Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Vögel’ Category

So lassen wir uns Weihnachten gefallen! Am Morgen drauf steht Vollmond hoch im Westen (Nordseite).

Von Osten erwarte ich den Sonnenaufgang.

Genauer hinsehen … – da war doch immer … /// ? die Sonne … ??

Stehe ich – kann ja mal vorkommen – auf der falschen Seite?

Süd- / Fernsehturmblick – der Horizontstreif im Osten erscheint intensiver.

Eine Nebelkrähe landet, guckt gen Osten …

Irgendwie bin ich offensichtlich an anderer Jahreszeit orientiert – also mal hier ums Eck gucken.

Oha, da hätte ich fast den Sonnenaufgang verpasst (den über den Dächern, „da“ ist die Sonne ja schon etwas länger).

Über mir wird die Dachrinnenkante beschienen.

Jaaa … – vom BER wird bereits eifrig geflogen.

Währenddessen habe ich das Frühstück aufgedeckt, ist der Kaffee durch – wir frühstücken.

Die Sonne erobert die Straßenschlucht.

Gute Aussicht!

Der Tag lässt sich vielversprechend an.

Telefonischer Rundspruch mit den Berlinerinnen ergibt unser Ausflugsziel: Spielplatztest im Tiergarten.

Also runter – gegenüber zeigt die Baustellenabspannung heftige Zeichen des jüngeren Wetter-, insbesondere Sturmgeschehens.

Das Auto (Mietwagen ist heute praktischer, „das Berliner Auto“ ruht) steht in der nächsten Querstraße.

Also auf zum Tiergarten – nicht zu verwechseln mit Tierpark oder gar Zoo.

Mehr darüber demnächst – bis dahin (Foto nördlich HH aufgenommen, oberes Alster-Einzugsgebiet) …

… einen Guten Rutsch!

Read Full Post »

2. Weihnachtstag, mittags – Blick von Berlin Hbf auf den Fernsehturm, Blick OstSüdOst.

Sehr schön, diese schicke Wohnung noch einmal vor Jahresende nutzen zu dürfen!

Ja, wir bringen wieder ein paar Tage über den Dächern von Berlin zu – mit „dem üblichen“ Blick, südwärts, auf den Fernsehturm.

Runter und rüber geht`s ins Nachbarhaus zum Weihnachtsbesuch, Blick Nord.

Hier werden Pellkartoffeln gepellt für das abendliche Raclette, nachmittags Bratäpfel mit Vanille-Sauce genossen.

Grüner Balkonblick auf den mit Blumen, Stauden, Büschen und Bäumen vielfältig bewachsenen, nun winterlichen Innenhof.

Die Kronen von Eichen und einer Linde – von Frühling bis Herbst lichter Schatten, Lebensraum für eine begrenzte Zahl Singvögel.

Die gepellten Kartoffeln und das weitere Zubehör gehen dann mit rüber, hoch zu uns – Südblick spätnachmittags.

Nordblick, mit der Sonne – dasselbe Haus vom früheren Foto unten, direkt angeleuchtet von letzten Sonnenstrahlen.

Abendstimmung über den Dächern.

? ? ? Es strahlt das Wasserglas, beleuchtet vom – linearen – Avents“kranz“.

Und später, Blick OstNordOst, strahlt der Vollmond, mit Hof.

Weihnachtsbeleuchtung nah und fern – tags drauf ist die dichte, weisse Zusatzbeleuchtung des Fernsehturms abgeschaltet.

Der nächste Tag wird abwechslungsreich, lehrreich.

Read Full Post »

Weihnachtsgruß 2023 aus Berlin-Mitte, Osteingang Kulturbrauerei.

Wir sind per Bahn am 2. Weihnachtstag gut nach Berlin gekommen, haben die Tage bis heute interessant verbracht. Darüber wird zu berichten sein. – Auch die heutige Rückfahrt nutzte DB, einen zügigen und pünktlichen Eindruck zu hinterlassen. Möge das in Zukunft möglichst immer so sein – dem vorigen und dem heutigen Verkehrsminister zum Trotz.

Vorweg unternahm ich am Vormittag des 1. Weihnachtstages den Versuch, meine drei Tage zuvor durch allzu starken Nordweststurm verhinderte Hetlingenrunde vollständig zu radeln. Dazu folgen hier ein paar Eindrücke.

Erster Weihnachtstag 2023 – sonnig, stürmisch, aber nicht mit so bissigem „wind chill“ wie die Tage vorher. Mal sehen, wie weit ich mit dem Rad komme.

In der Marsch – Sturm rüttelt das Reet. Hier brach ich kürzlich die Runde ab.

Vielerorts gleicht die Marsch einer Seenplatte, die Weiden flächig wasserbedeckt.

Wasserzeichen – querab Idenburg.

Nonnengänse querab Giesensand, zwischen Wasser und Hof.

Sturm auf Flachsee über Marschwiese – Vorsicht Stacheldraht.

Hier muss ich eine Weile ungeschützt frontal gegen den Wind fahren. Im zweiten Gang lässt sich das so gerade vertreten, vor allem, da die heftigen Sturmböen meines vorigen Tests fehlen.

Rechter Hand pirscht ein Silberreiher.

Die in trockenen Zeiten immer mal von mir gezeigten, hoch im Graben aufragenden Schachtringe sind nun fast vollständig im Wasser versunken. Auch dieser Graben hat Umgebungs-Niveau erreicht.

Blick nach Luv – da schwimmt Buntes auf dem Wiesensee vor Hetlingens altem Deich.

Brandgänse.

Der Elbdeich bildet den Horizont – auch hier binnendeichs eine Seenplatte.

Blick vom Elbdeich auf das Elbe-Deichvorland – im gleissenden Licht erscheint das Reet silbern, vorn am Deich der Spülsaum der vorigen Hochflut.

Nochmal der Spülsaum in Totale, Richtung Wedel.

Hoch steht das Wasser auf der Binsen- und Reet-bedeckten Vorlandfläche.

Weiter geht`s – Regen und Sturm haben aus der SH-Besonderheit Elbe-Radweg eine Hydraulik-Hydrodynamik-Studie werden lassen.

Egal, wie es aussieht, es bleibt Schafscheisse. (Anderswo hält man Deichschafe gezäunt. Früher holte man nachts die Schafe rein, um den Dung zu nutzen. Heute, in der ohnehin Stickstoffüberfrachteten Welt … – wohl scheiss-egal?)

Querab Giesensand halten sich Schwärme von Wacholderdrosseln auf, geniessen vermutlich unter anderem die zahllosen Weissdornfrüchte.

Kaum sind die Temperaturen etwas höher, sind die Schafherden wieder unterwegs.

Blick vom Elbdeich Fährmannssand – rau peitscht der Wind die Elbe. Den konnte ich vom Hetlinger Deichabschnitt an trefflich als Beschleunigungshilfe nutzen.

Sturmgebeugtes Reet in der Vormittagssonne (Wind mal wieder quer zur Fahrtrichtung – macht nix, Reet schützt), Langer Damm.

Hinter dem Reet – Nonnengänse.

Gleich nochmal, dieselbe Gruppe – halbwegs verdeckt stören Passierende die Vögel nicht.

Im Gegenlicht, nun Silber-Reet – Möwe oben drüber, Saatlandsdamm.

Kurz vor Erklimmen des Geesthangs störe ich noch eine Krähe beim Badegenuss auf – Pardon!

Read Full Post »

Eine Lachmöwe (und eine Stockente).

Eine Lachmöwe bleibt selten allein.

Kaum sind es drei, beginnt das Schrei`n.

Schon sind es vier – eineinhalb Stockenten auf dem Hafen.

Mal das Erdgeschoss erkunden …

Passanten nahen – immer noch 4 Lachmöwen, 2 fliegen ab, 2 bleiben (vorerst) – 3 Stockenten.

Wir warten auf 2024. – Wird da nach offizieller Hoteleröffnung maritimer Trubel im Hafenbereich stattfinden – womöglich mit Schiffsaktivitäten?

Read Full Post »

Wie ansonsten Farben habe ich dieses Jahr auch „Weisse Weihnacht“ gesammelt, am 2. Dezember 2023, hier in Wedel.

Da der frühe Schnee Ende November / Anfang Dezember das Radeln vorübergehend stoppte, waren über mehrere Tage Spaziergänge bis Wanderungen angesagt – hier also Eindrücke aus dem Wedeler Autal.

Morgens guckte der Marini erstaunt.

Der Blick aus dem Küchenfenster bot dasselbe Bild.

Gitterblick gen Ost, zu unseren Ausgängen, Fahrradhäuschen …

Fix ein wenig gefegt, bevor mehr Trittspuren dem Winterdienst die Arbeit erschweren.

Nach dem Frühstück, Start zur Wanderung, ist auch der Nordausgang frei.

Schön wohnen wir.

Prioritätsstraßen sind befahrbar.

Nebendran bleibt`s weiss. Wehe denen, die in den Tagen drauf nicht auf die festgefahrenen Eispisten achteten. – Ein gelber Punkt – Daumen drücken für den Postboten!

Im Wedeler Autal angekommen.

Feucht- bis Nassflächen, gerahmt von Altweiden, Röhricht, am Wegrand Weissdorn, fruchtbehangen.

Richtung S-Bahntrasse abgebogen – Auwaldrest mit Altweiden.

Ich quere die Wedeler Au, je nach Abfluss wechselnd hier bis weiter bachauf Stauwurzel des Mühlenteichs.

Leichter Anstieg – Bäume zeigen Feuchteverhältnisse, Erlen feuchter, Eichen trockener.

Frohe Weihnachten! – Ein ähnliches Foto habe ich im Verwandtenkreis als diesjährige Weihnachtskarte vermailt.

Nach Queren der Autalstraße geht es ostwärts weiter. Winterfreuden, alt und jung – man muss den Schlitten nutzen, sobald Schnee liegt. Wer weiss, wie lange?

Blick durch reichen Weissdornfruchtbehang Richtung Wedeler Au.

Pferde sind begeistert! Das rechte forscht. Das linke steht gerade nach ausgiebigem Wälzen auf.

Weiter durch weisse Allee …

Gedreht am Wasserspielplatz der Wedeler Au, zurück über die Fußgänger- / Radfahrerbrücke.

Enten ruhen auf der Au, querab vom Sandfang.

Winterliche Vitamine im nahen Quellbach („sommerkühl“,“winterwarm“) – der Aufrechte Merk / die Berle grünt, wo sie kann, ganzjährig.

Fast ein Torbogen – „by nature“.

Durchblick „von der hohen Kante“ – unter langen Ästen der Alteichen auf Autalwiesen und bachbegleitender Baumsaum.

Winterfarben im Auwaldrest.

Hochlandrinder, 2 von (zu) vielen – leider halten Halter an den wenigsten Stellen eine Boden-, für die Tiere Gesundheit-schonende Viehdichte ein. (Die zugehörige Optik folgt später – knietief im Schlamm …, der Kreis-Veterinär …)

Wintersonne über der Autalstraße.

Wirbel-Eindruck Schnee …

Wirbel-Eindruck Schnee 2 – es geht auf den Rest.

Misteln am Ausgang (meinem, es gibt noch mehr).

Im Anstieg auf unsere Geesthöhe entdecke ich … – ja, am 2. Dezember … Ist das nun ein Hirsch des Nikolaus, oder des Weihnachtsmanns?

Egal, mit dem zweiten Hirsch und dem Geschenkeschlitten dahinter erfreut das Gespann jedenfalls Vorüberkommende im Hellen wie im Dunkeln.

Zu Hause zeigen sich Winterfarben im Kleinklima der Hecke – Flechten auf Feldahornast, Herbstlaub.

Der Schneehut der Mahonie an unserem Eingang hat noch etliche Tage überdauert.

Nun also, 24. Dezember „Frohe Weihnachten allen ringsum und anderswo!“

Möge das derzeit vielerorts laufende Hochwassergeschehen keine allzu schlimmen Folgen zeigen. Wir müssen aber auch dranbleiben, unseren Umgang mit den Extremen lokal, regional und überregional besser anzupassen.

Read Full Post »

Wie bekannt: In Wedel, Stadt mit frischem Wind, findet man für eine Radel-Tour auch bei „schlechtem Wetter“ schonmal Zeit und Raum.

Das Sturmtief Zoltan wütet um uns. Mal sehen, wie weit ich angesichts Sturm und verbreitetem Regen komme. Es soll erstmal trocken bleiben.

Regenrückhalt in der Stadt – auch kleine Beiträge sind willkommen.

Auf dem Radweg parallel zur B 431.

Blick Richtung Morgensonne – sehenswert.

Die Wolken jagen … – auf geht`s.

Auf der Höhe, Blick Richtung Geestkante – Größenorientierung: Hinten steht ein Schimmel.

Neuer Rückblick, auf der Höhe.

Nun wird es aber Zeit – noch sind welche da.

(Wir brauchen keinen, haben ein kleines, bewährtes Dauer-Exemplar.)

Maisacker in Waldpartie – was für eine Unsitte! Dennoch im Morgenlicht interessant anzusehen.

Abgebogen am Sauerbeck – die steile Bachschlucht ist halbvoll. Da muss es in der Nacht gegossen haben.

In der Holmer Marsch, den Geesthang direkt hinter mir – der Sauerbeck ist in seine Tide-Strecke eingetreten, füllt den Graben. Am Horizont schliesst er sich dem Bullenfluss an.

Bisher bin ich im Windschutz von Hecken, Knicks, Bäumen gefahren, merkte von „Wetter“ nichts Unangenehmes.

Hier am Rand der Marsch hat mich der Sturmwind voll zu fassen. Weder will ich Kraftsport machen, noch habe ich vor, mich von Sturmböen seitwärts irgendwohin verfrachten zu lassen. Umdrehen heisst das Zauberwort!

Nochmal ein Blick ins entferntere Geschehen …

Das Wettergeschehen zwischen Sonne und …
Vom Nordwesten, Niedersachsen ist schon ganz zu, rasen Wolken flächig heran.

Neben mir schiesst der Sauerbeck, verbesserbar, in sein Marsch-Dasein.

Noch ein Rundblick – richtige Entscheidung: Ich erklimmen im kleinen Gang den Geesthang, windgestützt.

Dieselbe Strecke zurückgeradelt, wie zuvor: windgeschützt.

Bevor ich in Wedel nach Hause abbiege, nehme ich kurz die Gegenrichtung, „Lüttdahl“ runter zur Marsch. Krähen spielen im Wind, hier querab mit Luv und Lee.

Dieses kleine Kerbtal der Geest, im Übergang zur Marsch, ist im Lee richtig idyllisch.

Gut zurückgekehrt, die Flut wegen Nichterreichen der Elbe statt im Original per Webcam angesehen. Sie überschritt das Tidehochwasser am späten Vormittag gestern um immerhin 3,2 m. Das ist schon was!

(Nach Murphy`s Law oder dem bekannten „Irgendwas ist immer.“ wird aus Hamburgs Hafencity gemeldet, dass wieder einmal Fluttore zu Tiefgaragen nicht geschlossen wurden / werden konnten. – Tja, wer exponiert wohnen will, …)

Die Folgeflut gegen Mitternacht mit etwa 1 m über mittlerem Tidehochwasser stimmt dann schon ruhiger.

Gleichwohl wird es heute fast ganztags regnen. – Ist denn bald Weihnachten?

Read Full Post »

Im Sommer hatten wir die Bredenbek (SE, Alster-Einzugsgebiet) in einem Teil der Agrarlandschaft mit Kiesbänken und Uferschutz strukturiert. Kurz danach hatten Regenfälle den sommertrockenen Bach gefüllt, durchflossen. Die neuen Strukturen sorgten für guten Wasserhalt in der Landschaft.

Wir wollten nachsehen, wie die Strecke nach Schneeschmelze und mehreren Regenperioden mit Abflüssen bis nahe mittlerem Hochwasser aussieht – gingen von unten bachauf.

Ein Stück bachauf, in der Strecke mit Uferbewuchs liegen unsere Kiese. Überrascht sehen wir vor uns so etwas wei einen Einstau.

Ah, das ist das freigelassene Dränrohr, das Treibsel eingesammelt hat.

Der Blick bachab zeigt, dass die vorher mit Sumpfpflanzen undurchdringlich bewachsene Strecke begehbar ist.

Wir gehen den seit geraumen Jahren entstandenen Mäanderbogen entlang, blicken bachauf.

Hocherosiv an ungeschütztem Ufer zeigt eine Rohreinleitung die Bachdynamik am Nachbargrundstück. Ins Ufer gelegte Großsteine befördern die Erosion weiter.

Mal sehen, ob auch hier Interesse an Kies-Unterstützung erwünscht ist – 2024 ist nah …

Wir gehen bachauf. Diese massiven, bewegten Sandfrachten wollen wir mit Uferschutz und Kolk-Rausche-Abfolgen künftig auch bachab mindern.

Weiter Blick zu unseren Autos – ein Silberreiher hatte uns überflogen, war auf der Agrarfläche dicht am Bach gelandet. – Erstaunlich: Selbst bei an die 200 m Entfernung beginnt er bereits, größere Distanz durch zügiges Schreiten zu erreichen.

Wir konzentrieren uns auf die baumbestandene Bachstrecke vor uns – die erste Rausche.

Beispiel Rausche – Kolk, gut vom regelhaft auf den Stock gesetzten Baumbestand gehalten.

Ein weiteres Beispiel – immer wieder schön zu sehen, wie sich die Turbulenzen entwickeln.

Häufig werden Rauschen als willkommene Verbesserung zum Queren genutzt – Wildwechsel.

Noch ein Wildwechsel.

Die beiden Beispiele stammen von eher schwach bekiesten Punkten. Wie bei anderen, die sich z.B. über die Zeit setzen, ist es angebracht, gelegentlich nachzukiesen.

Eine weitere, gering bekieste Rausche – bislang sehen wir nirgendwo Anzeichen der Forellen-Laichsaison.

Das hatte ich in den vorigen Beiträgen zum steinigen Moränenbach bereits diskutiert.

Die Straße kommt in Sicht. Leider wurde ein baumbestandenes Schlehengebüsch linkerhand beseitigt (mal sehen, ob es nachwächst) – für den Bach katastrophal.

Der Lichtüberschuss führte zum Durchwachsen von Sumpfpflanzen.

So sehen auch die Rauschen nicht allzu begeisternd aus.

Der Brückendurchlass – Schluss für heute.

 

Nahe der Autos am Knick sehen wir eindrucksvolle Pilze – gute Möglichkeit zum Test einer neuen App.

Die erzählt uns, dass es sich um einen Trichterling handelt, Mitglied einer artenreichen Gattung. Da wir zwar begeisterte Betrachter, aber keine Kenner sind, bleibt das Ensemble ungeschoren.

Read Full Post »

Da ist sie also, unsere untere Rausche aus Kies, sohlanhebend den Wasserhaushalt des Waldes stützend.

Kies und Herbstlaub zeigen die Abflusshöhe des vorigen stärkeren Regens.

Auch der unterste Mäanderbogen der Bredenbek im Wald zeigt seit Anheben der Bachsohle ganzjährig Grün.

Benachbarte Tieflagen halten Wasser lange, länger als zuvor.

Blick bachauf, in die Kanalstrecke – nun angehoben, mit einer Vielzahl strukturierendem „Flussholz“ (wie ich jüngst von anderswo lernte, vgl. P.S. am Ende des vorigen Berichts).

Der unterste frühere Mäanderbogen im Wald umgreift unsere Rausche. Daher haben wir für den Fall neuen Fliessens das Agrarufer gegenüber seiner Mündung mit Kies geschützt (im Foto vorn).

Blick bachab – die Ufer teils baumgesäumt, die Agrarseite vor Zeiten bei Unterhaltungsarbeiten mit Großsteinen geschützt, bieten gute Voraussetzungen, Ökologie und Wasserhaushalt weiter zu verbessern.

Wir werden sehen … – später mal.

Read Full Post »

Spuren des abgeflossenen Hochwassers zeigen, dass der Zugang zu den ehemaligen Mäandern der Bredenbek (rechter Arm) gut durchflossen wurde.

Die unmittelbar bachab der Holzabfuhrwegbrücke platzierte Rausche hält Wasser länger im Bereich oberhalb (Turbulenz vorn), die zweite Rausche lässt bei höheren Abflüssen die alten Mäanderschlingen bachab wieder durchströmen.

Diese Rausche hebt die Gewässersohle so an, dass – hier sichtbar – das frühere Bachbett zeitweise reaktiviert ist.

Links im Foto besteht die gesamte sichtbare Herbstlaubfläche aus zugegebenem Kies. Die Sandbank dahinter lagerte sich im Strömungs-Lee ab und engt das überbreite Kanalbett ein. Die Kiesmassen der Durchbruchstelle des Hochwassers entlasten einen neu entstandenen Prallhang. Sichtbar am bachab transportiertem Kies ist die nun entstehende Profilierung eines engeren Mittel- und Niedrigwasserprofils.

Das Aufhöhen der Sohle in Verbindung mit Einengen der gleichförmigen Überbreite der Kanalstrecke hält Wasser – wie beabsichtigt – im Umfeld länger, sowohl als sichtbare Stillgewässer als auch im Boden.

Unsicher ist, ob unmittelbar am Durchbruch der Rausche ein Forellen-Laichbett existiert.

Hier gelb umkreist – angesichts des gleichartigen Bewuchses wäre das in einer der vorherigen Regenperioden angelegt worden.

Wir setzen nicht unbedingt auf diese Annahme. Zwar konnten wir voriges Jahr auf den Neukiesen bachab einzelne Laichbetten ausmachen. Verglichen mit allen übrigen Strecken in anderen Bach-Einzugsgebieten, wo so gut wie alle Kiesbänke belegt sind, behalten wir das „örtliche Unikum“ erstmal nur im Sinn.

Jedenfalls scheint im Hamburger Abschnitt der Alster keine – oder zumindest keine vollständige – Durchgängigkeit für Wanderfische zu bestehen. Deren Aktivitäten zeichneten sich sonst auf unseren Kiesen ab.

Ein Stück bachab hat die Überbreite des Kanals bewegten Sand ruhiggestellt.

Dies entlastet erwartungsgemäß den weiteren Bachlauf. Alle Beteiligten sind begeistert.

Die Überbreite des kanalisierten Verlaufs bietet noch viele Gelegenheiten, im Strömungsgeschehen Erosionssand zu deponieren. Hinten ist der aktivierte Altmäander zu erahnen, mittig ist eine Tieflage gut vernässt.

Das gezielte Wiedervernässen des Bachumfelds führte zu – beabsichtigtem – Sturz von Flachwurzlern, meist Buche. Das bietet neue Struktur, neue Möglichkeiten.

Hier detaillierter, schärfer: Um den Eisvogel braucht sich niemand zu sorgen.

Blick bachab – der überbreite Kanal ist innerhalb weniger Jahre Dank des guten Angebots von Totholz im alten Baumbestand bereits vielerorts sehr gut strukturiert.

Totholz, Äste, Laub – Strukturieren „by nature“.

Allerhand Holz hier …

Und noch so ein Verhau.

Hochwasserdynamik nagt(e) – legte Moränensteine / -kiesel frei.

Übersicht bachab – vernässter, nun stets grüner Altarm links, Kanalstrecke still bis rauschend.

Moränenkies, reaktiviert „by nature“.

Zunehmend bilden sich Punkte bis Teilstrecken, in denen auch im Kanal Mittel- und Niedrigwasserbett angepasst strukturiert sind.

Ein weiterer, jetzt feuchter, immergrüner Altarm.

Die Baumwurzeln der charakteristischen Gewässerbegleiterin Erle bieten wesentliche Grundlage für die naturnahe Weiterentwicklung.

Wir sind am Ende der Kanalstrecke im Wald angekommen. Im Übergang zur Agrarlandschaft liegt unsere weitere, die Sohle stark anhebende Rausche.

Von dort geht es demnächst weiter, bachab – auf zu neuen Ideen, Taten.

P.S.: Aus Tschechien erhielt ich zu diesem und dem vorhergehenden Beitrag folgenden Text (Auszug) „Zur Totholzfrage: „Je mehr, desto besser!“
Bei uns kam es schon zu einem Fortschritt in der Terminologie – statt „Totholz“ sagen wir jetzt „Flussholz“. So wie das Holz im Fluss auch lebendig sein kann….die Baumwurzeln, Weidenholz usw.
Ich wünsche Ihnen auch schöne Weihnachten a alles nur gute im neuen Jahr.“ – Besten Dank dafür!

Read Full Post »

Wir befinden uns im oberen Alster-Einzugsgebiet. Im Übergang vom Wald zur Agrarlandschaft liegt eine ca. 300 m lange begradigte, kanalartige Bachstrecke. Diese entwässert das Gelände unnötig. Durch Laufverkürzung erhöhtes Gefälle trägt Bodenmassen aus dem Wald aus und belastet so Bach und Umfeld. Die früher im Wald aktiven Mäander liegen „hoch und trocken“.

Als wir beabsichtigten, das System am Landschaftsübergang durch Höherlegen der Sohle zu entlasten, regte der Förster einen Versuch an, auch die ehemaligen Mäander mindestens zeitweise zu reaktivieren.

Darüber wurde bereits mehrfach hier im Blog berichtet, die aktuelle Situation wird im nächsten Beitrag vorgestellt.

Bachauf unserer Aktivitäten liegt der mäandrierende Bachlauf – noch in seinen natürlichen Windungen, bereits bei online-Orientierung auf Google Maps und Google Earth erkennbar.

Hier zeige ich den untersten aktiven Mäanderbogen vor Übergang in die Kanalstrecke.

Das ist mal etwas Besonderes – Alt-Mäander im Buchenwald.

Bei Restaurierungsdiskussionen wird oft gefragt: Und wie ist das mit Totholz? – Wie viel Totholz ist naturnah?

Hier kann man`s erahnen!

Und hieraus ergibt sich vielleicht nachvollziehbar mein Konzentrieren auf Kies-Erst- oder / und -Ergänzungsausstattung des Strukturgerüsts eines lebendigen Bachs.

Es macht für mich keinen Sinn, in ausgeräumter Landschaft mit – vergänglichem – Holz zu arbeiten, so lange „der Baum, die Allee, der baumgesäumte Randstreifen, der Auwald“ nicht lokal akzeptiert sind. Alle vergänglichen Einbauten ohne Akzeptanz und zielgerichtete Entwicklung des Ursprungs bleiben Makulatur, Abgreifen von Stichworten aus den heutzutage so beliebten „Tool-Boxen“.

Hoch oben stehe ich über dem Bach, Blick vom Prallhang bachauf. Der mäandrierende Bachlauf ist zu erkennen, erahnen.

Grundsätzlich soll nicht ausserhalb von Wegen herumgelaufen, gestört werden.

Daher hier eine gelbe Hilfestellung.

Bei Niederschlägen auf lehmig-steinige Moräne wird der unscheinbare Bach (sommertrocken!) zum reissenden Fluss, Prall- und Gleithänge, die Sohle befinden sich in steter Veränderung.

So zeigt angesichts aktiven Fliessgeschehens neuer Anriss am Prallhang die steinreiche Moräne.

Fast wie im Mittelgebirge, hier im Norddeutschen Tiefland – solche Besonderheit habe ich bis 2019 Studenten der TU Hamburg-Harburg im Niedersächsischen auf Exkursionen nähergebracht (Landschaft- und Bach-Situation Lüneburger Heide / Harburger Berge – internationale Überraschung, Begeisterung!).

Heutzutage, mit dem Biber auf dem Vormarsch, möchte man gern solch „Biberdamm-Analogon“ möglichst überall einbauen …

Der Bach ist noch vorübergehend eingestaut angesichts vorheriger hoher Zuflüsse (und Bremswirkung bachab).

Blattstudium auf Holz und nebendran – Hain- und -Buchenwald mit Eiche und Ahorn.

Noch ein Prallhang, mit frischem Anriss – Naturkies im Gleithang und der Gewässersohle (im Foto wegen Spiegelung nicht erkennbar).

Detail – mehrere alte Eisvogelröhren. – Keine unnötige Sorge! Mehr als ausreichend stehen dem findigen Tier ringsum Alternativen zur Verfügung.

Die Brücke des Holzabfuhrwegs – Bremse für Hochwasserabfluss, noch etwas einstauend.

Unmittelbar vor der Brücke mündet ein Waldgraben, dessen Tiefe und Steilheit wir mit Kies entschärft haben. Vorher belasteten angesichts Gefälle und Länge erhebliche Mengen Erosionssand die Bredenbek.

Demnächst geht`s weiter – mit Eindrücken entlang der 300 m Kanalstrecke.

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »