Lange kann es nicht mehr dauern, bis die Radelnden ankommen. Ich gucke nun von der Deichkrone aus, was ringsum so vorgeht.

Erstmal hoch, eine Wolkenwand im rasenden Geschehen – so hatte ich den Wetterbericht eigentlich nicht verstanden.

Das bekannte Ensemble am niedersächsichen Ufer der Tide-Elbe, nun dichter dran – Kernkraftwerk im Abbau, Saug- und Klappbagger Vox Ariane, Leuchtfeuer, ehemaliges Leuchtfeuer Juelssand.

Die Gewässer Binnendeichs – Haseldorfer Binnenelbe vorn, dahinter Flachsee, entstanden durch Kleigewinnen beim Deichbau.
Andere Radelnde sind zwischenzeitig kaum vorbeigekommen. Das Sturmgebraus hält die Menschen von solch frei dem Wind ausgesetzten Strecken wohl fern?

Der kleine Auwald ist immerhin 530 m lang, allerdings bei geringer Tiefe. Baumarten und -alter entwickeln eine reiche Lebensraumstruktur.

Gegenüber auf niedersächsischer Elbseite – ein Hotelkomplex „Fährhaus Twielenfleth“ – mus sowas unmittelbar am Flussufer sein? Links, mit scheinbar gleicher Höhe, ist die Stader Geest am Horizont erkennbar.

Binnendeichs wird die Weidenallee ordentlich vom Wind gebeutelt – dem Wind, dem „meine“ Radelnden entgegenfahren (und ich bald mit).

Die Schwanengruppe auf der windoffenen Strecke der Haseldorfer Binnenelbe besteht aus Höckerschwänen.
Hier im Gelände sind gelegentlich auch grosse Schwärme Singschwäne zu beobachten. Solch Erlebnis findet allerdings im Winter statt.
Erste Gruppen versuchen, nach anderen Plätzen Ausschau zu halten. Etliche davon, vor allem, wenn die Gruppe nur klein ist, schnattern aufgeregt, wenn sie überm Deich im Wind „stehen“ – und kehren wieder um.

In Relation zum Bagger, 138 m gesetzt, wird es sich um einen mittleren Frachter der 330 m-Klasse handeln.
Leider konnte ich das Schiff bei spätabendlicher Rückkehr zu Hause nicht (mehr) identifizieren.

Nochmal Fernblick westwärts – das Wetter hat sich wieder prächtig entwickelt, keine Radler in Sicht.
Nach etlicher Zeit verschwinden die Schafe hinter rauem Gelände.

Erwischt – eine der vielen jagenden Rauchschwalben. – Der Bagger ist nach langem Saugen nun offenbar gefüllt, dreht.

Richtige Position gefunden – auf geht`s Richtung Verklappungsort. (Erste Baggerschiffe, wie dies, werden übrigens seit kurzer Zeit mit LNG betrieben – daher die ungewohnten Tanks auf dem Deck.)
Es dauerte dann nicht mehr lange, „meine“ Gruppe traf ein.
Zum weiteren Geschehen des Tages folgt mehr demnächst.













[…] Hier wartete ich Ende August vorigen Jahres auf eine Gruppe aus meiner Geburtsgegend, die den Nordseeküstenradweg erkundete. […]
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[…] 4, Fährmannssand – mit Rückenwind geht`s mal weiter als üblich, Richtung Schanzenturm. Das nun durchgehend sonnig angesagte Wetter hat etliche Frühaufsteher angelockt, hoch oben auf […]
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