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Archive for Februar 2026

Bei einer Nachschau der Treibselsammler an der Gronau hatte ich Kontakt zum anliegenden Flächennutzer aufgenommen. Ja, er sei an Kooperation sehr interessiert, bis hin zum eigenen Einbau von Kies bei fachlicher Einweisung.

Heute haben wir uns über die Vorgehensweise vor Ort verständigt.

Nach kalter Nacht – dunkel war`s, der Mond schien helle …

Anfahrt – Sonne, immerhin. Sie wird den Ost – 5 nicht entschärfen.

Mit turbulenten Stellen zeigt die Gronau, was sie kann – und wie es geht.

Wir stimmen überein, wo und wie die Dynamik durch Seiteneinengung und z.T. Sohlaufhöhen gefördert werden kann.

Überbreite Stellen gibt es zuhauf, Erosionssand prägt die Sohle – uncharakteristisch für den Gewässertyp.

Beispiel für eigene Dynamik, mal …

… näher hinsehen. Ist das Gewässer schmal genug, der Anstrom hinreichend, sind Laichfische in der Lage, Eigenkies freizulegen und aufzuhäufen – ein Laichbett.

Wir erläutern Sinn und Zweck der Treibselsammler. Der Hochwasserabfluss ist sichergestellt.

Sortieren des Sohlsediments, Wiederaufbau verlorenen Ufers, im günstigsten Fall Freilegen von Eigenkies, wenn die Tiefenturbulenz ausreicht.

Detail Eisbildung im Ruhigen.

Verständnisbeispiel Pfahlwurzler Eiche – bei Vorhandensein eines Wasserhorizonts KEINE Pfahlwurzel, sondern flacher Wurzelteller. Unterspülen und Sturz droht.

Besonderer Aspekt auf dem Rückweg – Laichbett mit GroßbaumUnterstand für große Laichfische. Leider allzu selten in heutiger Gewässerlandschaft!

Die Gronau ist angesichts unserer flächenhaft verbreiteten Wüsteneien schon etwas Besonderes – wenngleich ein Patient, der auf stützende Aktivitäten ausgesprochen positiv reagieren wird.

Kies ist bestellt, das Wetter wird die weitere Entwicklung maßgeblich steuern – worüber zu berichten sein wird.

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Nach meiner Weserlachsreise brauche ich am Sonntag, 1. Februar, Bewegung – teste per pedes die Situation, ob Marschradeln den Geesthang runter möglich ist.

Bei uns sind die Fußwege gut nutzbar – weiter Vorsicht beim Queren von Überfahrten und Nebenstraßen!

Ja, die Abfahrt Geesthang runter und zurück ist frei. – Jegliche Nebenstraßen nicht (Helgolandstr Süd).

Helgolandstr Nord – ich gehe sicherheitshalber ein Stück auf der freien Fahrbahn.

Das entlang der B 431 folgende Stück Radweg ist frei nutzbar.

Kurz vor dem Übergang zu Lülanden: ein Umzugswagen. Der erinnert mich: Ja, vor nun fast 10 Jahren sind wir aus dem Niedersächsichen mit großem Grundstück und Haus hier in Wedel, SH, in unsere frisch gekaufte Eigentumswohnung gezogen.

Den Umzugswagen umrunde ich links – da ist zwischen den Garagen freiere Gehstrecke als auf dem Parkplatz voraus – und komme gut nach Hause. (Aus unserer frühen Wedeler Zeit finde ich die Erinnerung an eine informative Wanderung.)

So plane ich für die neue Woche einen Radeltest, die Hauptstraße entlang Richtung Sauerbeck – hin und her.

Montag nun – schön ausgedacht! Am Hang der Ausfahrt aus Wedel wird die Radelfreiheit durch zunehmend Eis eingeschränkt. Das Rad den vom wind chilligen Ostwind angeblasenen Hang hochschiebend treffe ich eine Hundeführerin. Die muss meine Hoffnung auf freie, folgende Hochflächenstrecke zerstören – alles noch schlimmer zu. – Hilft nix, also zurück, die Marschfahrt testen.

Eisig pfeift der Ostwind über die Marsch, die Gräben sind dick zugefroren.

Ich blicke gen Elbdeich Fährmannssand – die freie Radelstrecke begrenzt sich auf die Zufahrt Obstparadies mit seinem Hofladen, Abbiegen zwecklos. – Ich drehe um.

Zurück geht es auf dem freien Depenwischweg.

Auch der Abzweig Saatlandsdamm lockt nicht.

So komme ich über den Steinweg gut den Geesthang hoch. – Statt 17 km Deichrunde bzw. Sauerbeck-Hin-und-Her 7 km sind das immerhin 6 km geworden.

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Stichwort „Weserlachs“ rief – ich komme (fühle mich nicht nur fachlich, sondern als im Eder-Einzugsgebiet Geborener [einer der Hauptlaichflüsse des historischen Weserlachses] sowie lange in der Nordheide und im Wümme-EZG Aktiver verpflichtet)!

Gestern Morgen in der übersichtlich sich füllenden Samstagmorgen-S-Bahn gen HH-Altona. Noch duster draussen, daher die intensive Spiegelung.

Der junge Tag, schon im ICE (man mag das Kürzel – mit Bezug auf US-Geschehen – fast nicht nutzen) – grau, eisige Binnenalster mit HH Rathaus- und anderen Türmen.

Ausfahrt HH Hbf – Tideniedrigwasser in Oberhafen und Ericusfleet, angesichts ssssteifen Ostwinds und geringen Abflusses der Elbe bei minus 1 m (!).

Das „Süßwasserwatt mitten in der Stadt“ liegt (auch) hier frei.

Zügig geht es über die Süderelbbrücke (daher unschaaaaf) – Eisschollen auf der Elbe, Eispackungen am Ufer.

Der Tourismus zum Herkunftsort Wehr Geesthacht ist in – den seltenen – Eiswintern legendär.

Zügig geht`s …

… durchs weisse …

… Agrarland Niedersachsen (Hofstelle mit Altbäumen – Windschutz und Heizmaterial), …

… zum Veranstaltungsort, Hansestadt Bremen.

Meine Umsteigezeit reicht, den richtigen Anschlussabfahrtsort Bus zu finden.

Nicht weit bis zum Ziel.

Über die vereiste Weser (Erinnerungen an Maien-Zeiten werden wach) …

… komme ich, Minuten später, an der Hochschule Bremen an – keine Lehre, Leere am Samstag.

In einer Nebenstraße nahebei weht ein Banner im strammen Ostwind – zwar Seen-bezogen, aber thematisch lenkend.

Ja, und dann geht`s rein ins Fachliche – hier Spezialthema Genetik, gekoppelt mit regionalen Kooperationsangeboten und Diskussion.

Ca. 60 Teilnehmende aus Fachlichkeit Gewässerökologie und Fischerei, Anglervereinen sowie Landesverbänden und -verwaltungen bringen eine Menge Wissen in Zeitentwicklung und (nicht-)Zielerreichtem zusammen.

Das Forschungsprojekt kann aus dem Vollen schöpfen, Kooperation für den Start im unteren Weser-Einzugsgebiet ist sicher (Südgrenze derzeit etwa bei Diepholz). Es ist bereits absehbar, dass Realität und Wissen primär auf dem anderen Großsalmoniden, der Meerforelle, gründen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Vertreter von Lachs-Initiativen von Aller-Oker-, Leine, Lachsverein und Gesamtbetrachter anwesend waren.

Man darf gespannt sein, ob die sich im gesamten Einzugsgebiet stellende Thematik in Folgeprojekten, ggf. anderswo, weitergeführt wird – Diemel und Fulda / Eder sowie Werra und Nebenflüsse im oberen Einzugsgebiet boten in der Vergangenheit wichtige Reproduktionsstätten insbesondere für den Weserlachs.

Das Spezialthema „Eisen- / Ockerbelastung“ stellt sich flächendeckend im Norddeutschen Tiefland, teils auch südlicher. Das – seit den 1980ern praktizierte – Schwerpunktthema „Bruthäuser, Fischbesatz“ wird zunehmend über schrittweise Restaurierungserfolge als zu minimieren angesehen. – Gleichwohl haben 25 Jahre Wasserrahmenrichtlinie bisher nicht die fachlich und rechtlich geforderten Verbesserungen bei harten (Gewässerverbau, Wanderhindernisse, Gewässerunterhaltung) und Lebensraumwiederherstellung bis hin zu baumbestandenen Randstreifen / Auwald gebracht.

Auf der Rückfahrt durchs Niedersächsische – Erlenreihe ! („ohne Erlensaum keine dauerhafte Lebensraumverbesserung für sommerkühle Bäche!“) – wirkt der Hinweis des erfolgreichen, langjährigen Praktikers nach.

Danke dafür – auch der Bahn (wenngleich mit ein wenig Tricksen am Bremer Hauptbahnhof – Wechsel auf den Metronom gen HH angesichts stetig anwachsender ICE-Verspätung) für die Rettung meines geplanten Rückkehrtermins.

Bis zum nächsten Mal!

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