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Archive for the ‘Gewässerschutz’ Category

In städtischem Gewässerumfeld mit seinem Besucherdruck, Stichwort unter anderem „Mensch und Hund“, ist gelegentliches Nachjustieren von Lebensraumverbesserungen erforderlich.

Fünf Jahre nach Erstbeschicken und -in-Form-Bringen galt dies jüngst auch für die städtische Mühlenau querab Rosengarten, abgestimmt mit allen Zuständigen.

Professionell platzierte der Kommunale Servicebetrieb Pinneberg (KSP) den neuen Kies als Depots an den gewünschten Positionen, altbekannte und neu erkannte – herzlichen Dank dafür!

Am 22. September (pardon, liebe Schaufler und Harker für den späten Bericht!) wurde Hand angelegt zur Feingestaltung.

Morgendliches Farblichtspiel „Bewegung“.

Das lohnt genaueres Hinsehen (vor Ort auch -hören) – Platsch!

Momentaufnahme „Fliegender Kies“ – mit Spiegelung (wo is` er / sie denn?!).

Fliegender Kies und Spiegelung – gegenüber der aus dem Kiesdepot zu bildenden Lenkbuhne wird sicherheitshalber ein Erosionsstopper platziert.

Eifriges Harken und Schaufeln setzt ein – seitlichen Erosionsschutz verbessern, Unterwasserlenker ausbilden.

Groß und Klein, männlich wie weiblich sind Aktive am Werk.

Dank Brücke und Schubkarre wird der kleine Erosionsstopper gegenüber auch landseitig ergänzt.

Noch ein Bisschen Zielwerfen, dann ist „gegenüber“ realitätstauglich.

Weiter aufwärts …

… ist auch …

… noch etwas zu tun.

Letztes Handanlegen, …

… dann geht`s weiter, zu neuen Taten (same procedure …).

Die Geflügelte am Brückengeländer interessiert unsere Aktivität nicht weiter, …

… morgendliche Passanten dafür um so mehr. Informationsmaterial liegt neben mündlicher Erläuterung unseres Tuns bereit.

Die nächsten Unterwasserlenkflächen werden geformt.

Fertig – leicht unter mittlerem Abfluss, nicht nur als Strömungslenker, sondern vor allem als neuer Lebensraum und – zu gegebener Zeit, bei dann höherem Abfluss – als Laichplatz gern genutzt.

Blick bachauf im krassen Herbstmorgenlicht – „Der Spiegel ist gebrochen“, die Lenker wirken.

Blick bachab – genaue Betrachtung der Baum- und Blattspiegelungen zeigt, wo die neuen Strukturen wirken, Strömung Ufer-schützend zur Mitte orientiert.

Alles ist eingesammelt, Abgang zum Parkplatz – mit Blick auf die erstbearbeitete Stelle.

Wir lassen hinreichend Material als Depot liegen. – „Mensch und Hund“ sowie unterschiedlich hohe / starke Abflüsse werden das ihre tun.

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Lebendigere Bäche und Flüsse werden spätestens seit den Gewinnen durch konsequente Abwasserreinigung seit Ende der 1970er in unserer dicht besiedelten und meist intensiv (bis exzessiv) genutzten Landschaft angestrebt.

Erfahrungen in den 1980ern und 1990ern führten europaweit zur Zieldefinition der EG-Wasserrahmenrichtlinie („guter ökologischer Zustand“ bzw. Erreichen eines „guten ökologischen Potenzials“, jeweils bis 2015 für ALLE Gewässer).

Inzwischen befinden wir uns in deren 2. Verlängerungszeitraum, Schluss Ende 2027. Weiter gilt, dass neben offiziellen Maßnahmen an Vorranggewässern an die Ziele angepasstes Handeln auch für Bäche und kleine Flüsse (ca. 80 % der Einzugsgebiete) erforderlich ist. Angesichts des Nutzungsdrucks ist „instream-Restaurieren“ hier die Methode der Wahl.

Nach Arbeiten in den Bundesländern Hamburg und Niedersachsen bietet die Edmund Siemers-Stiftung experimentelles Kennenlernen einfacher Lebensraumverbesserungen und – bei Gefallen – weitergehendes Fördern seit 2016 auch im südlichen Schleswig-Holstein an.

Seit 2021 kooperieren wir im Einzugsgebiet der Oberalster, SH, mit dem Gewässerpflegeverband Alster-Rönne, Gewässeranliegern im Agrarraum sowie den Landesforsten, hier: Forst Endern und den zuständigen Behörden, restaurieren mit Kiesgaben in übertief ins Gelände eingeschnittenen und überbreiten Bachprofilen  nicht mehr vorhandene Niedrig- und Mittelwasserstrukturen. Hochwässer fliessen ungehindert darüber ab.

Im Folgenden werden Zwischenergebnisse / -erlebnisse eines besonderen Beispiels für Wasserrückhalt, Anpassung an den Klimawandel, dargestellt.

Von einer Holzabfuhrtrasse aus wurde die Gewässersohle mit mehrfachen Kiesgaben so angehoben, dass früher aktive Mäander regelhaft wieder Wasser aufnehmen und „auf höherem Niveau“ abführen.

Der Abfluss findet regelhaft im statistischen Niederschlagsgeschehen „in historischen Strukturen“ statt.

Die Bredenbek wird also bei höheren Abflüssen wieder „im Bestand zur Aue aufgeweitet“.

Kiestransport ist dabei ausdrücklich erwünscht, da die bachab liegende Waldfläche nicht befahren werden soll (Entwicklung zum Naturwald).

Die Bredenbek sortiert ordentlich! – Im oberen Bildteil liegt ein bereits in „Vorzeiten“ verkürzter Sturzbaum.

Inzwischen zeigen sich im kuppierten Gelände zunehmend tiefere Strukturen, die für Wasserrückhalt, längeren Erhalt von Feuchte wieder aktiviert werden konnten.

Wie erwartet, stürzt der Flachwurzler Buche in den nun wieder nasseren Standorten. Eine Vielfalt Totholz entwickelt sich. Vorübergehend entstehen lichtreiche Flächen.

Auch der Eisvogel profitiert von den freistehenden Wurzeltellern, legt Brutröhren an.

So lange sich zeitweise wasserstauende Holzverhaue im Forst halten oder bewegen, wird hier nicht eingegriffen.

Solch Anblick will erstmal ertragen sein! – Ein völlig neues Gewässer- und Umfeldgefühl stellt sich ein.

Die Bereiche der hoch liegenden Alt-Mäander zeigen nicht nur aufgrund zeitweise provozierten Durchflusses, sondern auch wegen der Grundwasserstütze am Ausgang des Forsts zur Agrarlandschaft dauerhaftes Grün.

Wir erwarten, dass von im Buchenbestand vorhandenen Alt-Erlen sowie durch Anschwemmen von bachauf „der neue, nassere Lebensraum“ nun von der Schwarzerle erschlossen wird. Ihr – als einziger heimischer Baum – auch tief ins Wasser wachsendes Wurzelwerk stellt optimalen Erosionsschutz bei jeglichem Abfluss.

Die Sohlaufhöhung am Waldrand zur Agrarlandschaft mit neuer Struktur für Niedrig- und Mittelwasserabfluss, reich besiedelt von standorttypischen Wirbellosen.

Wir verfolgen das Geschehen weiter als interessantes Experiment.

Für den bachab folgenden Agrarraum bis zur Mündung in die Rönne (deren Mündung in die Alster folgt nahebei) sind weitere Maßnahmen zum Minimieren der Bodenerosion und Strukturverbesserung als Bachlebensraum vorgesehen – vgl. z.B. vorigen Beitrag.

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Die Hintergründe und unseren Weg zum „domestizierten HalbMäander“ habe ich im Beitrag vom 30. August beschrieben. Inzwischen sind mehrere Regenereignisse, darunter ein stoßartig abfliessender Starkregen durch die hiesigen Bäche abgeflossen. Da lohnt sich ein Besuch, ob Erosionsschutz und Gewässerstrukturverbesserung wirken, wie vorgesehen.

Kleine Realitätsstudie auf dem Weg zum Tatort, Thema Licht / Überlichten – die Beseitigung standorttypischen Baumbewuchses führt in Teilstrecken zum Profilzuwachsen durch Sumpfpflanzen.

Diese Abflusshindernisse führen zu („normal“ unnötiger) Unterhaltungsarbeit, die im Regelfall im völligen Freischnitt des Profils endet … – Schluss mit lustig.

Licht in Maßen – bereits Teilbeschatten durch Erlen, vorn Dost, hilft dem Bach, gerade in Zeiten des Klimawandels (Verhindern des Überheizens).

Nachschau statt meterweisen Mähens bis Baggerns entlastet in solchem Zustand auch die Gewässerunterhaltung.

Durch folgenden Erlenbewuchs blitzt gelegentlich der gegenüber liegende Acker durch.

Auch ich, im Angang „diesseits“, bewege mich auf einem Ackergrundstück. Das ist einer Intensivnutzung derzeit durch Teilnahme an einem Extensivierungsprogramm (Blüh-Brache) entzogen.

Dränrohr, Beginn des Halbmäanders – die Erlen-bestandene Strecke bachauf ist, wie berichtet, ebenfalls strukturverbessert.

Detail – die zu Beginn der Ausuferung in den Prallhang gelegten „Spiel-Depots“ für Hochwässer erfüllen ihren Zweck. Da kann noch allerhand drüberhingehen.

Der Erosionsschutz entlang der Kurve wirkt, …

… (Detail) die Verbesserung der Sohlstruktur, hier auch mit Störsteinen ergänzt, ebenfalls.

Das Ende des HalbMäanders haben wir im Übergang zur unbehandelten Strecke bachab mit einer Rausche-Kolk-Abfolge abgeschlossen – liegt super!

Im Weggehen, bachauf, sehe ich nochmal den oberen Übergang in die Kurve an.

Der nächste Besuch im Frühjahr 2025 wird zeigen, ob Nacharbeiten erforderlich werden.

Die Bredenbek in ihrem extrem Erosionssand produzierenden Zustand zu Lasten ihrer selbst und der abwärts fliessenden Oberalster bietet ansonsten noch herausfordernde, zu verbessernde Strecken genug. – Das Vorgehen? – – – Immer Schritt für Schritt, ein „Gesamt-Programm“ ist mit den Beteiligten formuliert.

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Zwar habe ich dieses Jahr Stint essen können – und es ist ja zur Zeit keine Stint-Saison.

Gleichwohl geht es dem kleinen Salmoniden-Schwarmfisch in seinen Lebensräumen, speziell auch der Elbe, schlecht.

So gönne ich mir gestern Spätnachmittag nach einer Exkursion an 3 Restaurierungsstellen (wird zu berichten sein) nicht nur Rotbier, …

… sondern auch lecker Sardellen – quasi als Stint-Gedächtnisessen.

Da es anschliessend noch hell ist, radele ich der späten Sonne entgegen.

Es geht gen Elbdeich, …

Bald bin ich da, auf der Deichverteidigungsstraße.

Noch vorbei an Spiegelungen auf einem Deich-nahen Angelteich, …

… dann ist freie Sicht, z.B. gen NordNordWest, wo imposante Wolkenberge angeleuchtet werden.

Die ultrahohe Schafdichte bis zum Sturmflutsperrwerk Wedeler Au (und deren Ausfälle auf der Deichverteidigungsstraße bis dahin) scheinen auf Pausen von Herdentransporten Richtung Schlachtung hinzuweisen.

Ich mag mich irren … (Aber, wie bereits beschrieben: Wer mit 300 Mutterschafen ins Frühjahr startet, hat im Herbst 300-600 Tiere mehr. Die entsprechende Zahl geht „in den Transport“. Kleines EinmalEins)

Da mir das Foto am Sperrwerk Wedeler Au völlig misslungen ist, möge diese Hundeführerin auf der Deichkrone die Elbe-nahe Stimmung repräsentieren.

Pappelreihe Fährmannssand im Abendschein.

Bunte Rinderherde vor dem Geesthang.

Blick gen Westen – nicht mehr lang bis zum Sonnenuntergang.

Vom Geesthang aus …

… und oben auf der Geest, von der Helgolandstraße.

Heute haben uns die Vorläufer des angekündigten ex-Hurrikans „Kirk“ erste Regentropfen beschert. – Das wird wohl noch mehr werden, inkl. zugehörigem Sturm am Donnerstag.

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In Kursstärke, ca. 30 Schülerinnen und Schüler, war das diesjährige Wassercamp wieder gut bestückt.

Vor dem Wildpark grüßt es herbstlich-Orange – im Hintergrund eine von zwei E-Ladesäulen, bei Bedarf von mir genutzt.

Drinnen, der Rubbel-Otter – morgendlich kalt und nass. Wer Wildsau oder Gänse mit Küken vorzieht, findet auch etwas zum Rubbeln.

Vorhandene Altkiese sind, so nötig, aufgestockt, neue Stellen beschickt.

Die Gruppe wird aufgeteilt und in Arbeitsstärken von ca. 8 Personen an ihren jeweiligen Positionen eingewiesen.

Und schon geht es los – Schwimmwesten sind angelegt.

Aktiv-dynamischer Einsatz – gewusst wie!

Es gilt, den Kies bei Erhalt uferschützenden Schüttwinkels als Lenker – leicht gegen die Strömung – unter den mittleren Wasserabfluss zu platzieren.

Das sieht sehr gut aus von Positionierung und Strömungsbild. Erfahrungsgemäß werden solch gelungene Konstruktionen bei höheren Abflüssen von Forellen und Neunaugen intensiv im Anstrom belaicht.

… mal abgesehen davon, dass die dreidimensionale Gabe ganzjährig neuen Lebensraum für eine Vielzahl von Gewässerarten und deren „unzählige“ Nachkommen bietet.

Hier ist die Fläche bereits gut vorbereitet, wird nun „nur noch“ unter Wasser geharkt.

Wer gut arbeitet, soll auch gut Pause machen – Anstehen kurz vor Lokalöffnung. – Das Mittagessen schmeckt!

Für weitere Aktionen ist vorgesorgt, ggf. in 2025 – Restkies liegt bereit. Weiterer wird bestellt, falls erforderlich.

Der wird an diesmal (noch) nicht beschickten Stellen …

… nachgelegt und später ausgeformt.

Wie bekannt (hier 3 von 4 Depots „vorher“, primär Uferschutz), …

… entsteht „nachher“ attraktiver Lebensraum mit Lenkfunktion Strömung.

Dann also … bis zum nächsten Mal!

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Der Tag schreitet voran, wir schlendern nach dem Besuch im Grün der Würzburger Residenz von der Alten Universität Richtung Mittagessen.

Blick in die Alte Universität – mit Turm und Baum. – Nebendran liegt noch ein ummauerter Campus (mit mehr Bäumen).

Es muss ja weitergehen! – Auch hier wird gebaut.

Domstraße, Grafeneckart, Sternplatz, Brunnen.

Boaaahhh, ist der Rosa, der Brunnen!

Zum Guck-Ausgleich: Es gibt hier auch Brunnen in menschlichem Grau und natürlichem Grün.

Immer dem Schild nach – ich suche das Angebot „Fränkischer Karpfen“.

Bereits in Nürnberg wurden wir nicht fündig.

„Dies ist ein Weinlokal.“ – Daher gibt es Flaschenbier.

Füüüsch! – Leider ergibt meine Erkundigung, dass der September zwar ein Tag „mir r“ ist (da isst man Karpfen …), die Abfischungen der Teiche Karpfen aber erst in ca. 14 Tagen in die Lokale spülen werden.

So kommt es dazu, wie im Bericht vom 16. September geschildert, dass ich auf mein 2. Schäufele ausweiche – auch sehr zu geniessen, aber optisch vom Knochen her, eher ein zersägtes Kehrblech (statt „ein Schäufele“).

Kleiner Abstecher zum Hotel, vorbei an verlockenden Brotvarianten.

Das sieht gut aus! – Wir gehen Richtung Main, auf einen kleinen Wasserspaziergang.

Die Alte Mainmühle, schräg im Angang von der Alten Mainbrücke aus angesehen.

Main mit Mühlenschuss – im Hintergrund das „Heizkraftwerk an der Friedensbrücke“.

Da wandern wir nun hin – der Weg entsteht beim Gehen.

Parallel zum Mainverlauf – Blick flussauf – das Gleitwehr, lässt seitwärts bei höheren Abflüssen große Wassermengen ins Tiefere schiessen und abfliessen.

Zwei Stadttauben auf der Mainbrücke – die warten nicht zwingend auf Fütterung, haben mit sich zu tun.

Die Alte Mainbrücke, Blick Richtung Altstadt – Blumen, Heilige, jede Menge Passanten, Besucher, Altstadt-Silhouette.

Es gibt auch Schiffe auf dem Main.

Wir sind am Main flussab entlanggeschlendert und befinden uns auf der Friedensbrücke – Blick auf die Altstadt.

Alte Mainbrücke und Festung Marienberg.

Blick gen Himmel – OHA!!

Zügig verlassen wir die Brücke, Richtung Bebauung …

Das hat gerade noch geklappt.

Nicht „so ganz im Freien“ kommen wir mit dem Schauer zurecht.

Zum Glück hatten wir für den Abend Plätze „beim Mexikaner“ reserviert. – Der ist knallvoll – offenbar ist gutes Essen, hier Spare Ribs, und Trinken der Grund dafür.

Der Abend klingt ruhig aus, …

… wird sogar noch ein Bisschen bunt.

Tags drauf – unsere Abfahrt steht bevor.

Pünktlich kommen wir gegen frühen Nachmittag über Hamburg in Wedel an.

So eine Städte-Tour wie Nürnberg – Wien – Würzburg lassen wir uns gefallen!

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Abreisetag in Wien – Brötchenholen bei Morgensonne.

Später, Hauptbahnhof Wien – nach kleiner Wanderung bis zum Ostende des Bahnsteigs.

Sieh an, ein Gründach.

Wir haben Wien mit den Hitzetagen (immer angemessen verhalten!) und der Zwischeneinlage eines Regentags sehr genossen. „Mehr ging nicht.“     🙂

Was für ein Ergebnis wohl heute Abend bei der Österreichwahl herauskommt? Verhältnisse wie kürzlich bei uns?

Auf der Fahrt – Abschied vom Wienerwald und von der Alpenkulisse.

Die Reise verläuft zügig, gut gelaunt kommen wir in Passau an.

Dort übernimmt die DB, das Ankuppeln eines zweiten Zugteils wird angesagt.

Dieser Teilzug steht offenbar nicht vor Ort.

Es werden „einige Rangierarbeiten“ angesagt.

Donnerwetter, die Ankunft des Teilzugs wird bekanntgegeben – sowie „einige Rangierarbeiten“.

„Jetzt wird gleich rangiert.“ – Wir vermuten, dass alle Mitreisenden wie wir angenommen hatten, das Rangieren sei nun so laaaangsam mal erledigt.

Kurz gesagt: Es wurde eine lange Standstunde.

Wir fahren dann doch los, Donau-aufwärts. Der Himmel verdunkelt sich.

Ich will hier kein Lamento über die Deutsche Bahn anstimmen. Solch ein Lamento gälte ja ohnehin den jahrelangen Verfehlungen etlicher CSU-Politiker (ja Leute, von eurer Partei aus dem Möchtegern-Königreich, in dem wir herumgestanden haben) und dem jetzigen Künstler aus der Schuldenbremsepartei. [Ich nix wissing, tun schon gar nix – höchstens mal fürs Auto.]

Mein Schildern erlebter Realitäten verstehe ich nicht als Bahn-Bashing. – Bei solch langen Strecken kann man auch im Auto (beim Flugzeug mit allen Vor- und Nachstunden ebenso) Ähnliches genaus so, halt nur mit entsprechendem Umfeld, erleben.

Immer den Gleisen nach – wir erreichen Regensburg.

Regensburg – „nomen est omen“?

Weinberge – daher ist auch die Rubrik Gewässerschutz angeklickt, ebenso „Klima“ angesichts schneller Sorten- und Geschmackswechsel in den vergangenen 15 Jahren.  – Wir sind glücklich in Würzburg – immerhin bei keiner zusätzlichen Verspätung.

Vom Hotel aus gehen wir Richtung Einkaufszone, sehen – gezoomt – oben am Horizont – die Festung Marienberg, jenseits des Main.

„Galeria“ – Geschwister auch bei der Wien-Anreise in Nürnberg als Erinnerung für Freunde und Bekannte fotografiert.

Die Marienkapelle mit dem benachbarten Falkenhaus, Rokoko.

Läden – aussen an der Marienkapelle angeklebt. Wer Kerzen spendet, kann sich gleich mit einer Wurst belohnen.

Irgendwie erinnern wir uns, dass in biblischen Zeiten jemand die Händler aus dem Tempel geworfen hat. – Hier haben sie sich gleich vorndran wieder niedergelassen.

Die Schustergasse – die und noch mehr werden wir am Folgetag studieren.

Über das Abendessen ist es dunkel geworden – Spiegelung der Festung im Main.

Festung Marienberg und Alte Mainbrücke.

Licht für Flugsicherheit und Werbung leuchtet uns – zusammen mit städtischen Laternen – Richtung Hotel.

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Der letzte Urlaubstag in Wien ist angebrochen, die Morgensonne lacht.

Es soll den ganzen Tag so bleiben, wieder heiss werden, meint die Wettervorhersage.

Da kommt schon unser Bus Richtung Hauptbahnhof. Wir werden Station Pilgramgasse aussteigen.

Angekommen, ausgestiegen – bevor wir in die U 4 gen WestSüdWest steigen, gucken wir die Wien hier an.

Schon mehrfach im Vorbeifahren gesehen … – Ja „Kaisers“, Vor- und Nachgänger haben hier ihre Vorstellung eines Stadtbachs realisiert.

Alles in einem Profil. Niedrig-, Mittel- und Hochwasser sollen die Stadt nicht belästigen. Die Bahn passt auch noch ins Profil rein.

Wenn man überlegt, dass die Wien ein „Wienerwaldbach“ ist, einer von vielen …

Leider startet sie aus dem Wienerwald heraus bereits als aufgestauter „Wienerwaldsee“. Seit geraumer Zeit bemüht sich die Stadt, ihre vergewaltigten kleinen Fliessgewässer zu revitalisieren – zu tun, was angesichts eingeengter Stadtverhältnisse möglich ist.

Wir gehen zur U 4-Station. Allüberall, wo in Wien gebaut wird, ist die Zielrichtung der Stadt lesbar und nachvollziehbar.

Von Wien kann sich so manch andere Stadt inzwischen allerhand abgucken.

Unter Dach – tags zuvor gut gegen Regen, nun wieder gut als Schatten gegen Überhitzen.

Wir sind Wien-aufwärts bis Hietzing gefahren, wollen abwärts durch den Schlosspark Schönbrunn wandern. – Hallo, Wetterbericht! Was für eine rasante, dunkle Front schiesst da seitwärts längs ? ! ?

Blick in die lokale Wien-Situation – wie gehabt: Alles passt in ein Profil (?).

Wir definieren, wir befinden uns auf der Sonnenseite des Geschehens!

Schlosspark Schönbrunn, die „Lichte Allee“ – wir wählen den Schatten und wandern Richtung Schloss.

Seitenblick in Querwege – wo Kastanienalleen stehen, sieht es anders aus …

… als bei anderem Baumbestand.

Gärtnerisches, „Offenheit“, die „pflegende Hand“ – Modeziele, kommend, gehend. Nicht abzuschütteln?

Sichtbeziehung, Fernblick, harte Schatten.

Schloss Schönbrunn – Blumenpracht am Hitzetag.

Im Fernblick, Blumenpracht.

Fernblick, Details Bauwerk, Denkmal, Blumen – die Besucherzahl steigt.

Wir sind durch, queren Richtung U-Bahn – Blick zurück aufs Schloss.

Kastanie im Überlebenskampf – Früchte, Neublätter, Notblüten.

Wienbrücke U 4-Station Schönbrunn – wie gehabt, drunten die Wien.

Detail, Natur bricht sich Bahn – Leben in überheizter Betonkulisse.

Jahr für Jahr nimmt sich die Stadt Wien „von oben“ kommend, ein Stück des Betonkorsetts vor, baut nach Möglichkeit Wander- und Radwege in das Abflussprofil – und revitalisiert im gegebenen Rahmen diesen Bach (und andere Wienerwaldbäche, Beispiel-Link Liesing).

Sowas braucht halt seine Zeit, den genehmigten Kostenplan (Geld von Stadt, Land und EU, ggf. ergänzenden Förderern) – und die Realisierung. Einiges kann in der Realität, so geschehen in der Presse, sicherlich „Potemkinscher Bach“ genannt werden, Verschlimmbesserungen sind nie ausgeschlossen.

Immerhin haben Wiens Wasserfachleute inzwischen technische Möglichkeiten für die Durchgängigkeit (Stichwort „Lenkbuhnen“), hin und her, her und hin, des Wienflusses zum Donaukanal vorgestellt. Möge das im Rahmen der – sage ich mal – „Entschärfung“ des heutigen ökologischen Desasters helfen.

An der U-Bahnstation Kettenbrückengasse sind wir ausgestiegen – droben dräut es weiter.

Hier beginnt der Naschmarkt, ein reichhaltiges, buntes Angebot.

Holla, da stolpern wir geradezu über diese Tafel – (erst / immer noch) 1916 wurde hier der Stadtbach überdeckelt.

Auch auf dem Naschmarkt: Frisch- und Frostfisch jeglicher Art und Güte, vorwiegend Seefisch, Süßwasserfisch (Flussbarsche oben am Rand) eher nebenbei.

Zuckereien jeglicher Art wurden uns angeboten. – Jenseits des Naschmarkts – Hitzetag! – treffen wir auf Wasserspender, und Kunst „Secession“.

Kleine Mittagspause beim Chinesen, bevor wir wieder die Wien ansteuern.

Wieder treffen wir auf Süßwasser- und Seefisch.

„Das Wienflussportal“ (!!!), bachab liegt nebendran der Stadtpark.

Großes Hochwasserabflussvolumen (darüber folgt noch etwas hier im Bericht), auf der Sohle ein (Gewässerunterhaltungs-?)Zugang.

Grün an der Mauer – immerhin (oben, nebendran befindet sich weiter der Stadtpark).

Unten, innendrin, kann man an Rauigkeiten alte Bekannte antreffen – im neutralsten Fall als Toilettenpapier.

Die trockenen Sohlbereiche zeigen menschliche Schwäche und Realität im Tagesverlauf – jegliches, was nicht in der Toilette landen soll, findet sich hier dennoch (bzw. ist „von der hohen Kante“ aus sichtbar). Es ist halt schwer, im Abwassermischsystem hinreichend Rückhalt für Regenstöße vorzuhalten. Die Statistik schlägt unbarmherzig zu.

Oben sieht es gut bis prima aus!

Der Mündung nah, bald geschafft – Ein paar Abstürze, eine Einengung, …

… ca. 150 m bachab der Stubenbrücke erreicht die Wien ihren Einstaubereich zum Donaukanal.

Da sitzt wer auf der Sohle – darf der das?

Selbstverständlich nicht! – Von (links) oben wird er per Trillerpfeife angepfiffen, verlässt (wie, wohin?) das Betonbett der Wien.

Ergänzung Mündung der Wien / Donaukanal.

Einige Tage zuvor hatten wir – Tram 1, vom Schwedenplatz aus – vom Donaukanal her in die Wien geblickt – Ton in Ton, 3 Grüntöne.

Die grüne Farbgebung, Algenblüte, ist von unserem Abendwanderungsbericht bekannt.

Blick Schallautzer Straße Wien-aufwärts – steile, hooohe Treppe!!! – Hängt da quer im Hochwasserabflussprofil eine U-Bahntrasse ???

Ja.

Blick über den Donaukanal von der Aspernbrücke Richtung Wien-Mündung. – Ton in Ton! 2 (inkl. Bäume: 3) Grüntöne.

Nachtrag / neue Erfahrungen aus dem Geschehen unmittelbar nach unserer Abreise – Unwettertief Anett über Ostösterreich, enorme Regenmengen auch im Wienerwald.

Hier die Wetterwarnung der Tagesschau vom 15. September.

Und hier ein zugehöriger Scan der Webcam Hadikgasse, nicht weit oberhalb des beim Start unserer Schönbrunnwanderung (Niedrigwasserabfluss) gezeigten Querschnitts, nun bordvoll.

Wir verbringen einen ruhigen, letzten Abend in Wien, bevor es per Bahn Richtung Würzburg gen Norden geht (rechtzeitig vor den Regenfluten, „gerettet“).

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Spätnachmittags, der Regen ist vorbei. Wir steigen an der Friedensbrücke aus Tram 5 und wandern den Donaukanal – hell-blau-grün oder türkis? – flussauf.

Vor uns liegt etwas Hundertwasser-Erinnerndes (?!).

Man glaubt es kaum, aber es handelt sich um die Müllverbrennungsanlage Spittelau.

Kunst am Wasser gibt es selbstverständlich auch – realitätsbezogen. Flaschenleer“gut“ anstelle von Geröll oder Flussperlmuschelschalen.

Flaschen als städtische Gewässerstruktur, in heutiger Zeit gar nicht so unmöglich, habe ich am Beispiel Leipzig geschildert.

Das muss man gesehen haben!

P+R – wir stehen unter Spittelaubrücke und -steg, wollen für die Rückwanderung auf die andere Seite. Dort scheint neben dem Radweg auch ein wenig parkartiges Grün vorhanden.

Also hoch – und rüber.

Ja. – Hier entlang sah ich bei einem früheren Besuch erstmals stadtnah / städtisch das Werk eines damals noch neuen Besuchers / Zuwanderers.

Da waren Bäume mit Draht umgeben, andere zeigten Nagespuren. Wenig später war angesichts zu einem Drittel weggenagten Stamms klar: Der Biber macht sich breit!

Dreidimensional Misteln – was für ein Anblick!

Nun gegenüber – Octopus-Kunst.

Da mündet etwas in den Donaukanal. Für uns bleibt unklar, ob es eine Kühl- oder Regenwasserzuleitung ist – oder sich um einen der zahlreichen in der Vergangenheit wegbetonierten Wienerwaldbäche handelt (vielleicht die Spittelau?).

Auf dem Rückweg – Friedensbrücke und Tram sind fast erreicht.

Auf der Brücke, Blick zurück – Hundertwasser und Friedenstauben. Was für ein Abschluss.

Der Regentag ist vorbei. Tags drauf soll wieder ordentlich die Sonne scheinen. Da nehmen wir uns den „Wienfluss“ als Ziel vor.

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Im ICE gen Wien – bayerische Landschaft, Subventions-gesteuert, sieht aus wie anderswo. Großflächig Agrar, Mais, Solar, keine kleinräumigen Vernetzungen für Pflanze und Tier.

Wald steht gelegentlich auf Höhen, im Foto auch Ausnahme Bach-Grün „im Tiefen“.

Zweifellos bietet Bahnfahren streckenabhängig eine eigene Landschaft …

Ab Regensburg begleitet uns die Donau, der ICE saust vorbei – an bekannten Namen wie Vilshofen, Passau, Wels, Linz. Die „blaue Donau“ ist meist klar. Einmal scheint irgendetwas ??? örtlicher Starkregen ??? (?? Bauaktivität ??) erheblichen Bodeneintrag bewirkt zu haben. Über Kilometer stellt sich der Fluss ockergraubraun dar.

St. Pölten.

Die Stadtnamen werden uns allen nach unserer Rückkehr im Zusammenhang mit dem Wetterumschwung von Trockenheit und Hitze auf von SüdWest gen NordNordOst um die Alpen herumkommendes Regentief mit mehrtägigen Starkniederschlägen und extremen Überschwemmungen per Film, Funk und Fernsehen lange begleiten.

Wien – angekommen. Der Hauptbahnhof ist man gerade 10 Jahre alt. Der Markuslöwe dokumentiert frühere Machtansprüche bis nach Venedig.

Gleich vor dem Bahnhof, wie praktisch: Buslinie 13A wird uns bis in die Nähe unseres Apartments bringen und – wir haben ein 7-Tageticket – regelhaft nützen.

Am Halt Pilgramstraße können wir einen ersten Blick auf den Wienfluss (!! Oha !!) erhaschen.

Den sehen wir uns an. – Der bekommt einen eigenen Beitrag (wird beim massiven Regenabfluss über Ländergrenzen allgemein bekannt werden – Webcam, zeigte ihn kurz vorm Überschwappen, nun wieder „normal(er)“).

Unser vorüber gehendes Zuhause in der Kochgasse, Blick Süd: Die beiden Türme der Piaristenkirche, ca. 500 m entfernt.

Wien, Hitze-angepasst – Tanzen und Sitzen im kühlend-erfrischenden Sprünebel.

Wir unternehmen noch eine abendliche Fahrt zum Prater und zurück – mit der Tram 1.

Spiegelung der tiefstehenden Sonne am Donaukanal, Schwedenplatz.

Dramatisch!

Wir sind am Endpunkt Prater gleich sitzengeblieben und zurückgefahren, Ausstieg Schottentor – die Votivkirche ist bei anbrechender Dunkelheit bereits beleuchtet.

Wir sind – mit allem drumrum – wirklich gut untergebracht, lassen den Abend nahebei ausklingen.

Zitate bilden!

Unsere Empfehlung, mal was anderes – Essen und Trinken sehr empfehlenswert.

Demnächst geht`s, gut erholt von der Reise, weiter mit Wiener Eindrücken.

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