Darauf soll es im Lauf des Tages noch weiterschneien, wenngleich es wohl insgesamt weniger bleibt, als es ostsüdöstlich von hier im Niedersächsischen bereits aussieht.
Diesen fast ins Schwarz-Weiss abgleitenden Aspekt ersetze ich im Folgenden durch die Fortsetzung meiner Moorbekwanderung – jetzt nach Wiesenstrecke entlang des Waldrands.

Die Moorbek ist rechtwinklig abgebogen. – Hinter dem vorn aufgeworfenen Meerforellenlaichbett geht sie auf raue Talfahrt.
Hier wurden vor nicht allzu langer Zeit zwei Staue zu Rauer Rampe umgebaut. Durchgängigkeit für aquatische Wanderer ist somit erreicht.

Die zwanghafte Tieflage ergibt sich aus einer fern startenden Flächenentwässerung. Deren Einlaufrohr liegt – leider! – sehr tief.
Durch die heftige Störung des Bodenwasserhaushalts wird hier erheblich Eisen eingetragen, das durch die neuen Rauigkeiten bachab nun schnell ausgeflockt niedergeschlagen wird (das Rostrote links – rechts fliesst ebenfalls glasklares Wasser, dort über algenbewachsenen, im Foto fast schwarz erscheinenden Kies).
Eine grundlegende Verbesserung – generelles Öffnen der Rohrleitung, Anlegen eines naturnahen Verlaufs und ggf. einer Eisenockerausflock-Flachwasserzone – ist nicht in Sicht, sodass das Ökosystem bachab erstmal weiter mit dieser speziellen Belastung fertigwerden muss.

Das seinerzeit zum störungsfreien Ableiten von Hochwässern angelegte ultrabreite und -tiefgelegte Profil wird seit Jahren mit dem NABU Norderstedt schrittweise verbessert, im Sohlbereich Richtung Niedrigwasserquerschnitt eingeengt..

Dass steiniges Material hier nicht falsch gewählt wurde, zeigen Uferanschnitte der lehmig-steinigen Moräne.

… von Kieslaichern begeistert genutzt. Hier ein Beispiel (Fotos vom 23. Januar) für erneutes, spätes Laichen.

Man soll also „kleines“, schrittweises Vorgehen nicht unterschätzen! Die Summe – und ggf. jährliches Optimieren – macht`s.
Häufig genug erreichen „große“ Maßnahmen die ökologische Wirkung unseres zielgerichteten Handelns nicht.
Nur zeitweise fliesst der Bach. Umso wichtiger für Wald und Grundwasser ist das Halten von „Hochwässern“ – wie Regen plus Schneeschmelze kürzlich.

Bei diesen „Fluten“ sind immerhin etliche Kiesanteile aus dem Waldbereich auf die auch an der Mündung eingebrachten Kiese transportiert worden.

Genug gesehen – nach kleiner Wanderung durch den Buchenmischwald erreiche ich die Eichenallee, wo das Auto steht.
Wie, um Gottes Willen!, man einen kurzen landwirtschaftlichen Weg SO mit großen, tiefen Schlaglöchern ausstatten kann (das geht, teils über die gesamte Wegbreite), ist mir unerklärlich.
Noch ist Zeit bis Mittag. – Ich lege ein paar Stopps an der Mühlenau ein. Bericht folgt.






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