schöneres.

Als hätten die Angst gehabt, ich wäre zuerst da und nähme ihnen die Bank. – Im Ernst: Unten am Deichfuß sieht man, wie im ersten Foto, die Herde rennen. Es zeigte sich, dass Menschen mit Hunden unterwegs waren (auf meiner Höhe waren die Hunde angeleint), die vermutlich erheblichen Anteil am Geschehen hatten.

Die Elbe geht auf Tideniedrigwasser zu. Nix weiter zu sehen, ich radele Richtung Hetlingen.

Etliche Graugänse sind entlang der Deichverteidigungsstraße anzutreffen. Symptomatisch das Verhalten dieser paar, sie fühlen sich durch Radfahrer bestenfalls belästigt.

Querab Hetlinger Heuhafen will ich wieder auf den Deich rauf – vorn, grün, gemähtes, hinten, gelb, hochgewachsenes, trockenes Deichgras.

Auf dem Deich, Blick Richtung Süßwasserwatt bei Fährmannssand.

Da kommt mit ablaufendem Wasser der Containerfrachter Ever Glory, 400 x 59 m, Tiefgang 11,6 m, Richtung Nordsee angesaust. (Das Schwesterschiff Ever Given ist gerade im Suezkanal nach Einigung auf eine Entschädigungszahlung für den Stopp der Kanalschifffahrt durch Havarie frei gegeben worden. Das Schiff ist auch in Hamburg bekannt.)

Schnell ist mein Standort erreicht. Etliche Containerreihen sind unbesetzt.

Und weiter geht`s.

Vor Holm radele ich am Lanner vorbei, einem inzwischen dicht mit Teichrosen zugewachsenen Marschgraben.

Heute wehte der Wind „andersrum“, von Nordwest – also Radeln Richtung Hetlingen auch andersrum, gegen den Uhrzeigersinn.

Und da, mein Ausguck Elbdeich querab Alter Heuhafen Hetlingen liegt hinter mir, ich habe die Gaststätte Fährmannssand passiert, … „same procedure“ … rast es auf mich zu.

Vorn geht es ruhig zu, von hinten galoppiert die gesamte Herde heran – die Deichverteidigungsstraße quer blockierend. Einige sausen seitwärts den Deich hoch.

Je näher die Galopper kamen, desto langsamer wurde ich, wir fädelten uns irgendwie miteinander zurecht. Nix passiert. – Warum die so sausten? Vielleicht hat die nur das Fell gejuckt, vgl. Start des Beitrags?

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Die jüngste Pressemitteilung von Rettet die Elbe stellt die verheerende Situation der Tideelbe bei Hamburg umfassend dar. Wer wundert sich noch über Rot-Grün?

Wasser / lebendigere Gewässer scheinen nicht Hamburgs Thema zu sein. Nach den vorigen beiden Elbvertiefungen (Rot-Grün), die über Hamburg aufwärts wandernde Fische verheerend trafen bzw. die Stintpopulation der Elbe minimierten, geht das Gewühl auch in Zeiten des menschgemachten sommerlichen Sauerstoffmangels weiter.

Verantwortlich ist … – Niemand?

Na denn, schön` Sommer!

Und passen Sie auf die Stare auf – bald ist Kirschenzeit.

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Beim Gucken über den Deich kann man ja allerhand sehen – aber erstmal muss man hin.

Vor der Wedeler Geest – Wedeler Marsch, Richtung Fährmannssand, Weideland.

Die markanten, alten Kopfweiden starten ihren neuen Schopf.

Vielfältiger Lebensraum Altbaum, hier auch mal von innen veranschaulicht.

Fährmannssand, Blick auf das Elbefahrwasser und das Süßwasserwatt – auflaufend Wasser, 1 m über Tnw.

Weiter geht`s, vorbei an 2 Jungschafen und einem Starenpaar (selbstverständlich waren von beiderlei Tieren zahlreiche mehr ringsum).

Au Kacke! – Wo viel` Schaf, da viel Schiet. So trocken geht`s, von der Menge auch noch. (Wir erinnern uns schaudernd an ein feuchteres Jahr mit „Unmassen“ Schafen am Deich …)

Das Radeln auf dieser Strecke hatten wir da für Monate eingestellt.

Rauchschwalben am Himmel – auch Mehlschwalben habe ich inzwischen gesehen. Die Mauersegler machen sich dieses Jahr rar ringsum.

Hauptdeich Hetlingen, Bootsbegegnung der kleinen Art auf der Elbe.

Da naht etwas in schneller Fahrt von Hamburg her …, ein Zeichen.

Der (bei Schiff sagt man wohl „die“) „Halunder Jet“ – Helgoland ist wieder frei, der Schiffsverkehr dementsprechend aktiv.

Mit hochgehendem Heckwasser zieht der Katamaran an Segler und Binnenschiff vorbei. Hamburg – Helgoland in 3,5 (von Cuxhaven 1,5) Stunden.

Und nicht nur das zum Kreis Pinneberg, SH, gehörende Helgoland ist frei. Auch die Fähren, die uns mit dem jenseit der Elbe liegenden Niedersachsen verbinden, fahren wieder zunehmend normal. Wir freuen uns auf Touren mit der Liinsand und der Lühe-Schulau-Fähre!

Vorbei an bunten Heuwiesen radele ich über Hetlingen, Holm (da Weiden und Äcker) zurück nach Wedel.

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Letzter Mai-Tag, sammelt ein paar Punkte.

Die wenigen – kaum 10 – Maikäfer, die wir dieses Jahr sahen, wirkten alle sehr niedergeschlagen (hier sehr zur Freude einiger Nacktschnecken).

Auf geht`s an die Elbe, Uferbank checken.

Rollläden hoch, indirekt erhellt die Morgensonne unsere Wohnung.

Bei direktem Blick zeigt sich, wieviel Pollen unterwegs sind bzw. sich niedergelassen haben.

Beim Anradeln – der Regenwasserkanal ist wieder unzulässig „beschickt“ worden.

Entweder hat jemanden in der Nachbarschaft der Reinlichkeitswahn gepackt – was oft genug dazu führt, dass anderes mit dem „Produkt“ verunreinigt wird. Oder jemand Neues kann Information gebrauchen, z.B. wie diese. Die Stadtentwässerung Wedel wird Wurfsendungen veranlassen.

Beim Vorbeiradeln an der Badebucht – ein Stockentenerpel vergnügt sich am Rand eines temporären Stillgewässers. Richtig ausgedrückt: Da sind Riesenschlaglöcher auf dem Parkplatz, die aufgrund dieses Monats Mai fortdauernd Wasser halten.

Nebendran badeten eine Ringeltaube und eine Bachstelze, die von einem Spatz abgelöst wurde. Leider war ich so begeistert, dass ich das Foto dazu völlig vermasselt habe.

Vor gelber Hahnenfußwiese biegen wir in die Deichstraße ein.

Es hat geklappt, die Bänke waren noch frei. Die Lühe-Schulau-Fähre wird uns demnächst rüber nach Niedersachsen bringen.

Dazu müssen dort allerdings die Restaurants noch komfortabler öffnen. Die Liinsand, elblinien, startet ihren ganzwöchigen Fahrplan erst wieder am 21. Juni.

Von Hamburg kommend tutet ein Containerfrachter einen Segler aus der Seeschifffahrtsrinne.

Segler, nun landseitig der Fahrrinnenmarkierung.

Wer`s kann, paddelt hier auch.

(Wer`s nicht kann, unterlässt es hoffentlich! DLRG, DRK und Feuerwehr danken!)

Containerfrachter, Paddler und Segler vor niedersächsischer Marsch, Richtung Lühemündung.

Wir radeln übers Sperrwerk Wedeler Au zurück. Die Deichschafe sind ausgesperrt, suchen, können den Gebäudeschatten aber nicht nutzen.

Einige hatten Glück, behelfen sich mit dem, was da ist – dicht geknüllt.

Durch weiss-gelbe Marschlandschaft geht es Richtung Langer Damm, Pappeln Fährmannssand, nach Hause.

 

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Da höre ich in der Wedeler Marsch hinter mir „Was steht der Mann da am Wegrand?!“. Irgendwie beschäftige ich das Paar Stick-Walker …

Ich stehe da einfach so – und gucke konzentriert hoch.

Ja, das sind doch …

Zwei Seeadler, hier Sonnen-beschienen von der Oberseite sichtbar. Da segelt auch irgendein Kleiner oben drüber.

Das – Ansicht der Rücken, hoch oben –  erinnere ich nicht, so deutlich bislang gesehen zu haben. Dabei sind das, nicht nur hier, nicht meine ersten Seeadler.

Der Vollständigkeit halber nochmal die Silhouetten, hier die meist sichtbaren, von der Unterseite her.

Im Umfeld wird gerätselt, wieso eine langjährig etablierte Kormorankolonie vor einigen Wochen schlagartig verlassen wurde. Das könnten diese beeindruckenden Greife verursacht haben (oder der Uhu, oder der Waschbär, alles nichts Verwunderliches). So ist sie nunmal, die Natur.

Und das ist gut so.

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Gestern, Sonnabend.

Eine Stunde zwischen den Fronten sicher – das reicht für die Elbe. Welch Hochhaussiedlung bewegt sich da jenseits des Deichs?

Deichblick – spiegelndes Watt vor Gewitterwolken über Niedersachsen, zwei Großschiffe im Schifffahrtkanal Elbe.

Keine Hochhaussiedlung, der Containerfrachter MSC Rosa, 366 x 51 m, immerhin 13,7 m Tiefgang, zieht seewärts.

Was für ein Watt! – Rot der Öl-Chemie-Tanker STI Camden, 184 x 27 m, 10,7 m Tiefgang, Richtung Hafen Hamburg.

Von dort kommt der Containerfrachter Hapag-Lloyd Nagoya Express, 335 x 43 m, 11,8 m Tiefgang.

Von Weitem, den Deich anradelnd, wirken die Schiffe größer. Na, immerhin …

Letzte Segler auf der Elbe, wir müssen die Zeit beachten (nicht, dass es schon Abend wäre …).

Umgedreht, binnendeichs Deichschafe auf Marschwiese, Nonnengänse auf dem Wasser der Kleientnahme, NABU-Vogelstation.

Das Gewitter bretterte schneller heran als erwartet. (Trocken) Zu Hause sehe ich auf marinetraffic.com, wie die letzten Segler in die Häfen verschwinden. Und, wie beim Rückradeln vermutet, dass wir zwischen zwei herannahenden Gewittern den Vorzug eines Fluchtwegs hatten. Bei uns regnet es dann schön. Aus Hamburg wird von etlichen Feuerwehreinsätzen berichtet – Garagen, Keller auspumpen und so.

Später – Blauer Abendsegler vor weiss blühendem Apfelbaum.

An der Nordseite bescheint die Abendsonne unser NordGrün.

Sonntag – „the same procedure …“

Radeln zwischen eindrucksvollen Eichen, austreibend, vergehend.

Totgesägte Birke(n) – niemand nutzt den Birkensaft?! Wohl doch, die Farbenverantwortlichen, der Saft „roh“ ist farblos. Links daneben treibt hoffnungsfroh eine Traubenkirsche Prunus padus. Möge ihr ein langes Leben beschieden sein.

Auf dem Rückweg – Wetteraussicht SüdWest.

Schwarze Wand nordöstlich der B 431 – wohl denen, die sich auf der richtigen Seite aufhalten.

Ich biege ab, muss die Front nicht fürchten, komme gut an.

Und das Beste am Ganzen: Die feuchte Witterung „dazwischen“ lässt alles wachsen, grünen und blühen – das stellte sich in den Vorjahren anders dar.

Ganz nebenbei, die Bäche und kleinen Flüsse führen sowas wie Mittelwasser (hurra!). In den Vorjahren waren sie bereits im April in einen Sommer gestartet, der das Niedrigwasser-Niveau nicht vor Spätherbst verliess.

Zwar hoffen wir auf etliche Grad mehr (sollen bis Ende Mai ausbleiben), aber ansonsten wollen wir nicht meckern.

Na, vielleicht doch: Der Bundes-Spahn sollte endlich mal jemanden engagieren, der ein Fluss-Diagramm malt mit Impfmittel-Lieferungen über die Zeit, Zugang / Abgang, nicht vorhergesehene Weniger-, vielleicht auch Mehrlieferungen – und ihrer Auswirkung auf unsere Gesamtbevölkerung. Stattdessen – ständig wirres Behaupten, morgen wieder anders. – Ich habe noch Glück, Zweitimpfung in 13 Tagen.

Wie wohl der Superwahltag im September für Bund und Länder ausgeht? Morgen wird der Wahl-O-Mat für Sachsen-Anhalt freigeschaltet, Wahl am 6. Juni. Wer will, kann schonmal seine Einschätzung, vielleicht Übereinstimmungen zu Parteiäusserungen prüfen (Wer`s nicht gemerkt hat, ich bin noch im Thema, hat auch mit Fronten zu tun.).       🙂

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Sandstrand Wedel, „Wo ist unser Sand geblieben?!?“ – Eine Krähe sucht Nahrhaftes.

Da schiebt sich ein Ungetüm heran, MOL Truth, 400 x 59 m, Tiefgang 11,7 m.

Das Ungetüm, in seinen Abmessungen  fast gleich zum Transporter im vorigen Beitrag, aber nur fast: 59 m Breite im Vergleich zu vorher 50 – das könnte man über den Daumen beinahe für 20 % halten.

Tideniedrigwasser – erste Wellen laufen auf, der erneute Beginn schiffgemachten Geschehens.

Oha!

Wie das vorige Schiff ist auch dies nicht voll beladen. Spiegelung im Watt.

Zügig zieht die MOL Truth vorbei.

Weisses Schraubenwasser kontrastiert – am Strand wird`s schmutzig.

Noch glänzt feuchtes Watt.

Watt, überstaut.

Querwellen überlaufen die Reste eines freigespülten, alten Stacks.

Die Front, um einiges stärker als beim vorigen Containerfrachter schreitet quer zum Strand schnell fort.

Langsam läuft die braune Welle aus.

Das Schiff ist längst vorbei, seine Wirkung längst noch nicht.

Am Strand hat sich wieder die Krähe eingefunden – als guckte sie dem seewärts ziehenden Containerfrachter hinterher.

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Gelegentlich werde ich – insbesondere von Leserinnen und Lesern meines Blogs aus dem Binnenland – gefragt, ich hätte doch so vielerlei Schiffe gezeigt. Ob die denn mal wieder zu sehen wären?

Ja, gelegentlich, jetzt wieder verstärkt, werden hier auch Schiffe zu sehen sein! Die Elbe-Radel-Saison wird durch geringere Windstärken sowie an Schiffs-Zu- und -Abgang Hafen Hamburg angepasstere Radelzeiten geprägt. (So denn nichts „Besseres“ ansteht.)

Sonnabend war es mal wieder Zeit, Spielplatzwunsch am Schulauer Hafen / Sandstrand Wedel stand an. Dabei konnte auch eine kleine Schleife Richtung Hafenöffnung zur Elbe eingeschoben werden.

Beim Anradeln passierten wir die hoch angestaute Binnenelbe / Wedeler Au gen Mündung in die Elbe.

Erstaunlich, was ist das für eine Übung? „Draussen“ in der Elbe müsste doch um Tideniedrigwasser herrschen?

Ja, Tideniedrigwasser! Von Hamburg laufen zwei große Containerfrachter seewärts.

Noch ein Bisschen Zeit zum Gucken – elbseits sind Spuren unterschiedlicher Setzungen zu sehen. Eine Abdeckmetallplatte hat sich bereits verabschiedet.

Warum sollte es hier anders sein als anderswo? Bauen auf bindigen Böden bei extern finanzgestützten Unterfangen lassen wohl jeden Planer und Baubegleiter verzweifeln: Angesichts Terminbindung der Geldzusagen „übersieht“ der Auftraggeber erforderliche Setzungszeiten, ggf. -hilfsmaßnahmen. Es ergeben sich zwangsläufig die angesagten Folgen.

Darum steht die Platte hoch – Setzungen auch am Hafenkopf.

Blick auf die Südspundwand im Hafen – Möwenspuren. Wie kommt der Schlick auf das Niveau Tidehochwasser?

Na ja, das Baggergewühle in der Elbe und Drumrum war wohl noch sie so maßlos wie zur Zeit. Das System ist gestört und wird weiter gestört.

Der erste Containerfrachter naht.

Wir sind so früh, es ist so wenig los, dass sich eine Jungmöwe noch ungeniert ruht.

Zügig zieht der erste Containerfrachter, CMA CGM Louis Bleriot, vorbei. Mit 400 x 50 m gehört er zu den Größeren, Sein Tiefgang misst 11,7 m.

Der zweite Containerfrachter, noch vor dem Blankeneser Elbhang, am Horizont die Entladeportalkräne des Hamburger Hafens.

Vorbei …

… ist zwar das erste Schiff. Jetzt geht es am Schulauer Hafen und auf dem Watt des Sandstrands aber erst richtig los.

Verdrängtes und bewegtes Wasser sucht sich seinen Weg – wegen erzeugter Höhendifferenz, rein in den Schulauer Hafen.

Aus relativer Ruhe wird scharfe Strömung.

Scharfe Strömung wird reissend.

Im Hafen bilden sich, wandernd angesichts veränderlicher Situation, tiefgehende Strudel aus. – Was für eine Dreck-Soße!

Nicht umsonst stehen überall Warnschilder rum. Unachtsamen droht Lebensgefahr.

Das Watt vor dem Sandstrand, das Schiff am Horizont. Seine Nachwehen laufen als Wellen auf dem Watt aus.

Auch da lohnt es sich, genauer hinzuschauen – Watt`n Schiet!

Quer- und Gegenstrom, scharf landeinwärts schiessende Rinne.

Dass in so von Menschen veränderter Umwelt, Flachwasser ist Lebens- und Wachstumsraum nahezu aller Jungfische, Elbe-Fischpopulationen kranken, dürfte kaum verwundern.

Die eben noch scharf landeinwärts durchströmte Rinne leert sich wieder Richtung Elbe.

Da ist auch schon der nächste Pott herangekommen.

Aber das ist eine andere Geschichte – demnächst hier.

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