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Archive for August 2018

Mal wieder komme ich von der Mühlenau, Pinneberg, radele Richtung Klövensteen gen Wedel – fahre An der Raa, dann nach Süden am Baumpark Pinneberg vorbei.

Pinneberger Steppe ?!
Nein, das ist der 2018-Trockenheit-Anblick der Rahwisch-Niederung. „Normal“ ist das inkl. schwachem Hangübergang ein Feuchtgebiet.

Wasserbehälter am Südwestrand – die tierische Landschaftspflege kommt in Gang.

Ich habe etwas von „Wasserbüffeln“ gehört – passt scheinbar nicht zum Jahr 2018, Wasserbüffel in Pinnebergs Steppe?

Krass-Licht und Schatten am Südwestrand der Fläche.

Bei genauerem Hinsehen ist im Dunkel des Schattens etwas Schwarzes zu erahnen.

Erwischt – ja, ja, die Erdumdrehung. Die Sonne legt zwei der recht neu hier eingesetzten Landschaftspfleger, wiederkäuend, langsam frei.

Da sind wir mal gespannt, wie`s weitergeht. Ganz offensichtlich haben es die Wasserbüffel gut. Wie hier im Blog schon des Öfteren an Schafen, Rindvieh und Pferden gezeigt, sind die Tiere ja nicht blöd – wo immer sie Schatten haben, nutzen sie ihn bei starker Sonneneinstrahlung. Möge das Experiment gelingen!

Möge sich auch der Wasserhaushalt unserer Gewässer und Feuchtgebiete bald von diesem verlängerten Sommer erholen.

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Interessierte Frage von der Seite „Was fotografieren Sie denn da?“.

„Na, hören Sie mal.“ – „Oh! Wer ist da oben?“

„Sehen Sie die schwarzen Knubbels auf den Ästen, ziemlich dicht an dicht? – Stare.“

Dazu gab es allerhand zu erzählen, z.B. Erlebnisse, wie am 21. August 2016 hier im Blog beschrieben.

Und dann ein Kommen und Gehen kleiner Gruppen – plötzliche Stille …

Was ist los? Ein kompakter, ovaler Schwarm von wohl gut 500 Staren meint, er passe da auch noch auf die Pappel, rast heran.

So schnell, dass ich nur noch die letzten Abbremsenden fotografieren kann.

Im Detail. Unglaublich, diese Geschwindigkeit und Präzision!

Schon geht das Gezwischer, Geschnalze, Geschnatter wieder in voller Lautstärke los. – Das „Spektakel Vogelschwarm“ wird uns nun Jahreszeit-bedingt regelmäßig begleiten, seien es Stare, Möwen oder – Spezialität von Herbst bis April – die Nonnengänse (vgl. z.B. den Beitrag vom 18. Oktober 2016). Immer wieder faszinierend.

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Wer wie wir seewärts des Hamburger Hafens wohnt, im Süßwasser-Tidebereich der Elbe, kann sich bei Flutwasserständen schnell verschätzen – meine Güte, ist die Elbe groß!

Containerfrachter vor Wedel Richtung Hamburg – die Elbe erscheint groß und voll, Flutwasserstand.

Wer das Ganze bei Tideniedrigwasser betrachtet, kommt zu einem ganz anderen Schluss: oha, das gesamte Elbwasser ist in einem kanalartig gebaggerten Seeschifffahrtskanal gefasst – wo bleibt die Gewässerökologie?! Diese Situation ist nicht zuletzt durch das Ausbau- und Baggerei-bedingte Absinken des Tideniedrigwasserstands verursacht.

Containerfrachter von Hamburg seewärts, Süßwasserwatt Fährmanssand. Ebbe, Tideniedrigwasser – alles Wasser im Schifffahrtskanal, keins für Gewässerökologie.

Eine große Rolle spielt im Elbe-Geschehen nicht zuletzt die „von oben“ zufliessende Wassermenge (heute in Dresden man gerade 82, bei NeuDarchau 173 m³/s – wahrlich nicht viel).

Und es geht weiter.

Dieses Jahr wurde ein neuer Rekord aufgestellt, wie das Thema „Hungersteine“ belegt. Mögen sich alle Planer bewusst sein, an was sie herumplanen. – Irgendwie kommt dem langjährigen Beobachter der Eindruck, als sei früher „mehr in genium“ gewesen.

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Im Beitrag vom 12. Juni 2018 hatte ich über unsere Radeltour ins Storchendorf Rühstädt berichtet. Fast an jedem Tag unseres Urlaubs in Wittenberge, Elbe, sahen wir seinerzeit mindestens einen Storch in der Elbtalaue.

Inzwischen ist das Storchenjahr so gut wie rum. Erste besenderte Störche sind bereits auf ihrem Weg in die Überwinterungsgebiete. Zwar  ist das Storchenjahr 2018 im Vergleich zum als nass empfundenen Jahr 2018 zumindest in Schleswig-Holstein positiver verlaufen, insgesamt melden aber z.B. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg tendenziell abnehmende Storchenzahlen. Punktuelle Anstrengungen, insbesondere durch Wiedervernässen von Landschaftsteilen haben den generellen Rückgang (noch) nicht aufhalten können. Die Ursachen liegen zumeist in der fehlsubventionierten Landwirtschaft – ohne klare umweltschonende Randbedingungen zu Boden, Wasser, Luft, Gesundheit von Pflanze, Tier und Mensch wird dieses System sicherlich gegen den Willen des Steuerzahlers seine Schäden fortsetzen – nicht nur bei den Störchen.

Im Raum Wittenberge – Rühstädt sahen wir gegen Ende unseres Urlaubs die Maximalzahl Störche in einer Fläche.

Grasmahd – zwei Störche prüfen den frischen Mähstreifen auf aufgescheuchte Insekten und Amphibien-Invaliden.

Der Trecker naht – wann ausser bei solch Ausnahmstrockenheit sah man Gras beim Mähen so stauben?! Die beiden Störche treten etwas zur Seite.

… warten anscheinend ungeduldig …

…, um gleich hinter dem Mähwerk ihre Suche fortzusetzen.

Der Trecker am anderen Ende der Fläche, unser Blick erfasst bei mehrfachem Zählen 19 Störche auf dieser Parzelle.

Erstaunlich, wie schnell die Vögel solch Futterangebot erkennen, sicher nicht zuletzt am Verhalten anderer, die in größerer Distanz mit ihrer Landung Interessantes vermuten lassen. Solche Zahl an einer Stelle wirft aber auch ein Bild darauf, wie schwierig sich die Nahrungssuche im Trockensommer 2018 gestaltete.

Zurück in Wedel. Etwas Regen färbt vorher gelbe Flächen leicht grün. Die Grasnarbe allerdings ist hier am Elbe-Hauptdeich verletzt – am Stärksten an „Schaf-Autobahnen“.

Wo die Erfahrung aus Hitze und Trockenheit zum Auf- und Höherhalten bei Flut zulaufenden Wassers führte, wächst dagegen die Vegetation munter.

Solch günstige Voraussetzungen sind mangels genügend (zu)fliessenden Wassers in diesem Sommer anderswo allerdings nicht gegeben.

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Kleine-Blondinen-bespassen war gestern, Geburtstagsnachfeier.

Heute feiern die Rad-Youngster, Rad-Jedermann und -Profis ihren Tag. – Ich radele gegenan …

Start in Wedel – die B 431 ist leer, erfolgreich gesperrt.

Höhe Regioklinik wehen Deutschlandfahnen in verschiedenen Etagen.

Hinter Holm, die Sperrstrecke erfolgreich hinter mich gebracht, biege ich in den Hochmoorweg ab.

Festberge, Blick über die Holmau in der Talniederung – kaum Gefälle im westlichen Abfluss aus dem Tävsmoor.

Festberge, Blick Richtung Tävsmoor.

Parallel zum Tävsmoor radele ich ostwärts, leicht bergan auf Moräne.

MäanderWeg voraus, bislang immer aufwärts geradelt. Die Wasserscheide zur Appener Au muss nah sein.

Ich biege rechts ab, Richtung Pendler-rush-hour-Strecke Lehmweg.

Vorbei an alten Eichen, mittelalten Kiefern und allerlei anderen Bäumen und Büschen geht`s abwärts.

Auf dem Lehmweg angekommen, Blick zurück: Straße und alle Zufahrten gesperrt wegen Radrennen.

Leerer Lehmweg, Schild voraus.

Die Ursache heutigen, genussreichen Radelns.

Der Kreisel, 3 Straßen – „gut“ ausgelastete Richtungen zu nicht gesperrten Zeiten (Elmshorn – Uetersen) Holm – Wedel (Hamburg, Rissen) – Appen (Pinneberg).

Dies scheint mir ein guter Platz, nach Info vom Freund und Helfer (konkret: Polizei und Feuerwehr) parke ich im Schatten.

Bald soll es spannend werden, gerade fuhr ein Polizeibus mit wehender roter Fahne vorbei.

Das Verkehrsschild hinter meinem Rad. Hoffentlich sind die Schnellradler informiert über hiesige Verhältnisse.

Es stehen vorsorglich Rettungswagen bereit.

Motorräder mit Blaulicht.

Die Spitze naht.

Sechs fahren dem Feld voraus, haben sich mit vier weiteren dicht dahinter gut vier Minuten Vorsprung verschafft.

Schon sind sie vorbei, mit Motorrad und Pkw sicher geleitet.

Das Hauptfeld kündigt sich an.

Wusch, wusch, wusch – das Hauptfeld saust vorbei.

Rückendeckung.

Für mich wird es Zeit für den Heimweg. Die Pinneberger Straße gen Wedel ist die Hypotenuse zu den von den Radlern zu nutzenden Katheten über Holm und die B 431 nach Wedel.

Richtung Wedel, auch hier diese unglaubliche Stille, kein Diesel- und anderer Verkehrsgestank.

Kurz vor Wedel, ein Auto am Horizont.

So ganz stimmt die Aussage des vorletzten Fotos für die Rückfahrt nicht. Einmal abgesehen von ein paar Zweitakter-Moped-Fahrern, die die Luft unerträglich vollstinken und herumlärmen, kommen mir an die 40 Pkw entgegen. – Die waren zum Großteil auf dieser, heute nur für Anlieger befahrbaren Strecke, offensichtlich Ignoranten der zahlreichen Verkehrshinweise: Etwa 30 von ihnen sehen ich kurze Zeit später von hinten wieder – geendet an meiner schicken Cyclassics-Aussicht Kreisel Holm – Wedel – Appen.

Meine Rad-Tour brachte eine Menge neuer Ansichten, eine neue Radelstrecke, die (ungeplante, eher zufällige) Begegnung mit den Cyclassics-Teilnehmern war interessant. In Wedel angekommen höre ich vom Roland her antreibendes Johlen. Offensichtlich hat mir die Hypotenuse ein gleichzeitiges Ankommen wie dem Hauptfeld gesichert – bei lockerer Wanderfahrt.

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Beim Besichtigen eines anderen Bachs mit der Frage, ob Restaurieren und dessen Begleitung durch eine Schule möglich wäre, regte der Wasserverband Pinnau – Bilsbek – Gronau an, am Bilsbek, Ellerhoop, eine weitere Stelle auf Verbesserungsmöglichkeiten anzusehen. Dort wurden Ideen besprochen und schnell gelangten die 2 verabredeten Lkw Kies an Ort und Stelle.

Ich habe für Bilsbek das Maskulinum gewählt, weil auf meinen Karten Straßen mit dem Namen „Zum Bilsbek“ verzeichnet sind. In Gesprächen und im oben verlinkten Wikipedia-Eintrag wird Bilsbek mit „die“, also weiblich, angesprochen. Ortskundige erzählten, den Bach spreche man an, wie es einem gefällt – ein Sprachkundiger bestätigte das insofern, als er Südholstein als Übergangsgebiet nannte. – Wieder was gelernt …

Wir fanden den Bach – was Wunder angesichts wochenlanger Trockenheit und Hitze – mit äusserst geringer Wasserführung vor.

Um so besser konnten wir die Erosionsstellen im Ufer ober- und unterhalb der Überfahrt erkennen.

Durch das vorhandene Gefälle und wenig Uferschutz boten sich ergänzende Kieseinbringstellen an.

Die beiden verabredeten Lkw Kies, die nicht zuletzt neuen Lebensraum für Gewässerpflanzen und -tiere bieten werden, wurden flugs nach Lieferung eingebaut.

2 3-Achser Lkw Kies liegen bereit.

Wir beginnen mit den Erosionsstellen beidseits der Überfahrt, bachab und bachauf.

Wohl dem, der einen Trecker mit Frontlader und einen kundigen Bediener vor Ort hat.

Die Schüttungen sind auf der Böschungskante angesetzt. Der Kies liegt als Depot zur „Weiterverarbeitung“ durch den Bach bereit.

Wie üblich werden per Hand die Seiten in die Böschung eingepasst. Weitere Anpassungen können je nach zeitlicher Entwicklung – so nötig – mit Rechen erfolgen.

Schnell wird der Kieshaufen kleiner. Das Wetter ist windig, wechselhaft.

Arbeiten mit fachkundigem Unternehmen und gutem Fuhrpark macht Spaß!

Die auffangenden Kiesdepots im Übergang zur Strecke bachab werden geschüttet.

Vom trägen Fast-Stehen ist der Bach nun zu munterem Fliessen im Niedrigwasserbett angeregt.

Blick bachauf zur Überfahrt mit rauer Rampe – die Kiese stören den Abfluss nicht.

Nun steht noch der Abschluss an.

Ende der Arbeitsstrecke, vorher.

Wie üblich wird nicht in den Bach geschüttet: Der Frontlader setzt auf der Böschungskante an, der Kies soll einen frei sich einstellenden Neigungswinkel bilden.

Es geht auf den Rest. Das Wetter sieht prima aus – Vorfreude auf den Feierabend (-mittag).

Restmengen Kies werden in weitere gefährdete Böschungsbereiche eingebracht. So wird vermieden, dass übermäßig Feinmaterial schädlich in diesen eigentlichen Forellenbach (Kiesgrund auf / aus Moräne !) eingetragen wird.

Das Kiesdepot am Ende der Arbeitsstrecke wird zunächst wie an den anderen Stellen ins Ufer eingepasst. Zusätzlich wird hier eine Unterwassernase (Lenkbuhne) geharkt.

So kann die Strömung im Sinn der angrenzenden Landnutzung uferschonend gelenkt werden.

Fertig. Blick bachauf – das sieht gelungen aus.

Weiter Beobachtung wird auch diese Stelle begleiten. Aus jeder Aktivität ergeben sich neue Lerneffekte.

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Wasser, ob stehend oder fliessend, ist ja immer für etwas gut. So habe ich kürzlich beim Radeln für beide Zustände je ein Beispiel geschossen – die Ausstellung ist hier.

Stille Wasser sind – nicht – tief, oder: Wie viele Pfähle ergibt die Suche? Nein, nicht so viele – maximal 2, vielleicht 3.

Wegen der genauen Zahl muss ich demnächst mal „von quer“ gucken. Die übrigen „Pfähle“ sind Plastikstuhlbeine – der Abbau-Auftrag der Bootsliegeplätze am ehemaligen Bootshafen in der Wedeler Binnenelbe hat offenbar nicht für die Beseitigung allen Mülls ausgereicht.

Abrissturbulenzen mit Überflieger, Rauchschwalbe – Flutstrom in die Binnenelbe am Sperrwerk Wedeler Au.

Das vorherrschende Grau in den beiden Fotos zeigt, dass wir nach Wochen der Hitze inzwischen mal durchatmen dürfen. Keine Angst, die Sonne kommt ja wieder bzw. ist – halt „unsichtbar“ – stets zugegen.

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Im vorigen Artikel ist die Sonderausstellung im Elbmarschenhaus „Von Vischen und Fögeln“ beschrieben. Auch auf der An- und Abfahrt per Rad habe ich in diesem Hitzesommer einige Besonderheiten passiert. Früh gestartet vermeide ich zumindest auf einem Teil der Anfahrt zu krasse Hitze, nutze daher die kürzere Route, die schattenlose Hinterdeichstraße.

Deichverteidigungsstraße = Elberadweg Richtung Hetlingen.

Gelb – Grün! Die Deichschafe befinden sich angesichts der auf dem Deich tagsüber brütenden Hitze inzwischen in besseren Gefilden.

Querab Carl Zeiss-Vogelstation. Graugänse kennen hier Radfahrer. Schafe auf Marschwiese vor den Flachwassertümpeln der Vogelstation.

Eine Weihe zieht hoch über mir ihres Weges.

Schnell erreiche ich – bei Rückenwind – die Auwaldreste Hetlingen, direkt am Klärwerk des Abwasserzweckverbands Südholstein.

Die dunklen Flecke auf der Deichverteidungsstraße sind die angetrockneten, flüssigen Hinterlassenschaften der zahlreichen Deichschafe. Bei Anwesenheit der tierreichen Herden und feuchter Witterung meidet man diese Strecke besser – die festeren Hinterlassenschaften (dieses Jahr knochentrocken) umschmiegen ansonsten zunehmend die Räder, im Extremfall bis der Zwischenraum zum Schutzblech gefüllt ist. – Kundige Leser wissen, wo das Material bei Rennradlern ohne Schutzblech landet …

Wassererlebnisbereich und Aussichtsturm fliegen an mir vorbei – oder ich an ihnen?

Weidengebüsche Richtung Hetlinger Schanze – die Masten der Hochspannungsquerung über die Elbe nahen.

Marschgraben und Deichsiel Hetlinger Schanze.

Wohl dem in dieser Hitze und Trockenheit, der seine Be- und Entwässerung Richtung „mehr Wasser“ steuern kann.

Die Rinder Hetlinger Schanze sind glücklich, geniessen den Schatten alter Eichen.

Gelb – Bruthitze auf dem Deich. Grün – Natur profitiert von gehaltenem Wasserstand.

Der Beobachtungsturm an der Haseldorfer Binnenelbe verdient einen Besuch – anderswo hier im Blog zu finden.

Nicht näher hinsehen, nicht fotografiert – Massen Blaualgen an beliebter Angel- und Badestelle. Besser erstmal hier nicht baden!

Oha, doch noch Schafe am Deich – klumpen sich am Zaun.

Platt …

Die steigende Sonne nimmt den Schafen für den Rest des Tages jeglichen Schatten.

At the crossroads – viel Information.

Rechts ab.

Rhythmisch durchatmen – Ein im Schatten, Aus im Licht … Die Lunge freut sich.

Das Elbmarschenhaus voraus – in 90-Grad-Kurve der Hauptstraße.

Drin war`s prima, wie im vorigen Bericht beschrieben.

Rückweg. Hauptstraße queren – Vorsicht! Altbäume des Schlossparks Haseldorf spenden mir ersten Schatten.

Aus gutem Grund radele ich über Hetlingen und Holm zurück nach Wedel.

Prima Schatten, aber heftige Wurzelhubbel auf dem Radweg Haseldorf – Hetlingen. Schön aufpassen, nicht nur in die Gegend gucken!

Der Bauhof mäht Randgrün – das würde sonst demnächst den Radweg „zufallen“.

(Keine) Fernsicht Marsch – Geest. Agrarstaub schluckt Viehherde.

Arbeit voraus – Hauptstraße Hetlingen gut bestreut mit Stroh – Transportverluste.

Gewusst wo – Rad-Hilfe-Station in Hetlingen – da gibt es sicher eine App für beim Elberadweg …

Vor Holm ist das Korn geerntet – wohl weniger als üblich dieses Jahr.

Dazu wird von Verantwortlichen international Stellung bezogen, hier ein Beispiel aus England , gelesen in „Heidis Mist“. Das ist meines Erachtens die einzig richtige Auffassung, die man in dieser Angelegenheit ernsthaft vertreten kann. Das meiste andere sind Meinungen.

Marsch vor der Holmer Geest (dem „Holmer Berg“, rechts, nicht im Bild) – dem Weidevieh geht`s gut angesichts des im Lanner hoch gehaltenen Wasserstands.

Zügig radele ich gegen den Wind – mehr als Gang 5 von 7 geht oft nicht – Wedel zu, Mittag naht.

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„Von Vischen und Fögeln  – Detlev Allenbergs fantastische Welt ist zu Gast im Elbmarschenhaus“

So las ich auf der Homepage des Elbmarschenhauses – neue Ausstellung vom 1. August bis 16. September, Eintritt frei [in meiner Überschrift steht der Vorname richtig].

Das fand ich interessant, habe ich doch mit der Edmund Siemers-Stiftung vor Jahren ein Buch des SH-Bach-Restaurierers Gerd Janssen zu dessen 65. Geburtstag veröffentlicht, das seine jahrzehntelangen Aktivitäten würdigt. Er hat sein naturschützerisches Betätigungsfeld beginnend mit der Meerforelle (vom Quellbach bis zum Meer) über den Schwarzstorch (Waldbäche) zur Flatterulme (Auwald) entwickelt. Als ich meinen Arbeitstitel für das Buch nannte „Forelle, Fogel, Flatterulme – die 3 unverzichtbaren F des erfolgreichen Gewässer-Restaurierens“ ging mich der Lehrer in ihm heftig an.     🙂    DAS könne ja nicht mein Ernst sein, Fogel schriebe sich ja wohl immer noch mit V. – So ist denn seinerzeit dieser Titel draus geworden.

Nun also „Von Vischen und Fögeln“ – ich bin flugs hingeradelt zum Elbmarschenhaus – Eindrücke dazu in einem späteren Beitrag – und habe die Ausstellung genossen.

An dieser Stelle danke ich dem Künstler, dass ich zwei fotografierte Werke hier abbilden darf. Wer sich für Detlef Allenberg und seine Werke interessiert, findet ausführliche Darstellungen dazu auf seiner Homepage.

Angler, eine Radierung mit Aquatinta – Detlef Allenberg, 2008.

Schnuffi, eine Mischtechnik – Detlef Allenberg, 2003.

Die Ausstellungsliste verzeichnet 24 Werke, entstanden zwischen 1989 und 2014.

Da gab es noch zahlreiche andere Vische und Fögel, Mischwesen bis hin zu einem offensichtlichen Stillwasserfisch, denn seine an den derzeitigen US-Präsidenten erinnernde Frisur lag nach vorn (im Bach, gegen die Strömung würde sie flatternd nach hinten gehen) – ganz phantastisch!

Alle Betrachter meiner Fotos der Werke, von alt bis jung, sind von der Vielfalt dieser speziellen Lebewelt begeistert – angeregte, spontane Begrifflichkeiten tauchten auf, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Selbstverständlich habe ich meine Anwesenheit im Elbmarschenhaus weiter genutzt, auch die Dauer-Exponate anzusehen.

Am Seeadler kommt man nicht vorbei, ohne stehenzubleiben.

Schweinswal-Skelett – eine spannende Forschungsmöglichkeit.

Gut ausgestatteter Beobachtungsplatz für Kleineres.

Das beeinflussbare Fliessen unserer Gewässer durch Niederschlag bis hin zur Tide – von der Quelle bis zur Mündung.

Und die Erinnerung daran, dass wir alle in der selben Eiszeitlandschaft leben. Der letzte Eisrand stand an Hamburgs östlicher Landesgrenze.

Dementsprechend haben die Bäche auf Moräne im Hamburger Bezirk Wandsbek das stärkste Gefälledie bekannten Bachpatenschaften bauen darauf auf (Newsletter „Der Bachläufer“), ebenso wie überregionale Bachaktionstage.

Gletscher, breites, stark eingetieftes Urstromtal der Elbe, folgender Meeresspiegelanstieg um gut 100 Meter bis heute, das Entstehen der Marschen und Moore – im Foto ist innerhalb des Urstromtals auch die heutige Situation dargestellt. – Wenn der Meeresspiegel ein paar weitere Meter ansteigt, bis an den Geestrand …

Zum Glück wird die Entwicklung intensiv beobachtet, der Deichschutz plant mit.

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Die Treibselsammler an der Ohlau, Bad Bramstedt, waren bei höherer Wasserführung testweise eingebaut worden, bei niedrigen Abflüssen kontrolliert und prinzipiell für gut befunden worden. Die uferschützende Wirkung und die Sandlenkung zum (Wieder-)Aufbau des Gleithangs waren erkennbar, die Besiedlung mit standorttypischen Tieren und die Ansiedlung von Pflanzen vielversprechend, wie verschiedene Beiträge hier im Blog belegen. Um ihre Wirkung zu verstärken, sollten einige am Ufer ergänzt, andere weiter in die Bachmitte verlängert werden.

Zwischenzeitig hatte dann durch buhnenartigen Umbau missverstandene Hilfeleistung stattgefunden, die die Durchlässigkeit für Wasser und die Lenkwirkung für Sand teilweise aufhob. Dies galt es rückgängig zu machen.

Trockenheit 2018 – der Pegelstand ist nun in einer Pfütze ablesbar, der Bach fliesst nebendran.

Treibselsammler bachauf – mal sehen, was uns erwartet.

So soll das nicht aussehen!

Der zu lenkende Sand wurde bereits von der obersten „Buhne“ statt im Gleithang abgelegt in den Prallhang weggedrängt – der sollte aber gerade frei gespült werden …

Mit Astschere und Muskelkraft sind die Quereinbauten entfernt, lose Stöcke der Treibselsammler wieder befestigt worden.

Damit ist die vorgesehene Wirkung wieder hergestellt.

Wo nötig, wurden ergänzende Pfähle in den Gewässergrund gerammt. Buntes auf der Wasseroberfläche zeigt, dass Interessierte die Aktion von der Brücke aus verfolgen.

Interessierten werden selbstverständlich im Gespräch die Situation der Ohlau und die Wirkungsweise von Restaurierungen mit Stein und Holz erläutert.

Bachab der Brücke haben wir eine weitere, ungewollte Erosions- und Sandquelle festgestellt. Schnell wird ein weiterer Sammler angelegt – auch hier im Blick interessierter Passanten.

Und fertig – solche Art Arbeit macht Spaß!

Dann wollen wir demnächst mal gucken, ob dieser erfreuliche Anblick erhalten bleibt und die Treibselsammler wieder die erwünschten Wirkungen für Bach, Tiere und Pflanzen erzielen.

 

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