Die DWA hatte eingeladen zu einem Seminar „Bauen mit dem Fluss – Naturnahe Maßnahmen zur Stabilisierung und Strukturierung von Fliessgewässern“. Hintergrund war die Fertigstellung und der im Gelbdruck zur Diskussion freigegebene Entwurf des Merkblatts DWA-M 527 „Buhnen zur Stabilisierung und Strukturierung von Fließgewässern“.
In Anlehnung an Wohnorte von Arbeitsgruppenmitgliedern (wechselnde Treffpunkte über die Jahre) war diesmal die Nidda, Nebenfluss des Mains, gewählt. Hier bietet Gottfried Lehr langjährig Gewässerverbesserungen vom Feinsten.
Es ging also südwärts.

Universitätsstadt Marburg, schon ordentlich vorangekommen auf der Bahnfahrt – mal auf anderer Strecke als gewöhnlich.

Im Weiterfahren, hoch auf dem Berg, das Schloss – gern denke ich an mein Vorstudium hier zurück. – Meine Güte, ein halbes Jahrhundert her …

Nach Umstieg in Friedberg, Blick aus der S-Bahn, nicht mehr weit bis Dortelweil (Bad Vilbel) – eine Wahnwitzregenfront, der Horizont verschwindet zusehends.

Angekommen beim Hotel, 10 Minuten Kofferrollern, ok – Kunst auf dem Teich. Irgendwie scheint da was kaputtgegangen ?? (Kunstbanause!)

Schicker Blick über die – gern extensiver zu unterhaltende Golflandschaft. Meine Güte, „das Raue“ ist ja gar nicht rau!
Ich habe als früh Angekommener das Vergnügen, mit dem lokalen und regionalen Fachkollegen eine Vor-Exkursion unternehmen zu dürfen (Herzlichen Dank nochmals, Gottfried!).

Entwicklungsstrecke und -fläche – Wasserbausteine aus dem Ufer entfernt, Uferentwicklung inkl. Baum- und Buschsukzession (vgl. unmittelbar oberhalb, dichter Bestand) werden erwartet.

Weiter flussab – Planerwahn! Es musste ein nah am Gewässerufer liegender, geteerter Fuß- / Radweg sein.

„geschützte …“ – ??? – Hier regiert der Biber, putzt alles weg. Um erstmal etwas anbieten zu können, ist dieses liegende Stammteil Weide mit einem Zaun versehen. – – Es gibt halt viel zu wenig Vegetation im, am und auf dem Ufer!

Gewollte Dynamik – Uferabbruch, Entwicklung einer sich stetig verändernden Sand- / Kiesbank, Weidenstecklinge mit Verbissschutz.

Wir sind weitergefahren, zum gefällereicheren Erlenbach. Trotz immer dunkler werdender Situation gelang das Foto: Mäander-Initiieren durch instream-Buhnen.
Und schon sieht so ein Bach viel lebendiger aus.

Petrus tut das Seine für mehr Leben. Er lässt es nun schütten. Ausnahmsweise hat das Wetter Taunus und Hunsrück überquert und giesst sich hier im Lee aus. Die Wege werden zu Wasserstraßen.
Das kam günstig, wir sind fertig mit der Vor-Exkursion, der Abend dämmert.
Schnell wird es dunkel. – Später treffen sich die bereits angereisten Arbeitsgruppenmitglieder zu Speis und Trank, Austausch zu Fachlichem und Persönlichem. Uns erwartet am Folgetag ein an die 50 Fachmenschen starkes Publikum. – Möge es gelingen.






















[…] war angesagt, weiterer wird hinzukommen) veranlassen mich, einen frühen Zug zu nehmen. Dank Vor-Exkursion habe ich ganz unterschiedliche Verbesserungsansätze im Nidda-Einzugsgebiet bereits kennengelernt, […]
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