Extremer Sandtrieb durch steiles Erosionsprofil belastet bachab liegende Strecken in den meisten unserer Bäche. Dies kann durch Rückgabe standorttypischer Kiese verringert werden. Gleichzeitig wird die ursprünglich charakteristische Sohlstruktur als Lebensraum zurückgegeben – der Bach arbeitet mit diesem „Spielkies“.
In diesem Sinn sahen wir uns die Strecke in der Agrarlandschaft unterhalb des Forst Endern an.

Blick bachauf, Richtung Forst Endern – starkes Gefälle und extreme Erosion führte bei früheren Unterhaltungsarbeiten zur Uferbefestigung mit größerem Steinmaterial.

Der scharfe Schuss und der leichte Abriss der Gewässersohle am Durchlass sowie der angeströmte Prallhang können durch eine Rausche entlastet und ökologisch aufgewertet werden.

Auch hier kann – wie andernorts praktiziert – der Uferbereich der Überfahrt durch Kies-schütten gesichert werden.

Uferschutz und lichte Beschattung = Naturhilfe für die Gewässerunterhaltung, dreidimensionale Besiedlungsmöglichkeit für Flora und Fauna. Lücken weisen Stark-Erosion am Ufer auf.

An mehreren Stellen des Bachbetts meinen wir Spuren von Laichaktivitäten des Bachneunauges zu erkennen.
Das bestätigt Einzelsichtung erwachsener Individuen im Vorjahr.

In der Strecke stechen einige Extremerosionspunkte besonders ins Auge. Diese gilt es zu entschärfen, bevor Baumbewuchs verlorengeht.
Die begangene Strecke entspricht knapp 400 m von potentiell im Hügeligen zu verbessernden gut 3 km. – Schritt für Schritt streben wir das Ziel an, in leistbaren Portionen …

Auf dem Rückweg bestaunen wir einmal mehr die hiesige hügelige Landschaftsstruktur mit unterschiedlicher Nutzung zwischen Acker, Weide und Brache. Das aktuelle Wetter der vergangenen Wochen hält Mulden noch eine Weile weiter nass.

Beispielhaftes am Wegrand, auch das gibt`s noch – ordnungsgemäßes auf-den-Stock-Setzen (hier: von Erlen) lässt Nachwuchs spriessen. – Leider sieht man in den jüngeren Jahren allzu viele Stellen, an denen unangepasste Kapptechniken die Regeneration verhindern (sollen ???).
Wir fahren weiter, in die Oberalsterniederung – den dort, dicht oberhalb der Bredenbekmündung in die Rönne angelegten Sandfang ansehen.













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