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Archive for the ‘Hölzchen und Stöckchen, Totholz’ Category

Koserow auf Usedom – same procedure as last year.

Wenn man Ruhe und Entspannung sucht und es so einrichten kann, wie wir, kann eigentlich nichts schief gehen: Feiertage und große Ferien meiden!

Bei der Anfahrt - fast allein auf dem Autobahnparkplatz, Muße zum Schubbern auf rauem Gras.

Boahh, diese Sonne, diese Pollen - gleich niese ich!

Windrad-Säulen vor Himmelblau.

Wir wollen angesichts des anhaltend schönen Wetters mal ausnahmsweise nicht an bereits jetzt unter Wassermangel leidende Bachoberläufe und Waldbrandgefahr denken … – Was wird das, wenn demnächst, wie im Vorjahr, bereits April / Mai andauernde Feldberegnung einsetzt?!

Weiter geht es gen Osten - entlang der flächigen Agrarsteppen ohne Immissionsschutz / Natur-Struktur.

Ausnahmsweise habe ich auch keine der riesigen, frisch geackerten Schläge in welchem der nördlichen Bundesländer auch immer, fotografiert. Grausam genug war ja der Menschentribut, der kürzlich bei Rostock für diese nicht nachhaltige Form von Subventions-Agrariertum gezahlt wurde. Mögen wir uns an die aus der Not geborene Erfindung unserer Altvorderen wieder erinnern: nur die Knicklandschaft schützt die leichten Böden vor extremer Wind- und Wasser-Erosion.

Einzelbäume, Alleen - die Ahornblüte begrüßt uns.

Die prima Unterkunft gefällt Mensch und Tier ausgezeichnet.

Frontlader-Kunst - für irgendwas muss die Kurtaxe ja gut sein.

Möven füttern auf der Seebrücke.

Zur Heringswoche 2 frische Heringe in sauer - was gibt es Besseres?

Einer geht noch.

Prima Sache, das! Mit 3en habe ich aber "Hering satt". Ob das mit dem Rekord von 25 stimmt? Ein zweifelhafter Rekord.

Spuren im Sand - es ist April, auch Abgehärtete sind unterwegs.

Ruhepause zwischen den Spaziergängen.

So haben wir die Zeit in Koserow, am Streckelsberg und drumrum genutzt, im Frühlingswald massenhaft Fotos für im „Internationalen Jahr der Wälder 2011“ und danach anstehende Holz-Vorträge zu schiessen.

Einige wenige Totholz-Fotos sollen hier reichen.

Mehr Luft als Holz.

Am Ende des Urlaubs sind die Buschwindröschen weitgehend verblüht, die Buchen schlagen aus.

Etliche Freiflächen werden vom Pionier Ahorn-Jungwuchs besetzt.

Zurück zu Hause - hier sind die Ahornblüten schon abgefallen. Das wird die Saubermänner und -frauen ja wieder ordentlich ärgern. Eigentlich müssten die "Sauerstoffverbrauchs-Gebühr" an Baumbesitzer zahlen.

Auf heimischer Wiese wird der Moränenstaub Usedoms fix rausgerubbelt. - Wir alle freuen uns auf`s nächste Mal!

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Als das Pflanzenschutzgesetz die letzten Male novelliert wurde, wurde jeweils darauf hingewiesen, Hauptziel sei vor allem, den Gifteinsatz in der Landschaft zu verringern. Das Gegenteil ist seitdem der Fall.

Unser täglich Gift gib uns heute.

Die flächige Anwendung von Giften wie Roundup wird übrigens zum großen Teil für das seit Jahren zu verzeichnende Amphibiensterben verantwortlich gemacht. – Daneben gibt es in weiteren Themenfeldern viel zu tun.

Die Farben unserer Industrie-Agrarlandschaft: gelb und grün. Gelb steht für die flächige Giftanwendung, "Totalherbizid". - Diese Art Grün lässt auf unseren leichten Böden auf solch guten Gülle-Einsatz schließen, dass Grundwasser und Quellen ihren Teil abbekommen haben.

Dasselbe gelb und grün anderswo - achten Sie mal darauf. - Nebenbei bemerkt: vorn ein Opfer von Baumhass entlang einer Gemeindeverbindungsstraße, im Hintergrund die Folge nicht vorhandenen Naturbewusstseins in der Lokal- und Regionalpolitik: Alleen werden bestenfalls verbal "geschützt", wie jetzt im Vorfeld der Kommunalwahl.

Anderes Thema: Klimawandel.

Da wird uns täglich berichtet, wesentliche Punkte bei der Anpassung an den stattfindenden Klimawandel seien der Rückhalt des Wassers vor Ort, unter anderem, um Hochwässer zu entschärfen. Ein weiterer Punkt ist die Kühlung der Landschaft.

Statt dessen beweisen kräftig durch Steuermittel unterstützte Berufskreise, dass gegenteiliges Handeln offenbar noch immer möglich ist. Geld ist ja da. Von den höchsten Punkten der Einzugsgebiete an werden nach wie vor Flächen gedränt. Wenn in trockeneren Jahreszeiten Wasser fehlt, hat man ja seine Wasserentnahme-Konzession und beregnet eifrig. Bachoberläufe fallen zunehmend in Strecke und Dauer trocken.

Hier ist - wie an so manchen Stellen heutzutage - wieder an einem Hochpunkt des Gewässereinzugsgebiets eine Flächendränung vorgenommen worden. Drän wech, dat Woder!

Der hier Handelnde muss wohl ganz nebenbei auch noch Baumhasser sein.

Wer hier reinfällt ...

Normaler Weise sorgt der gut wasserdurchlässige Boden für eine gute Aufstockung des Grundwasserspiegels - Quellen, Bachläufen und - nicht zuletzt - über Trinkwasser uns Menschen zum Nutzen. - Hier sorgt der Steuersubventionierte mit unserem Geld dafür, dass Quellen, Bachläufe und Trinkwasserversorger Probleme bekommen. Von der Aufstockung des Hochwasserproblems durch schnelles Wegleiten von Wasser aus der Fläche einmal ganz zu schweigen.

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Da ist er also wieder, der Frühling.

Die Jahreszeit und das Wetter stimmen - schon legt die Natur los, hier Gartennatur.

Sind die Blüten da, erscheinen auch die Insekten, hier eine Hummelkönigin.

Die Natur ausserhalb des bebauten Raums macht natürlich auch, was sie will - Frühling: die Erlen lassen ihre Lämmerschwänzchen wachsen, Allergiker graut`s.

Und die Politik muss angesichts der atomaren Vorfälle in Japan Rede und Antwort stehen.

DPA wird im Hamburger Abendblatt am 24.03.2011 z.B. so zitiert (Auszug, inkl. Schreibfehlern):

“ …  Brüderle habe am 14. März als Gast an einer Sitzung von Vorstand und Präsidium teilgenommen, bei der fast 40 führende Manager aus Deutschlands Industrie zugegen waren.

Darunter waren die Vorstandschefs der Energiekonzerne RWE und E.on, Jürgen Großmann und Johannes Teyssen. Während der Sitzung sie die Meldung hereingereicht worden, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima die von der Regierungskoalition verlängerten Laufzeiten für die deutschen Atommeiler per Moratorium aussetzen wolle.

BDI-Präsident Hans-Peter Keitel habe daraufhin von Minister Brüderle wissen wollen, was es damit auf sich habe. Laut Sitzungsprotokoll bestätigte Brüderle das Moratorium und „wies erläuternd darauf hin, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien“.   [Anmerkung: Fettung durch osmerus]

Laut Protokoll habe Brüderle betont, ein Befürworter der Kernenergie zu sein, auch mit Rücksicht auf Branchen, die besonders viel Energie verbrauchten. Es könne daher keinen Weg geben, der diese Branchen „in ihrer Existenz gefährde“. Im Wirtschaftsministerium habe es zu Brüderles Aussagen geheißen, der Minister habe vor allem mit dem Tempo der Kehrtwende Probleme gehabt, berichtet die Zeitung weiter. (dpa/abendblatt.de)“

Der Wähler, so habe ich den Eindruck, glaubt allerdings nicht so sehr, dass die Politik unter Druck irrational handelt, sondern „im Normalbetrieb“.  – Wenn schon Berliner Größen verquer argumentieren, darf man sich über die vor Ort mitzuerlebenden Entwicklungen sicher nicht wundern.

Dazu gehört in Zeiten von „Bildung für Nachhaltige Entwicklung„, „Biologische Vielfalt„, „Wasser ist Leben“ und dem „Internationalen Jahr der Wälder 2011“ -von Klimaschutz ganz zu schweigen – beispielsweise massenhaftes Vernichten ortsprägender Großbäume.

Tostedt, große Samtgemeinde im Norddeutschen Tiefland, ist nur ein solches Beispiel. Als wenn es nicht seit 1 1/2 Jahrzehnten einen Landschaftsplan gäbe, in dem die wertvollen, ortsprägenden Riesen (i.W. Eichen) als zu erhaltende und zu fördernde, örtliche Besonderheit gekennzeichnet wären, geht jegliche Planung darüber hinweg. Baum für Baum verschwindet, von einem Ersatz kann nicht einmal ansatzweise gesprochen werden, repräsentiert doch solch ein Zeitzeuge allein von seiner Kronenvolumen (= Sauerstoffproduktion, Kühlung des überheizten bebauten Raums und vieles mehr) je nach Alter und Größe den Gegenwert von 50-100 oder mehr der teuer einzukaufenden Baumschulenbäumchen. Leider gibt es genügend Beispiele, bei denen aus fadenscheinigen Gründen ein Ersatz vollständig unterblieb. –  Mahner werden persönlich diffamiert, ggf. auch mit vollkommen unzutreffenden Hinweisen.

Baumriesen- und Ortsbildvernichtung in Tostedt beim Bau einer Kindertagesstätte. Fast könnte man meinen, hier wollten die großen Fraktionen das große Missverständnis der Bibel-Auslegung "Macht euch die Erde untertan." dokumentieren. - Jedenfalls ist hier sicher gestellt, dass künftige Generationen in einer naturfreien Umwelt aufwachsen.

Ursprünglich - Foto aus 2010 - sah das gesamte Umfeld einmal so aus.

Wie nennt man das Resultat 2011? Kulturschande? Liebe Tostedter Ratsmehrheit: Sie sollten sich was schäm``!

Da ist es kein Wunder, dass sich engagierte Menschen einen Weg suchen, das Ganze zu verdeutlichen. Ein gutes Beispiel dafür ist das der heutigen Realität angepasste Tostedter Wappen.

Es gibt aber durchaus auch positive Ausnahmen in der Politik der heutigen Zeit, die zu nennen sind – möge die Realität der Aussage künftig auch wirklich entsprechen! (Hamburger Abendblatt, 24.03.2011, Interview mit dem Hamburger Wirtschaftssenator Horch, Auszug):

“  …   Die Vertiefung der Elbe hat noch immer nicht begonnen. Gibt es einen Plan für den Fall weiterer Verzögerungen?

Horch:

Mein Ziel ist es, die Umweltverbände in den Planungsprozess mit einzubeziehen, um Klagen gegen eine Planfeststellung zu vermeiden. Unter Umständen müssen wir weitere Ausgleichsmaßnahmen über die bisherigen hinaus diskutieren. Wir wollen, im Zuge der Elbvertiefung und -verbreiterung, bis zum Jahr 2013 für die Reedereien und Terminalbetreiber kontinuierliche Verbesserungen erreichen.“

Bleibt zu hoffen, dass die Elbe endlich wieder als zu verbessernder Lebensraum erkannt wird und auch die seit der vorigen Elbvertiefung eingetretenen ökologischen und ökonomischen Verschlechterungen kompensiert werden. Insbesondere Letztere (z.B. Anwachsen des zu baggernden Hafenschlicks von jährlich 2 Mio Tonnen auf 8 Mio Tonnen) zeigen auch dem Nicht-Ökologen, dass die Elbe völlig aus dem vorherigen Fließgleichgewicht geraten ist.

Der Baum - kleiner Puzzlestein im Waldgeschehen. Tostedt, erwache!

Generell erwarten wir Wähler natürlich, dass all die oben zitierten und politisch beschlossenen Nachhaltigkeitsprogramme endlich die Realität des täglichen Handelns bestimmen. – Daneben kann jeder seinen eigenen Beitrag leisten. Ich habe mein Apfelbäumchen gepflanzt – Sie auch?

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Die Schweiz rief zum Burgdorfer Wasserbautag 2011 – dem Ruf bin ich doch gern gefolgt.

Burgdorf, Schweiz - im schönen Emmental - erreicht man am Besten per Flugzeug. So komme ich also in den Genuss der fast noch neuen Flughafen-S-Bahn Hamburgs.

Direktflug Hamburg-Bern mit SkyWork.

Also, Hamburg Airport, mit solchen Fotos macht ihr Flug-Ängstlichen aber keinen Mut. Oder ist die Erfahrung anders: Erfrischt und erfreut das im Bild gezeigte Flug-Training alle Betrachter? - Ich find`s jedenfalls witzig.

Schweizflüge kenne ich so, wie das hier aussieht: ein ca. 50-Personen-Bus mit Flügeln. Dieser hat auch 2 Propeller, manche haben Turbine. Geflogen bin ich damit immer gut!

"Über den Wolken ..."

Aaah, die Alpen - dann sind wir wohl fast da.

Die Schweiz - Agrar-Wahnsinn wie im EU-subventionsgestützten "Rest" von Europa. Hier kann ich in der Tat meine Tieflandkenntnisse für Flachländler auf einem höheren Niveau vortragen.

Von Belp Richtung Burgdorf habe ich den Airport-Bus nach Bern genutzt - von dort ging es per Bahn weiter. (Wie so oft, gibt es Alternativen, die ich bei der Rückfahrt ausprobierte. Mehr Info dazu folgt weiter unten.)

Auf dem Weg zum Burgdorfer Wasserbautag 2011 in der Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau in Burgdorf - ich fühle mich fast wie ... (s. Foto).

Schon startet das volle Programm mit wichtigem Hinweis: Naturbeobachtung ist wesentlich.

Nach vielfältiger Information - ein Burgdorf-Rundgang zum Ende des informativen Tages.

Irgendwie gefällt er mir, der alte Luginbühl ...

Meine Güte, wovon sprachen meine einladenden Organisatoren noch? Vom schönen Emmental, hier die Gysnauflühe bei tiefstehender Abendsonne.

Und schon ist der Tag - fast - vorbei.

Wer gut arbeitet, soll auch gut essen - und "Stange Aemme, bitte" nicht vergessen.

Ein neuer Tag - über das Wetter können wir uns schonmal nicht beklagen.

Extremer Nutzungsdruck - parallele Straßen, Bahngleise, Extrem-Landwirtschaft. Heute wurde gegüllt, was das Zeug hielt. - Wie gut, dass das Internet noch kein Geruchs-Fernsehen bietet.

Zurück in Burgdorf: Elefanten auch hier (wohin ich auch komme, diese Tiere sind schon da).

Wasser überall - Bäche, Flüsse und: Brunnen, hier mit Hydrant als Gesellschaft.

Natürlich habe ich das Burgdorfer Schloss nicht nur umrundet.

Für spezielle Menschen gibt`s hier einen speziellen Weg - abwärts.

Auch dem armen Sünder bietet sich ein schöner Blick vom steilen Schlossberg.

Unten gut angekommen: Blick von der Emmebrücke zurück aufs Schloss.

Schon beeindruckend, so ein Geschiebe führender Fluss!

 

Um Burgdorf herum kann man allerhand unterschiedlich fordernde Wege finden, so diesen am rechten Emme-Ufer Richtung Gysnauflühe.

Uuuh, hoffentlich breche ich nicht mit diesem Feinkram runter ins Tal!

Von den Bäumen können wir lernen, wie man sich festhält. Gleichzeitig läd dieser Eindruck zum Nachdenken ein, wie Boden vor Erosion geschützt wird. Irgendwo habe ich gelesen, ein Baum hielte 50 m³ Boden - kein Zweifel!

Wieder unten angekommen, Blick von der Brücke auf die eindrucksvolle Kulisse.

Wo gutes Wasser ist, gibt`s auch gutes Bier: Franz Schnyder. - Das hab ich mir verdient.

Neue Wanderung, neue Eindrücke - Blick vom Galgenberg auf her- / hingerichtete übernutzte Landschaft.

Kühe gibt es im Emmental in vielerlei Variation - dies war wohl gerade beim Ohrenarzt.

Ein kurzer Abstecher nach Bern führte mich zufällig in das Faschingstreiben. Eine Vielzahl bunter, ausgezeichneter Kapellen hatte die Altstadt erobert. Hier pausieren die Berner Bären gerade zwischen dem alten Bärenzwinger und dem neuen Bärengehege.

Gleich hinter den letzten Aktiven geht das Aufräumen los.

Endlich lerne ich eine der viel zitierten Pendelrampen "live" kennen, an einem Nebenbach der Sense.

Faszination Wasser - da werden Männer zu Kindern, pardon: zu Forschern.

Hervorragend eignet sich das trocken gefallene Geschiebebett für künftige Ausdauersportler. Wollen wir hoffen, dass dieser Nachwuchs-Radler durch treffliches Training hier später nicht in die Doping-Herde eingereiht werden muss.

Schöner Schweiz-Besuch, fast vorbei: die S-Bahn bringt mich nach Belp, fast schon am Berner Flugplatz.

Ich lerne im Vorbeifahren: Schweizer haben keine kalten Füße.

Noch ein Bär ...

Und noch eine Kuh.

Der Flugplatz liegt zwischen Feuchtgebiet und Alpen. - Kleine Empfehlung an Bern-Besucher: Wer von Belp abfliegt, sollte bei gutem Wetter gern 2 Stunden vorher hier sein. Entlang der Aare läuft ein Wanderweg, der vielfältige Landschaftserlebnisse bietet.

Vielfalt ist immer besser als Einfalt.

Nein, ich habe kein NeuEngland-Foto eingeschmuggelt. Diese überdachte Holzbrücke quert die Aare, CH.

Ein bisschen Gewässer-Ökologie muss sein: Sohle oberhalb einer Fischteichanlage.

... und unterhalb: Blaualgen verkleistern die vorher sauberen Steine und ersetzen die Reinwasser-Anzeiger.

Der Flug-Bär ruft - Schluss mit Aare-Exkursion, die Abflugzeit naht.

Dornier wartet.

Tschüß, ihr Alpen und Voralpen-Seen, ich muss zurück ins Norddeutsche Tiefland.

 

 

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Am 26. Februar 2011 fand die 45. Fachtagung der AFGN statt. Die „Arbeitsgemeinschaft für Fischarten- und Gewässerschutz in Norddeutschland“ hatte wieder mit einem interessanten Programm geladen, das Fisch- und Gewässerschutz-Themen über die gesamte Bandbreite transportierte. Ziel war das Restaurant „Alter Landkrug“ in Nortorf, Schleswig-Holstein.

Wer jetzt (ooohh, Wochenende!) um halb acht aufsteht, kann - mit Glück - den Sonnenaufgang sehen.

Vorbei am sich immer extremer lichtenden Kulturdenkmal "Allee entlang der B75" startet die Fahrt.

Kurz vorm Ziel Nortorf - warum nur gucke ich immer in der Gegend herum, es musste ja so kommen: Gegüllt auf Schnee und Frostboden. Tauperiode produziert wahre "Gülleseen".

Und der grabenartige Bach nebendran hat natürlich seinen Teil gleich mit abgekriegt. - Da spreche mal einer von "ordnungsgemäßer Landwirtschaft"!

Und so kamen sie denn aus den norddeutschen Bundesländern, von der dänischen, niederländischen bis zur polnischen Grenze angereist, um über Entwicklungen zu hören und zu sehen, Neues zu erfahren.

"Holsteinisches Haus", das Veranstaltungslokal.

Die Vorträge werden im Internet zu finden sein.

Kurz vor dem Start - munter ins Gespräch vertieft.

Und schon ging`s los - offenbar ist da irgendwo links Interessantes zu sehen und zu hören.

Der Lachs als Indikator für weltweit erforderlichen, glaubwürdigen Umweltschutz zeigt leider nach wie vor, dass politische Ansagen und reales Handeln weit auseinander klaffen. So lange die Ozeane steuersubventioniert überfischt werden, exzessives Fisch-Farming eine Bandbreite neuer, für den Laien schier unvorstellbarer Probleme schafft, sind positiv angelegte Gelder im Arten- und Gewässerschutz nur ein verschwindender Tropfen auf den heissen Stein … – wie so Vieles in heutiger Zeit: eine Schande für zielloses Politisieren!

(Nicht nur) Wurzeln sind wichtig! Der Trainings-Vortrag (2009) beim Wildfisch Wernigerode zum Thema „Bäume am Forellenbach“ steht im Netz (pdf, 5 MB). Die Erkenntnis „Unsere Heidebäche brauchen Hilfe“ (pdf, 5 MB) gilt fort, aber es sind bereits wesentliche Verbesserungen erreicht. Dies ist möglich, weil mit allen vor Ort Beteiligten bereits um das Jahr 2000 ein Gewässerentwicklungsplan mit Maßnahmenkatalog erarbeitet wurde.

Durchgängigkeit der Fließgewässer für alle wandernden Organismen (pdf, 2 MB) ist zwar ein wesentliches Ziel der Wasserrahmenrichtlinie, aber längst nicht jede Bauvariante lässt alle wanderwilligen Lebensstadien der Gewässerwelt erfolgreich ihren Weg finden und gehen / schwimmen …

Fischpass am Nordufer der Elbe, Europas größter, wenn man der Werbung glauben darf. - Hier unscharf, unten folgen bessere Bilder.

Wie immer man zu dem gerade entstehenden Kohlekraftwerks-Monstrum im Südwesten Hamburgs steht – es bringt zusätzliche Luftbelastung für weite Teile der Stadt und wird mit seinem unnötig groß konzipierten Kühlwassergebrauch unendliche Verluste in der Elbfisch-Populationen anrichten; Aber die in Geesthacht entstandene Fischpassage am Nordufer der Elbe ist schon sehenswert.

Nicht nur der Lachs, alle wanderwilligen Elbe-Organismen sollen hier ihren Weg finden und nutzen können.

Gigantisch!

Das Mittags-Buffet war ausgesprochen überzeugend – Dank auch an dieser Stelle an die Küche und die Bedienung!

Das Buffet bot nicht nur köstliche Fischplatte. "Eigentlich alles", was Küche so bieten kann, stand in hervorragender Qualität zur Auswahl.

Nun, liebe Referenten des Nachmittags, haben wir uns entschuldigt. Wenn wir schon in der Gegend sind, wollten wir doch die Arche Warder fix besuchen. Nicht nur Fische und anderes Gewässergetier, sondern auch alte Nutztierrassen verdienen unsere Aufmerksamkeit.

"Ja, ich erinnere mich." sagt das Kind "Hier war ich schonmal."

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Was verbirgt sich hinter oder in dieser Erlen-Linienstruktur?

Oha, ein standorttypisch, nur flach in die Umgebung eingetiefter sommerkühler Bach - aufgrund des Grundwasserzustroms aktuell "winterwarm".

Wo sieht man das heutzutage noch so schön: Der Kies der Moränenlandschaft ist im Stromstrich frei gewaschen.

Da fließt er, sich windend, munter murmelnd weiter.

Gut Holz ! - Im "Internationalen Jahr der Wälder 2011" könnte doch mal jemand auf die Idee kommen, den ökonomischen Wert dieser ökologisch so wichtigen Grundlage all unserer Gewässer zu errechnen?! Vielleicht käme endlich in Zeiten der Wasserrahmenrichtlinie standorttypisches Gehölz zu der Wertung, die ihm zusteht.

So kennen wir den Anblick unserer Bäche eher - "in den Keller gelegt" - als Abflusskanal eingetieft.

Auch dies ist eher der "gewohnte" Anblick: entbaumter Bach. Das nun nach Beseitigen des standorttypisch lichten Schattens im Maximum wirkende Licht und die fehlende Uferstruktur durch Baumwurzeln erwärmen den Bach, verbreitern ihn, nehmen im die Kraft. - So wird er zum Produzenten von Erosionsboden und zum Ablagerer. Die Wiese versumpft. - Selbstgemachtes Problem: Der Baggereinsatz ist schon hier in Quellnähe vorprogrammiert. Beschwert sich da wer über die Kosten, gar über die aktiv hergestellte ökologische Wüstenei?

Dieses Jahr gibt uns trefflich Gelegenheit, am Beispiel Bach über Baum, Bäume, Allee, Wald nachzudenken. Vielleicht kommt ja praxisnahe Verbesserung dabei heraus.

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Zwar ist es bis zum kalendarischen Frühlingsanfang noch ein Bisschen hin, aber die Natur zeigt bereits den Jahresfortschritt. Vögel beginnen mit dem Nestbau, Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokusse schiessen geradezu aus der Erde. Jasmin und Zaubernuss blühen – mindestens an geschützten Ecken – und, Vorsicht, Allergiker – Haselnuss und andere Massenproduzenten bereiten ihre Pollen auf den Flug vor.

Wenn solches Eis auf der Vogeltränke ist, dann ist doch oft ...

... ein bunter Morgenhimmel zu erwarten. Rot bis Blau ...

... geht über in Gold. Bis dann ...

... die Morgensonne erscheint. - Für dieses Schauspiel muss man allerdings zur Zeit vor 8 Uhr auf sein.

In der Landschaft sieht man mancherlei Aktive – allzu oft schmerzhafte Anblicke!

Allee an der B 75 - bald ein Anblick der Vergangenheit. Nun sägen sie wieder, natürlich nur Holz im Luftraum des Verkehrs und nur krankes Holz - die Verkehrssicherheit! Parallel laufen Politiker-Aktionen zum Alleenschutz - derzeit eher verlogen, denn es geht nicht um den Erhalt und die Wiederherstellung landschaftsprägender Strecken wie dieser. Möglich wäre es ohne Problem, gilt doch bereits fast durchgängig Tempo 70, ggf. weniger!

Welche Brücke also muss man bauen, damit in diesem "Internationalen Jahr der Wälder 2011" der Baum als Bestandteil der Natur überhaupt ernst genommen wird ? !

Noch ist es kalt. Interessant auf diesem Moorwasser ist die Variation des Eises, hier Langnadel-Eis ...

... bis hin zu (Interpretationsvermögen ist gefragt) fiedrigen, flügel-(oder blatt-?)artigen Strukturen.

Socke von de Dreyster Drift, unser Kampfdackel, hat gestern schon von der Sonne profitiert. Heute ist er wieder Genießer in Höchstform.

"Super-Service, hier! Das Futter wird mir auf den Sonnenteppich gebracht."

"Man muss sich seine Menschen nur erziehen. Die rutschen mich auf meiner Decke mit wanderndem Sonnenstand am Schrank entlang. - Was will ich mehr!?"

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Draussen ist was los. Temperaturen um 10 Grad Celsius, Regen, Sturm. Die erste Sturmflut 2011 ist wohl glimpflich verlaufen, von einigen Schäden einmal abgesehen.

Da ich vorübergehend an kurzer Kette liege, greife ich auf Konserven zurück. Vorigen Sonntag war`s noch kalt und neblig – gute Voraussetzungen für Raureif.

Die bereifte Krone der Haus-Erle beeindruckt beim Start.

Vorbei geht`s am Stachel-Draht.

Noch punktweise beeindruckend - Ahorn-Allee an der B 75. Gnadenlose Säger und Nicht-Nachpflanzer lassen diesen Eindruck für kommende Generationen verschwinden. Mit ihm verschwindet auch kühlender Schatten bei sommerlicher Autofahrt.

Und das geht im Internationalen Jahr der Wälder offenbar so weiter ...

Aus bereiftem Wald geht es hinaus in die subventionierte Agrar-Landschaft.

Nebel und Kälte - gute Voraussetzungen für Raureif.

Einsame raue Struktur vor Mais-Acker - kaum noch Vogelfutter. Wer spricht da ständig von BioDiversität / Lebensvielfalt ?

Raue Reststruktur in strukturarmer Subventions-Agrarlandschaft.

Verlust von Gewässer- und Wegerandstreifen - wir Steuerzahler finanzieren ungefragt eine ungeheure Naturzerstörung und -belastung. Wer auf das Foto drückt, bekommt die gut lesbare Groß-Version.

Strukturgewinn durch Gülle- und Mistlager? - Der Randstreifen verschwand in den vergangenen 3 Jahren ...

Kleines Schmankerl zum Schluss: Ziegel-Archäologie. Der Randstreifen unterm Pflug allein tut`s nicht - der Weg ist sicherlich auch noch nutz- und subventionierbar.

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Es ist wieder kalt geworden. Eiskunst begleitet unseren Spaziergang ins Naturschutzgebiet Obere Wümmeniederung.

Kalt ist es wieder geworden, Schneeschmelze und Regeneinstau versickern bzw. fließen unter Eis ab.

Eisspannung und Raureif"tannenbäume".

Eiskunst - glatt und gezähnt.

Eis-Detail neben Absturzbauwerk.

Eiskunst auf der anderen Uferseite des Absturzes - Variationen.

Daneben sind leider die Auswüchse ständig weiter laufender, im Gestrigen verhafteter, harter Gewässerunterhaltung zu sehen, die überhaupt nicht in die Zeit passen:

Es gilt das Ziel „guter ökologischer Gewässerzustand / gutes Potential“ seit 10 Jahren. Die Internationale Wasser-Dekade, die Übereinkommen zur Biologischen Vielfalt, notwendige Anpassung an den Klimawandel – hier im anmoorigen Naturschutzgebiet leicht zu bewerkstelligen – als gäbe es all dieses nicht!

Ca. 2 m unter Gelände fließt dieser Bach im Naturschutzgebiet - und wird doch jedes Jahr weiter von Uferbewuchs befreit und vertieft.

Foto zurück zum Standpunkt des vorigen: Ein Absturz! Er wächst Jahr für Jahr "weiter hoch" durch Vertiefung unterhalb!

Absturz-Detail. Während gemäß fachlicher und rechtlicher Zielsetzung derlei Wanderhindernisse allerorten entfernt werden (müssen), ist die Botschaft - nochmal wiederholt: hier im Naturschutzgebiet Obere Wümme - offenbar nicht angekommen.

Blick vom Absturz aufwärts - schleichend sind hier über die Jahre alle bachbegleitenden Bäume entfernt worden.

Als wäre Niedersachsen ein eigener Stern mit eigenen naturwissenschaftlichen Grundlagen und eigenen Gesetzen!

Ein benachbarter Seitenbach der Wümme im Naturschutzgebiet - ebenso krass unterhalten.

Und das ist das Resultat - naturferne Einöde allerorten!

In dieser bewegten Sand-Schlamm-Wüste hat jegliches Leben sein Lebensrecht verwirkt.

Thema Bodenschutz, Klimawandel: Das entwässerte Moor blutet aus, der organische Boden "verbrennt" und trägt so erheblich zum Klimawandel bei.

Die Lösung für Bodenschutz und Klimawandel: sofortiger Stopp der harten Gewässerunterhaltung in anmoorigen Gebieten. Fachliche Ausarbeitungen mit Praxisbezug liegen zur Genüge vor.

Pardon, hier ist Fachlichkeit bekannt (seit Jahren steht sie im Gewässerentwicklungsplan!), hier gilt natürlich geltendes Recht – es wird lediglich nicht angewandt.

Zeugen der Vergangenheit: Eine Ahnung der Urbreite dieses Bachs ergibt sich hier an der Überfahrt. Die Breite beträgt die Hälfte im Vergleich zur heutigen kaputt unterhaltenen Strecke - also reichlich Platz, um durch Restaurieren wieder Struktur dort zu schaffen!

Versuche, über „das gute Beispiel“ Veränderungen zu bewirken, zeigen so gut wie keine Wirkung in die richtige Richtung. Da hilft es auch nicht, wenn – wieder vom Steuerzahler finanziert – Fortbildungen laufen und prämiert werden.

Jährliches maschinelles Strukturzerstören im Quellbereich. So lange der Mähkorb nicht aus Quellbereichen und Bachoberläufen verschwindet, werden die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie nicht erreicht, werden notwendige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel nicht greifen.

Probleme hausgemacht - Uferverletzung, -absturz, Sandtrieb. Die in der Bildfolge oben beschriebene Gewässerbreiten-Verdopplung resultiert in weiter unten mit hohem Kostenaufwand zu baggerndem, dort den Abfluss störenden Boden.

Die teilnehmenden Unterhaltungsverbände machen im Wesentlichen weiter wie bisher – einmal ganz zu schweigen von den nicht teilnehmenden …

So müssen wir wohl – wie in den vielen anderen Fällen – darauf warten, dass die Bußgelderhebung durch Brüssel so sicher kommt wie das Amen in der Kirche.

Wasserverbandstag, erwache!

Da sprechen Politiker und Entscheider allerorten über zu verbessernde Bildung, über fehlende Naturwissenschaftler und Ingenieure. Dabei wird deren Wissen vor Ort doch gar nicht angewandt! – Wohin, Deutschland, bist Du eigentlich gesunken!?

Da fliegt der weisse Reiher (Silberreiher? - Zeichen für den Klimawandel?) mit Grausen ab.

... und entschwindet.

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DAS war ein Hochwasser! (War es das dritte "Jahrhunderthochwasser" innerhalb von 10 Jahren?!) - Der Elbe-Wasserstand sinkt langsam.

Gruß aus Magdeburg.

Übrigens: Fackeln für die Elbe – ein Ereignis steht bevor bzw. hat inzwischen erneut mit guter Beteiligung stattgefunden.

Anfahrt auf Magdeburg - Großflächiger Schnee-Acker mit Acker-Erosion. Alles mit Steuergeld subventioniert.

Schnell noch eine kleine Stadtrundfahrt, hier: Dom-Detail.

Das Hundertwasser-Haus in Magdeburg - muss man gesehen haben!

Restaurierte Flussmühle an der Elbe.

Blick von der Elbe zur Stadt - weisse Flotte, schön blau.

„Hölzchen und Stöckchen – Bäume am Forellenbach“ war angesagt am 26. Januar. Dank an dieser Stelle allen an der Organisation Beteiligten – das hat Spaß gemacht!

Hochschule Magdeburg-Stendal, international - hier also soll mein Vortrag stattfinden.

Symbol für höchste Leistung am Ort - Kunst, Reiter auf Pferd.

Na, mal ehrlich: so ein Aussenversuchsgelände weckt den Spieltrieb im Menschen. Auch wenn beinharte, mit Sicherheits- und ökologischen Fragen begleitete Aufgaben Ursache für den Einsatz sind.

Sand schiebt sich über vorhandenen Gewässergrund - Simulation in der kleinen wasserbaulichen Versuchsrinne.

Mit steigendem Abfluss entwickelt sich der bewegte Sand zum Sandstrahlgebläse - bekannte Zerstörungsgröße der Lebensgemeinschaften.

"Sandstrahlgebläse", Detail.

Ergebnis der kleinen Versuchsrinne - wie aus der Natur beschrieben und immer nicht geglaubt: Kies kann sich sehr wohl auf Sand schichten.

Die große wasserbauliche Versuchsrinne bildet Entwicklungen auch 3dimensional ab.

Ein Vorläufer des Vortrags findet sich auf www.salmonidenfreund.de unter „Downloads“, runter rollen bis Bach-Mann, dort „2009 – Bäume am Forellenbach“.

Hierher, nach Magdeburg, komme ich gern wieder einmal.

Und bei der Abfahrt - mal wieder Schnee (ist ja schließlich Winter) ...

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