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Archive for the ‘Reisen’ Category

Hier kommt noch mal ein Sonnenbeitrag – Zeit unmittelbar vor dem Regen

und zwischenzeitlich stattgefundener Vortrags- und Bach-Restaurierungsreise nach Jena

(davon dann später einmal mehr – DB, toi, toi, toi, brachte mich gut hin und zurück).

Herbstliches Leben vor dem Hetlinger Elbdeich.

Blick seewärts, eine Herde Deichschafe leuchtet in der Sonne. Das Deichvorland hat begonnen, sich umzufärben.

Deichschafe hinterm Deich – wiederkäuend, sonnig schlafend. – Ein Idyll.

Deichkrone querab Vogelstation – ein Schubber-Deichschaf.

Schubber-Deichschaf, wendend.

Aaaahhh … – ein Genuss!

Wie schön, dass es auf dem Deich und ringsum Zaunpfähle gibt. Hervorragend geeignet sind auch Tore – nicht zuletzt die Standorte des Planetenlehrpfads entlang der Deichverteidigungsstraße.

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Die Saison lässt sich nicht verleugnen. Unter anderem Tiere zeigen sie mit ihrem Verhalten an.

Vorgestern springe ich in der Wedeler Marsch, Langer Damm, spontan vom Rad. Da ist, blitzeschnell, etwas unmittelbar vor mir quer über meinen Weg gerannt.

Nachschau zeigt ein erwachsenes Tier, das zwischen den Welten Brack-, Süß-, Brackwasser seinen Lebenslauf verbringt.

Eine kapitale Wollhandkrabbe (!), winkt mir mit ihrer rechten Schere einladend aus höherem Gras zu.

Detail Schwimm- bzw. Krabbelbeine – von wegen „einladend“: die weiss leuchtenden Scheren sind ultrascharf, können hervorragend (alles mögliche ab-)kneifen. – Ja, und dann ist da das „wollige“ Händchen als Besonderheit zu beachten.

Ich lasse den wehrhaften Panzerträger seiner Wege ziehen, gen Elbmündung, wo Vermehrung und Tod stattfinden.

Nicht das erste Mal, dass ich Wollhandkrabben „live“ hier begegne. Wer interessiert ist, findet Beiträge über andere Begegnungen mit diesem wundersamen Tier hier im Blog über Suche mit dem Namen. Da finden sich auch Wollhandkrabbenberichte „aus unserer alten Heimat“, von der Seeve und von der Elbe, Geesthacht.

Gleich auf meiner Fahrseite ein weiteres Exemplar – platt. Dieses hat es beim Gewässerwechsel über Land nicht geschafft, dem Autoverkehr zu entgehen …

Hier kann man die Beine zählen: Je 4 Laufbeine plus Schere, „Decapoden“ werden solche Krebstiere genannt.

Schon etwas länger her:

Am 8. Oktober war ein ganz besonderer Tag – zu dieser Herbstenzeit.

Das fing schon zuhause beim Radelstart an – Rufe in der Luft, Kranichgruppen, nordwärts. – Wie bitte ???

Man nähert sich einander an, …

… um dann – man mag sich doch nicht oder hat schlicht eine andere Richtung im Sinn, …

… getrennter Wege zu fliegen. Diesmal allerdings „in die richtige Richtung“, gen West.

Die größere Gruppe scheint entschlossener, zieht eine etwas nördlichere Bahn. Die kleinere verharrt noch eine Weile, nimmt dann Kurs etwas südlicher gen Westen.

An der B 431 gen Holm – Ahorn beginnt lokal mit erster Verfärbung.

Stürmischer Wind und Regenschauer bringen viele Blätter aber bereits zu Boden.

Beispiel für kleinklimatische Unterschiede, Holmer Marsch, Sauerbecksweg: die einzel stehenden Pappeln sind bereits fast quantitativ „gerupft“. Der Bestand in Gruppe hält das Blattwerk fast quantitativ.

Anderswo zeigen auch andere Baumarten ähnliches Verhalten. Ob wir nun angesichts des Wetters keinen flächig farbenfrohen Herbst bekommen, oder ob diese Kahlen von Hitze- und Trockenheiten, Krankheiten eventuell geschädigt „vorweglaufen“, sei dahingestellt.

Marsch Hetlingen – Rotbunte, dazwischen 2 ?? Silberreiher.

Die sind jetzt wieder zahlreicher zugezogen.

Im Hintergrund Weissdorn, reich behangen mit den roten Früchten. – Der Silberreiher späht, sichert.

Dann startet er doch.

Auch der andere macht sich nach einer Weile …

… auf und davon??? – Nein, er segelt, landet etwas entfernter wieder.

Offenbar ist der Distanzschutz nun gewahrt – 3 sind`s dort. So ein „Herdenschutz“ tut ein Übriges, nicht allzu hektisch zu agieren.

Auf dem Elbdeich Hetlingen – lautes, entferntes Rufen. Gruppen von Kranichen sind unterwegs, kommen näher, queren teils die Elbe unmittelbar – weiter, westsüdwestwärts.

Eine Gruppe verharrt, kreist länger über dem Gelände des Klärwerks bzw. des Wäldchens am Alten Heuhafen.

Man glaubt es ja nicht, s. unterer Bildrand! – Handelt es sich um wahnwitzige Ornithomanen oder Ornithophobe? Nahe beim Kreisen dieser (und auch folgender Gruppen) taucht wiederholt ein Motorflieger auf. Wer das wohl witzig findet – die Kraniche?

Aussendeichs hat irgendein Ereignis einen Möwenschwarm in die Luft gebracht – sieht aus, als kreisten sie eifrig, auf und ab.

Das könnte Nahrungsjagd aufgrund aufsteigender Insekten sein. Angesichts dieses Containerfrachters zu Thw-Zeit (aufgenommen vom Elbdeich Fährmannssand) könnten es aber auch Schiffswellen gewesen sein, die die vor der Schilfkante rastenden Möwen in die Luft brachten.

So gibt es immer etwas zu gucken. Neben den hier berichteten Großvögeln sind, von der NABU Vogelstation berichtet, selbstverständlich jede Menge kleiner Vogelarten gen Süden querend hier unterwegs.

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Tag der Abreise, 3. Oktober, vor Sonnenaufgang – der Start lässt sich, entgegen Wetterbericht, ja recht gut an.

Es wird heller.

Blick nach Südwesten – der Mond, Vögel, der gesamte Himmel hat sich verfärbt.

Weitblick Ost – da ist sie ja! – Nicht schlecht, Berlin so in Erinnerung zu behalten.

Erste Wolken im Nordblick.

Die Sonne hält aber weiter durch. – Warten auf die Tram gen Berlin Hbf. Sie wird pünktlich kommen.

Auf der ICE-Fahrt – der Himmel ist zugezogen, einige strukturierte Wolkenfronten sind erkennbar.

Hamburg-Altona pünktlich erreicht, Umstieg in die S nach Blankenese, Zwischenausstieg, um Gleiswechsel zu vermeiden in Hochkamp. Die S nach Wedel wird gleich erscheinen.

Die für die ICE-Fahrt angesagte durchziehende Wetterfront hat es nicht gegeben, ist wohl weiter südlich gelaufen.

Leipzig und Berlin haben wir genossen – das ist nun schon 1 1/2 Wochen her.

Inzwischen sind mehrere Regenfronten durchgelaufen, die wellenartig Wasser bis in die Bäche brachten, so dass deren Pegel 3mal (kurz) über Mittelwasser anstiegen. – Überragend ist das nicht. Das jüngste, vierte durchlaufende Regenband, heute Nacht (mit zeitweise heulendem Wind, prasselndem Regen) hob den Wasserstand immerhin senkrecht um 50 cm über das mittlere Hochwasser an.

Deutliche Saisonanzeiger hier bei uns wie tierische Wanderungen über Land sowie der tageweise teils starke Vogelzug bestimmen derzeit das Bild. Dazu folgt morgen mehr.

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Über den Dächern von Berlin, morgens …

Blick Ost, kurz vor Sonnenaufgang.

Etwas nördlich drehen Schwärme von Krähen ihre Runden.

Vogelflug, quer – einer wirkt optisch größer, gehört aber zum Schwarm. Dieses Exemplar fliegt in unsere Richtung, ist dichter dran. (Vor Wolkenschleier etwas schwierig auszumachen, Klick aufs Foto hilft.)

Die Sonne ist aufgegangen, blinzelt.

Frühstückszeit – im Südblick zeigt sich der Fernsehturm leuchtend mit Morgensonnenkreuz.

Ja, es ist Herbst – Nordblick nach unten, die Häuserschatten werden nur langsam kleiner, die Sonne erreicht untere Geschosse (später fast) nicht mehr.

Wir werden nach Norden ins Berliner Grün fahren, wo ich vom neuen Kleingarten aus die Gewässersituation Panke Buch, Karow erwandern kann.

Im Innenhof – die Sommerhitze, teils auch -trockenheit hat viel Notabwurflaub produziert.

In den Kleingärten wird herbstlich gewerkelt. Ich wandere zur Panke, quere am Übergang Schönerlinder Weg.

Die Panke, Niedrigwasser – verbesserungsfähig. Mal sehen, ob und wann sich hier etwas tut.

Der Berliner Senat hat ja, zentralorientiert, wie er auch kleine Gewässer betrachtet, „das große Ding“ für die Panke gewählt. Gesamtstrecke beplanen, Formalverfahren mit allen Konsequenzen durchführen. Das hat nun bummelig 10 Jahre ins Land gehen lassen.

Immerhin kann am Nordhafen inzwischen die neue Fischtreppe / der neue Organismenpass bewundert werden (Der Link begleitet eine Wanderung dorthin. Die Startbaustelle aus dem Frühjahr diesen Jahres hat sich gut entwickelt, es geht voran!). Nahebei, wie berichtet, sind auch neues Leben und Gewässerturbulenz durch Strukturgabe entstanden.

Im Detail: überbreit, strukturarm, kraftlos – verbesserungsfähig.

Kleine Gefällestrecke nebendran – so ähnlich könnte das Gewässer durch prozierte Turbulenz durchweg aussehen.

Nordwärts – tief in die Landschaft eingeschnitten, überbreit, strukturarm, kraftlos.

– Immerhin steht hier standorttypischer Gehölzsaum, der das Überheizen verhindert, das andere Gewässer zusätzlich völlig aus der eigentlichen Charakteristik bringt. Sein Wurzelwerk bietet im Wasser allzu selten gewordene, spezielle Lebensräume.

Wer den Anblick zu deuten weiss, aus diesem Bach kann man leicht „etwas machen“.

Immerhin, es besteht Hoffnung …

Bestehendes Gefälle kann genutzt werden für das Beleben weiterer Strecken.

Zurück am Schönerlinder Weg – wer ein Bisschen in Sachen instream-Restaurieren kennengelernt hat, sieht hier in der Draufsicht bereits Problem und Lösung.

Turbulenzen unmittelbar am linken und rechten Ufer weisen den Weg, machen derzeit maximal 10 % der Gewässerbreite aus.

Da bin ich gespannt, wie`s weitergeht – vielleicht hilft ja der Ansatz Kleingewässer. Oder jemand fasst Mut und lässt örtliche Vereine, z.B. aus dem Spektrum der benachbarten Kleingärtner, Hand anlegen.

Dies im Sinn …  🙂  freue ich mich auf den nächsten Berlinbesuch, die nächste Pankewanderung, an welchem Streckenabschnitt auch immer.

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Platanenallee (Elisabeth-Abegg-Straße) – auf geht`s zum Blondinentreff an der Ferienwohnung. – Sonst geschäftiges Berlin ist punktuell sonntags erstaunlich leer.

Der sonntäglich besonnte Greif (Moltkebrücke) – kommt mir bekannt vor.

Sonntägliche Spree – die Bootsrundfahrten sowie die Ufer sind gut menschengefüllt.

Auf gen Prenzlauer Berg – Blau-Gelb, inkl. Polizei, beherrscht das Bild.

Bernauer Straße – „Berliner Mauer“ 1961-1989, großes Interesse an geschichtlichen Führungen.

Danziger Straße, Ziel erreicht.

Himmlische Silhouetten, mit Nebelkrähe – Erinnerungen an Leipzig.

Auch die 3 Blondinen sind angekommen, schälen sich aus dem Fiat 500 E.

Tags drauf werde auch ich, zusätzlich, in das Transportgerät passen. Man wundert sich. Sobald man aber die Ausfalt-Ausstiegstechnik beherrscht, sellt die Nutzung keinerlei Problem dar.

Gegen Abend – der Kran gegenüber ist besetzt. Entgegen früheren Erlebnissen sind es diesmal nicht Stare, sondern Nebelkrähen, die ihn bevölkern.

Am Folgetag wollen wir mal wieder ins nördliche Berliner Grün, unter anderem an die Panke.

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Gut ausgeschlafen geht`s Sonntag früh gen Leipzig Hbf.

Wie sich diese Großbaustelle wohl beim nächsten Leipzig-Besuch darstellt?

Leipzig Hbf – morgendliche Impression, ganz schön leer.

Wie immer sie ins Bild gelangte – es kommt Farbe auf.

Beim einzig Zug-besetzten Gleis (Regio, der Zug ist schon voll) kommt auch was auf – Polizei begleitet Fan-Gruppen gen Fußball, bekommt sie verstaut.

Pünktlich fährt der ICE ab.

Welch interessante Route der fährt!

Pünktlich, mit angekündigt, baubedingt 45 Minuten Aufschlag, kommen wir in Berlin an – Information ist alles!

Auch hier, Berlin Hbf, Polizei – der 3. Oktober steht bevor.

Mich zieht es zu alten Kastanien.

… nahe dem Kanzleramt.

Es ist noch etwas früh, daher studiere ich das Draussen. Der alte Bismarck hatte so seine Meinung über die Deutschen, ihre Regierung … – Man muss sich um den wohl nicht (mehr) scheren?

„Speisen & Getränke“ – Nebelkrähe sei wachsam!

„Fliegendes Essen“, auch Bestecke – alles so interessant hier.

Auch Spatzen finden so allerlei – tauschen sich hier, am sozialen Treffpunkt, aus.

Geschirrrückgabe – Cola ist für Wespen und Bienen Schnaps, oder?

Cola und Bienen, vor und nach Genuss – was gibt das für einen Honig? – Egal, die Völker sind schon für den Winter eingefüttert, holen hier ein paar Extras.

Mittagessen ruft – ich gehe ins Gasthaus.

Alte Kastanien, Blick von drinnen.

Mein örtliches Lieblingsessen, präpariert – Haxe mit Schwarzbiersauce, Knödeln und schickem, buntem Salat.

Das war wieder einmal lecker! Dann man bis zum nächsten Berlinbesuch!

Meine beiden Berliner Blondinen erwarten mich. Die Hamburgerin ist bei meiner Leipzig-Hinfahrt bereits hier ausgestiegen.

Mehr Berlin folgt.

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Im Anschluss an Vorträge und Besichtigungen, vgl. voriger Beitrag, ging`s raus ins Freie.

Der Bus steht bereit.

Ausstieg – schnell sind wir von Leipzig nach Taucha an die Parthe, ein kiesgeprägtes Fliessgewässer, gelangt.

Der Wasserplatz Gewinneberg, unter anderem potentielle Bootseinsatzstelle, bietet eine günstige Gelegenheit für uns.

Der Zweckverband Parthenaue mit seiner Naturschutzstation Partheland sowie das Umweltmobil Planaria der Akademie der sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt bieten gute fachliche und gerätetechnische Unterstützung.

Der Untersuchungstisch Biologie.

Orientierende Bestimmungshilfen für die Wasserlebewelt.

Unterlagen für Jung und Alt zur Umweltbildung.

Das alles ist unter solch überlebenswichtigen Rubriken wie Artenvielfalt und Nachhaltigkeit zu verstehen.

Die Gruppe „Weidenstecklinge pflanzen“.

Ausführliche Information, warum hier am Ort, in bestimmtem Uferhorizont Weiden gepflanzt werden sollen (statt wie ansonsten eher üblich, Schwarz-Erlen, Eschen, Flatterulmen ff.) und wie sich ein Auwald mittelfristig entwickelt (wenn man ihn denn liesse), zeigen die Vielfalt der Gewässerumgebung und Möglichkeit, einen weiteren Beitrag zur Umfeldverbesserung zu leisten.

Handgreifliches.

Die Planungs- und Realisierungsgruppe – eine Vertreterin der Wasserbehörde Landkreis Nordsachsen erläutert das umfassende Drum und Dran, welches beim Herangehen an Gewässerverbesserungen zu beachten ist.

Über allem wacht Planaria – mit gut sichtbarer Bahnhofsuhr. Wie bei den Thementischen im KUBUS können die Exkursionisten zwischen den Gruppen wechseln – und müssen den Schlusszeitpunkt im Sinn haben.

Ein Teil der Bio-Gruppe, mit Ausrüstung und Fotografen-Begleitung.

Nach und nach werden fliessende bis stillstehende Partien der Parthe beprobt.

Die Fänge können sich sehen lassen – Vertreter der unterschiedlichen Kleinlebensräume wie Bachflohkrebse, Wasserasseln, unterschiedliche Libellenlarven, Käfer und Wasserwanzen sind hier sortiert.

Alle Gruppen sind begeistert bei der Sache.

Ich sehe mir das Umfeld des Exkursionsortes an. – OHA, der Kiesbach Parthe … An dieser Stelle angesichts fehlender Strömung, Turbulenz von Entenflott (Wasserlinsen) vollständig bedeckt.

Eine spannende Landschaft mit Höhen und Bach-Aue … – ABER, wie überall in unserer stark überprägten Landschaft: Der Bach – überbreit, übertief in die Landschaft eingeschnitten. Ein übriges „leistet“ der geringe Abfluss – dem Bach ist jegliche Kraft genommen.

Besonderheit hier regional: Eine Vielzahl von Kiesgruben, die die eiszeitlichen Moränenlagen nutzten, führte zu großen Baggerseen, die das Grundwasser offenlegen, massiv in der wärmeren Jahreszeit verdunsten lassen. So ist die Parthe, von weiter herkommend, im Raum Naunhof langstreckig trockengefallen …

Der Kiesbach Parthe in seinem heutigen Vergewaltigungszustand: flächig bedeckt Schlamm den Gewässergrund, Schwimmblatt- und Sumpfpflanzen dominieren belichtete, überwärmte Bereiche.

Jenseits des Straßenrands, Partie mit leichtem Gefälle am Gewinneberg.

Die Sonne sinkt, der Bus ist zurückgekehrt – man los!

Gen Leipzig …

Einfahrt Leipzig – kurz vor Sonnenuntergang.

Etliche Aktive verlassen uns Richtung Bahn oder Auto. Der Rest nutzt den Abend für Fachsimpelei.

Die Offiziellen werden die Ergebnisse der 3 Jahre FLOW-Projekt zusammenstellen und zu gegebener Zeit Öffentlichkeit, Fachinstitutionen und Politik zur Verfügung stellen. – Es bleibt viel zu tun, vor allem für die Entscheider, Wissen zu Verbesserungen in der Praxis umzusetzen.

Möge das Projekt – mit neuem Schwerpunkt Gewässerrestaurieren – eine ähnlich spannende Fortsetzung finden!

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Angekommen! – Eine gute Adresse – Helmholtz-Zentrum, UFZ.

Im KUBUS, unserem Veranstaltungsort, ist alles vorbereitet – hier ein Beispiel aus der Posterausstellung.

Ich mache mich mit den Räumlichkeiten vertraut. Hier also wird nachmittags mein „Thementisch Restaurieren“ arbeiten.

Alles stimmt, bis ins Detail – prima Vorbereitung!

Na denn !

FLOW, „Citizen Science“, hat über die 3 Jahre Projektzeitraum eine beeindruckende Entwicklung hingelegt.

Ermittelt wurde in den Fliessgewässern, die die Fläche erschliessen – Bäche und kleine Flüsse stellen ca. 80 % der Fliessstrecken.

Ergebnisse, nur mal auf die Farben achten: Anzeige für Pestizidbelastung zeigten erschreckend viele Bäche.

Berichte aus den Untersuchungsgruppen zeigten auch die Tücken vor Ort, hier beim Finden einer geeigneten Untersuchungsstation.

Auch mein Vortrag war ausgezeichnet – sagen die anderen, besten Dank!

Dank auch für das Präsent zum Vortrag – Berliner Frühlingshonig, etwas besonderes! Stadthonige „leben“ ja nicht zuletzt von auf Balkonen bis zu Flächen gehaltenen Gewürz- und Heilkräutern – was für ein Geschmack!

Während der Mittagspause konnten das Umweltmobil Planaria …

… oder die Freilandexperimente des UFZ besichtigt werden.

Ich entschied mich für letztere, da das Umweltmobil auch während der Nachmittags-Exkursion im Einsatz studiert werden konnte. Nähere Beschreibung zu Planaria folgt im kommenden Exkursions-Beitrag.

In Fliessrinnen werden unterschiedliche Lebensgemeinschaften verschiedenen Konzentrationen Pestizid ausgesetzt.

Eine Vielzahl von Rinnen (hier nur ein Ausschnitt) stellt die Aussagekraft von Ergebnissen sicher.

Optisches Detail: Wasserschnecken im Pumpensumpf einer Rinne.

Nochmal Optik, diesmal luftig: ein Männchen der Heidelibelle.

Nach der Mittagspause – Thementisch „Restaurieren / Renaturieren“ am Start.

Das Interesse ist groß. Die einzelnen Gruppen sollten zwischen den Thementischen wechseln – wer wollte, konnte aber auch bleiben. So wurde während der begrenzten Findungs- und Diskussionszeit der Platz bei uns immer enger.

Allerhand fachlich Wichtiges und organisatorisch zu Beachtendes ist hier zusammengekommen – noch in weiterer Vervollständigung.

Anschliessend: Präsentation der Ergebnisse.

Roland vom Saaletreff vermittelt unsere Inhalte souverän – Gratulation und Dank dafür!

Zum Schluss folgt die Zusammenfassung – und …

… ein Ausblick auf die Zukunft. Es wird ein Folgeprojekt inklusive Restaurierungsmöglichkeiten beantragt.

 

Alle drücken die Daumen angesichts der erforderlichen Verbesserungen. Möge das „Projekt neu“ genehmigt werden und ab nächstes Jahr starten können.

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Sonnabend Morgen, ich wandere mit Vortrags- und Exkursions-Utensilien Richtung Nordost, Wissenschaftszentrum.

Rote Busse Bayern München vor dem Handelshof – das Spiel wird 2:2 ausgehen.

Wer`s mag: Café-Haus-Atmosphäre auch in Leipzig.

Speck`s Hof mit Passage – interessant, mal so menschenleer zu sehen.

Doch, da ist eine Durchgangsmöglichkeit – Baustelle Nikolaikirchhof.

Schicke Bauten – Ecke Nikolaikirchhof / Ritterstraße.

Gegenüber steht Historisches – zu einem peinlicherweise immer noch aktuellen Thema. – Keine Selbstverständlichkeit?

Sonnenblick auf Wendeltreppe im Oberen Park.

Ganz im Hintergrund: Enten und anderes Wassergeflügel auf dem Großen Teich ist zahlreich – wohl über die Nacht – versammelt.

Da sie auf mich nicht Futter-dressiert wirken, auch bei längerem Verweilen nicht heranbrausen, hält sich Füttern (hoffentlich) in Grenzen.

Dichter dran – Morgensonne auf dem MM.

Ostseite Leipzig Hbf, besonnt – vorn die STR 3 wäre „meine“ Linie, falls die Kondition nicht hielte.

Vorbei an / unter Stadt-, Bau-Symmetrien.

Bunte Frische, emsiges Treiben – die Sonnabendmärkte werden aufgebaut.

Wer Fleischiges im Großstück benötigt, kann hier auch ganze Halal-Schafe bekommen.

Durchblick Hedwigstraße auf die Heilig-Kreuz-Kirche mit ihrem besonderen Turm.

Alte Schwengelpumpe – die hätte ich per Straßenbahn sicherlich nicht gesehen.

„Ausbauhaus“ – na denn …

Durchblick am Center Torgauer Platz – freier Horizont.

Und immer wieder – Leipzig ist eine historische Stadt – Altes …

… und Neues.

Das Pflaster-Auge blinzelt mir zu: Halte durch !

On top – fast komme ich mir vor wie am Ende der Welt.

Aber da! – „Meine“ Straßenbahn, in Gegenrichtung – es gibt also doch, auch hier, Leben in Leipzig.

Generell bleibt Hoffnung für den Planeten Erde: Natur bricht sich letztlich Bahn.

Tja …, worüber unterhalten wir uns?

Angekommen – an meiner potentiellen Ausstiegsstelle aus der Straßenbahn.

Nur noch ein paar Schritte und ich bin am Ziel.

Dann kann`s ja losgehen mit der Abschlusskonferenz des FLOW-Projekts und der Exkursion an die Parthe bei Taucha.

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Leipzig baut wie ein Weltmeister. Ein ambitioniertes Ziel ist das Offenlegen der früher so zahlreichen Mühlgräben. Dass dabei in Stadtenge eher „Betonkästen“ herauskommen, ist angesichts der Entrohrung fliessenden Wassers, Wiederentstehen von Lebensräumen, gleichwohl ein Gewinn.

Inwieweit „das große Ziel“, Leipzig schiffbar mit der Nordsee zu verbinden, für gut befunden wird, muss jedes Individuum für sich entscheiden. Zwischendrin liegt im Elstermühlgraben, quasi als neu angesagtes Zentrum des Wassersports und der Schifffahrt der Stadthafen – da will ich hin.

Dicht am Elstermühlgraben gen Nordost führt ein Trampelpfad – nur Mut!

Der sich selbst umwachsende Baum steht auch noch, …

… sieht weiter imposant und gut aus.

Nebendran begleitet hier Wandernde Wassersportliches, auch Bootsrundtour, hin und her.

Noch eine Brücke, liegende Boote in Sicht.

Angekommen am Stadthafen, Freifläche gegenüber, das große Neubauen beginnt.

Die Wasserfläche des Hafens ist beidseitig abgespundet, entleert für die Zeit der Bauaktivitäten. Pfahlgründung ist gegenwärtig das Hauptthema.

Der Blüthnersteg, gesperrt – beim vorigen Besuch sind wir hier noch rüber und nüber.

Weiter geht`s, Richtung Mühlgrabenfreilegung Poniatowskiplan ff.

Der Elstermühlgraben, auch hier weiter abgestaut, stilles Flachgewässer.

Farbspiegelung, violett, und Fadenalgen im stillen Flachwasser, grün.

Poniatowskiplan im hinteren Bildende – abgespundet, Baustellenfortsetzung.

Ab hier läuft aktuell die Restöffnung des Mühlgrabens.

Gen Lessingstraße …

Schluss mit der Durchgängigkeit für Wanderer, die Baustelle hat Vorfahrt, benötigt den gesamten Raum.

Genug gewandert, ich wende mich dem historischen Geschäftszentrum zu, finde Geeignetes.

Im Barthels Hof.

Drinnen ziehe ich nun dem Draussen vor. – Das fängt ja gut an, im Gasthaus Barthels Hof.

Nach genossenem Essen und Trinken folgt eine kleine Runde, Richtung Hotel.

Auch zentral bleibt einiges zu tun.

Tags drauf, Richtung FLOW-Veranstaltung, werde ich das MM-tragende Gebäude näher sehen.

Auf jeden Fall, da schliesse ich mich an!

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