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Archive for the ‘Reisen’ Category

Gestern traf ich im Wedeler Autal … – einen Silberreiher.

Graureiher sind hier nichts besonderes, Silberreiher schon.

Graureiher, auf dem Land und in der Stadt, weisen seit Jahr(zehnt)en Individuen auf, denen man fast die Hand (den Flügel?) geben könnte. Die früher bekannte Fluchtdistanz ist bei denen erheblich minimiert.

Dieser Silberreiher – ich schätze die Fluchtdistanz im Gelände auf über 100 m – ist „ganz schön nah dran“, etwa 70 m, sichert kurz und erkundet das Gelände weiter.

Die nächste Überraschung, Silberreiher, wartet etwas weiter östlich. Dieser steht kaum 17 m von mir entfernt.

Etwas zurückgerollt, sehe ich, warum der Vogel nicht reagiert. Fette Beute scheint in diesem Fall wichtiger als der bedrohende Mensch nahebei.

Das wollte ich doch nochmal in der Marsch testen, querab Idenburg ergab sich zeitnah die Gelegenheit.

Ich sag`s doch – in gut 130 m Entfernung störe ich. Der Silberreiher fliegt auf.

Dieser Reiher landet nicht, wie so oft, in 50 m-plus-Entfernung, sondern steigt hoch auf.

… quert vor Idenburg die Baum-Silhouette und meinen Weg.

Luftiges Detail: Eine Gruppe Gänse, um einiges höher, wechselt in andere Gefilde.

Ich habe den Pferdehof durchradelt. Dies könnte „mein“ Reiher sein, nun zwischen Grau- und Nonnengänsen.

Heute nun gab`s ein Vogelerlebnis, das wir – Restaurierungsstrecken am Bach anderswo, zunächst für eine Greifvogel-Angelegenheit hielten.

Was, zum Teufel, …

… ist DAS für ein Vogel. Was macht der da / ist ihm was zugestoßen?

Mal gucken.

Auch, wenn`s auf dem Foto wie ein Putzlumpen aussehen mag – das war mal ein Graureiher, das Gefieder noch voll intakt. Etwas zammelig hängt der Hals herunter.

Der Kopf fehlt, liegt nicht land- oder wasserseits der Astgabel, aus der er runtergenommen wurde.

Mysteriös.

Von dieser Bachbegehung gibt es erwartungsgemäß mehr zu berichten – wenn es denn soweit ist.

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Östlicher Wind lässt mich die Hetlingen-Runde im Uhrzeigersinn fahren – Kopfweide an vollem Marschgraben, unmittelbar nach Geesthang-Runterflitzen.

Hinterm Elbdeich gen Nordwesten, querab NABU-Vogelstation – Deichgraben, voller Alt-Mäander, Seenplatte auf Marschwiesen.

Querab Giesensand – Deichgraben, Seenplatte, dahinter ein Bullenflussarm. Weisser Punkt, hinten links: ein Silberreiher – rechts: weiss nicht, vielleicht ebenfalls.

Noch so ein ehemaliger Alt-Mäander, nun wassergefüllte „Delle“ in Marschwiese.

Alles ist „gut voll“.

Marsch Hetlingen, Blick Giesensand – quitschnass.

Seenplatte, vor dem Altdeich Hetlingen.

Gut zu erkennen: Steuerbares Wasser-Niveau im Graben vorn, tiefer – daneben abgetrennte Mulden in Hochfüllung.

Hetlingen Richtung Idenburg, vor Altdeich – (vorübergehend, saisonal) Seenland.

Querab Idenburg – eine Gruppe Nonnengänse landet bei einem kleinen, äsenden Schwarm.

Querab Idenburg – Halb-Ebbe im Bullenfluss, nebendran, hoch eingestaut flächig Wasser.

Die Schafe wundern sich – oder auch nicht, kennen sowas, je nach Alter.

Über oben kurz erwähnte Silberreiher wird mehr zu berichten sein.

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Bei der Anfahrt auf der Geest leicht benieselt, komme ich in der Marsch Richtung Elbe trocken voran – Nonnengänse sind wieder da, vgl. voriger Beitrag. Das weitere Verhalten des Wetters wird meinen Weg in Richtung und Länge bestimmen.

Kurz vor Queren der Binnenelbe Richtung Elbdeich – der Nebel ist zu Hochnebel, Wolken geworden. Die Sonne kämpft – vergeblich wie sich, passend zum Wetterbericht, zeigen wird.

Deichverteidigungsstralße, Blick Ost – Hochnebel und tiefe Wolken verstecken Teile der Kraftwerksschornsteine. Große Schafherde auf dem Deich (örtliche Residenten oder Pause auf dem Weg zum Verschiffen?), eine kleine Gruppe Nonnengänse wechselt ihren Standort.

Elbdeich Fährmannssand, Nebel – Flut läuft auf das Süßwasserwatt, Fahrrinne der Elbe nahebei.

Nebel-Blick SüdSüdOst, von links nach rechts: Mündung Wedeler Au / Binnenelbe, Elbfahrrinne, Insel Hanskalbsand.

Blick Süd – Vordeichgelände, Elbe, Westende Hanskalbsand, Nebenelbe und niedersächsisches Ufer erahnbar.

Das Verschwinden verdächtig aussehenden Dunstes (Durchzug von Regenschauern?), Aufklaren im bodennahen Bereich Richtung Hetlingen erweitert meine Tour zur „Hetlingen-Runde“.

Elbdeich Hetlingen – Vordeichgelände, Elbe, schemenhaft im Nebel taucht ein Binnenschiff auf, dahinter der niedersächsische Elbdeich.

Blick Nord – die riesigen Strommasten …

Blick SüdOst – Deich, Deichvorland, Röhrichte in Brauntönen.

Blick SüdSüdWest – gen Hamburg fährt es bunt, der große Saug-Verklapp-Bagger Vox Ariane, seit geraumer Zeit mit LNG-Antrieb.

Und weiter geht`s im nächsten Beitrag. – Da wird es nass.

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Unten, vor der Geestkante, Gegenlicht – die Sonne kämpft.

Früh morgens hatten die Moderatoren im Wetterbericht gemeint, die Computer seien kaputt – einheitliches Grau zeigte sich allüberall auf den Bildschirmen …

Das Motto für den Tag: Nebel verdichtet sich zu Hochnebel, teils fällt (kurz, wechselnd) Nasses raus, nieselnd bis tropfend benässend.

Nachdem der Schnee geschmolzen ist, sind die Gänse an den hier wieder verfügbaren Futtertisch zurückgekehrt. Nonnengänse stellen die großen Schwärme, Graugänse treten in Gruppen auf.

Nervös wie üblich – irgendetwas hat anderswo einen Riesenschwarm aktiviert.

Ein Gutteil fliegt auf mich zu, …

… überfliegt mich.

Sie drehen über dem Schwarm hinter mir ein (für die stehe ich optisch geschützt hinter Kopfweiden).

Einige entdecken mich durch den Zwischenraum der Kopfweiden, erschrecken, drehen noch einmal, bevor auch sie landen.

Der Großteil der Aufgescheuchten kehrt, wie so oft üblich, an den Startpunkt zurück – und frisst dort weiter.

Nahe Holm, Hetlingen, auf der Rückfahrt – auch hinter deckendem Reetbestand störe ich. Als Radler bin ich aber nicht so gefährlich – daher: zu Fuß auf Abstand gehen reicht den Nervöslingen aus.

Auf dem Radweg entlang der B 431: Wer noch will, hat noch ein Weilchen Zeit.

 

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Als alles zum Dezemberstart mit Schnee bedeckt war, wählten auch ansonsten notorische Radler wie ich Spaziergänge für Aussenaufenthalte. Das Wedeler Autal ist eine gute Wahl, hier nur wenige ausgewählte Eindrücke.

Bei Queren des Wedeler Autals zeigen Bäume Höhen- und Feuchteverhältnisse, hier: Eichen und Erlen. – Der Schnee bedeckt Futter, die Gänse suchen sich andere Gefilde.

Erlengruppe am Wassererlebnisbereich.

Nicht alles ruht im Winter, unterirdische Erdarbeiter hinterlassen einen Eindruck ihrer Aktivitäten.

Es finden sich auch andere interessante Strecken im Stadtbereich – dort allerdings ist angesichts sehr unterschiedlicher Wahrnehmung der Räumpflicht Vorsicht angesagt.

Nun blieb dem Schnee nichts anderes übrig, als zu verdunsten, zu schmelzen, zu versickern oder abzufliessen. Immerhin liegen wir inzwischen (vorübergehend) bei 9 Grad Celsius.

Alle Unebenheiten füllten sich bei der Schneeschmelze – Wiese neben einem Bach, Kiese dort gut belaicht.

Die Maulwürfe laufen zur Höchstform auf.

Spuren unter Erlen: unzählige Samen (nicht diese, sondern alle) ringsum.

Während und nach der Schneeschmelze, die sich in merklichen Pegelanstiegen aller Fliessgewässer zeigte, fiel reichlich Regen, der sich mit steilerem Verlauf draufsetzte.

Da wollte ich – zwischen zwei Schauern – doch mal wieder „on top of the“ Geest, Wedel, nach dem Wasser sehen.

Anradeln – „on top“ ist diese Pferdewiese zu einer Seenlandschaft geworden. „Normal“ steht hier kein Wasser.

Hier auch nicht! – Uuuups, unergründliche Tiefen? Zum Glück kenne ich die Strecke, rolle nicht in die Pedale tretend durch. – Ich sah später in der Stadt, dass der Gully-Räumer hochaktiv herumeilt.

Linker Hand, wo sich ein kleiner Flachsee lange im Jahr hält, ist die Wasserfläche vervielfacht.

Leider sind die Fotos von Gänsegruppen ringsum nicht scharf geworden – heute traf ich neben den üblichen Graugänsen Nonnen-, Nil- und Blässgänse an.

Wie erwartet: der Pferdetümpel hat Maximalgröße erreicht.

Gleiches gilt für sein Geschwister auf derselben Weide. Hier ist die Fläche üblicherweise trocken – kleines, eher unauffälliges Flachwasser bildet sich erst nach stärkeren Regenfällen

Und dann gibt es hier auf lehmiger Moräne selbstverständlich noch anders Aussehendes, als Ackerland genutzten Boden.

Hier ein häufiger Spezialfall, charakteristisch im Baumschulkreis Pinneberg. Wir befinden uns weiter „on top“, Blicken zur Geestkante vor / über der Elbmarsch.

Das Foto entstand nach der Schneeschmelze, bevor der Regen kam.

Mal sehen, ob ich Gelegenheit habe, die nach dem Regen gesamtgefüllte Senke zu fotografieren.

P.S., 12. Dezember 2023: Inzwischen fliesst das Wasser ab. In den meisten unserer Bäche hier im südlichen Schleswig-Holstein wurde – wie zuvor im Jahr – kaum das mittlere Hochwasser erreicht. Spannend vor Ort zu sehen, Panik ist aber nirgends angesagt (es sei denn, man hätte wichtige Gullies nicht gereinigt, Pumpen z.B. an Straßenunterführungen nicht gewartet.).

Morgen wird nochmals „gut Regen“ folgen. Danach scheint erstmal Pause angesagt.

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Temperatur knapp über Null, Schnee schwindet – vorsichtig teste ich die Radelmöglichkeit.

An der B 431 – der Radweg ist frei, die Sicht … nicht.

Immerhin ist nun längere, halbwegs sichere Strecke befahrbar. Schön vorsichtig: wind chill bei SüdOst vier kann quer drüber abfliessende Tauschleier zu Glatteis verwandeln!

Nebenstraßen und kleineres guckt man am Besten nur schräg von der Seite, auf Distanz an.

Vielleicht schaffen die nächsten Tage Temperaturen, bei denen auch Nebenwege nutzbar werden.

Nun aber zurück in die „aktive Schneezeit“, als noch Zuwächse zu erleben waren – auf in den Grünen B-Plan, mit Regenwasserweg, zu Fuß.

Vor der Haustür – rechts rum schon ein wenig begangen.

Ich gehe links rum, nach Norden raus.

Der Winterdienst wird noch erscheinen, die Flächen sind gut begehbar.

Schön ruhig wohnen wir, die Spielzeile nebendran ist verwaist, nur kurze Besuche finden statt.

Auf dem Regenwasserweg – Muster, Schnee und Pflaster.

Tags drauf, ausgemustert.

In diesem B-Plan, auch in jüngeren, hat das Halten von Niederschlägen auf Grundstücken und die – möglichst durchgehend – offene Ableitung Priorität. Ein paar Beispiele folgen.

Beispiel offene Ableitung.

Beispiel offene Ableitung, hier mit kleinem, lange feucht bleibendem Entwicklungsraum.

Tags zuvor, mit weniger Schnee, noch klarer erkennbar.

Auf dem Weg zum Regenrückhaltebecken mit gedrosseltem Abfluss.

Es gibt auch gefasste Zuleitungen, im Hang mündend.

Dafür noch ein Beispiel.

Nach der Idee und der Umsetzung in die Praxis folgen Gegenwart und Zukunft mit – möglichst minimierter, schonender – Unterhaltung.

Hieran gilt es konsequent zu arbeiten, zu lernen – weisen wir uns hierzulande an allzu vielen Beispielen doch als „große Investoren“ aus, die beim Betrieb dann versagen.

Für den Bereich Wasser, Gewässer betrifft dies die leider immer wieder anzutreffende harte Unterhaltung.

Da werden dann beide Uferseiten gleichzeitig gemäht, Sohlräumung erfolgt – auch bei vorhandenem, großem Abflussprofil. – Leben bleibt da keins, niemand kann überwintern.

Sohlvertiefung führt zu Abriss an der Pflasterung.

Bodenverletzung setzt unnötig Erosionsmaterial frei.

Zulauf zum Regenrückhaltebecken, schneeärmeres Stadium, kanalartig durchgemäht. –

– bis zum Auslauf.

[Mehr Schnee] – Auslauf Regenrückhaltebecken – Reinigungsfunktion konterkariert durch durchgängiges Kanal-artiges Baggern.

Alles ist verbesserbar – wir bleiben im Gespräch.

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Kurz und knapp – mein Nikolausgeschenk 2023: Nachdem meine Anwendungsprogramme vor einer Woche nicht mehr einsatzfähig waren, eigene und Freundeskreiskenntnisse nicht ausreichten (der PC sagte „Wo ist das Problem? … allerdings ist da eins …“), kam heute der Nikolaus in Form eines PC- / Netzspezis.

Alles schien richtig, aber …

Dann wurde der Fehler doch recht schnell erkannt – hier bin ich wieder!        🙂

In der vergangenen Woche hat sich ja allerhand getan – alle betreffend, der Schnee.

Nun befindet der sich auf dem Rückzug – mal sehen, was bleibt.

In aller Kürze hier Neues von den Bächen.

Das war wohl neulich so um Vollmond, …

… als ich ein Leuchtenfoto eines Bachs erhielt.

Wie fast zu erkennen: Da lag noch kein Schnee.

Flugs verabredet, tags vor Ort.

Feine Sache, das! – Laichkuhle, kleiner Kiesberg mit Eiern drin – zugehörig: „schicke Turbulenz“.

Auf kurzer Strecke 3 recht neue Kiesbänke (hier die 3.), alle belaicht.

Und so sieht es – wie in den Vorjahren – ringsum so ziemlich durchweg aus.

Solch ein Jahresrückblick – was wollen wir mehr!? (Weitermachen, natürlich!)

Dann kam der Schnee … – überraschend früh, am 28. November 2023.

Über dies und das wird weiter zu berichten sein. – Ich arbeite mich durch die entstandenen Rückstände voran.

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Inzwischen ist Schleswig-Holsteins Landschaft weiss. Fast trat ein, was ein NDR-Moderator gestern sinngemäß erzählte. „Treffen sich zwei Schneeflocken und fragen einander, wie`s geht und wohin der Weg führt. Die eine „Ich schwebe nach Alaska, da soll man ewig leben können.“ – Die andere „Und ich wähle Schleswig-Holstein – da kann ich ordentlich Chaos herbeiführen.“ “

Ganz so ist es ja nicht und Beiträge demnächst werden die winterliche Realität, die erstmal immerhin noch bis Mittwoch nächster Woche anhalten soll, beschreiben.

Zurück also, in den Borsteler Wohld.

Die bekiesten Strecken des Waldbachs stimmen hoffnungsfroh – zurück geht`s auf dem Holzabfuhrweg durch herbstlichen Buchenmischwald.

Ich wundere mich immer über SH, das waldärmste Bundesland Deutschlands. Niemand scheint auf die Idee zu kommen, Wald als Ausgleich für Fehlendes anzulegen.

Ohne Worte.

Hier ist ganz schön was los. Wie lebendig Totholz ist, ist inzwischen wohl allgemein bekannt.

Nicht mehr weit zum Auto – Eiche, Hainbuche und Reste der Vor-Generation Wald, die Kiefer, finden sich neben mancherlei anderen Arten.

Bevor ich ins Auto steige, zweige ich noch schnell an den oberen Bachlauf ab. Die Rauschen, hier ein Beispiel, liegen hervorragend, haben sich als Lebensraumvervielfältigung bewährt.

Ich befinde mich am tiefliegenden Rand eines Maisackers. Bis fast ans Bachufer muss offenbar Deutschland seine Agrarflächen nutzen – alles durch fehldefinierte, schädliche Subvention verursacht, angesichts des waltenden Lobbyismus offenbar nicht korrigierbar. – – – Warum ist die Wasserfläche so rubbelig?

Das teste ich gleich mal mit dem Haselstecken.

Leichtes Antippen erzeugt Wellen, schnell allerdings bricht die dünne Eisdecke punktuell.

Durch gutes Beispiel abfahrend – ich wünsche mir mehr Dreidimensionalität in deutscher Landschaft, zwingend Büsche und Bäume als Randelemente in ausgeräumter Agrarsteppe.

Sieh da, eine sonntägliche Radlerin dreht ihre Runde – fährt nicht wie ich im Uhrzeigersinn, sondern andersrum. Wir werden uns im nächsten Ort wieder begegnen.

Das war er dann, der Herbst 2023 – späte Farben an Eiche, Ahorn, Hainbuche (? Weide ? – mir fällt am Foto auf, dass ich nicht drauf geachtet habe, von wem das Gelbgrün stammt.). – Na denn, nächstes Mal …

Und nun folgt der neue saisonale Aspekt, winterlich (mit Anzeichen saisonaler Aktivität) – im nächsten Beitrag.

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Blick bachauf, Rückblick in die „Perlenstrecke“, den naturnahen Kies- / Steinbach auf Moräne, nett kuppiert.

Weiter geht`s, über den Grenzgraben / -bach vorn in die staatliche, begradigte Strecke – Rohrüberfahrt in Sicht.

Saison-bedingt zeigen sich auch hier schicke Pilze.

Für diese Überfahrt ist Kieszugabe bereits vereinbart – wir werden 2024 darauf zurückkommen.

Wie oben an der Wegkreuzung stehen hier Kieszugaben zum Entschärfen der Erosion im Rohrumfeld sowie Lebensraumverbesserung durch Rauschen an.

Und weiter – – Uuups, nee, doch nicht?

Sperrung – Treibjagd ! Na klar, es ist Saison.

Kurz vor meiner Kehrtwende höre ich entfernt Stimmen, sehe die Treiber auf dem Holzabfuhrweg erscheinen. – Offenbar ist bis zum Punkt meines Besuchsinteresses durchgetrieben.

Zwei Treiber kommen auf mich zu. Ja, hier ist man durch, geht allerdings rechter Hand noch durch die feuchtere Waldfläche.

Bis zu „meinem“ Kies wird mir der Weg freigegeben.

Prima Sache! Das bekieste Rohrüberfahrtumfeld sieht sehr gut aus. Das meint auch der Chef des Geländes, der von der Treibjagd kurz zu mir gekommene Förster, und freut sich auf weitere Kooperation 2024. Dank dafür!

Blick bachauf – Hoch- und Niedrigwasserabflüsse haben gestaltet, wie erhofft. Links, von Laub bedeckt, die von Mensch-und-Hund-Besuch verursachte, ehemalige große Erosionskuhle, Kies-bereinigt.

Bachab der Rohrüberfahrt – nun raue Sohle mit Kiesbänken.

Und die mit lenkerähnlichen Rauschen versehene, ehemals scharfe Kurve unmittelbar am Weg ist auch entschärft, ökologisch wesentlich verbessert.

Da kann ich zufrieden durch den morgendlichen Herbstwald zum Auto zurückgehen.

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Mancherorts, allzuselten, gelingt es noch, eine Vorstellung der hiesigen Bäche auf Moräne im Naturzustand zu bekommen – von Kiesbächen im Norddeutschen Tiefland. Fast vollständig hat Mensch aufgrund von Nutzungserfordernissen der Vergangenheit, gesteigert bis zu wahrem Entwässererwahn unsere Fliessgewässer kanalisiert und / oder durch stete, harte Gewässerunterhaltung von ihren Strukturelementen „befreit“. Früher arten- und individuenreiche Gewässersysteme verkamen zu sterilen Einöden.

An einigen wenigen Stellen, z.B. in altem Wald, sei es Staatsforst oder Privatwald – so denn nicht mit Schaufel jährlich „aufgeräumt“ wird – sind allerdings wahre „Perlen“ mindestens in Kurzstrecken erhalten.

Verbessern kann man immer und überall – das gute Beispiel / näherungsweise Ziel gelegentlich vor Augen muss ich mir ab und zu gönnen.

Startend mit der Rohrunterquerung – inzwischen gut an den Erosionsstellen mit Kies „eingepackt“ …

…, nochmal Blick bachauf über neue Kiesrausche, …

… geht es entlang Fast-NatURzustand weiter.

Noch in der Agrarstrecke – Mais im Tiefsten, bis fast ran an den Bach – fällt einem zwangsläufig so manch Verbesserungsmöglichkeit ein.

Herbstwald, schon rechtsseitig – Rauigkeit der Sohle hält Laub, erhält über längere Zeit die Speisekammerfunktion für die Gewässerorganismen.

Durchstich vom Acker – eins der Beispiele, wo Ursachen der Gewässer- bis Meeresverschmutzung unter anderem mit Dünger noch verändert werden können und müssen.

Nun reine Wald-Partie – ein Beispiel, dass auch Buche einen Prallhang stabilisieren kann – beim Kleinstbach. Allerdings wirkt das fast wie eine Betonwand …

Drunter – die Wurzeln meiden das Wasser – dürften großräumig und Nebenwurzel-strukturiert Lebensräume für eine Vielfalt Gewässer- und andere Organismen bestehen (mal bei Niedrigwasserabfluss gucken).

Und nun folgt doch tatsächlich eine (kurze) Strecke auf Naturstein – lebendiger Kiesbach, wie sich das hier gehört.

Der Bach kann auch „NaturKunst“, „Art by Nature“:

„Hängender Stein“ – Erosion der lehmigen Moräne und eine Wurzel sorgen für diese – zeitlich begrenzte – Kunstform.

Belebter Wald-Mäander.

Ein ehemaliger Mäanderbogen, nun Altarm / Hochwasserabfluss-Zusatzgerinne.

Altarm, gegilbt, zur besseren Wahrnehmung.

Ja, und eine Pilzpracht ringsum – nur mal ein Beispiel.

Und noch ein Mäander des Kiesbachs.

Tja, und dann hat die Pracht bald ein Ende.

Wie es bachab – bereits etwas verbessert in „kultivierter“ Strecke – weitergeht, zeigt der kommende Beitrag.

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