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Archive for the ‘Unsortiertes’ Category

Mein Wagen …

… ist`n Kleinwagen.

Die viertbeste Art, sich fortzubewegen nach (schnell-)zu-Fuß-gehen, Radfahren, Zugfahren.

Nach 2 Silbergrauen, quasi geerbten, hier wieder eine "Erbschaft" - gut, wenn die junge Generation erkennt: "In der Großstadt braucht`s kein Auto." - Fahren wir also bunter auf dem Land - Dank nach HH. 🙂

Erwähnenswert finde ich dem entsprechend die Aktion „I burn calories, not fuels“.

Kleinwagen ist generell ok, muss ausser uns ja nur ein kleiner Hund rein.

"Voll ok!" meint Socke von de Dreyster Drift.

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Goldener Oktober im November – auch mal ein schönes Erlebnis; also auf zur Wanderung an den Edersee, Fürstentum Waldeck.

Schöne Aussicht, Waldeck: "Schloss Waldeck kennt ein jeder, der da gewesen ist." 🙂

Das war nun höchste Zeit für einen Besuch in der binnenländischen Hansestadt, Anfahrt per Bahn.

Raus aus dem ICE im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe und rein in die Regionalbahn Richtung Westen.

Kurzer Stopp auch in Külte-Wetterburg - über den querab liegenden Twistesee wird weiter unten noch zu berichten sein.

Der Bahnhof Volkmarsen zeigt Schiefer-Architektur, wie sie allerdings weiter westlich im "Upland" noch typischer ist.

Gut angekommen in der Kreisstadt Korbach - das Türmchen der Alten Landesschule (ehemals Gymnasium, dessen Neubau am Stadtrand liegt) grüßt über Fachwerkgiebel.

Eine Tour nach Waldeck mit folgender Wanderung entlang des – herbstlich stark abgesenkten – Edersees ist immer empfehlenswert.

Das ist aber auch ein Herbstbild - Blick von Waldeck auf nordwestlich gelegene Bergwälder.

Schöne Aussicht, Waldeck - Postkartengruß vom Schloss Waldeck.

Schöne Aussicht, Waldeck: Blick auf die aus dem Edersee auftauchenden Hopfenberge.

Guten Tag, ich heisse Erck, bin der Chef der Hollen.

Der Erck und seine Hollen haben sich verpflichtet, immer für die Sicherheit des Schloss Waldeck einzustehen.

Blick vom Schloss Waldeck auf den Edersee, der die großen Ederschleifen eingestaut hat.

Auch bei niedrigem Wasserstand kann man den See auf den Fahrgastschiffen erleben.

Mit dem Bau der Talsperre Anfang des 20. Jahrhunderts ist der Bestand des Weser-Lachs [7-seitige pdf-Datei] völlig zusammengebrochen: die riesigen Laich- und Aufwuchsflächen der Eder gingen durch Einstau (Fluss wird zu See) und Unterbrechen der Wandermöglichkeit der Laichfische verloren. Sehr intensive Erbrütung von Lachs-Eiern, um dem Bestand wieder aufzuhelfen, hat seinerzeit keine Erfolge gebracht. Heutige Versuche, den Weser-Lachs durch Aktivitäten andernorts wieder zu gewinnen, dürfen gespannt abgewartet werden …

Nun aber auf zur Wanderung durch Buchenwald von der Sperrmauer aus entlang des Sees.

Vor den Hopfenbergen - umgekehrter Blick zum früheren Foto, Richtung Waldeck.

Die Hopfenberge - schräg gestellte Geologie.

Der Edersee war und ist ein beliebtes Angelrevier – versunkene alte Bauwerke, Baumreste und andere Geländerauigkeiten bieten besondere Anlaufpunkte.

Es scheint so, als ob nach den Anstrengungen der Abwasserreinigung und der damit einhergehenden Nährstoffverringerung (die Landwirtschaft muss ihren immensen Beitrag noch bringen!) die Fischfauna des Sees wieder vom Trübwasserfisch Zander zurück zu Hecht und Barsch geht – und was für Fische werden da gefangen!

Zahlreiche Angler versuchen vom Boot aus ihr Glück.

Dieser Land-Angler hatte Glück - auch wenn es die Vergrößerung nicht scharf zeigt: einer der berühmten riesigen Edersee-Barsche liegt auf seinem Kescher.

Zurück im Gegenlicht führt der Weg Richtung Sperrmauer.

Unser Bauhof hätte diesen Baum längst abgesägt - schräg, wie er steht, stünde seine Standsicherheit in Zweifel ... - Die Zotten am Stamm sind übrigens Wasserwurzeln. Sie zeigen den Wasserstand bei Vollstau.

Dass die Natur Bäume mit Wurzeln ausgestattet hat, die sie trefflich verankern, weiss bei unserem heutigen Bauhof fast niemand mehr ...

Herbstlicher Hang kurz vor Erreichen des Leihwagen-Parkplatzes - Tschüß, Edersee!

Auch der junge Twistesee zeigt Alterungserscheinungen. Schwimmer beschwerten sich über Wasserpflanzen …

Unüblich tief abgesenkt präsentiert sich der Twistesee.

Liebe Leute, seid froh, dass ihr Wasserpflanzen sowie offenbar gute Muschelbestände und daraus resultierendes Klarwasser und nicht die Erbsensuppe des Algengewässers habt!

Auch der Vorstau ist abgesenkt - Maßnahme zum Entwässern der nährstoffreichen Sedimente vor Baggerung?

Wie dressiert kommen Enten herangeschwommen.

Große Mengen Dreikantmuscheln (?) sind am Einlaufbauwerk trockengelegt und stinken vor sich hin. Die werden das Wasser nicht mehr sauber filtrieren.

Hoffentlich ist die als Verbesserungsmaßnahme gedachte extreme Absenkaktion des Wasserstandes nach Überlegungen von Gewässerökologen entstanden. Mir jedenfalls erschließt sich das Ganze nicht! Umweltverbände beklagen sich, dass ausgerechnet in der Vogelzugzeit der wichtige Trittstein Twistesee als Rast- und Nahrungsquelle nahezu ausfällt.

Umgestürzte Bäume bieten bei Vollstau vielfältige Uferlinie für Wassergetier.

Hoch gelegen, rechts in der ehemaligen Bach-Aue sind die früheren Mäander des Bachs Twiste erahnbar.

Genug gefahren und gewandert – ein schöner Tag geht zu Ende.

Korbach bei Nacht - das Jahr ist fortgeschritten, die Weihnachtsbeleuchtung hängt schon, braucht demnächst nur noch jemand den richtigen Schalter zu betätigen.

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Siebenuhrdreissig.

Achtuhrdreissig - hinter den Nadelbäumen ist die Sonne aufgegangen.

Oha! - Achtuhrvierzig.

Ganz so beeindruckend wie 2009 ist es dieses Jahr entsprechend diverser Wetterkapriolen zwar nicht, zeitweise Nassstürme haben die Baumwipfel von Buche und Bergahorn schon ziemlich gerupft. Aber bunt ist es allemal wieder – haben wir doch noch den erwünschten „Goldenen Oktober“ bekommen.

Dazu ein paar Farbenfotos von gestern.

Birken-gelb im Birkenweg.

Buchen - bunt im Buchenweg

Buchenweg 11 - Spitzahorn-gelb

Morgens in der Seeve-Aue bei Harmstorf ging es auch bunt zu.

Immer empfehlenswert: die Bergahorn-Allee im Steinbeker Mühlenweg (Buchholz in der Nordheide), wenngleich dieses Jahr nicht die Gesamtheit, sondern vor allem dieser "Star-Baum" brilliert.

Na, und dann ist da "natürlich" noch das neue Landschafts-Gelb: Mais-Gelb.

Horizonte 2011 - die (Nicht)Befahrbarkeit anmooriger Flächen erhält uns manch interessantes Winkelspiel noch ein Weilchen ...

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Die Exkursion am zweiten Veranstaltungstag führte uns – gegenläufig in 2 Bussen – zum Wattenmeer an der Vidå Sluse (vorbei an der älteren Højer Sluse = Schleuse) und ins Kongens Mose, ein Hochmoor.

Der Blick aus dem Busfenster zeigt: das Wetter wird wechselhaft.

Umgepflügt - fettes Marschland. Der Boden (k)lebt. (Zitat Prof. Miehlich aus anderem Zusammenhang - passte hier so schön) 🙂

Bei einer Busfahrt gibt`s immer viel zu sehen. Erstaunlich, es weiden heutzutage sogar Kühe gelegentlich auf Feuchtwiesen - und das in der ansonsten intensiv genutzten Marsch.

Flaches Land: Der steife Westwind steht gegen den Wasserabfluss, stehende Wellen bauen sich auf.

Spezial-Traktor: Winkel-Mäher.

Blick über den Deich: Hoher Himmel über dem Watt.

Verblühte Strandastern vor dem Watt bei Ebbe.

Heute ist der Wind wieder ein richtiger Schaumschläger!

Schlagsahne auf Wattboden - es wird Zeit, den Nährstoffeintrag aus der Landwirtschaft zu minimieren. Nötiger Meeresschutz wird seit 3 Jahrzehnten missachtet.

Blick deichwärts zur Schleuse, grün.

Schlange vor der Herrentoilette? - Ach nein, Windschutz Suchende vor dem Schleusengebäude.

Uns wird ist es hier zu lausig – wir fahren weiter zum Hochmoor Kongens Mose.

Anfahrt über Feldweg: Uuups, ganz schön eng hier! Bus und Raupe mussten ordentlich rangieren.

Spuren in der Landschaft - Allerweltsbild heutiger Landwirtschaft: Bodenüberforderung mit zu schwerem Gerät und / oder Landnutzung zur Unzeit. Der "schlagkräftige Landmann" will immer können!

Das Hochmoor präsentiert sich herbstlich gelb-rot.

Gelb-grün geht auch.

Gar schaurig ist`s ...

So, genug Frischluft – uns wird das mit dem Dunkelwerden, dem auffrischenden Wind (und dem Anruf von der „Watt-Gruppe“, dass rasend ein Regengebiet zu uns auf dem Weg ist) jetzt zu ungemütlich im Hochmoor. Schnell zurück zum Bus, Schluss für heute.

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Die Konferenzveranstalter hatten ein Gesundheits- und Touri-Programm für uns vorbereitet. Wir konnten die Gelegenheit nutzen, bei etwas Glück das Natur-Phänomen „Sort Sol“ = „Schwarze Sonne“ zu erleben. Dazu bestand die Auswahl, die Exkursion per Fahrrad, per Kanu oder zu Fuß anzugehen.

25 Fahrräder und 7 Kanus standen bereit - die anderen Teilnehmer durften zu Fuß gehen.

Wir radelten den herbstlich beeren-rot gefärbten Straßenrand entlang gen Südwesten.

Überraschung - wir queren die Grenze nach Deutschland, der Einkaufsort Aventoft ist unser Ziel.

Auf dem Deich sitzen und stehen schon mehr als 200 andere Interessierte - mal sehen, was uns erwartet.

Zunächst sehen wir in der Ferne alte Bekannte - 4 der 7 Kanus werden professionell gegen starken Gegenwind gefahren, die 3 anderen haben heftig zu kämpfen. Am Horizont wandern unsere Fußgänger.

Die Zeit vergeht, die Sonne sinkt. - Aaah, ein erster, kleinerer Vogelschwarm vor dem Sonnenhorizont - noch sind wir Menschen fast in der Überzahl.

Und noch immer treffen weitere Zuschauer ein - inzwischen sind wir gut über 500, an die 1000.

Aber dann, es weht weiter und ist noch kühler geworden, die Sonne ist fast weg ... - die Stare kommen in Massen.

"Sort Sol" - "Schwarze Sonne" - wir hatten Glück, Abertausende Stare bescherten uns ihren beeindruckenden abendlichen Einflug in die Schlafstätte der Vidå-Schilffelder.

Das war wirklich ein Erlebnis! Jetzt schnell zu den Rädern und zurück nach Tønder.

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... sitzt die kleine Wanze. - Als sie gerade aus dem Ei geschlüpft war, hat ihr irgendjemand beigebracht "Buchen, die sollst Du suchen." Nun ist sie also angekommen und hat vergessen, warum bzw. was sie auf Buchen suchen soll.

Ich weiss es auch nicht. – Vielleicht ist der Weg das Ziel?

Auf der anderen Seite: das mit dem „Vor Eichen sollst Du weichen.“ soll ja wohl auch nicht stimmen …

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Nachdem ich kürzlich in Dessau unter dem Titel „Wo bleiben die Wanderfische der Elbe?!“ vortrug, war es an der Zeit, den neuen Vattenfall-Fischpass am Wehr Geesthacht anzusehen.

An der Küste weht ein frischer Wind - und um 8 Uhr an einem 21. September ist es noch ganz schön früh.

Das kann einen aber überhaupt nicht stören, wartet doch eine äusserst kompetente und souverän vorgetragene Führung auf Interessierte. Fragen sind ausdrücklich erwünscht.

Kleine Unterbrechung: Da ich bei der Anfahrt „über Land“ gut zurecht gekommen bin, bleibt noch Zeit, einen Blick auf den 1998 in Betrieb genommenen Fischpass am Südufer der Elbe zu werfen.

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Mit den heutigen Kenntnissen ist verständlich, dass dieser bei seiner Einweihung als bahnbrechend geltende Fischpass nicht heutigen Vorstellungen entspricht. Immerhin hat er damals allerdings zu einer erheblichen Verbesserung für Wanderorganismen inkl. Stint, Meerforelle, Lachs und Neunaugen geführt

Vom Landschaftsbild her nicht schön, von der professionellen Fischwilderei mit extremsten Auswüchsen her aber unabdingbar: eingezäuntes und gesichertes Gesamtumfeld des Fischpasses am Südufer.

Mit besser geeigneter Methodik als bisher wird das Wandergeschehen überwacht.

Das standortgemäße Fachpersonal inspiziert regelmäßig die Zähl- und Messeinrichtungen, hier oberhalb des Südufer-Fischpasses.

Nun aber los zum Treffpunkt am neuen Vattenfall-Fischpass, die beiden oben bereits gezeigten Fotos werden ergänzt um das weitere, ausgesprochen interessante Geschehen vor Ort.

Wir Besucher waren regelrecht elektrisiert, eine solche Fischwanderhilfe sieht man nicht jeden Tag.

Gummistiefel braucht man keine, festes Schuhwerk reicht - fast wie ein Kunstwerk wirkt der Fahr- und Gehweg.

Fast künstlerisch auch die betonvergossenen Wasserbausteine - während der Bauphase riss ein Riesen-Elbehochwasser allerhand auf der Baustelle weg.

Der Fischpass ist ausgelegt für den größten, möglichen Wanderfisch der Elbe, den Stör. Die Anlage überwindet den Höhenunterschied als sogenannter Schlitzpass - große Becken, in denen die Tiere verweilen können und kurze turbulente Strecken an den Schlitzen, die es zu überwinden gilt.

Turbulente Strömung an einem Schlitz - natürlich wird auch der Wasserstand gemessen.

Wegen der nötigen Länge mussten 2 Umlenkkurven eingeplant werden - eine Herausforderung, die die Ingenieure offenbar gut gemeistert haben.

An Stellen besonders starker Turbulenz sieht man auch heute gelegentlich das Elbwasser schäumen.

Messeinrichtungen ermöglichen eine genaue Erfassung vorher besonders markierter Fische.

Hier stehen wir neben der Fanganlage an der Monitoringstation - alle passierenden Fische werden erfasst. Zwar ist die Gruppe zu spät gekommen, um den Tagesfang zu erleben, aber man hat uns ein paar Vorführfische aufgehoben.

Ein besonders großer Fang, wenn auch ein eher unerwünschter: das Vorderteil eines Sibirischen Störs - die Sorte, die von Natur aus nicht in die Elbe gehört, angesichts aller möglichen Aktivitäten des teichwirtschaftenden Profis und Laien aber inzwischen fast überall auftaucht.

Es winkt die Wollhandkrabbe - ein Scherenbein und andere sind ihr verloren gegangen.

Ein in der Abwasserzeit seltener Karpfenfisch, die Zope, hat sich inzwischen in der Elbe wieder gut vermehrt.

Neben dem dicken Stör wirken selbst ausgewachsene, fast 1 m lange Zander wie Waisenknaben.

Uiiihh, zappelig - Flussneunaugen!

Hier sind die 7 Kiemenöffnungen des Flussneunauges gut zu sehen - plus Nasenloch plus Auge = 9 "Augen" auf jeder Körperseite ... - Herzlichen Dank, wir haben eine ausserordentlich kompetente und lehrreiche Führung genossen!

Natürlich gehört auch der Kormoran an einen großen Fluss.

Turbulent tosend schiesst das Elbwasser über das Wehr Geesthacht. Interessiert beobachtet eine Möve das Geschehen - hier gibt es heute bestimmt noch etwas zu fressen.

An solch interessanter Stelle bleibt eine Möve natürlich nicht lange allein.

Leider auch da und für das geübte Auge unübersehbar: Schwarzangler / Wildfischer, die auch vor tierquälerischen, verbotenen Fangmethoden nicht zurückschrecken.

Kleine Elbbucht unterhalb des Fischpasses - es ist an der Zeit, ein der Elbe angemessenes Fischschongebiet auszuweisen und durch konsequente Kontrollen Fischwilderei abzustellen. Hoffen wir, dass das Stichwort "Lebendige Elbe" allerorten zunehmend ernst genommen wird.

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Wieder einmal ging`s nach Berlin.

Berlin-Anflug von Norden in den Osten - Platte in Sicht.

Wir wollen frühstücken auf dem Fernsehturm - extra gutes Wetter wegen der Aussicht bestellt.

Bevor es aber so weit ist, spazieren wir noch einmal - unter anderem - entlang der 60er-Tour des Vorjahres.

Start des Uferspaziergangs entlang der Museumsinsel.

Der "Familienfotobaum" des Vorjahres ist auch noch da.

Hoch in den Lüften vor dem Dom wird ein Pegasus versorgt.

Wieso der linke Turm des Doms in völligem Stilbruch mit einen neuen Aufsatz verschandelt wurde, wissen die Götter.

Am Morgen drauf wartet das Frühstück, hoch über Berlin.

Funkturmbesucher blicken in den Abgrund - hier also ist die Schlange geblieben, die eben noch unten vor dem Eingang stand.

Lecker Frühstück, Teilansicht.

Zu sehen gibt es natürlich Etliches während sich das Turm-Café dreht, wenngleich die Sicht von unten viel klarer zu sein schien.

Natürlich! - Die Digicam ist - wie fast immer - dabei.

Brandenburger Tor, Gold-Else und Reichstag von oben.

Grün am versteinerten Spree-Ufer - sehr schöner Überblick über den Nach-60er-Spaziergang des Vortages.

Himmlisches Scheinwerferlicht beleuchtet am Horizont die Spree samt daran liegendem Kraftwerk.

Gleissend liegt die Spree unter uns in der Morgensonne.

Das Frühstück hat geschmeckt, wir wandern noch ein Bisschen durch die Gegend.

Rüber zur Eastside-Gallery - noch zeigt das Ampelmännchen rot, aber die Mauer ist durchlässig.

Fahrrad-Führung durch Berlin, eine interessante Variante, die Stadt kennen zu lernen.

Auch den Trabbi gibt`s im Straßenbild noch - im Vorjahresbeitrag habe ich das Angebot "Trabi-Safari" beschrieben - hat auch eine Internetseite.

O2-World unter blauem Himmel - immer ein Tourismus-Foto wert.

Dieser Storch zeigt es: der Herbst naht, Abflug.

Nun heisst dieser Artikel ja „Panke, Berlin“ – auf also zum Treffpunkt an der Panke gleich neben der Bibliothek Luisenbad. Ich nutze die an fast jeder Ecke gebotene Gelegenheit, ein Fahrrad zu leihen.

Treffpunkt zur Panke-Expedition - Brücke Badstraße.

Es ist schon schön, wenn sich eine lokale Gruppe wie Panke.Info der Örtlichkeit, Geschichte und Kultur sowie Ökologie annimmt.

Luisenbad, Badstraße, Gesundbrunnen - Namen des heutigen Berlin verraten: hier verbirgt sich eine lange, thematisch interessante Geschichte. Panke.info bietet Touren - sei es real oder im Internet und erzählt.

Luisenbad, Bibliothek, Veranstaltungsort und Treffpunkt.

Fast haben die Straßenkämpfe vergangener Zeiten wegen sozialer Missstände keine Zeugen mehr - blieb nur dieser Findling übrig?

Noch besser ist es, wenn die Zuständigen der Stadt auch ihre Aufgabe erkennen und gute Information bereit halten. Warten wir ab, ob die Planung in standorttypischer Ausführung endet und die „Eingeborenen“ hinterher sagen „Das war wohl getan.“.

Die Panke in Berlin - mit allen Charakteristiken eines Stadtbachs. - Aaaaber: ein solches Naturpotential hätte ich hier nicht erwartet. Mit geringem Aufwand ist bereits erhebliche Verbesserung möglich.

Jede Menge senkrechtes, buntes Mauer-Ufer - wehe dem, der hier im Fluss landet.

Extremes Ufer muss nicht hoch sein - eine Spundwand "reicht" auch schon. Überbreite und fehlende Struktur des Gewässergrundes lassen die Panke hier als Sand-Schlamm-Kanal erscheinen.

Wie im vorigen Foto zeigt sich die Panke auch hier als "schönes Teil", sauber und aufgeräumt im Sinn des Sauberkeitsfanatikers - eine ökologische Wüste. Der Ball vorn rechts schwimmt als Sinnbild verloren an der Wasseroberfläche: wer immer hier reinfällt - unnatürlich technisches Ufer verhindert den Wasser-Land-Wechsel für Spielzeug, Kinder, Haustiere und - ganz nebenbei (! ?) - für Lebewesen des Gewässerumfelds, seien es Nager und andere Säugetiere, Amphibien oder z.B. die die Wassernähe liebende Ringelnatter.

Wo neben der Wandse hinreichend Flächen zur Verfügung stehen, bietet sich die Möglichkeit, ihren Lauf vielfältiger zu gestalten - z.B. durch Nutzung des bereits vorhandenen Hochwasserschutzbeckens (Foto: vom Ablauf bachauf gesehen). Das ist auch vorgesehen. Aber Achtung: Es gilt, die Höhenlagen zwischen Gewässer und "neuer Aue" zu beachten, sonst ist der jetzt ökologisch bereits wertvolle Seitenraum anschließend zerstört.

Diese Montage vom Einlaufbereich des Hochwasserschutzbeckens beleuchtet die Thematik: die tief liegende Panke muss durch Sohlanhebung auf das Niveau der "neuen Aue" gebracht werden. Andernfalls - bei "Durchschneiden" der Hochwasserschutzfläche - würde aus dem heute einigermaßen feuchten Gelände ein entwässerter, Nährstoffe frei setzender Bodenkörper entstehen. Brennesseln würden die heute in Teilbereichen vorherrschenden Feuchtgebietspflanzen ersetzen.

Detailfoto des Zulaufbereichs als Abschluss: der zuständigen Verwaltung, dem Planer und den Ausführern stellt sich eine herausfordernde Aufgabe, wollen sie die gesetzlich geforderte Verbesserung der Gewässerökologie und die Aufwertung des Stadtbildes / Erholungsraums vereinen. Beide Themenbereiche verlangen dasselbe - aus Fehlern anderswo ist zu lernen, wie sie vermieden werden können.

Umweltbildung in Berlin jedenfalls bietet eine ausserordentlich fundierte Grundlage. – Man muss dann „nur noch“ wollen und das Richtige tun.

Für dieses Mal ist die Panke-Tour zu Ende am Rathaus Pankow. Zurück geht`s mit dem Rad Richtung Kulturbrauerei.

Das waren wieder einmal spannende Tage in Berlin.

Der alte Koreaner in Berlin, bereit zur Heimfahrt.

Der Morgenspaziergang mit Socke von de Dreyster Drift erinnert uns daran: es ist ja Wahl in Berlin! Dieses Foto - wie vorhersagend - präsentiert die Wahlsieger (das hat ja nicht zwingend damit zu tun, dass die dann auch den Senat stellen ...).

O nass is `s - nix wie weg aus Berlin!

Nach 20minütiger U-Boot-Tour (Schleich-Fahrt) hatten wir das Regenband glücklich hinter uns und konnten in guter Fahrt Hamburg passieren.

Socke von de Dreyster Drift, zurück daheim: "Ich will hier rein!"

Aaah, es tut sich was!

Und schwups! - Jetzt erstmal erholen!

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Seit Jahrzehnten engagiert sich eine Gruppe hoch qualifizierter und hartnäckiger Bach- und Heimatfreunde für die Wernigeröder Forellenbäche. Mit vielen Kooperationspartnern haben sie es geschafft, nachdem die Abwasserprobleme Anfang der 1990er abgestellt werden konnten, aus ökologisch toten (sehen wir mal von den Abwasserbakterien ab) Harzgewässern wieder wahre Kleinode entstehen zu lassen. Dazu gehörte vor allem auch, die zahlreichen Wanderhindernisse auf dem Weg zu Laich- und Aufwuchsstrecken zu bereinigen.

Inzwischen sind im bebauten Stadtbereich Wernigerode alle Hindernisse in so vielen, ortsangepassten Varianten umgestaltet, dass ein interessanter Lehrpfad über Fischpässe auf den interessierten Wanderer wartet.

2011 lud der Wildfisch- und Gewässerschutz 1985 Wernigerode e.V. ins Haus der Nationalparkverwaltung zum 7. Wernigeröder Wildfisch-Symposium ein.

Für besonders interessierte Leserinnen und Leser  verlinke ich zu einem Ortskundigen bei scienceblogs.de (schließlich geht es ja tatsächlich um verbessernd in der Natur angewandte Wissenschaft) – viel Spaß!

Auf geht`s mit der Elbe-Saale-Bahn - von Dessau nach Wernigerode, der bunten Stadt am Harz.

Vorbei an der bekannten EU-Agrarsteppe - Unser täglich Gift gib uns heute.

Ankunft am Bahnhof Wernigerode - das Schloss grüßt vom Berg.

Auf der Suche nach der Goldforelle - Goethe fand sie schon 1777.

Auf der Suche nach der Goldforelle - Goldrute am Wallgraben der Stadtmauer.

Auf der Suche nach der Goldforelle - die berühmten "goldenen (?) Türgriffe".

Forellen gefunden - aber rote! - Wappentier der Stadt und des Landkreises Wernigerode.

Und dann die Überraschung in interessanter Vortragsveranstaltung – da ist sie ja:

2011 - Für 10 Jahre überaus ertragreicher Kooperation wird die Wernigeröder Goldforelle verliehen. - Ganz herzlichen Dank !

Nach getaner Arbeit und gelungenem Arbeitsessen geht es durch mittelalterliche Gassen ...

... zurück zum Hotel in Marktplatz- / Rathausnähe.

Am nächsten Morgen startet die zum Symposium gehörende Exkursion. Aber vor der üblichen Begutachtung umgebauter Wanderhindernisse gilt es dieses Mal, Fische zu retten: ein Wehr-Umbau steht unmittelbar bevor, wir helfen, die im Baustellenbereich gefährdeten Fische in gefahrlose Strecken zu bringen.

Einführung in das Elektrofischen, eine zu Recht nur dem ausgebildeten Fachmann mit Sondererlaubnis gestattete Methodik zur Bestandserfassung.

Dieser 3-stufige Absturz steht unmittelbar vor seinem Umbau zum durchwanderbaren Fließgewässer.

Neugierige Blicke in den Abgrund - irgendwas muss da stattfinden ...

Sorgfältig wird die Bachstrecke im Umbaubereich befischt.

Immer mit der Ruhe - diese Bachforelle ging daneben ...

Na also.

Nun also nicht golden, sondern "live" - die "Rotgetupften" - schnell zum sicheren Standort wegbringen.

Vorsichtiges, ruhiges Zurücksetzen: die Bachforellen ziehen davon.

Ein einziger, schwächelnder Fisch wird gerade hingestellt, da ist auch er wieder fit.

Ein Bisschen Ruhe noch - sie steht wie eine 1.

Im Gegensatz zu den weggeschwommenen Bachforellen bleiben die Mühlkoppen erstmal in einem Lichtfleck sitzen, eine kleine Bachforelle leistet ihnen Gesellschaft.

Nachdem die Umsetzaktion so gut gelang, haben wir doch noch etliche Fischpass-Varianten ansehen können. Die behalte ich aber eigenen Besuchen der Leser vor und zeige hier nur kleine Ausschnitte.

Kleiner Zwischenstop - man sieht, in der Fremde ist nicht nur E-Fischen gefährlich.

Nein, wir haben nicht zu viel Hasseröder getrunken und hängen hier ab! Wir konzentrieren uns auf einen Beckenpass.

Noch `ne andere Forelle, silberfarbene Alu-Variante - kaum reicht das Wasser im Beckenpass. Ich erwähnte schon an anderer Stelle den geringen Abfluss der Bäche. Während es im Sommer 2011 überall in Massen regnete, blieb der Harz allzu verschont vom wertvollen Nass.

Zum Abschluss der Exkursion noch ein Gruppenfoto mit den Ausdauerndsten am Mäander-Fischpass.

Bis zur Abfahrt der Bahn gen Norden blieb noch Zeit für einen Spaziergang.

Winkelbetrachtungen in der Altstadt.

Postkarten-Fachwerkfoto - was haben wir bloß für ein Wetter gehabt !

Da ist sie ja, die Wetterfahne, die nicht als Hahn, sondern als Fisch gestaltet ist.

Wollte hier ein Wohlmeinender die Bachfische mit Alu frischhalten?! - Liebe Leute, frischen Fischen im Forellenbach erhält man ihren sommerkühlen Lebensraum durch Beschattung, Wurzeln und fördert Turbulenz durch ein raues Bachbett.

Ein letzter Blick auf Wernigerodes Forellen - hier die häufige silberne Alu-Variante, davor die eher seltene goldgrüne-Schleie-farbene Ausnahmeform.

Schön ist`s in Wernigerode - aber ob die Harzer Brockenbahn weiter so die Luft versauen darf, sollte man schon mal überdenken.

Es lässt sich nicht verhehlen, der Herbst schickt seine ersten Boten.

Na denn, tschüß Wernigerode für 2011! – Bis bald, wir planen mal einen richtigen Urlaub hier.

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Das war die Frage, die auf einem Vortrag in Dessau beleuchtet werden sollte.

Eingeladen hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Bürgerinitiative PRO ELBE.

Wanderfische der Elbe, denen es gelang, den Hamburger Hafenbereich zu durchschwimmen, werden schon am Eingang der großen Flusssysteme Saale und Mulde gestoppt - hier: das Stadtwehr Dessau.

Die Hinfahrt per Bahn ging über Berlin.

Bei bedeckt-grauem Himmel saust der Zug entlang nicht enden wollender Maisfelder Richtung Berlin.

Flaches Land ist durch riesige Schläge gekennzeichnet.

Das früher dominierende Grünland, womöglich noch Weide, ist selten geworden.

Etwa nach 1/3 der Fahrt Richtung Berlin reisst der Himmel auf (ohne, dass etwas herausfällt) - na, das ist doch was!

Erneuerbare Energie - stellenweise definieren Windparks die Landschaft.

Kleine Unterbrechung zum Umsteigen in der Lutherstadt Wittenberg.

Irritation - ich lese "Altstadt": Wo ist denn hier die Altstadt ? !

Ahhh, andere Zugseite zum Rausgucken nutzen: die Altstadt der Lutherstadt Wittenberg.

Auffälliges Gelb entlang der Bahnstrecke: die Kanadische Goldrute hat weite Bereiche Sachsen-Anhalts im Griff.

Beim Queren der Elbe kurz vor Dessau fällt der Blick auf die Elbtalaue.

Die Elbtalaue, flächenhaftes Grün mit Büschen und Bäumen, vom Jungbaum bis zum Methusalem.

Die naturnahe Entwicklung dieser beeindruckenden Landschaft muss noch eine Fülle von Themenbereichen mit einer Vielzahl an Beteiligten klären.

Die Elbtalaue - hoher Himmel über flachem Land.

Die landschaftliche Lenkung, hier im Wulfener Bruch, soll über extensive Beweidung mit Wildtieren geschehen, Rinder und Pferde. - "Er will doch nur spielen!" - Der Bulle auf dem Foto hat sich begeistert über geschnittenes, langes Gras eine Schärpe übergeworfen.

Wie es sich für Wildtiere gehört, sind die an uns wenig interessiert. Sie weiden in großem Abstand.

„Wulfener Bruch“ ist ein Projekt des NABU Köthen, Primigenius führt die Wildherden. – Viel Gehirnschmalz, Arbeit und Überzeugung braucht noch das Gewässersystem – ökologisch zerstört, wie es sich derzeit darstellt.

Harte Unterhaltung hat aus Fließgewässern überbreite, übertiefte Kanäle entstehen lassen. Der standorttypische Bewuchs fehlt, Mähgut verrottet im Ufersaum - das entspricht verbotener Abfalllagerung.

Fehlende Beschattung durch standorttypischen, lichten Auwald führt wegen des Lichtüberangebots zu eintönigen Algenmassen. Charakteristisches Fließgewässerleben wird hier unterdrückt.

Wo sich statt Algenmassen Entengrütze (Wasserlinsen und ihre Verwandten) ausbreitet, steht es um das Fließgewässerleben nicht besser.

Sooo dick ist die Entengrütze zusammengetrieben. In dieser organischen Masse erstickt jedes Leben - so stinkt es auch aus dem grünen Haufen.

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich (die Fachfrau auch): Hier müssen wir uns echt etwas einfallen lassen !

Verbesserungsmöglichkeiten lassen sich bereits hier ablesen. Der Brückenquerschnitt zeigt im Vergleich zum Gewässerufer, dass unnötig breit mit Mähkorb und/oder Bagger gewirkt wurde. Verringern "auf Normalmaß" bringt nicht nur der Ökologie Nutzen, sondern spart auch unnötige Geldausgaben.

Teil der heutigen Realität: Schlammschnecken-Overkill. Dies ist ja nur ein sichtbarer Teil des brutalen Geschehens. Zerschnitzelte Aale und Ringelnattern, auf Land gepackte und vertrocknete große Anteile des Fischbestandes und vieles mehr - all das gilt es zu minimieren ! Im Übrigen entsprechen die im Ufersaum liegenden Boden- und Leichenmassen einer unerlaubten Abfalllagerungspraxis.

Nun aber fix zurück nach Dessau.

Abendstimmung an der Elbe - es ist Zeit für den Wanderfisch-Vortrag.

Der Vortrag beleuchtet die Entwicklung der Elbe aus ihrem „Bakterien-Zustand der Abwasser-Jahrzehnte“ bis zum heutigen „Algen-Zustand“. Verbesserungen durch langjährige Abwasserreinigung und andere Effekte, die schon in den frühen 1990ern offenkundig waren, sind inzwischen teilweise zunichte gemacht, so dass die Wanderfische der Elbe wieder Verschlechterungen anzeigen.

Auch das Stadtwehr in Dessau an der Mulde wartet noch auf seine Umgestaltung, die Schaffung der Durchwanderbarkeit. Das Schlimmste, was dem Fluss und seinen Organismen passieren könnte, wäre hier ein Neubau einer Wasserkraftnutzung mit ihrem geringen energetischen Gewinn und den enormen ökologischen Schäden.

Wasser ist immer attraktiv für Menschen - man stelle sich einmal vor, die Mulde flösse hier wieder frei, welch ein Gewinn für Mensch und Natur !

Wer in Dessau übernachten möchte, sollte einmal die Internetseite des Haus Berlin ansehen.

Kleine, aber feine Adresse.

Morgendlicher Ausblick nach erholsamer Nacht. - Ob man sich nun für "Gästezimmer blau" (2-Bettzimmer) oder "Gästezimmer beige" (eine ganze Wohnung!) entscheidet: hier wohnt man ruhig und gut.

Auf dem Weg zum Frühstück - vorbei an Elefanten ...

... und jagenden Zentauren.

Bauhaus-Architektur.

Gern bin ich der Empfehlung gefolgt, auf dem Weg zum Bahnhof in der Mensa des Bauhauses zu frühstücken: eine gute Empfehlung, herzlichen Dank!

Die Elbe-Saale-Bahn steht bereit - auf geht`s nach Wernigerode in den Harz zum 7. Wildfisch-Symposium.

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