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Die beiden Radeltests gestern ergaben sich aus einem besonderen Ereignis. Seit geraumer Zeit meinten der eine oder die andere, die nun 2stellig alte Hamburger Enkelin müsse Fahrradfahren lernen. Meine Ansage „Immer die Ruhe! Sie setzt sich eines Tages aufs Rad und fährt los.“ begegnete weitgehend Zweifeln.

Inzwischen ist es also geschehen, alle Beteiligten freuen sich. Mein Angebot, die Anfahrt zur Vogelstation Wedeler Marsch als übersichtliche, hindernisfreie Strecke zu nutzen, wurde allgemein akzeptiert.

Zuvor testete ich morgens, ob die Piste (als letzte ringsum) tatsächlich von Asphalt und nicht von Deichschaf-spezifischer Organik geprägt ist.

Die beiden Ziegen Fährmannssand nehmen den frühen Besucher als willkommene Abwechslung, so früh am Tag – und bei nur einem Zuschauer.

Der Versuch der braunen, die schwarze zu Kopfstoßvorführungen zu animieren, geht ins Leere – nur nix übereilen!

Im Gelände der Vogelstation schützen Wälle die Vogelwelt vor Störung durch zwischen den verschiedenen Beobachtungsstationen wechselnden Besuchern.

Auch im unmittelbaren Wallbereich gibt es neben Blüten einiges saisonspezifisch zu sehen – hier eine den Platz wechselnde Schmetterlingsraupe.

Die wieder frisch freigemachten Kiesinseln bieten günstige Rastmöglichkeit.

Kiebitze, Kormoran, hinten Enten und ein leicht verdeckter Silberreiher.

Die Löffelente …

… ist bereits im Profil an der Schnabelform z.B. von Stockenten unterscheidbar.

Mehr Kormorane, Gänse und Silberreiher sind mit dem bloßen Auge / der Digicam ringsum erkennbar.

Die Vielzahl mit starker Optik ausgerüsteter Vogel-Fans bringt selbstverständlich ganz anderes an Fotos und einiges mehr an erkennbaren Vogelarten (z.T. in großer Anzahl) zustande. – Keine Phantasiezusammenstellung, sondern ein Zitat aus den Septemberbeobachtungen:  z.B. Alpenstrandläufer, Bachstelze, Bekassine, Eisvogel, Goldregenpfeifer, Großer Brachvogel, Grünschenkel, Kampfläufer, Kiebitz- und Goldregenpfeifer, Knäkente, Knutt, Pfuhlschnepfe, Schilf- und Teichrohrsänger, Spießente, Star und andere mehr sind zu bestaunen. – Wer sich vertiefen möchte, kann die allgemein zugängliche „große Optik“ im Hauptraum zur Beobachtung nutzen.

Im Vogelzug tauchen inzwischen Weißwangen-, Bläss-, Tundrasaatgänse und eine Rothalsgans auf.

Graugänse in größerer Schar.

Da ich einiges im Spektrum vermisse, gucke ich noch über den Elbdeich Fährmannssand, gerade liegt das Watt angesichts Ebbephase weitgehend frei. Hier stehen etliche Limicolen in einem Priel.

Ein Stück weiter sind neben Rindern im Vorland Nonnengänse zu erkennen – dahinter die Westspitze der Elbinsel Hanskalbsand.

So kann – angesichts „freier“ Anfahrstrecke das zweite Testradeln nachmittags starten.

Und es bestätigt sich – spezielle Trainingsbedingung Windstärke 4 mit Böen bis 5 – „Draufsetzen und Losfahren“ beherrscht die Enkelin vom Start bis zu Ziel.

Alle Radelnden fahren, der Situation entsprechend, halt in geeignetem kleinem Gang. – Den Rest bis zur Vogelstation gehen wir zu Fuß. Frischer Wegbelag ist teils noch nicht in geeigneter Kornmischung festgerüttelt bzw. -gewalzt (morgens war ich mehr schlecht als recht „durchgerubbelt“).

Wie üblich beeindruckt die Vogelwelt.

Blick zur Deichkrone – ich zeige ja nicht nur Sonnenfotos (insbesondere, wenn die garnicht da ist).

Es sind ringsum beeindruckend viele per Rad, per Auto (so weit es geht) und zu Fuß erschienen.

Doch, da ist die Sonne … – präsentiert zum Abschluss noch einen himmlischen Fisch.

Ich nehme das als Zeichen, beim Restaurieren von Bächen und kleinen Flüssen weiterzumachen – Ideen für 2026 sind in Realisierungsvorbereitungen, Treibselsammler (Methode „Hölzchen & Stöckchen“) sind parallel zu meinen beiden Radeleien von Wissenden angelegt, Restbekiesungen 2025 stehen an.

Angesichts der gegenwärtigen Situation hinterm Elbdeich (wenig sonnige, eher feuchte Tage führten den bekannten unschönen Zustand herbei) überlegte ich andere Wege. Erstmal bis zum Ostende des Wedeler Autals, dann sehe ich weiter.

Am Ostende des Wedeler Autals: Ein Wegweiser! – Wenn auch nicht so, wie erwartet.

Ein dicker Mann auf E-Mobil prescht an mir vorbei. Aha, da hinten, vor der Sperrung kann wohl ein weiterer Weg nach links genommen werden. – – – Bevor ich ihm folge, dreht er vor der Sperrung mühsam sein schweres Rad um.

Ich folge dem Wegweiser!

Nach Queren der B 431 bewege ich mich der Sonne entgegen – netter kleiner Naturweg auf der Landesgrenze HH – SH.

In lichtem Grün geht das so eine Weile.

Die Morgensonne erfreut auch andere. Etliche Pferde (mehr) stehen per Breitseite zur Sonne, wärmen sich morgendlich auf.

Ende des Grenzwegs, auf dem Hochpunkt, Blick West – wahrlich kein Höhepunkt.

Da steht als Lebender Toter weiter das Kohlekraftwerk und soll NOCH eine Saison weiterlaufen – jahrelange Beschwerden der Nachbarschaft halfen so gut wie gar nichts, stattdessen stete Laufverlängerung. Die Beschwerdebearbeitung lief nach dem bekannten Beamtenwitz „Wenn ich nicht will, dass ich was tu, schieb` ich`s einem andern zu“.

Wenn schon Lebender Toter, dann ordentlich pflastern in der Nachbarschaft – und Lebensbäume aufstellen.

Fotostopp halbe Höhe – vom Hochpunkt auf Elbe-Niveau, 18 % Gefälle.

Gen Ost: Der Geesthang, eiszeitliche Schichttorte – Mensch hat Schichtwasseraustritte gepflastert, eine Rinne führt selbst nach den Trockenmonaten noch Quellwasser ab.

Da ist noch etwas – Mensch-Typisches! – zu sehen. In seinem Wahn, alles ordentlich zu machen, wird nicht nur das austretende Schichtenwasser gepflastert abgeleitet (das soll den Weg trocken halten). – Im Bläserwahn wird der Weg regelhaft „frei“ geblasen, was dem Glensandagemisch – hier wie anderswo! – überhaupt nicht gefällt. Sichtbares Ergebnis: Feinkorn entmischt und verblasen, Grobkorn steht raus, die Ebene wird eingetieft, durch Fahrverkehr bis zu Kuhlen.

Demnächst, bei Regen – oder nach Sturmfluten – werden die selbsterzeugten Lunken wieder voll Wasser stehen. – Toll !

Herbstbunt in charakteristischer Hangbebaumung.

Blick West – beliebt bei Klein und Groß, hier ist schon mindestens eine Kita am Werk.

Eigentlich wollte ich den Wittenbergener Leuchtturm im morgendlichen Sonnenschein präsentieren. – So kann man sich irren. Eine flächige Wolkenwand verhindert mein Vorhaben.

Blick Ost – quasi als Entschädigung, ca.1 m vor Tnw, …

… gibt es dafür (Leuchtturm Blankenese und Hafenkräne am Horizont) …

… dramatische Gegenlichtaufnahmen.

Auch ohne direkte Sonnenbestrahlung stellt sich der herbstliche Hangwald von seiner bunten Seite dar.

Durch den geht`s zurück.

Auf dem Hinweg nicht fotografiert: „Ordentlicher“ Spülsaum der jüngsten Sturmflut am Elbhang, Thw plus 2 m.

Statt der geteerten 18 %-Abfahrt des Hinwegs nehme ich nun die steile Treppenabfolge mit Fahrradschiebemöglichkeit.

Hier fluchten in der Vergangenheit gepäckbeladene Elbradwegtouris (nun tun sie es – trotz E-Bike – sicherlich auf der neueren Asphaltstrecke).

Im Anstieg – die Stürme haben die Eschen am Hang erheblich gezaust, gerupft.

Wieder obenauf – sieh an, mit Sonne!

Weiter geht`s, gen Westen.

Ob dieser Horizont erhalten bleibt – oder wächst die Baustelle am oberen Ende der Bahnhofstraße weiter in die Höhe?

Ahorn-Herbst: wechselbunt.

Entlang der Marschkante gen Norden geradelt – vor erneutem Anstieg auf die Geest, bald zu Hause, zeigt sich das aktuelle Wetter, die nächste Wolkenfront.

Blick aus dem Fenster – der Japanahorn, rot (Unschärfe am frühen, noch feuchten Morgen).

Das Wetterradar sieht vielversprechend aus, der Wind rät für die Hetlingen-Tour zu Rundradeln gegen den Uhrzeigersinn.

Als ich in der Holmer Marsch ankomme, öffnet sich der Himmel stärker, als nach Wetterradar angenommen.

Macht nix! Im Gegenteil!        🙂

Blick von Idenburg gen Hetlingen – inmitten Eichen-, Eschen-, Pappel- und Ahorngrün steht singulär schon etwas Knallrotes.

Der Weg nimmt eine Biegung, das Rote stellt sich als 2 Farbtupfer heraus.

Unterm toten Eschenbogen: zwei rote Spitzahorne, einer etwas gelblicher (sieht hier orange aus).

„Der rechte“.

Gibt`s auch noch – voll belaubte Esche! Die ist bereits dabei, von Grün auf Gelb zu wechseln.

Elbdeich Hetlingen – das Reet schreitet farblich auch voran.

Elbdeich Fährmannssand, Blau-Gelb – die Lühe-Schulau-Fähre in der letzten Woche des gültigen Fahrplans. – Ob die dieses Jahr im Winter ganz „dicht“ macht?

Im Anstieg am Wedeler Geesthang – HainbuchenSamenstandGelb vor Weinrot.

Dichter ran ans Rot – Weinrot vor Lindengelb.

Die kommenden Tage, Wochen sollen nicht so ruppig-stürmisch sein wie jüngst. Es soll so gut wie kein Regen fallen.

Das mag ja ein farbenfroher Herbst werden!

Vorgestern, am 4. Oktober, habe ich von einem Besuch des Historischen Jahrmarkts im Freilichtmuseum am Kiekeberg berichtet. Heute folgen ein paar allgemeine Eindrücke.

Nochmal Containerhafeneindrücke nach Durchfahren des Elbtunnels.

Im Waltershofer Hafen liegt die Ever Area, 399 x 61 m, Tiefgang zur Zeit des Fotos 11,1 von 17 m (das Beladen steht also noch aus).

Kurz vor den Harburger Bergen ist die Anbindung an die neue BAB A 26 in der Endphase, die Brücke ist hergestellt.

Die an der B 73 lebenden Menschen werden sich nach Fertigstellung des westlichen Teils der A 26 freuen. Ob das ganze noch in die heutige Zeit passt, insbesondere angesichts guten Anschlusses der seeseitigen niedersächsischen Elbestädte an den ÖPNV, darf infrage gestellt werden.

Im Freilichtmuseum – „Nach Hause telefonieren!“ – von einer alten, gelben Telefonzelle aus? (Auf die hier nur bruchstückhaft sichtbare Baumkulisse komme ich später textlich zurück.)

Alte Tankstelle der frühen Bundesrepublik – aufgrund einer davor stehenden kleinen Konzertorgel bereits vorgestern gezeigt.

Hier, in der „Königsberger Straße“, stehen Häuser der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, z.B. ein Flüchtlingshaus mit Einliegerwohnung – Überraschung!, uns ex-Tostedtern als Haus und von Verwandten der ehemaligen Besitzer bekannt.

Auch die Wohnzimmereinrichtung …

… kommt der ältesten besichtigenden Generation sehr bekannt vor, der zweiten kaum noch. Der jüngsten kommt dieser Anblick sehr merkwürdig vor.

Auch Ladengeschäfte aus der frühen Bundesrepublik sind zu besichtigen. Hier präsentiere ich eine „Hasenschiffschaukel“ als Beispiel aus einer großen Spielzeugausstellung – quer über etliche Jahrzehnte.

Wesentlich geprägt ist das Freilichtmuseum Kiekeberg von älteren Dorfgebäuden aus näherer und fernerer Umgebung – hier mit Flecht- und Lehmwänden, Reetdach.

Es gibt auch dauerhaftes Leben im Museum – hier als Beispiel eine regionale Schweinerasse.

Diese Tiere haben auch ein wenig Platz zum Wühlen. Nach den jüngsten Regen dürfte die Kuhle, als Suhle inzwischen „gut nass“, nutzbar sein.

Wasserversorgung, sehr speziell.

Eine prächtige Alteiche.

Eins habe ich vergessen zu Fotografieren! Die Gebäude an der Königsberger Straße stehen an einem Hang der Harburger Berge (vgl. Foto gelbe Telefonzelle) vor einer beeindruckenden Mischwaldkulisse, bei unserem Besuch von der Morgensonne beeindruckend angestrahlt – pardon!

Kunstfertiger Holz- und Ziegelbau.

Astern als eine Beispielauswahl herbstlichen Blühens. Wir gehen.

Auf dem Parkplatz überrascht uns ein historischer Wagen mit Stern.

Fast noch überraschender: Eine Isetta, den Älteren bekannt, nun mit E-Motor!

Was haben wir bei unserem Besuch für ein hervorragendes Herbstwetter erwischt!

Angesichts der Kombination Sturm und Regen, die uns im Wechsel von Freitag auf Sonn(!)abend erreichte, ersetzt ein morgendlicher Spaziergang das Radeln.

Der Storchschnabel liegt breit und platt – muss sich erstmal wieder berappeln.

Zum bisherigen Mehlbeerblattfall sind allerhand abgerissene Feldahornblätter hinzugekommen.

Wasserschwer gebeugt zeigen sich allerorten die Fruchtäste des Feuerdorns.

(Nicht nur) Lindenlaub ist windgesichtet – hier vor einer Hainbuchenhecke.

Erstmals seit Monaten – Wasser im Graben zwischen Baumschulland und Bebauung.

Nass geht`s in den „Regenwasserweg„.

Der Verlauf ist dieses Jahr (einmal) rau gemäht, damit nicht Rasen entsteht, sondern eine Vielzahl Gräser und Stauden mit tiefgehenden Wurzeln Versickern von Niederschlägen verbessern [neben der vielfältigen Bedeutung für die Insekten- und Vogelwelt].

Einzelne Einleitungen von privatem Zulaufgelände bringen offenbar Reinigungsmittel aus versiegeltem Raum – ärgerlich.

Andere Privatflächen in der Umgebung halten in eigenen Gräben und / oder Mulden Regenwasser zurück.

Die rau gemähten Flächen bewähren sich.

Zu- und Abläufe wollen auf sperrige Schwemmsel kontrolliert sein.

Strecke gen Regenrückhaltebecken – Ahorngelb am Horizont.

Das Rückhaltebecken, flach eingestaut.

Auch hier ist ein Zulauf von Privatgelände auffällig.

Manche „Sauber“menschen können ihre Ferkeleien offenbar nicht lassen.

Die Felsenbirnen zeigen sich herbstbunt – leider werden sie wie üblich ihre Pracht schnell abwerfen.

Amerikanische Eiche, Zwischeneindruck in Gelb-Orange.

Stärkerer Regen setzt ein – Kreise.

Nebendran, an ruhigerem Ort – Blasen.

Heute, am „Sonn(!)“tag soll es noch einmal ordentlich regnen. – Es ist halt Herbst.

Die Pegel der Bäche zeigen steilen Anstieg – aber weit von mittleren Hochwasserwerten entfernt -, der bereits wieder sinkt.

Der Sturm auf der Nordsee beeindruckt. Aufgrund der Windrichtung sieht die Tidehochwasserlage hier im oberen Elbe-Aestuar bisher nicht besonders aus. Die Sturmflutsperrwerke der Nebenflüsse sind allerdings situationsbezogen für 5 bis 5,5 Stunden geschlossen gewesen, wurden gerade wieder (6.30 Uhr) geöffnet.

 

P.S.: Gestern Nachmittag und heute Morgen bin ich zum Frontentest spontan mit dem Rad aufgebrochen.

Bis zum Elbdeich Fährmannssand habe ich es gestern geschafft, liebäugelte noch mir der Hetlingenrunde. Da schoss von Westen ein dunkler Wolkenbus heran. – Umdrehen! Mit dem Wind – Wellen auf dem Hechtgraben Langer Damm -, sauste ich – rechtzeitig ankommend – nach Hause.

Heute Morgen – ganz spontan, „1 Stunde zu früh“ – zeigt mir der Pferdetümpel als Wendepunkt meiner Kurztour, dass immerhin die ausgetrocknete Schlammkuhle vom Erstregen gefüllt ist. Mit Wasser bis zum Grün sieht es hier nun nicht mehr ganz so erbärmlich aus.

Hat geklappt – bin auch diesmal vor der Regenfront zurückgekehrt.

Etwas überraschend kam aufgrund leichten Erkältungsanflugs und Hundbetreuung die Anfrage über die HH Landesgrenze, ob wir zum Historischen Jahrmarkt ins Freilichtmuseum am Kiekeberg, Landkreis Harburg, mitfahren wollten. – Spontanentscheidungen zu Nutzlastverwendung sind üblich: Selbstverständlich! Schönen Dank auch!

Es galt ohnehin, den gestrigen letzten Sonnentag vor dem Regentiefeinbruch angemessen zu nutzen – „Freilicht…“ kommt da gerade richtig.

So unterqueren wir die Elbe durch den Elbtunnel, bestaunen die chinesischen Containerbrücken der westlichen Häfen Hamburgs und …

… sind flugs im Freilichtmuseum Kiekeberg angekommen.

Frühes Kommen sichert schnelles Parkplatzfinden. Ergänzend zum großen Übersichtsplan haben wir einen kleinen, der uns den jeweiligen Standort erläutern wird.

Zuvor stehen wir aber in einer – noch kleinen – Schlange vor den Kassen, mächtig beschallt von einer mächtigen Konzertorgel (die Dopplung ist beabsichtigt und entspricht der örtlichen Wirkung).

Vorgezogenes Foto: Beim Rausgehen können wir seitlich in diese Konzertorgel hineinsehen. Sie wird von gestanzten Papierstreifen gesteuert – nicht viel anders, als es Jahrzehnte später mit der Computerisiererei losging.

Die „alten“ Hand- und Kopfwerker waren einfallsreich. Irre, wie viele Instrumente da künstlich nachgeahmt werden konnten! Hochachtung vor solchem Erfindergeist!

In der großen Fläche des Freilichtmuseums verlaufen sich die frühen Besuchermengen schnell.

In diesem Beitrag werde ich mich auf den Historischen Jahrmarkt konzentrieren. Ein weiterer Beitrag schildert später ein wenig vom „normalen“ Angebot des Freilichtmuseums.

Vor einer historischen Tankstelle steht eine weitere, kleine Konzertorgel und beschallt Besucherinnen und Besucher – ebenfalls ausgesprochen beeindruckend. Seitwärts rechts sind Teile des „Hau den Lukas“ erkennbar.

Standbetreiber haben vermutlich Ohrschutz mitgebracht. Den ganzen Tag in solch wirksamer Musikkulisse zuzubringen, … – oha!

Da kommt ein geführtes Kamel vorbei! Das Gestühl gehört zum Flohzirkus, der hier später mehrfach seine Artistik vorführen wird.

Ein Rad für kleine Riesen gehört zu einem Jahrmarkt dazu!

Sogar eine Schiffschaukel existiert – und wird begeistert genutzt.

Das Speisenangebot ist zahlreich und breit gefächert. Davor wandert ein Bauchladenträger, der auch Luftballons im Angebot hat.

Man beachte die farblichen Kaufprioritäten im Lauf der Begegnungen.

Es scheint, dass Blau und Rot …

… anschliessend auch Grün …

… aus dem Angebot …

… verschwinden. Übrig bleiben – bis zur Wiederauffrischung – Gelb und Orange.

Licht und Schatten – „Riesen“rad vor Reetdachhaus.

Schimmer im Gegenlicht.

Wir entscheiden uns für Mittagessen im historischen Ambiente – mit WandBand. (Bitte Geduld mitbringen! Auch an solch Tag kann das Personal keine Wunder vollbringen!)

Wenn es Rotbier gibt, bin ich dabei.

Und Rosinengrützwurst mit Appelmus sowie Bratkartoffeln lasse ich mir auch nicht entgehen.

Ein Genuss, im Gegensatz zum Angebot anderswo gar nicht fettig. – Wie viele Jahr(zehnt)e ist mir das nicht über den Weg gelaufen?

Dem – nun weiblich – geführten Kamel hat sich ein schwarzer Bär zugesellt.

Vorderteil …

… und Hinterteil des Kamels sind nun in Nahsicht studierbar.

Leichtes Gewölk zieht auf.

Wir sind durch – finden das Auto! – und queren den Elbtunnel mit Großbaustelle ohne Probleme.

Gerne wieder! Mal sehen, wann die nächste Nutzlastanfrage ins Haus trudelt.

Auf dem Elbdeich Fährmannssand, Blick Süd – Tidehochwasser, Watt-befressende Vögel müssen auf Ebbe warten. Ein Binnenschiff zieht gen Hafen Hamburg, vor der Stader Geest drehen die Windräder im Ostwind.

Vogelstation Wedeler Marsch – frühe Nonnengänse knüllen sich!

Meine Annahme, die Zahl der frühen Nonnengänse werde sich wie im Vorjahr auf einige Hundert beschränken, wird übertrumpft.

Die Nonnengänse sitzen auch nicht mehr neben Grau- und Blässgänsen. Steter Zuflug …

… bringt sie zunehmend …

… in das von mir in den Vorjahren beschriebene Stadium „dichte Packung“.

Der stete Zuflug, in kleinen bis größeren Trupps erfolgt von der Elbe her – offenbar im Zusammenhang mit dem Tidehochwasser = Verlust „freier“, weit überschaubarer Standplätze.

So findet denn neben Rasten das Fressen mit voranmarschierender Front statt.

Ein Stück weiter, vor dem alten Hetlinger Elbdeich, haben sich Silberreiher in eine bunte Rinderherde begeben.

Noch zwei …

… und Graureiher befinden sich ebenfalls hier.

Wenn ich alle gezählt haben sollte, sind 5 Silber- und 3 Graureiher auf dieser Weide aktiv. Wie öfter beschrieben, üben die ruhenden Rinder wohl eine psychologische Schutzwirkung aus – die Reiher vergessen offenbar, wo ihre Fluchtdistanz liegt.

Rumpel, rumpel – platsch, platsch – – – am Brunnenschutzgebiet habe ich Schwäne aufgescheucht.

Die fraßen oder dösten auf dem nördlichen Randgraben des Brunnenschutzgebiets. Vater Schwan zieht hinterher – muss die Würde wahren.

Frau Schwan und die Kinder sammeln sich nach dem ersten Schrecken.

Alle zusammen – nun muss erstmal der Schreck aus dem Gefieder geschüttelt werden.

Auch wenn dies eine meiner „Heimstrecken“ beim Radeln ist (je nach Windrichtung und -stärke im oder gegen dem Uhrzeigersinn) – ich wundere mich immer wieder, dass fast jeden Tag etwas anderes zu sehen ist bzw. besonders auffällt.

Gestern in der Wedeler Marsch – Rinder stellen sich im Gänsemarsch vor.

Genauso folgen noch anderthalbmal so viele. Auflösung der Erscheinung: Ein vertrauter Mensch marschiert vornweg, nach und nach richtet sich die gesamte Herde aus. Es würde nicht wundern, wenn – rechts ausserhalb des Fotos – in einem blauen Eimer ein wenig Kraftfutter als erahnbarer Lockstoff läge …

Fährmannssand – sieh an, erste Nonnengänse sind eingetroffen, haben sich …

… randlich den bisher zu Hunderten die Fläche beherrschenden Graugänsen angeschlossen (so ein wirklicher „Anschluss“ ist das nicht).

Dünn großflächig verteilt zeigen sich ebenfalls erste Nonnengänse auf den Flächen um die Vogelstation Wedeler Marsch. Im Vordergrund …

… Blässgänse.

Während mir im Vorjahr um diese Zeit erste Nonnengansankömmlinge in einigen Dutzend begegneten, scheinen es dieses Jahr einige hundert bis an 1.000 zu sein – bislang konzentriert auf die beiden beschriebenen Flächen.

Mal abwarten, wie`s weitergeht. 2024 entstand eine Lücke, bis etwa Mitte Oktober die Tausender Nonnengänse eintrafen.

Ohne besondere Vorkommnisse radele ich über Hetlingen und Idenburg bis kurz vor den Geestanstieg Holm.

Seglerwetter! – Eben war da über dem Nordteil des Brunnenschutzgebiets noch was !

Es geht wieder los: Ein Bussard.

2 Bussarde.

Wenig später sind es 3.

Ab dieser Zahl wechseln Segeln und Kabbeln miteinander ab. Das Geschehen macht mich offenbar vogelig …

Die Fotos mit 4 Bussarden habe ich verhauen! – Hier sind es 5.

Weil ich auch das Foto mit dem „Maximum 6“ versemmelt habe, präsentiere ich nochmal 5.

Sowas habe ich lange nicht gesehen!

Angesichts des ab Wochenende angesagten Regens gucke ich nochmal am Pferdetümpel, „oben“ auf der Geest, vorbei. Der liegt nun seit Monaten knochentrocken.

Detail.

Ich bin gespannt, ob es beim Einweichen bleibt, oder in der kommenden Woche erstmals wieder freies Wasser sichtbar wird – werde berichten.

Kalte Nächte, sonnige Herbsttage – diese Schafe verharren noch vor der Trift, lassen sich von der Sonne aufwärmen. Weissdorn leuchtet rot, trägt unglaubliche Fruchtmengen.

Es gibt auch Nutzer anderen Windschattens beim Aufwärmen.

Und die Weitgucker liegen bereits auf der Deichkrone gereiht.

Blick vom Hetlinger Elbdeich, Tidehochwasser Elbe – im Gegenlicht scheint Reet bereits silbrig.

Vom selben Standort, mit der Sonne geblickt, bieten Reet, Binsen und Tideauwald ein völlig anderes Bild.

Binnendeichs – im Gelände zwischen Giesensand und Idenburg stehen verstreut Silberreiher.

Über 20 waren am Wochenende an den Flachgewässern der NABU Vogelstation Wedeler Marsch zu sehen.

Weit im nahegelegenen Gelände verteilt, konzentrieren sie sich inzwischen offenbar auf lukrativere Mäusejagd.

Richtung Geesthang beherrschen Graureiher das Bild, pirschend, …

… sichernd.

Bei hinreichend Deckung oder / und Entfernung des Menschen verhalten sie sich weitgehend ruhig, fliegen nicht ab.

Gefühlt schneller als gedacht geht unsere Kombi-Reise Berlin – Leipzig zu Ende.

Ich nutze noch einmal die Gelegenheit – Blick aus der Höhe gen Horizont.

Vor Sonnenaufgang …

… am Abreisetag – mit Vogel.

Es startet ein Leuchten.

Und schon ist die Sonne da.

Flugsaurier zum Frühstück, oder was ist das am Morgenhimmel?

Morgendliches Geflügel – tierisch, menschlich (es scheint, der BER brummt).

Abschied von den Dächern, vom Fernsehturm.

Wellen zum Abschied – Wellenglas beim Abwasch.

Die Stadttaube auf dem Fahrstuhlgerüst scheint nur auf unsere Abfahrt zu warten.

Hbf Berlin – kurze Verwirrung, stetes Umschalten an der Anzeigentafel.

Aber dann hat doch alles planmäßig geklappt! Unsere Einfahrt in Hamburg erkennen wir spätestens am peinlichen Wahrzeichen „Kurzer Olaf“.

Gut voran geht es dagegen beim Bau des BAB-Tunnels über der Autobahn im Bereich Altona – Blick aus der S-Bahn nordwärts.

Gut in Wedel angekommen, der Oktober naht – und mit ihm ein Berlin-Kurzbesuch.