Über erstes Restaurieren im Pinnau-Einzugsgebiet am Bilsbek, anstehend am Ohrtbrooksgraben sowie mit Schwerpunkt an der Mühlenau in Bönningstedt, Rellingen und Pinneberg wird hier im Blog fortlaufend berichtet.
Das Extremjahr 2018 mit seinem gefühlten Sommer von April bis Oktober und ultrageringen Niederschlägen zeigt, dass das Mühlenau-System dauerhaft Wasser vom „Nebenbach“ Moorbek, von Norderstedt aus, bezieht. So ähnlich wie die Elbe als kleinerer Nebenfluss statt der Moldau den Flussnamen gegeben hat, verhält es sich hier im Kleinen also auch mit der (zur Zeit trockenen oberen) Mühlenau.
Trotz Besingens von Quellen und Bächen in Deutschland werden die Oberläufe unserer Fliessgewässer im täglichen Leben eher gering geschätzt. Auch die staatlichen Programme im Gewässerschutz setzen mit ihren Prioritäten anderswo an. Da ist es um so beachtenswerter, wenn sich jemand den quellnahen Bächen widmet und sie wieder in die hoch produktive Kinderstube der bachab liegenden Strecken versetzt.
Der NABU Hamburg hat hierin langjährige Erfahrung. Das Pinnau-Einzugsgebiet profitiert insofern davon, als NABU-Gruppen Hamburg-naher Städte aus historischer Entwicklung zu diesem Landesverband gehören. Die Bachaktionstage können also auch hier stattfinden – so geschehen kürzlich in Norderstedt. Die Moorbek „entspringt“ mitten in der Stadt, läuft durch den von Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzten Moorbekpark Richtung Mühlenau – Pinnau Geest-abwärts.

So vielgestaltig sieht das Bachbett der Moorbek nun nach Aktion von über 40 Aktiven mit Kies, Stein und Holz inzwischen aus.
Richtung Forst Styhagen bietet sich noch ein trostloses Bild, besonders ins Auge fallend angesichts der 2018er Niedrigstwasserführung.

Angesichts umgebender Nutzung ultratief und überbreit vom Menschen in die Landschaft eingeschnittenes Gewässerprofil. Hochwasser tobt sich hier im Bett aus.

Solange nicht neuer Erosionssand kommt, „konzentriert“ der Bach den Kies durch Sandabtransport – hier herrscht der Gewässertyp „Kiesbach“, immer noch oft genug nicht verstanden.
Gegen solcherlei Wüsteneien lässt sich etwas tun, wie die Gewässerschutzbeiträge hier im Blog zeigen.

Niedrigstwasser Mühlenau Rabenhorst – wie gut, dass wir hier schon Kiesstrukturen wieder hergestellt haben.
Und es wird weiter gehen.






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