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Archive for Oktober 2018

Vor Kurzem war mal wieder „viel Wasser“ – so nennt man Sturmfluten, wenn die Sturmflutsaison noch nicht offiziell ausgerufen ist. Jedenfalls blies ordentlich Wind von See, am Hamburger Fischmarkt wurden gewässerte Pkw geborgen. Später blies es stürmisch auch per Kaltfront aus NordNordWest.

Runter von der Geest, rein in die Marsch – holla, da ist ja das ganze Entenflott auf dem Marschgraben dicht zusammen geschoben.

Sturm im Wasserglas, das also war und ist die Schiebekraft.

Elbe-seitig ist „viel Wasser“, gut 1 m über normalem Tidehochwasser. Aussendeichflächen sind weitgehend überflutet.

Fährmannssand, ca. 1 m unter dem Hochwasserstand. Die Rinderherde untersucht mögliche Fluchtstrecken.

Voriges Jahr – oder war es dieses Frühjahr – hatte es den Bullen nicht im Gelände gehalten, er war durch den Marschgraben geschwommen und wanderte auf der Deichkrone „nach Hause“.

Buntes vor dem Sperrwerk Wedeler Au.

Dann hoffen wir mal, dass das Hellgelbe nichts mit Pestiziden zu tun hat, sondern von der Sturmflut durch Treibselversatz (rechts davon) freigelegt wurde. Länger liegendes Treibsel hat das Gras hell werden lassen.

Schafe werden umgetrieben.

Hinter dem Deich konzentrieren sich die Vögel, hier Graugänse. Die Nonnengänse sind noch nicht aus Norden angekommen.

Blick zur Elbe – hoch ragt der Containerfrachter über den Deich.

Sturm auch auf der Wasserfläche, frühere Kleientnahme für den Deichbau, an der Carl Zeiss Vogelstation.

Auf den frisch freigelegten Kies-Inseln rasten nicht nur Kormorane.

Auch Höckerschwäne, Grau- und Silberreiher sowie Enten sind hier zu beobachten.

Auf den Wiesen ringsum tummeln sich Kiebitze, subjektiv scheint ihre Zahl in den vergangenen Jahren gestiegen, vermutlich zurückzuführen auf die Vielzahl der Feuchtgebietswiederherstellungen in Dänemark.

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Bunter Herbst – Anfahrt von Wedel aus.

Der Ohrtbrooksgraben ist ein kleiner Bach, der durch Tornesch und Uetersen Richtung Pinnau fliesst. Unter anderem aufgrund der Wasserspeisung aus der Liether Kalkgrube führt er auch in Trockenzeiten Wasser, obwohl Regenrückhaltebecken im Sommer eifrig sein Wasser aufwärmen und verdunsten (vielleicht ändert sich diese Temperaturstörung und Durchgängigkeitsunterbrechung ja einmal mit Neuplanung der Becken und dann freiem Fliessen des Bachs). Bachab erreicht er die Pinnau und stellt für Wanderorganismen von der Elbe aus den ersten potentiellen Laich- und Aufwuchsbach dar. Daher wollen wir einen ersten Test wagen, haben ihn wie üblich mit Grundeigentümern, Wasserverband und Wasserbehörde abgestimmt. Der Grundeigentümer wird den Kies in die Böschung schütten, Schülerinnen und Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums werden dann erosionsschützende und lebensraumverbessernde Feinarbeiten sowie Gewässeruntersuchungen durchführen.

Blick bachab durch den Durchlass Kleine Twiete.

Im Gegensatz zu anderen Aktionen werden wir das Umfeld des Durchlasses nicht bekiesen. Für das Bauwerk wird gerade eine Erneuerung geprüft.

Teststrecke bachab.

Haupteinbringort, beide Uferseiten – Schütten am Westufer vorgesehen, Schaufeln eines Teils rüber in die Ostuferböschung.

Teststrecke, Blick bachauf.

Anfang November folgen Fotos von der Aktion. Die Besiedlung des Kieses wird in der Folge untersucht – mal sehen, ob sich schon diesen Winter oder dann im Frühjahr 2019 Kieslaicher einfinden. Auf jeden Fall werden standorttypische Wirbellose den neuen Lebensraum schnell besiedeln.

Im Abgang, Kleine Twiete: Rot! Kirschbaum oder verwilderte Felsenbirne (dafür eigentlich zu hoch)?

Näheres Betrachten: Es handelt sich um eine im Windschatten von Eiche und Schwarzerle sehr groß gewordene Eberesche / Vogelbeere, die mangels Störungen noch fast alle ihre bunten Blätter hat. Das Umfeld ist ein Beispiel für Baumvielfalt auf kleinem Raum mit Weissdorn und Holunder im Untergeschoss. Hornissen patroullieren eifrig und suchen nach Beute.

Demnächst mehr zum Ohrtbrooksgraben, sobald der Kies angeliefert ist.

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Vor Reiseantritt nach Wernigerode war klar, dass wir just zum Wechsel aus dem seit April 2018 gefühlten Sommerwetter in den Herbst eintauchen würden. Das geschah nach dem Anreisetag (20. September) mit 26 Grad C. Die tiefste Temperatur wurde in den folgenden Tagen mit 12 Grad und ein Bisschen (lange erwartetem) Regen erreicht. Für die Bustour nach Quedlinburg hatten wir uns einen „wackelig“ angesagten Tag („einzelne Schauer“) ausgesucht und wollten uns überraschen lassen.

Morgens orientierten wir uns mit Blick über die Straße an den Kirchturmspitzen – meist leuchteten sie in der Morgensonne.

Wenn dann mit steigendem Sonnenstand die Grüne Straße durchleuchtet wurde, war der Tag schon gewonnen.

Auf dem Weg zum Busbahnhof.

Der schicke Himmel zeigte im Verlauf des Urlaubs zunehmend, dass es – zumindest oben – nordisch kalt geworden war.

Die Busfahrt verging wie im Flug.

Beim Ausstieg in Quedlinburg grüßt der Münzenberg – gern mal im Netz drüber nachlesen.

Stadtmauer, steiniger Blick in die Schenkgasse.

Quedlinburg – Schloss, Dom und Stiftskirche auf Fels gebaut.

Flächig blüht Schlingender Knöterich an der Schlossmauer.

Bunter Herbst-Aspekt an der Schlossmauer.

Finkenherd – symbolisch, zum Glück haben wir dieses Hobby bzw. solch Beruf längst aufgegeben.

Fachwerk nahe Finkenherd.

Marktplatz mit Rathaus.

Roland am Rathaus – wie bekannt bin ich von Geburts- und jetzigem Wohnort her ein Roland-Fan.

Am Ratskeller „läuft“ uns zum erstem Mal bewusst ein Hündchen über den Weg.

Solch Hund begenet uns dann noch auf einer Säule vor einer Kirche.

Und auf dem Kornmarkt, als eine der hier versammelten, bedeutenden Quedlinburger Persönlichkeiten.

Nachgeschlagen – der Hund hat ja offenbar Bedeutung für Quedlinburg. „Quedel“ heisst er also. In Erinnerung an gleichartige Qualitäten in unseren 2 1/2 Jahrzehnten Rauhaar-Erfahrung (bis August 2016) setze ich diesen Beitrag auch in die Rubrik „Der Kampfdackel“.

Altes Fachwerk will gepflegt, ggf. überarbeitet sein.

Beeindruckend sind nicht zuletzt die Stadtmauertürme, hier: Schreckensturm.

Einer, dieser, sollte begehbar sein. Leider hat seinem Holz-Inventar inkl. Treppen das feuchte Jahr 2017 (! wir erinnern uns) so zugesetzt, dass er zur Zeit unseres Besuchs gesperrt ist.

Mühlgräben kreuzen gelegentlich unseren Weg. Hier zeigt (dänischer Spruch) „der Wasserbauer Pflanze“, wie schick solch Graben strukturiert sein kann – wenn wir Menschen das nur zulassen.

Nicht zulassen wollen – und können – wir das Wachstum standorttypischer Bäume, hier: Erle, da sie Ufermauern und Sohle knacken würden.

Dafür sollten wir dringend im steril gewordenen Agrar-Raum endlich den Baumsäumen entlang der Gewässer wieder ihren Platz zugestehen. Nicht zuletzt als Anpassung an den Klimawandel = Schutz der gefährdeten Pflanzen und Tiere der von Natur aus sommerkühlen Bäche und kleinen Flüsse – ein Gebot der Stunde.

Auf dem Weg zum Bus queren wir auch die Bode kurz vor dem Bahnhof.

Quedlinburg hat uns sehr gut gefallen. Der Blick aus dem Bus erinnert an das als „wackelig“ vorhergesagte Wetter.

Blick zurück zum Schlossberg.

Da, am Horizont, ist er also, der „einzelne Schauer“ – in der Tat vereinzelt. Aber wer DA drunter ist, ist ordentlich nass.

Und so geht es während der Fahrt weiter – wir als Zuschauer vorbeirasenden Wetters. – Roter Milan über Stoppelacker.

Kurz vor Wernigerode – das Wetter wird doch nicht …

Und noch ein „einzelner Schauer“.

Kurz vor dem Busbahnhof. Wir richten uns auf dieses, lange nicht erlebte Schicksal ein – sind kleidungsmäßig gerüstet.

Angesichts des Schütts, der dann am Busbahnhof niederging, warteten wir aber doch lieber unter den gut geeigneten Überdachungen, bis der Anfall vorbei war.

Breite Straße, besonnt – Blick zurück auf gewesenes Wetter. Wir haben uns das Essen schmecken lassen.

Gelobt sei das Harzer Urlaubs-Ticket!

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Aufsteigendes Weiss am Brockenhang – kochen die Füchse?

Das Weiss bewegt sich – die Füchse haben doch wohl keinen fahrbaren Küchenwagen? – Ach, das muss die Harzer Schmalspurbahn, speziell: die Brockenbahn, auf dem Weg zum Brockengipfel sein.

Und das sind dann meist nicht nur weisser Rauch und Dampf, sondern pechschwarze, Stadt und Natur füllende Rauschschwaden.

Wer es nicht selbst erlebt hat, kann es kaum glauben. Dazu gehört ein chemischer Gestank, der durch die Luft zieht … – Meine Güte! Auch in diesem Urlaub fragten Neuankömmlinge, was das denn sei, konnten die Antwort zunächst nicht fassen. Bei aller Liebe zu historischen Bahnen …

Solch Lok braucht eine „Bekohlungsanlage“.

So kündigt sich der ankommende Zug – wir sind mir ihm dann runter gefahren – bei Ankunft auf dem Brocken an.

Bei der Rückfahrt warteten wir auf einem Seitengleis, bis ein hochfahrender uns passiert hatte.

Zweifellos etwas Besonderes, diese Brockenbahn. Zum Betriebsmittel, um die Lok dampfen zu lassen, sollte man sich allerdings dringend etwas Passenderes ausdenken – wie wär`s mit einer Wasserstoff-Lok?!

Anachronismus Wernigerode, Werbung am Bus: Wasserkraftnutzung – fragwürdig angesichts vorbildlichen Fliessgewässerschutzes.

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Der schweizer Fischereiverband ist seit Langem Vorreiter für erforderlichen Gewässerschutz. Der Hitze- und Trockensommer lässt ihn zu klaren Schlussfolgerungen kommen. Mit guter Fachlichkeit zeigt er auf, was jetzt endlich zu leisten ist. Die handlungs- und zielorientierte Konsequenz, die in der Vergangenheit bei Politik und Verwaltung zu notwendiger Abwasserreinigung führte, wird heute für anstehende Themen leider vermisst. – Möge sich das endlich ändern.

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Den Rathausmarkt Wernigerode mit Brunnen und Fachwerkhäusern gibt es nicht nur im Original.

Der Miniaturenpark „Kleiner Harz“ schliesst unmittelbar an den Bürgerpark an, nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Ersterer kostet einen kleinen Beitrag, der Genuss des Bürgerparks ist kostenlos. Eine kleine Wanderung oder eine kurze Busfahrt führen hin. Das Schloss Wernigerode ist bereits im vorigen Beitrag in klein abgebildet.

Das Rathaus Wernigerode in klein.

Auch wer den Brockenaufstieg noch nicht selbst bewältigt hat, kommt hier auf seine Kosten.

Eine Vielzahl Gebäude aus Harz und Umfeld gibt es zu bestaunen. Entstehung und Arbeitsschritte bis zum fertigen Modell werden anschaulich in einer Ausstellung erklärt. Dazu fährt die Harzer Schmalspurbahn (in klein) auf einer 450 m langen Strecke durch das Gelände.

Der Bürgerpark, Ergebnis der Landesgartenschau 2006, führt durch Gärtnerisches, Landschaftliches. Hier ein Stillgewässer mit naturnahem Umfeld. Informationstafeln erläutern ausgezeichnet.

Ziege im Schlaraffenland – ein kleines Tiergehege ist ebenfalls im Bürgerpark zu finden.

Neben Bildung ist auch Spielen angesagt – und über allem: das Schloss Wernigerode in echt.

Für diesen Urlaub hatten wir uns auch einen Besuch im Harzmuseum vorgenommen – gesagt, getan. Gleich hinter dem Rathaus taucht man in eine wohlsortierte Auswahl breiter Themenspektren ein. Stadt- und Bergbaugeschichte werden anschaulich dargestellt, Pflanzen- und Tierwelt in alt (Paläontologie, Geologie) und aktuell vorgestellt. – Der Hasseröder Auerhahn findet sich bereits hier im Blog, Beitrag „Wasser“.

Beeindruckendes Ständerwerk.

Zeugnisse des einst hier vorhanden gewesenen alten Meeres.

Historische, vergangene Tierwelt.

Metallisches, Kristallisches, z.B. Bergkristall.

Und angesichts der vielen Harz- und speziell Wernigeröder Bäche fehlt auch der Eisvogel nicht.

Nach intensivem Studium verlassen wir begeistert das Harzmuseum. Da gucken wir sicher gelegentlich wieder rein. – Was noch so zu berichten wäre? Es folgen demnächst abschliessend Eindrücke zur Brockenbahn sowie von einem Ausflug ins schöne Quedlinburg.

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Das Schloss Wernigerode thront auf einer Bergecke, ist nicht zu übersehen. Ein paar Eindrücke aus dem September 2018 folgen.

Schon von fern ist an der Schlosssilhouette zu erkennen, dass man sich Wernigerode nähert.

Blick vom Bahnhofsvorplatz.

Fachwerkstadt Wernigerode und Schloss.

Aspekt von anderer Seite.

Das Schloss von der Hochschule Harz aus betrachtet.

Schicke Herbstansicht, Abendlicht spiegelt sich in den Fenstern.

Von hier kann man aus der Altstadt direkt den Berganstieg wagen.

Wer nicht kraxeln möchte, nimmt die Bimmelbahn, z.B. die gelbe.

Beeindruckender Blick aufwärts.

Der Zugang ist geöffnet.

Fernblick garantiert – es sei denn, dichter Nebel verhüllt die Berglandschaft.

Der Springbrunnen, bereits im Detail im Beitrag „Wasser“ vorgestellt.

Kletternder Wein gibt eine eindeutig herbstliche Note.

Jaaaa, und der Zahn der Zeit …
So ein Bauwerk will regelhaft gewartet werden.

Für Leute vom Bau oder Katastrophen-Gläubige ist die detaillierte Betrachtung des Mauerwerks ringsum – interessant auch bei wechselnden Besuchen zu verfolgen – äusserst interessant. Ständig wird repariert, restauriert, irgendwas neu gebaut. Muss sein.

Wir warten auf die Bimmelbahn – Rückfahrt bergab.

Da bekommen wir dann auch Bergeindrücke in andere Richtung, die mancher sonst nicht erwandert.

Der historischen Vollständigkeit halber ergänze ich mit einigen Stadtmauer-Fotos, hier am Lustgarten querab Altstadt und Schlossberg.

Turm an der Stadtmauer.

Einblick in einen interessanten Turm.

Turm-Einblick, Detail: 2 Eulen und ihre Schatten.

Uns macht es immer wieder Spaß, mit offenen Augen Wernigerode zu erleben.

Und wer das Schloss nicht erklimmen oder per Bahn anfahren möchte: Zu Fuss oder per Bus zum Miniaturenpark ist auch ein lohnender Ausflug – dazu demnächst mehr.

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