… kannst Du manchmal nur geh`n.
Vor etwa 15 Jahren wurde hinter vorgehaltener Hand über flächendeckende Untersuchungen an Straßen und Brücken berichtet. Das (flächendeckend gleiche) Ergebnis, nahezu alle Brückenbauwerke seien in absehbarer Zeit „abgängig“, müssten also zügig beplant und erneuert werden, passte Entscheidern nicht ins gesamtgesellschaftliche Bild. Es sollte nicht darüber gesprochen werden.
Heute – nach nicht Nutzen von vergangenen 1,5 Jahrzehnten – haben wir die Rechnung ebenso flächendeckend präsentiert bekommen. Dass angesichts des Bau-Booms in anderer Sache kaum Kapazitäten für Planen und Neubau zu bekommen sind, passt nun wie die Faust auf`s Auge. Nicht-Agieren in Zeiten von Notwendigkeit hat noch immer an`s Ende der Sackgasse geführt.
Auch im Kleinen kann man es erleben – jede kleine Gewässerüberfahrt z.B., angesichts der rasant gestiegenen Fahrzeuglasten, kostet ihren Preis. Die je nach Gewässerbreite erforderlichen 100.000 € aufwärts, multipliziert mit der Zahl der Querungen im Gemeindegebiet, ergeben allüberall eine Summe, die vor Ort nicht aufgebracht werden kann. Kommt das über Jahrzehnte fortwährende Subventionieren gewichts- und zahlenmäßig „falschen“ Verkehrs etwa an sein Ende?
Alternative Wege der Entlastung werden genutzt.

Das Einschränken des Benutzerkreises ist eine Möglichkeit, die – jetzt bei „Mann in Not“ – durch Lastbegrenzung ergänzt wird.
Wer sich dran hält?

Bei Sicherungs- / Notmaßnahmen vor Ort fallen dann schonmal etliche Bäume – erscheint vielleicht nebensächlich.
Immerhin ist hier „Durchgängigkeit“ für fast alle Verkehrsteilnehmer gewährleistet.
Andere Route, gleiches Thema.
Im Rahmen der Erweiterung des Regionalparks Wedeler Au um mehrere Gemeinden wurde unter anderem in großem Kreis über neue Radrouten nachgedacht. Eine wesentlich dafür vorgesehene Strecke, nicht zuletzt für Schülerinnen und Schüler tagtäglich zwischen zwei Gemeinden wichtig, war allerdings schon an einer Gewässerüberfahrt gesperrt – insgesamt und baulich umgesetzt.
Mein Hinweis, man könne dort als Radler nur durch, indem man das Rad im 45 Grad-Winkel flach schiebt (was nicht allen gleich leicht gelingt !), hatte sich bereits erledigt. Bei nachfolgendem Radeln fand ich eine Doppelsperre vor, die zwar (Vorsicht, Hosen- und Bein-zerreissende, überstehende Schrauben !) überkletterbar, aber nicht mehr „unterschiebbar“ war, hatte die vorige Lösung verschlimmbessert. Wohl dem, der ein Leichtrad besitzt oder so trainiert ist, das Rad über die Sperre zu heben.
Hintergrund der verstärkten Variante war die Aufrüstung der „starken Nutzer“: Wegreissen, Weg-Flexen und was einem so einfällt, hatte zeitweise wieder Nutzung durch schwerste Fahrzeuge „ermöglicht“. Die Einsturzgefahr der Überfahrt hatte sich natürlich nicht verändert.
Zu Beginn 2019 stelle ich erleichtert fest: Es gibt eine neue Variante – keine Verletzungsgefahr! Aber leider, wie gesagt, auf dieser für Fußgänger und Radfahrer günstigen Verbindung, auch keine vorgesehene Querung für „leichten Verkehr“.
Wir dürfen gespannt sein, wie das Brückenthema – klein wie groß – hoffentlich zügig angepackt wird. Gut wäre es, wie überall im Leben, wenn der stärkste Beitrag zur Lösung von den stärksten Belastern zu leisten wäre. Reicht dafür vorhandene Logik und Konsequenz?



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