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Archive for the ‘Unsortiertes’ Category

Nach dem hervorragenden Bildungsurlaub 2012 habe ich eine Reise gen Süden genutzt, dem Westrand des Nationalparks Kellerwald einen Besuch abzustatten.

Südwestecke des Edersees - Nationalparkzentrum und Einstieg z.B. in den Urwaldsteig.

Südwestecke des Edersees – Nationalparkzentrum und Einstieg z.B. in den Urwaldsteig.

Die Karte hatte mir berichtet, dass eine Rundwanderung um das Elsebachtal bei Schmittlotheim trotz vollen Terminkalenders noch gut möglich wäre.

Ein ökologischer Lehrpfad erwartet die Wanderer. Um 40 Tafeln erläutern umfassend Besonderheiten.

Ein ökologischer Lehrpfad erwartet die Wanderer. Um 40 Tafeln erläutern umfassend Besonderheiten.

Mal sehen, ob die Wanderung auch beantwortet, warum der Elsebach Richtung Schmittlotheim trocken ist.

Mal sehen, ob die Wanderung auch beantwortet, warum der Elsebach Richtung Schmittlotheim trocken ist.

„Das ist doch simpel. Es hat lange nicht geregnet. Und der Schnee ist am Ende des vorigen Winters großenteils verdunstet statt versickert“. – Wenn das mal alles ist …

Keine Angst, im Kellerwald verloren zu gehen: die Pfade sind gut ausgeschildert.

Keine Angst, im Kellerwald verloren zu gehen: die Pfade sind gut ausgeschildert.

Auf gut begehbarem Waldweg startet die Tour.

Auf gut begehbarem Waldweg startet die Tour.

Nicht nur Natur, auch Historie säumt den Weg: Hute- oder Schneitelbuche als Zeugin der Vergangenheit.

Nicht nur Natur, auch Historie säumt den Weg: Hute- oder Schneitelbuche als Zeugin der Vergangenheit.

Der Aufstieg verläuft neben dem V-förmigen Tal entlang Wiesen und vielfältigem Wald. Hinten links ist eine Borkenkäfer-Aktionsfläche zu erkennen.

Der Aufstieg verläuft neben dem V-förmigen Tal entlang Wiesen und vielfältigem Wald. Hinten links ist eine Borkenkäfer-Aktionsfläche zu erkennen.

Wald darf im Nationalpark werden und vergehen - und wieder werden ...

Wald darf im Nationalpark werden und vergehen – und wieder werden …

Wurzelteller frisch gestürzter Bäume bieten völlig neuen, lange Zeit hier unbekannten Lebensraum.

Wurzelteller frisch gestürzter Bäume bieten völlig neuen, lange Zeit hier unbekannten Lebensraum.

Und schon bald ist aus einem solchen Wurzelteller eine eigene, kleine Landschaft entstanden.

Und schon bald ist aus einem solchen Wurzelteller eine eigene, kleine Landschaft entstanden.

Erstaunlich / erschreckend - ob auf Hiebflächen oder im hellen "Borkenkäferwald" - das Drüsige Springkraut steht hier bis in höchste Höhen (war das ein Imker!?) und besiedelt Hänge flächenhaft.

Erstaunlich / erschreckend – ob auf Hiebflächen oder im hellen „Borkenkäferwald“ – das Drüsige Springkraut steht hier bis in höchste Höhen (war das ein Imker!?) und besiedelt Hänge flächenhaft.

Für meine Reise hatte ich nur gute Schuhe und Hosen mit, da konnte ich leider den – feuchteren und steileren – Teil des Rundweges entlang der Elsebachquellen nicht erkunden. Das kam allerdings meiner Zeitknappheit zugute.

Am oberen Ende des Rundwanderweges angekommen - die Sonne scheint.

Am oberen Ende des Rundwanderweges angekommen – die Sonne scheint.

Pfeifengras in Reinkultur - mal nachschlagen, es wurde früher genutzt. - Nein, es pfeift nicht!

Pfeifengras in Reinkultur – mal nachschlagen, es wurde früher genutzt. – Nein, es pfeift nicht!

Es geht zurück, bergab nach Schmittlotheim.

Es geht zurück, bergab nach Schmittlotheim.

Blick nach links, den Hang runter - Buchenwald geht steil in feuchten Bachauwald über.

Blick nach links, den Hang runter – Buchenwald geht steil in feuchten Bachauwald über.

Blick hangaufwärts nach rechts - Borkenkäferfichtenwald wird grün unterwachsen. Es startet wie so oft mit Him- und anderen Beeren. Hummeln, Bienen, Vögel und viele mehr freut`s.

Blick hangaufwärts nach rechts – Borkenkäferfichtenwald wird grün unterwachsen. Es startet wie so oft mit Him- und anderen Beeren. Hummeln, Bienen, Vögel und viele mehr freut`s.

Oh, Stahl und Beton im Tale ... - eine Wasserfassung. Hier wird also dem Quellbach Nennenswertes seiner Lebenskraft genommen.

Oh, Stahl und Beton im Tale … – eine Wasserfassung. Hier wird also dem Quellbach Nennenswertes seiner Lebenskraft genommen.

Wir lernen, nicht das Gewässer, die Wassergewinnung wird geschützt - oder? Auf jeden Fall macht Wasser sparen Sinn, wenn Natur und Umwelt halbwegs intakt bleiben sollen.

Wir lernen, nicht das Gewässer, die Wassergewinnung wird geschützt – oder?
Auf jeden Fall macht Wasser sparen Sinn, wenn Natur und Umwelt halbwegs intakt bleiben sollen.

Und immer wieder Werden und Vergehen im vielfältig sich entwickelnden Wald.

Und immer wieder Werden und Vergehen im vielfältig sich entwickelnden Wald.

Bruch-Nadelbaum vor alten Hainbuchen.

Bruch-Nadelbaum vor alten Hainbuchen.

Besonnte Freiflächen locken Schmetterlinge mit Dost. Besonnte Freiflächen locken Schmetterlinge mit Dost.

Besonnte Freiflächen locken Schmetterlinge mit Dost.

Den Kaisermantel bekomme ich nicht so oft zu Gesicht.

Den Kaisermantel bekomme ich nicht so oft zu Gesicht.

Weiter geht`s berab, am Hang wohnen Hollen, so wurde uns in der Volksschule erzählt. Dies ist wohl ein Eingang zu ihrer Behausung.

Weiter geht`s berab, am Hang wohnen Hollen, so wurde uns in der Volksschule erzählt. Dies ist wohl ein Eingang zu ihrer Behausung.

Ob nun Hollen oder wer - reinkletternd und rausrutschend scheint hier jedenfalls allerhand Getier zu hausen.

Ob nun Hollen oder wer – reinkletternd und rausrutschend scheint hier jedenfalls allerhand Getier zu hausen.

Grauwacke - eins der häufigeren Gesteine hier. Das Erläuterungsschild erzählt von uralten Meeren, deren Sedimente sich schichtweise ablagerten und später schräg gestellt wurden. Der Berg ist also Meeresgrund.

Grauwacke – eins der häufigeren Gesteine hier. Das Erläuterungsschild erzählt von uralten Meeren, deren Sedimente sich schichtweise ablagerten und später schräg gestellt wurden. Der Berg ist also Meeresgrund.

Kurz vor dem Ausgangspunkt der Wanderung - ein direkt vom Bach durchflossener Waldteich. Solch Wärmesammler sorgt im Sommer für effektives Verdunsten des Bisschen verbliebenen Quellwassers.

Kurz vor dem Ausgangspunkt der Wanderung – ein direkt vom Bach durchflossener Waldteich. Solch Wärmesammler sorgt im Sommer für effektives Verdunsten des Bisschen verbliebenen Quellwassers. Generell (zer)stört die Temperaturänderung allein bereits das „Kontinuum Fließgewässer“.

Hier findet der Wanderer gute Rastmöglichkeit, neben überdachten Sitzen und Tischen auch eine Freiküche.

Hier findet der Wanderer gute Rastmöglichkeit, neben überdachten Sitzen und Tischen auch eine Freiküche.

Am Ausgangspunkt des Ökologischen Bachlehrpfads wird gezeigt, wie man nicht mit Bächen umgehen soll: gepflastert aufheizen, versickern, ins Rohr stürzen lassen. - Leider weist auf all dies die Info nicht hin.

Am Ausgangspunkt des Ökologischen Bachlehrpfads wird gezeigt, wie man nicht mit Bächen umgehen soll: gepflastert aufheizen, versickern, ins Rohr stürzen lassen. – Leider weist auf all dies die Info nicht hin.

Mit Blick auf spätsommerliche Weidenröschenflur steige ich ins Auto und fahre zurück nach Korbach.

Mit Blick auf spätsommerliche Weidenröschenflur steige ich ins Auto und fahre zurück nach Korbach.

Der Tag war gut!

Der Tag war gut!

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Das Bezirksamt Harburg lud alle Interessierten zur Begehung des Seevekanals am 15. August ein. Dieses Treffen ist Ausgangspunkt für eine mehrjährige Zusammenarbeit „Seevekanal 2021“, in der die Lebensraumqualität dieses Stadtgewässers gemeinsam Richtung Naturnähe entwickelt werden soll. Die Qualitätssteigerung kommt nicht zuletzt der Bevölkerung zugute, die künftig von mehr Natur in der Stadt profitiert.

Über 20 Interessierte trafen sich: Anlieger, Kleingärtner und Angler, Vertreter von Umweltverbänden, Planungsbüros, Verwaltung und Politik sowie generell Interessierte.

Über 20 Interessierte kamen zur Seevekanal-Wanderung: Anlieger, Kleingärtner und Angler, Vertreter von Umweltverbänden, Planungsbüros, Verwaltung und Politik sowie generell Interessierte. Den Bericht der ebenfalls erschienenen Lokalpresse erwarten wir gespannt.

Fachkundig wurde in die Thematik eingeführt - Stadtgewässer mit vielen Teilproblemen, aber großem Entwicklungspotential.

Fachkundig wurde in die Thematik eingeführt – Stadtgewässer mit vielen Teilproblemen, aber großem Entwicklungspotential.

Was wird uns der Fang in der Fischpass-Reuse heute sagen? Auf jeden Fall wirkt sie als Treibselsammler und zeigt die Futtergrundlage der Bachorganismen: (Erlen)Blätter.

Was wird uns der Fang in der Fischpass-Reuse heute sagen? Auf jeden Fall wirkt sie als Treibselsammler und zeigt die Futtergrundlage der Bachorganismen: (Erlen)Blätter.

Wollhandkrabben und kleine Fische, Gründling und Kaulbarsch sind heute einziger Fang.

Wollhandkrabben und kleine Fische, Gründling und Kaulbarsch sind heute einziger Fang.

Die größte Wollhandkrabbe - wie sich das für fachliches Arbeiten gehört, wird jeder Fang vermessen.

Die größte Wollhandkrabbe – wie sich das für fachliches Arbeiten gehört, wird jeder Fang vermessen.

Geschafft - auch der Gründling hat seine Vermessung hinter sich.

Geschafft – auch der Gründling hat seine Vermessung hinter sich.

Die über die Zeit gewonnenen Daten zeigen, dass der Fischpass aufgrund seiner Abmessungen größenselektiv nur kleine Fische aufsteigen lässt – bei allerdings eindrucksvollem Artenspektrum. An der Durchwanderbarkeit des Seevekanals „Elbe – Harburger Binnenhafen – Einstieg in den Seevekanal und – das ist das Ziel der Wanderer! – Erreichen der Seeve“ muss also noch erheblich gearbeitet werden. Ein wichtiges Thema dabei ist eine hoher Wasserdurchfluss im Fischpass.

So voll muss der Karnappwehr-Fischpass mindestens sein, wenn er - bei seiner begrenzten Leistung - überhaupt funktionieren soll.

So viel Wasser muss mindestens im Karnappwehr-Fischpass fliessen, wenn er – bei seiner begrenzten Leistung – überhaupt funktionieren soll.

Über das Karnappwehr fliesst eine Menge Wasser - die könnte statt dessen den Fischpass verbessern.

Über das Karnappwehr fliesst eine Menge Wasser – die könnte statt dessen den Fischpass verbessern.

Und die schon in der Abwasser-Vergangenheit ihre Funktion nicht erfüllende Ableitung von gutem Seevewasser in den Ziegelwiesenkanal muss endlich ein Ende haben. "Fließgewässer spült Stillgewässer" ist und bleibt ein Irrweg.

Und die schon in der Abwasser-Vergangenheit ihre Funktion nicht erfüllende Ableitung von gutem Seevewasser in den Ziegelwiesenkanal muss endlich ein Ende haben. „Fließgewässer spült Stillgewässer“ ist und bleibt ein Irrweg.

Weiter geht`s, dem Phoenix-Center entgegen.

Standorttypischer Baumsaum - wer seine Augen schult, erkennt das große Potential des Seevekanals. Erlen, Eschen und Weiden bilden das Grundgerüst.

Standorttypischer Baumsaum – wer seine Augen schult, erkennt das große Potential des Seevekanals. Erlen, Eschen und Weiden bilden das Grundgerüst, lichter Schatten ist Voraussetzung für den sommerkühlen Bach – in Zeiten des Klimawandels um so mehr.

Kleines Rätsel: Was steht da auf der Betonfläche? - Gar nix - Traubenkirsche von oben, wächst aus Betonwand

Kleines Rätsel: Was steht da auf der Betonfläche? – Gar nix – Traubenkirsche, von oben betrachtet, wächst aus Betonwand.

Wo wegen zu dichter Bebauung am Ufer kein Baumstandort möglich ist, bietet Pflanzenüberhang z.B. von Schlingpflanzen auch gute Verstecke.

Wo wegen zu dichter Bebauung am Ufer kein Baumstandort möglich ist, bietet Pflanzenüberhang z.B. von Büschen und Schlingpflanzen auch gute Verstecke.

Viel Trennendes gilt es beim Thema Durchwanderbarkeit zu betrachten. Generell muss daneben die Lebensraumstruktur an Sohle und Ufer verbessert werden.

Viel Trennendes gilt es beim Thema Durchwanderbarkeit zu betrachten. Generell muss daneben die Lebensraumstruktur an Sohle und Ufer verbessert werden.

Ein wenig hat sich die Zahl der Wanderer verringert, fast ist das Phoenix-Center erreicht.

Ein wenig hat sich die Zahl der Wanderer verringert, fast ist das Phoenix-Center erreicht.

Beim Bau des Phoenix-Centers Anfang der 2000er haben sich alle Beteiligten am Gewässer und Umfeld versündigt – Verstoß gegen das Verschlechterungsverbot der Wasserrahmenrichtlinie. Bis heute ist das nicht geheilt, wir sind weiter auf dem Weg.

Wegen billiger Reklame ist der Seevekanal vor dem Phoenix-Center von seinem früheren Großbaumbestand "befreit". Das Gewässer liegt in voller Sonne.

Wegen billiger Reklame ist der Seevekanal vor dem Phoenix-Center von seinem früheren Großbaumbestand „befreit“. Das Gewässer liegt in voller Sonne – wenn sie scheint.

Da volles Licht, und nicht - wie am naturnahen Gewässer Halbschatten - hier regiert, produziert Igelkolben ungeheure Pflanzenmassen. Der früher hier typische Wasserstern ist verschwunden. Erhöhter Aufwand für Gewässerunterhaltung belastet den Steuerzahler.

Da volles Licht, und nicht – wie am naturnahen Gewässer Halbschatten – hier regiert, produziert Igelkolben ungeheure Pflanzenmassen. Der früher hier typische Wasserstern ist verschwunden. Erhöhter Aufwand für Gewässerunterhaltung belastet den Steuerzahler.

Aufwärts darf (noch?) immerhin selbst aufkommender Erlenbestand das zerstörte Ufer wieder besiedeln.

Aufwärts darf (noch?) immerhin selbst aufkommender Erlenbestand das zerstörte Ufer wieder besiedeln.

Dieser Bereich wird im Projekt Seevekanal 2021 ebenfalls verbessert. Immerhin ist bereits vor einigen Jahren mit Kokoswalzen und Sumpfpflanzen ein erster Anfang am Uferrand gemacht.

Das große Potential der Natur an dieser Stelle zur Selbstheilung ist immer wieder verblüffend. Der Baum-Mix stellt sich wieder ein - wenn man ihn lässt.

Das große Potential der Natur an dieser Stelle zur Selbstheilung ist immer wieder verblüffend. Der Baum-Mix stellt sich wieder ein – wenn man ihn lässt.

Aber nicht nur das Überwinden von Bausünden und die notwendige Anpassung der Gewässerunterhaltung sind Hauptthemen, die zu behandeln sind.

Riesenbärenklau, ein Neophyt, den es zu entfernen gilt.

Riesenbärenklau, ein gesundheitsgefährlicher Neophyt, den es zu entfernen gilt.

Rasenschnitt hat am Gewässerufer nun gar nichts verloren.

Rasenschnitt hat am Gewässerufer nun gar nichts verloren.

Auf dem Weg zu einem besseren Gewässer wurden vor Jahren dreieckige Strömungslenker aus Holz eingebaut. Viele sind inzwischen Standort von Wasser- und Uferpflanzen geworden und gestalten dem Kanal neu.

Auf dem Weg zu einem besseren Gewässer wurden vor Jahren dreieckige Strömungslenker aus Holz eingebaut. Viele sind inzwischen Standort von Wasser- und Uferpflanzen geworden und gestalten den Kanal neu.

Auch Kies und Steine wurden jüngst eingebracht - leider mit dem städtischen Phänomen, dass Großsteine keine lange Verweilzeit im Gewässer kennen ... - Der Kies als Lebens- und Laichraum wirkt allerdings prima.

Auch Kies und Steine wurden jüngst eingebracht – leider mit dem städtischen Phänomen, dass Großsteine keine lange Verweilzeit im Gewässer kennen … – Der Kies als Lebens- und Laichraum wirkt allerdings prima.

Zum Schluss bekommen wir über ein "Entenrennen" die veränderte Strömungssituation vorgeführt. Wo früher ödes Gleichmaß war, konzentriert sich die Strömung entlang der Lenker. Das Bachleben dankt es mit erhöhter Vielfalt.

Zum Schluss bekommen wir über ein „Entenrennen“ die veränderte Strömungssituation vorgeführt. Wo früher ödes Gleichmaß war, konzentriert sich die Strömung entlang der Lenker. Das Bachleben dankt es mit erhöhter Vielfalt.

Herr Brehm als Entenretter an der Ziellinie.

Der Entenretter an der Ziellinie ist passend ausgestattet.

Das war eine hervorragend gestaltete Wanderung, um den Seevekanal, seine Probleme und die Verbesserungsmöglichkeiten kennen zu lernen. Nun freuen wir uns auf die nächsten Veranstaltungen, auf denen konkret weitere Maßnahmen verabredet werden.

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Drüsiges Springkraut, Blüte und Samenstände. - Es ist gerade noch Zeit, alle Pflanzen auszureissen ...

Drüsiges Springkraut, Blüte und Samenstände. – Es ist gerade noch Zeit, alle Pflanzen auszureissen …

Später ist es zu spät. Das Drüsige Springkraut besetzt jegliche Fläche.

Später ist es zu spät. Das Drüsige Springkraut besetzt jegliche Fläche.

Neben dem gesundheitsschädlichen Riesenbärenklau (schwer heilende, großflächige Brandverletzungen der Haut bei Berührung), dem Japanischen und dem Sachalin-Knöterich ist das Drüsige Springkraut zur Zeit eine der (ver)störendsten Pflanzen. Während immer noch mancher Imker, mancher Pflanzenfreund sich an der Blütenpracht erfreut, wird inzwischen mehr Menschen klar, dass diese Pflanze an Gewässer- und Wegrändern, auch Windwurf- und Schlagflächen im Wald jeglichen Standort besetzt. Leidtragende ist die heimische Flora und sind die auf sie angewiesenen Organismen.

Wer also rechtzeitig, das heisst, vor dem „Großen Sprung“ der Tausende Samen, das Springkraut ausreisst, tut ein gutes Werk.

Kaisermantel auf Dost.

Kaisermantel auf Dost.

Keine Frage, viele Neophyten sind attraktive Nektarlieferanten. Das „gewohnte“ herbstliche Bild der Schmetterlinge aber, mit Pfauenauge, Kleiner Fuchs, Admiral, Landkärtchen und vielen mehr, bietet sich nur auf „bekannter“ Flora wie hier dem Dost.

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Das ist ja ein Wetter – sie erzählen uns, die Sahara kommt mit Wüstensand ins Norddeutsche Tiefland. – Sollten wir mal statt Desertec ein Milliarden-Bäume-Wüsten-Bekämpfungsprogramm starten, wie die Chinesen das, inzwischen verzweifelt genug, längst begonnen haben? Vielleicht reicht es schon, örtliche Programme in Afrika stärker zu stützen?

(Fiele das auch unter das Stichwort der Überschrift „HuSt“ – „Hölzchen & Stöckchen“ ?)

Mindestens sollten wir aber im Garten Trinkbares für unsere Mitbewohner bereithalten. Hier trinkt eine Wespe aus der Vogeltränke.

Mindestens sollten wir aber im Garten Trinkbares für unsere Mitbewohner bereithalten. Hier trinkt eine Wespe aus der Vogeltränke.

Die Wespe verlässt das Lokal - wer sagt mir mal, um welche Art es sich handelt?

Die Wespe verlässt das Lokal – wer sagt mir mal, um welche Art es sich handelt (orange Fühlerspitzen)?

Das ist wohl die Gallische Feldwespe. (Wespen MUSS man übrigens NICHT bekämpfen, auch wenn die Google-Suche hierfür eine Masse Links ergibt.)

Ich verlasse die Terrasse mit der Vogeltränke – der sommerkühle Bach ruft!

An der Seeve angekommen - extremes Niedrigwasser verdeutlicht die steilen Böschungen, den lebensfeindlichen Sandgrund dieses ausgebauten, früheren Kiesbachs.

An der Seeve angekommen – extremes Niedrigwasser verdeutlicht die steilen Böschungen, den lebensfeindlichen Sandgrund dieses ausgebauten, früheren Kiesbachs.

Fast schon herbstlich - Spinnennetz zwischen toten Erlenästen.

Fast schon herbstlich – Spinnennetze zwischen toten Erlenästen.

Der Bendestorfer Mühlenbach, ein früher guter Forellenlaichbach der Seeve, soll wieder als solcher hergestellt werden – und zwar im Rahmen angepasster Gewässerunterhaltung.

Dass Restaurieren dringend erforderlich ist, zeigt diese tief eingeschnittene, mit steilen Ufern versehene Überbreite. Bewegter Sand charakterisiert den Gewässergrund.

Dass Restaurieren dringend erforderlich ist, zeigt diese tief eingeschnittene, mit steilen Ufern versehene Überbreite. Bewegter Sand charakterisiert den Gewässergrund.

Bewegter Sand - in dieser Wüstenei kann sich kein Leben entfalten.

Bewegter Sand – in dieser Wüstenei kann sich kein Leben entfalten.

Nahebei zeigt die aktuelle Situation durch einen Sturzbaum, wie gering die dynamische Niedrigwassersituation aussehen kann (blau) - rot: die Sandwüste.

Nahebei zeigt die aktuelle Situation durch einen Sturzbaum, wie gering die dynamische Niedrigwassersituation gestaltet werden kann (blau) – rot: die Sandwüste. – Nach Blattfall im Herbst unterhalten wir uns, ob und wie das Hochwasserprofil freigeschnitten werden muss.

Sand hat die Wurzelunterstände zugelegt, unter anderem sie wollen wir wieder herstellen.

Sand hat die Wurzelunterstände zugelegt, unter anderem sie wollen wir wieder herstellen.

Wie das geht, ist andernorts vielfach erprobt: Treibselsammler sind die Methode der Wahl. Geringer Aufwand bringt großen Erfolg.

Kaum gedacht - schon gemacht! Treibselsammler 1 ist fertig.

Kaum gedacht – schon gemacht! Treibselsammler 1 ist fertig.

Der zweite Treibselsammler ist in Vorbereitung, die Hölzchen sind vorgesteckt.

Der zweite Treibselsammler ist in Vorbereitung, die Hölzchen sind vorgesteckt.

Jetzt wird die Form gegeben - bachmittig auf Mittelwasserniveau, zum Ufer ansteigend als Erosionsschutz.

Jetzt wird die Form gegeben – bachmittig auf Mittelwasserniveau, zum Ufer ansteigend als Erosionsschutz.

Standort Nr. 3: vom hier rechts gesehenen, mit Wurzeln ungeschützten Ufer soll die Strömung Richtung Erlenwurzel gelenkt werden.

Standort Nr. 3: vom hier rechts gesehenen, mit Wurzeln ungeschützten Ufer soll die Strömung Richtung Erlenwurzel gelenkt werden (zusammengesetztes Bild, daher flach – mal draufdrücken, dann wird`s groß).

Kaum ist Nr. 3 fertig, ist schon zu erkennen, dass sich die Strömung entlang der Erlenwurzel konzentriert.

Kaum ist Nr. 3 fertig, ist schon zu erkennen, dass sich die Strömung entlang der Erlenwurzel konzentriert.

Wir entdecken eine kleine Forelle. Das arme Tier muss sich zwischen Sand- und Schlammbett sein zuHause hinter einem Blatt suchen. - Wäre dieses Blatt nicht da, ...

Wir entdecken eine kleine Forelle. Das arme Tier muss sich zwischen Sand- und Schlammbett sein zuHause hinter einem Blatt suchen. – Wäre dieses Blatt nicht da, …

Ein Blatt als zuHause einer Forelle - wir werden dem Bach reiche Struktur mit Holz und Kies geben. - Wenn das die kleine Forelle wüsste!

Ein Blatt als zuHause einer Forelle – wir werden dem Bach reiche Struktur mit Holz und Kies geben. – Wenn das die kleine Forelle wüsste!

Wenn die Treibselsammler die Strömung verändert haben, soll Kies-/Geröllzugabe den ursprünglich vorhanden gewesenen Bachgrund wieder herstellen.

Dass Potential zur Wiederbesiedlung gegeben ist, zeigt dieses Suchbild - oder sehen Sie nix?!

Dass Potential zur Wiederbesiedlung gegeben ist, zeigt dieses Suchbild – oder sehen Sie nix?!

Kleine Sehhilfe (Detail aus dem vorigen Foto): Auf Seeve-Uferstauden hat sich die Zweigestreifte Quelljungfer, Cordulegaster boltoni, niedergelassen.

Kleine Sehhilfe (Detail aus dem vorigen Foto): Auf Seeve-Uferstauden hat sich die Zweigestreifte Quelljungfer, Cordulegaster boltoni, niedergelassen.

Es lohnt sich also.

Uuund – man kann es in Zeiten des Klimawandels nicht oft genug sagen: Egal, ob man seinen Forellenbach im Ländlichen erhalten will oder Bäche in der Stadt verbessert – „Keep your river cool.“ ist für Bachoberläufe das non-plus-ultra.

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Tagelang auch im Norddeutschen Tiefland Temperaturen über 30 Grad Celsius – Ferienstimmung im Freibad, kilometerlange Staus auf den Straßen Richtung Ostseestrände …

Wer jetzt noch Wasser verplempert, gar im prallen Sonnenlicht, sollte 10fache Wasserpreise zahlen.

Anpassungsmaßnahmen nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch grundsätzlich wegen gesundheitsschädlich entwickelter oder gar geplanter Stadtbereiche (! „Backofen“ !) ohne Baum und Strauch (Schatten, Verdunstungskälte) stehen aus. Was zu tun wäre, ist lange klar.

Da fällt mir ein, dass ich vom Waren-Urlaub (ein wahrer Urlaub!) noch etwas zu berichten habe, vgl. Beiträge vom 1. und 25. Mai.

Mir kommen kühle Gedanken.

Wohl selten habe ich so viele beeindruckende Quellen und Quellbäche auf kurzer Strecke gesehen wie am Ostufer des Torgelower Sees. Ein paar Eindrücke dazu folgen hier.

Mensch und Hund auf dem Weg zum Ostufer des Torgelower See - Frühlingsblüher im April-Mischwald auf Moräne.

Mensch und Hund auf dem Weg zum Ostufer des Torgelower See – Frühlingsblüher im April-Mischwald auf Moräne.

Blick von der Moränenkante auf den See - ein eiskalter Wind pfeift uns um die Ohren.

Blick von der Moränenkante auf den See – ein eiskalter Wind pfeift uns um die Ohren. Wir sind passend angezogen.

Da stürzt Wasser aus dem Hang. Mal näher angucken.

Da stürzt Wasser aus dem Hang. Mal näher angucken.

Glasklares Quellwasser stürzt über Eisen-Wasserfälle. Intensiver Quellwasser-Luftaustausch lässt das vorher gelöst enthaltene Eisen schnell als Bodenbestandteil ausfallen.

Glasklares Quellwasser stürzt über Eisen-Wasserfälle. Intensiver Quellwasser-Luftaustausch lässt das vorher gelöst enthaltene Eisen schnell als Bodenbestandteil ausfallen.

Da ist ja auch die Quelle - eine Topfquelle mit vielen kleinen turbulenten Austritten des Quellwassers in einem "Topf".

Da ist ja auch die Quelle – eine Topfquelle mit vielen kleinen turbulenten Austritten des Quellwassers in einem „Topf“.

Detail der Topfquelle am Torgelower See - fortwährend ist der Sand in den Quellaustritten in Bewegung. Noch ist das Eisen im Sauerstoff-freien Wasser gelöst und unsichtbar - schon am Rand ist das Wasser belüftet, das Eisen nimmt Ockerfarbe an.

Detail der Topfquelle am Torgelower See – fortwährend ist der Sand in den Quellaustritten in Bewegung. Noch ist das Eisen im Sauerstoff-freien Wasser gelöst und unsichtbar – schon am Rand ist das Wasser belüftet, das Eisen nimmt Ocker(Rost-)farbe an.

So etwas kennen wir doch aus wohnortnahem Gefilde – die Topfquelle bei Bötersheim, Este-Einzugsgebiet.

Da fließt schon der nächste Quellbach - im V-Tal durch die Moräne.

Da fließt schon der nächste Quellbach – im V-Tal durch die Moräne.

Laukötter bietet so treffliche Beschreibungen zu Quellen und ihren Bächen.

Schon bald erreicht der V-Tal-Bach über ein sumpfiges Gelände mit Wassereinstau seine Mündung in den Torgelower See.

Schon bald erreicht der V-Tal-Bach über ein sumpfiges Gelände mit Wassereinstau seine Mündung in den Torgelower See.

Oh, diese V-Täler!!! - Mensch und Hund kraxeln, überwinden Höhen und Tiefen.

Oh, diese V-Täler!!! – Mensch und Hund kraxeln, überwinden Höhen und Tiefen. – In der Tat, das Norddeutsche Tiefland ist nicht überall flach.

Wer hier dauerhaft anwesend sein will, entwickelt seine eigene Standfestigkeit.

Wer hier dauerhaft anwesend sein will, entwickelt seine eigene Standfestigkeit.

Und noch ein Quellbach! Eher unscheinbar sickert er aus dem Waldboden hervor.

Und noch ein Quellbach! Eher unscheinbar sickert er aus dem Waldboden hervor.

Nach wenigen hundert Metern mündet er in den Torgelower See.

Nach wenigen hundert Metern mündet er in den Torgelower See.

Diese unscheinbaren, hier kurzen Bäche und ihre Quellen weisen eine ganz besondere Lebewelt auf. Ich überlasse es den Interessierten, sich in dieser Sache ggf. weiter zu informieren.

Es wird ja behauptet, es gäbe Wasserverkäufer, die „im Berg“ einen „schädlichen Wasserdruck“ sehen, den es abzubauen gelte.  Ja, in dieser Betrachtung sind es dann „Löcher im Berg“, die diese Aufgabe von Natur aus übernehmen. – So kann man Quellen auch sehen – und / oder sie und ihre Lebewelt durch Wasserentnahme vernichten.

Auf dem Rückweg erinnern uns Findlinge daran, dass der Bach aus / auf Moräne natürlich ein Stein-/Kiesbach ist. - Achten Sie mal auf Orts- und Gewässerbezeichnungen. Die Altvorderen haben oft von solchen Begriffen Gebrauch gemacht - hatten wohl (Beobachtungsgabe und) Grund dazu.

Auf dem Rückweg erinnern uns Findlinge daran, dass der Bach aus / auf Moräne natürlich ein Stein-/Kiesbach ist. – Achten Sie mal auf Orts- und Gewässerbezeichnungen. Die Altvorderen haben oft von solchen Begriffen Gebrauch gemacht – hatten wohl (Beobachtungsgabe und) Grund dazu.

Abschiedsgruß aus der Botanik - ich behaupte mal, da wir im Wald sind, dass dieser Frühblüher aus der Lilienfamilie ein Wald-Gelbstern ist.

Abschiedsgruß aus der Botanik – ich behaupte mal, da wir im Wald sind, dass dieser Frühblüher aus der Lilienfamilie ein Wald-Gelbstern ist.

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Agrar-Regenbogen über Spargel.

Agrar-Regenbogen über Spargel.

Feldberegnung aus vollem Rohr – bei voller Sonne im Hochsommer, Richtung 30 Grad Celsius – so vernichtet man Quellbäche am effektivsten.

Gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft – wo bist Du?
Wasser- und Naturschutzbehörden, Landwirtschaftskammer – wo seid ihr?!

Regional Engagierte versuchen zu retten, was zu retten ist – auch im Hinblick auf den großen urbanen Wasserverkäufer.

Auch ohne Agrarregenbogen - Grundwasser in praller Sonne über Mais verdunsten macht die Lage unserer Quellbäche nicht besser.

Auch ohne Agrarregenbogen – Grundwasser in praller Sonne über Mais verdunsten macht die Lage unserer Quellbäche nicht besser.

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Genauer gesagt heisst, worum es geht, „Eintagsfliegen“.

Die  Volksdorfer Künstlerin Petra Cordis hat sich von einer der am 29. Juni hier im Blog vorgestellten Ephemera danica inspirieren lassen und sie, Acryl auf Leinwand, 80 x 100 cm, verewigt. Wie das Bild im Tageslicht wirkt, zeigen die folgenden Fotos (zum Vergrößern einfach draufklicken).

"Eintagsfliegen" bei Tageslicht im Freien.

„Eintagsfliegen“ bei Tageslicht im Freien.

"Eintagsfliegen", Detail, bei Tageslicht im Freien.

„Eintagsfliegen“, Detail, bei Tageslicht im Freien.

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Als Angler im 51. Anglerjahr nehme ich mir die Zeit, endlich einmal wieder angeln zu gehen.

(Ob das wieder so endet, dass nur die Digitalkamera bedient wird, wer weiss …)

Freude bei der Ankunft am Zielort: Auch wenn man über Ackernutzung in der Aue trefflich streiten kann - hier ist mal kein Blick durch Mais gestört, Getreide steht "wie eine 1". Und es ist der nötige Randstreifen zum Gewässer vorhanden. Schön.

Freude bei der Ankunft am Zielort: Auch wenn man über Ackernutzung in der Aue trefflich streiten kann – hier ist mal kein Blick durch Mais gestört, Getreide steht „wie eine 1“. Und es ist der nötige Randstreifen zum Gewässer vorhanden. Schön.

Wo eine weibliche Skorpionsfliege sitzt ...

Wo eine weibliche Skorpionsfliege sitzt …

... ist meist das Männchen nicht fern.

… ist meist das Männchen nicht fern.

DIE Bachlibelle, Calopteryx virgo (Männchen). Mir scheint, ich bin am sommerkühlen Forellenbach angekommen.

DIE Bachlibelle, Calopteryx virgo. Mir scheint, ich bin am sommerkühlen Forellenbach angekommen.

Verdammt wenig Wasser - der Blick in diese Nebenbachmündung zeigt: keine Durchgängikeit, ein Abriss, kein Sediment im Rohrverlauf.

Verdammt wenig Wasser – der Blick in diese Nebenbachmündung zeigt: keine Durchgängikeit, ein Abriss, kein Sediment im Rohrverlauf.

Licht im Überschuss, Agrardünger sowieso - Algenmassen stören und verhindern standortgemäße Verhältnisse, hier auf Restaurierungskies.

Licht im Überschuss, Agrardünger sowieso – Algenmassen stören und verhindern standortgemäße Verhältnisse, hier auf Restaurierungskies.

Lichter Schatten durch standorttypische Erlen steuert das System. Wassersternpolster prägen hier den Restaurierungskies.

Lichter Schatten durch standorttypische Erlen steuert das System. Wassersternpolster prägen hier den Restaurierungskies – gute Nahrungsverhältnisse, gute Fischverstecke herrschen vor.

Beeindruckende Wurzel-Dreidimensionalität einer auf den Stock gesetzten Alt-Erle. Der Baum schlägt buschig wieder aus.

Beeindruckende Wurzel-Dreidimensionalität einer auf den Stock gesetzten Alt-Erle. Der Baum schlägt buschig wieder aus.

Ganz neu durch den Unterhaltungsverband Seeve eingebautes Totholz am steilen Erosionsufer dieser kanalartigen Strecke.

Ganz neu durch den Unterhaltungsverband Seeve eingebautes Totholz am steilen Erosionsufer dieser kanalartigen Strecke.

Durch Erlenkrankheit angegriffene oder schon abgestorbene Bäume werden in einem Projekt des Unterhaltungsverbands Seeve und des Landkreises Harburg nicht entfernt, sondern in die Böschung eingebaut. Eine Beschreibung zu diesem vorbildlichen Versuch findet sich hier.

Lange Strecken, wie hier entlang einer Weide, rufen noch nach Kies- und Geröllrestaurierungen an Ufer und Sohle.

Lange Strecken, wie hier entlang einer Weide, rufen noch nach Kies- und Geröllrestaurierungen an Ufer und Sohle.

Teils wurden die erodierten, steilen Ufer in der Vergangenheit (durch Unterhaltungsverband oder Flächennutzer) durch Längsversteinerung gesichert. Dort finden sich gelegentlich Wassersternpolster in der Senkrechte. Die gesamte Gewässersohle aber bleibt eine ökologische Wüste.

Teils wurden die erodierten, steilen Ufer in der Vergangenheit (durch Unterhaltungsverband oder Flächennutzer) durch Längsversteinerung gesichert. Dort finden sich gelegentlich Wassersternpolster in der Senkrechten. Die gesamte Gewässersohle aber bleibt eine ökologische Wüste, Lebensraum für Wirbellose und Fischunterstände fehlt.

Aber eigentlich war ich doch zum Angeln hierher gefahren …

Na also, geht doch. - 2 Hochsommer-Bachforellen - da freuen wir uns auf`s Räuchern.

Na also, geht doch. – 2 Hochsommer-Bachforellen – da freuen wir uns auf`s Räuchern.

Ab nach Hause. – Und da sehen wir (ich habe zurück einen Mitfahrer) im Wegfahren einen von dreien, die mich – lange nicht erlebte Überraschung – überflogen hatten.

Ein Weissstorch auf frisch gemähter Wiese - man sagt ja, die Geburtenrate steige (wenn auch auf niedrigem Niveau).

Ein Weissstorch auf frisch gemähter Wiese – man sagt ja, die Geburtenrate steige (wenn auch auf niedrigem Niveau).

Nachklapp –

Manch einer klagt ja, es seien keine Fische im Bach. - Unsere beiden hatten jeder frisch einen Stichling noch im Rachen sitzen. Wir waren also offenbar genau zur Jagdzeit anwesend - Glück für uns.

Manch einer klagt gern, es seien keine Fische im Bach. Wir gucken, was gefressen wurde. – Unsere beiden hatten jeder frisch einen Stichling noch im Rachen sitzen. Wir waren also offenbar genau zur Jagdzeit anwesend – Glück für uns.

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Wir hatten schon im Vorjahr mit der Idee geliebäugelt, 2013 eine Tour auf der Elbinsel Wilhelmsburg zu machen – wir trafen „alte Insulaner“ auf unserem Betriebsausflug zum Fischpass Geesthacht, s. Bericht vom 10. Juni 2012. Was lag also näher, als per Rad ein paar Anlaufpunkte der IBA anzusteuern. Sternförmig kamen wir zusammen.

Mit dem Rad am S-Bahnhof Veddel / Ballinstadt angekommen. Das Logo der IBA wird von einem verspäteten S-Bahnnutzer perfekt nachgeahmt.

Mit dem Rad am S-Bahnhof Veddel / Ballinstadt angekommen. Das Logo der IBA wird von einem verspäteten S-Bahnnutzer perfekt nachgeahmt.

Erstmal orientieren - wohin soll ich rüberkommen? Zum Industriekonzentrat, das ganz Hamburg östlich jahrzehntelang mit Arsen würzte?

Erstmal orientieren – wohin soll ich rüberkommen? Zum Industriekonzentrat, das ganz Hamburg östlich jahrzehntelang mit Arsen würzte?

Komischer Anblick, das! Das IBA-Dock, Info-Station Nr. 1, mit Industrieschornsteinen?

Komischer Anblick, das! Das IBA-Dock, Info-Station Nr. 1, mit Industrieschornsteinen?

Bunt ist`s, das Gründach auf einem Pontonhäuschen. Ein schlauer Rabe findet Nutzbares.

Bunt ist`s, das Gründach auf einem Pontonhäuschen. Ein schlauer Rabe findet Nutzbares.

Also rein ins IBA-Dock.

Also rein ins IBA-Dock.

Nach schnellem Überfliegen der Informationen nutze ich, da gerade Ebbe ist, die Zeit für einen Blick auf das Süßwasserwatt  - mitten im Hafengebiet mit seinen Kanälen.

Nach schnellem Überfliegen der Informationen nutze ich, da gerade Ebbe ist, die Zeit für einen Blick auf das Süßwasserwatt – mitten im Hafengebiet mit seinen Kanälen.

Das Süßwasserwatt, mitten in der Stadt, hat sich die Stadt selbst verursacht, indem die immer tieferen Baggerungen des Schifffahrtsweges Elbe über mehr als 100 km von der Küste bis Hamburg jeweils ein zunehmendes Absinken des Tideniedrigwassers verursachten. Jeder gebaggerte Meter Mehr-Tiefe bringt also weniger als einen Meter nutzbarer Tiefe, aber Entwässerungsverlust – für die Elbe und für die benachbarten Naturräume, sie laufen leer(er).

Wir radeln durch Georgswerder - der Energieberg (früher hiess der "Müllberg") ist unser Ziel.

Wir radeln durch Georgswerder – der Energieberg (früher hiess der „Müllberg“) ist unser Ziel.

Wie schön, dass es in Hamburg noch Bäume gibt. Lichter Schatten erfreut Radler, Fußgänger, Tier- und Pflanzenwelt - und ist ein guter Beitrag zur Folgenminderung im Klimawandel.

Wie schön, dass es in Hamburg noch Bäume gibt. Lichter Schatten erfreut Radler, Fußgänger, Tier- und Pflanzenwelt – und ist ein guter Beitrag zur Folgenminderung im Klimawandel.

Angekommen - wir wollen hoch hinaus, dorthin, wo das Windrad (es ist nicht allein) steht.

Angekommen – wir wollen hoch hinaus, dorthin, wo das Windrad (es ist nicht allein) steht.

Uuups, ein Beispiel von Translokation? Bin ich auf einmal am Pumpspeicherbecken Waldeck II, hoch über dem Edersee ?

Uuups, ein Beispiel von Translokation? Bin ich auf einmal am Pumpspeicherbecken Waldeck II, hoch über dem Edersee ?

Pumpspeicherwerk Waldeck II, Erinnerungen an den Bildungsurlaub „Nationalpark Kellerwald“ tauchen auf.

Aaah, wir sind doch noch in Hamburg (der kleine Aussetzer ist wohl der Sonneneinstrahlung geschuldet). Der Höhenrundweg auf dem Energieberg gibt weite Einblicke über die Stadt.

Aaah, wir sind doch noch in Hamburg (der kleine Aussetzer ist wohl der Sonneneinstrahlung geschuldet). Der Höhenrundweg auf dem Energieberg gibt weite Einblicke über die Stadt.

Nach oben hat jeder Besucher freien Blick, an Kinder haben die Planer aber wohl nicht gedacht - höchstens aus Sicherheitsgründen, die Seitenwände des Rundwegs sind dicht.

Nach oben hat jeder Besucher freien Blick, an Kinder haben die Planer aber wohl nicht gedacht – höchstens aus Sicherheitsgründen, die Seitenwände des Rundwegs sind dicht.

Aber die Natur bahnt sich ihren Weg ...

Aber die Natur bahnt sich ihren Weg …

Sicher sind die hohen (wir sind alle nicht klein) Seitenwände - Kinder sehen aber gar nix.

Sicher sind die hohen (wir sind alle nicht klein) Seitenwände – Kinder sehen aber gar nix.

Boaahh, ey! Bei strammem Ostwind stehen wir mitten ("auf Augenhöhe", wie die Politiker heutzutage sagen) in der Abgasfahne Hamburger Großindustrie.

Boaahh, ey! Bei strammem Ostwind stehen wir mitten („auf Augenhöhe“, wie die Politiker heutzutage sagen) in der Abgasfahne Hamburger Großindustrie. – Dass man davon nichts sieht, sondern es „nur“ auf Nasen- und Rachenschleimhaut heftig spürt, macht das Ganze nicht besser.

Wir sind rundrum – also weg hier.

Wir gehen - eine Führung mit internationalen Gästen hat den Berg erklommen. Falls es sich um Chinesen handelt, die werden vor der Abgasfahne sicher nicht erschrecken.

Wir gehen – eine Führung mit internationalen Gästen hat den Berg erklommen. Falls es sich um Chinesen handelt, die werden vor der Abgasfahne sicher nicht erschrecken.

Nach kurzer Pause am und im Infozentrum des Energiebergs geht es radelnd weiter.

Nach kurzer Pause am und im Infozentrum des Energiebergs geht es radelnd weiter.

Ich gönne mir eine Natur-Tour entlang dem NSG Rhee, einem abgedeichten Auwaldrest, der früher ein Tideauenwald war.

Ich gönne mir eine Natur-Tour entlang dem NSG Rhee, einem abgedeichten Auwaldrest, der früher ein Tideauenwald war.

Am Elbdeich angekommen - hier brummt das Leben einer Großbaustelle.

Am Elbdeich angekommen – hier brummt das Leben einer Großbaustelle.

Die anderen haben den urbanen Weg durch Kirchdorf gewählt. Jetzt gucken wir uns an, was da gebaut wird.

Die anderen haben den urbanen Weg durch Kirchdorf gewählt. Deichanstieg – jetzt gucken wir uns an, was da gebaut wird.

Auf 40 ha wird hier der Elbe wieder Raum gegeben inklusive Tidegeschehen. Ein Naturparadies darf sich wieder entwickeln.

Auf 40 ha wird hier der Elbe wieder Raum gegeben inklusive Tidegeschehen. Ein Naturparadies darf sich wieder entwickeln.

Gemessen an der (einzigen !) Elbe-Rückdeichung Lenzen mit 400 ha (Film dazu, startet in der Sendung ab Minute 11:30) ist dies flächenbezogen zwar ein Klacks, aber immerhin – auch so eine Großbaustelle. Abgeräumt wird ein ehemaliges Schlickspülfeld, das jahrzehntelang landwirtschaftlich genutzt wurde. Als in den 1970/80ern erkannt wurde, dass die Schadstoffe des Schlicks im sich verändernden Boden in die (Lebens- und Futtermittel-)Pflanzen gelangten, wurde diese unzuträgliche Praxis sofort eingestellt. – Mit Freude sehe ich diese Baustelle, ist sie doch letztlich eins der vielen, in Realität umgesetzten Ergebnisse des Baggergutuntersuchungsprogramms . (Der frühere barrierefreie Link ist offenbar copyright-Verfolgern zum Opfer gefallen – beim jetzigen Link muss man sich anmelden, um die Originalveröffentlichung kostenlos herunter laden zu können.)

Dass hier im entstehenden Flachwasserbereich nicht Sukzession Richtung Tide-Auwald dominieren wird, sondern vorgesehen ist, regelhaft Sedimente zu baggern und in die Norderelbe zu schmeissen, kommentiere ich hier nicht. Es gibt genug Literatur dazu.

Einen guten Überblick über die Fläche und ihr Umfeld erhalten wir an der Deichbude Götjensort, der gemeinsamen Ideenumsetzung von Bau und Information.

Die Deichbude Götjensort, eine gute Idee zur Informationsvermittlung. Wir treffen eine Studentengruppe aus Hannover - viele Landschaftsarchitekten aus vielen Unis lernen hier viel.

Die Deichbude Götjensort, eine gute Idee zur Informationsvermittlung. Wir treffen eine Studentengruppe aus Hannover – viele Landschaftsarchitekten aus vielen Unis lernen hier viel.

Woher kommen wir? Wohin radeln wir?

Woher kommen wir? Wohin radeln wir?

Erstes Essen trifft ein. Rückwirkend betrachtet: Dank an die Finder des Restaurants, das war ein ausgezeichnetes Suchergebnis!

Erstes Essen trifft ein. Rückwirkend betrachtet: Dank an die Finder des Restaurants, das war ein ausgezeichnetes Suchergebnis!

Frisch gestärkt geht`s weiter - durch`s grüne Wilhelmsburg.

Frisch gestärkt geht`s weiter – durch`s (hier türkis-)grüne Wilhelmsburg.

Der Veringkanal ist unser nächstes Ziel.

Der Veringkanal ist unser nächstes Ziel.

Nicht nur zu sehen, auch zu lesen: Christo was here.

Nicht nur zu sehen, auch zu lesen: Christo was here.

Man darf gespannt sein, wie sich diese ehemalige Industriehochburg über die heutige weitgehende Brache, z.T. fast Idylle, entwickelt - bzw. von Stadtplanern und Gremien entwickelt werden wird.

Man darf gespannt sein, wie sich diese ehemalige Industriehochburg über die heutige weitgehende Brache, z.T. fast Idylle, entwickelt – bzw. von Stadtplanern und Gremien entwickelt werden wird.

Der Energiebunker wird mein letztes Ziel mit der Gruppe sein.

Der Energiebunker wird mein letztes Ziel mit der Gruppe sein.

Die Historie des Gebäudes und der Zeit seiner Entstehung wird plastisch erläutert.

Die Historie des Gebäudes und der Zeit seiner Entstehung wird plastisch erläutert.

Oben drauf hat man einen phantastischen Blick rundum - hier die Westhäfen mit ihren in China gebastelten Riesen-Containerkränen. Was Subvention und Transportsubvention so alles zu Wege kriegt.

Oben drauf hat man einen phantastischen Blick rundum – hier die skyline der Westhäfen mit ihren in China gebastelten Riesen-Containerkränen. Was Subvention und Transportsubvention so alles zu Wege kriegt.

Blick nach Norden über das grüne Wilhelmsburg.

Blick nach Norden über das grüne Wilhelmsburg.

Kurze Pause - ich verabschiede mich.

Kurze Pause – ich verabschiede mich.

Auf dem Rückweg zum S-Bahnhof Wilhelmsburg radele unter anderem an jüngst erstellten Gewässern vorbei. - Man glaubt es nicht, was auch in Zeiten der Wasserrahmenrichtlinie noch angerichtet wird. - Aber das Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft der Universität Hamburg ist sicher nicht ohne Grund ausgetrocknet worden.

Auf dem Rückweg zum S-Bahnhof Wilhelmsburg radele unter anderem an jüngst erstellten Gewässern vorbei. – Man glaubt es nicht, was auch in Zeiten der Wasserrahmenrichtlinie noch angerichtet wird. – Aber das Institut für Hydrobiologie und Fischereiwissenschaft der Universität Hamburg ist sicher nicht ohne Grund ausgetrocknet worden – störende Kritikaster sind nicht erwünscht. (Und da spricht man davon, dass die MINT-Fächer in der Schule gestärkt werden müssen, da uns Fachleute fehlen …)

Uns allen jedenfalls hat der Betriebsausflug gut gefallen – einige haben schon die nächste Radtour nach Wilhelmsburg geplant. Es gibt hier noch viel mehr zu sehen.

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Im Beitrag vom 3. Juni 2012 ist eine kleine Fischkunde (und Begleitendes) aufgeführt. 2013 waren die Senioren des ASV Harburg-Wilhelmsburg zum 9. Juni eingeladen. An der Summe von über 1.000 Teilnehmer-Lebensjahren und einem durchschnittlichen Teilnehmeralter von 74 Jahren kann man einmal mehr ablesen, dass Aktivität in der Natur munter erhält. Die Fotoabfolge gibt einen kleinen Eindruck.

Nachdem das Angeln um 7 Uhr begann, muss auch der Letzte um 12 Uhr einpacken. Nach trockener Frische am Morgen ist es inzwischen sonnig-warm.

Nachdem das Angeln um 7 Uhr begann, muss auch der Letzte um 12 Uhr einpacken. Nach trockener Frische am Morgen ist es inzwischen sonnig-warm.

Alle möglichen Silberlinge waren das Hauptziel - hier die mit den roten Augen.

Alle möglichen Silberlinge waren das Hauptziel – hier die mit den roten Augen.

Eine kleine Fischkunde über etliche aus der Karpfenfamilie (im Sprachgebrauch Deutschlands „Weissfische“ – nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Sprachgebrauch „whitefish“, der meist Coregoniden meint, weltweit alles mögliche Andere …) habe ich im Bericht über das Müritzeum, Waren, gegeben – einfach mal beim Datum 25. Mai 2013 nachsehen.

Der schönste goldene Fisch ragte von Durchmesser und Gewicht heraus.

Der schönste goldene Fisch ragte von Durchmesser und Gewicht heraus.

Hier ein nicht zu verachtender Goldgrüner.

Hier ein nicht zu verachtender Goldgrüner.

Überraschung - ein an den Silberlingen interessierter Grüner verbiss sich dermaßen in einen Fang, dass auch er an Land kam.

Überraschung – ein an den Silberlingen interessierter Grüner verbiss sich dermaßen in einen Fang, dass auch er an Land kam.

Nach so vielen Erlebnissen an frischer Luft wird natürlich ordentlich gegessen - hier die Gräten von "Rippchen satt".

Nach so vielen Erlebnissen an frischer Luft wird natürlich ordentlich gegessen – hier die Gräten von „Rippchen satt“.

Zufrieden nach der Speisung, auf zu neuen Taten!

Zufrieden nach der Speisung, auf zu neuen Taten!

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