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Archive for August 2019

Anders als andere Bäche, z.B. die Mühlenau im Pinnau-Einzugsgebiet oder die Ohlau im Stör-Einzugsgebiet, erhält der Ohrtbrooksgraben jeweils kleine Mengen Kies. Dies liegt unter anderem daran, dass die betreffende Strecke – ein Ufer in Privatbesitz, das andere Ufer Eigentum der Stadt Tornesch – nahe der Mündung in die Pinnau im Tidebereich liegt. Alle Beteiligten wollen Schritt für Schritt sehen, welche Entwicklung der Kies nimmt und bringt.

Der Ohrtbrooksgraben kommt aus der Geest Uetersen / Tornesch. Schicke Dreidimensionalität, hier mit Weissdorn, Weide, Hopfen, lässt fast Nachtigallengesang erwarten.

Blick durch den Knick – da liegt „mein 3-Achser-Lkw-Äquivalent“, das sind 15 t Kies.

Einer der sehr zahlreichen kleinen Grashüpfer (es sind auch große und noch größere da) ist ins Wasser gesprungen – willkommene Sommernahrung für die Fischwelt.

Der 2018er-Kies hat belebende Strukturen geschaffen.

Ich warte auf den Fachmann mit Fachgerät für den Kieseinbau.

In den Bach eintretendes Sickerwasser, erkennbar an der „Kahmhaut“ Eisen, ausfallend bei Sauerstoffzutritt, und der punktuellen Ockerverfärbung auf dem Kies.

Neue Anrisse im Ufer weisen eindeutig auf den hohen Druck von Uneinsichtigen mit freilaufenden Hunden hin.

Es dauert auch nicht lange, da bevölkert – weit entfernt vom „Herrchen“ – ein frei laufender, „zur Natur gehörender“ Hund die Wiese, stöbert am Bach herum.

Ich erläutere „Herrchen“ die Betretungsregeln der „freien Natur“, speziell auch „Eigentum in Schleswig-Holstein“ und „Landschaftsschutzgebiet“. Als langjähriger Hundefreund, -führer (oder -geführter ?) und generell finde ich, dass schwarze Schafe am Besten aus eigenen Reihen angesprochen werden. Das nützt bei spezieller Klientel allerdings gar nichts. Sowas wie „Bodenbrüter“ und „geschützte Arten wie Fischotter“ will schonmal gar nicht gehört werden. – „Herrchen“ erklärt mir bissig, er wisse jetzt Bescheid. (Wer`s glaubt …)

Da kommt der Grundstückseigentümer mit geeignetem Kiesbewegungsgerät, einem Radlader.

Wir unterhalten uns kurz über das Verhalten einiger Hundebesitzer, gehen dann ans Werk.

Zielgenau werden die 15 t Kies an mehr als 7 Punkten verteilt.

Wie üblich setzt die Schaufel auf der Uferkante auf, der Kies rutscht in den Bach, baut den Schüttwinkel auf. Schwerpunktartig werden 4 neue Punkte beschickt, 3 ältere werden uferseitig ergänzt.

Kleine rote Hubschrauber, wohl Heidelibelle, patroullieren die Bachstrecke.

Zwischendrin wird der Kieshaufen für möglichst lange sauberes Arbeiten optimiert.

Heidelibelle auf Position.

Kies im Schüttwinkel – 2 von 4 neuen Einbaupunkten am Ende der heutigen Strecke.

Nach kaum 1,5 Stunden sind wir fertig. Jetzt können ggf. Schulklassen feinprofilieren.

Solch Restaurierungsstrecke ist auf jeden Fall, auch wenn „nur“ untersucht wird, ein prima Lernort.

Ein schönes Beispiel, wie aus einem stillen, überbreiten und übertiefen Kanal ein wieder sicht- und hörbarer Bach werden kann.

Dann bis zum nächsten Mal, ich fahre ab.

 

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Hurra, es (hat ge)regnet – und zwar gut vor sich hin, hätte gern noch mehr sein können. Immerhin zeigt „mein Indikator“ Mühlenau, Pegel Rellingen, dass nach dem steilen Gewitter-Peak von vorgestern Abend der Abfluss durch den aktuellen Regen im Bereich des Mittels (ein Weilchen) gehalten wird. Das ist ja schonmal was, gemessen an den krassen Minimumabflüssen den ganzen Sommer lang. Von 2018 will ich gar nicht schreiben …

Genau rechtzeitig sind hier in Wedel etliche Einbauten am Zulauf von Gräben in den Regenwasserkanal fertiggestellt. Die verbessern den Grobstoffrückhalt, beugen Verstopfungen vor und bremsen den Regenwasserabfluss ins Kanalnetz – so haben der Bodenwasserhaushalt und die Landschaft mehr vom Niederschlag und Hochwasserspitzen werden dezentral vermieden.

Solch positive Anwendung unserer Steuergelder soll man sich gern mal näher ansehen.

Der übliche schräge Rechen ist „auf der Höhe“ durch einen Vertikalrechen ergänzt. So kann jegliches „Treibgut“ ggf. hochgeschoben oder, überstaut, oben überflossen werden.

Drin ist noch ein Einbau zum weiteren Feststoff-, aber auch Wasserrückhalt, eine Abflussbremse.

Mir gefällt`s! Wir dürfen gespannt sein!

Die Regenfront ist durch. Gleich wird wieder geradelt.

Ob nun alle Bäume diesen Sommer überstehen? Etliche Hainbuchen sehen schon mehr als herbstlich aus.

Die städtischen Mehlbeeren in unserem Wohnumfeld sehen mehr als gruselig aus.

Mal sehen, was uns im nächsten Frühjahr an Mehr oder Weniger überrascht.

„… gestern Kies.“ steht noch in der Überschrift. Da folgt demnächst der sonnige Beitrag – der Ohrtbrooksgraben im Tidebereich Uetersen / Tornesch (vgl. Beiträge 2018) war mal wieder dran.

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Am Anleger Lühe angekommen, Blick über die Lühe-Schulau-Fähre: da segelt wer Besonderes.

Es ist der ehemalige Finkenwerder Fischkutter HF 294.

„Präsident Freiherr von Maltzahn“ heisst das Schiff, auf dem man auch mitsegeln kann.

Zeit, an Bord der Fähre zu gehen.

Es kommt auf die Perspektive an – meine Güte, erscheint die grüne Fahrwassertonne groß.

Blick zurück – auf HF 294 wird ein Segel nach dem anderen gehisst.

Warten auf die Flut … – der Havarist auf dem Buhnenrücken.

Auf mainetraffic.com konnte das weitere Schicksal der kleinen Motoryacht verfolgt werden – „Glück gehabt!“ muss man wohl sagen. Offenbar kam das Boot mit der abendlichen Flut frei und legte im benachbarten Hamburger Yachthafen an. Tags drauf fuhr es nach Norderney – Gratulation zum glücklichen Ausgang!

Und da ist auch wieder unsere Morgenfähre Liinsand, auf erneuter Fahrt gen Stadersand. – Bis bald mal wieder!

Auf Hanskalbsand (und nicht nur dort) werden wieder Uferbefestigungen entfernt. Naturnähere Entwicklung ist erwünscht.

Als Folge ergeben sich starke Veränderungen im Wasser-Land-Übergangsbereich. Dadurch ist stellenweise standorttypischen Pflanzen ermögllicht, flächenhaft zu siedeln.

Der erhöhte Tidenhub über nun mehr als 50 Jahre, verursacht vor allem durch weiteres Absinken des Tideniedrigwassers nach jeder neuen Elbvertiefung, hat allerdings zur Folge, dass ein unnatürlich hohes Gefälle besteht. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen ungeregelte Erosion herbeiführen wird.

Nordufer der Elbe – reger Betrieb am Strand Wedel.

Kurz vor dem Anlegen am Willkommhöft – Segler Johanna passiert den Schulauer Hafen.

Rundum zufrieden radeln wir nach Hause. Klare Sache: die nächste Tour nach Stade wird – so denn die Liinsand nach erfolgreicher Schnupper-Saison auf der Elbe bleibt – wieder in der heutigen Kopplung Liinsand nach Stadersand, Kurztour-Radeln nach Stade, Stadtbesuch, längere Radel-Tour zum Anleger Lühe, stattfinden. Sollte der Wind andersrum stehen, also aus Ost, werden wir die Fähren für Hin- und Rückfahrt entsprechend wechseln.

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Wir radeln von Stade Schwinge-ab- und Elbe-aufwärts Richtung Anleger Lühe – solche Strecken in praller Sonne nur mit Hut.

Nach der begeisternden Hinfahrt nach Stade mit der Liinsand wollen wir für die Rückfahrt die Lühe-Schulau-Fähre nutzen.

Und immer schön das Schild beachten (falls man denn die dazu gehörige Route gewählt hat).

Rechts von uns liegt das Alte Land mit seinen Obstplantagen. Gerade werden nach und nach die Apfelsorten erntefähig.

Nicht immer ist die Straße frei.

Auwaldreste zeigen an, dass wir die Elbe erreicht haben.

Äpfel binnendeichs – sieht nach guter Ernte aus.

Wir queren den Deich – auf (und ab) ins Deichvorland.

Zügig geht`s voran, die Hochspannung-Elbequerung kommt in Sicht.

Weisser Sand – Erinnerung an früher flussbegleitende Dünen (heute noch in Namen zu finden, z.B. Wittenberg(e)(en)).

Höhe Lühesand, Schafe auf der Deichkrone.

Die Lühesander Binnenelbe bei Tideniedrigwasser – Sinnbild für die Probleme der heutigen Elbe-Ökologie.

Absinken des Tideniedrigwassers durch die bisherigen Elbvertiefungen und zunehmende Verschlickung von Nebengewässern – das sind nur zwei der Auffälligkeiten der jüngeren Jahrzehnte. Gemeinsam sorgen beide Effekte dafür, dass die wichtigen Flachwassergebiete für die Entwicklung z.B. von Jungfischen sowie als Rückzugsgebiet bei Sauerstoffproblemen im Elbe-Schifffahrtskanal auf ein Minimum geschrumpft sind (vgl. blau gekennzeichnete Breite). Hier wäre von den Verantwortlichen endlich für Abhilfe zu sorgen.

Tief schneiden sich Priele in das überbreit entstehende Watt. Von der Lühesander Nebenelbe bleibt nur der Fahrwasserstreifen.

Und weiter geht`s, vorbei an Zwetschen im Deichvorland – die brauchen noch ein Weilchen.

Wir sind fast am Ziel, Leuchtfeuer Lühe-Mündung in Sicht.

Neugier hat mich auf die Deichkrone gebracht. Eine Jungmöwe lässt sich nicht beeindrucken, geht nur ein wenig zur Seite.

Blick über die Elbe zum Fährmannssander Süßwasserwatt – ja, da sind sie noch, der Havarist auf der Buhne und das Polizeiboot Afrikahöft.

Blick Richtung Hamburg – kein Großschiff weit und breit.

So langsam wird es Zeit, die Lühe-Schulau-Fähre zu besteigen. Die Elbefahrt nach Wedel folgt demnächst.

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Wir radeln das kurze Stück von Stadersand nach Stade. Gehölze bieten gelegentlich willkommenen Schatten.

Die Mehrzahl der Liinsand-Nutzer nutzt einen Bus. Wir müssen leider der Straße folgen, da die Klappbrücke über die Schwinge – hochgestellt – streikt und wir die Nebenstrecke nicht erreichen.

Meist fahren wir besonnt, Schleierbewölkung dämpft die Hitze etwas.

Hier säumen Kopfweiden den Weg, erinnernd an alte Nutzungen wie Korbflechten, Fassreifen herstellen.

Schnell erreichen wir die seeseitige Verteidigungsbastion Stades.

Stemmtor am Baumhaus, Ebbe – ablaufend Wasser, auch die Schwinge weist nur geringen Abfluss aus, verlässt als Pieselbächlein die Stadt.

Trocken fallende Uferwände erinnern mit mit grüngoldbraun leuchtenden Kieselalgen und „gut Schlick“ an – lange her – „miene Stromtied“.

Blick Schwinge-aufwärts in die Altstadt, vorbei am Schwedenspeicher (das Baumhaus links, nicht auf dem Foto).

Wir gehen an der Hecht-Verkäuferin und dem Hafenkran über den Fischmarkt Richtung Rathaus.

Durch eine der schmalen Gassen blicken wir auf den Kirchturm St. Cosmae-Nicolai.

So ein Rathaus – das hat doch meist auch …

… einen Ratskeller – bei diesem Sonnenwetter nicht sehr gefragt.

Auch wir geniessen draussen Essen (die Speisekarte bietet für wohl alle etwas) und Trinken (irgendwie ist das Hausbier „Gertrude Rot“ aus meinem Glas schon verschwunden).

Aus dem Foto ist erahnbar, als – gelegentlicher, bewusster – Fleischesser liebe ich auch Haxe. Hier Haxe quer, auf der Speisekarte „Holzfällersteak“ genannt – lecker, meine Empfehlung.

Nach kleinem Stadtbummel gehen wir – an der Löwen-Apotheke vorbei – Richtung Kanonen-Bastion, gleich neben der Tourist-Information, zurück.

Ein Schiff im alten Schwinge-Hafen weist auf die Sommer-Events hin.

Fast bei den Fahrrädern angekommen – eine Hansekogge vor dem Schwedenspeicher.

Schwinge-Überfallwehr neben dem Baumhaus (mit „Baum“ sperrte man früher die Hafeneinfahrt) – recht peinlich, dass die Kreisstadt mit Wasserbehörde noch immer nicht die Durchgängigkeit der Schwinge für aquatische Wanderorganismen herstellen konnte.

Blick zurück – wir radeln Richtung Lühe-Mündung, um dort die Lühe-Schulau-Fähre nach Wedel zu besteigen.

Der Bericht dazu folgt demnächst.

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Wir sind an Bord der Liinsand. Schnell erreichen wir den Hamburger Yachthafen.

Jetzt muss die Liinsand, den Fahrwassermarkierungen folgend, vom Nordufer Richtung Südufer steuern – nördlich liegt das ca. 1 km breite Süßwasserwatt.

Nanu, liegt da voraus, querab vom Süßwasserwatt Fährmannssand, ein Polizeiboot am nördlichen Fahrrinnenrand?

Blick Richtung Schleswig-Holsteinisches Ufer – da hat jemand die Buhnenhinweisstange nicht beachtet. Das Heck eines Freizeitboots hängt fest.

Wir müssen langsam passieren. So können die Wellen auf dem noch überstauten Watt minimiert werden, die jetzt – bei ablaufend Wasser – das Boot auf der Buhne „zersägen“ könnten.

Wir vermuten, dass wir den Havaristen am Nachmittag bei der Rückfahrt wiedersehen, da noch kein Flutwasserstand zum – mit Glück – Freischwimmen erreicht sein wird.

Auch die Afrikahöft erwarten wir am Nachmittag wieder – weiter vor Anker.

Unter Schlierenbewölkung sehen wir seewärts die Hochspannungsquerung und am Horizont die Stader Industrie.

Turbulente Strömung an Fahrwassertonnen zeigt weiter die Ebbe-Phase an.

Ein Vermessungsschiff, von marinetraffic.com gut bekannt – vermutlich wegen der Elbvertiefung.

Schon passieren wir die Hochspannungstrasse hoch über der Elbe.

Eine Kirche? – Nein, das stillgelegte Leuchtfeuer Julssand.

Dahin kann man bei seltenen Gelegenheiten auch per Führung wandern – auch ein Erlebnis, vgl. Beiträge hier im Blog.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde das Leuchtfeuer von Privat gekauft. Eine Zufahrt über Land oder ein Anleger Elbe-seitig sind angeblich wegen des umliegenden Schutzgebiets nicht möglich – nun denn.

Kurz vor dem Anleger Stadersand begegnen wir der Mare Frisium.

Sie trägt „Nord Event“-Werbebanner – man kann sie z.B. für Brunch-Fahrt buchen.

Blick seewärts vor`m Anlegen – man gerade diesen kleinen Frachter haben wir gesehen. Nix los auf der Elbe ! ?

Wir machen fest.

Die Fahrt mit der Liinsand hat Spaß gemacht. Wir sehen uns wieder – falls das Angebot nach dem Probe-Quartal 2019 auch in 2020 weiter besteht.

Wir starten unseren Landgang per Rad auf der Stader Elbstraße – südwärts.

Der Bericht zu Stade folgt im nächsten Beitrag.

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Sonniges Wetter, schwacher Wind – was wollen wir mehr! Wir radeln an die Elbe, Wedels „Küste“.

Ruhig liegen Schulauer Hafen und Elbe vor uns.

Fähranleger Schulau, „Willkommhöft“.

Blick Richtung Hamburger Hafen – kein Schiff auf der Elbe? Doch, EINS !

In zügiger Fahrt kommt es Elbe-abwärts.

Die Liinsand, auf sie warten wir, passiert ein Arbeits-Ensemble aus Tieflöffelbagger, Hopperbagger und Schlepper. Löffeln die im Rahmen der Elbvertiefung und -verbreiterung da einen Findling oder einen Blindgänger raus?

Ebbe-Phase. Wir haben ablaufend Wasser, zum Anlegen dreht die Liinsand gegen den Strom.

Die Liinsand, kurz vor dem Anlegen. Das Interesse der Umstehenden ist groß.

Unser Tag startet mit diesem neuen Angebot der Elblinien Richtung Stadersand. Von dort wollen wir nach Stade radeln (man gerade ca. 5 km), ein Bisschen stadtbummeln, gut essen und trinken. Den Abschluss bilden dann das Radeln zur Lühemündung (ca. 13 km) und die Rückfahrt mit der Lühe-Schulau-Fähre nach Wedel / Willkommhöft.

Aufgrund des online-Buchens kommen wir schnell an Bord.

Etliche Fahrt-Interessierte kaufen ihren Fahrschein beim Zusteigen. Das verzögert den Start – aufgrund der guten Nachfrage (im Hamburg Journal auf NDR 3 am Abend erläutert) läuft ein Textband im Kopf der Elblinien-Homepage, doch bitte online vorweg zu buchen. Ich nehme das mal vorweg: auf der Rückfahrt mit der Lühe-Schulau-Fähre trafen wir viele, die – mit und ohne Rad – gern die Liinsand nutzen würden, aber mit online-Buchung nicht vertraut sind (oder sich nicht trauen – Letzteren können wir Mut machen – „man tau!“!).

Buhne mit Möwen vor dem Schulauer Fährhaus – gut erkennbar der Begrenzungspfahl zum Fahrwasser.

Wir wissen noch nicht, dass uns dieses Thema bald wieder begegnen wird (Entwarnung: nicht „begegnen“ in Bezug auf die Liinsand).

Alle an Bord – die Liinsand legt ab.

Blick beim Drehen Elbe-abwärts zum niedersächsischen Ufer.

40 Minuten Fahrt bis Stadersand liegen vor uns. Wir sind gespannt. Die Strecke nordseewärts der Lühemündung sind wir zuletzt 2017 mit dem Tidenkieker längsgeschippert.

Demnächst folgen Eindrücke zur Fahrt.

 

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Ja, es hat geregnet. Was hier am Nachmittag des 15. August ganz ordentlich erschien, hat sich in Gewässern aber so gut wie nicht wiedergefunden.

Segen hat der Regen trotzdem gebracht. Mindestens die obere Bodenschicht wurde ordentlich benetzt. Und dann ging es ja in der Nacht zum 18. August noch einmal stundenlang zur Sache. Sehr schön, da ging kein Sturzregen runter, sondern ein schicker Landregen regnete so vor sich hin. Der Pegel Mühlenau, Rellingen, zeigt zwar keinen beeindruckenden Wasseranstieg, aber doch eine über den ganzen Tag gehende Abflusserhöhung, die am Folgetag langsam abklang. Immerhin, in diesen unseren Zeiten!

Der Regen hat der Vegetation gut getan, selbst die nur noch in halber Blätterpracht hier ringsum stehenden Mehlbeeren (krasser sommerlicher Blattfall als Notreaktion auf die Trockenheit) scheinen sich erholt zu haben.

Für alle hat es nicht gereicht. Dieser noch kleine Baum in der Nachbarschaft wird wohl nicht wieder austreiben (alles ist trocken, keine Rotvariante).

Nun hat aber eine spätsommerliche Schönwetterperiode eingesetzt. Aus diesem Busch- und Baumgemisch an der Mündung der Wedeler Au in die Elbe singen munter Starenhorden.

Suchbild – klitzeklein sitzen etliche im trockenen Busch frei. Massen halten sich im beblätterten Dreidimensionalen im Verborgenen auf.

Idyll – Vor dem Hamburger Yachthafen (die Reihen lichten sich, Ferien-Bootsfahrer sind offenbar schon abgezogen).

Wenn die Elbe nicht menschengemacht so krank wäre, könnte man sich noch mehr dran freuen!

Da kommt die Lühe-Schulau-Fähre im Gegenlicht. 2018 haben wir sie oft genutzt.

Da kommt doch so eine Idee … – Wir stechen in See (pardon, diese Küstenüberheblichkeit, in die Elbe)!

Richtung Lühe zieht die Fähre vorbei.

Hab` ich ihn doch erwischt! Seeadler hoch oben im Blau, von Hanskalbsand die Elbe querend Richtung Fährmannssand.

Den Farben nach handelt es sich um ein Alttier.

Lühe-Anleger fast erreicht – Seehafen-mäßig geht zur Zeit aber gar nichts auf der gesamten einsehbaren, viele Kilometer langen Elbestrecke.

Heimweg per Rad – Reifende Vogelbeeren querab der Wedeler Au-Mündung in die Elbe (das Ufo im Blau ist eine Rauchschwalbe, bitte einfach glauben).

Schnell ist unser Plan online am PC umgesetzt. – Ganz sooo schnell geht das Ganze aber dann doch nicht: die Fahrrad-Reservierung muss noch per Telefon erfolgen. Danach erst macht der online-Kartenkauf für den Menschen am Rad Sinn. Wir gehen am Freitag um 11.40 Uhr an Bord der Liinsand, Abfahrt Fischereihafen Altona 10.45 Uhr, und erreichen Stadersand 12.20 Uhr.

Die Wettervorhersage bleibt hoffentlich, gutes Wetter, Wind aus Süd – so werden wir die kurze Radtour bis Stade mittags mit einem schicken Essen und einem kleinen Stadtbummel krönen.

Anschliessend, vorausgesetzt der Wind dreht nicht, haben wir prima Voraussetzungen, nach längerer Strecke per Rad in Lühe die Lühe-Schulau-Fähre gegen 16 oder 17.10 Uhr zu besteigen.

Wie`s wirklich wird / war, folgt demnächst hier.

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Jetzt also soll es, nach Wettervorhersage, erstmal regnen – hat vorige Nacht begonnen. Warten wir mal ab, was davon uns wirklich trifft und ob denn Segen daraus wird.

Gestern: Radeln Wedel – Pinneberg, Besprechen des anstehenden Pinnau-Bekiesens.

Vorbei an der – fast trocken gefallenen – Mühlenau, hier bachab S-Bahnquerung Pinneberg.

Bachauf der S-Bahn kann es nicht anders aussehen.

An der Pinnau stadtauswärts, Tnw, täuscht der Kanal-artige Wasserspiegel etwas vor. Auch hier fliesst fast kein Wasser.

Nun warten wir gespannt, wann und wie die Bekiesungen stattfinden werden. Im Stadtgebiet ist es situationsbedingt schwieriger als beim Mühlenau-Projekt, das hier im Blog ausführlich beschrieben wurde.

Wetter für Nordlichter, Gegenwind – ich radele zurück. Puhäh! Etwas mehr gewachsene Kondition hätte ich mir dafür schon gewünscht.

Was ist nun mit dem Regen? Hier noch ein paar Fotos aus Vortagen – wir warten!

Horizonte! – Der gängige, heutige, gut subventionierte Anblick – lässt für „Horizont“ keinen Raum.

Was ist das, der Weg überschwemmt, alles nass?!

Ach, das bekannte Bild im Umfeld – volle Kanne Grundwasserentnahme und Vollrohrberegnung bei Sonnenschein über den Tag hinweg.

Wir sind ja ein Wasserüberschussland, wie uns Jahrzehntelang (bis heute, lesen Sie die aktuelle Presse …) eingebläut wurde. Sind die Wasserverkäufer eigentlich der Allgemeinheit verpflichtet (dachte ich in meinem kindlichen Gemüt)?

Die Realität sieht anders aus.

Dass temporäre Tümpel trockenfallen, ist bekannt. Beginn und Dauer des Ganzen aber verändern sich.

In baumbestandenem, nicht sonnenbebratzten Areal zeigt sich, wie „Landschaft“ sich selbst hilft. Hier hat sich Regenwasser von neulich über Wochen halten können.

Lernen wir was draus (?).

Kiesbach Sauerbeck (aus dessen Einzugsgebiet oben gezeigtes Wasser entnommen wird), trocken.

In der Elbe werden markante Steine sichtbar. 2019 addiert sich auf das Niederschlagsdefizit aus 2018 – man sagt, „im Boden“ fehlt eine Wassermenge, die inzwischen 300 l / m² beträgt.

Großes Weidenröschen – wir sehen spätsommerliche, herbstliche Aspekte.

Auch, wenn`s oft genug stürmte und gelegentlich finster aussah – so richtig runtergekommen ist nichts.

Wir warten also auf den Regen und sind gespannt, ob und wie er sich im Abflussgeschehen z.B. der Mühlenau (aktuelle Situation s. Fotos oben) erkennen lässt.

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Der vor einigen Wochenvom Wasserverband Ohlau eingebrachte Kies verbessert alte Einbauten aus Holz und Stein in ihrer hydraulischen und ökologischen Wirkung.

Einige Optimierungen stehen noch aus.

Ganz neu – auch im Gefällebereich der Brücke steht nun Kies zur Besiedlung und ggf. zum Umsortieren durch den Bach zur Verfügung.

Blick bachab – wenn denn die Wasserführung endlich mal wieder normale Zustände annimmt, werden die hydraulischen Verbesserungen hin zu mehr Turbulenz ihre Wirkung entfalten.

Beispiel in Draufsicht.

Erste Kiesdepots sind mit einer Unterwasserlenknase angelegt. Wir werden im weiteren Verlauf entscheiden, in wieweit wir das auf die gesamte Strecke ausdehnen.

Nun warten wir die kommende Wetterentwicklung gespannt ab.

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