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Archive for the ‘westlich HH’ Category

Ostwind 4, Fährmannssand – mit Rückenwind geht`s mal weiter als üblich, Richtung Schanzenturm. Das nun durchgehend sonnig angesagte Wetter hat etliche Frühaufsteher angelockt, hoch oben auf der Deichkrone.

Zum aktuellen Grasmähen folgt ein eigener Beitrag.

Querab Wassererlebnisbereich AZV Südholstein, hier beginnt „die neue Strecke“ des aktuellen Abstechers.

Hetlinger Schanze, vorbei an den 3 Erlenreihen, bei Hitze als Schattenspender von Weidetieren „heiss“ geliebt.

Angang zum Schanzenturm – ein Blaupfeil (?) sonnt sich.

Größenvergleich Schwan / Graureiher an der Haseldorfer Binnenelbe – immer wieder verblüffend diese Winzreiher, die fliegend mit ihren Riesenschwingen einen ganz anderen Eindruck erwecken.

Turmaufstieg, Erweitern des Horizonts – niedersächsisches Ufer, Chemikalienfrachter, KKW Stade, exLeuchtfeuer Juelssand  (ganz rechts).

Unterm Turmdach – GreifSilhouette dient als Schwalbennisthilfe.

Nach kurzem Aufschrecken kehrt die brütende Schwalbe zurück.

Graugänse auf der Auwald-gesäumten westlichen Haseldorfer Binnenelbe.

Die östlichen Freiflächen und das Flachwasser sind aktuell von Graugansmassen besiedelt.

Den Anblick studiere ich eine Weile, klettere dann wieder den Turm runter.

„Und er bewegt sich doch!“ (ich hatte angenommen, der Frachter läge auf Reede vor Stade, nicht unüblich) – Chemikalienfrachter gen Hafen Hamburg begegnet Segler.

Die westliche Graugänse rücken zusammen.

Im Abgang – ein oranger Schmetterling (klappt die Flügel schneller zusammen als man sie flächig ansehen könnte) an Weissklee.

Im Abfahren – irgendwas schockt die Graugansmassen. Sie haben das Ostufer verlassen, streben auf dem Flachsee nach Westen.

Immer schneller wird die Bewegung, gefördert von Ost 4.

Graugänse nah an der Deichverteidigungsstraße bekommen davon nichts mit.

Die Ursache der Massenbewegung scheint die „Südgänse“ nicht zu betreffen.

Ein kleiner Schnack mit einem Vogelbeobachter auf dem Deich – beide haben wir eine Wiesenweihe flach über Land ziehen sehen, halten sie nicht für „den Paniker“. – Nun denn.

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Muss auch mal gezeigt werden – Wedels Roland, hier mit Maibaum (Foto von gestern).

Auf Geesthöhe zwischen Wedel und Holm – Storch im Mais.

Da gibt es allerhand zu finden. Regelhaft nimmt der Storch etwas auf und schluckt.

Zur „hohen Maikäferzeit“ sah ich einen Storch in einem Maisfeld nahebei. Der war sehr beschäftigt – ob da vor allem Maikäfer seine Beute waren?

Da läuft, r.o., noch etwas Weisses im Mais herum.

Das fliegt dann auf, stellt sich als Sturmmöwe heraus.

Auf dem Efeunest Idenburg putzt sich ein Storch.

Storch, fertig.

Querab Giesensand springe ich vom Rad. Leider scheucht das ca. 20 Kiebitze auf, die ich fotografieren wollte. – So bleibt es bei einer Gruppe ruhender Graugänse und einem Austernfischer, hinten.

Noch ein Austernfischer auf der Weide der bunten Herde.

Beim Anradeln Fährmannssand – eine Gruppe Stare.

Im Auffliegen stellt sich der Starenschwarm größer als erwartet dar.

Der Schwarm dreht ab.

Mit Verstärkung durch die Jungvögel beginnen die Stare mit ihren eindrucksvollen, ultraschnell wechselnden „Bildern“ bei Schwarmzusammenziehen – und wieder Auseinanderstieben. Vollgas – Plumps, gelandet, oft genug „unsichtbar“ auf weiter Weidefläche oder in Weiden, Röhrichten.

Was für ein Geschnatter und Gezwitscher, verstärkt von Rauch- und Mehlschwalben.

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3 Gänse fliegen als Vorhut gen Westen.

Zuvor hatten sie in einer Gruppe von ca. 25 Tieren unser Gebäude gen Osten, sich ruhig unterhaltend, gequert. Kurze Zeit später, wohl in Höhe Wedeler Autal trafen sie offenbar auf etwas Unerwartetes. Empörtes Schnattern erscholl. – Kurz darauf tauchen diese 3, etwas später der gesamte Trupp über mir wieder auf.

Idenburg – Jungpferd freut sich über Besuch, jagt auf mich zu.

Die anderen lassen nicht lange auf sich warten.

Blick Richtung Elbdeich, ein Containerschiff zieht Richtung Hafen Hamburg.

Zu Hause erfahre ich im vesselfinder.com, dass es sich um die MSC Idania, 366 x 51 m, genutzter Tiefgang 13 von 17 m handelt.

Neugieriges Jungvieh, hier Rinder, etwas weiter, vor dem alten Deich Hetlingen.

Mein Erscheinen lässt sie ihre Weidegrenze immer intensiver erkunden.

Hoffend, dass dieser Drang nachlässt – ob der Graben unmittelbar vor ihnen sie zurückhält? -, radele ich weiter.

Auf den Elbdeich Hetlingen, Blick binnendeichs – das unterschiedliche BaumGrün eines kleinen Tideauwaldrests steht ausnahmsweise einmal kaum von Wind bewegt.

Von See her naht eine bunte Puzzlekiste.

Elbdeich Fährmannssand – die Puzzlekiste stellt sich heraus als Containerfrachter COSCO Gemini 399 x 59 m, TG 12,3 v 14 m.

Ein weiterer Containerfrachter, die MAERSK San Augustin, 333 x 48 m, TG 10,7 v 14 m, naht am Horizont.

Bereits seit Längerem meinen Blog Lesende haben es zwischenzeitig bereits bemerkt. Obwohl ich seit Jahren zu recht ähnlichen Zeiten auf den Deichkronen Fährmannssand bzw. Hetlingen stehe, sehe ich in jüngeren Jahren eher selten Seeschiffe auf der Elbe.

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„Fuchs und Hase“ ist ja nicht unbedingt ein Ort, sondern oft auch eine Zeit. Eine Zeit z.B., wie sie rund um Pfingsten 2025 per Schauern definiert wird – und manche noch gar nicht gemerkt haben, dass es draussen (begrenzt) trocken ist. In so einer Zeit mit wenig Menschen ringsum sind „Fuchs und Hase“-Erlebnisse, mindestens im übertragenen Sinn, möglich.

Am Sauerbeck wagen sich erste Mädesüssblüten hervor.

Am Zusammenfliessen Sauerbeck mit Bullenfluss, Tideniedrigwasser – wie unter einem Dach steht da …

Ich stoppe und gehe vorsichtig zurück.

… nahebei, ein Graureiher auf der Pirsch.

Er wird aufmerksam, …

… ich störe …

… nicht weiter – ziehe mich zurück.

Wenig später steht ein Reiher freier – querab Giesensand.

Der hat allerdings seine Sicherheitsdistanz, blickt kurz auf – und kümmert sich nicht weiter um mich.

Nachmittags an der ländlichen Mühlenau – hier ist mir gelegentlich auch schonmal ein Fuchs begegnet, …

… zwei Hasen, auf offenbar schmackhafter Wiese beschäftigt.

Ist das auch tierisch – ein im Juni aufgeworfener Kieshügel im Bach? Vielleicht hat da durch speziellen Störfaktor und Regenschub doch eher die Hydraulik gewirkt? Ein merkwürdiger Eindruck!

Eine Erle nebendran wundert sich auch – ist schon ganz knubbelig. – Davon?

Dann wird`s nochmal tierisch – schwarz-stachelig.

Gefühlt ewig nicht gesehen – Brennesseln mit einer Menge Raupen!

Schön, dass es das noch / wenn es das wieder gibt! Unser Schmetterlingsbuch tippt auf Pfauenauge. Mögen sie wachsen und gedeihen, sich verpuppen und anders, als bunte Luftikusse neu auftauchen!

Die – andere – Realität hat mich wieder, AKN-Strecke – ringsum weitgehend entbaum- und entbuschtes Areal.

Wo bleiben dauerhaft dreidimensional bewachsene Wege- und Gewässerrandstreifen?

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Stürmisch rund um Pfingsten – die junge Allee vor Idenburg wird auf Stand- und Bruchfestigkeit trainiert.

Blick Richtung Elbdeich – Pferde auf Hahnenfussmarschweide.

Elbdeich Hetlingen – Blick West, das kommt.

Blick NordOst – das ist schon durch.

Der Folgetag, Bullenfluss Hetlingen.

Tideniedrigwasser, Kleinststudie Einzugsgebiet – Ausbildung in BlauGrünAlgen-bedecktem Süsswasserwatt.

Blick SüdWest – Zeit, aufzubrechen, da rast etwas heran.

Blick zurück vor dem Geesthang – sieht so aus, als könnte ich entkommen.

Das gelingt, nicht in Längs-, aber in Querrichtung. Auf der Geest rechts ab, entlang der B 431 gen Wedel.

Besten Dank! Das Wetter verhält sich wie im Radar vorhergesagt, bleibt auf seiner westlicheren Bahn.

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Kleiner Stopp an unseren Kolk-Rausche-Abfolgen am Sauerbeck, Geest-Marsch – mit einstauender Flut ist eine Ente hier angekommen.

Sie macht sich ganz flach. – Wir stören einander nicht.

Ein Stück weiter – auf Dost der Kleine Fuchs.

Kürzlich im Vorbeiradeln meinte ich einen ersten dort gesehen zu haben.

Auch mal zu dritt – unsicher, ob links unten nebendran ein abgegrabbelter Distelfalter sitzt.

Nun 2mal Fuchs mit Distelfalter.

Und wieder 3.

Entlang einer Strecke von 50 m habe ich wohl an die 20 Exemplare vom Kleinen Fuchs und 2 Distelfalter gesehen.

Nachtrag der Vollständigkeit halber: Die Libellen fliegen auch. Die Sommerkühle liebende Prachtlibelle Calopteryx virgo gab sich mit jagenden Großlibellen Aeshna im jüngsten, oberen Kieseinbau an der Pinnau die Ehre, im unteren, Pinneberg-nahen, Tide-beeinflussten Bereich flog (und fliegt) vorwiegend Calopteryx splendens, die auch hier am Tide-Sauerbeck vorkommt.

Auf einem Rohrauslauf am Brunnenschutzgebiet – …

… ich muss schon sehr genau hinsehen – steht ein Graureiher.

Querab Idenburg kreisen hoch droben (hier einer) 2 Seeadler.

Der eine quert mich, anschliessend tief über den Bäumen anfliegend, …

… und zieht Richtung Elbe weiter.

Die Heuschrecken sind los! – Gezeigt wird das vom auffälligen Verhalten der Sturm- und Lachmöwen.

Querab Giesensand patrouillieren sie, breit verteilt, die Wiesenlandschaft. Erkennbar, dass sie etwas bodennah Fliegendes fixieren – und dann im Sturzflug mit Bodenstopp schnappen. Je nach Erfolg, wohl intensiverer Bewegungsaktivität der Heuschrecken, ziehen die Möwen zeitweilig auch dichter zusammen.

Beim Hof Fährmannssand herrscht Schwalbengewimmel. Ich vermute, dass Jungvögel aus 4-5 Bruten ausgeflogen sind. – Ein Roter Milan naht …

… und durchfliegt ruhig das Gewimmel.

Am Boden bewegt sich, ähnlich regelhaft wie der Goldschmied, …

… ein großer schwarzer Laufkäfer.

Tja – Käfer besitzen wohl keinen Kalender – am 5. Juni treffe ich – meist Verkehrsopfer – nochmals auf 4 Maikäfer am Sauerbecksweg und weitere 4 entlang der B 431.

Maikäfer ohne Kalender, am 5. Juni 2025 – der anerkennt …

… offenbar nicht mein Fingerspitzenstartangebot, krallt sich im Folgenden an der Digicam fest.

Immer wieder steuert er den Arm an.

Da auch mein letztes Angebot nicht von Erfolg gekrönt ist, werfe ich ihn, weg von der Straße, in den Wald.

Ob da noch mehr Maikäfer im Juni kommen?

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Da isser ja – früh dieses Jahr? Der B 431-Mähtrupp rückt dem Straßenbegleitgrün zuleibe.

Schmale Bereiche sind bereits vollständig geräumt.

Ob – gelegentlich änderte sich in jüngeren Jahren ja doch etwas – die Doldenblüher als Inseln auf breiteren Bereichen erstmal stehenbleiben?

Idenburg, Blick Elbdeich – geknickter Knick, rechts neuer Alleebaum mit Haltestock, weiter Hahnenfuss-gelbe Marschwiese.

In Hetlingen schiesst Neues grünlichgelb durch – muss gelegentlich mal nachsehen, wie diese Pflanze mit ihren ?Löwenmaul-ähnlichen?? Blütenständen heisst.

Am Deich zetert es in den Weiden. Der Luftraum wird irrlichternd bevölkert – und … – – wieder alle weg!

Jungstare üben im SüdWestSturm 5. Mal als dunkler Ball dicht zusammen, dann in anderen Formen, dann völlig aufgelöst. – Wieder zusammen, stramm gegen den Wind, dann, als wäre die Kraft weg, runterstürzen auf die Wiese. Der lustigste, nicht fotografierbare, da kürzestmögliche Anblick ergab sich, als ein dicht an- / miteinander fliegender ca. 200er Trupp sich schlagartig hinterm Weiden-bestandenen Zaun zwischen der bunten Herde auf die Marschwiese „niederschlug“. – Puuhäh! Erstmal luftholen! – Und dann, ultrafix sich wieder ins Sturmgetümmel stürzte.

Laut ist es rund um die sturmgebeutelten Pappeln Fährmannssand.

Neue Farbe kommt ins Spiel, z.B. am Langen Damm.

Rotklee hat sich dem Weissklee hinzugesellt.

Am Schluss bin ich selbst dran – das Marschen-Sturm-Paradox.

Was sich in der Ansage und Realität halbwegs auf der Route deckte, SW 5, kehrt sich vor dem Geesthang um.

Die Weiden zeigen, was mir beim Hanganstieg blüht: SO 5, also „auf, munter gegenan“! Irgendwie ist man dann doch immer wieder oben.

Na denn – wer immer es brauchen mag – morgen einen schönen Vattatag!

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Am 30. April hatte ich über eine Vortragsveranstaltung in Rostock berichtet, deren breit zusammengesetztes Publikum hiesige Restaurierungserfahrungen an Bächen interessiert bis begeistert aufgenommen hatte.

Das hat fortwährend Folgen wie Nachfragen, weitere Einladungen zum Erfahrungsaustausch und – gestern live – den Besuch eines Engagierten aus dem Rostocker Raum. Die Pinnau mit ihren jüngst 3 (plus Starter 2024 = 4) bekiesten Strecken war das Ziel. Die Beiträge zu den Strecken finden sich zwischen 31. März und 24. April hier im Blog.

Bei der Anfahrt – Tangstedts Störche meinen, das Nest …

… müsse noch besser hergerichtet werden.

Wir sind etwas früher dran, werfen einen ersten Blick in die Pinnau – Erosionsstopp und Lebensraumschaffen haben funktioniert. Eine Erle vor Ort ist – hoffentlich! – gesichert.

Nach Eintreffen des Besuchs erläutern wir diese Teilstrecke bis zur Schlussrausche.

Hier wollen wir im Schnellverfahren nachsehen, wer bereits den noch recht frischen Kies besiedelt hat.

Auf anderem Niveau, bei der Beprobung.

Es finden sich die Pioniere Bachflohkrebs und Eintagsfliegenlarve.

Links ist eine weitere, andere (auch Eintagsfliegen-?) Larve zu erkennen.

Durch lichten Frühlingswald wechseln wir zur 2. Strecke.

Auch hier beproben wir eine Rausche. – An dieser driftet – das helle Ding – etwas durch, mittig, im linken Drittel. Wir sind nicht sicher, ob es sich um eine lebende Wollhandkrabbe oder deren Häutungspanzer handelt.

Hier also rein.

Hier sind die Eintagsfliegenpioniere geradezu auffällig häufig.

Auch Kriebelmückenlarven sind vertreten.

Ob zwischen Strecke 1 und 2 möglicherweise ein Kleinstbach Wasser aus planktonreichen Tümpeln einträgt, oder Bakterien (aus chronischer Verunreinigung?) in die Pinnau eingetragen werden und so die Filtrierer Kriebelmückenlarven fördern, wissen wir nicht.

Eine Eintagsfliege erkundet uns. Sie hat klare Flügel, ist also im „Spinner“stadium, hat ihre letzte Häutung (findet an Bewuchs an Land statt) erfolgreich hinter sich gebracht.

Genug besichtigt und diskutiert – wir wechseln zur dritten Strecke. Von dort stammt der Clip mit laichenden Flussneunaugen auf frischem Kies.

Die dritte Strecke besitzt teilweise einen Randstreifen, der zur Hälfte eingesät ist – wohl ein Blühstreifen?

Igelkolben, flutender Rasen – Folge harter Gewässerunterhaltung und Übersonnung.

Neben Igelkolbenrasen Massenentwicklung von …

… Laichkraut – hier Zeichen der Überbreite, nicht (mehr) vorhandener Fliessgewässerturbulenz sowie Lichtüberschuss.

Erste Pioniere, junge Bachflohkrebse sowie Eintagsfliegenlarven, beginnen, den neuen Kies zu besiedeln.

Scheinbar hatte sich etwas bewegt. – Es war das Wackeln eines Wollhandkrabbenrückenpanzers, Rest der Häutung vor nächstem Wachstum.

Vom unteren Ende der Strecke wandern wir zur Brücke, nochmal bachauf beproben.

In der gesamten Strecke ist der Wasserstand erhöht. West 4 steht auf der Pinnaumündung und lässt das Thw gut 20 cm einstauen – Nilgans steht auf Unterwasserlenker.

Noch ist die Besiedlung eher gering, die Beprobung schwierig. Immerhin, ein noch nicht gesehener Typ Eintagsfliegenlarve findet sich – oben eine junge Ruderwanze.

Blick in die Landschaft – leicht eingestautes Gewässer zeigt sich in seiner Überbreite, -eintiefung, -sonnung, -wärmung. Ringsum …

… fast sowas wie Gewitterstimmung.

Wir freuen uns über das gegenseitige Interesse an Lebensraumverbesserung im Bach. Mal sehen, ob mecklenburg-vorpommernsche Bäche und kleine Flüsse von den hiesigen Erfahrungen profitieren können.

Im Wegfahren „erwische“ ich noch einen Fasan, der den eingesäten Blühstreifen der Jägerschaft inspiziert.

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Im Rahmen eines Praxistags der Allianz Gewässerschutz SH sind wir nach Anwandern mit fachkundiger Erläuterung durch den Förster (vgl. voriger Beitrag) an der Querung des Holzabfuhrwegs mit der Bredenbek angekommen.

Das Experiment versucht, bacheigene Kräfte zu initiieren mit dem Ziel, den Lebensraum naturnäher zu entwickeln sowie abgeschnittene Altmäander öfter in das Wasserwechselgeschehen einzubeziehen. Im Wechsel der Hochwasser- bzw. Niedrigabflussereignisse ergeben sich ständig neue Eindrücke, aufgrund derer jährlich weitere Aktivitäten verabredet werden.

Aufgrund länger nicht stattgefundener hoher Abflüsse ist der „Einstieg“ in die Altmäander länger nicht aktiviert.

Gleichwohl lässt die Landschaft ringsum positiven Einfluss durch das angehobene Sohlniveau im Kanal erkennen.

Die – beabsichtigte – Durchbruchstelle durch die dammartige Kiesschüttung zeigt, wie gering der vom Bach (hergestellte und nur) benötigte Niedrigwasserquerschnitt ist – ein Bruchteil des vorhandenen Kanalquerschnitts.

So wird mit kleiner Maßnahme Wasser in der Landschaft dynamisch zurückgehalten, verbesserte Lebensraumstruktur sukzessive in die Strecke eingetragen.

Rauigkeit Niedrigwasserabfluss im Detail.

Schnell mal gucken, wer davon profitiert – selbstverständlich der Bachflohkrebs (hier als Paar unterwegs), Schredder von Laub und damit ein Starter der gesunden Bachnahrungskette.

Das Nachfassen „in die 3. Dimension“ bringt dann Unmassen erwachsener Bachflohkrebse sowie deren Jungtiere zum Vorschein – beeindruckend, diese „unsichtbare Welt“.

Auffällig ist, wie schnell strömungs- und turbulenzliebende Arten, wie diese flache / platte Eintagsfliegenlarve profitieren (der „Sportwagen“ unter den Eintagsfliegen).

Beeindruckend an vielen kleinen Beispielen: das Feuchtehalten der veränderten Landschaft.

Entwicklung neuer Kiesstrecken.

Saisonale Besonderheit: Ansammlung von Buchenspelzen.

Vom Wald wechseln wir in den Agrarraum, wo intensiv Wasserrückhalt innerhalb gegebener Handlungsgrenzen in Kolk-Rausche-Abfolgen realisiert wurde. Diese Strecke sowie das „Dressieren“ eines wilden Halbmäanders hat sich ebenfalls positiv auf die Gesamtsituation entwickelt.

Ein Weichkäfer – „Beute“, ohne das Sieb einzusetzen.

„Runde“ Eintagsfliegen – schnelle Initialbesiedler, charakteristisch für den Agrarraum.

Spezielle Köcherfliegenlarven mit organischen Köchern finden sich hier.

Hier 2 Beispiele – die Tierchen zeigen sich.

Ja, und dann – bei betrachten des variierenden Gewässergrunds halte ich das Sieb nochmal für künstlich erzeugte Abdrift bereit: Die Große Maifliege! -Aufgrund ihrer mehrjährigen Larvenphase ein Indiz für einen stabilen Lebensraum.

Reichlich Bachflohkrebs mit Jungtieren ergänzt das Bild.

Immer wieder auf Exkursionen bestätigt sich: Das positive Beispiel im Kleinen ermuntert zum Nach- und Weitermachen – hier und anderswo.

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Die Allianz Gewässerschutz Schleswig-Holstein besuchte Mitte Mai auf einem ihrer „Praxistage“ Restaurierungsstrecken an der Bredenbek, oberes Alster-Einzugsgebiet. Beim Anwandern erläuterte Förster Bohne die Rolle von Nutzforst und Naturwaldentwicklung mit einem Schwerpunkt Wasserrückhalt und Beitrag zur Klimaresilienz. Herzlichen Dank nochmals für diesen informativen  Querschnitt anhand der örtlichen Realität.

Anfahrt – die Oberalsterniederung.

Niedrigwasserabfluss im bislang trockensten Frühjahr seit Aufzeichnung. Pauschal verschriftlichte Naturschutzziele wie Baumfreiheit sollten angesichts der Lebensraumansprüche der Bachoberläufe im Klimawandel dringend überprüft werden.

Der FFH-Forst Endern, Wald, Natur und Kultur – der Mensch klitzeklein angesichts zeitlich entwickelter Natur.

Das Ziel sowohl in Nutzforst wie Naturwald ist standortangepasste Mischwaldentwicklung – Basis hier: Buchenwald – bei kontinuierlichem Mindern des Nadelholzanteils.

Alte Erle an Feuchtstandort – Krankheiten beachten, Totholz tolerieren, soweit Verkehrssicherheit nicht gefährdet ist.

Gräben angepasst räumen – Ziel Wasserrückhalt, nicht primär Ableiten, bei Beachten der Anforderungen des Umfelds, hier: Holzabfuhrtrasse.

In Arbeit befindliche Nadelholzparzelle im Nutzwald – Entnahme wird begleitet mit Unterpflanzen von Jungbuchen.

Buchenwald mit Begleitbäumen je nach Boden- und Wasserverhältnissen – vom Ziel her gleich sowohl im Forst (links vom Weg) wie im Naturwald (rechts).

Die Bredenbek – Ziel erreicht.

Blick bachauf – durchflossene Mäander auf kuppierter Moräne kennzeichnen die Landschaft.

Der nächste Beitrag beschreibt die derzeitige Situation des Restaurierungsfortschritts in der Kanalstrecke bachab (Initiieren bacheigener Kräfte mit dem Ziel, den Lebensraum naturnäher zu entwickeln sowie abgeschnittene Altmäander öfter in das Wasserwechselgeschehen einzubeziehen).

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