Noch immer stehen wir unter dem Eindruck der jahrzehntelangen offiziellen Beschallung, Deutschland sei ein Wasserüberschussland. Zunehmend hören wir anderes, bis hin zu Handlungsanleitungen. Wasserrückhalt ist angesagt.
Der bebaute Raum, verstärkt in Städten, bemüht sich um Entsiegelung, Beispiellink Göttingen. Metropolen, Beispiellink Berlin, motivieren. Es gibt sogar Wettbewerbe, hier nur ein Beispiel.
Wie sieht aber die Realität Wasserrückhalt im ländlichen Raum aus?
Was mir so beim Radeln im Augenwinkel vorbeizieht, lässt mich stoppen – jüngst gelaufene Neu-Dränung.
Ist so etwas immer noch eine genehmigungsfreie / genehmigungsfähige Aktion? (Von Freisetzen aktivierter Bodeninhaltsstoffe wie Eisen, kurzwegiger Eintrag von Nährstoffen und Pestiziden in aufnehmende Gewässer einmal ganz zu schweigen.)
Solch Fläche ist wassermengenbezogen doch kaum anders zu sehen, als Flächenversiegelung im bebauten Raum.
Bezogen auf die Angabe, dass 50 % der Agrarflächen dräniert sind, kommt man in Richtung regionaler Wasserhaushalt, Versickerung / Abfluss, übernutztes Grundwasser (das „von oben“ nur noch begrenzt aufgestockt wird), Auswirkung auf lokales bis regionales Wetter und Klima ff. auf ganz merkwürdige Gedanken. – Geht hier alles mit rechten Dingen zu?
Besteht Hoffnung, wächst auch im Agrarischen ein kleines Pflänzlein? – Sehen kann ich davon (noch) nichts, eher Parallelen zum obigen, brandneuen Gegenteil.



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