Wo im übertiefen und überbreiten Bach des Norddeutschen Tieflands nur mit Mühe Steine antransportiert werden können, kann mit leichter Hand eine bessere Struktur mit Kleinholz hergestellt werden.

Solch nettes Arbeitsmaterial fällt nebenher bei der Gartenpflege an.
Unsere Landschaft ist durch nicht nachhaltigen Umgang mit Boden eine Plage für die meisten Gewässer geworden. Durch Versiegelung und mangelnden Wasserrückhalt im bebauten Raum, aber auch durch massive Flächendränagen und Bodenverdichtung im ländlichen Raum fließen Niederschläge mit viel extremeren Spitzen ab als früher.

Baum- und Wurzelverlust führen zunehmend zur Zerstörung von Ufer und Gewässersohle.
Vielerorts führen inzwischen Baumverlust und anschließender Wurzelverlust am Gewässerufer angesichts des hydraulischen Drucks sogar zum Abfräsen des Gleithangs! Die Folge ist in solchen Bereichen eine ausserordentlich schwierige Besiedlung mit standorttypischen Pflanzen, auch Uferbäumen, da die Samen nicht liegenbleiben, ja, das Ufer regelrecht wegrasiert wird. Die Gewässersohle wird immer breiter und durch blank geputzten, bewegten Sand immer besiedlungsfeindlicher.

Zusammengebauter Gewässerquerschnitt nach Anlage eines ersten Treibselsammlers.

Die Hölzchen sind gut zu verarbeiten.

Sehr schön zu sehen - die Hölzer verändern "den Spiegel", der Bach wird turbulent.
Hier also können Hölzchen und Stöckchen als Sammler Gutes tun – nichts Neues, man muss es halt nur in die Realität umsetzen.

Erstaunliche Wirkung - bereits nach einer Woche sichtbar.
Schon eine Woche später ist die Entwicklung sichtbar. Die Sohle ist vielfältiger geworden, Blattrückhalt verbessert die Ernährung standorttpyischer Organismen und der Gleithang ist stabilisiert.

Nach Durchgang eines Hochwassers ist die Fräswirkung am Gleithangufer erneut sichtbar. Die Sohle bleibt stabilisiert, das Profil wechselt sehr schön zwischen flachem Gleithang und tiefer Prallhangrinne mit jetzt frei gelegtem Kies.
Nach dem ersten Hochwasserdurchgang sind Unterschiede zwischen den Bauformen erkennbar, die Hinweise auf Verbesserungen geben.

So also sieht der optimale Sammler aus - Hölzer eingebunden bis ins hohe Ufer sammeln intensiv Material, das das Ufer zunehmend schützt.

[…] sondern, auch „H&St“ geschrieben, um das abkürzende Fachchinesich für „Hölzchen und Stöckchen„. Wer sich an derart Profanem stört, sagt gern „Treibselsammler“ dazu. – […]
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[…] Hier bietet sich die Möglichkeit mit Holz oder „Stein“ den Lebensraum wieder entstehen zu lassen – durch Strömungslenker aus Kiesen oder / und mit Treibselsammlern. […]
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[…] der Mühlenau im Pinnau-Einzugsgebiet. Mit Aktiven der Bachgruppe des NABU Norderstedt wollen wir Hölzchen & Stöckchen in einer strukturlosen, überbreiten Erosionssandstrecke als Treibselsammler […]
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[…] Hölzchen & Stöckchen (Treibselsammler) haben sich zum punktuellen Festlegen solch transportierten Materials bewährt. Je nach Treibgut bildet sich um sie ein dreidimensionaler Lebensraum neu. Zu beachten ist, dass sie am Ufer gut eingebunden sind und dort nicht umspült werden. Nachschau und Entfernen von Abflusshindernissen im frei gelassenen Mittelwasserquerschnitt erfolgen regelhaft. Höhere Abflüsse passieren ungehindert aufgrund der zur Gewässermitte bei MW liegenden Stockoberkante. […]
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[…] überbreite, strukturlose und von bewegtem Sand gekennzeichnete Strecke angesehen. Dort sollten „Hölzchen & Stöckchen“ als Treibselsammler den Querschnitt einengen, den Sand umlagern und die Sohlstruktur verbessern sowie antreibend […]
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