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Archive for 17. März 2026

Im Wedeler Autal – Brückenblick wie im Bericht vom 1. März.

Inzwischen wurde mein Angebot einer ergänzenden Kiesgabe im Wassererlebnisbereich begrüßt, der Kies kommt demnächst. Da will ich vorab mal nachsehen, was so ringsum im Bach zu finden ist. Auch der Muschelfrage gehe ich nach.

Erstmal – alter Mann ist doch keine Bergziege! – klettere ich über das Schafweidetor. Die kurzen Stiefel reichen aus, den sandigen Bereich unter der Brücke zu betreten – und tatsächlich, die weissen Dinger stellen sich als Muschelschalen heraus. Zu Hause werde ich die genauer ansehen.

Wieder zurück, übers Tor, und aufwärts, zum Wassererlebnisbereich.

Ein Stück entfernt, Blick bachauf – die Wedeler Au fliesst in den Wassererlebnisbereich, beliebter Besuchs- und Treffpunkt für Klein bis Groß, Mensch und Hund.

Mein Haushaltssieb am Besenstiel stelle ich bachab meiner Früße und rubbele den Kies auf.

Die Strömung trägt freigesetzte Organismen von den Kieseln sowie aus deren Lückenraum (Fachchinesisch: Hyporheisches Interstitial) in das Sieb. Ich beschränke mein Handeln auf ein absolutes Minimum – jede Probenahme entspricht im Kleinen einer Lebensraum(zer)störung.

Am Ufer warten mitgebrachte weisse Blumentopfuntersetzer, der Boden mit Wasser bedeckt.

Sieb ausklopfen – 4 auf einen Streich! – Das kann sich sehen lassen.

Wie das wimmelt! – Hier nur ein kleiner Ausschnitt – da sind mehr als 4 Tierchen? – Ja, aber aus 4 Herkünften: links unten Wasserassel, schräg darüber die Larve der köcherlosen Köcherfliege Hydropsyche, Bachflohkrebse und rechts eine Eintagsfliegenlarve. Ganz oben rechts befindet sich noch ein junger Bachflohkrebs.

Nochmal an anderer Stelle probiert – 3 auf einen Streich, auch nicht schlecht. Erwachsene und junge Bachflohkrebse, oben mittig und unten rechts je eine Eintagsfliegen- und unten, etwas nach links davon eine Steinfliegenlarve.

Nochmal die Wasserassel, die „nackige“ Köcherfliegenlarve und ein erwachsener Bachflohkrebs gesondert.

Ein Knäuel Bachflohkrebse um ein Holzstückchen.

2 Steinfliegenlarven und eine Kriebelmückenlarve, dazwischen.

Ein Pärchen Bachflohkrebse, einzelne Erwachsene und ein Jungtier.

Und noch einmal Pärchen, EinzelBachflohkrebse sowie eine Eintagsfliegenlarve.

Genug gesehen. Zu Hause werden die Muschelschalen gewaschen.

Ja, die sehen ähnlich aus …

… wie die mir aus der Tide-Elbe und aus Tide-Marschgräben bekannte Neozooe Körbchenmuschel – vielleicht eine Verwandte.

Innenansicht – sie sind allerdings doppelt so groß und die Rippelung ist nicht so stark ausgeprägt.

Ich habe die Fotos mal weitergeleitet, werde berichten, wenn ich Neues erfahre.

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