Stichwort „Weserlachs“ rief – ich komme (fühle mich nicht nur fachlich, sondern als im Eder-Einzugsgebiet Geborener [einer der Hauptlaichflüsse des historischen Weserlachses] sowie lange in der Nordheide und im Wümme-EZG Aktiver verpflichtet)!

Gestern Morgen in der übersichtlich sich füllenden Samstagmorgen-S-Bahn gen HH-Altona. Noch duster draussen, daher die intensive Spiegelung.

Der junge Tag, schon im ICE (man mag das Kürzel – mit Bezug auf US-Geschehen – fast nicht nutzen) – grau, eisige Binnenalster mit HH Rathaus- und anderen Türmen.

Ausfahrt HH Hbf – Tideniedrigwasser in Oberhafen und Ericusfleet, angesichts ssssteifen Ostwinds und geringen Abflusses der Elbe bei minus 1 m (!).
Das „Süßwasserwatt mitten in der Stadt“ liegt (auch) hier frei.

Zügig geht es über die Süderelbbrücke (daher unschaaaaf) – Eisschollen auf der Elbe, Eispackungen am Ufer.
Der Tourismus zum Herkunftsort Wehr Geesthacht ist in – den seltenen – Eiswintern legendär.

Über die vereiste Weser (Erinnerungen an Maien-Zeiten werden wach) …

In einer Nebenstraße nahebei weht ein Banner im strammen Ostwind – zwar Seen-bezogen, aber thematisch lenkend.

Ja, und dann geht`s rein ins Fachliche – hier Spezialthema Genetik, gekoppelt mit regionalen Kooperationsangeboten und Diskussion.
Ca. 60 Teilnehmende aus Fachlichkeit Gewässerökologie und Fischerei, Anglervereinen sowie Landesverbänden und -verwaltungen bringen eine Menge Wissen in Zeitentwicklung und (nicht-)Zielerreichtem zusammen.
Das Forschungsprojekt kann aus dem Vollen schöpfen, Kooperation für den Start im unteren Weser-Einzugsgebiet ist sicher (Südgrenze derzeit etwa bei Diepholz). Es ist bereits absehbar, dass Realität und Wissen primär auf dem anderen Großsalmoniden, der Meerforelle, gründen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Vertreter von Lachs-Initiativen von Aller-Oker-, Leine, Lachsverein und Gesamtbetrachter anwesend waren.
Man darf gespannt sein, ob die sich im gesamten Einzugsgebiet stellende Thematik in Folgeprojekten, ggf. anderswo, weitergeführt wird – Diemel und Fulda / Eder sowie Werra und Nebenflüsse im oberen Einzugsgebiet boten in der Vergangenheit wichtige Reproduktionsstätten insbesondere für den Weserlachs.
Das Spezialthema „Eisen- / Ockerbelastung“ stellt sich flächendeckend im Norddeutschen Tiefland, teils auch südlicher. Das – seit den 1980ern praktizierte – Schwerpunktthema „Bruthäuser, Fischbesatz“ wird zunehmend über schrittweise Restaurierungserfolge als zu minimieren angesehen. – Gleichwohl haben 25 Jahre Wasserrahmenrichtlinie bisher nicht die fachlich und rechtlich geforderten Verbesserungen bei harten (Gewässerverbau, Wanderhindernisse, Gewässerunterhaltung) und Lebensraumwiederherstellung bis hin zu baumbestandenen Randstreifen / Auwald gebracht.

Auf der Rückfahrt durchs Niedersächsische – Erlenreihe ! („ohne Erlensaum keine dauerhafte Lebensraumverbesserung für sommerkühle Bäche!“) – wirkt der Hinweis des erfolgreichen, langjährigen Praktikers nach.
Danke dafür – auch der Bahn (wenngleich mit ein wenig Tricksen am Bremer Hauptbahnhof – Wechsel auf den Metronom gen HH angesichts stetig anwachsender ICE-Verspätung) für die Rettung meines geplanten Rückkehrtermins.
Bis zum nächsten Mal!








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