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Archive for the ‘Wetter – oder was’ Category

Angekommen! – Eine gute Adresse – Helmholtz-Zentrum, UFZ.

Im KUBUS, unserem Veranstaltungsort, ist alles vorbereitet – hier ein Beispiel aus der Posterausstellung.

Ich mache mich mit den Räumlichkeiten vertraut. Hier also wird nachmittags mein „Thementisch Restaurieren“ arbeiten.

Alles stimmt, bis ins Detail – prima Vorbereitung!

Na denn !

FLOW, „Citizen Science“, hat über die 3 Jahre Projektzeitraum eine beeindruckende Entwicklung hingelegt.

Ermittelt wurde in den Fliessgewässern, die die Fläche erschliessen – Bäche und kleine Flüsse stellen ca. 80 % der Fliessstrecken.

Ergebnisse, nur mal auf die Farben achten: Anzeige für Pestizidbelastung zeigten erschreckend viele Bäche.

Berichte aus den Untersuchungsgruppen zeigten auch die Tücken vor Ort, hier beim Finden einer geeigneten Untersuchungsstation.

Auch mein Vortrag war ausgezeichnet – sagen die anderen, besten Dank!

Dank auch für das Präsent zum Vortrag – Berliner Frühlingshonig, etwas besonderes! Stadthonige „leben“ ja nicht zuletzt von auf Balkonen bis zu Flächen gehaltenen Gewürz- und Heilkräutern – was für ein Geschmack!

Während der Mittagspause konnten das Umweltmobil Planaria …

… oder die Freilandexperimente des UFZ besichtigt werden.

Ich entschied mich für letztere, da das Umweltmobil auch während der Nachmittags-Exkursion im Einsatz studiert werden konnte. Nähere Beschreibung zu Planaria folgt im kommenden Exkursions-Beitrag.

In Fliessrinnen werden unterschiedliche Lebensgemeinschaften verschiedenen Konzentrationen Pestizid ausgesetzt.

Eine Vielzahl von Rinnen (hier nur ein Ausschnitt) stellt die Aussagekraft von Ergebnissen sicher.

Optisches Detail: Wasserschnecken im Pumpensumpf einer Rinne.

Nochmal Optik, diesmal luftig: ein Männchen der Heidelibelle.

Nach der Mittagspause – Thementisch „Restaurieren / Renaturieren“ am Start.

Das Interesse ist groß. Die einzelnen Gruppen sollten zwischen den Thementischen wechseln – wer wollte, konnte aber auch bleiben. So wurde während der begrenzten Findungs- und Diskussionszeit der Platz bei uns immer enger.

Allerhand fachlich Wichtiges und organisatorisch zu Beachtendes ist hier zusammengekommen – noch in weiterer Vervollständigung.

Anschliessend: Präsentation der Ergebnisse.

Roland vom Saaletreff vermittelt unsere Inhalte souverän – Gratulation und Dank dafür!

Zum Schluss folgt die Zusammenfassung – und …

… ein Ausblick auf die Zukunft. Es wird ein Folgeprojekt inklusive Restaurierungsmöglichkeiten beantragt.

 

Alle drücken die Daumen angesichts der erforderlichen Verbesserungen. Möge das „Projekt neu“ genehmigt werden und ab nächstes Jahr starten können.

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Sonnabend Morgen, ich wandere mit Vortrags- und Exkursions-Utensilien Richtung Nordost, Wissenschaftszentrum.

Rote Busse Bayern München vor dem Handelshof – das Spiel wird 2:2 ausgehen.

Wer`s mag: Café-Haus-Atmosphäre auch in Leipzig.

Speck`s Hof mit Passage – interessant, mal so menschenleer zu sehen.

Doch, da ist eine Durchgangsmöglichkeit – Baustelle Nikolaikirchhof.

Schicke Bauten – Ecke Nikolaikirchhof / Ritterstraße.

Gegenüber steht Historisches – zu einem peinlicherweise immer noch aktuellen Thema. – Keine Selbstverständlichkeit?

Sonnenblick auf Wendeltreppe im Oberen Park.

Ganz im Hintergrund: Enten und anderes Wassergeflügel auf dem Großen Teich ist zahlreich – wohl über die Nacht – versammelt.

Da sie auf mich nicht Futter-dressiert wirken, auch bei längerem Verweilen nicht heranbrausen, hält sich Füttern (hoffentlich) in Grenzen.

Dichter dran – Morgensonne auf dem MM.

Ostseite Leipzig Hbf, besonnt – vorn die STR 3 wäre „meine“ Linie, falls die Kondition nicht hielte.

Vorbei an / unter Stadt-, Bau-Symmetrien.

Bunte Frische, emsiges Treiben – die Sonnabendmärkte werden aufgebaut.

Wer Fleischiges im Großstück benötigt, kann hier auch ganze Halal-Schafe bekommen.

Durchblick Hedwigstraße auf die Heilig-Kreuz-Kirche mit ihrem besonderen Turm.

Alte Schwengelpumpe – die hätte ich per Straßenbahn sicherlich nicht gesehen.

„Ausbauhaus“ – na denn …

Durchblick am Center Torgauer Platz – freier Horizont.

Und immer wieder – Leipzig ist eine historische Stadt – Altes …

… und Neues.

Das Pflaster-Auge blinzelt mir zu: Halte durch !

On top – fast komme ich mir vor wie am Ende der Welt.

Aber da! – „Meine“ Straßenbahn, in Gegenrichtung – es gibt also doch, auch hier, Leben in Leipzig.

Generell bleibt Hoffnung für den Planeten Erde: Natur bricht sich letztlich Bahn.

Tja …, worüber unterhalten wir uns?

Angekommen – an meiner potentiellen Ausstiegsstelle aus der Straßenbahn.

Nur noch ein paar Schritte und ich bin am Ziel.

Dann kann`s ja losgehen mit der Abschlusskonferenz des FLOW-Projekts und der Exkursion an die Parthe bei Taucha.

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Leipzig baut wie ein Weltmeister. Ein ambitioniertes Ziel ist das Offenlegen der früher so zahlreichen Mühlgräben. Dass dabei in Stadtenge eher „Betonkästen“ herauskommen, ist angesichts der Entrohrung fliessenden Wassers, Wiederentstehen von Lebensräumen, gleichwohl ein Gewinn.

Inwieweit „das große Ziel“, Leipzig schiffbar mit der Nordsee zu verbinden, für gut befunden wird, muss jedes Individuum für sich entscheiden. Zwischendrin liegt im Elstermühlgraben, quasi als neu angesagtes Zentrum des Wassersports und der Schifffahrt der Stadthafen – da will ich hin.

Dicht am Elstermühlgraben gen Nordost führt ein Trampelpfad – nur Mut!

Der sich selbst umwachsende Baum steht auch noch, …

… sieht weiter imposant und gut aus.

Nebendran begleitet hier Wandernde Wassersportliches, auch Bootsrundtour, hin und her.

Noch eine Brücke, liegende Boote in Sicht.

Angekommen am Stadthafen, Freifläche gegenüber, das große Neubauen beginnt.

Die Wasserfläche des Hafens ist beidseitig abgespundet, entleert für die Zeit der Bauaktivitäten. Pfahlgründung ist gegenwärtig das Hauptthema.

Der Blüthnersteg, gesperrt – beim vorigen Besuch sind wir hier noch rüber und nüber.

Weiter geht`s, Richtung Mühlgrabenfreilegung Poniatowskiplan ff.

Der Elstermühlgraben, auch hier weiter abgestaut, stilles Flachgewässer.

Farbspiegelung, violett, und Fadenalgen im stillen Flachwasser, grün.

Poniatowskiplan im hinteren Bildende – abgespundet, Baustellenfortsetzung.

Ab hier läuft aktuell die Restöffnung des Mühlgrabens.

Gen Lessingstraße …

Schluss mit der Durchgängigkeit für Wanderer, die Baustelle hat Vorfahrt, benötigt den gesamten Raum.

Genug gewandert, ich wende mich dem historischen Geschäftszentrum zu, finde Geeignetes.

Im Barthels Hof.

Drinnen ziehe ich nun dem Draussen vor. – Das fängt ja gut an, im Gasthaus Barthels Hof.

Nach genossenem Essen und Trinken folgt eine kleine Runde, Richtung Hotel.

Auch zentral bleibt einiges zu tun.

Tags drauf, Richtung FLOW-Veranstaltung, werde ich das MM-tragende Gebäude näher sehen.

Auf jeden Fall, da schliesse ich mich an!

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Fische in der Stadt, das fing ja gut an (s. voriger Beitrag).

Mein Weg führt mich durch Stadtgrün, hier Stillgewässer Johannapark …

… entlang viel und schnell beradelter, auch zahlreich bewanderter Allee, Clara-Zetkin-Park …

… zum Elsterflutbett.

Hier ist allerhand los auf dem Wasser, vom Gruppen-

… bis zum Kleingruppen- / Einzelsportereignis bzw. Wassererlebnis.

Nordwärts bin ich auf dem Peterssteg angekommen, blicke vom Abzweig Elstermühlgraben über das Flutbett zur Mündung Weiße Elster.

Blick ostwärts, gen Stadthafen – Bootsrundfahrten sind gut besucht.

Das also ist das Palmenwehr – Vorsicht: Lebensgefahr!

Nord-, abwärts: schäumendes Strömungsbild, Beispiel rechtes Ufer.

Die Ursache: hoher Absturz.

Was für ein bedauernswertes Flusssystem – Vernichten von landschaftsgeprägtem Gefälle an einem Punkt. Umfangreich ist die Veranlassung der massiven, flächigen Ausbauten zu studieren. Die „Entsumpfung“ der Stadt Leipzig führte zu dieser Lösung, der alle Gewässer ringsum heftigst bis heute in ihrer Charakteristik Beton-definiert.

Und wie ist das mit den Fischen? – Mir scheint, dieser „Fischpass“, lediglich am rechten Ufer und von zweifelhafter Leistungsfähigkeit, soll`s richten.

Blick nordwärts – Massen von Geschwemmsel vor der Zeppelinbrücke / Jahnallee.

Weiter nordwärts habe ich die Gewässer mehrmals per Rad erkundet, Auwald, Luppe ff. – zu finden hier im Blog. – Diesmal muss ich aus Zeit- und Rad-Gründen leider darauf verzichten.

Zurück zum Wehr: Räderwerk.

Die Technik, trocken, kann man in Ruhe studieren.

Zu den Hintergründen, zur Entwicklung steht ausführliche Information vor Ort (nachzulesen anderswo, z.B. im Netz).

Ich wende mich, den Elstermühlgraben entlang, dem Stadthafen und Poniatowskiplan zu. – Dazu demnächst mehr.

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S-Bahnhof Rissen, im Westen Hamburgs, herbstlich – eine Reise steht bevor, aufwärts im Elbe-Einzugsgebiet.

Los geht`s, nach S-Bahnfahrt, mit dem ICE in Altona – unserer kommt pünktlich.

Leipzig rief. Ein praxisbezogener Vortrag zum Restaurieren von Bächen in Stadt und Land war gewünscht zum Projektende FLOW.

Angekommen! – Ich will`s ja nicht beschreien, aber so gut wie pünktlich – so, wie bei fast all den anderen Fernunternehmungen der jüngeren Vergangenheit.

[Nein, ich kenne auch andere Zeiten. Das war insbesondere in den 1990ern, als eine Siemens-Lok-Baureihe völlig aus dem Ruder schlug. Da könnte ich viel drüber schreiben, lasse es aber. Hauptsache, ich fahre in den 2020ern pünktlich.]

Auf dem Markt beim Alten Rathaus finden – ich lerne hinzu – die 12tägigen Leipziger Markttage statt.

Die lasse ich allerdings links liegen, habe ich mir doch für den Nachmittag der Anreise vorgenommen, einen kleinen Ausschnitt aus der Vielzahl Leipziger Stadtgewässer zu erwandern.

Vornweg ein Stück Pleißemühlgraben – mit Wehr und ordentlich Beton.

Treppenstufen, so auch an anderen Leipziger Stadtgewässern, lassen ein wenig Nähe zu. Hier ist ausserdem ein kleiner Ruheraum am Rand des eintönigen Fliessens entstanden.

Im oberen Teil links der Fensterspiegelung können ein paar Gründlinge entdeckt werden.

Urban Art, eine (meine Güte kann man die in ihrer Künstlichkeit für gelungen hässlich halten) Insel, Spiegel-Spielerei – Gruß von der Kunsthalle.

Querab vom Neuen Rathaus lässt sich Natur nicht halten – Clematis vorn, dreidimensional Schlingknöterich – hier tobt das Leben. (Man muss es in seiner Fülle und verborgenen Vielfalt nur erkennen [wollen].)

Davor – ein Rohr! Hier wird das Pleißemühlgrabenwasser eingeengt, schiesst bei höheren Abflüssen „gepresst“ hindurch.

Das hat – für die aquatische Stadtökologie positive! – Folgen. Ein Kolk entsteht, ausgeblasene gröbere Steinfraktionen lagern sich bachab als Rausche ab. Breiten- und Tiefenvarianz in der Sohle – eine der Hauptvoraussetzungen für die Gewässerlebewelt.

Kolk-Rausche-Abfolge – von rechts nach links.

Am Ende des Kolks, vor der Rausche, hat sich ein großer Döbel aus seinem grünen Verstecküberhang hervorgewagt. Driftende Nahrung, vermutlich Insekten bzw. ihre Larven, sind allzu verlockend.

Noch ein größerer Döbel, wechselnd auf der Rauschefläche. (Ich bin nicht sicher, ob das obere Tier ebenfalls ein Döbel, oder vielleicht eine Barbe ist. Letztere in diesem Fall sicher zu benennen, traue ich mich allerdings nicht.)

Im Kolk liegt ein Betonriegel quer.

Eine Flasche und ein großer Flussbarsch haben hier ihren Platz.

Interessant fand ich, dass jede Menge Flaschen im Elstermühlgraben landen. Noch interessanter (die nimmt wohl niemand raus?): Diese gruppieren sich, als vergängliche Ansammlung, je nach hydraulischer Situation bis hin zu großen „Fundstätten“. So bilden sie eine eigene, urbane Gewässersohlstruktur … OHA !

Lass mal einen Gewässer- / Fischereibiologen an so einem Gewässer stehen … / / / Ich blicke nach oben.

Schicke Spätnachmittagsstimmung. Mehr ruft.

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Das Grün ringsum ist 2023 aufgrund gelegentlichen Regens in einer Weise gewachsen, wie wir sie seit 2018 fast nicht mehr für möglich gehalten haben. Auch wenn das Wasser bisher vorn und hinten nicht gereicht hat, Bäume, Wälder, Quellen zu stabilisieren, haben Gewächse des oberen Bodenhorizonts „gut Masse“ produziert.

Wenn dann das Wetter zur Erntezeit noch stimmt, wie das auf den meisten Schlägen für Grassilage und Heugewinnung galt, „kammernichmeckern“.

Nun folgt die nächste Groß-Ernte.

Organisation ist alles! – Mais ernten, häckseln, in schneller Folge neue Wagen zur Aufnahme des Ernteguts heranführen – professionelles Arbeiten in günstiger Wetterlage.

Erwartungsfroh sehen wir neuen Horizonten entgegen. – An dieser Stelle wird der Geesthang Richtung Tide-Elbe, bei ein Bisschen Glück mit herbstlichem Sonnenuntergang dahinter, wieder zu sehen sein.

Wir sind auf künftige Fruchtfolgen gespannt.

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Jetzt wissen wir es also. Der September hier im Norden war – wieder ein weiterer Monat – wärmer als „normal“. Vier Grad höher, kein Pappenstiel – das entspricht genau dem, was seit Jahrzehnten vorhergesagt wurde und je klarer das Bild wird, desto weniger will manche(r) das glauben.

Um Glauben geht es aber nicht. Der hat anderswo Platz. – Es bleibt viel, mehr, schneller und konsequenter zu tun.

[Wir haben gerade – nach gutem Heizverhalten im vorigen „Winter“ (das Ergebnis konnte sich sehen lassen) – ergänzend neue Fenster in unsere Wohnung einbauen lassen. Einmal abgesehen vom bereits ganz anderen Wohngefühl, sind wir auf kommende Daten gespannt. – Dieses Handeln ermöglichte ein Beschluss der vorigen Eigentümerversammlung: Das „Gemeinschaftseigentum Fenster“ wurde verwaltungstechnisch in die Entscheidungsfreiheit der jeweiligen Wohnungseigentümer gelegt. Bei einem nun 30 Jahre alten Bauwerk macht ein Aufpeppen auf heutigen Dämmstandard mehr als Sinn.]

Auf nach draussen, ins Wetter- und Klimageschehen! – Vorgestern Nachmittag war so eine Situation …

– Himmel über der Marsch – … da musste ich nochmal auf`s Rad, große Runde, im Uhrzeigersinn.

Deichschafe am Hetlinger Elbdeich – eine Krähe quert.

Obwohl die Elbepegel für das Tidehochwasser nichts Besonderes anzeigten, hatte offenbar Wind mehr Wasser über die Hetlinger Binnenelbe ins Hinterland gedrückt. Idenburgwiese, eingestaut – hinten rechts ist ein kleiner weisser Punkt. Das ist doch …

… ein Weissstorch.

Ein Bisschen erstaunt mich das.

Nebendran wärmt sich ein Graureiher, genau ausgerichtet, in der Spätnachmittagssonne.

Tags drauf, gleiche Runde, diesmal gegen den Uhrzeigersinn.

Ja, ein Weissstorch, diesmal näher, zwischen altem Hetlinger Deich und Bullenflussbogen. – Hinten links ist ein Silberreiher erahnbar.

Links der Silberreiher, ringsum stehen etliche Graureiher auf den Viehweiden.

Noch ein Silberreiher – sichert auf große Distanz.

Weissdorn leuchtet in der Vormittagssonne.

Besessene Schafe am Hetlinger Elbdeich – Stare nutzen sie als Ausblick?, finden vermutlich Fressbares auch auf den Tieren. – Mit meinem Kommen …

… fliegen sie ab.

Kurz vor dem Geesthang Wedel steht nahebei ein Graureiher auf der Wiese der umgetriebenen bunten Herde.

Der lässt sich garnicht stören, pirscht.

Bewegtes Vieh auf Weide ist oft ein gern gesuchter Vogelstandort. Allerhand Getier – vom Insekt bis zur Maus – wird im Gras aufgescheucht, vom lauernden Jäger erspäht und – meist glückliche Jagd – verzehrt.

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Auf zur Elbe …

Plötzlicher Stopp nach rasender Fahrt den Geesthang runter in die Marsch. – Die Straße ist zu, eine Rinderherde wird von West über die Straße gen Ost getrieben.

Ein Bisschen warten – solch Herde will erstmal zusammengebracht sein. Dann, als das Ziel klar ist, herrscht Begeisterung.

Von zügigem Betreten über Rennen bis ausgelassenem Springen geht das Bewegungsspektrum.

Blick vom Elbdeich Fährmannssand – Thw, ein Dreimastsegler zieht gen Hafen Hamburg.

Aussendeichrinder – die Tiden wollen nun gut beobachtet sein. Das Vieh soll ja bei höheren Fluten als normal nicht vom Land abgeschnitten werden.

Da war was im Augenwinkel … – Ich breche den Abstieg ab, bin wieder auf der Deichkrone. Ein Seeadler zieht querab Lühe gen Elbinsel Hanskalbsand.

Nochmal der Seeadler, nun über der langen Buhne unmittelbar vor mir.

Später klart der Himmel auf, eiskalt sehen die hohen Wolken aus. – die Deichschafe auf der Deichkrone interessiert das wenig, das Winterfell wächst.

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Neulich war`s, gut einen Monat her, erste kühle Nächte. Da zeigt Landschaftsstruktur, was Kleinklima bedeutet, wie und wo Wasser für kleine Zyklen gehalten und abgegeben wird.

Das sehen wir aber nur da – kurzzeitig bestenfalls woanders – wo menschlicher Aufräumfimmel nicht waltet.

Ich wollte mal wieder eine länger nicht besuchte,  vor Zeiten restaurierte Bachstrecke ansehen.

Kleinstrukturen – nicht zu glauben – halten schier unvorstellbare Wassermengen.

Wie gut, dass ich Stiefel angezogen habe.

Solch vergängliche Pracht wird länger konserviert in Altholz, z.B. stehen gelassenen Zaunpfählen. Flechten, Moose und mehr dokumentieren diese Besonderheit.

Abends zuvor hatte es geregnet, Mittelwasserabfluss läuft über die ca. 1/2 Jahr alte, neue Strukturvielfalt.

Die Kiesrauschen zeigen, dunkel Algen-bewachsen nur im schmalen, flächigen Bereich der Sohle unten, dass fast über das gesamte erste Halbjahr 2023 hier nur Niedrigwasserabfluss herrschte.

Der gesamte helle Kiesbereich lag trocken – so auch wieder nach Abfluss des Regens.

Kleiner Igelkolben, übermäßig gewachsen in übersonnter Bachstrecke, wird von Wasserkraft flach gelegt.

Die Strukturvielfalt lässt kleinräumig unterschiedliche Strömungsverhältnisse entstehen.

Besonderheit dieser Strecke: Einengungen oberhalb MW-Linie und Baumbepflanzung, hätte gern etwas versetzt erfolgen können.

Kleiner Tipp nebenbei: Schutz vor Rehwild ist zweckmäßig. Dabei wird einfacher Metallzaun genutzt. Verzinkte, vermeintlich länger haltende Versionen sind nicht nur unnötig, sondern tragen auch zwangsläufig erhöhte Schwermetallbelastung in Gewässer und Boden.

Wo Schwarzerlen stehen, ist auch der Erlenkäfer nicht weit – hier eine Raupe mit Fraßspuren im Blatt.

Neben Erlen sind auch Flatterulmen als Initialpflanzung gesetzt worden.

Kleiner Ausschnitt mit Flatterulmen allein.

Was immer die Natur vorhat, kann durch Sukzession ergänzt werden.

Kleiner Fischtest: Ein handlanger Flussbarsch – bunt, wie sich das gehört.

Das vorstehende Foto zeigt, dass ich in Bächen widerhakenlos angele (wenn überhaupt, habe mit Fotografieren genug zu tun). So kann der begutachtete Fisch weitgehend schadenfrei zurückgesetzt werden.

Das Foto ist um 90 Grad gedreht, daher „liegt“ der Fisch in der Waagerechten.

Aber die Beurteilung von Landschaft, Pflanzen und Tieren reicht auch optisch.

Die Sonne steigt, die Insekten werden aktiv. Hier sitzt die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens, Männchen) und wärmt sich auf.

Mit zunehmender Naturnähe – lichte Beschattung, Verdrängen der Sumpfvegetation im Fliessquerschnitt – wird diese, wärmere Strecken (eigentlich um Etliches bachab!) kennzeichnende Libelle durch ihre Schwesterart der Quellnähe, Sommerkühle bevorzugend, zunehmend ersetzt. – In den vergangenen Jahrzehnten war ich immer wieder überrascht, dass nicht nur Calopteryx virgo, sondern auch größere, so besondere Arten der Quellnähe wie die Zweigestreifte Quelljungfer, Cordulegaster boltoni, nicht nur auftauchen, sondern dann auch regelhaft vorhanden sind.

Natur, die unterstützt wird, ist halt immer für eine Überraschung gut.

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Noch ist der Hamburger Yachthafen in Wedel gut gefüllt.

Beim Anradeln, nach dem Passieren einer Schar Stare, die die Entwicklung der Fruchtreife studieren, …

… schwebt da aber schon etwas, aus dem Wasser, Richtung Land.

Da guckt auch schon ein Boot hoch über die massenhaft gestapelten Utensilien für die winterliche Versorgung.

Mehr als Tausend Boote wollen fachgerecht eingewintert werden.

Ich muss mich an die Seite stellen – vorweg ein Herold mit der entsprechenden Bitte.

So schiebt es, in professionellem Blindflug an mir vorbei – dem Winterstandort entgegen.

Slip – der nächste, bitte.

Neben mir höre ich die Frage einer Seglerin an einen Hafen-Offiziellen „Bekomme ich von Ihnen eine Slip-Chip?“. – Aha, bitte nichts missverstehen.

Wer schlau ist … – Wenn der Oktober demnächst startet, wird hier Schlag auf Schlag geslippt.

Da hat man als Unbeteiligter dann das Gefühl, störend am Platz empfunden zu werden, Gewimmel herrscht.

Wohl dem, der sein Schäfchen – pardon, Schiff – in aller Ruhe ins Trockene bringen kann.

Die nächste Saison kommt bestimmt.

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