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Archive for the ‘Vögel’ Category

Nach dem Frühstück guckt tatsächlich Farbe über den Horizont.

Lichteffekte des Sonnenaufgangs, hinter Bäumen, unter bewölktem Himmel.

Fast verwunderlich, was sich da angesichts der Wolkenmassen entwickelt.

Das Koffer-Restpacken nicht vergessen angesichts des Farbgeschehens – Sonnenaufgang mit Vogel.

Etwas anderer Aspekt – so schnell der morgendliche Sonnenhimmel wechselt, zieht von Südwest über freien, blauen Himmel eine dicke Front heran.

Ist das schon die angesagte Regenfront für den Vormittag?

Wird das angesagte Ungewitter den Exkursionsraum erreichen?

Informationen aus dem Norden (Besuch war angesagt, weiterer wird hinzukommen) veranlassen mich, einen frühen Zug zu nehmen. Dank Vor-Exkursion habe ich ganz unterschiedliche Verbesserungsansätze im Nidda-Einzugsgebiet bereits kennengelernt, nehme an, dass die offiziell angesetzte Exkursion aufgrund des Vortagregens entlang angestiegenem Wasserstand und trübem Abfluss nicht „den Arbeitsraum“ der Nidda im Mittel- und Niedrigwasserbett nicht wahrnehmen kann.

Auf demselben Gleis wie bei der Ankunft – ich reise nicht, wie gekommen, über Friedberg, sondern strebe per S-Bahn einen ICE in Frankfurt Hbf an.

Wie erwartet führt die S-Bahnfahrt entlang einer braunen Nidda mit erhöhtem Abfluss – quasi (m)eine heutige Schnell-Exkursion, Betrachtungen von der S-Bahn aus [kein Foto].

Pünktlich in Ffm Hbf angekommen.

Unser Zug soll mit 10 Minuten Verspätung einrollen. – Hat geklappt.

Die abenteuerliche Nordlandfahrt hat begonnen. Raus aus Frankfurt, Kennzeichen „Main-hattan“ – wer`s mag …

Immer wieder beeindruckend, das Auwald-ähnlich begrünte Mainufer Frankfurts.

Wie das Programm des Vortragstages ausweist, hatte eine Vertreterin der Stadt über die örtliche Situation berichtet. Die Hilfsmaßnahme „Teil-Absenken von Wehren“, die noch nicht Durchwanderbarkeitsvorstellungen entsprechen, innerhalb von Wanderzeiten wirkt „oben“ in der Nidda positiv. Erste Meerforellen wurden festgestellt.

Weiter geht die Zugfahrt … nicht. Erstmal. Wir erfahren, dass (länger Mitreisende wissen Bescheid) der Zugwagen ein Problem hatte. Nach einer Weile Stehen kommen wir wieder in Fahrt – Richtungsänderung, um die eigentliche Strecke zu befahren.

Das brachte den bekannten 10 Minuten zwar nur 10 weitere hinzu.

Ein Stopp nördlich von Fulda gen Kassel-Wilhelmshöhe zeigt aber, dass wir auf der Ausbaustrecke „unser grünes Signal“ = das vorgesehene Zeitfenster verpasst haben. So müssen wir erstmal die nächste Nord-Süd-Passage von etlichen ICE und EC abwarten.

Mit dann – nicht sooo wesentlich – 45 Minuten im Gepäck setzt sich die Fahrt, ungestört, fort.

Ungestört ?

Ziel: Hamburg-Altona.
Nee, doch nicht! Die Stopps HH-Dammtor und das Ziel sind gestrichen.

Auch das muss nicht sooo dramatisch sein. (Es ist aber doch etwas anderes, in Altona bequem in die S-Bahn nach Wedel zu wechseln, als im ultimativen Gewühl des Hauptbahnhofs durchzukommen.)

Das Zugpersonal ist nicht zu beneiden, bewundernswert im Versuch, Fernreisenden mit Umsteigen auf weiterer Strecke den günstigsten Hinweis zu übermitteln.

Hoffen wir, dass „die letzte Meldung“ alle Betroffenen erreicht hat: Manch wirklich guter Tipp stellt sich – ZACK: es sind im Regionalen wieder Teilstrecken gestrichen, andere Umsteigebahnhöfe zu wählen – als verändert wahrzunehmen dar.

[Liebe Leute, die nun (fast) alle genervt herumirren und denen sich die Haare aussträuben: Als sehr wohl politisch Aktiver auch ohne Parteienbindung muss ich bei all dem gerade aufkommenden GroKo-Hoffen darauf hinweisen, dass eben DIE Verkehrsminister dieser jahr(zehnt)elang wirkenden Gruppierung mit ihrem Drumrum plus der derzeitige Verkehrsminister, Lobbyismen et al., für genau dieses heutige Chaos verantwortlich sind!]

Wie gut, dass ich langzeitig integriertes Nordlicht bin – lotse noch ein paar Mitreisende rüber zum richtigen S-Bahngleis bzw. zum Tiefenabgang in die U-Bahn.

Geschafft! – Das alles ist inzwischen Geschichte, erster Besuch eingetroffen.

In meiner Schatzkiste nicht veröffentlichter Fotos liegen Restaurierungen, die durch die 3 Vortragsreisen recht kurz hintereinander noch nicht virtuell zum Zug (???) kamen.

Dazu demnächst also mehr.

 

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Nach dem Regen des Vortags, der grandiosen Sonnenuntergangsstimmung und interessanten Gesprächen am Vorabend …

… Nebel ringsum – das einzig erkennbar Bewegliche ist ein früher Golfer.

Ruhig liegt der Teich.

Auf geht`s nach dem Frühstück, hinaus in die Nebellandschaft. Mal sehen, ob ich die Niddabrücke, Start der gestrigen Vor-Exkursion finde.

Golfplatz und Golfhotel liegen am Ortsrand, inmitten EU-Agrarlandschaft. Deutsche Charakteristik (anderswo identisch?): Kein Wegerandstreifen als Vorbedingung für steuerfinanzierten Subventionsempfang. Keine Ahndung von „Landraub“.

Landraub“ – unbekannter Begriff? Der ist allüberall (informative Beispielbroschüre aus Niedersachsen verlinkt), heute leichter denn je, über Katasterkarten und Google Earth-Drüberlegen in Länge und Breite erfassbar. Unsere Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind entweder realitätsfern oder zu faul (???) oder allzu mit Lobby verwoben, als dass Geraubtes finanziell und materiell rückgefordert würde. [Wie immer und „überall“ bestätigen Ausnahmen die Regel.]

Ich entspanne mich …

Uuuups, Konzentration, ggf. Slalom (daher erschien mir ein einsamer, entgegenkommender Wanderer so torkelnd).

Weiter im / ins Nirwana.

Und wieder eine Geländestrecke …

Angenehme Stille, reingewaschene Luft – was will man mehr an einem (nicht mehr ganz) frühen Morgen!

Stehengebliebene Maisparzelle links, …

… abgeerntete Sonnenblumenparzelle rechts.

Das scheint ein interessanter Raum zu sein. Eine hochaktive Schar Finkenvögel fliegt herum. Am Aufblitzen von Farben erkenne ich vor allem Buch- und Distelfinken.

Agrarfarben und -formen im Nebel.

Agrarrundungen, verpackt unter Agrardreieck – nebendran Rindvieh.

Fuß- / Radweg auf dem Niddadeich (oder sagt man hier in Landesmitte „Damm“ dazu?) – Die Aussicht stimmt nicht mit der Tafel überein!

Nebendran erläutert eine Tafel Interessantes zum gegenüber mündenden Nidda-Nebenflüsschen Nidder.

[Nur mal so zum Vergleich: Die Nidder als Nebenfluss der Nidda wird mit gut 68 km Fliesslänge beschrieben. Für unseren Wohnbereich Schleswig-Holstein gehört solch Flüsschen bereits zur größten Kategorie. Die Nidda liegt – ausgebaut – bei ca. 90 km Länge, die vor dem Ausbau, geschätzt, wohl bei 140 km betragen hat.]

Blick von der Niddabrücke Richtung Niddermündung – da fliegt was im Viertel links unten, etwa in Flussmitte neben der Baumspiegelung, mit Spiegelungspunkt wahrnehmbar (erst auf dem Foto, nicht „live“ entdeckt).

Gleiches Foto mit Sehhilfe – da, im Kreis …

Herange-zoomtes, Unscharfes: Türkis ahnbar – wie am Vortag gleichermaßen, unter der Brücke durchsausend, gesehen – ein Eisvogel.

Vor der Insel querab der Niddermündung schwimmt wer …

Der lässt sich durch meinen Brückenaufenthalt irritieren, einziger Fluchtweg – langer Anlauf für den Start nötig – geht Richtung Brücke auf mich zu, dann hoch, der Kormoran.

Ich muss zurück, die Veranstaltung ruft. Gänse fliegen in kleinen Gruppen, etliche mehr sitzen und schnattern unsichtbar am Boden.

Morgenkonzentration auf dem Golfplatz – hinter 2-Arten-Agrar-Biodiversität.

Offen – die Teilnehmenden aus einem breiten regionalen und fachlichen Spektrum kommen nach und nach an. Sie erwartet ein …

… umfangreiches Seminarprogramm mit Vorträgen und einer Exkursion am Folgetag.

Symbolfoto für die Vortragsreihe zwischen Anforderungen der Ökologie und Naturwissenschaftlich-Technischen Aspekten für Verbesserungen: Die Nase, herausfordernder Wander- und Laichfisch im Hinblick auf Durchgängigkeit und Lebensraumstruktur.

Schön zu hören und zu sehen, dass neben Flussarten wie Rotauge, Barsch und Hecht inzwischen Döbel, Schmerle, Gründling, Bachforelle durchgängig vorhanden sind. Darüber hinaus können in starker Dynamik Elritze, Barbe, Schneider, Ukelei, Nase, Bitterling studiert werden – beeindruckend hinterlegt in Unterwasseraufnahmen per Foto und Film. – Neben der Unterwasserwelt profitieren von den Gesamtverbesserungen auch Amphibien, Vögel, Biber und viele andere mehr, nicht zuletzt Mensch und Hund an Beobachtungs- und Badeplätzen.

Pause in Bunt – keine „Handy-Manie“, Privatunternehmer sind immer im Dienst.

Mit den Ergebnissen der drei regionalen Beispielvorträge zu Verbesserungen über die Jahrzehnte – und bleibende Herausforderungen! – sind wir einig: Die Nidda ist – unter anderem aufgrund ihrer inzwischen 40 (von ca. 90) km langen freien Fliessstrecke – „einzigartig und beispielhaft“ in ihrer Entwicklung zu vielfältigerem Lebensraum! Was durch lokales und regionales Engagement fachkundig und hartnäckig zustande kam, findet im formalen Verhalten des Bundeslandes, hier: Hessen, nichts Vergleichbares.

Dasselbe gilt – angesichts durchaus aktiver Realität in Hessen – um so mehr in den anderen Bundesländern. Was vor allem fehlt, ist Platz. „Unvorstellbare Landnahme“ (am kleinen Beispiel der Morgenwanderung erlebt) findet kein Regulativ. Fehlender Schutzraum führt zu unnatürlichen Erosionseinträgen, die zudem mit eingesetzten Materialien belastet sind, wenn diese nicht bereits in fliessender Welle abgeschwemmt wurden.

Wer sich unsere Kulturlandschaft über Google Earth betrachtet, wundert sich angesichts fehlender Freiflächen, Schutzflächen entlang Nutzflächen, über fehlende Vielfalt nicht (mehr).

Nach den Vorträgen – Enten nutzen Golfteichkunst als Ruheort.

Am Himmel ist ordentlich was los – mehr ist angekündigt.

Die Enten an ihrem Ruhepunkt stört das nicht.

 

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Seit „Jena“, vgl. eine Reihe vorangegangener Beiträge, ist allerhand Zeit vergangen. Viel Wasser ist nach schubweisem Schütten bachab geflossen, hat in Jena Kies transportiert, in Wedel und Umrum neuen Kies und Aufmerksamkeit „neuer Personen“ und „neuer Tiere“ erhalten. Dazu folgen demnächst die zugehörigen Berichte.

Hier biete ich eine Zusammenfassung diverser Aspekte vorweg.

Start einer Radrunde – über mir heiseres Bellen.

Gänseformationen fliegen Nordost – Südwest übers Haus – Richtung Marsch.

Nass ist sie, die Marsch ringsum.

Herbstfarben in der Hetlinger Marsch – Weissdornfrüchte, reichlich, Ahorn- und Eschenherbst.

Mehr Farben – eingeschoben – nein, das ist kein rasender Kreisel oder Diskus. Es handelt sich um Digicam-Versagen beim Scharfstellen einer Gartenschnecke …

Sieh an, vor dem alten Hetlinger Deich, fast noch neu hier im Herbst 2023 – Schwarz-Weiss, mehr und mehr Nonnengänse treffen ein.

Hetlinger Elbdeich – Herbstfarben im Aussendeich und auf der Elbe, großer Containerfrachter bei Thw.

Binnendeichs Nonnengänse …

Da schwebt was über bunter Rinderherde – Nonnengänse jede Menge, hinten an den Baumkronen ein Starenschwarm

Der Starenschwarm, sehr aktiv, hin und her – wenig später landet er zwischen Deichschafen. Da scheint allerhand Nahrung zu locken.

Emsiges Geschehen Richtung „dichte Packung“ bei den Nonnengänsen – schreitend, fliegend, landend.

Wolkig, zwischendrin Nieseln, am Hamburger Yachthafen, Wedel – noch recht viele Boote im Wasser. Hinten passiert ein großer Containerfrachter.

Blick Ost – nach dem Nieseln wird uns was geboten: ein Regenbogen.

Blick Ost gen HHHafen über die Ausfahrt Schulauer Hafen, Maritimes – Massengut-, Saugbagger- und Segelschiff.

Kurz vor Schluss der Tour – die Grüppen auf einigen Marschwiesen wurden neu gefräst. Von der Geest her: Wedels Kirchturm spiegelt sich im hoch anstehenden Wasser.

Mal sehen wann und wie es hier im Blog weitergeht, sowohl wässrige als auch bunte Themen warten …

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Vorgeschichte: Im Rahmen der FLOW-Kontakte war mir bereits vor geraumer Zeit berichtet worden, „meine“ Art des Restaurierens von Bächen und kleinen Flüssen habe ultimative Fans in Jena. Man hoffe auf Kooperation und Experimentier-Restaurieren dort.

Und so ergab es sich. Lange kennen wir uns nun virtuell, über das Projekt „Lebendiger Gembdenbach“ tauschen wir uns seitdem aus. Verabredet war eine Jena-Reise, am Ankunftsabend ein Vortrag und am Folgetag das Experimentier-Restaurieren (Beitrag folgt).

Am Bahnhof Hamburg-Altona, Regen strömt. – Es geht zunächst bis Erfurt. Bin früh dran, dies ist nicht mein ICE.

Ganz schön duster in Altona, Tauben und Krähen lassen sich fliegend beregnen.

Auf der Fahrt – „gut Regen“, bin schon gespannt, was die Pegel „unserer“ Bäche bei Rückkehr anzeigen.

Leipzig Hbf – mal wieder. (Mal bei Suche eingeben: Hier fand kürzlich die FLOW-Konferenz statt.)

Weiter gen Erfurt, vorbei an Kraftwerken, Industriestandorten, …

… schicken Waldtälern, agrarischen Höhen, …

… Großagrarflächen (hier gäbe es auch allerhand zu tun!). – Ankunft, Umstieg in Erfurt – weiter gen Jena.

Am Kulturbahnhof Weimar – Schluss mit lustig? – Eine Masse Holz vor der Tür, pardon, auf dem Nachbargleis.

Es geht nicht weiter. – Schliesslich doch – Mutmaßungen zwischen Menschen, die aus dem Zug raus sollen und nicht wollen und Technischer Defekt am Türschliesser durchziehen die Waggons.

Egal, Hauptsache nach Jena!

Sieh da, es hat geklappt! – Freudiges Abholen am Bahnhof, virtuelle Bekanntschaft bekommt Gesicht!
Abendlicher Blick aus dem Hotelfenster auf den „JenTower“ und Umgebung.

Nach kurzer Erfrischung geht`s zu Fuß zum nahen Veranstaltungsort, Anglerheim des AV Jena-Süd. – Großsportanlagen voraus – wie so oft mitten in die Flussaue (hier: der Saale) gesetzt.

Wie wird das Wetter morgen, zum Experimentier-Restaurieren? – Von oben „strahlt es Regen“.

Am Saaleufer – bunte Herbstfarben, Spiegelungen.

Andere Seite der Brücke: Freund Biber ist also auch hier am Werk.

Am Himmel schnelles, wechselndes Geschehen.

Auf dem Gelände des Anglerheims – Schwein und Rind grüßen.

Und hier, dicht dran, von der Landseite gesehen – der Biber-Ein- und Ausstieg.

Sowie ein Beispiel seines Wirkens.

Im Anglerheim – hmmmhh … Präparate von dicken Meeresfischen ? !

Endspurt … – alles ist hervorragend vorbereitet. Kurzbeitrag wichtiger Kooperationspartner zum Kennenlernen vorweg.

Kleine Pause – ganz wichtig für anhaltend gute Stimmung: „Essen und Kuchenbasar“.

Mein Vortrag zum Instream-Restaurieren (vgl. z.B. „Downloads“ auf meiner Homepage „Salmonidenfreund.de“), Grundlagen, Probleme, Verbesserungsmöglichkeiten, Praxisbeispiele. – Der Vortrag wird intensiv diskutiert, alle freuen sich auf den Folgetag – „action“.

Zufriedener Blick aus dem Hotelfenster – der JenTower steht da und leuchtet.

Die Kräne der Sport-Großbaustellen bieten ein eigenes Bild.

Na denn, Folgetag – es kann bald losgehen. Frage bleibt, wann der angekündigte Regendurchgang stattfinden wird. Wir werden sehen …

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Die Saison lässt sich nicht verleugnen. Unter anderem Tiere zeigen sie mit ihrem Verhalten an.

Vorgestern springe ich in der Wedeler Marsch, Langer Damm, spontan vom Rad. Da ist, blitzeschnell, etwas unmittelbar vor mir quer über meinen Weg gerannt.

Nachschau zeigt ein erwachsenes Tier, das zwischen den Welten Brack-, Süß-, Brackwasser seinen Lebenslauf verbringt.

Eine kapitale Wollhandkrabbe (!), winkt mir mit ihrer rechten Schere einladend aus höherem Gras zu.

Detail Schwimm- bzw. Krabbelbeine – von wegen „einladend“: die weiss leuchtenden Scheren sind ultrascharf, können hervorragend (alles mögliche ab-)kneifen. – Ja, und dann ist da das „wollige“ Händchen als Besonderheit zu beachten.

Ich lasse den wehrhaften Panzerträger seiner Wege ziehen, gen Elbmündung, wo Vermehrung und Tod stattfinden.

Nicht das erste Mal, dass ich Wollhandkrabben „live“ hier begegne. Wer interessiert ist, findet Beiträge über andere Begegnungen mit diesem wundersamen Tier hier im Blog über Suche mit dem Namen. Da finden sich auch Wollhandkrabbenberichte „aus unserer alten Heimat“, von der Seeve und von der Elbe, Geesthacht.

Gleich auf meiner Fahrseite ein weiteres Exemplar – platt. Dieses hat es beim Gewässerwechsel über Land nicht geschafft, dem Autoverkehr zu entgehen …

Hier kann man die Beine zählen: Je 4 Laufbeine plus Schere, „Decapoden“ werden solche Krebstiere genannt.

Schon etwas länger her:

Am 8. Oktober war ein ganz besonderer Tag – zu dieser Herbstenzeit.

Das fing schon zuhause beim Radelstart an – Rufe in der Luft, Kranichgruppen, nordwärts. – Wie bitte ???

Man nähert sich einander an, …

… um dann – man mag sich doch nicht oder hat schlicht eine andere Richtung im Sinn, …

… getrennter Wege zu fliegen. Diesmal allerdings „in die richtige Richtung“, gen West.

Die größere Gruppe scheint entschlossener, zieht eine etwas nördlichere Bahn. Die kleinere verharrt noch eine Weile, nimmt dann Kurs etwas südlicher gen Westen.

An der B 431 gen Holm – Ahorn beginnt lokal mit erster Verfärbung.

Stürmischer Wind und Regenschauer bringen viele Blätter aber bereits zu Boden.

Beispiel für kleinklimatische Unterschiede, Holmer Marsch, Sauerbecksweg: die einzel stehenden Pappeln sind bereits fast quantitativ „gerupft“. Der Bestand in Gruppe hält das Blattwerk fast quantitativ.

Anderswo zeigen auch andere Baumarten ähnliches Verhalten. Ob wir nun angesichts des Wetters keinen flächig farbenfrohen Herbst bekommen, oder ob diese Kahlen von Hitze- und Trockenheiten, Krankheiten eventuell geschädigt „vorweglaufen“, sei dahingestellt.

Marsch Hetlingen – Rotbunte, dazwischen 2 ?? Silberreiher.

Die sind jetzt wieder zahlreicher zugezogen.

Im Hintergrund Weissdorn, reich behangen mit den roten Früchten. – Der Silberreiher späht, sichert.

Dann startet er doch.

Auch der andere macht sich nach einer Weile …

… auf und davon??? – Nein, er segelt, landet etwas entfernter wieder.

Offenbar ist der Distanzschutz nun gewahrt – 3 sind`s dort. So ein „Herdenschutz“ tut ein Übriges, nicht allzu hektisch zu agieren.

Auf dem Elbdeich Hetlingen – lautes, entferntes Rufen. Gruppen von Kranichen sind unterwegs, kommen näher, queren teils die Elbe unmittelbar – weiter, westsüdwestwärts.

Eine Gruppe verharrt, kreist länger über dem Gelände des Klärwerks bzw. des Wäldchens am Alten Heuhafen.

Man glaubt es ja nicht, s. unterer Bildrand! – Handelt es sich um wahnwitzige Ornithomanen oder Ornithophobe? Nahe beim Kreisen dieser (und auch folgender Gruppen) taucht wiederholt ein Motorflieger auf. Wer das wohl witzig findet – die Kraniche?

Aussendeichs hat irgendein Ereignis einen Möwenschwarm in die Luft gebracht – sieht aus, als kreisten sie eifrig, auf und ab.

Das könnte Nahrungsjagd aufgrund aufsteigender Insekten sein. Angesichts dieses Containerfrachters zu Thw-Zeit (aufgenommen vom Elbdeich Fährmannssand) könnten es aber auch Schiffswellen gewesen sein, die die vor der Schilfkante rastenden Möwen in die Luft brachten.

So gibt es immer etwas zu gucken. Neben den hier berichteten Großvögeln sind, von der NABU Vogelstation berichtet, selbstverständlich jede Menge kleiner Vogelarten gen Süden querend hier unterwegs.

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Tag der Abreise, 3. Oktober, vor Sonnenaufgang – der Start lässt sich, entgegen Wetterbericht, ja recht gut an.

Es wird heller.

Blick nach Südwesten – der Mond, Vögel, der gesamte Himmel hat sich verfärbt.

Weitblick Ost – da ist sie ja! – Nicht schlecht, Berlin so in Erinnerung zu behalten.

Erste Wolken im Nordblick.

Die Sonne hält aber weiter durch. – Warten auf die Tram gen Berlin Hbf. Sie wird pünktlich kommen.

Auf der ICE-Fahrt – der Himmel ist zugezogen, einige strukturierte Wolkenfronten sind erkennbar.

Hamburg-Altona pünktlich erreicht, Umstieg in die S nach Blankenese, Zwischenausstieg, um Gleiswechsel zu vermeiden in Hochkamp. Die S nach Wedel wird gleich erscheinen.

Die für die ICE-Fahrt angesagte durchziehende Wetterfront hat es nicht gegeben, ist wohl weiter südlich gelaufen.

Leipzig und Berlin haben wir genossen – das ist nun schon 1 1/2 Wochen her.

Inzwischen sind mehrere Regenfronten durchgelaufen, die wellenartig Wasser bis in die Bäche brachten, so dass deren Pegel 3mal (kurz) über Mittelwasser anstiegen. – Überragend ist das nicht. Das jüngste, vierte durchlaufende Regenband, heute Nacht (mit zeitweise heulendem Wind, prasselndem Regen) hob den Wasserstand immerhin senkrecht um 50 cm über das mittlere Hochwasser an.

Deutliche Saisonanzeiger hier bei uns wie tierische Wanderungen über Land sowie der tageweise teils starke Vogelzug bestimmen derzeit das Bild. Dazu folgt morgen mehr.

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Über den Dächern von Berlin, morgens …

Blick Ost, kurz vor Sonnenaufgang.

Etwas nördlich drehen Schwärme von Krähen ihre Runden.

Vogelflug, quer – einer wirkt optisch größer, gehört aber zum Schwarm. Dieses Exemplar fliegt in unsere Richtung, ist dichter dran. (Vor Wolkenschleier etwas schwierig auszumachen, Klick aufs Foto hilft.)

Die Sonne ist aufgegangen, blinzelt.

Frühstückszeit – im Südblick zeigt sich der Fernsehturm leuchtend mit Morgensonnenkreuz.

Ja, es ist Herbst – Nordblick nach unten, die Häuserschatten werden nur langsam kleiner, die Sonne erreicht untere Geschosse (später fast) nicht mehr.

Wir werden nach Norden ins Berliner Grün fahren, wo ich vom neuen Kleingarten aus die Gewässersituation Panke Buch, Karow erwandern kann.

Im Innenhof – die Sommerhitze, teils auch -trockenheit hat viel Notabwurflaub produziert.

In den Kleingärten wird herbstlich gewerkelt. Ich wandere zur Panke, quere am Übergang Schönerlinder Weg.

Die Panke, Niedrigwasser – verbesserungsfähig. Mal sehen, ob und wann sich hier etwas tut.

Der Berliner Senat hat ja, zentralorientiert, wie er auch kleine Gewässer betrachtet, „das große Ding“ für die Panke gewählt. Gesamtstrecke beplanen, Formalverfahren mit allen Konsequenzen durchführen. Das hat nun bummelig 10 Jahre ins Land gehen lassen.

Immerhin kann am Nordhafen inzwischen die neue Fischtreppe / der neue Organismenpass bewundert werden (Der Link begleitet eine Wanderung dorthin. Die Startbaustelle aus dem Frühjahr diesen Jahres hat sich gut entwickelt, es geht voran!). Nahebei, wie berichtet, sind auch neues Leben und Gewässerturbulenz durch Strukturgabe entstanden.

Im Detail: überbreit, strukturarm, kraftlos – verbesserungsfähig.

Kleine Gefällestrecke nebendran – so ähnlich könnte das Gewässer durch prozierte Turbulenz durchweg aussehen.

Nordwärts – tief in die Landschaft eingeschnitten, überbreit, strukturarm, kraftlos.

– Immerhin steht hier standorttypischer Gehölzsaum, der das Überheizen verhindert, das andere Gewässer zusätzlich völlig aus der eigentlichen Charakteristik bringt. Sein Wurzelwerk bietet im Wasser allzu selten gewordene, spezielle Lebensräume.

Wer den Anblick zu deuten weiss, aus diesem Bach kann man leicht „etwas machen“.

Immerhin, es besteht Hoffnung …

Bestehendes Gefälle kann genutzt werden für das Beleben weiterer Strecken.

Zurück am Schönerlinder Weg – wer ein Bisschen in Sachen instream-Restaurieren kennengelernt hat, sieht hier in der Draufsicht bereits Problem und Lösung.

Turbulenzen unmittelbar am linken und rechten Ufer weisen den Weg, machen derzeit maximal 10 % der Gewässerbreite aus.

Da bin ich gespannt, wie`s weitergeht – vielleicht hilft ja der Ansatz Kleingewässer. Oder jemand fasst Mut und lässt örtliche Vereine, z.B. aus dem Spektrum der benachbarten Kleingärtner, Hand anlegen.

Dies im Sinn …  🙂  freue ich mich auf den nächsten Berlinbesuch, die nächste Pankewanderung, an welchem Streckenabschnitt auch immer.

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Platanenallee (Elisabeth-Abegg-Straße) – auf geht`s zum Blondinentreff an der Ferienwohnung. – Sonst geschäftiges Berlin ist punktuell sonntags erstaunlich leer.

Der sonntäglich besonnte Greif (Moltkebrücke) – kommt mir bekannt vor.

Sonntägliche Spree – die Bootsrundfahrten sowie die Ufer sind gut menschengefüllt.

Auf gen Prenzlauer Berg – Blau-Gelb, inkl. Polizei, beherrscht das Bild.

Bernauer Straße – „Berliner Mauer“ 1961-1989, großes Interesse an geschichtlichen Führungen.

Danziger Straße, Ziel erreicht.

Himmlische Silhouetten, mit Nebelkrähe – Erinnerungen an Leipzig.

Auch die 3 Blondinen sind angekommen, schälen sich aus dem Fiat 500 E.

Tags drauf werde auch ich, zusätzlich, in das Transportgerät passen. Man wundert sich. Sobald man aber die Ausfalt-Ausstiegstechnik beherrscht, sellt die Nutzung keinerlei Problem dar.

Gegen Abend – der Kran gegenüber ist besetzt. Entgegen früheren Erlebnissen sind es diesmal nicht Stare, sondern Nebelkrähen, die ihn bevölkern.

Am Folgetag wollen wir mal wieder ins nördliche Berliner Grün, unter anderem an die Panke.

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Gut ausgeschlafen geht`s Sonntag früh gen Leipzig Hbf.

Wie sich diese Großbaustelle wohl beim nächsten Leipzig-Besuch darstellt?

Leipzig Hbf – morgendliche Impression, ganz schön leer.

Wie immer sie ins Bild gelangte – es kommt Farbe auf.

Beim einzig Zug-besetzten Gleis (Regio, der Zug ist schon voll) kommt auch was auf – Polizei begleitet Fan-Gruppen gen Fußball, bekommt sie verstaut.

Pünktlich fährt der ICE ab.

Welch interessante Route der fährt!

Pünktlich, mit angekündigt, baubedingt 45 Minuten Aufschlag, kommen wir in Berlin an – Information ist alles!

Auch hier, Berlin Hbf, Polizei – der 3. Oktober steht bevor.

Mich zieht es zu alten Kastanien.

… nahe dem Kanzleramt.

Es ist noch etwas früh, daher studiere ich das Draussen. Der alte Bismarck hatte so seine Meinung über die Deutschen, ihre Regierung … – Man muss sich um den wohl nicht (mehr) scheren?

„Speisen & Getränke“ – Nebelkrähe sei wachsam!

„Fliegendes Essen“, auch Bestecke – alles so interessant hier.

Auch Spatzen finden so allerlei – tauschen sich hier, am sozialen Treffpunkt, aus.

Geschirrrückgabe – Cola ist für Wespen und Bienen Schnaps, oder?

Cola und Bienen, vor und nach Genuss – was gibt das für einen Honig? – Egal, die Völker sind schon für den Winter eingefüttert, holen hier ein paar Extras.

Mittagessen ruft – ich gehe ins Gasthaus.

Alte Kastanien, Blick von drinnen.

Mein örtliches Lieblingsessen, präpariert – Haxe mit Schwarzbiersauce, Knödeln und schickem, buntem Salat.

Das war wieder einmal lecker! Dann man bis zum nächsten Berlinbesuch!

Meine beiden Berliner Blondinen erwarten mich. Die Hamburgerin ist bei meiner Leipzig-Hinfahrt bereits hier ausgestiegen.

Mehr Berlin folgt.

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S-Bahnhof Rissen, im Westen Hamburgs, herbstlich – eine Reise steht bevor, aufwärts im Elbe-Einzugsgebiet.

Los geht`s, nach S-Bahnfahrt, mit dem ICE in Altona – unserer kommt pünktlich.

Leipzig rief. Ein praxisbezogener Vortrag zum Restaurieren von Bächen in Stadt und Land war gewünscht zum Projektende FLOW.

Angekommen! – Ich will`s ja nicht beschreien, aber so gut wie pünktlich – so, wie bei fast all den anderen Fernunternehmungen der jüngeren Vergangenheit.

[Nein, ich kenne auch andere Zeiten. Das war insbesondere in den 1990ern, als eine Siemens-Lok-Baureihe völlig aus dem Ruder schlug. Da könnte ich viel drüber schreiben, lasse es aber. Hauptsache, ich fahre in den 2020ern pünktlich.]

Auf dem Markt beim Alten Rathaus finden – ich lerne hinzu – die 12tägigen Leipziger Markttage statt.

Die lasse ich allerdings links liegen, habe ich mir doch für den Nachmittag der Anreise vorgenommen, einen kleinen Ausschnitt aus der Vielzahl Leipziger Stadtgewässer zu erwandern.

Vornweg ein Stück Pleißemühlgraben – mit Wehr und ordentlich Beton.

Treppenstufen, so auch an anderen Leipziger Stadtgewässern, lassen ein wenig Nähe zu. Hier ist ausserdem ein kleiner Ruheraum am Rand des eintönigen Fliessens entstanden.

Im oberen Teil links der Fensterspiegelung können ein paar Gründlinge entdeckt werden.

Urban Art, eine (meine Güte kann man die in ihrer Künstlichkeit für gelungen hässlich halten) Insel, Spiegel-Spielerei – Gruß von der Kunsthalle.

Querab vom Neuen Rathaus lässt sich Natur nicht halten – Clematis vorn, dreidimensional Schlingknöterich – hier tobt das Leben. (Man muss es in seiner Fülle und verborgenen Vielfalt nur erkennen [wollen].)

Davor – ein Rohr! Hier wird das Pleißemühlgrabenwasser eingeengt, schiesst bei höheren Abflüssen „gepresst“ hindurch.

Das hat – für die aquatische Stadtökologie positive! – Folgen. Ein Kolk entsteht, ausgeblasene gröbere Steinfraktionen lagern sich bachab als Rausche ab. Breiten- und Tiefenvarianz in der Sohle – eine der Hauptvoraussetzungen für die Gewässerlebewelt.

Kolk-Rausche-Abfolge – von rechts nach links.

Am Ende des Kolks, vor der Rausche, hat sich ein großer Döbel aus seinem grünen Verstecküberhang hervorgewagt. Driftende Nahrung, vermutlich Insekten bzw. ihre Larven, sind allzu verlockend.

Noch ein größerer Döbel, wechselnd auf der Rauschefläche. (Ich bin nicht sicher, ob das obere Tier ebenfalls ein Döbel, oder vielleicht eine Barbe ist. Letztere in diesem Fall sicher zu benennen, traue ich mich allerdings nicht.)

Im Kolk liegt ein Betonriegel quer.

Eine Flasche und ein großer Flussbarsch haben hier ihren Platz.

Interessant fand ich, dass jede Menge Flaschen im Elstermühlgraben landen. Noch interessanter (die nimmt wohl niemand raus?): Diese gruppieren sich, als vergängliche Ansammlung, je nach hydraulischer Situation bis hin zu großen „Fundstätten“. So bilden sie eine eigene, urbane Gewässersohlstruktur … OHA !

Lass mal einen Gewässer- / Fischereibiologen an so einem Gewässer stehen … / / / Ich blicke nach oben.

Schicke Spätnachmittagsstimmung. Mehr ruft.

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