Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Hölzchen und Stöckchen, Totholz’ Category

Nun geht die Fahrt weiter über Höringhausen und Sachsenhausen zum vorläufigen Endpunkt dieses Radwegs bis zum ehemaligen Bahnhof Netze – alles inzwischen zur Stadt Waldeck gehörend.

Einsame Weide in ausgeräumter Landschaft. Da müssen die Bienen aber fliegen ...

Einsame Weide in ausgeräumter Landschaft. Da müssen die Bienen aber fliegen …

Was ist aus dem Waldecker Bergland geworden - wo sind die Hecken, die Feldgehölze geblieben ? - Auch die über Jahrzehnte aus "Grünem Plan" finanzierten und wie immer die Programme hießen, sind ersatzlos weg.

Was ist aus dem Waldecker Bergland geworden – wo sind die Hecken, die Feldgehölze geblieben ? – Auch die über Jahrzehnte aus „Grünem Plan“ finanzierten, wie auch immer die zahlreichen Förderprogramme hießen, sind ersatzlos weg.

Mal ein anderer Aspekt - es gibt sie noch (sehr vereinzelt): Straßen-Mäander mit Altbaum-Allee.

Mal ein anderer Aspekt – es gibt sie noch (sehr vereinzelt): Straßen-Mäander mit Altbaum-Allee.

Trotz Einschnitt - es geht aufwärts. Was bringt der Weg hinter der Kurve?

Trotz Einschnitt – es geht aufwärts. Was bringt der Weg hinter der Kurve?

Brücke über Einschnitt, es geht weiter aufwärts.

Brücke über Einschnitt, es geht weiter aufwärts.

Da öffnet sich der Blick am Rand von Höringhausen weit in die Landschaft - vorn im Bild ein misshandelter, baumloser Bach, der als Ackerrandbegleiter (oder gar verrohrt?) verschwindet.

Da öffnet sich der Blick am Rand von Höringhausen weit in die Landschaft – vorn im Bild ein misshandelter, baumloser Bach, der als Ackerrandbegleiter (oder gar verrohrt?) verschwindet.

Die Windmühlen bestätigen meinen Verdacht: also doch - Gegenwind.

Die Windmühlen bestätigen meinen Verdacht: also doch – Gegenwind.

Rotdrosselschwärme begleiten mich. Auch Trupps von Goldammern fliegen hier.

Rotdrosselschwärme begleiten mich. Auch Trupps von Goldammern fliegen hier.

Pferde - Kopf - Weiden.

Pferde – Kopf – Weiden.

Viadukt über Bundesstraßen-Mäander voraus - ganz schön hoch drüber.

Viadukt über Bundesstraßen-Mäander voraus – ganz schön hoch drüber.

Aaaah, der letzte Tunnel ...

Aaaah, der letzte Tunnel …

... und gleich dahinter eine weitere Brücke - und was für eine schicke!

… und gleich dahinter eine weitere Brücke – und was für eine schicke!

Es musste ja passieren - kein Ausflug, der nicht als Begehung endet! Abwassereinleitung am Rand von Sachsenhausen.

Es musste ja passieren – kein Ausflug, der nicht als Begehung endet! Abwassereinleitung am Rand von Sachsenhausen.

Der ehemalige Bahnhof von Sachsenhausen - sehr schön renoviert.

Der ehemalige Bahnhof von Sachsenhausen – sehr schön renoviert.

Eine der bösen Seiten der Solar-Subventionierung: Landschaftszerstörung für Paneele - als gäbe es nicht genug versiegelte Fläche, Dächer usw. usw. - Und als fehlten nicht allenthalben Freiflächen für die Natur! - Solch Subventionswahnsinn darf schon von Anbeginn an gar nicht möglich sein!

Eine der bösen Seiten der Solar-Subventionierung: Landschaftszerstörung für Paneele – als gäbe es nicht genug versiegelte Fläche, Dächer usw. usw. – Und als fehlten nicht allenthalben Freiflächen für die Natur! – Solch Subventionswahnsinn darf schon von Anbeginn an gar nicht möglich sein!

Agrar-Zeichen - keine Kreise im Kornfeld.

Agrar-Zeichen – keine Kreise im Kornfeld.

Nicht ermüden - noch `ne Brücke.

Nicht ermüden – noch `ne Brücke.

Jaaa, und jetzt: die Reiherbachtalbrücke, hoher Viadukt, voraus! (Wirklich wahr: für nicht Schwindelfreie gibt es eine Umfahrung.)

Jaaa, und jetzt: die Reiherbachtalbrücke, hoher Viadukt, voraus! (Wirklich wahr: für nicht Schwindelfreie gibt es eine Umfahrung.)

Blick 1 vom Viadukt: baumloser, vom Vieh zertrampelter Reiherbach - nicht so schön!

Blick 1 vom Viadukt: baumloser, vom Vieh zertrampelter Reiherbach – nicht so schön!

Zweiter Blick: Reiherbach licht bebaumt - schon besser.

Zweiter Blick: Reiherbach licht bebaumt – schon besser.

Reiherbach-Überblick. Leider hatte der Bussard vergessen, sein Frühstück mitzunehmen, als er wegen mir hier abflog.

Reiherbach-Überblick. Leider hatte der Bussard vergessen, sein Frühstück mitzunehmen, als er wegen mir hier abflog.

Nochmal Reiherbach, dicht unter der Brücke. Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt?

Nochmal Reiherbach, dicht unter der Brücke. Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass etwas nicht stimmt?

Blick aufwärts von der anderen Brückenseite: Ach so - Einstau, Ableitung in Teich, Gänsehaltung auf dem Wasser. Die Wasserbehörde wird sich freuen.

Blick aufwärts von der anderen Brückenseite: Ach so – Einstau, Ableitung in Teich, Gänsehaltung auf dem Wasser. Die Wasserbehörde wird sich freuen.

Neben Radfahrern, Joggern, Wanderern begegne ich auch Hundeführern. - Danke fürs Anleinen!

Neben Radfahrern, Joggern, Wanderern begegne ich auch Hundeführern. – Danke fürs Anleinen!

Letzte Strecke - bergab nach Netze.

Letzte Strecke – bergab nach Netze.

Hier ist also Schluss - bald geht es weiter nach Buhlen. Dort findet dieser Radweg Anschluss an andere, z.B. nach Bad Wildungen.

Hier ist also Schluss – bald geht es weiter nach Buhlen. Dort findet dieser Radweg Anschluss an andere, z.B. nach Bad Wildungen.

Offener Blick aufs Bergland - Agrar hat mal wieder freigeräumt.

Offener Blick aufs Bergland – Agrar hat mal wieder freigeräumt.

Der Beweis (die Lampen waren ja eben schon zweimal zu sehen): Bahnhof Netze - ich war da! Das Pfannkuchenhaus lockt manchen Feinschmecker.

Der Beweis (die Lampen waren ja eben schon zweimal zu sehen): Bahnhof Netze – ich war da! Das Pfannkuchenhaus lockt manchen Feinschmecker.

Der nächste Beitrag beschreibt den Rückweg.

Read Full Post »

Gute Nachricht in Gewässerschutz- und Tierfreunde-Kreisen: seit geraumer Zeit befindet sich der Fischotter auf dem Vormarsch.

Dieser lange Zeit vom Menschen als Konkurrent verfolgte Marder war, wie fast alle derartigen Feindbilder des Menschen, nahezu vollständig ausgerottet. Inzwischen erobert er – Dank durch Abwasserreinigung und zunehmend auch durch Restaurieren verbesserter Gewässer – seine angestammten Lebensräume zurück.

Einige Todesursachen fordern noch erheblichen Tribut, können aber mit geeigneten Mitteln minimiert werden. Faunapassagen unter Brücken z.B. verhindern, dass die Tiere über die Straße laufen (sie mögen nicht unter Brücken durchschwimmen) und dort platt gefahren werden. Einbauten in Fischreusen, die den Fischereiertrag nicht beeinflussen, verhindern das Ertrinken.

Fast scheint es, als hätte die Gemeinde Otter, Samtgemeinde Tostedt, nun ein Symbol setzen wollen (oder war es vielleicht der Landkreis Harburg?).

Der vor wenigen Jahren am Ortseingang gebaute Kreisel war ursprünglich von einem pflegeleichten Hügel geprägt, auf dem Raps (Senf ?) wuchs. Dort versteckten sich, mit wachsenden Pflanzen immer besser, zwei Snoopy-Figuren – bis sie in nächtlicher Aktion „wanderten“ und später verschwanden …

Nun aber ist in mühevoller Kleinarbeit der bewachsene Erdhügel einem Gesamtkunstwerk gewichen, das offenbar Denkmal-Qualität hat. „Denk mal !“

Otter-Kreisel voraus.

Otter-Kreisel voraus.

Verkehrstod, aber auch Umweltgifte - was für ein Bild: der Spritzer fährt gerade vorbei - verursachen unnötige Verluste für die Tierwelt.

Verkehrstod, aber auch Umweltgifte - was für ein Bild: der Spritzer fährt gerade vorbei - verursachen unnötige Verluste für die Tierwelt.

Da sitzt er also, auf pflegeintensivem Grund (Achtung, Herbizid ist hier verboten!), der linke Fischotter.

Da sitzt er also, auf pflegeintensivem Grund (Achtung, Herbizid ist hier verboten!), der linke Fischotter.

Und da sind die beiden anderen.

Und da sind die beiden anderen.

Ob lebendig oder aus Holz - putzig, putzig, diese Tiere, erfüllen sie doch trefflich das Kindchenschema. Bleibt abzuwarten, in welchen Partykeller sie demnächst abwandern.

Ob lebendig oder aus Holz - putzig, putzig, diese Tiere, erfüllen sie doch trefflich das Kindchenschema. Bleibt abzuwarten, in welchen Partykeller sie demnächst abwandern.

Eine Erläuterung zum oben angesprochenen Herbizid-Verbot findet sich übrigens hier (nach Novellierung des Gesetzes heisst die entsprechende Fundstelle jetzt § 12, wenn ich mich nicht irre. In der Sache hat sich nichts geändert – Giften bleibt hier verboten.).

Zum Thema Glyphosat / Roundup (und welche Phantasienamen zu diesem Alle-Pflanzen-Killer noch kursieren) ist auch dieser Link zu empfehlen.

(Wie peinlich ist das Verhalten der Bundesregierung !?)

Pardon – an die Interessenten meiner Radtour Korbach – Netze angesichts dieser Otter-Eskapade: Sie warten nach „Etappe 1“ auf die Fortsetzung. Keine Angst, die folgt.

Read Full Post »

Kalt war`s, unter dickem Eis ist inzwischen das Wasser in Überschwemmungsbereichen versickert oder abgeflossen.

Wir befinden uns im Naturschutzgebiet Obere Wümmeniederung, das eine herausragende Bedeutung für den Vogelzug und als Feuchtgebiet haben soll.

Ah, eine Linie durchzieht die Landschaft. – Der Mähkorb war wieder da – nachdem die Hochwässer schadlos abgeflossen sind …

Blick von der Wegquerung mit einem kleinen Fließgewässer: ein Absturz !

Blick bachab (unterhalb des Absturzes): krass! Hier wird in bis zu 2 m Tiefe unter Geländehöhe jährlich „unterhalten“.

Typische Zeichen der harten, längst überholten Gewässerunterhaltung: Uferverletzung andererseits.

Das selbe diesseits: senkrecht abgegrabenes, verletztes Ufer!

Die Folge: erhebliche Uferabbrüche mit massivem Sandeintrag ins Gewässer.

Hier ist also deutlich: die für den Wasserabfluss an dieser Stelle völlig überflüssige Gewässerunterhaltung führt in ihrer überholten, harten Art zu einem der schärfsten Probleme heutigen Gewässerschutzes. Nicht zuletzt sorgt diese rechtswidrige Arbeit dafür, dass andernorts der „produzierte“ Sand mit hohen, völlig unnötig provozierten Kosten gebaggert werden muss.

Während der Wasserverbandstag, Kopfverband der hiesigen Wasserverbände, versucht, Weiterbildung für Gewässerunterhalter zu etablieren und einige wenige Verbände das gute Beispiel transportieren, regieren in Niedersachsen weiterhin die Unterhaltungs-Firmen.

Auf dem Weg zurück, sauber, sauber – unfassbare, fortgesetzte Lebensraumvernichtung und Kostenproduktion zu Lasten der Beitragszahler.

Ein weiterer Sand-Einträger in einem kleinen Nebenbach: Dränage-Sand fließt auf Eis ab.

Der Absturz zeigt: Hier kann – vermutlich über Jahrzehnte – auf Hunderten Metern jegliche Gewässerunterhaltung eingestellt werden bis auch nur der Anschein einer durchgängigen Gewässersohle erreicht würde.

Es spielt offenbar keine Rolle, dass all dies in einem Naturschutzgebiet stattfindet. Ob wir nun seit 12 Jahren die Wasserrahmenrichtlinie haben oder nicht – scheint auch völlig egal. – Hier, genau hier gibt es sogar einen Gewässerentwicklungsplan, der das Ändern der Gewässerunterhaltung als kostensparenden Weg auf den fachlich beschriebenen und rechtlich mit Fristen festgelegten Weg zum Ziel konkret darstellt.

Das spielt in Niedersachsen offenbar gar keine Rolle – Landwirtschafts- und Umweltministerium wo seid ihr ? !

Wo Gewässerunterhalter sinnlos wüten, sind Säge-Besessene oft nicht weit. Hier wurde das Versteck einer Vielzahl von Säugern und Vögeln zerstört.

Der Holzbedarf stetig wachsender Osterfeuer zeigt ebenfalls seine Folgen. Jetzt werden schon bleistiftdünne Hölzer geschnitten … (Ich will ja nicht annehmen, dass es sich hier um eine Naturschutzmaßnahme handeln soll. – Der „Täter“ würde ja nicht einmal das Wachstumsverhalten dieser Gehölze kennen.)

Hier das erläuternde Beispiel zum vorigen Foto: „Aus 1 mach unendlich!“. – Während früher Einzelgehölze den Weg säumten, wurde durch Absägen Buschwerk produziert – einmal sägen: aus 1 mach 20. Im vorherigen Foto ist die Zeit bereits fortgeschritten Richtung unendlich. – Leute, lasst die Bäume wachsen, dann habt ihr mehr Durchblick.

Ein Gutes hatte dieser Vormittag doch noch. Derjenige, der für all das bis vor wenigen Jahren in Spitzenposition verantwortlich war, ist von seinem – anderen – Amt zurückgetreten.

Read Full Post »

Wasserrückhalt - Gelb wird gespiegelt.

Mais - sei da, was da wolle (Hauptsache, Subvention)! Wasser auf dem höchsten Punkt - weiss noch nicht, wohin es fließen will.

Auf diesen armen Flächen wurde bislang standortangepasst Grünland als Viehweide genutzt.

In windstillem Randstreifen des Wiesensees spiegeln sich Birken.

2012 - eine neue Chance, verlorene Randstreifen zurückzu"gewinnen". Mögen sich Wasser- und Naturschutzbehörden, Agrarverwaltung und Agrarberatung wesentlicher Ziele ihrer Aufgaben erinnern und widmen, wie z.B. Boden-, Fließgewässer- und Meeresschutz.

Read Full Post »

Bisschen trübe, der 2. Advent - da muss man raus!

Gestern Morgen - zumindest beim Start - sah die Welt noch ganz anders aus, der Himmel zweigeteilt.

Heute nun Blasen schlagender Regen auf Waldpfützen. Das ist gut so.

LandArt - was haben die Zeichen zu bedeuten?!

Ahhh, Lindwurm NEL kommt in Sicht.

Und so erklärt sich auch das erste Foto.

Es sind schon besondere Ideen beim Bewegen der Rohre für die Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) gefragt.

Weiter geht`s durch die Natur.

Begeistert zeigt sich das Moos über die langersehnte Feuchtigkeit.

Auch die Baumpilze freuen sich - können sie doch so das Totholz viel besser nutzen.

Wo Pilz-Aktivitäten ansteigen taucht schon bald ein Pilzfreund auf.

Socke von de Dreyster Drift: "Ich rieche doch was!"

Aaaahh ja - Pilze!

Fast verschwindet der Pilzfreund bei seiner nicht enden wollenden Schlemmerei.

Stehende Wellen im Bach an wippendem Ast - der gestiegene Wasserstand hilft, nicht zuletzt den jetzt laichenden Forellen.

Abendlicher Blick aus der Haustür: Auf dem Vordach schmelzen Reste der fast 1 cm dick gewesenen Hagel-Gewitter-Eisschicht. Autofahrer hatten nichts zu lachen. (Fußgänger waren ohnehin fast keine mehr unterwegs.)

Read Full Post »

Jetzt kommen die bekannten herbstlichen Tiefs, nach einem ultratrockenen November.

Trotz Trockenheit lässt sich im bunten Agrarland Niedersachsen Wässriges finden.

Mais-Mäander auf Grün.

Agrar-Gelb, flächige Giftanwendung entgegen Grundsatz des Pflanzenschutzgesetzes. Wen kümmert das ?

Auch ohne Regenmengen: Wassergefüllte Fahrspur im übernutzten Gelände auf Gift-Gelb.

Agrar-Kunst: Ein Bisschen Feuchte reicht, den übernutzten, verdichteten Boden optisch sichtbar zu machen. - Und dafür zahlen wir Agrar-Subventionen.

Man kann Bodenmissbrauch immer toppen - Schlagkräftige Landwirschaft will schließlich jeden Tag und immer und überall ihre Einsatzfähigkeit beweisen. Was kümmern uns Wasser, Boden, Wetter ... ?!

Früher half ja die Fräse! Heute, nach Übernutzung organogenen, entwässerten Bodens ist dieser so weit gesackt, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist. - Macht Schluss, liebe Leute.

Zur Abwechslung sollen die weniger gewordenen und arg vom Nutzungsdruck bedrängten Flächen ein paar andere Spätherbsteindrücke mit Farbenvielfalt der Gelbbraun- und Grüntöne bieten.

Grüne Baumhosen leben angesichts zunehmender Feuchtigkeit auf.

Frischer Baumpilz mit Moos- und Flechtengrün.

Der Baumstumpf wird verarbeitet - schön, dass er nicht weggefräst wurde.

Seiten-Aspekt.

Vor einem Jahr um diese Zeit herrschte ein ganz anderer Eindruck.

Mais auf Weiss.

Sonne auf Geesthang an einer Bach-Aue. (Deutlich erkennbar der viel zu tief in die Landschaft eingeschnittene Bach - Gewässer-Restaurieren ist angesagt.)

Früh im Jahr vereister, gut funktionierender, hier aber zu leerer Denil-Fischpass.

Gelb-rot auf blau über weiss.

Noch hatten die Straßenbauverwaltungen Salz - zur Freude der Autofahrer und zum Schaden der Alleebäume. Später war das anders.

Tja, und dieses Jahr warten die Skigebiete auf den ersten Schnee – im Mittelgebirge ohnehin.

Wir alle hören bis zum Abwinken in Funk und Fernsehen Lieder wie „I`m dreamin` of a …“ – oha, noch 22 Tage durchhalten.

Read Full Post »

So ein richtiger Gewässerwart von heute weiss allerhand über Lebendige Bäche und Flüsse . Gleichwohl sind Aus- und Weiterbildung wichtige Punkte im täglichen Geschehen, z.B. was Notwendiges im Gewässerumfeld oder z.B. Handeln im Klimawandel betrifft.

Neben der Vermittlung über Bilder, Vortrag und Gespräch ist die handgreifliche Wahrnehmung vor Ort wesentliches Element einer erfolgreich an anderer Stelle nutzbaren Wissensvermittlung – ohne „draussen“ geht es nicht!

Ein überschaubarer Heidebach, Laich- und Aufwuchsstrecke in der Salmonidenregion, eignet sich hervorragend für Exkursionen - und schon sieht man wieder die von links extrem herandrängende, den Bach gefährdende Landwirtschaft..

Die Brandl-Bracke unter den Exkursionsteilnehmern wartet auf interessante Aufträge ...

Der Bach präsentiert sich mit vielfältiger Struktur: rauschende Kiesstrecken wechseln mit Strudellöchern, Uferüberhang und z.T. Erlenwurzeln bieten dreidimensionale Lebensstätten.

Die Untersuchung von Wirbellosen im Bach gestaltete sich allerdings schwierig - es tauchten zunächst keine (!) Organismen beim Absieben von Uferbehang und Gewässersohle auf, obwohl alles optisch sehr vielfältig erschien. Endlich wurden einzelne Larven der Großen Maifliege Ephemera gefunden, 3 Größengruppen, hier die älteste.

Langsam, aber sicher tauchten mehr Arten auf: Am Haus einer Köcherfliegenlarve sitzt eine Steinflliegenlarve.

Prachlibellenlarve im Fang - ein Zeichen für gute Gewässerstruktur mit Vielfalt aus Stein und Holz.

Wie ich inzwischen gelernt habe, ist dies ein Otterscharrhaufen auf einer Sandbank - Aktivität des Fischotters, wenn Hochwasser frühere Markierungen gelöscht hat (Dank nach Hankensbüttel für die Aufklärung!).

Na, und da ist er neben der Stiefelspur: ein eindeutiger Pfotenabdruck des Fischotters.

In sandigem Gewässergrund fanden wir auch eine Neunaugenlarve.

Und die Brandl-Bracke war begeistert! Spuren über Spuren - vor allem Wildschweinwechsel, erkennbar an erheblicher Erosion des nicht wurzelgeschützten Bachufers neben landwirtschaftlicher Intensivnutzung, hatten es ihr angetan. - "Darf ich da jetzt in den Mais rein???" - "Nein!"

Uferwechsel war angesagt - bin schon drüben.

Eine abgängige Straßenunterquerung mit erheblichem Absturz - hier soll demnächst im Zuge des Neubaus die Durchwanderbarkeit für die Gewässerorganismen wieder hergestellt werden.

Eine Kiesbank oberhalb einer Erlenwurzel zeigte, dass der Gewässergrund hier von Bachforellen als Laichplatz genutzt worden war.

So wollten wir dann per Elektrofischerei auch wissen, welche Fische hier wohl leben.

Gut, wenn man sie in der Forellenregion findet - die Forelle. Ob nun die Standform Bachforelle oder ein Fisch "mit aktiviertem Wander-Gen", die Meerforelle - das wird uns dieser Fisch erst nächstes Frühjahr verraten.

Wie sich das für einen anständigen Laich- und Aufwuchsbach der Forelle gehört, kommt als Begleitfisch die Mühlkoppe vor - schön zu sehen, wurde dieser Fisch doch aus falsch verstandenem Konkurrenzdenken jahrzehntelang bis zur Ausrottung verfolgt.

Zusammengefasst stellen wir fest, dass es sich um einen der wertvollsten, früher in unserer Landschaft typischen, vielfältig strukturierten Quellbäche handelt. Eine Vielzahl von Wirbellosenarten haben wir (mühsam !) zusammengesammelt. Aber die aufgrund der guten Gewässerstruktur zu erwartenden Individuenmassen (bis zu mehreren 10.000 / m² sind üblich!) waren nicht da – ein Zeichen für offenbar vorhandene extreme Gefährdung dieses Bachs.

Damit steht er nicht allein. Wie Ortskundige berichteten, war kürzlich beim Ablassen eines Teiches eine wahre Schlammlawine mit der künstlich erzeugten Hochwasserwelle durchgegangen. Extreme Sauerstoffzehrung hat offenbar mehr als 90 % der Organismen vernichtet.

Und das Umfeld zeigt, wie nicht akzeptabel unsere empfindlichen Bäche heute bedroht werden – vergessen wir nicht: von einem Berufsstand mit besten Lobby-Beziehungen, der zu großen Teilen von unser aller Steuersubventionen lebt. – Es ist an der Zeit, für dieses Geld angepasstes Verhalten mit Schutz von Boden, Wasser und Luft zu verlangen.

Bedrohung für Gewässer: Ackerbau bis an die oberste Uferkante. Gewässerrandstreifen müssen endlich überall an Bächen eingefordert werden einschließlich ihres standorttypischen Gehölzsaums.

Die Nicht-Akzeptanz der Landwirtschaft gegenüber beidseitigen, standorttypischen Erlensäumen führt zu extremer Ufer-Erosion - hier sogar in der Innenkurve!

Hilfsweise können Treibselsammler z.B. aus Stöcken den charakteristischen Bachquerschnitt wieder herstellen. Der Haselstecken zeigt, wie weit ein solcher Sammler auf Mittelwasserniveau in der Gewässersohle von rechts kommend gesteckt werden kann.

Hilfen für derart geschundene Bäche sind meist recht einfach. Hier in der rechten Spalte des Blogs unter „Hölzchen und Stöckchen“ verbergen sich eine Vielzahl Beispiele, wie es in der Praxis funktioniert. Eine kurze Zusammenstellung als pdf-Datei findet sich unter www.salmonidenfreund.de und eine Zusammenfassung verschiedener Restaurierungstechniken einschließlich Grundlagen und vorheriger Bachzerstörung ist hier als Download verfügbar.

Read Full Post »

Fast ist die Gewässer-Konferenz zu Ende. Zum Schluss fahren wir die Westküste Jütlands nordwärts und sammeln in Ribe die Auto(heim)fahrer mit dem Bus auf. Unser Ziel ist die Varde Å, an der ein Kraftwerk ausser Betrieb genommen wurde. Damit ist die Ableitung des Flusswassers nicht mehr erforderlich, alte Mäander wurden über 20 km wieder hergestellt und der früher berühmte Lachs-Fluss fließt in zahlreichen neuen Windungen. Wie andernorts wurde eine große Fischteichanlage mit Regenbogenforellenmast ausser Betrieb genommen und auch dort der Fluss re-mäandriert. Die Fischzucht läuft nun als Intensivanlage mit Grundwasser und Abwasserreinigung weiter.

Der Postillion bläst zum Abschluss der Konferenz.

Vorbei geht die Busfahrt an heutzutage leider typischer, hochsubventionierter Mais-Einöde.

Mais, wohin das Auge schaut. Fast hätten wir den Lastzug nicht kommen sehen.

In Ribe steigen unsere Autofahrer in den Bus. Von hier aus können sie heute Abend schnell in alle Richtungen heimwärts fahren.

Erster Stopp an einer stillgelegten früheren Intensiv-Fischteichanlage. Hier kann man Alt-Erlen sehen - noch allzu selten an dänischen Fließgewässern. Der Fluss ist auf der ehemaligen Fischzuchtfläche wieder in Mäander gelegt.

Vortex, Strudel - sitzt hier "der Nöck" am Grund, der alles hinunter zieht?

Vortex, Strudel - Kennzeichen für Lebendigkeit, Sauerstoffversorgung des wieder entstandenen vielfältigen Flusslebensraums.

Englisch-deutsche Fachsimpelei an neuen Mäandern.

Und weiter geht`s zu den neuen 20 km re-mäandrierten Varde Å-Landschaften.

Da ist er, der vom Wetterbericht vorhergesagte "einzelne Schauer" - scharfer Wind bläst Nieselregen-Massen. Aber Interessierte kann das nicht von ihrem beschlossenen Handeln abhalten: der Fliegenfischer wirft beherzt gegen den Wind, unsere Gruppe blickt mit dem Wind flussauf.

Intensiv-Fischzucht fordert intensive Maßnahmen - hier: Belüfter.

Noch etwas notwendiger Weise intensives: Luftschutz - gegen den von oben angreifenden "Feind".

Damit der Beitrag nicht im allzu Positiven hängen bleibt, ein kleines Intermezzo – Landwirtschaft mal wieder.

EU-Agrarprofil - hier wären mal einige andere EU-Gesetze anzuwenden, als nur platt Subventionen rüber zu reichen. Maishorizont, Moränenhang, überlasteter Wasserkörper, durch Viehtritt vollkommen zerstörter Boden bis an den Gewässerrand.

Farben - rot-grün: Ocker - geht hier alles "in die Binsen"?

Aber zurück zum Fluss – der wurde wirklich beeindruckend restauriert.

Zusammengesetztes Foto - mal groß-klicken: links die wieder in Tieflage mit all ihrem Wasser fließende Varde Å, mittig der ehemalige Damm mit Fahrweg, rechts der in weiten Teilen verfüllte, teils als Feuchtgebiet belassene, hochliegende ehemalige Ansager Kanal, der das Varde Å-Wasser in den Kraftwerks-Stausee ableitete.

"Tja," sagt der in DK arbeitende Engländer seinem Landsmann "diese Beispiele nimm mal zum Nachahmen mit rüber auf die Insel."

Varde Å-Mäander folgt Varde Å-Mäander ... (fehlen "nur noch" die Erlen ...) 🙂

Siehstewoll! - Alt-Erlen am Altarm, es geht doch!

Also, liebe Gewässerfachleute, lasst mal der natürlichen Sukzession ihren Lauf. Vermutlich kommen wir da mit Vielem, so auch mit der Anpassung an den Klimawandel viel besser zurecht, als wenn wir immer meinen, an allem herumfuckeln (der Aktivist nennt das gern verniedlichend "behutsam pflegen") zu müssen.

Gurus unter sich - wir sind uns alle mit den dänischen Kollegen einig: Das war eine hervorragende Veranstaltung!

Read Full Post »

Und nicht nur die!

Während vielerorts in alten Verhaltensweisen verharrt wird

Der Fortschritt ist eine Schnecke - warum eigentlich?!

(durch Elektrofischen – womöglich über lange Strecken mit Entnahme der für den Bach so nötigen Elternfische, künstliche Befruchtung und Eientwicklung ausserhalb des Fließgewässers), haben die Aktiven an der Wümme beeindruckend belegt, dass standorttypische Fische, z.B. Forelle und Mühlkoppe, ganz überraschend aber auch der Lachs, sich ohne menschliches Zutun zahlreich auf Kies- und Geröllbänken vermehrt haben.

Verwundern kann das eigentlich nicht, ist es doch z.B. aus Dänemark seit Jahrzehnten bekannt.

So sehen auch die Ergebnisse der gerade zu Ende gegangenen Konferenz aus, die aus Anlass eines umfassenden Schnäpel-Projektes in Tønder, Südwestdänemark, präsentiert wurden.

Die Konferenz fand im ECCO-Centre statt, vor dem ein großer Fuß einen Hügel ziert. Den Shetlandponys im Abendsonnenschein ist das ganz lieb, können sie doch in seinem Schatten und Windschatten zu vielerlei Wettersituationen Schutz finden.

Demnächst folgen noch ein paar Informationen aus dem Umfeld der Konferenz.

Abendstimmung an der Vidå-Schleuse.

Read Full Post »

... sitzt die kleine Wanze. - Als sie gerade aus dem Ei geschlüpft war, hat ihr irgendjemand beigebracht "Buchen, die sollst Du suchen." Nun ist sie also angekommen und hat vergessen, warum bzw. was sie auf Buchen suchen soll.

Ich weiss es auch nicht. – Vielleicht ist der Weg das Ziel?

Auf der anderen Seite: das mit dem „Vor Eichen sollst Du weichen.“ soll ja wohl auch nicht stimmen …

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »