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Archive for the ‘Vögel’ Category

Die Schwalben und der Sommer – schon sammeln sie sich, gern auf den selten gewordenen Freileitungen.

In zwei Monaten, Mitte September, werden sie gen Süden reisen.

Nach Kirschengenuss sind auch die Stare zahlreich hinterm Deich. Abends wird getanzt vorm Schlafen gehen.

Der Himmel voller Stare ist auch im Binnenland zu erleben – manchmal eher zufällig.

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Mir gefällt es, im Sommer gleich hinter einer Regenfront zu radeln. Abseits der Straßen (noch fast) kein Mensch unterwegs. Der nasse Boden dampft. Vogelgezwitscher. Hier ein paar Eindrücke vom Anfang der Woche.

Auf der Geest ist der Himmel schon wieder blau – Blick übers Buttermoor.

Zwei Graureiher an einer Moorblänke.

In der Marsch angekommen – was blüht denn da am Langer Damm-Graben?

Ein ganzer Pulk Schwanenblumen.

Blick am Hauptdeich der Elbe entlang gen Osten – die Wolken ziehen ab.

Ein Pärchen Nilgänse – zu diesen „Neuen“ gibt es unterschiedliche Meinungen.

Ein Starenschwarm erholt sich von den Kirschen des anderen Elbe-Ufers – mal was anderes fressen.

Der einsame Radler stört.

Nach kleinem, luftigem Halbkreis landen sie schnell wieder.

Vorm Deich – Sandstrand, Wohl der Kita, die sowas in Wandernähe hat!

Schulauer Hafen – das letzte Karussell vom Hafenfest ist verpackt.

Ein historischer Segler ist vom Hafenfest noch übrig geblieben.

Blick nach Westen – so langsam erobert sich die Sonne den Sandstrand.

Blick nach Osten – der Hamburger Hafen liegt noch im Dunst, ist fast durch sowas wie Seenebel unsichtbar.

Noch hat die Sonne nicht gewonnen, aber bald.

 

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Mal wieder habe ich als Gast eines Kurses der Volkshochschule Hamburg über den Wanderfisch Meerforelle als Anzeiger für die Situation der Elbe vortragen dürfen. Da habe ich ein paar Vögel auf dem Schuldach gesehen, die den Kursteilnehmern noch gar nicht aufgefallen waren. – Verrückte Vögel? Von Amseln, die früher als Waldvögel galten, wissen wir ja inzwischen so einiges in Sachen Anpassung.

Was guckt die Möwe auf dem Dach – wohin, zu wem. Offensichtlich entwickelt sich die Art zum Kulturfolger, brütet prima auf bekiesten Flachdächern.

Nanu, da läuft doch ein Austernfischer – wohin des Wegs, Küstenvogel?

Ach so, da wartet schon ein anderer … (oder eine?).

Offensichtlich findet gleich eine Aufgabenübertragung statt.

Schwupps, sitzt der oder die Neue auf dem Nest.

Der bisherige Brüter (oder: die Brüterin?) kann nun die Beine lang machen.

Alle Kursteilnehmer sind begeistert (hoffentlich auch über meinen Vortrag, Inhalt in etwa: vgl. Link oben).

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Warum auch immer, 2016 habe ich offenbar keinen Beitrag über das jährliche Seniorenangeln geschrieben – meine Fischfotos waren wohl nicht danach …

2016 war ich aber auch dort – eine Handvoll Jungsegler übten in ihren Optimisten (ich hoffe, den Bootsnamen richtig getroffen zu haben).

2017 nun, war das Wetter zu gut und warm, oder woran lag es, war kein Segler auf dem Wasser.

Dafür surfte auf einem freischwimmenden dicken Ast, windgetrieben, ein sich trocknender Kormoran auf dem – benachbarten – Baggersee. Pardon für die Fotoqualität, ich fand das Motiv halt so schick.

Es waren knapp 30 Angler zusammengekommen, teils „nur“ zum Kaffee, Mittagessen, Klönschnack – teilgenommen haben Angler in einer Summe von xy Anglerjahren (wird nachgeliefert), bis zum stolzen aktiven Alter von 84 Jahren. Wie unser Organisator im Nachhinein – hoffentlich auch weiterhin – feststellt: es gab keine Verluste.

Omas Fischrezept ist Gold wert – die Fänge rekrutieren sich aus speziell zu behandelnden Fischen. Wer Brathering in Sauer kann, ist gefragt.

Erhalten diese den Preis für den schönsten Fisch – großer Brassen und guter Flussbarsch?

Diese Rotaugen in Silber können sich aber auch sehen lassen.

2 Rotaugen und ein … – ja, ist das nun eine Güster, ein Brassen – oder eine Kreuzung?

Jetzt wird`s goldiger – 2 Brassen.

Ganz golden – 3 große Brassen.

Bevor nun ausgeschnackt war, wer die schönsten Fische gefangen hat, habe ich mich auf den Heimweg gemacht, wollte nicht von der Autobahnsperrung nach dem Biker-Treffen in Hamburg eingestaut werden.

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Rauf geht`s auf die Autobahn Richtung Erfurt, begleitet von ortstypischem Gestein.

Agrar-Gedanken – auf dem Feld nebendran wird gerade pestizidiert, sicher hier doch auch – und das direkt neben dem Obstgarten?

Erfurt, hier holen wir fachliche Leitung und Begleitung ab.

Innen allerhand Getier – einem Wildschwein müssen / wollen wir auf unserer Wanderung am Nachmittag im Hainich nicht unbedingt begegnen.

Angekommen – Wilde Weiden im Dankmarshäuser Rhäden.

Hinter uns hier im Werra-Einzugsgebiet nahe dem Bundesland Hessen dräut Salzabraum zwischen Acker und Wald, verschmutzt Landschaftsblick, Grund- und Oberflächenwasser.

Die Talaue, teils intensiv mit Raps genutzt, vorn ein Teil der Auerochsenherde mit Gänsen und anderem Vogelgetier.

Urig, diese nachgezüchteten Urviecher.

Auerochsen mit Kalb ruhen vor Schwänen, Raps und Auwald.

Eindrucksvoll, ein jüngerer Bulle mit Aalstrich.

Familienverband Auerochsen im Dankmarshäuser Rhäden.

Ein Exmoorpony grast nahe unseres Standorts.

Ein Teil der Herde erscheint kurz und drückt sich ins Buschwerk – Schubbern und Ruhen sind angesagt.

Wir sind begeistert, fahren weiter, zum Mittagessen – der Nationalpark Hainich ist unser Ziel.

Wir sind am Craulaer Kreuz. Ich dachte beim ersten Hören, das sei so etwas wie ein Autobahnkreuz. Nein, hier starten eine Reihe von Wanderwegen in den Hainich bzw. kreuzen Langwanderrouten.

Iin der Hainichbaude haben wir uns gestärkt für die lange Hainich-Wanderung.

Demnächst dann mehr über unsere Wanderung durch Bärlauchteppiche – nur Geduld!

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Nachdem im Beitrag vom 25. April die Exkursion im Este-Einzugsgebiet beschrieben wurde, folgen hier Eindrücke der Exkursion zum Seevekanal, zur Elbe und zur Unteren Seeve.

Frühmorgens an der TU Hamburg-Harburg. Es ist immer noch April. Arktische Luftmassen halten die Nachttemperaturen im unteren einstelligen Bereich.

Vor TU-Gebäuden blüht unter anderem die Heimische Traubenkirsche, haushoch. Die werden wir als Auwaldpflanze auch an Seevekanal, Elbe und Seeve sehen.

„Seevekanal“ (Kies- und Totholz-Einbau) hat etliche Beiträge im Blog – einfach mal über „Suche“ einsteigen. – Schnelle Kiesbeprobung durch kick-sampling.

Platte Eintagsfliegenlarve, Indikator für die durch Kies- und Holzeinbringen provozierte Gewässerturbulenz. Vielfalt ist so simpel zu erreichen – man muss nur mal statt Dauerreden handeln.

Blick von der Geestkante über die Marsch (Richtung BAB 1). Hier im Windschatten bei Sonne …

Wir sind zur Seevemündung in die Elbe weiter gefahren. Auf dem Deich zieht ein kaltes Lüftchen. Schwarze Wolken zeigen eine heftige Front.

Kleine Strömungsstudie an Elbe-Buhne. Es war gerade Tidehochwasser, (menschengemachte) 3,60 m wird sich der Wasserspiegel bis zum Tideniedrigwasser nun senken.

Winzige Reste des einst mächtigen Süßwasser-Tide-Auwalds lassen frühere Dreidimensionalität erahnen.

Blick in lückigen Auwald-Restbestand.

Zeugin der Vergangenheit – was für eine gefurchte Rinde! Zeit, Historie achten wir in unserer Hektik viel zu wenig.

Kleiner Stopp, kleine Farbstudie – über den Seevedeich geht es landeinwärts.

Was ist da auf ungedüngten Seeve-Marschwiesen zu sehen – kleine Knubbels?! Schnell kurz den Deich runterklettern.

Ah, Schachblumen! – Dies ist ein Gruß aus der Hetlinger Marsch. Ich berichtete z.B. am 14. und 20. April darüber (über die Kalenderfunktion schnell anzusteuern).

Eifrige Deichpfleger – die Studenten waren erstaunt, wir haben aber nicht fotografiert. Daher als Ersatz Deichschafe und Lämmer vom Nordufer der Elbe, SH.

Es geht weiter. Beispiele unserer unsäglichen Agrar-Subvention, Düngen und Pestizidieren bis an die Gewässerkante, Maisacker auf Flächen für Dauergrünland. Armer zwangsveranlagter Steuerzahler …

Ein Fasanenhahn leuchtet bunt in der Sonne.

Wir sind auf den Beobachtungsturm am Junkernfeldsee, tiefer Baggersee mit meist steilen Ufern, gestiegen – WasserpflanzenSalat leuchtet durch klares Wasser.

Nochmal das Blässhuhn – mit Blässhuhn-Wellen.

Da die Erläuterungstafeln neben vielen anderen Wasservögeln Schwäne zeigen und meine Studenten danach fragten: hier Schwäne vom Wedeler Au-Mühlenteich – abends nach der Exkursion nach Genuss guten Essens aufgenommen.

Nein, die wollten uns nichts tun, sind – wie die Enten – völlig domestiziert. Wer die Vögel liebt, sollte sie NICHT füttern.

Bitte füttern Sie nicht die Wasservögel (Tauben auch nicht)!

Zurück zur Seeve, NSG Untere Seeveniederung – IM Naturschutzgebiet weitere Beispiele unserer Agrar-Schande. Keine Einforderung des seit 1989 gesetzlich geschützten mindestens 5 m-Randstreifens am Gewässer.

Meine Studenten aus 15 Ländern bekommen einen schlechten – den leider realen – Eindruck vom Umgang Deutschlands mit dem Steuerzahler – milliardenschwerere Agrar-Subvention ohne gesellschaftspolitische Mindestnormen. Und wenn es sie gibt, werden sie nicht eingefordert. – Es leuchten die Goldenen Kälber, Agrar und Kfz-Verkehr.

Immer noch im Naturschutzgebiet … – wir wundern uns, dass die EU Deutschland mit Strafe bedroht (angesichts Nicht-Einhaltens – Deutschland-mitinduzierter – Gesetze)?

Wir sind am Fischpass Maschen angekommen. Durch Sohlerosion der Seeve ist der Einstieg für fast alle Organismen unmöglich geworden. Leider ergreift niemand die – mehrfach angeregte – simple Möglichkeit, sie Sohle bachab durch zwei große Kieslaichbänke anzuheben und den Einstieg zu ermöglichen.

Statt dessen setzt man seit Jahren auf „die große Lösung“ – was immer das an Alternativen sein könnte … Zwischenzeitige Verbesserung ist wohl zu einfach – da lassen wir`s lieber ganz.

Und wer schnitzte an diesem Weidenast, im Bereich des Fischpasses liegend? – Zahnspuren! Später dazu mehr.

Beispiel zwischenzeitiger Verbesserung: In den 1980ern wurden die fehlgeplanten „Ruhebecken“ = Wirkung Sandfang durch Seiteneinengung verändert. Seitdem fliesst turbulentes Wasser, der Fischpass selbst ist durchgängig. Mehr als das: Die breiten Sandeinöden haben einer vielfältigen Wasser- und Sumpfpflanzenflora Raum gegeben.

Wir gehen Seeve-abwärts, mal gucken, was in Geröll-Einengungen so lebt.

Zuerst sehen wir eine unschöne Zeugin der Vergangenheit, künstlicher Abfall, der einst als wichtiger Bauteil eines Brückenfundaments gedacht war – Kunst-Vlies, vom Bach freigelegt. Das ist immer so, kann man wissen, auf den Einsatz verzichten.

Hydraulischer Abriss unter einer noch nicht ersetzten Fußgänger-/Radfahrer-Brücke, Hindernis für schwache Wanderer im Bach: wie beim Fischpass-Auslauf wäre dies leicht durch Kies-Geröll-Laichbetten bachab zu ändern.

So, da ist nun endlich einer von drei Geröllströmungslenkern, den wir beproben wollen. Standorttypische Wasserpflanzen haben gut Halt gefunden.

Es wimmelt – Flohkrebse, platte Eintagsfliegenlarven, Egel.

Auch runde Eintagsfliegenlarven leben hier.

Die runden Eintagsfliegenlarven bevorzugen die Wasserpflanzen. Das dunkle Tier wird bald als erwachsenes Insekt im Ufergebüsch seine Flügel aufpumpen und anschliessend zum Hochzeitsflug starten.

Eine junge Köcherfliegenlarve. Sie hat für den Hausbau offenbar keine geeigneten Totholzstöckchen gefunden, nahm was da war – Pflanzenteilchen.

Keine Tannennadeln – zwei kleine, feine Köcherfliegenlarven in Feinsedimentköchern.

Flohkrebse und platte Eintagsfliegenlarve, im Detail.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Seeve hier seit den 1980ern beprobt wird. Volkshochschulkurse Hamburgs und der VHS Landkreis Harburg, Intensivkurs-Teilnehmer aus wasserbezogenen Berufen, angehende Umwelttechniker, Studenten der TU Hamburg-Harburg und viele Gruppen mehr haben die Entwicklung bzw. den jeweiligen Zustand der Seeve bachab der Einleitung gereinigten Abwassers aus dem Klärwerk Untere Seeve kennen gelernt. Während anfangs noch die typische Abfolge der Gewässerindikatororganismen von schlechter in Richtung guter Wasserqualität über etliche Zehner Meter verfolgt werden konnte, zeigen die Tierchen seit einigen Jahren den stets fortentwickelten, hohen Stand der Abwasserreinigung im Klärwerk Untere Seeve. Solch Leistung kann in Führungen und Fortbildungen studiert und übernommen werden – meisterlich.

Wir sind weitergefahren, zu unserem letzten Punkt. Naturnaher, wenn auch rechts nur einreihig geduldeter Baumsaum, die Turbulenz im Vordergrund ist durch eine Lenkbuhne angeregt.

Wer mehr dazu wissen möchte, gibt bei „Suche“ das Wort „Lenkbuhne“ ein.

Hier – hätte auch an anderen Stellen bei der Schnellbeprobung geschehen können – sehen wir einen schwarzen Strudelwurm, die „Öhrchen“ aufgestellt – wie die übrigen Tiere ein Anzeiger guter Wasserqualität.

Auch eine Steinfliege sehen wir. – Bei intensiverer Beprobung habe ich schon bis zu 5 für mich Halb-Laien optisch unterscheidbare Arten gefunden.

Die nackte, scheinbar hauslose Köcherfliegenlarve Hydropsyche darf nicht fehlen.

Und da sind sie wieder – Dank ihrer Krallen können sich die hydraulisch starken platten Eintagsfliegenlarven auch an der Probenschale gut festkrallen, müssen geradezu zwanghaft ihrem Zuhause zurück gegeben werden.

Leider wird dieser wertvolle Lebensraum auch an dieser Stelle von falsch subventionierter Landwirtschaft rechtswidrig bedrängt. Agrar-Lobby schlägt Umweltschutz, so ist das nun seit Jahrzehnten in Deutschland.

Zum Schluss komme ich auf die Frage zum angenagten Weidenzweig neben dem Fischpass Maschen zurück. Hier hat jemand, der zwischen Wasser und Land wechselt, sogar die Rinde der Bäume im Winter angenagt.

Einiges weiter finden Findige mit gutem Blick das versteckte Heim des Seeve-Bibers. (Dass der einen so offensichtlichen landseitigen Zugang zu seiner Burg hat, wundert uns.)
Aber die Zeichen ringsum sind eindeutig.

Als wir im Auto sitzen prasselt ein stürmischer Hagelschauer aus finsterer Wolke herunter. So schnell er kam, so schnell scheint die Sonne wieder. Immerhin hat dieser April sein Regensoll geschafft – es wurde angesichts der Entwicklung in den vergangenen Jahren schon gemunkelt, der April entwickele sich zum Steppen-/Wüsten-Monat. – Wir sind gespannt auf`s nächste Jahr.

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Das Jahr schreitet voran. Auch wenn gerade Polarluft unsere Tagesmaxima bei um die 10 Grad Celsius hält, legen Flora und Fauna ordentlich los. So auch die Schachbrett- oder Schachblumen (Fritillaria meleagris), bald wird in Hetlingen an der Elbe das Schachblumenfest gefeiert.

Wir haben mal geguckt, ob schon etwas zu sehen ist.

Einige Teppiche Wiesenschaumkraut zeigen, das es in der Natur voran geht.

Wer weiss, wie`s aussieht, erkennt, die Blüte ist auf gutem Weg.

Da geht`s lang – und bitte auf schmalem Pfad bleiben. Es ist schon etwas Besonderes, was es hier zu sehen gibt.

Zwei Schachblumenwiesen sind ausgeschildert. Angesichts des frühen Zustands und des kühlen Wetters ist die Besucherzahl heute früh gering – wir geniessen das.

Die Masse der Blüten ist noch nicht aufgegangen.

Neben der roten Hauptvariante gibt es in kleinem Anteil auch weisse Exemplare.

In den Wiesenflächen sind offene Blüten noch dünn gesät.

An windgeschützten Stellen, z.B. vor Reet, blüht ein Großteil der Pflanzen bereits.

Gleich nochmal – der Reet-Aspekt.

Und das Gleiche vor Weide.

Das wird eine Pracht, wenn in wenigen Tagen die gesamte Fläche rot leuchtet.

Als wir den Blick wieder vom Boden lösen, sehen wir die noch nicht gen Norden gezogenen über zehntausend Nonnengänse – wer immer sie gerade wieder einmal aufgebracht haben mag.

Den Trupp Rehe haben wir – auf große Distanz – in Bewegung gebracht.

Distanz halten ist auch im Deichvorland angesichts der beginnenden Brut-Saison angebracht. Schilder kann man durchaus lesen – und beachten.

Nebem dem Rot und Weiss der Schachbrettblume beginnt Löwenzahn, großes Gelb in die Landschaft zu bringen. Hmhh, lecker Löwenzahnhonig gibt`s demnächst auch wieder.

Für Gelb stehen auch die zahlreichen Hahnenfuß-Arten bereit.

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Die Sediment-Egger und die Bagger-und-Verklapp-Flotte haben den Hamburger Hafen weitgehend verlassen. Fast scheint es, als sollten die aus gutem Grund seit Langem vereinbarten zeitlichen Begrenzungen in 2017 wieder einmal eingehalten werden. Die Spezialschiffe beschäftigen sich anderswo, einige noch Richtung Elbmündung, etliche in der Weser und andere international.

Eine Radtour entlang des Yachthafens Wedel („Hamburger Yachthafen“) bringt, elbaufwärts fahrend, aber noch Barent Zanen in Sicht.

Das Tideniedrigwasser läuft einmal mehr bis auf ca. 0,5 m unter Mittel ab. Vor der Wedeler Au-Mündung ist das Watt trockengefallen, die Schmalheit der Schifffahrtsstraße wird deutlich.

Barent Zanen dreht mittlerweile etwas östlich des Yachthafens, hat hier offenbar zu tun. Im Hintergrund steuert die Lühe-Schulau-Fähre ihren Anleger an.

Barent Zahnen hat gedreht, große Mengen Überlaufwasser (nach fach- und rechtlichem Verständnis Abwasser) verlassen beidseitig das Schiff, während gebaggertes Sediment den Rumpf füllt.

Übersichtsblick über die Ausfahrt des Yachthafens.

Dasselbe, etwas detaillierter – scheinbares Idyll mit Möwen.

Hinter dem Bagger: Ob die glatte, offenbar langzeitig glatt bleibende Wasserfläche Öl- oder Sediment-Ursache hat, muss hier offen bleiben.

Die aufgenommene Sedimentfracht wird, wie der Internetseite marinetraffic.com bei Aufruf von Barent Zanen entnommen werden kann, im Elbe-Aestuar bei St. Margarethen verklappt. Das Abfluss- und Tidegeschehen wird steuern, ob es demnächst wieder vor Wedel gebaggert wird, sich vor Cuxhaven ablagert, oder anderswo „verschwindet“.

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Was oder wer steht da unbeweglich im Pulk auf dem Elbdeich bei Fährmannssand? – „Birding“ ist angesagt, eine Gruppe aus England möchte die mehr als Zehntausend Nonnengänse erleben.

Aber das war Vorgestern. Ob sie mit Spektiv oder blossem Auge noch DAS Erlebnis hatten, weiss ich nicht.

Beim Weiterradeln sah ich zumindest eine kleinere Gruppe äsend hinter dem Rücken der englischen Vogelfreunde.

Heute dagegen, zur selben Zeit, bei strammem Nordwest – der Radler rast mit Rückenwind (nachdem er vorher gegenan gestrampelt ist, zum Glück mit gelegentlichen Bäumen, Büschen und anderem Windschutz) sieht es um Fährmannssand ganz anders aus.

Vorweg grüßt mich noch einer der beiden Störche aus dem Nest Idenburg.

Am Hauptdeich Hetlingen angekommen – oha! – Nonnengänse wie Mückenschwärme verdunkeln über Fährmannssand den Himmel.

Einige wechseln bandförmig vom Hinterdeichgelände auf das Süßwasserwatt der Elbe.

Eine kleinere, kreisförmige Ansammlung treibt dicht gedrängt von Tide und Starkwind elbaufwärts.

„Die Schlauen“ haben sich angesichts des stürmischen Windes nicht wie üblich als rundliche Insel, sondern dicht gedrängtes ultralanges Band formatiert.

Plötzlich wechseln massenhaft weitere Nonnengänse über den Deich.

So geht es fort und fort.

Der vorher driftenden „alte“ Band-Wurm fliegt neben dem Grimaldi-RoRo-Frachter auf.

… und landet bald wieder, ergänzt von den Neuankömmlingen.

Wohl die Ursache der Panik: hinter dem deichlichen Schaf-Idyll fährt ein Güller seine Fracht vor der Carl Zeiss Vogelstation auf die Marsch. – Was für eine flächenhafte Verteilung inkl. Gestank angesichts des Windes weit über Land.

Was für eine Peinlichkeit im Technologie-Land Deutschland: maximale Emission angesichts veralteter Ausbringetechnik! – Die Lobby setzt sich noch immer durch trotz Strafandrohung der EU.

Was schreibe ich, wundere ich mich – angesichts Betrügereien auf dem Abgassektor unserer ach so gelobten Premium-Autobauer wird doch wohl auch ein Bauer seine altangestammten Emissionen weiter Boden, Wasser und Luft zumuten dürfen ! ?

Immerhin wird das Treibsel nach monatelangem Liegen am Deichfuss abgefahren – rechtzeitig vor Ostern, Ordnung muss sein.

Zum Ausklang der Tour grüßen mich am Schulauer Hafen ein kleiner Container-Frachter und der Saug- und Klappbagger Ekke Moebius. Seine Fracht, hier ausnahmsweise mal Elbsand und kein kontaminierter Hafenschlick, wird anschliessend Richtung Nordsee gefahren und wieder in der Elbe verklappt. – Wieder sehen macht Freude (und der Steuerzahler wundert sich).

 

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Im Märzen … – da zeigt der Bauer z.B. dem Maulwurf, was eine Harke ist.

Ich radele los – bloß nicht das frisch aus der Winterruhe kommende, sich aufwärmende Pfauenauge plattfahren!

Vorbei geht meine Tour am Geestbach Sauerbeck. Der zeigt dem interessierten Blick, dass ein Bach auf Moräne ein Kiesbach wäre – hier: ist.

Wo sich der Sauerbeck zum Marschgraben umgewandelt sieht, liegen jede Menge leere Muschelschalen herum – wohl Körbchenmuscheln.

Dem Thema muss ich mich gelegentlich näher widmen.

Hätte nicht dieser Wildwechsel (Fuchs? – jedenfalls nicht Fischotter) mein Auge auf den Marschgraben bei Tideniedrigwasser gelenkt, hätte ich die Muschelschalen gar nicht entdeckt.

IMG_2316 - Storch sonnt sich im Nest auf der Idenburg

Auf der Idenburg sonnt sich ein Storchenpartner auf dem Nest.

IMG_2381 - jenseits des Hauptdeichs ein 360m Klasse-Containerfrachter, daneben hoher Weiden-PappelAuwaldrest

Hinter dem Hauptdeich zieht auf der Elbe ein Containerfrachter der 360 m-Klasse vorbei. Nebendran steht, fast mickrig, ein Weiden-Pappel-Auwaldrest – nur mal so zum Vergleich, wenn „Wirtschaft“ über Anforderungen des Naturschutzes jammert. Der Naturschutz hinkt hinter unserem Technikwahn hoffnungslos hinterher.

IMG_2319 - Entenflott-Frühjahrskunst, Windwirkung auf Hetlinger Heuhafen

Windspiel – Entenflott auf dem ehemaligen Heuhafen Hetlingen wird kunstvoll drapiert. Heute ist „sogar“ freie Wasserfläche vorhanden.

IMG_2226 - ein Paar Nilgänse zieht beim Klw Hetlingen vorbei

Ein Paar Nilgänse zieht vorbei – nicht von jedem geliebt.

IMG_2325 - Lachmöwenschwarm querab Klw Hetlingen

Lachmöwenschwarm querab vom Klärwerk Hetlingen. Hier scheint`s interessant zu sein – oder warten die auf etwas (mehr)?

IMG_2382 - Schlepp-Geschirr steht bereit

Da ist er ja – schweres Schleppgeschirr bringt Wiesen und Weiden auf Vordermann.

IMG_2372 - Frühjahrs-Eggen, Möwen profitieren gleich hinterm Trecker - Maulwurfshaufen platt

Ein Möwenschwarm profitiert vom Auseinanderharken und Plätten der Maulwurfshaufen, wechselt schnell von „abgegraster“ auf neu behandelte Spur.

IMG_2370 - Frühjahrs-Eggen, Möwen profitieren gleich hinterm Trecker - Maulwurfshaufen platt

Da gibt`s offenbar was zu holen.

IMG_2368 - Frühjahrs-Eggen, Stare und Möwen profitieren - Hintergrund CZS und Nonnengänse

Auch Stare profitieren – im Hintergrund hinter ruhender Möwenschar sind als graues Band die Nonnengänse auszumachen. Zur Freude der Bauern ziehen sie bald in ihre arktischen Brutgebiete, fressen nicht mehr Schafen, Rindern und Pferden das Gras vorm Maul weg.

IMG_2343 - 4 von ca 30 Brandgänsen im Elbe-Süßwasserwatt querab Fährmannssand

Tideniedrigwasser – die Elbe besteht fast nur noch aus seeschifftiefer Fahrrinne, ein zum Technik-Kanal degradierter Fluss. – Vorn weiden Brandgänse (4 von ca. 30) die Algenrasen von der Wattoberfläche.

IMG_2333 - kleine Gruppe Nonnengänse aus Riesenschwarm

Was für ein Kleinhund-Gekläffe – eine Gruppe Nonnengänse zieht vorbei. Wer scheuchte die auf?

IMG_2341 - Ausschnitt Nonnengänse aus Riesenschwarm

Oha, da sind tatsächlich die gut Zehntausend hochgegangen.

IMG_2342 - Ausschnitt Nonnengänse aus Riesenschwarm

Wer stört?

IMG_2346 - Tnw Elbe Fährmannssand, Adler auf Buhne, Boje Fahrwasser dahinter

DER stört nicht. (Bitte mir einfach mal glauben: der kleine Knubbel unter`m Pfeil ist ein Seeadler – mit Fernglas und anderer Kamera besser sichtbar werdend. 🙂 ) Die krasse Elbe-Situation wird auch einmal mehr deutlich. – Kurz vorher saßen da noch zwei Seeadler – der Kollege / die Kollegin hat mit seinem Flugbild am Himmel sämtliche Nonnengänse hochgebracht – was für ein Lärm.

IMG_2349 - Sperrwerk Wedeler Au, Kanada- und Graugans, je ein Paar

Ich bin weitergefahren. Am Sperrwerk Wedeler Au / Elbe schwimmt ein Paar Kanadagänse, ein paar Graugänse hält die Füße trocken.

Für heute soll`s damit genug sein. – Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht haben Sie es bemerkt: Irgendwo im oberen Drittel hat das System auf neue Bedienungsform umgeschaltet (die habe ich bisher vermieden!). Damit ist leider die Vergrößerungsfunktion für die Fotos verloren gegangen bzw. ich muss mal sehen, wie ich die wieder aktiviere. Möge es gelingen.

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