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Archive for the ‘Klima’ Category

10 Jahre her, Start der Alternativen Hafenrundfahrt als Betriebsausflug Umwelt Bezirksamt Wandsbek (verlinkt, Klick aufs Foto).

Die Alternative Hafenrundfahrt zeigt mehr und anderes, als die offiziellen Angebote.

Wer gerade in Hamburg ist und morgen, 4. April, noch Zeit hat, findet Kontakte hier, bei Rettet die Elbe.

Wer die Gelegenheit später nutzen möchte, findet die Termine 2024 ebenfalls im vorstehenden Link.

Auf gutes Gelingen!

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Die „normale“ Radrunde, Hinterm-Deich-Tour oder rund-in-der-Marsch oder Elbe und Hafen, schminke ich mir ab – stürmischer Wind, noch stürmischere Böen … Ostwärts gen Forst Klövensteen wird genug Windschutz, Rauigkeit der Landschaft verfügbar sein.

Die Sonne trügt. Temperatur und Wind lassen die gefütterten Fausthandschuhe wieder interessant werden.

Aktiv nach der Nässe – Folientunnel fertig …

Ob die frühen Ostern nicht doch deutlich vor der Spargel-Ernte liegen?

Blüten, Wolken – weiss.

Vorbei an Butter- und Butterbargsmoor, großem Maisacker auf Hochfläche überschreite ich die Landesgrenze, wechsle von West-Ost gen Süd, dann West.

Hinter der Landesgrenze SH-HH – das Schnaakenmoor.

Schwarzwasser rechts in der Waldpartie.

Das Wetter … es dunkelt, stürmische Böen – Hagel zieht über Land und Wasser.

Hier sind ausser mir tatsächlich ein paar mehr Menschen, auch eine Gruppe. Wir lernen, es geht noch dunkler, hagelnd …

Und schon ist der Spuk vorbeigejagt – Blick in kleine, teils überstaute Heidepartie.

Wieder Süd – vorbei am Hirschrudel des Wildparks Klövensteen.

Entlang Wespenstieg – die Sonne lacht, Eisenocker und Scharbockskraut leuchten / glänzen um die Wette.

Am Himmel jagt es weiter. Unten befinde ich mich in gutem Windschutz, habe die Landesgrenze durchradelt, befinde mich wieder in SH.

Hoch oben fing ein Blinken meinen Blick – vermutlich vorösterlicher Flugverkehr.

Entlang Graben mit Amphibienschutz – unmittelbar nebendran Organo-Abfall. Darf der das / wer darf das – vielleicht hier, hinter der Grenze, in SH?

Das Wetter bleibt spannend, die Wolken weiss, grau, schwarz. Weit muss ich nicht mehr, …

… nur noch hier drunter durch.

Das ist ja nochmal gutgegangen!

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„Die zahlreichen Hitzerekorde zeigten einen „Planeten am Rande des Abgrunds“, warnte UN-Generalsekretär Guterres. Die Erde sende einen Hilferuf.“ vermeldet heute NDR Info Nachrichten unter der Überschrift „WMO: Heissestes Jahrzehnt seit Beginn der Aufzeichnungen“.

Derzeit liegen wir in Deutschland durchweg bei um die 5 Grad höher als üblich. Das entspricht den Modellen seit langem für die Übergangszeit Winter – Sommer. Wer allerdings draussen unterwegs ist, bei pfeifendem Ostwind, empfindet es angesichts wind chill nicht so …

Egal – heute entfällt die Radeltour, das feuerrote Elektromobil war dran.

Wie inzwischen 70 % der Störche in SH ist auch das Paar in Tangstedt, PI, zurück.

„Boahhh, Du hättest mal Bescheid geben sollen, wie lausig das hier noch ist!“

Die heutige Runde gilt allerdings primär den Bächen – wieder zurückgekehrt zu mittleren Abflüssen. Die meisten Laichplätze sehen gut aus – mögen sich die Eier in großer Zahl zu Jungfischen entwickeln!

Noch was mit Eiern? – Das ist doch …

… der Osterhase! – Dank Wind von vorn und leisem E-Mobil kommen wir ihm ganz schön nah. Von der anderen Seite taucht ein gelber Radler auf.

Der Hase hat uns dann doch bald bemerkt, nahm sicherheitshalber, quer durch den Knick, reissaus.

Hasen in dieser Zeit, es gibt kein Entkommen! Hier vor der Rellinger Kirche – Vorsicht, Schleichwerbung!

(Im Gebäude rechts werde ich im April anlässlich der Mitgliederversammlung 2024 der NABU-Ortsgruppe Pinneberg ein Bisschen über die vergangenen 8 Jahre Bäche SH [verlinkt: Beitrag Forellenbach im NABU SH-Heft 26. Jg., Heft 2/2021] und Zukunftsideen erzählen.)

Mal sehen, welche Fotos von heute ich für nächste Beiträge noch kleinmache.

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Sonnabendstimmung mit Vogel, zwitschernd auf dem Dach. Das Sonntagswetter wird sonnig.

Querab zu uns, in der Spielplätzemeile, blüht bereits die frühe Japanische Kirsche.

Tidehochwasser (und mehr) am Sauerbeck – Scharbockskrautblüten werden mehr.

Spiegelung.

Andere Stelle mit Spiegelung – das Blattgrün des Mädesüß legt ordentlich los.

Außenbereich vor dem Hetlinger Elbdeich, noch braun – die hier zuerst erscheinenden fettgelben Sumpfdotterblumen sind noch nicht dran, haben ein paar Wochen mehr.

Weit entfernt, zwischen Klärwerk Hetlingen und Giesensand – ob der, die, das (Großnager) – hier mit Lachmöwen – sich für Blüten interessiert?

Lange in praller Sonne beobachtet, jede Menge Fotos – hier mit Sturmmöwen.

Auf den gezeigten und all den nicht gezeigten Fotos ist weder der Meerschweinchenkopf des Nutria noch die Schwanzkelle des Bibers klar zu erkennen. – Im Bildertausch mit Spezis vereinbarten wir, dass es sich angesichts des hellen Tageslichts wohl um ein Nutria handelt.

Wedeler Marsch, in den Saatlandsdamm abbiegend – Weiss der frühen Obstblüher säumt den Steinweg.

Einzelne Hummeln queren meinen Weg, gut bepelzt trotzen sie dem wind chill (ganz schön frisch im Zug, gefühlt etliches unter 5 Grad), nutzen die Blütenpracht.

Zurück in der Spielplatzmeile – was für eine Blütenfülle!

Die Mahonie am Eingang, Blütenmengen-optimiert durch Schnitt, bereitet sich auch vor.

In windgeschützteren Bereichen sind erste Hummeln an bereits blühenden Mahonien aktiv.

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Vorgestern, nach dem Stint – vgl. voriger Beitrag – folgte eine Radrunde hinterm Deich.

Gerade noch ruhig vorbeigefahren … Da geht hinter mir ein großer Schwarm Nonnengänse hoch. Ich war`s nicht!

Der Schwarm zieht panisch über den Elbdeich.

Knatter, knatter – ah, der Verursacher (kein Seeadler)! – Was dem einen sein Privatvergnügen, schafft bei anderen Verärgerung.

Der Schwarm quert von der Elbseite wieder den Deich und zieht Richtung Gehöft Fährmannssand.

Das Schwarmende – Deichgucker und Hund blicken hinterher.

Elbdeich Hetlingen – lautes Trompeten zieht meinen Blick hoch. Ein riesiger Kranichschwarm zieht nordostwärts, bogenförmig.

Ein kleineres V folgt.

Das sollen nicht die einzigen bleiben. – Flug-, Fernwanderwetter scheint angesagt. Insgesamt – es folgt noch ein Schwarm von wohl 500 Kranichen, kleinere Gruppen – habe ich auf dieser Tour an die 1.000 Tiere, wenn nicht mehr, erlebt.

Zwischen Idenburg und Giesensand erhebt sich ein großer Schwarm Nonnengänse – auf die Ferne wie Mücken …

Bullenfluss und Sauerbeck vor dem Geesthang gucke ich im Vorbeifahren an. Die folgen im nächsten Beitrag, bin für Verbesserungsgespräch verabredet.

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Stint aus der Elbe – so viele Jahre ausgesetzt, es musste einfach nochmal sein!

Nonnengänse und Sturmmöwen in der Wedeler Marsch.

Es fällt schon auf – beide Arten so regelhaft zusammen. Insekten werden aufgescheucht, von den Sturmmöwen gleich dezimiert.

Weiss dominiert derzeit die Marsch (und die Geest).

Der Graureiher stört sich nicht an mir, gleich nebendran im Deichfussgraben.

Hetlinger Elbdeich – im Vorland streicht ein Graureiher über alte Reetbestände, sucht ein neues Fischrevier.

Alt-Weide am alten Heuhafen Hetlingen – immer nochmal bestaunen, bevor alle Auwaldreste runtergesägt sind …

Mit voller Power … – eggt im Märzen der Bauer, nachdem die Flächen wieder befahrbar werden.

Zunehmend wird diese Arbeit von Krähen und Sturmmöwen begleitet. – Wie beim Aufscheuchen durch äsende Nonnengansschwärme bringt das Eggen im Boden herangewachsene Insekten auf.

Die heimische Traubenkirsche legt mit Blättern und Blütenständen mächtig los. – Will die schon vor Anfang Mai blühen?

Pestwurzblüten an Tidegraben – die großen Blätter folgen später.

Das Scharbockskraut nimmt seine Flächen ein.

Als hätten wir zuviel Wasser – Sonntag im März …

Sogar die Straße wird beschüttet, Autos bekommen kostenlose Benässung.

Zurück daheim – der geschenkte Bärlauch hat sich verdoppelt. Wir warten auf die Blüten – später …

Voriges Jahr sah der dann so aus.

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Das 16. Jahrestreffen des Landesfachausschusses „Feldherpetologie und Ichthyofaunistik“ des NABU Niedersachsen liess für Gespräche und kleine Wanderungen Zeit genug. Neben dem Steinbach-Ausflug leistete ich mir einen weiteren, Forst Lohbergen – andere Richtung.

Der Begriff „Berge“ von unsereinem kommt manch „echtem“ Bergbewohner irgendwie merkwürdig vor. Aber „Lohberge“ ist schon eine besondere Ecke. Nicht fern vom Veranstaltungsort befindet sich der Brunsberg, immerhin 129 m über dem Meeresspiegel – wo solch Höhe ist, ermöglicht die nacheiszeitliche Historie auch eine Höllenschlucht„. Das alles im Norddeutschen Tiefland!

Nach An- und Abgang zum Steinbach (voriger Bericht) folgt ein zweiter waldiger Spaziergang in diesem Beitrag.

Kiefern und Jung-Eiche, von der Morgensonne angestrahlt.

Jede Menge Heidelbeeren prägen den lichten Forst.

Neben Kiefern- …

… finden sich auch Fichten- und Tannenbereiche.

Das Nadelholz wird seit Jahrzehnten vorrangig geerntet, das Ziel (Laub-)Mischwald wird zunehmend erkennbar.

Ilex tritt meist (noch) in kleinen Exemplaren auf.

Alt-Eichen und -Buchen am Hang zum Steinbach – irgendwoher muss Buchholz in der Nordheide seinen Namen haben.

Auf dem Rückweg der ersten Wanderung – „links rum“ weist der schräge Baum.

Auch Efeu-Bäume sind vorhanden – der Ranker rankt eifrig mehr Licht entgegen.

Wir hören von Springfrosch, Kammmolch, Knoblauchkröte und mehr – schon zieht es mich in der Mittagspause nochmal in die Umgebung.

Andere Seite, jenseits der Hauptstraße ins Gelände.

Nach Hanganstieg erreiche ich einen rotweissen Parcours – Sicherheitsquerung der Heidebahn.

Nach Süden Nadel-schattig – da wähle ich die andere Richtung.

Sonnigere Gefilde (der Wind pfeift eisig – die Optik trügt).

Orientierungspunkt, nicht weit vom Veranstaltungsort.

Stopp! – Halbzeit, ich muss umkehren.

Und nun den Hang runter.

Alter Zaunpfahl, Zahn der Zeit.

Nach einem online-Vortrag über die Ringelnatterverwandtschaft folgt meiner über „Lebendigere Bäche und kleine Flüsse“ (Inhalte via Blog und Homepage sind Leserinnen und Lesern hinreichend bekannt). Die Vortragsrunde schliesst mit der Vorstellung eines Projekts „Arten-Informations-Plattform für Niedersachsen“. Das ist neu, die Thematik wird am Beispiel von Fledermäusen, Biber, Hummeln dargestellt.

Alle Vorträge sind durch.

Die Zeit meiner Rückfahrt ist gekommen. Für Interessierte werden Exkursionen zu Springfröschen und – am Folgetag, Sonntag – zu den Holmer Teichen vorbesprochen. Dieses besondere Gelände ist wahrlich sehenswert, weiss ich aus unserer niedersächsischen Zeit (1982-2016).

Es ist ein wenig später geworden als gedacht. Der Sonnenuntergang spielt sich – Niedersachsen – hinter einer Wolkenbank ab.

Immerhin, ich komme im Hellen nach Wedel – die Sonne wirft einen letzten Blick durch die Wolken.

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Die Ursache meiner Südreise, unter der Elbe durch nach Buchholz in der Nordheide war die Anfrage nach einem „Fischvortrag“. Die Landesfachgruppe / der Landesfachausschuss „Feldherpetologie und Ichthyofaunistik“ des NABU Niedersachsen lud zu einem 16. Jahrestreffen ein.

Zwar trage ich nicht zu Fischen, wohl aber zu ihren Lebensräumen und deren Verbesserung vor – Grundlagen, Probleme, Verbesserungsmöglichkeiten inkl. Großthema Klimawandel. – Genau so etwas würde passen.

So ging`s also gestern los …

Auf der B 431 von Wedel Richtung Elbtunnel – mit der gefühlten Dauerbaustelle nicht weit davor.

Und hier, die Elbe ist unterquert – rechter Hand Containerfrachter und Entladekräne -, verläuft quer durchs Elbe-Urstromtal die Dauerbaustelle der A 7. Irgendwann soll auch mal „fertig“ sein …

Angekommen und geparkt, nah zum Veranstaltungsort – Parkplatz voll. Umgeben von WL, LG und HSK fühlt sich das feuerrote Spielmobil, PI, ganz wohl (nehme ich an).

Das Ambiente – Langsam ist vorbei, Lohbergen, Achtung, Ampel.

Zahlreiche bekannte Kürzel ringsum – …

… aha, es geht um Menschen, auch um die Umwelt – in Niedersachsen.

Noch`n Logo – ich muss richtig sein.

Ja – auf geht`s, in den großen Saal.

Alles ausgepackt – es ist noch Zeit.

Gleich nebenan zum Veranstaltungsort …

… fliesst der Steinbach (wie passend!).

Vorbildlich liegt ein Rückhaltebecken / Teich „im Nebenschluss“. Der Steinbach darf frei fliessen.

Nochmal im Detail – er windet sich, rauscht, in gutem Niedrig- / Mittelwasserprofil. Wie sich das gehört, ist drüber ordentlich Luftraum für Hochwässer.

Mal bachauf gucken, von der anderen Brückenseite.

Oha, hier bekommen wir auf kleinstem Raum das gesamte Spektrum – bachab gut, bachauf …

Der ausgebaute, überbreite Sandkanal, keine Struktur, kein Lebensraum.

Nebendran in Senke zwischen Ufer und Sandablagerung eine Eisenkahmhaut (Bakterienfilm, wie üblich ölig schimmernd – kein Öl!) – Zeugnis des Eingriffs in den Bodenwasserhaushalt.

Unmittelbar vor Unterqueren der Brücke nimmt der Bach die zuvor erläuterte gute Situation an – der charakteristische Kiesgrund aus Moräne ist freigestrudelt aufgrund des passend eingeengten Niedrigwasserprofils.

Ich find`s spannend, suche entlang des gut hügeligen Forsts Lohbergen – hier: Silhouetten von Kiefern – den Bach weiter abwärts.

Das Steinbachtal – lichter junger Auwald.

Erlenbruchwald auf hangnassem Boden.

Feucht ringsum – bemooste Alt-Erlen.

Alt-Erle neben jungem Auwald.

Und Umkehr …

Kiefer am Waldrand – die Zivilisation hat mich wieder.

Auch Senioren bitte Schritt fahren …

Wie ein junger Erlenwald – neue Äste – – > Bäumchen auf gekappten Alt-Erlen.

Die Jahrestagung verläuft sehr interessant. Ringelnattern und mehr, …allerhand vom Feuersalamander – zu diesen wasserliebenden Organismen passt mein gewässerbezogener Vortrag. Beiträge zu Projekten mit anderen Artenspektren erweitern den Horizont.

Demnächst berichte ich mehr zum Forst Lohbergen.

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Regelhaft sehe ich den Sauerbek (der / die – wie`s beliebt – auch das Namensende findet sich unterschiedlich -bek, oder -beck) auf der Geest (ca. 3,5 km + 2,5 km Nebenbach = gut 6 km Bachlauf) und beim Wechsel in die Marsch (ca. 500 m), wo sich der Abfluss dem Bullenfluss zugesellt.

Dieser kleine Bach fällt häufig sommerlich trocken, gehört zu den Zehntausenden km (allein im flächenkleinen SH, in größeren Organisationseinheiten entsprechend mehr), die in unseren Bundesländern in Sachen Lebensraumverbesserung so gut wie unbeachtet bleiben – 80 % unserer Fliessstrecken (!).

Bei vielen Bäche, die in Teilen ihres Laufs imposante V-Täler schnitten, sind Letztere durch Nutzungsüberlegungen der Vergangenheit (häufig genug leider bleibend) in Teiche eingestaut worden. So ergeht es auch dem Sauerbek – heutzutage zunächst privat genutzter Karpfenteich, zum krönenden Abschluss am Geesthang Angelpuff.

Der „Karpfenteich“ wird gern von Wasservögeln aufgesucht, hier Grau- und Kanadagänse.

Auf dem Wasser sind sie geschützt. Die Kanadagänse ruhen, (mindestens) ein Grauganspaar brütet wohl im Gelände ringsum, vielleicht auch Stockenten. – Gelegentlich sieht sich ein Kormoran nach Nahrung um.

Kormoran, wegstrebend – schickes Strömungsmuster.

Interessant anzusehen ist das Ausweichverhalten dieses Vogels auf dem zu schmalem Teich aufgestauten Bachtal. Er braucht zum Abflug ja allerhand wassernahe Meter, bis er abheben kann (und dort dann noch eine Schneise, in der Luft weiterzukommen). Im Foto schwimmt er gerade quer im oberen Teichbereich – keine Chance für Startanlauf. Am Ende angekommen, suchte er Rettung im Wegtauchen. – In Längsrichtung klappt der Abflug, man gerade über den Staudamm …

Vom Geesthang in die Marsch – aus dem professionell genutzten Teich stürzt der Sauerbek in eine kurze Fliessstrecke, quert einen landwirtschaftlichen Weg.

Jenseits des Rohrdurchlasses ist hier gut zu erkennen, wie Kies- und Geröll-reich die hiesige Moräne ist – Super-Bachgrund.

Rechtwinklig abgeknickt fliesst der Bach zwischen Weide und Eichen mit gutem Gefälle.

Nachdem die Regen der vergangenen Wochen abgeflossen sind, führt er zur Zeit wohl sein „Mittelwasser“.

Durch ein letztes Rohr geht`s ab in die Marsch.

Ganz schön schetterig (oder wie das im Volksmund heisst) …

Oder, fachlich ausgedrückt, mit Abriss: Die Durchgängigkeit des Gewässers ist zerstört.

Aber das ist sie durch die Teichnutzung ein wenig oberhalb ohnehin …

In der Hetlinger Marsch, Blick auf den Holmer Geesthang.

Der weitere Verlauf ist öde unterhalten, größere Steinfraktionen sind über die Zeit ausgebaggert, das Ufer oft beidseitig kahlgeräumt.

Immerhin zeigen noch feinere Kiesfraktionen, hier flächig (!), um welchen Gewässertyp es sich handelt.

Sogar der Bach-charakteristische Wasserstern ist gut vertreten. – Daneben allerdings, den aus fehlendem Halbschatten resultierenden Lichtüberschuss nutzend, dicke Blaualgenmatten.

Igittigitt – so reagiert dann halt die geschundene Natur …

Da fliesst er hin, Tideniedrigwasser, dem Bullenfluss entgegen. Den trifft er vor den Pappeln des Brunnenschutzgebiets.

Unmittelbar vor dem Zusammenfluss – Blick bachauf, Gefälle ist immer noch vorhanden.

Aber – oweh, oweh – spätestens hier hat harte Gewässerunterhaltung mit selbstproduziertem, bewegtem Erosionssand dem Lebensraum den Garaus gemacht.

Die Elbvertiefungen leisten ihren Beitrag – Absinken des Tnw, leichtes Steigen des Thw verschärfen die Tideströmung. Kein Halten der Ufer, Bäume nicht toleriert, scharfe Strömungsspuren weisen auf schneidendes Ultra-Geschehen im Tidegang hin.

So kann`s gehen, wenn der Mensch denkt … – im Kleinen wie im Großen.

Ganz gebe ich die Hoffnung ja nicht auf.

Im System der hiesigen Binnenelbe kommen und gehen mit der Tide sicherlich eine Menge Tiere verschiedener Arten. Wieso sollten da nicht – Neunaugen, Forellen, Kieslaicher aus der Karpfenfamilie – Interessenten an der verbliebenen winzigen Geeststrecke existieren?

Wenig ist besser als garnix.

Mal sehen, vielleicht sind ja mehr als ich an einem Experiment auch hier interessiert.

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Die Räder zur Frühjahrs-Inspektion gebracht – da wird gewandert.

Vorbei an der bekannten KopfWeideSpiegelung. Schön, dass deren Pflege jetzt wechselnd an jeder zweiten geschieht. So sind demnächst reichlich Nektar und Pollen in der Landschaft ringsum für Insekten vorhanden.

Saatlandsdamm, gutes Beispiel – StammErhalt einer uralten Weide, deren Krone gebrochen war.

So ist die Verkehrssicherungspflicht erfüllt, die ökologischen Funktionen dieses noch lange lebensfähigen Baums bleiben erhalten (bzw. „wachsen sich wieder hin“).

Blick Richtung Elbe, auf einen man gerade 0,5 ha großen Rest früher großflächiger Fluss-begleitender Tide-Auwälder.

Diese sind in ihrer Bedeutung ringsum weiter unberücksichtigt bis nicht erkannt. Offenland-Landschafts“pflege“ beachtet die in wenigen Schnippseln verbliebenen Ökosysteme nicht,  sorgt nicht für ihre Vergrößerung, sondern bedrängt sie.

Blick von der unteren Geestkante in die Marsch – Versteinerung, Bebauung des Übergangs zwischen den beiden großen Lebensraumtypen hindert Organismenpassage, überheizt mangels Großbäumen den Geesthang, zweifellos eine wertvolle Immobilie.

Vorbei am Bürgerpark – beeindruckende, alte Trauerbuche.

Historisches – Erinnerung an die großen „Ochsen“märkte der Vergangenheit.

Von Jütland bis an die Elbe wurde Weidevieh zum Markt getrieben, verkauft, verschifft – Kuhjungs, „Cowboys“, gab es also auch hier.

Zu Hause und ringsum blüht weiter der Hartriegel, wie die Weide ebenfalls frühblühende, reichhaltige Nektar- und Pollenquelle.

Himmelsblick – jeder Eingang besitzt seit 2 Jahren je 2 Mauerseglerkästen.

Deren Name ist den geselligen Spatzen egal. Sie fliegen sie zielsicher an, brüten erfolgreich.

Und los … – die Arbeit ruft.

Wir sind gespannt, ob sich bei uns wiederholt, was Mauersegler-Spezis berichten. Hat sich der später hier eintreffende Mauersegler solch besetzten Kasten auserkoren, schmeisst er die Insassen und deren Nest raus. – Voriges Jahr hat sowas hier an den 8 (+ 2 an der Nordfront) Nistkästen noch nicht stattgefunden.

Die „jungen Wilden“ der Mauersegler gucken sich vor Südwanderung im Herbst durch waghalsiges Fliegen entlang unserer Fronten das Haus gleichwohl intensiv an …

Ein ausdauernder, melodiöser, lauter Sänger sitzt auf dem Nordfirst. Bitte genau hinsehen, das Rotkehlchen ist umringt von einer großen Zuhörerschar!

Zwischendrin tanzt die Zuhörerschar …

Pause – das Publikum zerstreut sich.

Der Begriff „Gnitten“ kommt mir in den Sinn. Ob das nun wirklich diese sind?

Inzwischen ist die Rad-lose Zeit vorbei. Demnächst folgen wieder Beiträge über Radtourerlebnisse.

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