
Spätestens am Sonnabend wird Weiss wieder Platz für Grün machen, Moos zum Nestbau der Vögel zur Verfügung stehen.
Und nicht nur das allein.

Unbelastet jeglichen Wissens blasen laut lärmende Bläser Vollgas Streugut mit Salzresten bis zu 1 m breit auf Rasen …

… bis unter Büsche und Bäume. Klein-erodierter schwarzer Splitt ist – vorübergehend bleibender – Indikator des frevlerischen Treibens.
Dann wird der „sauber gemachte“ Gehweg neu „belegt“, s.o. – weiterhin des Rechnens „1:10“ nicht kundig.
Statt das Erfüllen von Räumverpflichtungen einzufordern, hat man mit Aufheben des Salzverbots mal wieder den scheinbar leichteren Weg gewählt.
Es gab eine Zeit, da wurden Geschäfte, die Aktuelles Kassen- und Ausgangs-nah bieten, dazu verpflichtet, angesichts gut begründeten Salzverbots abstumpfende Streumittel parallell zum massenhaft angebotenen Salz hinzustellen.
Dass mein Gejammere nicht aus Jux und Tollerei geschieht, ist bei Suche „salz boden Stadtbaum“ in unzähligen Informationen nachzulesen. Und da heute alles nur um Geld zu gehen scheint, ist auch interessant, dieses Wissen der Vergangenheit in Erinnerung zu rufen „… Bodenaustausch in Millionenhöhe erforderlich waren. Allein in Hamburg wurden zwischen 1979 und 1986 10,3 Mio. DM für die Sanierung der durch Streusalzeinwirkung geschädigten Bäume eingesetzt.“.
Der nächste Winter kommt bestimmt.




Das ist so absurd wie gruselig!
Ich erinnere mich, dass in München schon in den 90er Jahren das „Salzen“ abgeschafft und sogar verboten wurde, und das waren damals schneereiche Winter, auch mitten in der Stadt. Sie haben es auch immernoch beibehalten, also geht es. Wenn die Profis in Sachen alljährlichem Schneewinter sich dagegen entscheiden konnten, dann verstehe ich diesen norddeutschen Streuwahn überhaupt nicht.
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