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Archive for the ‘Reisen’ Category

Auch dieses Jahr kamen um die 100 Schülerinnen und Schüler diverser Unterelbeschulen in den Wildpark Eekholt für ihr jährliches Wassercamp. Während das Beproben, Messen und Interpretieren des Gewässers und seiner Bewohner bereits mehr als 10 Jahre Tradition hat, startete das Restaurieren des Lebensraums Osterau mit Kies und Holz erst 2017. Die Gewässerorganismen reagierten mit Arten- und Individuenzahlen sehr positiv, laichende Flussneunaugen und Meerforellen nahmen die neu angebotenen Laichplätze sofort in der ersten Laichsaison nach Einbau an (zu finden hier im Blog über die Suchfunktion, z.B. mit „Wassercamp [ xy Jahr]„).

Kurz zuvor, siehe voranstehender Beitrag, war Kies zum Ergänzen alter Schüttungen sowie an neuen Plätzen in die Osterau gegeben worden.

Am Eingang des Wildparks begrüsst eine Tafel die tagesaktuell angemeldeten Gruppen.

Die Ausrüstung ist vollständig, der Transport geradezu professionell organisiert.

Was hier fast wie eine Morgenandacht aussieht, ist die Erläuterung für das anstehende Restaurieren im Gewässer.

Anschliessend verteilen sich die Gruppen mit ihren „Teamern“ auf die diversen Untersuchungsstellen sowie die Restaurierungsorte.

Die Holzarbeiten sind schnell erledigt. Ein Treibselsammler bekommt eine Ergänzung seiner unvollständigen Einbindung ins Ufer.

Das sieht gut aus – der Treibselsammler bindet nun ins Ufer ein.

Zur Wirkung der Treibselsammler („Hölzchen und Stöckchen“) gibt es ein schickes Foto im vorigen Beitrag (und auf jede Menge „Hölzchen und Stöckchen“-Beiträgen sowie z.B. in dieser Veröffentlichung).

Arbeitsaktiv im oberen Bereich des Osterauwanderwegs. Aus dem geschütteten Kiesdepot wird der Unterwasserlenker, leicht stromauf gerichtet, geharkt.

„Leicht stromauf gerichtet“ bewirkt am Unterwasserteil der Lenkbuhne, dass sich das überströmende Wasser mittig orientiert, zu schützende Ufer beruhigt sind und ggf. vom Bach neu aufgebaut werden.

Die oberste Lenkbuhne ist bereits fertig.

Im darauf folgenden, oberen Bereich wurde weiterer Kies angeliefert. Es wird weiter geharkt.

Die scharfe Kurve am Medizinalgarten mit mehreren Kiesschüttungen ist nun sehr tiefenvariabel in Quer- und Längsrichtung gestaltet.

Die Arbeitenden mit ihren Wathosen und leuchtenden Schwimmwesten erregen die Aufmerksamkeit vorbeikommender Wildparkbesucher. So manche Frage wird gestellt und beantwortet. Die Schülerinnen und Schüler sind sichtlich beeindruckt über das Interesse und stolz auf ihre Arbeit für ein lebendigeres Gewässer.

Auch das am weitesten bachab liegende Kiesdepot ist umgestaltet.

Mittagspause für die Wassercamp-Aktiven, auch die Messgruppen finden sich nach und nach ein. Ich danke allen für die gute Arbeit und fahre ab.

Im Verlauf Herbst – Winter – Frühjahr werde ich gelegentlich vorbeigucken, ob Laichaktivitäten festzustellen sind.

Gelegentlich werde ich mich auch als „Gehörnter“ mit prächtigem Geweih fotografieren lassen.

 

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Wie in jedem Jahr war für September 2019 ein Wassercamp der Unterelbeschulen geplant. Irgendwie hat es vorher noch geklappt, das Material für die Restaurierungen vor Ort unterzubringen.

Alles eng terminiert. Der Kies ist da, 2 Tage vor Beginn des Wassercamps.

Gekonnt werden die aufzustockenden Stellen sowie einige neue beschickt.

Unter anderem geht es darum, durch Strömungslenkung Altbaumbestand mit seiner großen Bedeutung für die Gewässerökologie zu erhalten.

Der am weitesten bachab liegende Kieslenker leitet die Strömung vom Ufer weg Richtung Brücke.

Da hier im Vorjahr Meerforellen laichten, wollen wir noch günstigere Bedingungen schaffen.

Die Wasserpflanzen am Rand des Stromstrichs zeigen (Kurve Richtung Brücke), dass der Lenker die vorherige starke Uferbelastung – jetzt Ruhigwasserzone rechts – minimiert hat.

Also packen wir für die Schulklassen ordentlich was zu Harken drauf.

So sieht das Depot erstmal aus.

Auch die oberste Lenkbuhne wurde – wie andere – ordentlich aufgestockt. Hier hatten nach Berichten von Wildparkmitarbeitern im Frühjahr 2019 (leider nicht selbst gesehen) intensiv Flussneunaugen gelaicht.

Die uferschützende und -wiederaufbauende Wirkung der Treibselsammler aus Holz ist eindrucksvoll.

Von Land her betrachtet – „Wo sind überhaupt die Standorte der Treibselsammler?!?“ – ist „nichts“ zu sehen. Genau das ist die Absicht unserer Arbeiten. Alles Natur …

Die Osterau mit Umfeld ist inzwischen so interessant geworden, dass frei lebende Fischotter ihre Kollegen von der anderen Seite des Zauns besuchen.

Alles ist vorbesprochen, die Unterelbeschulen können kommen. Taten zählen.

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Wenngleich Vogelarten- und -individuenzahlen mit kritischen Daten darauf hinweisen, dass wir an Schwachpunkten unseres Verhaltens mehr als dringend etwas zu ändern haben, bleiben die im Jahresgang wechselnden Aspekte der Natur gleichwohl faszinierend.

Ich radele wieder – hier in Schleswig-Holsteins Knicklandschaft auf der Geest.

Auch die Knicklandschaft, geschützt, erfordert tagtäglich ein offenes Auge. Ob nun Fehlverhalten beim Glyphosat-Einsatz (solcherlei Produkte sollten ohnehin vollständig aus dem Gebrauch genommen werden – Frau Klöckner, erwachen Sie!) oder „schlichte“ physische Knickvernichtung – Melden bei zuständigen Behörden statt Rumschnacken ist immer einen Versuch wert. Spätere Radtouren in „Melde-Gegenden“ zeigen mir auch ohne Antwort der Verwaltung, dass gehandelt wurde. Es grünt bzw. Knicks werden wieder hergestellt. Danke dafür!

Auf der Geest wurde mit spärlichem Ertrag die letzte Grasmahd durchgeführt.

Wohl letzte Kaventzmänner wurden in der Marsch gerollt. Der Grünlandertrag zeigte wieder einmal, wieso in früheren Zeiten die größten Bauernhöfe auf Marschland entstanden, während die Heidebauern darbten.

In der Marsch sind vor einigen Tagen die ersten hundert Nonnengänse angekommen – Elbe Fährmannssand bei Tidehochwasser.

Ebbe, fast Tideniedrigwasser – das Süßwasserwatt Fährmannssand leuchtet silbern im Gegenlicht.

Knöterich (hier einer der ungeliebten „Neuen“) liefert späte Nektar- und Pollenspende.

Schwäne ziehen zahlreich durch.

Und inzwischen hat die Zahl der Nonnengänse wohl die 4.000 überschritten.

Mal sehen, ob „die 14.000“ auch dieses Jahr wieder ankommen.

Die Carl Zeiss Vogelstation ist einen Besuch, mindestens das Vorbeiradeln wert. Dutzendweise halten sich zur Zeit die Silberreiher hinter den Nonnengansmengen auf.

Welch Chor singt da zwischen Marsch und Geest (?) – kein Baum in Sicht!

Einen prima Sonnenplatz haben sich die herbstlich anschwellenden Starenschwärme da gesucht. Was für ein Gesang!

Und dann geht`s los – der abendliche Tanz steht an, Sort Sol.

„Sort Sol“, Schwarze Sonne, nennen unsere dänischen Nachbarn das beeindruckende Geschehen. An der deutsch-dänischen Grenze, Tøndermarsch, sind weit mehr als 1 Mio Stare bei ihren Flugkünsten und, im wahrsten Sinn des Wortes „lebendigen“, -kunstwerken zu bestaunen.

Ein grüner Reiter hat sich die Fahrradtour nicht entgehen lassen.

Zu Hause angekommen queren ca. 50 Kraniche.

Wenn das kein Glück bedeutet ! ? !

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Teilansicht Palmengartenwehr Leipzig – ich stehe mittendrauf, zwischen Elsterflutbett und Elsterbecken.

Noch viel umfassender informiert diese Tafel der Landestalsperrenverwaltung Sachsen über Sinn und Zweck sowie über die Funktion der Wehranlage.

Eine Menge Wasser strömt über breite Überfälle, …

…, über schmale Überfälle …

… und ein kleines Bisschen, nicht die Anlage füllend, durch etwas, das wohl ein Fischpass sein soll.

Leider in Deutschland allzu üblich: Das Gespür für Fisch und seine Wanderungen, die rechtliche Pflicht, die Durchwanderbarkeit der Gewässer herzustellen, ggf. Arten-angepasst zu verbessern, kommt fast überall zu kurz. Wer, wie ich, die dänische Praxis kennenlernen durfte, wendet sich mit Grausen. Dort legt man, wo immer möglich, naturnahe Fischwechsel an. Die Arten- und Individuenzahlen, nicht zuletzt bei Großfisch wie Meerforelle und Lachs, zeigen dort schier Unglaubliches. Hier wollen wir in Sachen Naturnähe offenbar lieber Ungläubige bleiben.

Blick abwärts – es schäumt ein Bisschen – muss nicht zwingend Schlimmes bedeuten.

Na, so getürmte weisse Pracht allerdings …

Nochmal, weil`s so schön weiss ist …

Es wird auch Bunteres geboten.

Café au Lait heisst das in Fachkreisen, glaube ich, nicht.

Trotz erheblicher Verbesserung der Wasserqualität der Elbe zeigen die Nebenflüsse hier offenbar weiter bestehenden Nachholbedarf in Sachen Weitergehende Abwasserreinigung (das heisst aber längst nicht, dass angesichts dessen die Durchwanderbarkeit der Gewässer sekundär wäre).

Aber: Es waren schöne Tage in Leipzig! Blick Richtung Sonnenuntergang über den Zufluss Weisse Elster.

Ein letzter Blick auf das Palmengartenwehr, es dunkelt zügig.

Ein letztes Schwarzbier in Leipzig – ich freue mich auf`s Wiederkommen.

Abreisetag.

Der Zug fährt pünktlich ein.

Der Himmel über Leipzig, aufklarend.

Wir passieren die Muldeaue.

Queren der Mulde – was für ein Potential haben die ostdeutschen, großen Flusssysteme! Naturnahe, reiche Bestände an Meerforelle und Lachs als Symbol der Langdistanzwanderer wären hier ein einsatzwürdiges Ziel lebendiger Gewässer.

Spannung am Himmel – wir nähern uns Hamburg.

Pünktlich quert der Zug Hamburg Richtung Hamburg-Altona.

Mal sehen, vielleicht ist es ja der September 2020, der mich wieder nach Leipzig führt, z.B. zu dieser, sicherlich informativen Konferenz.

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Nun bin ich doch neugierig geworden, wie der Elstermühlgraben in der Strecke von der Baustelle über den Stadthafen bis zum Elsterwehr inzwischen aussieht.

Die Baustelle an der Elsterstraße muss ich irgendwie umrunden.

So geht`s – von Südwesten her wird eifrig gewerkelt.

Wasserzugang und Spiegelung, Grün wächst zwischen Beton.

Enten – offenbar mit dem neuen Zugang zufrieden (Vorsicht, nicht ausglitschen!).

Grün gibt`s auch – Rohrkolben …

Schilfröhricht und mehr.

Schon dreidimensionales Lebend- am Totholz.

Angekommen am Wehr zum Stadthafen.

Wenn das man keine Bootsrutsche mit Borstenfischpass ist – fehlt nur noch die durchlaufende Wasserfüllung.

Da hinter den Booten soll wohl der „echte“ Stadthafen demnächst entstehen.

Derweil liegen …

… und bewegen sich Boote auf dem Kanal.

Am oberen Ende des Stadthafens – die Schreberbrücke.

Richtung Elsterwehr sieht`s schick grün aus – möge sich die Stadt Leipzig ihrer Werte bewusst sein!

Ich fürchte, diesen idyllischen Weg wird es nach Beplanung (Planer wollen schliesslich Geld verdienen) nicht mehr geben.

Naturbesonderheit in Stadtnatur.

Bunt leuchtet ein Paddeltupfer durchs Geäst.

Wieder im Freien – ein Ballon über herbstlichen Bäumen; ich muss Straßen-seitig parallel zum Kanal gehen.

Abend-Idylle am Elstermühlgraben.

Angekommen – „Am Elsterwehr“.

Zum Oberen Elsterwehr, auch Palmengartenwehr genannt, folgt der abschliessende Leipzig 2019-Beitrag.

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Der morgendliche Blick gen Osten am ersten Veranstaltungstag ist vielversprechend.

Schnell zum Frühstück runter – und dann raus …

Letzte Spuren des gestrigen Regentages.

Licht und Schatten, Morgen-Idylle mitten in der Stadt – wohl fast so etwas wie „Waldbaden“, worüber wir auch auf der Tagung hören werden.

Ich nutze die Zeit vor und nach den Veranstaltungen sowie in den Pausen, möglichst etwas von Leipzig im näheren und weiteren Bereich um die Alte Börse anzusehen. Zu einigen Fliessgewässern folgt ein eigener Beitrag.

Fisch und Pferd auf dem Markt.

Und immer wieder in die Veranstaltungsräume …

Das umfangreiche 2-Tagesprogramm des Auenökologiesymposiums forderte die angemeldeten ca. 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie etliche spontan Hinzukommende von morgens 8.30 bis abends 18 Uhr. Wohl dem, der sich in den Pausen bewegte.

Die Inhalte sind hinreichend im Netz repräsentiert, ob Auen, Biber, Gewässerentwicklungskonzepte, so dass ich mir eine Darstellung hier erspare. Sehr beeindruckend waren die Waldbeiträge von Peter Wohlleben (Grußwort) sowie Dr. Lutz Fähser und Knut Sturm. Dass der konventionelle Waldbau hiermit Probleme hat, ist einerseits nachvollziehbar, andererseits angesichts gesellschaftlicher Erwartungen an den Wald und den Anforderungen im Klimawandel schade bis inakzeptabel. Fort- und Weiterbildung tut not.

Etwas Besonderes repräsentierten der Vortrag und die Filme von Susanne Reuter und Sigurd Ehlers über „Wildschwimmen„. Das war eine Anregung zum Nach- und Mitmachen.   🙂

Auch der Beitrag „Naturspiel und Erfahrungsräume“ von Sigrun Lobst zeigte, wie Natur- und Umfeldwahrnehmung nahegebracht und geschärft werden können. Die Beispielprojekte der rechten Spalte im Link enthalten sowohl Planzeichnungen als auch Erlebniseindrücke – sehr zu empfehlen.

Das Stichwort „Waldbaden“ hatte ich bei einer Fotounterschrift bereits erwähnt. Ein Link zum empfehlenswerten Beispiel Mecklenburg-Vorpommern soll hier für den überzeugenden Vortrag von Dr. med. Burkhard Kirchberg stehen.

Die weiteren Vorträge waren größtenteils nicht weniger informativ und interessant.

Und draussen allzeit „gut Wetter“.

Mit Eindrücken von einigen Fliessgewässern Leipzigs beende ich demnächst diese kleine Serie.

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Über die Erlebnisse in und um Rüterberg, Elbe, berichte ich nach den Beiträgen über das Auenökologiesymposium Leipzig.

Bahnhof Hamburg-Altona. Die S-Bahn hat mich gut hergebracht, der ICE fährt pünktlich ein.

Bald nach dem Verlassen von HH-Hbf wird das von der Wettervorhersage versprochene, flächige Regentief über dem Osten sichtbar.

Erste Regentropfen kurz hinter Büchen. Wir fahren der Zugrichtung des Tiefs entgegen, es wird mich bis in den Abend begleiten.

Während der Fahrt bilden sich je nach Zuggeschwindigkeit unterschiedliche Fliessformen an der gut bedeckten Scheibe aus.

„Gut Wasser“ während der Fahrt, nur bei Zughalt oder Langsamfahrt mal tropfigere Bilder.

Pünktlich in Leipzig angekommen – es regnet weiter. Wunderbar … 🙂

Durchweg grauer Himmel über der Messestadt.

Ich will noch zum Begrüßungsabend – der Schirm muss jedenfalls auch mit.

Im Kreisbogen nähere ich mich dem Veranstaltungsort, der Alten Börse. Das Barfussgässchen, sonst Touristen-überfüllt, verwaist.

Über den Marktplatz vor dem Alten Rathaus hasten Regenflüchtige.

Mein Höhepunkt des vielseitigen Begrüssungsabends ist der kleine Film von Johannes Hansmann über das Leipziger Rosental – herzlichen Dank dafür!

Die Parthe, der (jedenfalls potentiell) sommerkühle Bach. Er ist wahrnehmbar, gibt in günstigen Situationen die Vielfalt im kleinräumigen Wechsel zwischen Turbulenz und Strömungsruhe zu erkennen (Standfoto aus Film von Johannes Hansmann).

Da wird mein Vortrag am 2. Veranstaltungstag „Wiedergewinnen des standorttypischen Forellenbachs“ (Link zu Veröffentlichung der Norddeutschen Naturschutzakademie aus 2010 – das Thema „verjährt“ mangels hinreichender Aktivität in Deutschland – leider ! ! ! – nicht) ja trefflich eingebettet.

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Lange nichts geschrieben – war weg.

Eine kurze Urlaubswoche lockte uns nach Rüterberg. Kaum zu Hause brach ich zum Auenökologiesymposium nach Leipzig auf, lernen und vortragen.

Rüterberg, wo liegt eigentlich Rüterberg? – Anscheinend mittendrin, viele Ziele, die Umgebung kennen zu lernen.

Der Ort, hoch über der Elbe, darf geschichtsbezogen den Begriff „Dorfrepublik“ im Ortsnamen führen.

Über den Elbe-Kilometer 511 wird noch zu berichten sein.

30 Jahre Wiedervereinigung – wir fanden hier einen angemessenen Ort, uns an zum Glück vergangene Jahrzehnte zu erinnern.

Erinnerung, Rüterberg – demnächst besuchen mich Gäste aus Berlin mit Freunden aus China.

Warum muss ich beim Einbau des vorstehenden Fotos an gegenwärtiges Geschehen weit östlich von uns denken? Möge es dort friedlich bleiben.

Über die Rüterberg-Woche werden demnächst diverse Eindrücke hier im Blog zu sehen sein.

Wieder zu Hause, Durchatmen beim Chinesen (!) querab Langelohstraße, Hamburg, Essen und Trinken genossen.

Tja, und kaum wieder da, ging`s auf nach Leipzig. Für Montag, den Anreisetag, war ein von Süden „hoch“ziehendes Regentief angesagt. – Wir brauchen das Wasser.

Im Zug, Anreise Leipzig. Etwa ab Büchen (?) wie vorhergesagt Dauerregen – eine angemessene Einstimmung auf das Auensymposium!

Ohne Wasser ist das nix mit unseren Still- und Fliessgewässern. Noch immer schleppen wir das Defizit aus 2018 und fehlenden Niederschlag auch in 2019 mit uns herum.  Nicht nur für Gewässer und Auen, endlich also auch (ein Bisschen) Wasser für das Gedeihen von Pflanze, Tier und Mensch.

Tags drauf, Erwachen in der Messestadt Leipzig, vielversprechend – zwei spannende Tage erwarten mich.

Los geht`s – die Alte Börse ist ein angemessener Veranstaltungsort.

„NuKLA“, Naturschutz und Kunst – Leipziger Auwald e.V., drücke ich für konstruktive Zusammenarbeit die Daumen. Über die Veranstaltung und Leipzig folgen hier im Blog weitere Beiträge.

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Anders als andere Bäche, z.B. die Mühlenau im Pinnau-Einzugsgebiet oder die Ohlau im Stör-Einzugsgebiet, erhält der Ohrtbrooksgraben jeweils kleine Mengen Kies. Dies liegt unter anderem daran, dass die betreffende Strecke – ein Ufer in Privatbesitz, das andere Ufer Eigentum der Stadt Tornesch – nahe der Mündung in die Pinnau im Tidebereich liegt. Alle Beteiligten wollen Schritt für Schritt sehen, welche Entwicklung der Kies nimmt und bringt.

Der Ohrtbrooksgraben kommt aus der Geest Uetersen / Tornesch. Schicke Dreidimensionalität, hier mit Weissdorn, Weide, Hopfen, lässt fast Nachtigallengesang erwarten.

Blick durch den Knick – da liegt „mein 3-Achser-Lkw-Äquivalent“, das sind 15 t Kies.

Einer der sehr zahlreichen kleinen Grashüpfer (es sind auch große und noch größere da) ist ins Wasser gesprungen – willkommene Sommernahrung für die Fischwelt.

Der 2018er-Kies hat belebende Strukturen geschaffen.

Ich warte auf den Fachmann mit Fachgerät für den Kieseinbau.

In den Bach eintretendes Sickerwasser, erkennbar an der „Kahmhaut“ Eisen, ausfallend bei Sauerstoffzutritt, und der punktuellen Ockerverfärbung auf dem Kies.

Neue Anrisse im Ufer weisen eindeutig auf den hohen Druck von Uneinsichtigen mit freilaufenden Hunden hin.

Es dauert auch nicht lange, da bevölkert – weit entfernt vom „Herrchen“ – ein frei laufender, „zur Natur gehörender“ Hund die Wiese, stöbert am Bach herum.

Ich erläutere „Herrchen“ die Betretungsregeln der „freien Natur“, speziell auch „Eigentum in Schleswig-Holstein“ und „Landschaftsschutzgebiet“. Als langjähriger Hundefreund, -führer (oder -geführter ?) und generell finde ich, dass schwarze Schafe am Besten aus eigenen Reihen angesprochen werden. Das nützt bei spezieller Klientel allerdings gar nichts. Sowas wie „Bodenbrüter“ und „geschützte Arten wie Fischotter“ will schonmal gar nicht gehört werden. – „Herrchen“ erklärt mir bissig, er wisse jetzt Bescheid. (Wer`s glaubt …)

Da kommt der Grundstückseigentümer mit geeignetem Kiesbewegungsgerät, einem Radlader.

Wir unterhalten uns kurz über das Verhalten einiger Hundebesitzer, gehen dann ans Werk.

Zielgenau werden die 15 t Kies an mehr als 7 Punkten verteilt.

Wie üblich setzt die Schaufel auf der Uferkante auf, der Kies rutscht in den Bach, baut den Schüttwinkel auf. Schwerpunktartig werden 4 neue Punkte beschickt, 3 ältere werden uferseitig ergänzt.

Kleine rote Hubschrauber, wohl Heidelibelle, patroullieren die Bachstrecke.

Zwischendrin wird der Kieshaufen für möglichst lange sauberes Arbeiten optimiert.

Heidelibelle auf Position.

Kies im Schüttwinkel – 2 von 4 neuen Einbaupunkten am Ende der heutigen Strecke.

Nach kaum 1,5 Stunden sind wir fertig. Jetzt können ggf. Schulklassen feinprofilieren.

Solch Restaurierungsstrecke ist auf jeden Fall, auch wenn „nur“ untersucht wird, ein prima Lernort.

Ein schönes Beispiel, wie aus einem stillen, überbreiten und übertiefen Kanal ein wieder sicht- und hörbarer Bach werden kann.

Dann bis zum nächsten Mal, ich fahre ab.

 

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Am Anleger Lühe angekommen, Blick über die Lühe-Schulau-Fähre: da segelt wer Besonderes.

Es ist der ehemalige Finkenwerder Fischkutter HF 294.

„Präsident Freiherr von Maltzahn“ heisst das Schiff, auf dem man auch mitsegeln kann.

Zeit, an Bord der Fähre zu gehen.

Es kommt auf die Perspektive an – meine Güte, erscheint die grüne Fahrwassertonne groß.

Blick zurück – auf HF 294 wird ein Segel nach dem anderen gehisst.

Warten auf die Flut … – der Havarist auf dem Buhnenrücken.

Auf mainetraffic.com konnte das weitere Schicksal der kleinen Motoryacht verfolgt werden – „Glück gehabt!“ muss man wohl sagen. Offenbar kam das Boot mit der abendlichen Flut frei und legte im benachbarten Hamburger Yachthafen an. Tags drauf fuhr es nach Norderney – Gratulation zum glücklichen Ausgang!

Und da ist auch wieder unsere Morgenfähre Liinsand, auf erneuter Fahrt gen Stadersand. – Bis bald mal wieder!

Auf Hanskalbsand (und nicht nur dort) werden wieder Uferbefestigungen entfernt. Naturnähere Entwicklung ist erwünscht.

Als Folge ergeben sich starke Veränderungen im Wasser-Land-Übergangsbereich. Dadurch ist stellenweise standorttypischen Pflanzen ermögllicht, flächenhaft zu siedeln.

Der erhöhte Tidenhub über nun mehr als 50 Jahre, verursacht vor allem durch weiteres Absinken des Tideniedrigwassers nach jeder neuen Elbvertiefung, hat allerdings zur Folge, dass ein unnatürlich hohes Gefälle besteht. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen ungeregelte Erosion herbeiführen wird.

Nordufer der Elbe – reger Betrieb am Strand Wedel.

Kurz vor dem Anlegen am Willkommhöft – Segler Johanna passiert den Schulauer Hafen.

Rundum zufrieden radeln wir nach Hause. Klare Sache: die nächste Tour nach Stade wird – so denn die Liinsand nach erfolgreicher Schnupper-Saison auf der Elbe bleibt – wieder in der heutigen Kopplung Liinsand nach Stadersand, Kurztour-Radeln nach Stade, Stadtbesuch, längere Radel-Tour zum Anleger Lühe, stattfinden. Sollte der Wind andersrum stehen, also aus Ost, werden wir die Fähren für Hin- und Rückfahrt entsprechend wechseln.

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