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Archive for the ‘Fliegenfischen, Angeln am Forellenbach’ Category

Was verbirgt sich hinter oder in dieser Erlen-Linienstruktur?

Oha, ein standorttypisch, nur flach in die Umgebung eingetiefter sommerkühler Bach - aufgrund des Grundwasserzustroms aktuell "winterwarm".

Wo sieht man das heutzutage noch so schön: Der Kies der Moränenlandschaft ist im Stromstrich frei gewaschen.

Da fließt er, sich windend, munter murmelnd weiter.

Gut Holz ! - Im "Internationalen Jahr der Wälder 2011" könnte doch mal jemand auf die Idee kommen, den ökonomischen Wert dieser ökologisch so wichtigen Grundlage all unserer Gewässer zu errechnen?! Vielleicht käme endlich in Zeiten der Wasserrahmenrichtlinie standorttypisches Gehölz zu der Wertung, die ihm zusteht.

So kennen wir den Anblick unserer Bäche eher - "in den Keller gelegt" - als Abflusskanal eingetieft.

Auch dies ist eher der "gewohnte" Anblick: entbaumter Bach. Das nun nach Beseitigen des standorttypisch lichten Schattens im Maximum wirkende Licht und die fehlende Uferstruktur durch Baumwurzeln erwärmen den Bach, verbreitern ihn, nehmen im die Kraft. - So wird er zum Produzenten von Erosionsboden und zum Ablagerer. Die Wiese versumpft. - Selbstgemachtes Problem: Der Baggereinsatz ist schon hier in Quellnähe vorprogrammiert. Beschwert sich da wer über die Kosten, gar über die aktiv hergestellte ökologische Wüstenei?

Dieses Jahr gibt uns trefflich Gelegenheit, am Beispiel Bach über Baum, Bäume, Allee, Wald nachzudenken. Vielleicht kommt ja praxisnahe Verbesserung dabei heraus.

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Dr. Reinhard Altmüller, international anerkannter Kiesbach- und Perlmuschelexperte aus Niedersachsen, hat jüngst eine Buchbesprechung veröffentlicht.

Ob Gewässer, Umfeld oder Klima - wir müssen alles betrachten, wollen wir erfolgreich die Zukunft meistern.

Gerd Janssen, bekannter Gewässerfachmann aus Schleswig-Holstein, beschreibt in seinem Buch anhand praxisbezogener Beispiele die jüngere Geschichte des Forellenbachs im Norddeutschen Tiefland – mit allen Höhen und Tiefen und was es noch zu tun gilt.

Ausgehend vom Gewässer selbst – Indikator Forelle – zeigt er am Beispiel Schwarzstorch auf, wie Gewässer und Aue notwendig zu entwickeln sind, um nachhaltigen Umgang einschließlich Nutzung in unserer Landschaft zu erreichen. Die heute umzusetzenden Ziele der Wasserrahmenrichtlinie sind in logischer Entwicklung angesichts zunehmend erkannter Defizite bereits vor Jahrzehnten entstanden.

Dazu gehört auch, dass Bäche wieder Waldbäche werden müssen, damit sie dem geforderten „guten ökologischen Zustand“ tatsächlich entsprechen.

Flächiges Handeln ist weiter angesagt – und steht doch meist aus.

Abgerundet wird die vielfältige Darstellung mit der Flatterulme als Baumbeispiel im Hinblick auf die laufende Diskussion um Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel. Gerade beim Thema Grün – sei es in der Stadt oder im ländlichen Raum – besteht in Deutschland erheblicher Lernbedarf. Dieses Buch leistet einen Beitrag.

„Forelle, Schwarzstorch, Flatterulme – Indikatoren lebendiger Bäche und Flüsse“ ist online hier zu bestellen.

Auch die Äsche, Fisch des Jahres 2011, profitiert natürlich von diesen best practice-Erfahrungen – Grundlage gesunder Bäche und kleiner Flüsse ist nun einmal der Kronenschluss standorttypischer Baumvegetation.

Vielleicht hilft ja das Internationale Jahr der Wälder 2011 auf dem Weg voran.

Zu guter Letzt soll die Erinnerung an die ausgezeichnete Broschüre des bayerischen Landesfischereiverbandes und der bayerischen Fachbehörden wach gehalten werden, Neuauflage 2009: Totholz bringt Leben in Flüsse und Bäche.

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Die Schwarz-Erle - man kann sie gar nicht hoch genug schätzen.

 

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Blankes Silber - das wird ein Genuss!

Keine Sorge, die Schonzeiten sind uns bekannt – die Mindestmaße auch. Immerhin war dieser Fisch insgesamt 83 cm lang.

Erinnerungen Richtung Fangzeit finden sich auf https://osmerus.wordpress.com/2010/08/15/dk-sommerurlaub-angeln-an-der-vejle-a .

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Während der Bahnfahrt von Hamburg Richtung Bremen ist es gut zu sehen. Nicht nur die Hafenkanäle, auch die Norder- und die Süderelbe sind mit Eis bedeckt. Temperaturen weit unter Null und die andauernde Kälte haben zu dieser früh einsetzenden Eisperiode geführt.

Schon seit Anfang Dezember zeigt das Wassergütemessnetz (http://www.hamburg.de/wasserguetemessnetz), wie die Elbe-Temperatur den Gefrierpunkt erreicht. Die Sägezahnkurve zeigt Ebbe und Flut in ihrer Abhängigkeit von Abflussgeschehen und Windverhältnissen. Alte Elbekenner können sich nicht erinnern, dass bereits vor Weihnachten Eisbrecher eingesetzt werden mussten.

Auf der Bahnfahrt von Hamburg gen Süden - die Hafenkanäle sind vereist.

Vor dem Großmarkt Hamburg sieht es nicht anders aus.

Selbst die sonst so bewegte Norderelbe hat sich einen Eispanzer zugelegt.

Alle Wasservögel sind inzwischen in für sie günstigere Gefilde gezogen. Wer in Dörfern und Städten Wasservögel füttert , tut dies mit zweifelhaftem Erfolg. Mindestens werden die unter dem beschneiten Eis in der Dunkelheit mit immer weniger Sauerstoff versorgten Fische und anderen Gewässerorganismen durch das Futter und den Vogelkot mit einem unnötigen Tod bedroht.

Die Süderelbe ist noch in Bewegung. Runde Eisinseln prägen ihr Bild.

Nebengewässer der Süderelbe "stehen" aber bereits weitgehend.

Für den eleganten Fischjäger Kormoran bedeutet die Eisbedeckung auf großen Flüssen und Stillgewässern, dass auch er sich nach neuen Ernährungsangeboten umsehen muss. Da sind in der Nähe die sommerkühlen / winterwarmen Heidebäche mit ihrer dauerhaft temperierten Quellschüttung etwas nahe Liegendes. Nutzern graut.

Liebe Freunde und Nutzer der Bäche und kleinen Flüsse: so lange ihr die Grundlagen aus Geografie und Gewässerökologie nicht zur Kenntnis nehmt, wird keine Normalisierung eintreten. Schließlich habt nicht zuletzt ihr mit dazu beigetragen, den standorttypischen Gehölzsaum eifrig zu beseitigen.

Kormoran.

Wer schon ein bisschen lesen möchte, guckt hier:

http://www.salmonidenfreund.de/modules/download_gallery/dlc.php?file=54

oder kommt am 26. Januar 2011 zum Vortrag, siehe Ankündigung

http://www.fischartenatlas.de/cms/informationen/veranstaltungen

Wer selbst aktiv in Verbesserungen an Bächen einsteigen möchte, kommt um das Thema Vermehren von Bäumen und Totholz nicht herum. Erst damit sind unsere Gewässer wieder produktive Lebensräume. Eine ausgezeichnete Information hierzu ist die Broschüre „Totholz bringt Leben in Bäche und Flüsse“, die der Landesfischereiverband Bayern 2005 mit den bayerischen Fachbehörden herausgegeben hat und die 2009 neu aufgelegt wurde.

[7. Januar 2011, Mitteilung aus den Medien zum Eis auf der Elbe: Nach intensivem Tauwetter können die Eisbrecher im Hamburger Hafen vorerst ihre Arbeit einstellen und ihre Liegeplätze ansteuern.]

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Vorweihnachtliches Haus vor Sonnenaufgang.

Sonnabend – Die Restaurierungsarbeiten an der Este, Bau von Lenkbuhnen aus Geröll und Kies, sind am Freitag abgeschlossen worden. – Es ist mal wieder Zeit für einen Spaziergang mit dem Kampfdackel, Socke von de Dreyster Drift.

Gerade richtig zum Wandern.

Socke auf schneeiger Jagd.

Ich spüre es genau – da ist doch wer!

Jetzt hab ich sie – ganz viele!

Pilze! Aaah, Pilmyzel im Erdreich … – Meine Lieblingsspeise!

Schnee-Erle vor blauem Himmel – ein herrlicher Wintertag.

Das Ergebnis des Este-Restaurierens kann sich sehen lassen. Die Lenkbuhnen erzeugen sehr schöne Strömungsmuster und optimieren Kolk-Rauschen-Abfolgen. Jetzt fehlt „nur noch“ der standorttypische Gehölzsaum am rechten Ufer.

Wir haben fertig. – Dank an alle Beteiligten für ausgezeichnete, professionelle Arbeit!

Herrlich restaurierte Bachstrecke. Der bordvolle Abfluss der Schneeschmelze ist schadlos abgeflossen. Neu gewonnene Gewässerstruktur bietet Wirbellosen und Fischen bessere Lebensmöglichkeiten.

Der Blick bachab zeigt das neu gewonnene, Vielfalt erzeugende und gleichzeitig Uferschutz bewirkende Strömungsbild. Einzig das noch nicht baumbewachsene Ufer bleibt verbesserungsbedürftig.

Gegen Abend – fast Vollmond, es soll kalt werden.

Was für ein Abendblick nach Westen – es wird wohl wirklich kalt.

4. Advent – Es war und ist kalt, lange Eisnadeln wuchsen an dieser Kiefer.

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Wer hätte das gedacht – früher Schnee und Frost. Dann plötzlich Warmlufteinbruch mit Regen. Im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht ist der Schnee weg. Jede Menge Wasser will Richtung Meer.

Die neuen Lenkbuhnen sind gut überströmt.

Bordvoll fliesst die Este schadlos ab. Was mag sich unter der Wasseroberfläche befinden?

Am Vortag, Freitag, beleuchtete morgens noch die Sonne die Szenerie. Schnee bedeckte Intensivwiese und Erlenbruch.

Großgerät warf seinen Schatten, pardon Baggerkorb, voraus …

Suchbild – wer sieht die Baggerschaufel? Gekonnt platziert der Künstler am Großgerät Geröll am und im Gewässer.

Die erste Lenkbuhne ist fertig. Sie fördert Turbulenz Richtung Strommitte, damit die Ufer der genutzten Nachbarflächen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

An anderer Stelle werden Strömungslenker am Ufer angelegt, die zudem Großbäume vor vorzeitigem Umstürzen bewahren.

Sternförmig werden die Einsatzorte vom Steinlager her angefahren.

Gänse über der Este-Aue – jetzt suchen sie schneefreiere Gefilde.

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Herbst im norddeutschen Tiefland – da kann man gern mal
in den Bach gucken …
Gerade mal Mitte November – und schon
haben erste Bachforellen ihren Laichplatz genutzt.

Auch hier geht's los.

Und es geht weiter. – Ganz ungestört, mit „Dach über dem Kopf“
wird munter der Kies geputzt, werden die Eier verbuddelt. (Mal aufs Foto drücken, dann wird es groß – ich helle es absichtlich nicht auf.)
Was fehlt, sind Immissionsschutzstreifen im Gewässerumfeld!
Fürs Agrar-Subventionssteuergeld wird man ja wohl Mindestschutzleistungen erwarten dürfen. – Im Übrigen fragt man sich angesichts dieses schwachen Bodens ohnehin, was hier eine Ackerbau-Subvention überhaupt verloren hat!
Wald oder Wiese wäre als Nutzung wohl standortgemäß.
Acker-Erosionssand füllt, beginnend an den obersten Höhen der Einzugsgebiete, die Quellbäche bis Oberkante Unterlippe.
Hallo, Politik und Verwaltung: die Wasserrahmenrichtlinie ruft.

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Na gut, sie frisst sie – oder doch nicht?

Aber da gibt es mehr … Vielleicht arbeiten die Zuckmücken sogar für die Große Maifliege?

Heute frisch Wildsau-gepflügt - hier im Erlenbruchwald, im überbreiten Sandkanal der Este, haben wir mit Hölzchen und Stöckchen Strömungsvielfalt geschaffen.

Erlenspiegelung in 2 Wildsau-Badewannen. Was bin ich froh, dass mich wieder kein Schwein angerufen hat, geschweige denn, dass mir eins über den Weg gelaufen ist.

Die Treibselsammler, oben ein einzelner, unten einer vor einer Buhne, haben hervorragend Laub gesammelt. So wird Bachflohkrebsen und folgenden Nutznießern das Nahrungsangebot lange vor Ort gehalten. Erhöhte Strömungsvielfalt bietet mehr Lebensraum.

Zwischen bewegtem Sand in der Strömung und beruhigten Seitenflächen haben sich offenbar massenhaft Tiere angesiedelt (Kreis). Die Probe mit dem Küchensieb wird zeigen, um wen es sich handelt.

Massenhaft röhrenförmige Gebilde im Feinsediment. Wer ist der Baumeister, sitzt da drin?

Zuckis! - Wo früher überall bewegter Sand jegliche Besiedlung unmöglich machte, siedeln jetzt zu Abertausenden die Larven von Zuckmücken. Sind sie "allein"?

Sieh an, eine Larve der Großen Maifliege krabbelt zwischen den Röhren herum. Wo dieses, mehrjährig sich unter Wasser entwickelnde Tier hausen kann, scheinen keine allzu schlechten Bedingungen zu herrschen.

Aha, die von den Zuckmücken gebauten Wohnröhren enthalten also offenbar nicht nur interessante Nahrung für Fleischfresser. Sie bilden auch eine Struktur im Weichboden, die Porenlückenräume vorhält – einen prima Aufenthalt für die grabenden Larven der Großen Maifliege.

Nochmal in groß - die Larve der Großen Maifliege Ephemera.

Jetzt aber schnell am schilfigen Altarm vorbei zum Auto - bevor doch noch eine Wildsau auftaucht ...

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Die Akzeptanz von Totholz lässt fast überall zu wünschen übrig. Dabei zeigt sich bei unvoreingenommener Beobachtung, dass es angesichts unserer meist überbreiten, zu stark eingetieften Gewässerprofile keine Probleme bereitet.

Über dem Wasser, gar ausserhalb des Hochwasserprofils, stört Totholz überhaupt nicht. Hier zeigen mehrjährige Triebe am Sturzbaum, dass offenbar keinerlei Problem besteht.

Die durch Totholz hervorgerufene Belebung des Gewässergrundes sowie des Querschnitts erhöht unter anderem die Strömungs- und damit die Lebensraumvielfalt. Ein viel zu wenig zur Kenntnis genommener Aspekt ist das Sammeln, z.B. herbstlicher Blätter.

Das dynamische Aufhalten von Blättern begünstigt das Leben im Forellenbach. So haben die Bachflohkrebse die Möglichkeit, länger an dieser Grundnahrung zu arbeiten, sie selbst zu nutzen und für andere Gewässerorganismen als Nahrung vorzubereiten.

Für „Hölzchen-und-Stöckchen-Arbeiten“ (vgl. „Kategorien“ in der rechten Spalte) gibt die Natur hier das Vorbild.

Die Stein-Variante des so wichtigen Blattrückhalts, verbesserbar durch Restaurieren, zeigt der Eintrag vom 3. Oktober 2009 über die Exkursion des Wassernetzes Niedersachsen-Bremen an der Este.

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